INFEKTIONSBERICHT Baden-Württemberg

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1 INFEKTIONSBERICHT Baden-Württemberg Meldewoche 3 Nr. 3, ausgegeben am Norovirus-Saison hält an Nach dem unerwartet frühen Beginn der Norovirus-Saison Ende November 1 mit bis zu 7 Fällen in der Meldewoche hält die Norovirus- Aktivität auch im neuen Jahr an. In der Meldewoche 3 wurden Fälle übermittelt (Stand.1.17). INHALT 3/17 Norovirus-Saison hält an Masern nach Rückkehr aus Rumänien Statistik für die Meldewoche 3/17 Besondere Fälle aus der Meldewoche Reiseassoziierte Infektionen Häufungen aus der Meldewoche Anhaltende Grippewelle Grafiken zur Infektionsüberwachung ausgewählter Gastroenteritiden und weiterer Erkrankungen Übersicht der Meldewoche nach Landkreis und Abb.1: Übermittelte Norovirus-Fälle nach Meldewoche, Baden-Württemberg, 13-17, jeweils von MW des Vorjahres bis MW 3 des Folgejahres, Stand: Durch Norovirus verursachte Brechdurchfälle können rasch zu einem Flüssigkeitsmangel im Körper führen, welcher sich durch ein ausgeprägtes Schwächegefühl oder Schwindel bemerkbar machen kann. Erkrankte sollten ausreichend trinken, sich körperlich schonen und den Kontakt mit anderen Personen möglichst einschränken. Meist klingen die Beschwerden nach 1 bis Tagen vollständig ab. Da die Viren noch bis zwei Wochen nach der Erkrankung ausgeschieden werden können, ist regelmäßiges Händewaschen mit Seife besonders wichtig. Weitere Informationen unter: _node.html Die höchsten altersspezifischen Inzidenzen werden bei Säuglingen und Kindern im Alter unter fünf Jahren und bei Personen im Alter über 7 Jahren registriert. Letzte Meldung: Risikoeinschätzung zu hochpathogener aviärer Influenza Masern nach Rückkehr aus Rumänien Am.1.17 erkrankte ein ungeimpftes - jähriges Mädchen, das sich bis in Rumänien aufgehalten hatte, an Masern. Nach häuslichem Kontakt erkrankten am 1. und zwei dreijährige, ebenfalls nicht geimpfte Zwillinge. Bei den Dreijährigen konnte ein Labornachweis mittels PCR erfolgen und Material ans Nationale Referenzlabor zur Genotypisierung geschickt werden. Alle drei Fälle wurden zu einem Herd verknüpft. Ein weiterer Masernfall ohne epidemiologischen Zusammenhang wurde bei einem LKW-Fahrer nach Rumänienaufenthalt bekannt. Dieser erkrankte Mitte Januar; sein Immunstatus ist unklar. Weite Teile Rumäniens sind seit 1 von einem großen Masernausbruch betroffen. Vor Reisen nach Rumänien sollte daher der Masernschutz kontrolliert und Impfungen ggf. nachgeholt werden. LANDESGESUNDHEITSAMT BADEN-WÜRTTEMBERG IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM STUTTGART Seite 1 von

2 Statistik für die Meldewoche 3/17 Anzahl KW 3 / 17 KW 1-3 / 17 KW 1-3 / Vorjahr Adenovirus-K(eratok)onjunktivitis 13 1 Botulismus Brucellose Campylobacter-Enteritis 11 1 Cholera CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) Clostridium difficile 1 1 Denguefieber 1 3 Diphtherie EHEC-Erkrankung 13 FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) 1 3 Giardiasis 9 3 Haemophilus influenzae, invasive Erkrankung 7 Hantavirus-Erkrankung 1 3 Hepatitis A 3 9 Hepatitis B 1 7 Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E 11 1 HUS (Hämolytisch-urämisches Syndrom), enteropathisch 1 Influenza Keuchhusten 1 1 Kryptosporidiose 3 Legionellose 7 Lepra Leptospirose 1 Listeriose 11 Masern Meningokokken, invasive Erkrankung MRSA, invasive Infektion Mumps Norovirus-Gastroenteritis 13 9 Ornithose Paratyphus Q-Fieber 1 1 Rotavirus-Gastroenteritis Röteln 1 Salmonellose 3 Shigellose 1 Tollwut Trichinellose Tuberkulose 7 3 Tularämie 1 Typhus abdominalis 1 Virale hämorrhagische Fieber Weitere bedrohliche Krankheit Weitere bedrohliche Krankheit (gastro) Windpocken Yersiniose 7 9 Summe 31 1 Stand.1.17, 1 Uhr Infektionsbericht BW 3/17 Seite von

