Forum 4: Kompetenzerwerb und Ansätze zur Kompetenzmessung

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1 , Potsdam: Lehre und Studium professionell evaluieren: wie viel Wissenschaft braucht die Evaluation? Forum 4: Kompetenzerwerb und Ansätze zur Kompetenzmessung Bologna Prozess und kompetenzorientierte Lehrveranstaltungsevaluierung: GEKo, das Grazer Evaluationsmodell des Kompetenzerwerbs Alexandra Dorfer Brigitte Maier Manuela Paechter Gudrun Salmhofer Karl-Franzens Franzens-Universit Universität t Graz University of Graz, Austria 1 page 1

2 Überblick 1.) Universität Graz der Kontext - Implementierung des Bologna Prozesses - LV-Evaluation: Rückblick & Gegenwart 2.) GEKo Grazer Evaluationsmodell des Kompetenzerwerbs University of Graz, Austria 2 page 2

3 Implementierung von Bologna - rechtl. Rahmen: Universitätsgesetz Satzung der KFU gegründet Fakultäten Studierende, AnfängerInnen AbsolventInnen, (260 Doktorat) / Jahr Beschäftigte, wissenschaftl. MitarbeiterInnen Studienangebot mit WS 2008/09: insgesamt 118 Studien, davon 35 BA- und 53 MA-Studien und ein bologna-konformes Doktoratsstudium University of Graz, Austria 3 page 3

4 Ausgangslage für die Konzeptentwicklung Organisatorische Rahmenbedingungen: Neue Studienstrukturen ( Bologna ) Definition von Kompetenzzielen Veränderte Zielvorstellungen von Lehrqualität: Qualifikationsziele aufbauend auf Lernergebnissen/Kompetenzen Methodische Probleme des alten Erhebungsinstruments: Fokus auf Beurteilung eines Lehrvortrags Mangelnde Differenzierungsfähigkeit Nicht für alle Veranstaltungsformen (z.b. medienbasierte Lehre) brauchbar University of Graz, Austria 4 page 4

5 Ziel von Studien, Modulen, LVs Aneignung von Handlungskompetenz => Fähigkeit, Probleme eigenständig zu lösen und dadurch möglichst viele (neue) Situationen zu bewältigen Fähigkeit zur Problemlösung kritisch-reflektive Fähigkeiten (fachspezifisches) deklaratives Wissen realistisches, positives Selbstbewusstsein soziale Kompetenz University of Graz, Austria 5 page 5

6 GEKo-Kompetenzmodell Befragung der Studierenden nach ihrer Einschätzung des Kompetenzerwerbs Ziele: Diagnose & Qualitätsverbesserung Merkmale des Konzepts: Studierendenzentriert Erfassung von räumlich-organisatorischen Einflussgrößen auf Seite der Organisation Erfassung von Einflussgrößen auf Seite der TeilnehmerInnen etc. Verschiedene Fragebögen für verschiedene Veranstaltungsformen Fragebögen für Studierende und Lehrende University of Graz, Austria 6 page 6

7 GEKo-Kompetenzmodell Arbeitsschritte 1-9: 1. qualitative Erhebung: Aufzählung von Kompetenzen, Fertigkeiten und Fähigkeiten durch Studierende und Lehrende 2. Analyse der Curricula: Extraktion der Kompetenzen 3. Literatur: Psychologie, Pädagogik etc. University of Graz, Austria 7 page 7

8 GEKo-Kompetenzmodell Konzepte von Kompetenzen Peterßen (2001) Weinert (2002) Wottreng (2002) Handlungsfähigkeit: Sachkompetenz Methodenkompetenz Sozialkompetenz Moralkompetenz Handlungskompetenz: fachliche Kompetenz fachübergreifende Kompetenz motivationale und emotionale Komponenten Handlungskompetenz/ Schlüsselqualifikationen: Fachkompetenz Methodenkompetenz Sozialkompetenz Selbstkompetenz (personale Kompetenz) University of Graz, Austria 8 page 8

