V PAY Today. Eine feste Größe in der europäischen Zahlungslandschaft, heute und morgen. In dieser Ausgabe: V PAY und die Zukunft des Bezahlens

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1 Eine feste Größe in der europäischen Zahlungslandschaft, heute und morgen SCHWEIZ VORBEREITUNGEN AUF V PAY DEUTSCHLAND 12 MILLIONEN KARTEN UND NOCH MEHR ÖSTERREICH RBI MACHT DEN WEG FREI FÜR V PAY LUXEMBURG EIN MARKT STELLT AUF V PAY UM BULGARIEN EIN INNOVATIVER V PAY MARKT In dieser Ausgabe: V PAY und die Zukunft des Bezahlens Eine feste Größe in der europäischen Zahlungslandschaft Österreich Deutschland Luxemburg Bulgarien Niederlande Schweiz Das V PAY Alpine Rockfest Entscheidungen, Entscheidungen V PAY Today Ausgabe 11: Frühjahr 2012

2 V PAY und die Zukunft des Bezahlens Zu Beginn eines jeden Jahres präsentiert Visa Europe im Rahmen einer Jahrespressekonferenz in allen größeren europäischen Städten die Ergebnisse des zurückliegenden Geschäftsjahres und informiert Mitglieder und Medien über aktuelle Entwicklungen und künftige Prioritäten. V PAY spielt dabei schon seit einigen Jahren eine wichtige Rolle, doch in diesem Jahr stand unser Debitkartenprodukt ganz besonders im Mittelpunkt. Mit 18 Millionen ausgegebenen Karten und rund 70 Millionen verbindlicher Kartenzusagen zeichnet V PAY für ein Drittel aller neuen Karten verantwortlich, die 2011 von Visa Europe Mitgliedern ausgegeben wurden. Deutschland und Italien sind nach wie vor die größten und aktivsten Märkte. In Deutschland machen V PAY Karten mittlerweile mehr als 40 Prozent der gesamten von Visa Europe ausgegebenen Karten aus. Auch in Ländern wie den Niederlanden (dort werden gerade die ersten V PAY Karten ausgegeben), Luxemburg (wo elf Banken schnell und erfolgreich auf V PAY umgestellt haben) und der Schweiz (wo die technische Infrastruktur mittlerweile vorhanden ist und verschiedene bedeutende Banken ihre Absicht zur Einführung von V PAY signalisiert haben) hat sich sehr viel getan. Von entscheidender Bedeutung ist, dass die europäischen Banken nunmehr die Vorteile von V PAY erkennen, wie etwa die niedrigen Programmgebühren und Betriebskosten sowie die minimalen Betrugsverluste. Es wurde auch deutlich, dass Banken mit Hilfe neuer Debitkartenangebote die täglichen Zahlungsgewohnheiten wirksam beeinflussen können. Deutsche V PAY Karten werden beispielsweise zu 70 % für Transaktionen am Point of Sale (PoS) eingesetzt (im Gegensatz zu Bargeldabhebungen an Geldautomaten). Im Rahmen der Jahrespressekonferenz haben wir auch noch einmal unsere Vision von der Zukunft des Bezahlens (Future of Payments) bekräftigt - eine Reihe innovativer Produkte und Services, die das Einkaufsverhalten und Ausgabenmanagement von Verbrauchern revolutionieren werden. Einige Services, wie beispielsweise Visa Alerts und Visa Personal Payments wurden bereits eingeführt. Andere, wie Visa paywave für Mobiltelefone und V.me by Visa, unsere digitale Geldbörse, werden im Laufe des Jahres 2012 folgen. All diese Innovationen stehen natürlich für V PAY Karten zur Verfügung. Wie immer treffen jedoch Sie, unsere Mitglieder, über die jeweiligen Governance-Gremien die endgültige Entscheidung darüber, welche Dienste tatsächlich unterstützt werden. Dies bedeutet, dass auf Länderebene entschieden werden kann, wie durch innovative, neue