Linux Advanced Server Kapitel 0.0 1

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1 Linux Advanced Server Kapitel 0.0 1

2 Linux Advanced Server Dokumentation Äinux d nced 15. August 2008

3 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Warum Linux Advanced? Basisfunktionen Sicherheit Lizenzen Installation Fileserver Installation BIOS Partitionieren DL Installer TCP/IP DNS DHCP Netzwerk einrichten Server mit einer Netzwerkkarte Server mit zwei Netzwerkkarten LDAP Directory Service Was ist LDAP? Wozu verwenden wir LDAP? Usermanagement Klonen von Client Rechnern Klonen Neuinstallation Klonen Reparatur Software nachinstallieren IN-OUT System Was ist das? Profile

4 Kapitel 1 Einleitung 1.1 Warum Linux Advanced? Diese Distribution unterscheidet sich vielleicht von anderen dadurch, dass Client und Server auf Debian laufen. Client und Server als LIVE-CD und LIVE-USB Version existieren Client und Server sowohl von USB als auch CD sehr einfach auf Festplatte installierbar sind Linux Advanced ist auf Debian Lenny aufgebaut und birgt daher die sprichwörtliche Stabilität und die neuesten Software Pakete der Linux Welt in sich. Das Nachinstallieren von Software erfolgt hier nicht über Software, die im Internet erst mühsam gesucht werden muss, sondern per Mausklick (synaptic) oder apt-get an der Konsole. Wir haben versucht, die Installation und Administration von Server und Client durch einfach zu bedienende Dialoge so einfach wie möglich zu machen - trotzdem sind für das Feintuning von Server und Client Linux- Grundkenntnisse unerlässlich. 1.2 Basisfunktionen Das System basiert auf einem LDAP Server (Lightweight Directory Access Protocol ) der die Anmeldedaten der User beherbergt. Dieser ist vorkonfiguriert und läuft auch von LIVE-CD/USB. einem SAMBA Server, der dank Zusammenarbeit mit LDAP einen Windows Server vollwertig ersetzen kann. der durch rsync verwirklichten Möglichkeit, Software zentral auf allen Clients in wenigen Minuten nach zu installieren. DNS und DHCP Server (dnsmasq). dnsmasq ist besonders einfach zu warten, da nur 2 Textdateien für forward- und reverse-lookup existieren. einem durch dar verwirklichten Sicherungskonzept, das auf einfachste Weise autom. Backups generiert, die beispielsweise auf den Clients gehalten werden können. Es ist also möglich, Linux und Windows Clients in einer Domain zu verwalten. 2

5 Linux Advanced Server 1.3 Sicherheit wurde von Debian schon immer groß geschrieben. Daher können Updates ohne Bauchweh in wenigen Minuten realisiert werden. Wenn Windows nicht clientseitig verwendet wird, was sehr zu empfehlen, weil überflüssig ist, ist das Wort Virus eigentlich ein Fremdwort. Unser System läuft seit einigen Jahren völlig virusfrei!!! 1.4 Lizenzen Debian Software unterliegt der GPL (GNU General Public License). Jeder hat somit das Recht, diese Software frei zu verwenden und zu verändern, wenn er für die von ihm weitergegebene/veränderte Software ebenso dieses Recht einräumt. Der wohl wichtigste Bestandteil dieses Abkommens ist wohl, dass der Quelltext jedes weitergegebenen Programms mitgegeben werden muss. Dies ermöglicht den Benutzern, die Programme zu verbessern und weiter zu entwickeln. Kapitel 1.4 3

6 Kapitel 2 Installation 2.1 Fileserver Installation BIOS Um von CD oder USB booten zu können, drücken sie nach dem Einschalten des Rechners die Taste <entf> oder <F2> oder <F12> oder abhängig von ihrem Rechner Booten von CD Stellen sie im Reiter BOOT oder ähnlich die Bootreihenfolge so, dass ihr CD/DVD Laufwerk an erster Stelle liegt. Speichern sie diese Einstellung ( meist <F10> ) Booten von USB Im BOOT Menü kann eine Option Hard Disk oder ähnlich sein,. Schieben sie das USB Device ganz nach oben. Stellen sie im Reiter BOOT oder ähnlich die Bootreihenfolge so, dass ihr USB Device an erster Stelle liegt Partitionieren 4

