Monitoringsystem implementieren

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1 Monitoringsystem implementieren Autor: Valentin Lätt Version: 1.2 Erstellung: Letzte Änderung: Thema: Monitoringsystem implementieren

2 Einführung Aufgabenstellung Die Aufgabenstellung lautet wie folgt: Sie sind für die Administration eines Serververbundes zuständig. Inhaber der Systeme ist eine Handelsfirma mit drei Filialen und etwa 500 Mitarbeitern. Die 500 Mitarbeiter sind in wie folgt auf die Niederlassungen aufgeteilt: 300, 100, 50 und 50. Legen Sie in einem kurzen Konzept dar, wie Sie die Überwachung dieses Serververbundes organisieren würden. Es ist auf ein Planmässiges Vorgehen zu achten. Vorgehen Als erstes wird ein realitätsnahes Beispielszenario entworfen, welches es ermöglichen soll, die Integration eines Monitoring-Systems möglichst problemlos und ohne Ausfälle der bestehenden Netzwerk Infrastruktur einführen zu können. Als zweites werden die benötigten Schritte Punkt für Punkt durchgearbeitet und dokumentiert. Das zuvor erstellte Szenario stellt hierbei eine grosse Hilfe dar, da bereits klare Vorgaben gemacht wurden, welche die bestehende Infrastruktur klar festlegen. Als abschliessender Schritt werden die erarbeiteten Daten aufgearbeitet und zur Präsentation vorbereitet. Ein möglicher Einsatz der Dokumentation wäre das präsentieren vor einem Ausschuss, welcher über den Kauf/den Einsatz des Monitoring Systems entscheiden wird. IST-Zustand Backupstrategie Um die Daten bestmöglichst vor fremdem Zugriff zu schützen und die erforderliche Datensicherheit trotzdem aufrecht erhalten zu können wurde folgende Backupstrategie entworfen: Der gesamte Datenbestand wird ausschliesslich am Hauptstandort in Bremgarten aufbewahrt. Die in den Niederlassungen agierenden Applikationsserver greifen für jede Datenabfrage direkt auf die Datenbankserver am Hauptstandort zu. Um Inkonsistenzen und Fehler an der Datenbank zu verhindern und die Reaktionszeit zu verbessern wird der SQL Server geclustert. Beide Server laufen aktiv und synchronisieren die Datenbestände fortlaufend. Die Anfragen werden auf beide Server verteilt um die Reaktionszeit für Abfragen der Applikationsserver so kurz wie möglich zu halten. Alle Server sichern unter der Woche täglich jeden Abend um 23:00 Uhr ein inkrementelles Abbild auf den Backupserver. Am jeweils ersten Freitag Abend im Monat um 23:00 Uhr erfolgt ein Komplettbackup aller Systeme. Die Backuptapes werden von Montag bis Freitag jeden Morgen um 08:00 Uhr zur Bank gebracht, welche diese im Schliessfach aufbewahrt. Samstags und Sonntags sind keine Backuptasks geplant.