3 Besondere Fälle aus der Meldewoche Des Weiteren wurden acht Hantavirusfälle übermittelt. Es handelt sich um je vier Frauen und Männer im Alter von 7 Jahren. Reiseassoziierte Infektionen Zoonose-Erreger Geschlecht Alter / Sonstiges FSME 7/ w Allg. Krankheitszeichen, stationär Q-Fieber 3/ m Labordiagnostisch bei nicht erfüllter Klinik Sonstige Erreger Geschlecht Alter / Sonstiges C. difficile / w Rezidiv C. difficile 7/ w Verstorben C. difficile 7/ m Verstorben C. difficile 79/ w Verstorben EHEC 7/ m Shigatoxin II EHEC / m Gastroenteritis EHEC 11/ w Labordiagnostisch bei nicht erfüllter Klinik EHEC 7/ m Stationär Haemophilus 3/ w Pneumonie, Fieber, stationär influenzae Haemophilus 7/ w Sepsis, Pneumonie, stationär influenzae Legionellose 71/ w Pneumonie, stationär Listeriose 7/ m Sepsis, stationär Listeriose 7/ w Sepsis, stationär Masern 31/ m Stationär, klinisch-labordiagnostisch, unklarer Immunstatus MRSA 7/ m Fieber, stationär Geschlecht Infektionsort Alter / Möglicher Sonstiges Denguefieber 1/ w Philippinen Fieber, stationär Legionellose 73/ m Monaco Pneumonie, stationär Shigellose 9/ m Ghana S. flexneri Fortsetzung: Häufungen aus der Meldewoche Anzahl der Ausbrüche Anzahl Fälle im Ausbruch(Sonstiges) Norovirus (x Alten-/ Pflegeheim, 9x Krankenhaus, 1x med. Einrichtung, 1x privater Haushalt, x Wohnheim) Salmonellose 1 (Haushalt) Windpocken 3 3 Weitere Gastro und 7 Weitere Bedrohliche 1 9 (Haemophilus influenzae im Augenabstrich) Anhaltende Grippewelle Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage in Deutschland: Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist in der 3. (KW) 17 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit stabil geblieben. Die Werte des Praxisindex lagen insgesamt im Bereich moderat erhöhter ARE-Aktivität. Die Werte der Konsultationsinzidenz sind in den Altersgruppen der - bis - Jährigen und der - bis 1-Jährigen im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Für die 3. Meldewoche 17 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang.9 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand.1.17). Die Grippewelle in Deutschland hält an, die Influenza-Positivenrate ist im Vergleich zur Vorwoche weiter gestiegen. Auch die Zahl der an das RKI übermittelten Influenzafälle nach IfSG stieg an. Weitere Informationen erhalten Sie unter https://influenza.rki.de/. Influenza in Baden-Württemberg Häufungen aus der Meldewoche In der Meldewoche 3 wurden insgesamt 1 Ausbrüche übermittelt. Anzahl der Anzahl Fälle im Ausbrüche Ausbruch(Sonstiges) Influenza 1 33 (x Krankenhaus, x Alten-/ Pflegeheim, x privater Haushalt) Keuchhusten 3 und 3 Kryptosporidiose 1 Abb. 1: Übermittelte Influenza-Fälle im Saisonvergleich, Baden-Württemberg für 11/1 bis 1/1 (Linien) und 1/17 (Balken) jeweils von MW des Vorjahres bis MW des Folgejahres, Stand.1.17 Infektionsbericht BW 3/17 Seite 3 von

4 Grafiken zur Infektionsüberwachung ausgewählter Gastroenteritiden in Baden-Württemberg (Stand.1.17, 9: Uhr) Campylobacter 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 Norovirus 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima Rotaviren 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 Salmonellose 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima Kryptosporidiose 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 Giardiasis 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima Shigellose 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 EHEC 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima Infektionsbericht BW 3/17 Seite von

