Herausforderung Trinkwasser(kontrolle)

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1 Thurgau Herausforderung Trinkwasser(kontrolle) Grussbotschaft zur 50. Wasserwerkleitertagung 6. November 2014 Wasser mehr als ein Getränk Im Haushalt zur Zubereitung von Lebensmitteln, als Getränk, zur Reinigung, zur Körperpflege, zur Bewässerung, zur Abfallentsorgung (Toiletten) In der Lebensmittelindustrie zur Verarbeitung von Lebensmitteln, zur Reinigung, zur Kühlung In der Landwirtschaft zur Bewässerung, zum Tränken Trinkwasserqualität erforderlich? Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 1

2 Thurgau Erwartungen Die Konsumentinnen und Konsumenten erwarten in der Schweiz «sauberes» Trinkwasser genügend Trinkwasser Die Lebensmittelindustrie in der Schweiz erwartet «sauberes» Trinkwasser genügend Trinkwasser Alle erwarten, dass jedes Wasser Trinkwasserqualität aufweist keine Selbstverständlichkeit Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Die Folgen der Erwartungen Wenn Wasser ab Hahn nicht unbedenklich getrunken werden kann, muss dies deutlich gemacht werden: «Kein Trinkwasser» Konsumenten und Konsumentinnen reagieren sehr sensibel auf Veränderungen beim Trinkwasser Ereignisse grosse Publizität! Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 2

3 Thurgau Ereignisse Ausserordentliche mikrobiologische Verunreinigung Geruch, z.b. Gülle Kein Wasser am Hahn Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Risiken epidemische Erkrankungen bei Verunreinigung mit pathogenen Keimen oder akut toxischen Stoffen schleichende Erkrankungen bei andauernder Kontaminationen mit Verbindungen tiefer oder chronischer Toxizität mutwillige Kontamination des Trinkwassers Sind Verunreinigung mit Stoffen unbekannter Toxizität ein Risiko? Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 3

4 Thurgau Voraussetzungen: der Rohstoff Nur aus einem guten Rohstoff kann ein hervorragendes Lebensmittel hergestellt werden Wir müssen die Rohstoffe für unser Trinkwasser unbedingt bewahren und schützen Schutz der Grundwasserressourcen Schutz der Oberflächengewässer Schutzzonen um Trinkwasser-Fassungen Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Verunreinigungen im Wasser Analytik wird immer empfindlicher Ansprüche der Kundinnen und Kunden steigen Problematische oder viel diskutierte Verunreinigungen Gestern: Nitrat, Phosphat... Heute: Pflanzenschutzmittel, Arzneimittel, Uran Morgen: Nanopartikel, Immer schon, immer wieder... : momentane mikrobiologische Kontaminationen Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 4

5 Thurgau Voraussetzung: die Verarbeitung Die Wasserversorgungen sind Lebensmittelproduzenten: sie stellen aus einem Rohstoff ein Lebensmittel her, lagern es, transportieren es, liefern es aus und verkaufen es an Konsumenten und Konsumentinnen oder Handelsbetriebe Die Wasserversorgungen müssen alle (rechtlichen) Anforderungen an Lebensmittelbetriebe erfüllen Die Wasserversorgungen müssen ihre Prozesse im Griff haben. Es müssen Notfallpläne vorliegen, falls einmal etwas schief laufen sollte Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Trinkwasser als Lebensmittel 1995: Einführung der rechtlich vorgeschriebenen Selbstkontrolle für Lebensmittel in der Lebensmittelgesetzgebung Klare Zuweisung der Verantwortung für die Qualität des Trinkwassers an die Produzenten Produzenten müssen ein System zur Qualitätssicherung einrichten und die einwandfreie Qualität belegen können Die Lebensmittelkontrolle kontrolliert stichprobenweise, ob diese Verantwortung wahr genommen wird (amtliche Kontrollen) Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 5

6 Thurgau Herausforderungen bei der Qualitätssicherung Die Rohstoffqualität kann nicht kurzfristig verändert werden (keine Lieferantenwahl) Ausserordentliche nicht steuerbare Ereignisse beeinflussen die Rohstoffqualität Ein einwandfreies Produkt kann während dem Transport nachteilig verändert werden; Prozessprüfung ist nicht ausreichend Produktprüfung ist notwendig. Trinkwasser ist ein Lebensmittel aber es ist ein sehr spezielles Lebensmittel! Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Veränderungen in der Qualitätssicherung lokalen Kleinversorgung Man kannte das Verhalten der eigenen Quelle (und passte sich an) Man war (Mit-)Produzent und nicht Kunde einer Wasserversorgung Verbundsnetz Professionalisierung des Netzunterhaltes und der Qualitätskontrollsysteme Nationale Wasserstrategie Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 6

7 Thurgau Herausforderungen Lebensmittelbetriebe gehen von der konstant hohen Trinkwasserqualität aus sie machen nur wenig eigene Kontrollen Konsumentinnen und Konsumenten haben sich an die konstant hohe Trinkwasserqualität gewöhnt sie vertrauen den Anbietern Die Trinkwasserversorgungen haben eine grosse Verantwortung. Sie müssen belegen können, dass sie diese wahr nehmen Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Herausforderung Kommunikation Das Vertrauen der Kunden ist wichtig und muss gepflegt werden Kennen Sie Ihre Kunden? Sprechen Sie mit Ihren Kunden? Kennen Ihre Kunden Sie? Sprechen Ihre Kunden mit Ihnen? Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 7

8 Thurgau Herausforderungen für die Kontrollbehörde Wie kann mit möglichst wenig Stichproben (kostengünstig) eine möglichst umfassende Kontrolle der Qualität erreicht werden? Was sind Trends (z.b. Chloridazon, Nanomaterialen) und bisher unbekannte Bedrohungen? Wie können wir die Betriebe unterstützen? Wie können wir die Betriebe im Notfall unterstützen? Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Vergangenheit und Zukunft Wir haben in der Schweiz ein fast weltweit einmaliges Trinkwassersystem mit einer hervorragenden Qualität Dieses System muss unbedingt erhalten werden Schutz der Rohstoffe Unterhalt und Modernisierung der Infrastruktur Wir wollen gemeinsam mit den Trinkwasserproduzenten auch in Zukunft für einwandfreies Trinkwasser sorgen Kontrollen, die belegen, dass das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten berechtigt ist Unterstützung der Produzenten Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 8

9 Thurgau Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Christoph Spinner Spannerstrasse Frauenfeld Dr. Christoph Spinner Wasserwerkleitertagung, 6. November Dr. Christoph Spinner, 9

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