3 Netzwerkaufbau Das reine Ethernet/IPv4 Netzwerk der Filialen der Fivenet AG basiert komplett auf einer Kategorie 6 UGV- und Patchverkabelung. Das gesamte Netzwerk verfügt über Gigabit Verbindungen. Die einzelnen Aussenstellen sind über ein VPN Tunnel mit dem Hauptstandort in Bremgarten verbunden. Der interne Traffic wird komplett über Bremgarten geroutet, während jede Aussenstelle über einen eigenen direkten Internetzugang verfügt, über welchen der Internet-Traffic geroutet wird. Da der Internetzugang hier noch einen kritischen Punkt darstellt wurde vor einigen Monaten entschieden, an jeden Standort einen zweiten autonomen Provider anzuschliessen über welchen der Traffic im Falle eines Ausfalls eines Providers geroutet werden kann. Die Einzelnen Niederlassungen verfügen über keine eigenen Datenbankserver. Die Datenbanken werden komplett im Bremgarten gehostet. Von den einzelnen Zweigstellen greifen die Applikationsserver auf die zentrale Datenbank zu. Im Gegensatz zum MS-SQL Server verfügt jede Niederlassung über einen kleinen Netzwerkspeicher, welcher als Austauschplattform von Geschäftlichen Dateien zur Verfügung steht. Nebst diesen, von welchen keine Backups angelegt werden, haben alle Mitarbeiter auf den zentralen Fileserver in Bremgarten Zugriff. Einrichtungen und physikalische Sicherheit Die Serverräumlichkeiten verfügen über vollautomatische autogen Gas-Löschanlagen. Ausser einem manuellen Zylinderschloss und jeweils einer Netzwerkkamera pro Serverraum bestehen keine weiteren Physikalischen Sicherheitsmassnahmen. Die Kameras sind mit Bewegungsmelder ausgestattet, welche die Aufnahme starten und auf dem Fileserver ablegen. Software und Softwaresicherheit Sowohl als Server- wie auch als Client Betriebssystem wird ausschliesslich Microsoft Software eingesetzt. Das aktuell eingesetzte Server-OS ist Microsoft Windows Server Dieses wird für den Webserver in der Web-Edition, für die Applikationsserver in der Standard Edition und für die Datenbankserver in der Enterprise Edition (Aufgrund erweiterter Clusterfähigeiten) eingesetzt. Die File- und der Backupserver sind ebenfalls mit einer Standard-Version ausgestattet. Auf den vier eingesetzten Cisco Routern läuft ein Cisco IOS. Die Router sorgen für das Failover-HA Clustering der Internetanbindung und für eine korrekte VPN Verbindung. Auf den Routern sind alle nicht benötigt oder nicht freigegebenen Ports gesperrt. Auf allen Servern laufen nur die benötigten Dienste. Es sind ausserdem keinerlei Anwendungen installiert, welche für den Betrieb des Serverdienstes nicht dringend notwendig sein sollten. Auf den Servern wird die Windows Firewall zur Abwehr von Angriffen eingesetzt. Es wird derzeit gerade über die Anschaffung einer Hardware Firewall auf Cisco-Basis diskutiert. Filialen und Mitarbeiteranzahl Beschreibung Ort Mitarbeiter Hauptstandort Bremgarten 300

4 Filiale Baden Baden 100 Filiale Dietikon Dietikon 50 Filiale Zürich Zürich 50 Bestehende Infrastruktur 1 Webserver TB Fileserver 3 50 GB Fileserver 2 MS-SQL Server 5 Applikationsserver 1 Backupserver 4 Überwachungskameras 4 Tür-Authentifizierungssysteme 4 Router Übersicht über die bestehende Infrastruktur und die IT-Einrichtungen: SOLL-Zustand Es sind die Server an vier Standorten der Firma Fivenet AG zu überwachen und alle relevanten Daten automatisch zu berechnen und übersichtlich darstellen zu lassen. Die Überwachung soll in Echtzeit erfolgen und alle relevanten und kritischen Punkte sollen überwacht werden. Bei Ausfällen oder beim erreichen von kritischen Werten soll ein