5 Grafiken zur Infektionsüberwachung ausgewählter weiterer Krankheiten in Baden-Württemberg (Stand.1.17, 9: Uhr) Hepatitis A 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 Hepatitis B 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima Masern 17 (Säulen), 1 (graue Linie) und 1 (blaue Linie) mit Maxima und Minima 1-1, 1 Tuberkulose 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima Listeriose 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 Meningokokken 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima FSME 17 (Säulen) und 1 (Linie) mit Maxima und Minima 1-1 Hanta 17 (Säulen), 1 (graue Linie) und 1 (blaue Linie) mit Maxima und Minima Infektionsbericht BW 3/17 Seite von

6 Darmkrankheiten Virushepatitiden Landkreis Campylobacter EHC/STEC HUS Giardiasis Kryptosporidiose Norovirus LK Breisgau-Hochschwarzwald LK Emmendingen LK Konstanz 1 LK Lörrach 1 1 LK Ortenaukreis 1 LK Rottweil 1 LK Schwarzwald-Baar-Kreis LK Tuttlingen 1 LK Waldshut SK Freiburg i.breisgau LK Calw 17 1 LK Enzkreis LK Freudenstadt 1 7 LK Karlsruhe 19 LK Neckar-Odenwald-Kreis 1 LK Rastatt LK Rhein-Neckar-Kreis SK Baden-Baden SK Heidelberg SK Karlsruhe SK Mannheim 1 SK Pforzheim 1 1 LK Böblingen 1 19 LK Esslingen 1 LK Göppingen LK Heidenheim 1 LK Heilbronn LK Hohenlohekreis 1 1 LK Ludwigsburg 1 LK Main-Tauber-Kreis 9 LK Ostalbkreis 3 1 LK Rems-Murr-Kreis 1 1 LK Schwäbisch Hall 1 7 SK Heilbronn 1 3 SK Stuttgart LK Alb-Donau-Kreis LK Biberach 7 LK Bodenseekreis LK Ravensburg LK Reutlingen LK Sigmaringen LK Tübingen 7 1 LK Zollernalbkreis SK Ulm 1 3 Baden-Württemberg Übersicht I der Meldewoche 3/17 nach Landkreis und Stand: ::11 Freiburg Karlsruhe Stuttgart Tübingen Es sind jeweils die Fälle dargestellt, die in der ausgewiesenen Woche im Gesundheitsamt eingegangen sind und bis zum dritten Werktag der Folgewoche übermittelt wurden. Dargestellt werden alle Fälle, die übermittelt wurden, auch wenn sie der Falldefinition nicht entsprechen (Rohdaten). Veränderungen dieser Zahlen sind aufgrund nachträglicher Übermittlungen, Korrekturen und Streichungen möglich. Die Cholera ist nicht aufgeführt. Sollten solche Fälle im LGA eingehen, werden diese gesondert ausgewiesen. Paratyphus Rotavirus Salmonellose Shigellose Typhus Yersiniose Hepatitis A Hepatitis B Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E Infektionsbericht BW 3/17 Seite von

