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1 DEUTSCH-CHINESISCHES STUDENTENFORUM BE II JJ IING 2010 Samstag, , University of International Business and Economics (UIBE) Institut für deutsche Sprache und Literatur DAAD-Lektorat Veranstaltungsort: University of International Business and Economics, Chengxin Gebäude, Raum, No. 10 Huixin Dongjie, Chaoyang District, Beijing K U L T U R D I A L O G - D I A L O G K U L T U R Vorträge ( in de uts che r Spr a ch e mit chines is ch er Üb ersetzung) Grußwort Pan Yaling Selbsterfüllende Prophezeiung in der interkulturellen Kommunikation Mediendialog I - Wie frei ist die deutsche Presse wirklich? Referentin: Pan Yaling Referent: Christian Y. Schmidt Kaffeepause Mediendialog II - Die China- Berichterstattung in den deutschen Medien - Eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung Same same, but different - Universitäre Ausbildung in China und Deutschland Referentin: Zhu Yi Referent: Sven Hänke Seite 1

2 Referenten: Prof. Dr. Pan Yaling studierte an der Tongji Universität Shanghai Germanistik. Seit 1993 lehrt sie an der University of International Business and Economics (UIBE) in Beijing promovierte sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ihre Forschungsschwerpunkte sind interkulturelle Kommunikation, interkulturelle Sprachlehrforschung, Sprachlerntheorie und Dolmetschen Chinesisch/Deutsch. Sie ist zurzeit Prodekanin der Fakultät für Fremdsprachen und Auslandsstudien der UIBE. Christian Y. Schmidt ist ein deutscher Autor, der mehr in Peking lebt als in Berlin. Er war viele Jahre lang Redakteur des Satiremagazins Titanic und ist heute Senior Consultant der Zentralen Intelligenz Agentur, einem Unternehmen an der Schnittstelle von Journalismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Außerdem unterhält er in der Berliner tageszeitung eine vierzehntägige Chinakolumne, die momentan den Titel Im Jahr des Tigers trägt. Zhu Yi studierte Germanistik und Medienwissenschaft in Trier und ist derzeit Programmleiterin der Heinrich-Böll-Stiftung China. Ihre Themenschwerpunkte sind: politische und soziale Reformen in China, Entwicklung der chinesischen Medienlandschaft, Entwicklung der chinesischen Zivilgesellschaft, Aufbau der Rechtsstaatlichkeit, Politische Kommunikation, gegenseitige Perzeptionen und Austausch zwischen China und Deutschland/Europa. Sven Hänke studierte Germanistische Linguistik, Philosophie und Publizistik in Leipzig, Berlin und Salamanca. Seit 2007 lebt er in Peking und arbeitet als DAAD-Lektor an der University of Business and Economics (UIBE). Wissenschaftlich beschäftigt er sich mit Kognitiver Linguistik und der Frage nach dem Zusammenhang von Sprache, Denken und Kultur. Seite 2