Services eine Differenzierung von V PAY Programmen erreicht werden kann. Es besteht niemals die Verpflichtung zur Unterstützung und Bezahlung einer nicht gewünschten Funktion. In dieser Ausgabe von V PAY Today zeigen wir, wie einige unserer Mitglieder bereits von den neuen Zahlungsinnovationen profitieren. Darüber hinaus möchten wir verdeutlichen, wie schnell und umfassend sich V PAY als neue feste Größe in der europäischen Zahlungslandschaft etabliert hat. Philippe Menier Deputy Chief Executive, Visa Europe Inhalt V PAY und die Zukunft des Bezahlens Seite 2 > Eine feste Größe in der europäischen Zahlungslandschaft: Österreich Seite 3 > Deutschland Seite 4> Luxemburg Seite 6> Bulgarien Seite 8> Niederlande Seite 9> Schweiz Seite 9> Das V PAY Alpine Rockfest Seite 10 > Entscheidungen, Entscheidungen Seite 10 > Um Updates über V PAY per zu abonnieren, schicken Sie bitte eine an 2011 Ausgabe 11: Frühjahr

3 Eine feste Größe in der europäischen Zahlungslandschaft Aktuelle V PAY Informationen In weniger als fünf Jahren hat sich V PAY aus dem Stand heraus zu einer festen Größe im europäischen Zahlungsgeschäft entwickelt und einen großen und schnell wachsenden Anteil am Gesamtumsatz von Visa Europe erwirtschaftet. Bis Ende 2011 sind 18 Millionen Karten herausgegeben worden, die von Verbrauchern in Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg und den Niederlanden bereits aktiv genutzt werden. Derweil haben die Gesamtzusagen die Zahl von 69 Millionen Karten überschritten und, wie wir in dieser Ausgabe von V PAY Today berichten, stellen viele Kartenemittenten fest, dass ihr Debitkartengeschäft spürbar angezogen hat. Im gleichen Zeitraum hat die Sichtbarkeit und Präsenz von V PAY überall in Europa sowohl bei Einzelhändlern als auch an Geldautomaten stark zugenommen. Verbraucher können ihre V PAY Karten nun schätzungsweise an 92 Prozent aller europäischen Point of Sale (PoS) Terminals und 99 Prozent aller Geldautomaten einsetzen. Zugesagte Karten (Millionen) 17, , , Ausgegebene Karten (Millionen) 63, , ,6 Österreich RBI macht den Weg frei für V PAY Raiffeisen Bank International AG (RBI), eine der führenden österreichischen Geschäftsbanken sowie eine der führenden Universalbanken in Zentralund Osteuropa, hat sich mit CardMobile für eine Zahlungslösung der Zukunft entschieden. Dabei handelt es sich um eine Reihe kontaktloser und mobiler Zahlungslösungen, einschließlich einer kontaktlosen V PAY Karte und einer kontaktlosen V PAY App, die auf ein Mobiltelefon geladen wird. Da die technische Implementierung bereits weit vorangeschritten ist, ist die Markteinführung von CardMobile in Österreich für das zweite Quartal 2012 geplant. Als strategische Partner wurden Visa Europe (Vorreiter bei mobilen kontaktlosen Zahlungslösungen), Cardis International (das eine neue Zahlungslösung für Klein- und Kleinstbeträge anbietet) und natürlich V PAY gewonnen. Die Nutzer des RBI CardMobile Angebots erhalten für ihr Mobiltelefon eine Smartphone- App und eine MicroSD-Karte mit einem Chip für sichere Zahlungstransaktionen. Neben der kontaktlosen V PAY Zahlungsanwendung für Mobiltelefone umfasst CardMobile die kostengünstige Zahlungstechnologie für Klein- und Kleinstbeträge von Cardis International. Zusätzlich zu CardMobile wird die RBI auch kontaktlose V PAY Karten in ihr Produktsortiment aufnehmen. Kunden profitieren so von der Sicherheit der V PAY Karte sowie von der Geschwindigkeit und Bequemlichkeit kontaktloser Zahlungen. Dies stellt nicht nur einen europäischen Durchbruch für das mobile Bezahlen dar, sondern es ist auch das erste Mal, dass V PAY in Österreich ausgegeben wird. Somit werden V PAY Karten derzeit in insgesamt sieben Ländern emittiert. 