7 Landkreis Adenovirus Botulismus Brucellose CJK Clostridium difficile Denguefieber Diphtherie FSME LK Breisgau-Hochschwarzwald 9 1 LK Emmendingen 7 LK Konstanz 1 LK Lörrach 1 1 LK Ortenaukreis 1 7 LK Rottweil LK Schwarzwald-Baar-Kreis 1 1 LK Tuttlingen 19 1 LK Waldshut 1 SK Freiburg i.breisgau 1 1 LK Calw 7 1 LK Enzkreis 1 LK Freudenstadt 1 1 LK Karlsruhe 1 71 LK Neckar-Odenwald-Kreis LK Rastatt 1 LK Rhein-Neckar-Kreis 9 1 SK Baden-Baden 3 SK Heidelberg 13 1 SK Karlsruhe 1 SK Mannheim 1 1 SK Pforzheim LK Böblingen 1 LK Esslingen 39 LK Göppingen 11 1 LK Heidenheim LK Heilbronn 1 LK Hohenlohekreis 1 1 LK Ludwigsburg LK Main-Tauber-Kreis LK Ostalbkreis 3 3 LK Rems-Murr-Kreis 33 LK Schwäbisch Hall SK Heilbronn SK Stuttgart LK Alb-Donau-Kreis 1 9 LK Biberach 1 LK Bodenseekreis 1 LK Ravensburg 17 1 LK Reutlingen 1 3 LK Sigmaringen LK Tübingen 1 LK Zollernalbkreis 1 SK Ulm 3 Baden-Württemberg Übersicht II der Meldewoche 3/17 nach Landkreis und Stand: ::3 Die n Ebola, Gelbfieber, Marburg, Lassa, Pest, Fleckfieber, Läuserückfallfieber, Lepra, Milzbrand, Poliomyelitis sowie SARS sind nicht aufgeführt. Sollten solche Fälle im LGA eingehen, werden diese gesondert ausgewiesen. Freiburg Karlsruhe Stuttgart Tübingen Haemophilus i. Hantavirus Weitere Krankheiten Influenza Legionellose Leptospirose Listeriose Meningokokken MRSA Ornithose Q-Fieber Tuberkulose Tularämie VHF, andere Weitere KH Weitere KH-G Infektionsbericht BW 3/17 Seite 7 von

8 Impfpräventable Landkreis Keuchhusten Masern Mumps Röteln, postnatal Röteln, konnatal LK Breisgau-Hochschwarzwald 1 3 LK Emmendingen 1 LK Konstanz LK Lörrach 1 LK Ortenaukreis 3 LK Rottweil 1 LK Schwarzwald-Baar-Kreis LK Tuttlingen 1 LK Waldshut 1 SK Freiburg i.breisgau LK Calw 1 LK Enzkreis 1 LK Freudenstadt LK Karlsruhe LK Neckar-Odenwald-Kreis LK Rastatt 11 3 LK Rhein-Neckar-Kreis SK Baden-Baden SK Heidelberg SK Karlsruhe 1 1 SK Mannheim 1 SK Pforzheim 1 LK Böblingen LK Esslingen LK Göppingen 1 LK Heidenheim 1 1 LK Heilbronn 1 3 LK Hohenlohekreis LK Ludwigsburg 1 LK Main-Tauber-Kreis 3 LK Ostalbkreis 3 LK Rems-Murr-Kreis LK Schwäbisch Hall SK Heilbronn SK Stuttgart 13 LK Alb-Donau-Kreis 1 3 LK Biberach LK Bodenseekreis 1 LK Ravensburg 7 3 LK Reutlingen 1 LK Sigmaringen 3 LK Tübingen 1 7 LK Zollernalbkreis 3 SK Ulm 1 Baden-Württemberg 19 Übersicht III der Meldewoche 3/17 nach Landkreis und Freiburg Karlsruhe Stuttgart Tübingen Windpocken Risikoeinschätzung zu hochpathogener aviärer Influenza Das Auftreten von hochpathogener aviärer Influenza (HPAIV) HN in 3 europäischen Staaten und die schnelle Verbreitung weisen darauf hin, dass die räumliche Ausbreitung der Infektion weiterhin mit großer Dynamik erfolgt. Die Risikoeischätzung des Friedrich-Löffler- Institut und weitere Informationen unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengesc hehen/klassische-gefluegelpest/ Impressum Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart Nordbahnhofstr Stuttgart Telefon Fax Kontakt: IfSG-Meldestelle Baden-Württemberg Dr. Christiane Wagner-Wiening Dr. Dorothee Lohr Lisa Hachtel Tel. 711/ Fax 711/9 3 7 Am Ende einer jeden Woche bereitet das LGA die Daten der vorangegangenen auf. Diese werden im Infektionsbericht Baden- Württemberg den Gesundheitsämtern, Ärzten und Laboreinrichtungen, aber auch interessierten Laien zur Verfügung gestellt. Im Internet sind die Infektionsberichte abrufbar unter: Erscheinungsweise: Erscheint i.d.r. am Freitag jeder Arbeitswoche. Vorläufiger Datenstand bei Redaktionsschluss. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Infektionsbericht BW 3/17 Seite von

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