Rechenschaftsbericht April 2015

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1 Rechenschaftsbericht April 2015 Institut für Prozess- und Anwaltsrecht Leibniz Universität Hannover Institut für Prozess- und Anwaltsrecht

2 Vorwort Professor Dr. Christian Wolf Abb.: Professor Dr. Christian Wolf Im Wintersemester 2015/2016 feiert das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) sein 10-jähriges Jubiläum. Die Gründung des Instituts vor nunmehr zehn Jahren sollte ein Signal für den Neuanfang der anwaltsorientierten Juristenausbildung in für die Fakultät schwierigen Zeiten sein. Dabei war zunächst durchaus fraglich, ob dieser Neuanfang gelingen konnte. Heute aber können wir auf zehn erfolgreiche Jahre IPA zurückblicken. In der Institutsarbeit haben sich über die Jahre drei Schwerpunkte herausgebildet: (1) Die (anwaltsorientierte) Juristenausbildung und deren theoretische Reflexion. Hierfür stehen u.a. die Mitherausgeberschaft der Juristischen Arbeitsblätter (JA), das ADVO-Z Studium, aber auch die theoretischen Überlegungen, wie z.b. die Kommentierung zu 4 BRAO in Gaier/Wolf/ Göcken oder die mit der NJW-Redaktion begonnene Veranstaltungsreihe Luncheon Zukünftige Anforderungen an die Juristenausbildung. Eine besondere Bedeutung kommt im Rahmen der anwaltsorientierten Juristenausbildung dem Thema Moot Court zu. Am Institut werden zwei englischsprachige Moot Courts (Willem C. Vis Moot und ICC Mediation Competition) betreut. Hierzu gehören auch der jährlich durchgeführte Hanover PreMoot einschließlich der PreMoot Conference. Für die Bundesrechtsanwaltskammer, den Deutschen Anwaltverein, den Deutschen Juristen-Fakultätentag und die Hans Soldan Stiftung führen wir den bundesweiten Soldan Moot zur anwaltlichen Berufspraxis durch. Mit ihren Erfolgen in den Wettbewerben, zuletzt mit dem Fali Nariman Award für den besten Beklagtenschriftsatz in Hongkong und Platz 15 von 298 Teams in den General Rounds in Wien (Top 5% der teilnehmenden Teams), haben die Teams der Leibniz Universität Jahr für Jahr ihre Leistungsfähigkeit in einem hart umkämpften internationalen Wettbewerb unter Beweis gestellt und damit eine belastbare Überprüfung der Qualität der anwaltsorientierten Juristenausbildung ermöglicht. (2) Das Anwaltsrecht. Deutlich sichtbarstes Zeichen für die Positionierung im Anwaltsrecht ist der von zwei Vorstandsmitgliedern (Gaier und Wolf) herausgegebene Kommentar Anwaltliches Berufsrecht. Zahlreiche weitere Aktivitäten untermauern die Position des Instituts auf diesem Gebiet. Hier sei nur kurz auf die beiden neuesten Aktivitäten hingewiesen: Der Sammelband 25 Jahre Bastille-Entscheidungen (herausgegeben von Gaier und Wolf) sowie die Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Neuordnung des Rechts der Syndikusanwälte (IPA Working-Paper 1/2015). Ohne eine enge Zusammenarbeit mit BRAK und DAV ist das Thema Anwaltsrecht nicht zu bearbeiten. Zu beiden Dachverbänden der Rechtsanwaltschaft bestehen enge Beziehungen. Die Tätigkeit der Rechtsanwälte folgt den globalisierten Märkten. Aufgabe des Instituts wird es sein die begonnenen internationalen Aktivitäten auf dem Gebiet des Anwaltsrechts weiter auszubauen. (3) Das Prozessrecht. Für das Prozessrecht stehen der von den Vorstandsmitgliedern Vorwerk und Wolf herausgegebene Kommentar BeckOK ZPO sowie der gleichfalls von den beiden herausgegebene Kommentar zum KapMuG. Mehr als andere Rechtsgebiete lebt das Prozessrecht von dem Einblick in die forensische Praxis. Daher hat das IPA eine ganze Reihe von Foren des Gedankenaustausches zwischen Wissenschaft und Praxis geschaffen, allen voran das Hannoveraner ZPO- Symposion, für das die Vorstandsmitglieder Gaier, Vorwerk und Wolf stehen wird das IPA die Tagung der Zivilprozessrechtslehrer ausrichten. Erst einmal hat eine der großen Fachgesellschaften in Hannover getagt (Tagung der Vereinigung der Staatsrechtslehrer 1989). Nach 27 Jahren findet erstmals wieder eine Tagung einer großen Fachgesellschaft in Hannover statt. Das Institut begreift dies als Anerkennung und Auszeichnung der bislang geleisteten Arbeit. Insgesamt ist es erklärtes Ziel des IPA den Studierenden in allen drei Bereichen ein Grundverständnis der anwaltlichen Tätigkeit zu vermitteln. Dabei besteht kein Kontrast zur Dogmatik. Ein Rechtsanwalt wird nur dann erfolgreich sein, wenn es ihm gelingt sein Gegenüber sei es Gericht, sei es Verhandlungspartner davon zu überzeugen, dass seine dogmatische Argumentation nicht vom puren Interesse des Mandanten diktiert ist, sondern eben auch für eine faire und gerechte Lösung streitet. Die dogmatische Argumentation muss sich mit Geradlinigkeit, Fairness, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit paaren. Tugenden, die man nicht lehren, sondern nur vorleben kann. Im Wintersemester 2014/2015 kam es zu einer grundlegenden Strukturveränderung des Vorstands. Damit soll dem engen wissenschaftlichen Arbeitskontext zwischen Reinhard Gaier, Volkert Vorwerk und Christian Wolf auch im Vorstand des Instituts Rechnung getragen werden. Mit Peter Salje wird zugleich eine stärkere Verortung in der II