9,4 1,0 4, Anzahl Akzeptanzstellen (Millionen) , , RBI wird kontaktlose V PAY Karten herausgeben Kunden profitieren dadurch von der Sicherheit von V PAY sowie der Geschwindigkeit und Bequemlichkeit kontaktloser Zahlungen. Ausgabe 11: Frühjahr

4 Deutschland 12 Millionen Karten und noch mehr Innerhalb der letzten 24 Monate ist die Anzahl der in Deutschland ausgegebenen V PAY Karten von weniger als einer Million auf mehr als 12 Millionen geradezu explodiert. Da die deutschen Banken derzeit ihr Debitkartenangebot überarbeiten und verbindliche Kartenzusagen für insgesamt 36 Millionen Karten vorliegen, wird sich diese enorme Wachstumsrate wohl bis weit in die Zukunft fortsetzen. Es waren die großen und einflussreichen Genossenschaftsbanken in Deutschland, die zuerst ihre Unterstützung für V PAY publik machten. Seither wurden etwa vier Millionen Karten ausgegeben. Die Sparkassen folgten kurz drauf, und immer mehr dieser lokalen und regionalen Institute erkennen die Vorteile von V PAY. Wie wir in dieser Ausgabe berichten, erfreut sich V PAY auch bei Geschäftsbanken großer Beliebtheit, z B. bei comdirect und TARGOBANK. Und natürlich hat Deutschlands größter Einzelemittent von Debitkarten, die Deutsche Postbank, erfolgreich alle 6,4 Millionen Karten auf V PAY umgestellt. V PAY stellt schon jetzt 40 Prozent der gesamten von Visa Europe in Deutschland ausgegebenen Karten. Bei Berücksichtigung der derzeitig vorliegenden verbindlichen Kartenzusagen beläuft sich der Anteil am gesamten deutschen Debitkartenmarkt auf einem ähnlichen Prozentsatz. Und der Siegeszug wird sich sicher weiter fortsetzen, je offensichtlicher die Vorteile von V PAY zu Tage treten. Trotz der derzeitigen Erfolge hat das Land weiter mit Debitkartenbetrug zu tun. Kriminelle haben es vor allem auf inländische Automaten abgesehen, bei denen ein Skimmen der Magnetstreifendaten möglich ist. Immer öfter werden unbewachte Terminals in Deutschland dazu missbraucht, Zahlungsdaten von den Magnetstreifen abzugreifen, um damit dann im Ausland Transaktionen zu veranlassen. Da V PAY ausschließlich über einen Chip funktioniert, ist diese Art des Betrugs nicht möglich. Banken geben ihren Karteninhabern immer häufiger den Rat, ihre Karten nicht durchzuziehen, sondern einzustecken, und misstrauisch zu sein, wenn sie zu anderweitigem Verhalten aufgefordert werden. Neben dem hohen Maß an Verbrauchersicherheit kann sich V PAY auch als wichtiger neuer Profitabilitätstreiber positionieren. Die Banken profitieren nicht nur von niedrigen Programmgebühren, sondern können auch die durch Betrugsfälle entstehenden direkten und indirekten Kosten einsparen sowie ihre Erträge durch die Ausgabe ergänzender Visa Karten steigern. Einige Banken nutzen ihre neuen Debitkarten zudem, um ein effizienteres Zahlungsverhalten ihrer Kunden zu fördern. Es wird beispielsweise geschätzt, dass rund 70 Prozent der V PAY Transaktionen mit deutschen