7 Linux Advanced Server Sie werden automatisch als user dreamer angemeldet. Dieser User hat mit sudo von haus aus root-rechte. root Passwort: schule Bem: sda/sdb muss bei IDE-Platten durch hda/hdb ersetzt werden. Abhängig davon, ob 1 oder 2 Festplatten zur Verfügung stehen, gelten folgende Vorschläge: (Screenshots nicht ident) An der Konsole: sudo gparted Mit strg +/- können die Screenshots gezoomt werden Sie sind allerdings nicht völlig ident mit dem Vorschlag... Abbildung 2.1: Abbildung 2.2: 1 Festplatte 2 Festplatten device Part Type FS Type Mount Size device Part Type FS Type Mount Size /dev/sda1 primary swap 2Gb /dev/sda1 primary swap 2Gb /dev/sda5 extended ext3 / 30-60Gb /dev/sda5 extended ext3 / Rest /dev/sda6 extended ext3 /home Rest /dev/sdb1 primary ext3 /home Rest DL Installer Klick auf Desktop Icon DL Installer Im oberen Feld Boxname: fileserver 2x passwort für root User Name: dreamer 2x passwort für dreamer + add Icon zum Zufügen zu Users Im unteren Feld: Detected *nix partitions Abbildung 2.3: Klick auf die Felder Type / Mount Point / File System und einstellen laut obiger Tabelle Beachte: Die Felder sind vorerst nicht sichtbar. Nicht vergessen: Format? aktivieren + add Icon zum Zufügen zu Selected partitions Grub Management: Install on MBR (Master Boot Record) 5 Minuten später sollte man das neue System booten können Kapitel 2.1 5

8 Kapitel 3 TCP/IP DNS DHCP 3.1 Netzwerk einrichten Server mit einer Netzwerkkarte Sie haben im Netz einen Router, der Firewall und eventuell andere Dienste wie Proxying, VPN oder Webserver trägt. Dann ist die Konfiguration des Netzwerks einfach: An der Konsole: sudo su admin_dhcp Der Dialog zeigt drei Menüpunkte: Network Admin: DNS-DHCP Config Set Default Es empfiehlt sich, hier beim ersten Mal Set Default zu wählen. Das hier konfigurierte Netz ist vom Typ 10.x.0.0/24. Es sind in diesem Netz alle Adressen von 10.x x möglich also rd (das sollte reichen) Abbildung 3.1: Grund für ein solch großes Subnet: Wenn später ein VPN für Wireless und/oder Remote Verbindungen eingerichtet werden soll, wird der Platz in einem /24 Netz immer knapp Für VPN sollte man exotische Subnets haben, um nicht mit den VPN s der Provider in Konflikt zu geraten Wenn sie dennoch andere Gelüste für ihr Subnet verspüren, kann dies mit dem Network Admin erledigt werden. Am Domain Name sollte keine Veränderung vorgenommen werden, da sich eine solche weitläufig auswirkt config-files: /etc/network/interfaces DNS-DHCP Config Hier wird festgelegt, was die Clients via DHCP an Adressinformation erhalten. Es gibt 3 Felder zu editieren: Client Gateway: Das ist der Router ins Internet für die Clients. Wichtig: Stellen sie diese Adresse auf die IP des Rechners, solange nicht alle Clients installiert sind - andernfalls können diese bei der Erstinstallation den Server nicht finden dhcp first: die kleinste IP für DHCP CLients dhcp last: die größte IP für DHCP CLients 6

9 Linux Advanced Server Diese IPs dürfen sich nicht mit den fest zugewiesenen Adressen für die Server überlappen!!! config-files: /etc/network/interfaces /etc/resolv.conf Server mit zwei Netzwerkkarten Ihr Server ist selbst der Router ins Internet. An der Konsole: sudo su admin_dhcp Einrichten der internen Karte mit DHCP DNS Config (s. oben) Am Besten wählen sie Set Default, um ein 10.x.0.0/16 Subnet zu erhalten. Gateway ist ident mit Adresse Die externe Karte wird nach den Daten des Providers mit Menü Network Admin eingerichtet Bemerkung: Linux benötigt kein Routing zwischen den internen NWK das geschieht bei der Einrichtung der Karten automatisch. config-files: /etc/network/interfaces /etc/dnsmasq.conf /etc/resolv.conf Abbildung 3.2: Kapitel 3.1 7

