Arbeit 4.0: Präventiv gestalten, kompetent bewältigen!

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1 Arbeit 4.0: Präventiv gestalten, kompetent bewältigen! Workshop: HR- und Gesundheitsmanagement. Bedarfe und Umsetzungshindernisse in KMU , Print Media Academy Heidelberg Elke Kirchner und Judith Krauss, Steinbeis Beratungszentrum 1.0 Dr. Philipp Lechleiter, Universität Heidelberg 1

2 Ablauf 1. Hintergrund: Die Bedeutung von KMU in Deutschland 2. Einführung in die Methode World Café 3. Gruppenphase 2

3 1. Hintergrund KMU - Rückgrat der deutschen Wirtschaft Über 99% der deutschen Unternehmen KMU-Fakten 35-40% des gesamten deutschen Umsatzes Über 60% der deutschen Beschäftigten Mitarbeiteranzahl Umsatz Kleinstunternehmen 0-9 < 2 Mio. Kleine Unternehmen < 10 Mio. Mittlere Unternehmen < 50 Mio. Große Unternehmen > 500 > 50 Mio. IfM Bonn,

4 1. Hintergrund: Herausforderung und Zielsetzung Digitalisierung und Industrie % der dt. Unternehmen mit Nutzung von digitalen Technologien 83% der Beschäftigten arbeiten mit digitalen Technologien I4.0 für über 85% der KMU von großer Bedeutung (BMAS, 2016; ifaa, 2015) Demografischer Wandel ,2 Mio. Erwerbstätige ca. 38 Mio. Erwerbstätige ca. 40% der Erwerbstätigen 50+ Jahre alt (DESTATIS, 2015; Nerdinger et. al., 2016) 4

5 1. Hintergrund: Herausforderung und Zielsetzung Digitalisierung und Industrie 4.0 HR- und Gesundheitsmanagement in KMU: Bedarfe, Umsetzungshindernisse und Lösungswege Demografischer Wandel 5

6 Ablauf 1. Hintergrund: Die Relevanz von KMU in Deutschland 2. Einführung in die Methode World Café 3. Gruppenphase 6

7 2. Einführung in die Methode World Café Während des World Cafés sitzen die Workshop- Teilnehmer in einem Raum verteilt an Tischen von vier bis max. zehn Personen. Methode World Café Es führt jeweils eine Moderatorin/ein Moderator pro Tisch als Gastgeber zu Beginn in die Arbeitsweise ein und erläutert den Ablauf sowie die Fragestellung. Während des weiteren Verlaufs werden drei unterschiedliche Fragen in aufeinanderfolgenden Gesprächsrunden von 15 Minuten an allen Tischen bearbeitet. Ziel: Jeder wechselt zweimal den Tisch und bearbeitet somit jede Fragestellung einmal. Im Anschluss an die Gruppen- folgt die Reflexionsphase im Plenum 7

8 Ablauf 1. Hintergrund: Die Relevanz von KMU in Deutschland 2. Einführung in die Methode World Café 3. Gruppenphase 8

9 3. Gruppenphase HR- und Gesundheitsmanagement in KMU: Was sind förderliche, was sind hinderliche Faktoren? Welche Maßnahmen für ein präventives HR- und Gesundheitsmanagement sind in KMU umsetzbar? Stell Dir vor: Es existiert betriebliche Gesundheitsförderung und keiner macht mit! Welche Maßnahmen zur Steigerung der Teilnahmemotivation sind denkbar? 9

10 Quellenverzeichnis Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2016). Digitalisierung am Arbeitsplatz: Aktuelle Ergebnisse einer Betriebs- und Beschäftigtenbefragung. Berlin: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Günterberg, B. (2012). Unternehmensgrößenstatistik Unternehmen, Umsatz und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2004 bis 2009 in Deutschland, Ergebnisse des Unternehmensregisters (URS 95). Bonn: Institut für Mittelstandsforschung. Institut für angewandte Arbeitsforschung (2015). Industrie 4.0 in der Metall- und Elektroindustrie. Düsseldorf: Institut für angewandte Arbeitsforschung (ifaa). Nerdinger, F. W., et al., Eds. (2016). Innovation und Personalarbeit im demografischen Wandel - Ein Handbuch für Unternehmen. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. Statistische Bundesamt (2015). Bevölkerung in Deutschland bis Wiesbaden: Statistisches Bundesamt (DESTATIS). 10