3 Themen: Selbsterfüllende Prophezeiung in der Interkulturellen Kommunikation Referentin: Pan Yaling Interkulturelle Begegnungen werden in der interkulturellen Forschung und bei interkulturellen Trainings bis jetzt insgesamt mehr als Schock und weniger als Chancen betrachtet. Suggeriert werden häufig schon von Anfang an die Schwierigkeiten der interkulturellen Begegnungen und Kommunikation, was eher eine abschreckende als eine ermutigende Wirkung hat. Kaum thematisiert sind die Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen wie auch die positiven interkulturellen Erfahrungen und die großen Potentiale der interkulturellen Synergien. Es birgt die Gefahr, dass interkulturelle Konflikte als selbsterfüllende Prophezeiungen tatsächlich vorkommen. Der Vortrag setzt sich mit diesem Phänomen auseinander und erörtert anhand einer empirischen Studie und Fallbeispiele die Bedeutung der positiven Einstellung zur interkulturellen Kommunikation sowie der Offenheit gegenüber Fremdem und gibt Empfehlungen zur Förderung interkultureller Kompetenz Mediendialog I - Wie frei ist die deutsche Presse wirklich? Referent: Christian Y. Schmidt In den letzten Jahren wurde den deutschen Medien von chinesischer Seite wiederholt vorgeworfen, bewusst falsch und negativ über China zu informieren. Dabei äußerte man auch immer wieder den Verdacht, dies geschehe auf Anweisung der deutschen Regierung. Natürlich ist dieser Verdacht unbegründet, denn schließlich herrscht in Deutschland Pressefreiheit, garantiert durch die Verfassung. Wie aber funktioniert Pressefreiheit in der Praxis? Und sind die deutschen Medien wirklich so frei, wie sie selbst von sich behaupten? Das wird das Thema von Christian Y. Schmidts Vortrag sein Mediendialog II - Die China-Berichterstattung in den deutschen Medien - Eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung Referentin: Zhu Yi Das China-Bild in den deutschen Medien unterliegt einem tiefgreifenden Wandel, der in den letzten Jahren begonnen hat. Die zunehmende Beachtung Chinas in der Auslandsberichterstattung geht offensichtlich mit einer Veränderung der Berichterstattungsmuster einher, die einige Kontroversen verursacht hat. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat jetzt eine Studie durchgeführt. Durch eine empirische Analyse wurden verlässliche Daten gewonnen, anhand derer sich eine konstruktive Diskussion über das China-Bild und seine Vermittlung in Deutschland entwickeln lässt. In der Studie werden die Inhalte und organisatorischen Entstehungsbedingungen der China-Berichterstattung deutscher Medien im Jahr 2008 transparent gemacht und analysiert. Seite 3

4 Diese Studie hat sowohl in Deutschland als auch in China eine große Debatte entfacht. Auch chinesische Medien haben intensiv darüber berichtet. Wie sieht hier das Berichterstattungsmuster aus? Welche Rolle sollten chinesische Medien spielen, um konstruktiv zu einer besseren Kommunikation zwischen China und der Außenwelt beizutragen? Das Interesse und die Debatte in China zeigt, dass die Studie auch hier zum Land aktuelle Fragen aufgestellt hat Same same, but different - Universitäre Ausbildung in China und Deutschland Referent: Sven Hänke Die Ziele der universitären Ausbildung werden sowohl in Deutschland, als auch in China immer wieder hinterfragt und neu definiert. Welchen Raum soll die wissenschaftliche Forschung einnehmen und in wie weit kann die Universität auf die stetig höheren, sehr konkreten Anforderungen des Berufslebens vorbereiten? In China und Deutschland wurden teilweise unterschiedliche Antworten darauf gefunden. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sollen in dem Vortrag erläutert werden. Neben diesen Rahmenbedingungen für ein Universitätsstudium sollen vor allem neuere empirische Forschungsergebnisse über die unterschiedlichen, kulturell bedingten Lern- und Lehrformen vorgestellt werden, die über den Erfolg eines Auslandstudium entscheiden können. Unterschiede im Bezug auf Prüfungsformen, Student-Dozent-Kommunikation, Anforderungen an Wissenschaftlichkeit und Eigenständigkeit des Denkens werden verglichen. Teilnahme: Die Veranstaltung richtet sich an chinesische und deutsche Studierende. Auch Praktikanten, Schüler und Zivildienstleistende sind herzlich eingeladen am Deutsch-Chinesischen Studentenforum, Beijing 2010 teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos. Aus Planungsgründen bitten wir darum, eine unverbindliche Anmeldung an die folgende Adresse zu senden: Vielen Dank! Seite 4

5 Veranstaltungsort: University of International Business and Economics, Chengxin Gebäude, Raum No. 10 Huixin Dongjie, Chaoyang District, Beijing Chinesische Adresse: 对 外 经 济 贸 易 大 学 位 于 北 京 市 朝 阳 区 惠 新 东 街 10 号 Seite 5

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