10 Kapitel 4 LDAP Directory Service 4.1 Was ist LDAP? LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) ist ein Client/Server-Modell und wird als Verzeichnisdienst genutzt. Dieses Verzeichnis enthält in unserem Fall Bentzername/Passwo(e)rt(er) Vor- Zuname Zeit der letzten Anmeldung Zeit der letzten Passwortänderung Klassenzugehörigkeit Status des Benutzers Gruppen und Zugehörigkeit der User zu diesen Gruppen Computernamen ( wenn PDC für Windows) Abbildung 4.1: und einiges mehr. Die Verzeichnisstruktur ist in Baumform angelegt, also hierarchisch organisiert: dc=schule,dc=local Das Root Objekt ou=groups, dc=schule,dc=local die Gruppen cn=lehrer, ou=groups, dc=schule,dc=local eine der Gruppen ou=users, dc=schule,dc=local die Benutzer cn=rmayer, ou=users, dc=schule,dc=local einer der Benutzer Die Baumstruktur dazu: dc=schule,dc=local ou=groups ou=users cn=lehrer cn=schueler cn=rmayer cn=whuber 8

11 Linux Advanced Server LDAP wird auch in den Verzeichnisdiensten von Windows (Active Directory) oder Novell (Edirectory) in ähnlicher Weise genutzt. Für Abfragen an diesen Verzeichnisdienst werden Filter verwendet, die log and/or und Joker verwenden können. Bsp: ldapsearch -x -h $G_SERVER -LLL -b ou=users,dc=schule,dc=local ( (departmentnumber=0)(roomnumber=2a)) 4.2 Wozu verwenden wir LDAP? In erster Linie dient es hier als Anmeldedienst für Linux und/oder Windows Clients. Die Gruppenzugehörigkeit bezieht der Ldap Client beim Login vom Server und richtet die Berechtigungen der User danach aus. Da die meisten Anwendungen Interfaces für Ldap anbieten, kann aber Ldap auch als zentraler Dienst für diese Anwendungen eingesetzt werden. Beispiele: Apache Webserver, Zope, Moodle, Joomla, VPN, Mailserver... Alles kommt also aus einer Hand, ist daher mit minimalem Administrationsaufwand verbunden. Wenn sichs um Berechtigungen jedweder Art dreht, macht das also der LDAP. 4.3 Usermanagement Zum Anlegen/Löschen der Benutzer gibts ein kleines Dialog Interface Man kann damit Gruppen/Klassen einzeln oder aus CSV Dateien anlegen/löschen User einzeln oder aus CSV Dateien anlegen/löschen Attribute für User festlegen Ldap Passwort ändern Zusätzlich dient das PHP-Interface phpldapadmin ( siehe section 4.1) als übersichtliches Web-Frontend Abbildung 4.2: Mithilfe des scripts admin_convert.sh können die restlichen Attribute an den LDAP übergeben werden. Format der *.csv Datei: Klasse, Zahl, Zuname Vorname1 Vorname2 Zahl: 0... normal, 1... Karenz, 2... außerschulisch Kapitel 4.3 9

12 Kapitel 5 Klonen von Client Rechnern 5.1 Klonen Neuinstallation Sobald einmal ein Client installiert und etwa auch angepasst ist, kann diese Installation auf andere Rechner geklont werden. Ï ÐÓÑ º Wenn ½ºÈ ÖØ Ø ÓÒ ÓÖ µ der Rechner noch nackt ist, booten sie ihn mit der Install CD. (liegt bei) login: root password:» Ú» ½ root Es erscheint» Ú» ØÝÔ ÒØ eine kurze ØÝÔ Û Ô Þ ½¼ Beschreibung Þ ½ am login prompt. ºÑÓÙÒØ Ò ¾º ÓÖÑ ØØ Ò ÑÓÙÒØ¹Ø ÜØ» Ú» ØÑÔ Ñ ¹Ø ÜØ» Ú» ØÝÔ ÜØ Þ ÐÐÓØ Ö ºÖ ÝÒ Ò Ö ÑÓØ Ñ Ò Ñ ØÝÔ µ ÓÒÖ ÑÓØ Ñ Ò Ô Û ÖÓÓص ¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹¹ º ÓÖ½ ØØ Ñ ÖÙ ¹ Ò Ø Ðй¹ÖÓÓع Ö ØÓÖÝ»ÖÓÓØ»ØÑÔ» Ú» ¹¹Ö Ö ÝÒº Ö ÝÒºÑ ÖØ Ñ Ò»ÖÓÓØ»ØÑÔØÓØ ÑÔÓÖØ ÒØ ÚÓ Ð ººº Ò ØØÝÛ Ø ØÖÐ ÐØ ¾ ØÓ Ð ØÓÖ Ø Ñ Ð Ø Ö ÝÓÙ ÒÖ ØÙÖÒÛ Ø ØÖÐ ÐØ ½ ÖÓÐÐ Ø Ô ÙÔ» ÓÛÒ Wenn keine Windows Partition gewünscht ist, lässt man die 1. Partition einfach weg und beginnt mit der 1. extended Partition, das ist dann /dev/sda5 bzw. /dev/hda5 für swap Es wird dann die remote_machine auf den neuen Rechner geklont. Anzupassende Dateien sind eventuell noch: /etc/fstab: wenn SATA auf der einen und ATA auf der anderen Maschine montiert sind /dev/sda < > /dev/hda 10

