Jena: Situation und Erwartungen von Freiberuflern, Gewerbetreibenden und Handwerkern

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1 : Situation und Erwartungen von Freiberuflern, Gewerbetreibenden und Handwerkern Ergebnisse der Geschäftskundenstudie 2014

2 Agenda und Rahmenbedingungen der Studie Ziel und Inhalte der Studie: Gewinnung von Erkenntnissen zu den Themen, die unsere Geschäftskunden aktuell besonders bewegen. Dazu gehören fünf Themenblöcke: Wirtschaftliche Entwicklung Unternehmerische Risiken Investitionen Finanzierung Zahlungsmoral Zielgruppe: Befragt wurden Geschäftskunden bis 2,5 Mio. Euro Umsatz. Dazu gehören Freiberufler (heilende Berufe, beratende Berufe, sonstige Freiberufler), Handwerk und Gewerbetreibende. Umfang und Auswertung: Befragt wurden bundesweit Geschäftskunden, darunter 30 in. Die Befragung ist repräsentativ und wurde telefonisch vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt. Zeitraum: Die Befragung fand zwischen dem 30. Juli und dem 3. September 2014 statt. 2

3 Wirtschaftliche Entwicklung 2014 Gewerbetreibende, Freiberufler und Handwerker in erleben die wirtschaftliche Entwicklung 2014 als stabil oder positiv (1) hat sich sehr gut entwickelt (2) stabil 76 % 81 % Drei Viertel der Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker in der Region beurteilen die Geschäftsentwicklung ihrer Branche als sehr gut oder stabil. (3) hat sich verschlechtert Nur etwas mehr als ein Fünftel sieht eine Verschlechterung. Mittelwert 1,9 1,8 Frage: Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung Ihrer Branche im laufenden Jahr? Die Situation in der Branche... 3

4 Entwicklung der Auftragslage Das Geschäft läuft: Bei rund drei Viertel der Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker ist die Auftragslage stabil oder besser als vor sechs Monaten (1) hat sich verbessert (2) ist gleichgeblieben (3) hat sich verschlechtert 73 % 81 % Die Auftragsbücher sind gut gefüllt: Bei einem Drittel der Geschäftskunden in ist die Auftragslage besser als vor sechs Monaten. 40 Prozent der befragten Geschäftskunden beurteilt die Auftragslage des eigenen Unternehmens als stabil. Mittelwert 1,9 1,9 Nur jeder Fünfte hat eine Verschlechterung der Auftragslage wahrgenommen. Frage: Wie hat sich die Auftragslage für Ihr Unternehmen in den letzten 6 Monaten entwickelt? Die Auftragslage... 4

5 Ausblick für 2015 Auch für 2015 erwarten Gewerbetreibende, Freiberufler und Handwerker mehrheitlich eine stabile Wirtschaftsentwicklung Optimisten und Pessimisten im Gleichgewicht (1) Stabilisierung auf hohem Niveau mit positiver Entwicklung in 2015 (2) Stabilisierung, mit kurzfristigen Rückgängen (3) Eher rückläufige wirtschaftliche Entwicklung 73 % Mittelwert 2,0 2,0 71 % Ein Fünftel der Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker in erwartet eine positive Wirtschaftsentwicklung Genauso viele erwarten einen Rückgang im kommenden Jahr. Mehr als die Hälfte geht von einer stabilen Lage, ggf. mit kurzfristigen Rückgängen aus. Frage: Wie sind Ihre Erwartungen für 2015? 5

6 Wichtigste Probleme Fachkräftemangel, Steigerung der Lohnkosten und kein Geld für Investitionen sind größte Risiken. In fürchten Geschäftskunden weniger die Konkurrenz durch das Internet Keine geeigneten Fachkräfte für das Unternehmen Aufträge / Kunden bleiben aus Branche leidet unter starker Konkurrenz durch das Internet Kunden zahlen Rechnung nicht Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall Den größten Problemdruck empfinden die Geschäftskunden in der Region beim Fachkräftemangel, gefolgt von steigenden Lohnkosten und mangelndem Geld für Investitionen. Kein Nachfolger für das Unternehmen Steigerung der Lohnkosten Private Schicksalsschläge (Krankheit oder Tod naher Angehöriger, Scheidung/Trennung) Bildung von Rücklagen für das Alter nicht möglich bzw. keine Rücklagen für das Alter vorhanden Produkte werden nicht mehr nachgefragt Kein Geld für notwendige Investitionen Aber auch private Schicksalsschläge und fehlende Rücklagen für das Alter werden in mehr als im Bundesdurchschnitt als Problem gesehen, während das Internet weniger als Konkurrenz gefürchtet wird. Frage: Nennen Sie mir aus den von Ihnen genannten unternehmerischen Risiken nun bitte das wichtigste Problem. 6