Karten nun am Point of Sale (PoS) stattfinden im Gegensatz zu Bargeldabhebungen an Geldautomaten. Neben erheblichen Kosteneinsparungen und Senkung der Betrugsverluste hilft V PAY vielen Banken auch dabei, ihr Zahlungskartengeschäft grundlegend zu überdenken, neu zu positionieren und andere Schwerpunkte zu setzen. Zum Beispiel geben mehrere Banken V PAY (für sichere und effiziente Alltagseinkäufe) neben Visa aus (für den internationalen Einsatz sowie für E-Commerce-Einkäufe und teurere Anschaffungen). Eine derart klare Differenzierung der beiden Angebote macht es für die Kundenberater an den Schaltern einfacher, eine Visa Karte als Zusatzangebot zu verkaufen. Seit Kreditinstitute diesen Ansatz wählen, konnten einige Banken ein Wachstum von 40 Prozent bei ihren Visa Kreditkarten verzeichnen. Während der Sommermonate 2011 wurde die hohe Zahl von Transaktionen am Point of Sale (PoS) durch eine erfolgreiche Promotion zur Förderung des V PAY Karteneinsatzes unterstützt. Mit Hilfe einer attraktiven Preisauslosung sollten Verbraucher dazu motiviert werden, V PAY häufiger und bei mehr Händlern einzusetzen. Zudem hatte die Kampagne auch einen informativen Charakter. Bei der dazu durchgeführten Umfrage gaben 40 Prozent der Befragten an, dass sie durch die Kampagne mehr über V PAY erfahren hätten. Außerdem verweilten Besucher auf der Informationsplattform etwa 30 Prozent länger als es bei Websites dieser Art normalerweise üblich ist. Auch ausländische Karteninhaber auf Besuch in Deutschland können sich über ein erweitertes V PAY Akzeptanznetz freuen. Visa Europe und die deutschen Acquiring- Unternehmen haben sich vor allem auf die größeren Einzelhandelsketten konzentriert und sie aufgerufen, etwaige notwendige technische Anpassungen möglichst schnell umzusetzen. Als wichtigste Händler sind unter anderem ALDI SÜD, Aral, C&A, Deichmann, DM, Douglas, H&M, Lidl, Peek & Cloppenburg und Tchibo diesem Aufruf nachgekommen. Ausgabe 11: Frühjahr

5 comdirect stellt auf V PAY um comdirect bank, eine der führenden deutschen Direktbanken, befindet sich mitten in der Umstellung ihres gesamten Debit-Portfolios auf V PAY. Ursprünglich als Direktbank- Tochter der Commerzbank gegründet, kam comdirect 1995 mit ihren Hochzinskonten und Brokerage-Services auf den Markt. Mittlerweile zählt die Bank über 1,6 Mio. Kunden. Im Rahmen ihrer Positionierung als führende Direktbank für moderne Investoren möchte sie höchste Servicestandards bieten und kann auf ihren loyalen vermögenden Kundenstamm zählen. Die neue V PAY Karte wird nun standardmäßig zusammen mit dem Girokontopaket von comdirect ausgegeben. Beinhaltet ist außerdem eine Zufriedenheitsgarantie, eine gebührenfreie Visa Karte sowie eine Auswahl an Online-, mobilen und Telefonbanking-Funktionen. V PAY wird von comdirect als ideale Karte für den täglichen Einkauf positioniert und wurde aufgrund ihrer niedrigen Betriebskosten und hohen Sicherheit ausgewählt. Der Unterschied zur begleitenden Visa Karte, die auf eine eher internationale Verwendung und E-Commerce-Einkäufe ausgerichtet ist, wird deutlich hervorgehoben. Die Umstellung erfolgt im Rahmen der normalen Kartenerneuerungszyklen. Die ersten Karten wurden im letzten Quartal 2011 ausgegeben. Alle weiteren Karten werden innerhalb von zwei bis drei Jahren erneuert. Bei so vielen