5 Alarm ausgelöst und bestimmte Mitarbeiter per , Handy und Pager informiert werden. Diese werden auf ein Webinterface zugreifen und den Status überprüfen können. Neben der Protokollierung des Netzwerkzustandes soll auch die Physikalische Sicherheit der Rechner und der Router sichergestellt werden. Zum Serverraum am Hauptstandort und den kleineren Serverkammern der Filialen sollen nur Mitglieder des Administrationsteams Zugriff haben. Bei einer Verletzung der Zutrittsberechtigung soll ebenfalls ein Alarm ausgelöst werden. Überwacht werden soll: - Erreichbarkeit - Applikationsverfügbarkeit - Echoanforderung - Verfügbarkeit der Dienste - Umwelteinflüsse Hochwasser Gas Temperatur Luftfeuchtigkeit Die Übersicht soll kurz und bündig folgende Fakten zeigen: - Downtime - Uptime - Auslastung - Fehler oder Alarme Folgende Zwecke soll das System erfüllen: - Weniger Downtime - Bessere Servicequalität - Weniger Auslastung - Schnellere Reaktion - Bessere Dokumentation - Genauere Zahlen Die Daten werden mit drei verschiedenen Methoden gesammelt. Zum einen werden die Daten über SNMP abgefragt und zum anderen über einen Agent, welcher auf den Servern installiert wird. Die Verfügbarkeit von Geräten wird mit einer Echoanforderung abgefragt. Evaluation Als erstes muss festgelegt werden, ob das Netzwerk durch einen externen Anbieter wie oder durch einen internen Server überwacht werden soll. Da die Variante über einen öffentlichen Anbieter ein weiteres Sicherheitsrisiko darstellt, welches meistens nicht akzeptiert werden kann, muss auf eine interne Lösung zurückgegriffen werden. Zur Realisierung des Monitoring-Systems muss dementsprechend ein neues System in den Serververbund eingefügt und mit einer Monitoringsoftware ausgestattet werden. Zur Auswahl stehen mehrere verschiedene Systemarten sowie einige verschiedene Betriebssysteme. Evaluation des OS Da bisher ausschliesslich Microsoft Software zum Betrieb der Server Infrastruktur eingesetzt wird, soll auch der neue Server mit einer Microsoft Windows Server 2008

6 Standard Installation ausgestattet sein. Eine Lösung basierend auf Linux und Nagios oder Linux mit Zenoss steht somit nicht weiter zur Debatte. Evaluation des Monitoring Dienstes Nach einem Vergleich von verschiedenen Monitoring Programmen hat sich der "PRTG Network Monitor" als einziger klar von den anderen Programmen abgehoben. Aufgrund dieser Evaluation wird der Network Monitor als Monitoring Server festgelegt. Da mit dem Network Monitor keine Zutrittsüberwachung möglich ist, wird hierzu die Firma Bixi Holding kontaktiert, welche die Installation und Konfiguration eines entsprechenden Systems übernimmt. Planung Die bestehende Netzwerkstruktur soll um einen Monitoringserver erweitert werden. Das geplante Szenario sieht in der Theorie folgendermassen aus: Realisierung Bei der Umsetzung und Installation sind einige Punkte zu beachten. Folgend eine grobe Ablaufplanung, welche einen reibungslosen Start des Monitoring Systems erzielen soll: - Als ersten Schritt ist der Windows Server zu installieren und in die Serverstaffel einzufügen.

7 - Da zum überwachen der Server meherere Dienste benötigt werden, müssen auch noch einige Ports an den Routern und auf den Firewalls freigeschaltet werden. - Um auf den Servern auch die Auslastung von RAM und CPU zuverlässig anzeigen zu lassen, werden auf den Servern Agents installiert, welche dem Monitoring Server das auslesen der erforderlichen Informationen ermöglichen (ACHTUNG:Server müssen neu gestartet werden!). - Zum Schluss müssen die Geräte im Monitoringsystem noch eingefügt und das Monitoring gestartet werden. Beim erstellen der Gruppen und einfügen der Rechner können auch gleich die Alarmmeldungen und die Informationswege eingerichtet und getestet werden. - Wichtig: Auch die Überwachungskameras, die Switches und die Router sind nicht zu vergessen! (Siehe folgende Grafik!) Weiterführende Gedanken Ein weiterer Spannender Punkt wäre das visualisieren der Traffic-Route. Dies würde einem übersichtlich zeigen, wann wo welche Anbindung nicht verfügbar war. Sehr wichtig ist es, sich bereits beim einrichten eines Monitoring Systems Gedanken darüber zu machen, was passieren würde, falls dieses ausfällt. Hier wären ebenfalls einige spannende Ansätze zu finden dieses System zu Clustern oder den Monitoring Server von aussen durch einen unabhängigen Anbieter oder einen weiteren Server überwachen zu lassen. Ebenfalls spanndene Erweiterungen wären Entwürfe von 'Worst case' und Reaktionsszenarios, welche die Vorgänge regeln, welche nach einem Alarm ablaufen sollen.

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