3 Vorwort Professor Dr. Christian Wolf Fakultät sichergestellt. Den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Susanne Beck, Frauke Brosius-Gersdorf, Hermann Butzer, Carsten Momsen und Roland Schwarze sei an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement gedankt. Seit der Gründung des Instituts 2005 wurde das IPA durch die Hans Soldan Stiftung und die Rechtsanwaltskammer Celle gefördert. Insbesondere die Aktivitäten rund um den Willem C. Vis Moot und die ICC Mediation Competition wäre ohne eine ganze Reihe von Unterstützern (vgl. S. 9) nicht möglich. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Umso dankbarer muss ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein, dass sie unter diesen Umständen das IPA tagtäglich aufs Neue zu ihrer eigenen Sache zu ihrem Institut machen. Ohne das Commitment, ohne die intrinsische Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären die Erfolge der letzten 10 Jahre nicht möglich gewesen. Es sind ganz wesentlich auch die Erfolge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Den gegenwärtigen und den ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schulde ich daher meinen ganz herzlichen Dank. Nimmt man die letzten 10 Jahre noch einmal in den Blick, muss man feststellen, dass sich die materiellen Bedingungen der Institutstätigkeit deutlich verbessert haben. Mit dem Moot Court Raum verfügt die Fakultät über einen allen Ansprüchen genügenden Gerichtssaal, der auch Internet-Pleadings ermöglicht. Zahlenmäßig hat sich dank Studienqualitäts- und Hochschulpaktmittel die Mitarbeitersituation deutlich verbessert. Gleichviel besteht Anlass zur Sorge. Um den Zustand der Universität ist es schlecht bestellt, wenn es dieser nicht mehr gelingt die besten Köpfe eines Jahrgangs zumindest vorübergehend als Mitarbeiter zu gewinnen. Der Wettbewerb um die besten Köpfe mag von Disziplin zu Disziplin unterschiedlich ausgeprägt sein, für Juristen gilt jedenfalls: Der Markt ist hoch kompetitiv. Nicht nur die Justiz droht im Kampf um die besten Köpfe gegenüber den Großkanzleien mit den dort gezahlten Gehältern ins Hintertreffen zu geraten. In diesem Wettbewerb können die Universitäten nur bestehen, wenn sie auf ein der Wissenschaft adäquates Klima der intrinsischen Motivation setzen. Hierzu gehört Vertrauen, Freiräume, Eigenverantwortung und ein partnerschaftliches faires Miteinander. Insbesondere wichtig ist aber den Mitarbeitern eine planbare Perspektive für die eigene Qualifikationsarbeit eröffnen zu können. Die kurzen Laufzeiten der zugewiesenen Mittel und die schwierige Verstetigung von neuentwickelten Programmen (Anschubfinanzierung ohne Nachhaltigkeit) werden vor allem auf dem Rücken der studentischen und wissenschaftlichen Mitarbeiter ausgetragen. Wird der deutlich überwiegende Teil der Stellen nicht aus dem Landeshaushalt, sondern aus Studienqualitäts- und Hochschulpaktmitteln finanziert, ist eine sinnvolle Planung der Personalpolitik und Nachwuchsförderung an den Lehrstühlen kaum möglich. Christian Wolf III

4 Inhaltsverzeichnis Wintersemester 2013/2014 bis Sommersemester 2015 Teil 1: Das Institut I. Profil... 1 II. Vorstand... 3 III. Honorarprofessuren... 4 IV. Institutsbeirat... 4 V. Mitarbeiter... 5 VI. VII. VIII. Studentische Mitarbeiter...6 Lehrbeauftragte...7 Förderverein für die anwaltsorientierte Juristenausbildung an der Leibniz Universität Hannover... 8 IX. Hanover Vis Alumni Association e.v X. Förderer... 9 XI. Andere über uns...10 Teil 2: Entwicklungen I. Allgemeine Entwicklung...12 II. Internetauftritt...13 III. Lehre IV. Personalien V. ADVO-Zertifikatsstudiengang VI. Legal Clinic...20 VII. Vortragsreihe Studentenfutter Teil 3: Anwaltsorientierte Lehrveranstaltungen I. Wintersemester 2013/ II. Sommersemester III. Wintersemester 2014/ IV. Sommersmester IV

5 Teil 4: Forschungsergebnisse I. Wissenschaftliche Veröffentlichungen II. Promotionen...43 Teil 5: Aktivitäten des Instituts I. Chronologie der Institutsaktivitäten II. Eigene Institutsveranstaltungen III. Printmedien des Instituts (Auswahl)...57 Teil 6: Ausblick I. Lehre II. Forschung III. Geplante Veranstaltungen V

6 Teil 1: Das Institut I. Profil Das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) der Leibniz Universität Hannover fasst die Forschungs- und Lehraktivitäten der Juristischen Fakultät im Prozessrecht und dem Anwaltsrecht zusammen. Darüber hinaus bündelt und koordiniert es die anwaltsorientierte Lehre. Dies erfolgt sowohl im Rahmen des ADVO- Zertifikatstudiums (ADVO-Z) als auch im Rahmen des Schwerpunktbereichs 8 - Anwaltliche Rechtsberatung und Anwaltsrecht als Teil der Ersten Juristischen Prüfung. Teil der anwaltsorientierten Juristenausbildung ist auch die Legal Clinic (S. 20) und das Anwaltspraktikum 2.0 (S. 52). Das Institut betreut die Teams der Leibniz Universität Hannover, die an den internationalen Moot Court Wettbewerben Willem C. Vis Moot und ICC Mediation Competition teilnehmen (S. 14 und 16). Schließlich hat das Institut seit 2013 die wissenschaftliche und organisatorische Leitung des bundesweiten Soldan Moot Courts zum anwaltlichen Berufsrecht inne, der von der Bundesrechtsanwaltskammer, dem Deutschen Anwaltverein, dem Deutschen Juristen-Fakultätentag und der Hans Soldan Stiftung veranstaltet wird. Bis zum 10. März 2015 gehörten dem Institutsvorstand jeweils zwei Professoren jeder Fachdisziplin in Zweit- bzw. Doppelmitgliedschaft an (aus dem Zivilrecht Roland Schwarze und Christian Wolf; aus dem Öffentlichen Recht Frauke Brosius-Gersdorf und Hermann Butzer; aus dem Strafrecht Susanne Beck und Carsten Momsen). Die breite Zusammensetzung des Vorstands rührt aus der Gründungszeit des Instituts und der damaligen Situation her. Allerdings hat sich über die Jahre gezeigt, dass der eindeutige Schwerpunkt der jeweiligen Tätigkeit der meisten Institutsdirektoren in dem jeweiligen Hauptinstitut liegt bzw. lag. Anderseits hat sich ein enger wissenschaftlicher Arbeitskontext zwischen Richter des Bundesverfassungsgerichts Professor Dr. Reinhard Gaier, Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof Professor Dr. Volkert Vorwerk und Professor Dr. Christian Wolf herausgebildet. Deutlich sichtbarer Ausdruck dessen sind die auf dem Gebiet des Prozessrechts und des Anwaltsrechts herausgegebenen Kommentare: - Vorwerk/Wolf, Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz, (2. Aufl. in Vorbereitung) - Vorwerk/Wolf, BeckOK ZPO - Gaier/Wolf/Göcken, Anwaltliches Berufsrecht, 2. Aufl Mit der Änderung der Institutssatzung vom 10. März 2015 wurde dieser Entwicklung auch organisatorisch Rechnung getragen. Mit Peter Salje wird die Verbindung zur Fakultät neben Christian Wolf durch einen weiteren hauptamtlichen Hochschullehrer gestärkt. Das Thema der Regulierung von Allgemeinwohl verwaltenden Märkten ist dem von Peter Salje vornehmlich untersuchten Energiemarkt und dem Rechtsanwaltsmarkt gemein. Das Institut ist auf seinem Kernforschungsgebiet nicht nur mit zahlreichen Aufsatzveröffentlichungen vertreten, sondern auch durch einschlägige Kommentare bzw. Sammelbände, die von Institutsdirektoren herausgeben werden. Zu nennen sind u.a. Gaier/ Wolf/Göcken, Anwaltliches Berufsrecht, Vorwerk/Wolf, BeckOK ZPO und Vorwerk, Das Prozessformularbuch. (Vgl. hierzu die Übersicht auf der nächsten Seite.) Im Bereich der anwaltsorientierten Lehre untermauert das Institut seine Kompetenz auf viererlei Art und Weise: Sowohl im Schwerpunktstudium als auch im Bereich des ADVO- Zertifikatstudiums wirken eine ganze Reihe herausragender Praktiker mit. Nur beispielhaft seien genannt: Richter des Bundesverfassungsgerichts Professor Dr. Reinhard Gaier; Präsident der Bundesnotarkammer Notar Dr. Jens Bormann, LL.M. (Harvard); Rechtsanwalt Christian Dahns, Rechtsanwalt und Notar Professor Dr. Ulrich von Jeinsen; Rechtsanwalt Dr. Norbert Joachim; Rechtsanwalt Dr. Bernd R. Mayer; Rechtsanwalt Professor Dr. Michael Nagel; Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek; Rechtsanwältin Professor Dr. Andrea Versteyl und Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof Professor Dr. Volkert Vorwerk. Mit der Praxis wird ein intensiver Dialog über alle Fragen der anwaltsorientierten Lehre geführt. Dies stellen der Institutsbeirat, der Förderverein für die anwaltsorientierte Juristenausbildung sowie die Rechtsanwaltskammer Celle, mit der die Fakultät ein Kooperationsabkommen zur anwaltsorientierten Juristenausbildung geschlossen hat, sicher. Der Anwaltsberuf wird Studierenden im Rahmen anwaltsorientierter Praxissimulationen vermittelt. Dies erfolgt auf zwei Ebenen. 1