11 Ergebnisse des Workshops 11

12 Workshops Zentrale Ergebnisse Frage 1 HR- und Gesundheitsmanagement in KMU: Was sind förderliche, was sind hinderliche Faktoren? HR- und Gesundheitsmanagement. Bedarfe und Umsetzungshindernisse in KMU Hinderliche Faktoren Die Führungskraft steht BGM skeptisch gegenüber Fokus auf betriebliche Kernprozesse bzw. auf das Tagesgeschäft Datenschutz, Scham Gesundheit ist Privatsache Informationshindernisse (zu viele Kanäle bieten zu viel Informationen) BGM nicht offensiv und explizit als BGM kommunizieren, sondern einfach machen Kosten für strategisches HR- und Gesundheitsmanagement werden als zu hoch eingeschätzt Keine Kapazität für BGM, Zeitmangel Förderliche Faktoren Wertschätzende Führung, die Führungskraft übernimmt eine Vorbildfunktion Gesundheit als strategische Managementaufgabe begreifen Partizipation der Mitarbeiter bei HR- und Gesundheitsthemen gewährleisten, Entscheidungswege transparent machen Familiäre Strukturen in KMU 12

13 Workshops Zentrale Ergebnisse Frage 2 Welche Maßnahmen für ein präventives HR- und Gesundheits-management sind in KMU umsetzbar? HR- und Gesundheitsmanagement. Bedarfe und Umsetzungshindernisse in KMU Persönliche Beratung durch eine telefonische Betreuung (Zentrale Stelle, die mehrere KMU betreut) Eine wertschätzende, anerkennende Kultur im Betrieb etablieren Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchführen Firmenübergreifende Kursangebote Verschieden Einzelmaßnahmen, z. B. Gesundheitstage, Firmenläufe, Radkonzepte (bzw. Finanzierungskonzepte), Obstkorb, Trinkwasser bereitstellen, Ergonomieberatung etc. Seminare Gesunde Führung anbieten Innungszirkel ins Leben rufen Gesundes Verhalten belohnen Mitarbeiter- und Feedbackgespräche führen Gesundheitslotsen identifizieren und deren Engagement fördern BGM Netzwerken beitreten (regional, überregional, online) Den Mitarbeitern & Führungskräften die Angst vor dem Begriff BGM nehmen Gesundheitsverantwortung der Mitarbeiter stärken 13

14 Workshops Zentrale Ergebnisse Frage 3 Stell Dir vor: Es existiert betriebliche Gesundheitsförderung und keiner macht mit! Welche Maßnahmen zur Steigerung der Teilnahmemotivation sind denkbar? HR- und Gesundheitsmanagement. Bedarfe und Umsetzungshindernisse in KMU Die Führungskraft muss als Vorbild fungieren Soziale Umfeld der Mitarbeiter mit einbeziehen (z. B. Vorträge mit Bezug zu familiären Themen für Eltern) Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchführen BGM-Maßnahmen immer während der regulären Arbeitszeit anbieten Maßnahmen nicht direkt als BGM-Maßnahmen kommunizieren Individuelle Maßnahmen statt Maßnahmen in der Gruppe anbieten Mitarbeiterbefragungen durchführen Themen als trojanisches Pferd verkleiden, z. B. Ernährung für Schulkinder Sogenannte Kümmerer im Betrieb identifizieren und deren Engagement fördern (Private Lauftreffs, Fußball etc.) Frühzeitig die Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter schulen (Azubis, Berufsanfänger) Einen langen Atem bei der Umsetzung der Maßnahmen bewahren und realistische Ziele definieren Anreize durch Belohnungssysteme schaffen 14

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