9 GEKo-Kompetenzmodell Arbeitsschritte 1-9: 1. qualitative Erhebung: Aufzählung von Kompetenzen, Fertigkeiten und Fähigkeiten durch Studierende und Lehrende 2. Analyse der Curricula: Extraktion der Curricula 3. Literatur: Psychologie, Pädagogik etc. 5 Basiskompetenzen 10 Items je Basiskompetenz University of Graz, Austria 9 page 9

10 GEKo-Kompetenzmodell Sachwissen Fakten, Theorien erklären können Verknüpfen und Unterscheiden von Fakten, Theorien Fachkompetenz Methodenkompetenz Erkennen von Anwendungsmöglichkeiten des Gelernten Probleme lösen Entscheidungen finden Anwenden Gemeinsames Lernen Verantwortung in einer Gruppe übernehmen Handlungskompetenz Sozialkompetenz Personale Kompetenz Sich benötigte Informationen eigenständig beschaffen können Lernprozesse organisieren Lernstrategien auswählen Arbeitsergebnisse bewerten Medienkompetenz Paechter et al., 2006 Bewertung und Nutzung von Medien zur Ausübung der anderen Kompetenzen University of Graz, Austria 10 page 10

11 GEKo-Kompetenzmodell Beispiele für Items: Ich kann einen guten Überblick über die Inhalte der LV geben. (Fachkompetenz) Ich kann mein erworbenes Wissen auf verschiedene Aufgabenstellungen anwenden. (Methodenkompetenz) Es fällt mir leichter, Verantwortung in der Gruppe zu übernehmen. (Sozialkompetenz) In der LV habe ich gelernt, meinen Lernfortschritt besser zu überprüfen (Personale Kompetenz) Ich habe Fertigkeiten im virtuellen Kommunizieren erworben. (Medienkompetenz) o o o o o o trifft überhaupt nicht zu trifft völlig zu University of Graz, Austria 11 page 11

12 Differenzierung nach LV-Art: Entwicklung von Fragebögen für: Lehrendenzentrierte Veranstaltungen: Vorlesungen (Fach- und Methodenkompetenz) Interaktive Veranstaltungen: Seminare, Übungen (Fach-, Methoden-, Sozial-, Personale Kompetenz) Veranstaltungen mit fachspezifischem Anwendungsbezug: Laborübungen (Fach-, Methoden-, Personale Kompetenz) & GEKo-Kompetenzmodell Medienbasierte Lehrveranstaltungen (Medienkompetenz) University of Graz, Austria 12 page 12

13 GEKo-Kompetenzmodell Arbeitsschritte 1-9: 4. Pretest der Items: (Itemschwierigkeit, Faktorenanalyse etc.): Reduktion der Items 5. Validierung: Auf individueller Basis Auf LV-Basis 6. Fragebögen für Lehrende 7. Objektivitätsüberprüfung: Vergleich zwischen studentischer Selbsteinschätzung und objektiven Leistungstests 8. Konfirmatorische Faktorenanalyse 9. HLM University of Graz, Austria 13 page 13

14 Konfirmatorische Faktorenanalyse.80 Fachkompetenz Methodenkompetenz Soziale Kompetenz.49 Personale Kompetenz University of Graz, Austria 14 page 14

15 HLM: Einfluss von Rahmenbedingungen Fach- und Methodenkompetenz Engagement der Studierenden Didaktische Qualität der LV Erreichbarkeit der/des Lehrenden TeilnehmerInnenanzahl y=0.516 Fach- und Methodenkompetenz Soziales Klima in der LV University of Graz, Austria 15 page 15

16 HLM: Einfluss von Rahmenbedingungen Sozialkompetenz Engagement der Studierenden Didaktische Qualität der LV Erreichbarkeit der/des Lehrenden TeilnehmerInnenanzahl y=0.743 Sozialkompetenz Soziales Klima in der LV University of Graz, Austria 16 page 16

17 HLM: Einfluss von Rahmenbedingungen Personale Kompetenz Engagement der Studierenden Didaktische Qualität der LV Erreichbarkeit der/des Lehrenden TeilnehmerInnenanzahl y=0.657 Personale Kompetenz Soziales Klima in der LV University of Graz, Austria 17 page 17

18 Rückfragen an: Abteilung Lehr- und Studienservices Karl-Franzens-Universität Graz Universitätsplatz 3/I 8010 Graz University of Graz, Austria 18 page 18

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