7 Teil 1: Das Institut Vorwerk/ Wolf, Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz Vorwerk (Hrsg.) Das Prozessformularbuch Vorwerk/ Wolf, Zivilprozessordnung, Beck Online Kommentar Beck scher Online-Kommentar Gaier/ Wolf/ Göcken, Anwaltliches Berufsrecht Gaier/Wolf (Hrsg.) 25 Jahre Bastille- Entscheidungen Quo vadis Anwaltschaft? Redakteur: Gaier Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch: BGB Band 6 Einerseits werden Kompetenzen im Bereich Verhandlungsmanagement im Rahmen von simulierten Vertragsverhandlungen gelehrt. Im Sommersemester 2015 wurde die Idee eines Verhandlungsmoot Court wiederbelebt. Darüber hinaus wird die abstrakte Vermittlung der Prozesstaktik und der Strafverteidigung in einer Reihe von Moot Courts vertieft. Angeboten werden hier Moot Courts auf fakultätsinterner Ebene (ELSA Fakultäts-Moot im Strafrecht und Zivilrecht sowie Moot Court im Wirtschaftsstrafrecht), auf bundesweiter Ebene (Moot Court beim BAG in Erfurt und ELSA Deutschland Moot Court beim BGH in Karlsruhe, Soldan Moot in Hannover) und auf internationaler Ebene (Willem C. Vis Moot in Wien und Hongkong sowie ICC International Commercial Mediation Competition in Paris). Abgerundet wird das Angebot durch die Legal Clinic und das Anwaltspraktikum 2.0. Seit 2010 gibt es auch einen Ehemaligenverein. Dieser unterstützt die Aktivitäten des Instituts, organisiert eigene Veranstaltungen und bietet ein Forum für die ehemaligen Teilnehmer zum gegenseitigen Austausch. Viele ehemalige Teilnehmer, die längst als Rechtsanwälte, Unternehmensjuristen oder Richter arbeiten, werden so wieder an ihre Alma Mater herangeführt. Die anwaltsorientierte Lehre schlägt sich auch in den Publikationsaktivitäten des Instituts nieder. So gibt Professor Dr. Christian Wolf die Juristischen Arbeitsblätter (JA) mit heraus, die sich auch im besonderen Maße der anwaltsorientierten Ausbildung verschrieben haben. Insbesondere ermöglicht die lange Tradition der Teilnahme am Willem C. Vis Moot (seit 1997) auch über die reine Teilnahme hinausgehende Strukturen und Angebote aufzubauen und zu verfestigen. Seit 2007 bieten die Hanover PreMoots teilnehmenden Universitäten aus ganz Europa ein Forum zum gegenseitigen Austausch und zur Vorbereitung auf den Vis Moot in Hongkong und Wien. Seit 2012 ist die internationale Hanover PreMoot Conference integraler Bestandteil des Hanover PreMoots. Jedes Jahr gelingt es herausragende Praktiker und Wissenschaftler zu gewinnen, um rechtliche Aspekte rund um den Vis Moot Fall zu vertiefen. So sprachen 2015 u.a. Alma Forgó, Deputy Counsel ICC (Paris) und Professor Dr. Kristina Siig, University of Southern Denmark, 2014 u.a. Timothy G. Nelson, Skadden, Arps (New York City), Ambassador David Huebner, Arnold & Porter (Los Angeles). Ging der Hanover PreMoot ursprünglich aus einer studentischen Initiative hervor, ist er nunmehr (2015 mit 30 teilnehmenden Teams) das größte Vorbereitungstreffen in Deutschland geworden. Die Bedeutung der Veranstaltung für die Schiedsgerichtscommunity lässt sich auch an der Zahl der als Schiedsrichter teilnehmenden Partner internationaler Law Firms ablesen. 2

8 Teil 1: Das Institut II. Vorstand Den Vorstand des Instituts bilden bis zum 10. März 2015 die dem Institut zugeordneten Lehrstuhlinhaber. Dies waren: Professor Dr. Susanne Beck, Professor Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, Professor Dr. Hermann Butzer, Professor Dr. Carsten Momsen, Professor Dr. Roland Schwarze, Professor Dr. Christian Wolf (Geschäftsführender Direktor). Aktueller Vorstand Seit dem 10. März bilden den Vorstand: Richter des Bundesverfassungsgerichts Professor Dr. Reinhard Gaier Professor Dr. iur. Dr. rer. pol. Peter Salje Lehrstuhl für Zivilrecht und Recht der Wirtschaft Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof Professor Dr. Volkert Vorwerk Professor Dr. Christian Wolf (Geschäftsführender Direktor) Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Zivilprozessrecht Ass. iur. Nicola Zeibig Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Zivilprozessrecht 3

9 Teil 1: Das Institut III. Honorarprofessuren Rechtsanwalt Professor Dr. Wolfgang Büchner, München Rechtsanwalt Professor Dr. Michael Nagel, Hannover Richter des Bundesverfassungsgerichts Professor Dr. Reinhard Gaier, Karlsruhe Rechtsanwalt Professor Dr. Benno Heussen, Berlin Rechtsanwalt und Notar Professor Dr. Ulrich von Jeinsen, Hannover Rechtsanwalt Professor Dr. Klaus Neef, Hannover Rechtsanwalt Professor Dr. Henning Recknagel, Celle Rechtsanwältin Professor Dr. Andrea Versteyl, Berlin Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof Professor Dr. Volkert Vorwerk, Karlsruhe IV. Institutsbeirat Der Institutsbeirat berät den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Durch ihn ist der Dialog mit den berufsständischen Vertretungen der Anwaltschaft auf vielfältige Weise sichergestellt. Vorsitzender des Institutsbeirats ist Rechtsanwalt Dr. Ulrich Scharf (ehemaliger Präsident der Rechtsanwaltskammer Celle und Vizepräsident der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK)). Dem Beirat gehören an: Rechtsanwalt und Journalist Marcus Creutz Rechtsanwalt Tobias Freudenberg (Schriftleitung der NJW) Rechtsanwalt Stephan Göcken (Sprecher der Geschäftsführung der Bundesrechtsanwaltskammer) Rechtsanwalt Martin W. Huff (Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Köln) Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer (namensgebender Partner der Kanzlei Ufer Knauer, München) Rechtsanwältin Verena Mittendorf (Vorstand Nieders. Anwalt- und Notarverein) Rechtsanwalt Dr. Thomas Remmers (Präsident der Rechtsanwaltskammer Celle) Rechtsanwalt und Notar Wulf Meinecke (Vorsitzender des Fördervereins für die anwaltsorientierte Juristenausbildung an der Leibniz Universität Hannover) 4