auf einmal ausgegebenen neuen Karten hatte die Bank ihre Kundenberater sehr sorgfältig geschult und zudem ihr Kundenservice-Team aufgestockt, um auf Fragen oder Anliegen ihrer Kunden kompetent und schnell reagieren zu können. Die meisten Anfragen in diesem Zusammenhang kamen von Kunden, die von V PAY gehört hatten und einen schnelleren Austausch ihrer Karten wünschten. Daraus lässt sich schließen, dass die Umstellung aus Kundenperspektive fehlerlos gelang und ein überzeugendes Angebot darstellt! DKB entscheidet sich für V PAY 1990 gegründet ist die Deutsche Kreditbank (DKB) ein Tochterunternehmen der BayernLB und einer der bekanntesten Namen in der dynamischen deutschen Direktbankenszene. Mit rund zwei Millionen Privatkunden möchte sich die Bank selbst als Preisführer positionieren. Ihr derzeitiges kostenloses Kontopaket namens DKB Cash besticht durch attraktive Guthabenzinsen, kostenlose weltweite Bargeldabhebungen, eine gebührenfreie Visa Karte und nun auch eine V PAY Debitkarte. Die ersten dieser V PAY Karten wurden im zweiten Halbjahr 2011 ausgegeben. Wie verschiedene andere deutsche Banken hat sich auch die DKB für V PAY aufgrund der attraktiven Kosteneinsparungen und der hohen Sicherheit entschieden. Zudem hat das Institut die Möglichkeit, die deutlichen Unterschiede zwischen ihrem Debitkartenprogramm und der ergänzenden Funktionalität ihrer Kreditkarten hervorzuheben. Ausbau von Marktanteilen im Sparkassensektor Die Emission von V PAY Karten gewinnt bei den deutschen Sparkassen - zu denen etwa 430 lokale Institute zählen, die insgesamt Vermögenswerte von etwa 1 Billion Euro verwalten - an Fahrt. Zu den Sparkassen, die sich vor kurzem zur Umstellung ihres Debitkarten-Portfolios auf V PAY entschieden haben, zählen die Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Sparkasse Oberpfalz Nord sowie die Sparkasse Südwestpfalz. Damit schließen sie sich etablierten V PAY Emittenten an, wie etwa der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, der Sparkasse Mittelthüringen, der Sparkasse Niederbayern Mitte, der Wartburg Sparkasse, der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg sowie der Sparkasse Berchtesgadener Land, die alle auf V PAY gesetzt haben - als beste Wahl für ihr Institut und für ihre Kunden. Gleichzeitig arbeitet Visa Europe mit dem DSV (Deutscher Sparkassenverlag) zusammen, um Sparkassen die Einführung von V PAY noch mehr zu erleichtern. Alle erforderlichen Implementierungsmaßnahmen für das Back-Office sind bereits abgeschlossen, die Karten-Designs wurden festgelegt und die Abläufe für eine einfache und nahtlose Umstellung auf V PAY stehen fest. Es gibt sogar einen speziellen mitgliedergeschützten Bereich unter der einfache Schritt-für- Schritt-Anweisungen sowie eine Auflistung aller zugehörigen Online-Ressourcen enthält. Ausgabe 11: Frühjahr

