Wohnen! So wie ich es will!

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1 Europäisches Logo für einfaches Lesen: Inclusion Europe. Weitere Informationen unter Wohnen! So wie ich es will! In Nordrhein-Westfalen gibt es ein Projekt. Die Menschen im Projekt sammeln Informationen. Die Menschen wollen wissen, wer Inklusion macht wo es Inklusion gibt Inklusion heißt: Alle Menschen können überall dabei sein. haben die gleichen Rechte. können selbst entscheiden, was sie wollen. Keiner wird ausgeschlossen. Die Menschen im Projekt sammeln die Informationen in einer Liste. Die Liste heißt: Kataster. Das Projekt heißt: Inklusions-Kataster Nordrhein-Westfalen. Im Dezember 2016 gab es ein Treffen. Bei dem Treffen waren viele Menschen, die bei dem Projekt mitmachen. Die Menschen haben über das Projekt geredet. Das Thema von dem Treffen war: Wohnen! So wie ich es will! Die Menschen bei dem Treffen haben gesagt: Menschen mit Behinderung wollen selbst entscheiden, wie sie wohnen wo sie wohnen Die Menschen bei dem Treffen haben viel geredet. Dann haben die Menschen aufgeschrieben, was sie wollen. Sie haben die wichtigsten Punkte auf ein Papier geschrieben. Das Papier hat 3 Teile: Teil 1: Information und Beratung Teil 2: Etwas zusammen machen Teil 3: Ohne Barrieren wohnen

2 Teil 1: Information und Beratung 1. Information und Beratung über selbst-bestimmtes Wohnen Menschen mit Behinderung können selbst entscheiden, wo sie wohnen wie sie wohnen. Dazu sagt man: selbst-bestimmt wohnen Alle brauchen gute Informationen: Menschen mit Behinderung Helfer von Menschen mit Behinderung Die Informationen sollen leicht verständlich sein. Menschen mit Behinderung sollen ihre Rechte kennen. Und sie sollen wissen, wo sie Geld für das Wohnen bekommen können. Menschen mit Behinderung brauchen eine gute Beratung zum Wohnen. Viele Menschen mit Behinderung wohnen schon selbst-bestimmt. Diese Menschen wissen besonders gut Bescheid. Sie können andere Menschen mit Behinderung beraten. 2. Information und Beratung über das Persönliche Budget Ein Persönliches Budget ist Geld. Budget spricht man so: Bü-dsche Oft ist es so: Ein Mensch mit Behinderung wohnt in einem Wohnheim. Das Wohnheim bezahlt alles, was der Mensch mit Behinderung braucht. einen Assistenten. Das Wohnheim bekommt dafür Geld von einem Amt. Das Wohnheim entscheidet alles. Der Mensch mit Behinderung kann nicht selbst entscheiden. Mit dem Persönlichen Budget ist es so: Der Mensch mit Behinderung bekommt Geld. Oder er bekommt Gutscheine. Dann kann der Mensch mit Behinderung selbst bestimmen: welche Hilfe er will wer ihm helfen soll wann er Hilfe will

3 Es ist egal, wo ein Mensch mit Behinderung wohnt. Das Persönliche Budget kann er immer bekommen. Wenn er in einem Wohnheim wohnt. Wenn er alleine wohnt. Wenn er bei seiner Familie wohnt. Ein Mensch mit Behinderung kann sagen, ob er das Persönliche Budget haben will. Alle Menschen brauchen gute Informationen über das Persönliche Budget. Auch Behörden und Einrichtungen. Und: Es gibt viele verschiedene Regeln zum Persönliche Budget. Die Regeln zum Persönlichen Budget sollen überall gleich sein. Dann können alle das Persönliche Budget besser verstehen. 3. Menschen mit Behinderung bestimmen selbst Das Leben mit Behinderung ist oft schwierig. Menschen mit Behinderung müssen herausfinden, wie sie leben wollen was sie machen können Dafür brauchen Menschen mit Behinderung Hilfe. Dann können sie selbst bestimmen. Teil 2: Etwas zusammen machen 4. Andere Menschen treffen Vielleicht wohnt ein Mensch mit Behinderung in einer eigenen Wohnung. Aber er will auch andere Menschen treffen. Dafür brauchen wir gute Orte. 5. Gute Nachbarn Gute Nachbarn sind wichtig. Gute Nachbarn können aufeinander aufpassen sich helfen schöne Sachen zusammen machen Auch Menschen mit Behinderung brauchen gute Nachbarn Dann können sie besser selbst-bestimmt wohnen. Es ist gut, wenn Nachbarn zusammen arbeiten.