10 Teil 1: Das Institut V. Mitarbeiter Dagmar Feig, seit 1993 Sekretariat (halbe Stelle) Ass. iur. Tim Brockmann, bis stud. Hiwi, bis wiss. Hiwi, seit wissenschaftlicher Mitarbeiter (halbe Stelle) Referendarin Dipl. - Jur. Nassim Eslami, bis stud. Hiwi, bis wiss. Hiwi, wissenschaftliche Mitarbeiterin (viertel Stelle) Dipl. - Jur. Fabienne Klass, bis , bis stud. Hiwi, seit wissenschaftliche Mitarbeiterin (halbe Stelle) und ICC Mediation Competition Coach seit 2012/2013 Referendarin Dipl. - Jur. Svenja Seidel, bis stud. Hiwi, bis wissenschaftliche Hilfskraft Ass. iur. Franziska Semper, bis wissenschaftliche Mitarbeiterin (halbe Stelle) Referendar Dipl. - Jur. Wolfgang Stannek, seit wissenschaftliche Hilfskraft Dipl. - Jur. Alexandra Ufer, bis , bis stud. Hiwi, seit wissenschaftliche Mitarbeiterin (halbe Stelle) und Vis Moot Court Coach 2010/2011 und seit 2013/2014 Dipl. - Jur. Alice Wolken, bis stud. Hiwi, bis wissenschaftliche Hilfskraft und Vis Moot Court Coach 2013/2014 Ass. iur. Nicola Zeibig, seit wissenschaftliche Mitarbeiterin (volle Stelle) 5

11 Teil 1: Das Institut VI. Studentische Mitarbeiter Kerstin Minge, bis studentische Hilfskraft Lisa Schulz, bis studentische Hilfskraft Juliane Wölling, bis studentische Hilfskraft Nele Frie, seit studentische Hilfskraft Jonas Hiller, seit studentische Hilfskraft Jaschar Mirkhani, seit studentische Hilfskraft und Vis Moot Court Coach seit 2012/2013 Sven Simon Pöllsner, seit studentische Hilfskraft Lily Roske, seit studentische Hilfskraft Konrad Thibaut, seit studentische Hilfskraft Bibiana Wehrenberg, bis , bis studentische Hilfskraft und ICC Mediation Competition Coach 2014/2015 Abb.: Mitarbeiter am Institut- für Prozess und Anwaltsrecht. v.l.n.r. Tim Brockmann, Alexandra Ufer, Alice Wolken, Nassim Eslami, Bibiana Wehrenberg, Svenja Seidel, Jaschar Mirkhani, Chrsitian Wolf, Evdokia Papadopoulos, Hanna Schmitz, Thomas Yassin Berrou, Fabienne Klass. 6

12 Teil 1: Das Institut VII. Lehrbeauftragte Rechtsanwalt Dr. Heiko Ahlbrecht, Düsseldorf Rechtsanwalt Dr. Norbert Joachim, Hannover Rechtsanwalt Reinhard Bähr, Hannover Rechtsanwältin Dr. Sonja Lange, Hamburg Rechtsanwalt Professor Dr. Rouven Bodenheimer, Köln Rechtsanwalt Dr. Bernd R. Mayer, München Notar Dr. Jens Bormann, LL.M., Ratingen Präsident der Bundesnotarkammer Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Elke Müller, Konstanz Rechtsanwältin Dr. Angela Dageförde, Hannover Rechtsanwalt Peter Oehlrich, Hamburg Rechtsanwalt Christian Dahns, Berlin Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek, Berlin Rechtsanwalt Dr. Josef Fullenkamp, Hannover Justiziar Dr. Karsten Scholz, Hannover Michael Germ, Duisburg Rechtsanwalt Dr. Markus Urban, Hannover Rechtsanwalt Sven Hasenstab, Hannover Rechtsanwalt und Mediator Hilmar Voigt, Hannover Rechtsanwalt Dr. Thomas Hasskamp, Hannover Rechtsanwalt Dr. Stephan Wilske, Stuttgart Rechtsanwalt Dr. Nicolas von Wrangell, Hannover 7

13 Teil 1: Das Institut VIII. Förderverein für die anwaltsorientierte Juristenausbildung an der Leibniz Universität Hannover Die Arbeit des Instituts wird durch den Verein zur Förderung der anwaltsorientierten Juristenausbildung an der Leibniz Universität Hannover unterstützt. Der Verein wird durch die Hannoveraner Anwaltschaft getragen. Dem Vorstand des Vereins gehören an: Vorsitzender: Schatzmeister: Schriftführer: Rechtsanwalt und Notar Wulf Meinecke, Kanzlei Göhmann Rechtsanwälte Rechtsanwalt und Notar Philipp M. von Bismarck, Kanzlei KSB Intax Rechtsanwalt Dr. Hilmar Stobbe, Kanzlei Stobbe Rechtsanwälte IX. Hanover Vis Alumni Association e.v. - HVAA Die Teilnahme an den Willem C. Vis Moots in Wien und Hongkong sowie die Organisation und Durchführung des Hanover Pre- Moots werden seit 2010 durch den Hanover Vis Alumni Association Hannoverscher Ehemaligenverein des Willem C. Vis Moot Wettbewerbs e.v. Jahr unterstützt (www.visalumnis.de). Dem Vorstand des Vereins gehören an: Vorsitzender: Sven Hasenstab; Organisation: Christoph Bauch; Schatzmeisterin: Nassim Eslami; Kommunikation: Tim Brockmann. 8

14 Teil 1: Das Institut X. Förderer Im Berichtszeitraum wurden die Aktivitäten des Instituts im Rahmen der anwaltsorientierten Juristenausbildung insbesondere durch die Hans Soldan Stiftung und die Rechtsanwaltskammer Celle finanziell gefördert. Die Aktivitäten des Institus wurden zusätzlich unterstützt durch: - Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom - Dr. Brunhilde Ackermann - Horst Christian Becker - Brandi Rechtsanwälte - Brinkmann.Weinkauf - Gleiss Lutz - Göhmann - Hengeler Mueller - Latham & Watkins - Legial AG - Linklaters - Noerr Der Soldan Moot zur Anwaltlichen Berufspraxis wurde unterstützt durch: - Anwaltsverein Hannover - Bundesrechtsanwaltskammer - Soldan Stiftung - Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom Institutsveranstaltungen - wie etwa der Hanover PreMoot - wurden begleitet duch die Buchhandlung Herrmann, Hannover (Schweizer Fachinformationen). 9