7 Bereiche für geplante Investitionen Geschäftskunden investieren vor allem in Personal, IT und Marketing. In sind darüber hinaus Investitionen in den Standort besonders wichtig in das Personal oder die Personalentwicklung in den IT-Bereich: EDV, Internet, mobile Kommunikation ins Marketing in den Standort in Geschäftsräume Den wichtigsten Problemen begegnen Geschäftskunden mit gezielten Investitionen. Jeweils mehr als ein Drittel der Geschäftskunden plant Investitionen in Personal, den IT- Bereich, in Marketing und den Standort. in die Produktionstechnik Keine geplant Fuhrpark/ Fahrzeuge Sonstiges Investitionen in den eigenen Standort sind damit in wesentlich wichtiger als im Bundesdurchschnitt. Mehr als jeder Zehnte plant keine Investitionen. Frage: Ich lese Ihnen nun einige Bereiche vor, in denen Investitionen getätigt werden können. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob sie darin Investitionen vorsehen. 7

8 Wichtigkeit von Investitionen Investitionen in EDV, Internet und mobile Kommunikation haben hohe Priorität für mehr als zwei Drittel der Geschäftskunden in (1 und 2) sehr oder eher wichtig Mehr als die Hälfte der Befragten stuft Investitionen allgemein als sehr wichtig oder eher wichtig für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ein. (3) Teils/teils (4 und 5) weniger oder überhaupt nicht wichtig Investitionen allgemein Investitionen in EDV u. Internet Investitionen allgemein * Investitionen in EDV u. Internet Geschäftskunden haben den digitalen Trend erkannt: Mehr als zwei Drittel halten Investitionen in EDV, Internet und mobile Kanäle für wichtig. Mittelwert 2,4 2,0 2,6 2,3 Frage: Wie wichtig sind Investitionen für Sie, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten? Frage: Wie wichtig sind für Sie Investitionen in eine moderne EDV, Internet oder mobile Kommunikation? 8

9 Anteil der Geschäftstätigkeit über Internet und mobile Kommunikation Das Internet wird als wichtiges Investitionsziel angesehen, obwohl knapp die Hälfte hier kaum aktiv ist. Einkauf, Vertrieb und Verwaltung sind die wichtigsten Einsatzbereiche (1) überwiegend per Internet aktiv (2) teilweise per Internet aktiv (3) kaum per Internet aktiv Einsatzbereiche von Internet Nur ein Drittel der Geschäftskunden wickelt bereits heute einen Großteil seines Geschäftes (mehr als zwei Drittel) online ab. 43 Prozent der Geschäftskunden sind kaum per Internet aktiv: Sie erledigen höchstens ein Drittel ihrer Geschäftstätigkeit aktuell über das Internet bzw. mobile Kanäle. Anteil der Geschäftstätigkeit über Internet Mittelwert 47,4 35,6 Die drei am häufigsten genannten Einsatzbereiche ( im Vergleich zu ) Internet und mobile Kommunikation kommen vor allem im Einkauf, dem Vertrieb und der Verwaltung zum Einsatz. Frage: Wieviel Prozent Ihrer Geschäftstätigkeit erledigen Sie aktuell über das Internet bzw. andere mobile Kanäle? (1) bis zu 100% der Geschäftstätigkeit, (2) bis zu zwei Drittel der Geschäftstätigkeit, (3) bis zu einem Drittel der Geschäftstätigkeit Frage: In welchen Bereichen setzen Sie das Internet bzw. mobile Kommunikation ein? 9

10 Umsetzung der Investitionen für das letzte Halbjahr Die überwiegende Mehrheit der Geschäftskunden hat die im ersten Halbjahr 2014 geplanten Investitionen bereits vollständig oder zum Teil umgesetzt (1) wurden alle umgesetzt Weniger als ein Fünftel der befragten Geschäftskunden in der Region hat die geplanten Investitionen bereits vollständig umgesetzt. deutlich weniger als im bundesweiten Schnitt. (2) wurden zum Teil umgesetzt (3) wurden noch gar nicht umgesetzt Fast zwei Drittel der Geschäftskunden haben ihre für das erste Halbjahr geplanten Investitionen nur zum Teil umgesetzt. Mittelwert 2,0 1,8 Bei 13 Prozent wurden noch keine Investitionen umgesetzt. Basis: Befragte, die Investitionen geplant haben. Frage: Zu welchem Teil wurden für das letzte Halbjahr geplante Investitionen bereits umgesetzt? Für das letzte Halbjahr geplante Investitionen... 10