13 Linux Advanced Server /boot/grub/menu.lst: wenn SATA auf der einen und ATA auf der anderen Maschine montiert sind /dev/sda < > /dev/hda /etc/x11/xorg.conf: wenn die Graphik Karten oder Bildschirme verschieden sind. Das geht mit dpkg-reconfigure xserver-xorg 5.2 Klonen Reparatur Wenn ein Rechner krank ist, kann man ihn von einem gesunden klonen: Am gesunden Rechner: rsync.sh kranker_rechner / wenn das fertig ist: ssh kranker_rechner reboot Es werden dabei die Hardware spezifischen Dateien ausgenommen. Will man eine totale Kopie, so gehts mit rsync.sh kranker_rechner / tot 5.3 Software nachinstallieren Szenario: Es wird auf einem (bel.) Client Software nachinstalliert, zb. ein Spiel netpanzer Dann gehen sie so vor: Auf dem Client: apt-get clean apt-get install netpanzer cd /scripts/debs deb_install *.deb Es werden damit alle Pakete auf allen laufenden Rechnern in weniger als 2 Minuten installiert! Wichtig: Sie sollten, bevor sie diese Prozedur durchführen, den Ordner /scripts/debs mit rm -r /scripts/debs/* leeren!!! Kapitel

14 Kapitel 6 IN-OUT System 6.1 Was ist das? Oft wärs angenehm, Daten an gewisse User zu schicken, sie wieder ein zu holen, zu bearbeiten, und die bearbeitete Version nochmals zu schicken. Genau das tut dieses System Sie können als Lehrer beliebig viele Profile mit beliebig vielen Schülern aus beliebigen Klassen erstellen An jene werden die Daten per Klick verschickt und per Klick werden die von den Schülern bearbeiteten Daten wieder eingeholt, korrigiert und nochmals verschickt. Das geht sehr schnell, weil alles eigentlich nur innerhalb der home-verzeichnisse des Servers passiert. Wenn sie Moodle kennen, wissen sie, dass das damit auch geht, aber relativ umständlich zu handhaben ist. Wie einfach IN-OUT funktioniert beschreiben wir anschliessend: 6.2 Profile (a) (b) Abbildung 6.1: Lehrer: Um die Daten verschicken zu können, müssen die Adressaten bestimmt werden. Das geschieht beim Anlegen eines Profils: Neues Profil erstellen 12

15 Linux Advanced Server Die Schüler können nach Klassen ausgesucht werden. Sobald Daten verteilen gewählt wird, öffnet sich der OUT-Ordner, in den die zu verschickenden Daten gelegt werden müssen. Jetzt nochmals Daten verteilen... fertig. Schüler Alles in diesem OUT-Ordner landet sofort im IN/lehrername - Ordner der Schüler des ausgesuchten Profils. Um die Daten zu bearbeiten, müssen diese sie in ihren OUT/lehrername. Ordner kopieren Lehrer Der Lehrer holt diese Daten mit Daten holen ab. Es öffnet sich der Ordner IN mit den Ordnern, die die Schülernamen tragen. Darin sind die Daten der Schüler. Er korrigiert sie dort und wählt nochmals Daten verteilen Die Korrektur landet im Ordner IN/lehrername/Retour der Schüler. Löschen/Bearbeiten der Profile Die Profile können bearbeitet werden mit Profile bearbeiten Wird der Haken Profil löschen aktiviert, so öffnet sich der IN Ordner mit den eingeholten Daten, der erst mal geleert werden muss. Dann werden die IN Ordner der Schüler und der eigene IN Ordner gelöscht. So einfach ist das... Kapitel

16 Abbildungsverzeichnis 2.1 gparted Partition Table dli.rb admin_dhcp network-admin phpldapadmin admin.sh

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