15 Teil 1: Das Institut XI. Andere über uns Das IPA in Hannover ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Die Lehrangebote weisen einen ausgezeichneten Mix aus Theorie und (Anwalts-)praxis aus. Wer wirklich Anwalt werden will (und nicht, weil er es aus Mangel an Alternativen muss), ist hier bestens aufgehoben". - Markus Hartung, Gründungsdirektor Bucerius Center on the Legal Profession Alle Universitäten lehren Beamtenrecht, lehren Gehorsam, nicht aber für den Rechtsstaat und das Recht zu kämpfen. Die Universität Hannover ist eine rühmliche Ausnahme - sie engagiert sich in vorbildlicher Weise auch für die Ausbildung zum Rechtsanwalt. - Professor Dr. Hans-Jürgen Hellwig, Partner bei Hengeler Mueller, Frankfurt Ich wollte immer Rechtsanwältin werden, deshalb habe ich Jura studiert. Zu meiner Zeit gab es solche tollen Angebote, wie die des IPA nicht. Was wären wir dankbar gewesen, wenn wir einen solchen Einblick in die Anwaltstätigkeit erhalten hätten. - Gerlinde Fischedick, Hauptgeschäftsführerin Rechtsanwaltskammer Celle Als für das globale Recruiting einer internationalen Großkanzlei verantwortlicher Partner weiß ich, wie wichtig nicht nur Jura pur ist, sondern auch Sozialkompetenz, wirtschaftliches Verständnis und praktische Fähigkeiten. Insoweit freue ich mich immer über Jurastudentinnen und -studenten der Uni Hannover, die mich regelmäßig durch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, aber auch durch ihre Persönlichkeit beeindrucken. - Dr. Finn Zeidler, Partner bei Latham & Watkins, Frankfurt Die Vortragsreihe Studentenfutter eröffnet den Studierenden eine sehr gute Gelegenheit, die Vielfalt der juristischen Tätigkeiten und ihrer Auswirkungen schon früh kennenzulernen und stellt so eine große Hilfe bei den weiteren Überlegungen zur Berufswahl dar. - Dr. Thomas Remmers, Präsident Rechtsanwaltskammer Celle 10

16 Teil 1: Das Institut Das IPA nimmt die Anwaltsorientierung wörtlich. Die Konzeption anwaltsorientierter Lehrangebote folgt strikt den tatsächlichen Bedürfnissen der Anwaltschaft. Diese werden mit großem Aufwand ermittelt, etwa in gemeinsam mit der NJW veranstalteten Roundtables mit Vertretern von Kanzleien ganz unterschiedlichen Zuschnitts. Darin können die Praktiker ihre Anforderungen an die Juristenausbildung formulieren. Das ist echte Integration der Praxis in die Lehre. - Tobias Freudenberg, NJW-Chefredakteur Ich halte das angebotene Programm für ausgezeichnet geeignet, einen vertieften Einblick in die anwaltliche Denk- und Arbeitsweise zu erhalten. Besonders gut finde ich die Möglichkeit, das erworbene Wissen auch in praktischen Veranstaltungen sofort umzusetzen. Und aus meiner Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen weiß ich, dass das Ganze auch noch Spaß macht! - Thomas Kohlmeier, Vorstand Legial AG, München Congratulations on the opening of your moot court room. Thank you so much for asking about giving one or two remote talks - I would absolutely love to! - Dr. Benjamin Hayward, Associate Lecturer und Coach des Vis Moot Teams der Deakin University (Australien) It is good to see that we are technically connected. Over the years we have developed a very nice and friendly relationship with the University of Hanover. And with your new moot court room it is now even possible that our students and your students can stay in touch and meet any day at any time. - Professor Rajesh Sharma, City University Hong Kong Vis Mooties gehören zu den engagiertesten Jurastudenten mit großen Stärken in der Teamarbeit und besonderem Verständnis für die Anfordernisse des Anwaltsberufs. Vor diesem Hintergrund ist es aus Anwaltssicht besonders lobenswert, was das Team um Professor Wolf mit dem Pre Moot auf die Beine gestellt hat: Hervorragende Referenten auf der PreMoot Konferenz, exzellente Schiedsrichter, die den Teams wirklich weiterhelfen, und sehr gute Teams aus unterschiedlichen Jurisdiktionen. Hannover ist wirklich ein Must in der Vorbereitung auf den Vis Moot geworden! - Dr. Alexandra Diehl, Senior Associate Clifford Chance, Düsseldorf 11

17 Teil 2: Entwicklungen am Institut I. Allgemeine Entwicklung am Institut Das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) wurde im Wintersemester 2005/2006 im Rahmen der Strukturreform an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität gegründet. Ziel war es zunächst, die Aktivitäten der Fakultät auf dem Gebiet der anwaltsorientierten Juristenausbildung zusammenzufassen und auf neue, breite Fundamente zu stellen. Heute liegt der Fokus der Institutsarbeit gleichgewichtig auf der anwaltsorientierten Juristenausbildung, der Forschung auf dem Gebiet des Prozessrechts und der Forschung auf dem Gebiet des Anwaltsrechts. Die Wurzeln der anwaltsorientierten Juristenausbildung reichen aber bis zur Gründung der Fakultät als Fachbereich Rechtswissenschaften 1974 zurück. Der Fachbereich nahm im Wintersemester 1974/1975 seinen Studienbetrieb als Reformfakultät im Rahmen der Einstufigen Juristenausbildung auf. Ein wichtiger Teil der Ausbildung bestand damals im Team-Teaching. Hierunter verstand man die gemeinsame Durchführung einer Veranstaltung durch einen Hochschullehrer und einen Praktiker. Nach Ende der Reformphase blieb die Fakultät der anwaltsorientierten Juristenausbildung weiter verpflichtet. In Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt und Notar Dr. Ulrich Stobbe gelang es die anwaltsorientierte Juristenausbildung in Hannover zu etablieren und die 1. Soldan Tagung 1999 in Hannover durchzuführen. Im Berichtszeitraum wurde die anwaltsorientierte Juristenausbildung weiterentwickelt und fortgeführt. Das ADVO-Z Programm wurde reformiert und mit dem Schwerpunkt 8 Anwaltliche Rechtsgestaltung und Anwaltsrecht besser verschaltet. Das Konzept der Vortragsreihe Studentenfutter wurde beibehalten. Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 12 Veranstaltungen im Rahmen dieser Vortragsreihe statt, davon ein Besuch der aktuellen Ausstellung der Kestnergesellschaft in Zusammenarbeit mit KUNSTKOMM, dem jungen Förderkreis der Kestnergesellschaft. Seit Sommersemester 2014 führt das IPA die Unternehmergespräche im Rahmen der Vortragsreihe Studentenfutter zusammen mit Rechtsanwalt Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär a.d. durch. Bislang waren im Gespräch mit Oliver Liersch: Eckhard Forst, Vorstand NordLB, Dr. Guido Rettig, Vorstand TÜV Nord sowie Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG. Mit dem Anwaltspraktikum 2.0 geht das Institut neue Wege das Anwaltspraktikum für die Studierenden besser und strukturierter zu gestalten. Zur anwaltsorientierten Juristenausbildung zählen auch die zahlreichen Moot Courts und die Legal Clinic. Dabei konnten wir insbesondere in den internationalen Wettbewerben (Willem C. Vis Moot Seite 14 und ICC Mediaton Competition Seite 16) wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns bei der Organisation des Soldan Moots zugutekamen. Der im Januar 2013 eingeweihte neue Moot Court Raum eröffnet mit seiner Video-Konferenztechnik neue Perspektiven der Internationalisierung des Studienangebots. Abb.: Studierende auf der Richterbank im Moot Court Raum War das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht bislang in Ausbildungsfragen auf Hannover konzentriert, hat das IPA mit der wissenschaftlichen und organisatorischen Betreuung des Soldan Moots zur anwaltlichen Praxis deutschlandweite Wirkung erzielt. Die Mitarbeiter des Instituts (Christian Wolf und Sven Hasenstab) haben das Konzept für den Soldan Moot erarbeitet und für die Soldan Stiftung die Mitveranstalter (Bundesrechtsanwaltskammer, Deutscher Anwaltverein und Deutscher Juristen-Fakultätentag) gewonnen. Der jeweilige Soldan-Fall wird durch Mitarbeiter des Instituts (Christian Wolf und Tim Brockmann) in Abstimmung mit dem Universitätsbeirat (Professor Dr. Susanne Hähnchen, Bielefeld; Professorin Dr. Caroline Meller-Hannich, Halle; Professor Dr. Christoph Teichmann, Würzburg) und dem Praktiker-Beirat (Rechtsanwältin Sabine Gries-Redeker, Vorsitzende des Ausschusses für Ausund Fortbildung des DAV; Professor Dr. Reinhard Gaier, Richter des Bundesverfassungsgerichts; Rechtsanwalt und Notar Dr. Thomas Remmers, Vorsitzender des BRAK-Ausschusses Juristenausbildung; Professorin Dr. Johanna Schmidt-Räntsch, Richterin am Bundesgerichtshof) entwickelt. Der Soldan Moot wird für die nächsten Jahre einen der Schwerpunkte der Institutsarbeit bilden. Die der mündlichen Verhandlung zum Soldan Moot vorangestellte Hannoversche Anwaltsrechtskonferenz, welche in Kooperation mit der NJW-Redaktion durchgeführt wird, stellt eine Verbindungslinie zu dem Forschungsschwerpunkt Anwaltsrecht dar. 12