11 Finanzierung der Investitionen Geschäftskunden sind bei Investitionen konservativ: Der Großteil wird aus laufendem Geschäftsbetrieb finanziert Kredite machen nur kleinen Teil des Volumens aus. Über Kredite Über Leasing Durchschnittliche Finanzierung eines Kunden Durchschnittliche Finanzierung eines Kunden Geschäftskunden in finanzieren durchschnittlich die Hälfte der getätigten Gesamtinvestitionen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb Ein weiteres Fünftel wird über Rücklagen finanziert. Über Rücklagen Sonstige Finanzierungsquellen Nur ein Viertel der Gesamtinvestitionen wird in der Region über Kredite und Leasing finanziert. Angaben der Mittelwerte Frage: Wenn Sie die Gesamtinvestitionen aufteilen, welche Anteile entfallen auf die Finanzierungsart: Kredit / Leasing / Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb / Rücklagen? 11

12 Inanspruchnahme eines Geschäftskredits bzw. einer Kreditlinie Knapp die Hälfte der Kunden nimmt derzeit keinen Geschäftskredit in Anspruch. Aber wenn ein Kredit gebraucht wird, wird er selten abgelehnt Geschäftskredit oder Kreditlinie in Anspruch genommen Beantragter Geschäftskredit abgelehnt Knapp die Hälfte der Geschäftskunden in nimmt momentan weder einen Geschäftskredit noch eine Kreditlinie einer Bank in Anspruch. Damit haben mehr Kunden einen Kredit als im Bundesdurchschnitt. Wenn ein Kredit beantragt wird, wird er bei 90 Prozent der Kunden auch genehmigt. (1) Ja (2) Nein (3) Weiß nicht / K.A. Angaben in Prozent Bei vier Fünfteln der Kreditanträge erfolgt die Bewilligung problemlos. Frage: Nehmen Sie derzeit einen Geschäftskredit oder eine Kreditlinie einer Bank in Anspruch? Frage: Hat Ihnen eine Bank in den vergangenen drei Jahren einen Geschäftskredit abgelehnt? 12

13 Zahlungsmoral der Kunden Geschäftskunden bewerten die Zahlungsmoral ihrer Kunden als gut, obwohl ein Viertel ihre Rechnungen erst nach Ablauf der Zahlungsfrist begleichen. (1) sehr oder eher gut (2) Teils/teils (3) eher oder sehr schlecht Durchschnittlich 25 % der Kunden zahlen ihre Rechnungen erst nach Ablauf der Zahlungsfrist Mittelwert 2,3 2,0 Durchschnittlich 25 % der Kunden zahlen ihre Rechnungen erst nach Ablauf der Zahlungsfrist Knapp 60 Prozent der Geschäftskunden in und 70 Prozent bundesweit beurteilen die Zahlungsmoral ihrer Kunden als sehr gut oder gut. Trotzdem begleichen rund ein Viertel der Kunden ihre Rechnungen erst nach Ablauf der Zahlungsfrist. Die Zahlungsmoral ist stabil und hat sich in den vergangen drei Jahren kaum verändert. Frage: Wie bewerten Sie die Zahlungsmoral Ihrer Kunden? Frage: Wie viele Kunden begleichen ihre Rechnungen erst nach Ablauf der Zahlungsfrist? Bitte schätzen Sie in Prozent. 13

14 Zusammenfassung: Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick Wirtschaftliche Entwicklung: Geschäftskunden in erleben die wirtschaftliche Entwicklung 2014 als stabil oder sogar positiv. Auch für 2015 wird mehrheitlich eine stabile Entwicklung erwartet: Optimisten und Pessimisten halten sich die Waage. Unternehmerische Risiken: Fachkräftemangel, steigende Lohnkosten und fehlendes Geld für Investitionen werden als größte unternehmerische Risiken angesehen. Investitionen: Investitionen der Geschäftskunden fließen vor allem in Personal, IT, Marketing und den eigenen Standort. Das Internet wird als wichtiges Investitionsziel angesehen, obwohl knapp die Hälfte hier kaum aktiv ist. Einkauf, Vertrieb und Verwaltung sind die wichtigsten Einsatzbereiche. Finanzierung: Geschäftskunden sind bei der Finanzierung ihrer Investitionen konservativ. Der Großteil wird aus laufendem Geschäftsbetrieb finanziert, Kredite machen nur kleinen Teil des Volumens aus. Zahlungsmoral: Obwohl Geschäftskunden die Zahlungsmoral ihrer Kunden als gut bewerten, zahlt ein Viertel ihre Rechnungen erst nach Ablauf der Zahlungsfrist. 14

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