4 6. Besser zusammenarbeiten Viele Stellen helfen Menschen mit Behinderung. Kranken-Kassen Sozial-Amt Assistenten Pflege-Personen Wohnheim Die Menschen in den Stellen sollen besser zusammenarbeiten. Und die Menschen sollen mehr miteinander reden. Das ist für alle gut. Teil 3: Ohne Barrieren wohnen 7. Gute Wohnungen für Menschen mit Behinderung Ein Mensch mit Behinderung braucht eine Wohnung, die zu ihm passt. Die Wohnung soll wenig kosten. Und die Wohnung muss ohne Barrieren sein. Barrieren spricht man so: Bar-jäh-ren. Barrieren sind Hindernisse. Treppen Schilder in schwieriger Sprache Menschen mit Behinderung brauchen Wohnungen ohne Barrieren. Eine Wohnung ohne Barrieren hat zum Beispiel: Lifte Schilder in Leichter Sprache Dann können auch Menschen mit Behinderung die Wohnung benutzen. Auch um die Wohnung herum muss alles ohne Barrieren sein. Denn dann können Menschen mit Behinderung besser Sachen zusammen mit anderen Menschen machen Angebote in ihrer Stadt oder im Ort nutzen den Bus, ein Café oder ein Kino Das ist gut für Menschen mit Behinderungen. Das ist gut für alte Menschen. Das ist gut für alle Menschen. Wir brauchen viele Wohnungen für Menschen mit Behinderung. Dann können Menschen mit Behinderung eine Wohnung aussuchen. Deshalb müssen mehr Wohnungen für Menschen mit Behinderung gebaut werden. Wir brauchen mehr Regeln und Gesetze für Wohnungen ohne Barrieren. Alle müssen gut zusammenarbeiten: Menschen, die Wohnungen planen Menschen, die Wohnungen bauen Menschen, die sich um Wohnungen kümmern Menschen, die Wohnungen bezahlen Menschen, die eine Wohnung suchen

5 8. Menschen mit Behinderung kennen sich aus Es soll weniger Barrieren geben. An allen Treppen sollen Rampen sein. Alle Schilder sollen gut verständlich sein. Menschen mit Behinderung sehen besser, wo Barrieren sind. Sie wissen, was man gegen Barrieren machen kann. Deshalb soll man immer Menschen mit Behinderung fragen. 9. Alle Barrieren sollen weg Die meisten Menschen denken: Menschen mit einem Rollstuhl sollen überall hinkommen. Dann ist alles ohne Barrieren. Aber ohne Barrieren heißt auch: Menschen mit Behinderung können alles gut alleine finden. Dafür brauchen wir zum Beispiel: viele und gute Schilder Leit-Linien für Blinde Und: Menschen mit Behinderung können bei allen Angeboten mitmachen. Dafür brauchen wir zum Beispiel: Informationen in Blinden-Schrift Informationen in Leichter Sprache Gebärden-Dolmetscher Kurz gesagt: Das Inklusions-Kataster Nordrhein-Westfalen hat ein Treffen gemacht. Die Menschen bei dem Treffen haben gesagt: Wohnen! So wie ich es will! Das heißt: Alle Menschen dürfen entscheiden, wie sie wohnen. Auch Menschen mit Behinderung. Es gibt viele gute Ideen für selbst-bestimmtes Wohnen. Selbst-bestimmtes Wohnen klappt besser, wenn alle gut zusammenarbeiten jeder seine Ideen erzählen kann sich alle trauen, etwas zu sagen

6 Regeln für selbst-bestimmtes Wohnen Alle Menschen haben dieselben Rechte: Menschen mit Behinderung Menschen ohne Behinderung Es gibt einen Vertrag. In dem Vertrag geht es um Rechte von Menschen mit Behinderung. Der Vertrag heißt: Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. In dem Vertrag stehen Regeln. Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben. Jetzt müssen die Länder die Regeln einhalten. Auch Deutschland. Der Vertrag hat viele Teile. In Teil 19 geht es um das Wohnen. In dem Teil steht: Menschen mit Behinderung dürfen selbst entscheiden, wo sie wohnen wie sie wohnen Vielleicht will ein Mensch mit Behinderung in einem Wohnheim wohnen. Oder er will in einer eigenen Wohnung wohnen. Menschen mit Behinderung dürfen entscheiden, wo sie wohnen wollen etwas zusammen mit anderen Menschen machen Angebote in ihrer Stadt oder im Ort nutzen zum Beispiel: den Bus, ein Café oder ein Kino Dabei sollen Menschen mit Behinderung Hilfe bekommen.

7 Dieser Text wurde übersetzt vom: Kompetenz-Zentrum Leichte Sprache PARITÄTISCHES Zentrum Marktplatz Westerburg Fon: / Fax: /26 67 Mail: HP: Träger: DER PARITÄTISCHE, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.v. Feldmannstr Saarbrücken 1.Vors.: Prof. Reiner Feth Landesgeschäftsführer: Wolfgang Krause Vereinsregister: Amtsgericht Saarbrücken VR 2490 Steuernr.: Finanzamt Saarbrücken 040/140/06120 Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache Der Text wurde gemäß den Bestimmungen des Netzwerks Leichte Sprache von Menschen aus der Zielgruppe geprüft. Prüfer: Prüflesergruppe (Lebenshilfe Altenkirchen) Bilderlizenz: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.v., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

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