18 Teil 2: Entwicklungen am Institut In der Forschung konnte das Institut seine Stellung im Bereich des Prozessrechts und des Anwaltsrechts weiter ausbauen. Zu nennen sind hier der Kommentar Vorwerk/Wolf (Hrsg.) BeckOK ZPO und Gaier/Wolf/Göcken, Anwaltliches Berufsrecht, 2 Auflage Besonders hervorzuheben sind die Überlegungen von Reinhard Gaier (u.a. ZRP 2015, ) und Volkert Vorwerk (Referat auf dem 70. DJT in Hannover) zur Modernisierung des Zivilprozesses sowie die empirischen Untersuchungen von Christian Wolf (Working-Paper 2014/1 Zivilprozess in Zahlen und NJW 2015, ). Der Vortrag von Christian Wolf (Steuerung des Zivilprozesses durch Streitwert- und Kostenrecht) auf der Tagung der Zivilprozessrechtslehrer im Frühjahr 2014 ist in der ZZP 2015 (69-97) erschienen. Wolf auf der Tagung der Wissenschaftlichen Vereinigung für Internationales Verfahrensrecht (Das internationale Berufsrecht der anwaltlichen Parteivertreter im Schiedsverfahren) im Frühjahr 2015 in Luxemburg wird demnächst in der von der Vereinigung herausgegebenen Schriftenreihe erscheinen. Kennzeichen der Institutsarbeit ist der Dialog von Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet des Prozess- und Anwaltsrechts. Hierfür steht vor allem das ZPO-Symposion. Das für den 9. Mai 2015 geplante 7. ZPO-Symposion musste leider verschoben werden. Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit auf dem Gebiet des Anwaltsrechts standen der zum Anwaltstag 2014 in 2. Auflage erschienene Kommentar Gaier/Wolf/Göcken, Anwaltliches Berufsrecht sowie der im Herbst 2014 erschienene Sammelband 25 Jahre Bastille-Entscheidungen (herausgegeben von Gaier und Wolf). Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang noch das Working-Paper 1/2015 Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Neuordnung der Syndikusanwälte, sowie die darauf basierende Stellungnahme als Sachverständiger des Rechtsausschusses zum entsprechenden Gesetzentwurf. Der Vortrag von Christian Abb.: Dr. Oliver Liersch im Gespräch mit Eckhard Forst II. Internetauftritt Das Institut für Przoess- und Anwaltsrecht pflegt seinen Internet Auftritt und freut sich auf Ihren Besuch auf Neben den üblichen Informationen, wie Kontaktadressen, Mitarbeiterverzeichnis und aktuellen Meldungen vom Institut, bietet der Internetauftritt z.b. die Möglichkeit die aktuellen Skripten zu den Vorlesungen herunterzuladen. Im Internet nachlesbar sind auch die Stellungnahmen des Instituts zu verschiedenen Gesetzgebungsvorhaben. Sämtliche vom Institut herausgegebenen Broschüren, wie Das Lehrangebot des IPA oder Studentenfutter, können online heruntergeladen werden. Im Archiv stehen die alten Broschüren seit Gründung des IPA gleichfalls zur Verfügung. Ebenfalls abrufbar sind die Rechenschaftsberichte des Instituts der vergangenen Jahre. aber auch einen Einblick in das Institutsleben. Neben dem Institut sind auf Facebook noch der Lehrstuhl Wolf, das ICC Mediation Moot Team, sowie das Willem C. Vis Moot Team und der Hanover PreMoot präsent. Das Vis Moot Team lässt seine Freunde und Unterstützer darüber hinaus bei Twitter wissen, wie es sich aktuell auf den Wettbewerb in Hongkong und Wien vorbereitet. Christian Wolf nutzt regelmäßig LinkedIn und Xing, um auf aktuelle Entwicklungen aufmerksam zu machen. Darüber hinaus ist das IPA als eines der ersten Universitätsinstitute breit in den Sozialen Netzwerken vertreten. Über Facebook informiert das Institut über aktuelle Veröffentlichungen, erlaubt 13

