Geologisch-Paläontologische Exkursion 2012S (LV ) / Teil Fritz/Gruber

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1 Geologisch-Paläontologische Exkursion 2012S (LV ) / Teil Fritz/Gruber Die Steiermark kann in mehrere geologische Landschaften gegliedert werden: A) Der Südosten besteht aus Neogenen bis Pliozänen Sedimenten und Vulkaniten des Steirischen Beckens (gelb). B) Rot-Töne definieren das Kristalline Grundgebirge mit metamorphen Gesteinen unterschiedlichen Alters. C) Blau markiert die vorwiegend Mesozoischen Nördlichen Kalkalpen mit der Grauwackenzone (violett) an deren Basis. D) Braun sind schwach metamorphe Paläozoika des Grazer Paläozoikums und der Gurktaler Decke mit einer Sedimentationsabfolge ähnliche derer in der Grauwackenzone- Abb. 1: Geologie der Steiermark Bei der Exkursion wird ein Profil von der Grauwackenzone in die Basis der nördlichen Kalkalpen gezeigt (siehe Markierung). Ein zweiter Exkursionspunkt ist die Wassermannquelle nördlich von Eisenerz. 1

2 Exkursionsroute und Ausrüstung: Die Exkursion beinhaltet eine Wanderung vom Präbichl über die Leobnerhütte zum Hirscheggsattel und zurück zum Präbichl (siehe Abbildung 2: grüne Markierung). Die reine Gehstrecke der Wanderung beträgt etwa 3 Stunden. Die Haltepunkte mit eingerechnet wird die Wanderung etwa 5 Stunden in Anspruch nehmen. Es wird eine maximale Seehöhe von etwa 1700 Meter erreicht. Im Anschluss an die Wanderung wird eine Karstquelle an der Basis der nördlichen Kalkalpen (Wassermann Loch) vorgestellt. Ausrüstung und Exkursionsmaterial: 1) Ausrüstung für alpines Gelände mitnehmen (festes Schuhwerk, warme Kleidung, Regenschutz, Rucksack). Tagesverpflegung (Jause, Getränke) mitnehmen. 2) Schreibmaterial mitnehmen. Die Beurteilung erfolgt nach Abgabe eines schriftlichen Berichtes. Abbildung 2: Exkursionsroute Präbichl - Hirscheggsattel 2

3 Tektonische Stellung: Beziehungen zwischen Grundgebirge (Grauwackenzone) und Deckgebirge (Nördliche Kalkalpen) der höchsten ostalpinen Decke der Alpen (oberes Zentralostalpin) werden vorgestellt. Das obere Zentralostalpin besteht in diesem Raum aus 4 Decken (siehe Abb. 3). Die oberste dieser Decken ist die Norische Decke mit einem Teil der Grauwackenzone an der Basis (Grundgebirge) und einem Teil der nördlichen Kalkalpen im oberen Bereich (Deckgebirge). Die Schichtfolge der Norischen Decke der Grauwackenzone umfasst schwach metamorphe Sedimente vom Ordovizium bis ins Devon. Auf diesem Grundgebirge wurde die mesozoische Schichtfolge der nördlichen Kalkalpen abgelagert. Abbildung 3: Gliederung der Grauwackenzone mit überlagernden nördlichen Kalkalpen. Gezeigte Schichtfolge in rot Literatur: 3

4 Abb. 4: Tektonische Gliederung des Raumes Eisenerz Abb. 5: Geologische Karte des Exkursionsgebietes und Exkursionsroute 4

5 Abb. 6: Legende zur geologischen Karte (Einheiten markiert) Exkursionsroute Bei der Exkursion wird eine Schichtfolge vom Ordovizium bis in die Trias vorgestellt. Die Permomesozoische Schichtfolge der basalen nördlichen Kalkalpen liegt diskordant über den Paläozoischen Sedimenten und Magmatiten der Grauwackenzone. Exkursionspunkt 2: Wassermannloch (Schwarze Lacke) Das gesamte westliche Hochschwabgebiet weist eine Vielzahl von karstmorphologischen Phänomenen auf (unzählige Karstmulden, Dolinen, Schächte und Karren). Auch viele größere Höhlensysteme charakterisieren den westlichen Hochschwab als Karstgebiet. Als generelle Wasserstauer im westlichen Hochschwabgebiet gelten die Einheiten der Werfener Schiefer, die unter den stark verkarsteten Kalken des Hochschwabmassivs eintauchen. Die maximale Schüttung beträgt für den Zeitraum ca l/s und die minimale Schüttung ca. 60 l/s. Starke Schüttungsschwankungen sind typisch für Karstsysteme die auf Niederschlagsereignisse schnell reagieren. Das gesamte Speichervolumen beträgt Mio. m 3. Das Entleeren des Speichers geht sehr schnell voran. Dieser Speicher ist nach zwischen 5 Tagen und 20 Tagen leer. Es befinden sich nach 20 Tagen nur mehr ca Mio. m 3 Wasser im Speicher. Quelle: Vergleich des Schüttungsverhaltens ausgewählter Quellen in Karbonatgesteinen der Ostalpen.- Bakk-Arbeit Ch. Steinbauer; Betreuer: G.Winkler, S. Birk 5

6 Abb 7: Exkursionspunkt Wassermannquelle 6

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