19 Teil 2: Entwicklungen am Institut III. Lehre 1. Teilnahme am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Abb.: Das Willem C. Vis Moot Team der Leibniz Universität Hannover für den Druchgang 2014/2015 Im Berichtszeitraum hat das Institut seine Stärken im Bereich der Teilnahme an internationalen Moot Court-Wettbewerben nochmals weiter verfolgt und seinen hohen Standard gehalten. Ausgangspunkt ist hier die jährliche Teilnahme am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot in Wien. Dabei handelt es sich um den größten Gerichtsspielwettbewerb auf dem Gebiet des internationalen Wirtschafts- und Handelsrechts. Die Studierenden müssen dabei sowohl schriftlich als auch mündlich in einem fiktiven internationalen Schiedsverfahren abwechselnd die Kläger- und Beklagtenseite vertreten. Hannover kann hier auf eine lange Tradition zurückblicken; die Universität nahm im Durchgang 2014/2015 bereits zum 17. Mal am Wettbewerb teil. Unterstützt wurden die Coaches der Teams im gesamten Berichtszeitraum von Ass. iur. Nicola Zeibig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Wolf, Sven Hasenstab, Rechtsanwalt bei BRANDI Rechtsanwälte in Hannover und Dr. Stephan Wilske, Partner bei Gleiss Lutz, Stuttgart. Im Durchgang 2013/2014 wurde der Klägerschriftsatz des Teams in Wien als einer der besten im Wettbewerb mit einer Honorable Mention ausgezeichnet. Bewertet wurden die Leistungen von Praktikern und Wissenschaftlern. Auch die Teilnahme in Hongkong 2013/2014 am Vis East war erfolgreich. Der Klageschriftsatz des Teams wurde ebenfalls mit einer Honorable Mention ausgezeichnet. Der Wettbewerb in Hong Kong existiert seit 2003 und ist ebenso wie der Wettbewerb in Wien ein international anerkannter Indikator für die Leistungsfähigkeit einer Fakultät im Rahmen der anwaltsorientierten Lehre. Das Engagement in Hongkong ermöglicht es der Universität Hannover auch bei größeren Teams alle teilnehmenden Studierenden im Wettbewerb plädieren zu lassen, da die Sprecherrollen auf Hongkong und Wien aufgeteilt werden können. Zudem eröffnet der Wettbewerb den Studierenden noch weitere Einblicke in fremde Rechtskulturen. Gleichfalls wurde zu diesem Zeitpunkt die 5. Auflage der Legal Sources herausgegeben. In dieser Broschüre kommen alle für den Wettbewerb relevanten Bestimmungen, wie das CISG oder die UNCITRAL Model Law on International Commercial Arbitration zum Abdruck. Die Legal Sources haben inzwischen Sammlerstatus in Hongkong und Wien erreicht, weil es eine solche dem Schönfelder vergleichbare Gesetzessammlung für den Willem C. Vis Moot bisher nicht gab. Abb.: Das Willem C. Vis Moot Team der Leibniz Universität Hannover in Hong Kong 14

20 Teil 2: Entwicklungen am Institut Der Durchgang 2014/2015 zählt zu den bisher erfolgreichsten für Hannover im Willem C. Vis Moot. So belegte der Hannoveraner Beklagtenschriftsatz beim 12th Vis East von 108 teilnehmenden Universitäten den ersten Platz und wurde mit dem Fali Nariman Award for Best Memorandum on Behalf of Respondent ausgezeichnet. Damit landete der Schriftsatz vor dem Zweitplatzierten München und dem Drittplatzierten Basel. Doch damit nicht genug: Die individuelle Leistung von Milena Heine wurde mit einer Honorable Mention for Best Oral Advocate honoriert. Auch in Wien konnte das Team einen großen Erfolg verzeichnen. Zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren gelang es dem Team der Leibniz Universität Hannover in die Runde der besten 32 Teams beim Willem C. Vis Moot Court einzuziehen. Mit Blick auf die Zahl der teilnehmenden Teams ist diese Leistung umso bemerkenswerter. Dieses Jahr nahmen 298 Teams aus 66 Ländern am Wettbewerb in Wien teil. Im Jahr 2014/2015 mussten die Vis Moot Bewerber zum zweiten Mal ihre Qualitäten in einem Assessment Center unter Beweis stellen. Aus über 45 Bewerbungen wurden 24 potentielle Mooties zu dem Assessment Center eingeladen. Hier stellten sie sich verschiedenen Aufgaben, in denen schriftliche und rhetorische Fähigkeiten sowie die Teamfähigkeit der Bewerber getestet wurden. Noch während der vorlesungsfreien Zeit besuchten die dann ausgewählten Mooties Seminare zum UN-Kaufrecht sowie der internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit. Abgerundet wurde diese erste Vorbereitungsphase schließlich mit dem Besuch der Moot Clinic in Kopenhagen im September. Direkt im Anschluss startete das Team in die Schriftsatzphase des Wettbewerbs. Im Zeitraum zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 erstellten die Mooties vier Schriftsätze für beide Wettbewerbe (jeweils Klageschrift und Klageerwiderung). Im Anschluss begann die mündliche Vorbereitungsphase. Die Vorbereitungszeit war in diesem Jahr besonders kurz. Auch in diesem Jahr konnten wieder die Vorzüge des Ende 2012 eingerichteten Moot Court Raumes genutzt werden. Dank modernster Technik konnten sich die Studierenden bereits nach wenigen internen Pleadings per Video-Konferenz den Teams der Universität Costa Rica, der Universität Indianapolis und der Universität Peking stellen. Auch in der Folgezeit warteten eine Reihe von Probeverhandlungen auf das Team der Leibniz Universität. Das Team übte mit dem Team der Universität Göttingen im Moot Court Raum und war zu Gast in der Universität Düsseldorf. Außerdem standen eine Reihe von Kanzlei-Pleadings auf der Agenda. Hannover war zu Gast bei Latham & Watkins, Orrick, Noerr (alle Düsseldorf) sowie Linklaters (Frankfurt). Darüber hinaus nahmen die Mooties an einer Reihe von PreMoots in Europa teil: Sie verhandelten auf dem Amsterdam PreMoot, beim Hanover PreMoot (siehe eigener Bericht), den All Munich Rounds der LMU München und kurz vor dem Abflug nach Hongkong noch auf dem Berlin PreMoot. Vom März fand dann der Vis East in Hongkong statt. Parallel zum Vis East übten die Sprecher für Wien in Verhandlungen gegen die Teams von der City University Hong Kong, der Chinese University Hong Kong sowie gegen das Team der Universität Tübingen. Vom 27. März bis 02. April fand schließlich der Wettbewerb in Wien statt, hier konnte in der Vorrunde der 15. Platz von 298 Teams erreicht werden! Abb.: Fali Nariman Award (1. Platz) for Best Memorandum on Behalf of Respondent beim Wettbewerb in Hong Kong, 2015 Abb.: Honorable Mention für die Leistung als eine der besten Sprecherinnen in Hong Kong,

21 Teil 2: Entwicklungen am Institut 2. Vierte Teilnahme an der 9th ICC International Commercial Mediation Competition Vom 7. bis zum 23. Februar 2014 nahm nunmehr zum vierten Mal ein Team der Leibniz Universität Hannover an der ICC International Mediation Competition in Paris teil. Hierbei handelt es sich um einen der größten und prestigeträchtigsten Wettbewerbe auf dem Gebiet der Verhandlungstechniken und Mediation in grenzüberschreitenden Wirtschaftsstreitigkeiten. An dem Wettbewerb nahmen 65 Teams von Universitäten aus über 30 Ländern sowie über 120 professionelle Mediatoren und andere Experten auf dem Gebiet der außergerichtlichen Streitbeilegung aus aller Welt teil. Aus Deutschland nahmen neben Hannover noch Teams aus Bonn, Hamburg (Bucerius), Marburg und München teil. Das Team der Universität Hannover bestand in diesem Jahr aus Lily Roske, Marcel Struwe, Marilena Sülzle und Tobias Wundram. Betreut wurden die Studierenden dabei am Institut für Prozessund Anwaltsrecht von Professor Dr. Christian Wolf, seiner studentischen Hilfskraft und Teilnehmerin aus dem Jahr 2012 Fabienne Klass sowie Rechtsanwalt und Mediator Prof. Dr. Rouven Bodenheimer. Professor Bodenheimer ist Partner in der Kanzlei LLS Lungerich Lenz Schuhmacher und hat einen Master in Mediation. Zudem ist er seit 2013 Professor an der Hochschule für angewandtes Management in Erding. In Paris warteten auf das Team insgesamt fünf Mediationsverhandlungen in englischer Sprache. Die Aufgabe der Studierenden ist es, die Rolle der Parteien aus vier verschiedenen Fällen zu übernehmen und eine erfolgreiche Verhandlung mit der jeweils anderen Partei zu führen. Dabei werden sie von einem professionellen Mediator unterstützt und anschließend von zwei Judges, die selbst Mediatoren, Schiedsrichter oder andere Experten auf dem Gebiet der alternativen Streitbeilegung sind, beurteilt. In den Vorrunden trafen die Hannoveraner auf Teams aus Auckland (Neuseeland), Paris (Frankreich), Bukarest (Rumänien), Ottawa (Kanada) und Houston (USA). Auch wenn es für die Hannoveraner am Ende nicht für einen Einzug in die Finalrunden gereicht hat, konnte das Team dennoch im Wettbewerb überzeugen. Trotz der schwierigen Gegner wurde das Team mit mehreren Nominierungen, unter anderem für den besten Mediation Plan, die beste Lösung des Problems und den besten Aufbau von Beziehungen mit der gegnerischen Seite, belohnt. 3. Fünfte Teilnahme an der 10th ICC International Commercial Mediation Competition Der weltweit größte Wettbewerb im Bereich der Wirtschaftsmediation fand vom 6. bis zum 11. Februar 2015 zum zehnten Mal statt. Die Juristische Fakultät Hannover wurde im Jubiläumsjahr von Lissa Gerking, Pauline Mellenthin, Saida Roske und Nele Wachholz erfolgreich vertreten. Unter 67 teilnehmenden Universitäten aus 40 Ländern erhielt das Team eine Auszeichnung für ihr außerordentliches Zusammenspiel zwischen Mandant und Anwalt, insbesondere für ihre effektive Kommunikation und das Teilen von Verantwortlichkeiten. Die ICC International Commercial Mediation Competition wird alljährlich von der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris ausgetragen. Das Ziel des Wettbewerbs ist es, dass Entscheidungsträger in internationalen Unternehmen und Juristen von morgen, in einer zunehmend interkulturellen Welt und einem globalen Markt, alternative Streitbeilegungsmethoden kennen- und praktizieren lernen. Die offizielle Sprache ist dabei Englisch. In vier verschiedenen Mediationen versuchen die Studierenden innerhalb von 85 Minuten fiktive, aber an realen Fällen orientierte, Probleme zu lösen. Bewertet werden die Leistungen der Teams dabei von über 120 erfahrenen Praktikern aus der ganzen Welt. Im Wettbewerb trat das Hannoveraner Team gegen Teams aus Marburg (Deutschland), New South Wales (Australien), Fribourg (Schweiz) und Bukarest (Rumänien) an. Betreut wurde das Team von Professor Dr. Christian Wolf und Fabienne Klass, wissenschaftliche Mitarbeiterin und ehemalige Teilnehmerin, sowie von Bibiana Wehrenberg, studentische Hilfskraft und ebenfalls ehemalige Teilnehmerin. Unterstützt wurden Team und Coaches in der Vorbereitung von Prof. Dr. Rouven Bodenheimer aus der Kanzlei LLS Lungerich Lenz Schuhmacher. Mit dem Gewinn des Special Awards in der Kategorie Best Team Work: Counsel and Client hat das ICC Team Hannover einen herausragenden Erfolg erzielt. Außerdem wurden die Hannoveraner mehrfach für den besten Eröffnungsvortrag, die beste anwaltliche Vertretung eines Mandanten und die beste Interaktion mit dem Mediator nominiert. Abb.: Special Awards in der Kategorie Best Team Work: Counsel and Client 16

22 Teil 2: Entwicklungen am Institut IV. Personalien 1. Institutsdirektoren a. In den Vorstand zum sind eingetreten: Professor Dr. iur. Dr. rer. pol. Peter Salje Peter Salje ist Inhaber des Lehrstuhls für Zivilrecht und Recht der Wirtschaft an der Leibniz- Universität Hannover. Zu den Forschungsschwerpunkten Saljes, der sowohl in Staats- und Wirtschaftswissenschaften als auch in Rechtswissenschaften promoviert hat, zählen neben dem Bürgerlichen Recht insbesondere das Wirtschafts- und Europarecht. Ein besonderes Gewicht liegt bei den Veröffentlichungen auf dem Recht der Energiewirtschaft einschließlich des Rechts der erneuerbaren Energien. Honorarprofessor Dr. Reinhard Gaier (Richter des Bundesverfassungsgerichts) Abordnung an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main , Richter am Oberlandesgericht Frankfurt am Main (in den für Kartell-, Vergabe- und Urheberrecht zuständigen Senaten, daneben Präsidialrichter mit Zuständigkeiten insbesondere für Rechtsanwälte und Notare, seit 1998 Leiter der EDV-Abteilung), , Richter am Bundesgerichtshof (V. Zivilsenat, Immobilienrecht), seit November 2004, Richter des Bundesverfassungsgerichts (Erster Senat), 2008 Honorarprofessur an der Leibniz Universität Hannover (Verfassungsrecht und anwaltliches Berufsrecht). Honorarprofessor Dr. Volkert Vorwerk (Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof) Zunächst Leiter der Rechts- und Patentabteilung eines pharmazeutischen Unternehmens, im Anschluß daran Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Celle, seit 1995 Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof. Seit Juni 2006 Honorarprofessor an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Institut für Prozessrecht und anwaltsorientierte Ausbildung. Seit Ende 2009 ist Professor Dr. Vorwerk Mitglied des Vorstands des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Ass. iur. Nicola Zeibig Nicola Zeibig hat Rechtswissenschaften an der Leibniz Universität Hannover studiert und im Jahr 2009 mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen. Im Anschluss daran hat sie ihr Referendariat am Oberlandesgericht Celle mit Stationen in Frankfurt und Sydney absolviert. Zeitgleich war sie am Institut für Prozess- und Anwaltsrecht als wissenschaftliche Hilfskraft tätig und hat dort das Anwaltsorientierte Zertifikatsstudium betreut. Nach dem Referendariat hat Frau Zeibig im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes an der Universität Stockholm an einen Masterstudiengang in International Commercial Arbitration teilgenommen. b. Aus dem Institutsvorstand sind ausgeschieden: Professorin Dr. iur. Frauke Brosius-Gersdorf, LL.M., Professor Dr. iur. Carsten Momsen, Professorin Dr. iur. Susanne Beck, LL.M. (LSE), Professor Dr. iur. Roland Schwarze, Professor Dr. iur. Hermann Butzer. 17

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