6 Luxemburg Ein Markt stellt auf V PAY um Die Entscheidung fiel im März Zu dieser Zeit verkündete die luxemburgische Bankengemeinschaft, bis Ende 2011 die Unterstützung für das nationale Bancomat Debitsystem einzustellen. Die Wahl einer Alternative war jeder Bank selbst überlassen. Und bis Ende 2011 musste dieser nationale Umstellungsprozess abgeschlossen sein. Zur gleichen Zeit wurde bestätigt, dass 11 große Geschäftsbanken, die mehr als Karten repräsentieren, sich für V PAY als ihr bevorzugtes Debitkartenprogramm entschieden haben: Banque BCP, Banque de Luxembourg, Banque et Caisse d Epargne de l Etat, Luxembourg, Banque Raiffeisen, BGL BNP Paribas, Caixa General de Depositos, Dexia - Banque Internationale à Luxembourg, Entreprise des Postes et des Télécommunications Luxembourg, Fortuna Banque SC, ING Luxembourg und KBL European Private Bankers. Mit nur neun Monaten Vorlaufzeit bis zum Abschluss des gesamten Projekts waren die zeitlichen Fristen sehr eng, und es galt, eine Vielzahl verschiedener Arbeitsabläufe zu integrieren. Dazu zählten die Umsetzung der notwendigen technischen Anpassungen für Emittenten, Acquirer und Processing-Dienstleister, die Festlegung nationaler Verfahrensregeln, die Aktualisierung von Händlerverträgen sowie die Durchführung von Schulungen für Banken und Händler. Nach Abschluss aller Vorbereitungen begann die Ausgabe der neuen Karten im November Innerhalb eines Zeitraums von nur sieben Wochen wurden alle Bancomat-Karten ausgetauscht. Und rechtzeitig zu den Weihnachtsferien war praktisch jeder Erwachsene im Land Inhaber einer V PAY Karte. Diese Schlussphase des Projekts wurde von einer breit angelegten Marketing- und Kommunikationskampagne begleitet, die in erster Linie das Bewusstsein für die Veränderung schärfen und über V PAY und seine Vorteile informieren sollte. Bei der Kampagne, die auf direkte Ansprache, Außenwerbung, Werbung in Zeitungen und Zeitschriften, im Rundfunk sowie auf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit baute, stand vor allem das hohe Maß an Sicherheit von V PAY im Mittelpunkt. Dies trug auch der Tatsache Rechnung, dass sich die inländischen Banken für eine sehr sichere Konfiguration von V PAY entschieden hatten, bei der keine Kontodaten auf dem Magnetstreifen hinterlegt sind und das Betrugsrisiko durch gefälschte Karten gegen Null tendiert. Trotz des ehrgeizigen Zeitplans, aller Herausforderungen und der damit zusammenhängenden Risiken war das Projekt ein riesiger Erfolg. Die Karten wurden rechtzeitig ausgegeben. Und vom Tenor der Presseberichte her zu urteilen, stieß die Veränderung auf großes Wohlwollen. Die einzig wirklichen Probleme beschränkten sich auf einige wenige Akzeptanzthemen in Nachbarländern, die mittlerweile adressiert wurden. Dieser Erfolg ist zum Großteil der hervorragenden Kooperation und Koordination zwischen den luxemburgischen Banken, Cetrel (dem führenden Zahlungsabwickler des Landes) und Visa Europe zu verdanken. Darüber hinaus wurden alle beteiligten Instanzen frühzeitig eingebunden, und die Struktur des Projekts war in mehrere klar definierte Phasen gegliedert, ohne dass für die involvierten Parteien die Möglichkeit bestand, den Endtermin zu verschieben. Erkennen und Schließen von Akzeptanzlücken Der luxemburgische Debitkartenmarkt zeichnet sich vor allem durch das hohe Maß an grenzüberschreitender Nutzung aus. Etwa eine von drei Transaktionen wird in Nachbarländern getätigt und zwar oft bei lokalen Einzelhändlern, die ansonsten selten Kunden aus anderen Ländern haben. Daher war schon immer klar, dass die größte Herausforderung bei der Einführung von V PAY in Luxemburg darin bestehen würde, den Karteninhabern eine gute Abdeckung beim grenzüberschreitenden Einsatz ihrer V PAY Karten zu bieten. Ein Team von Visa Europe Akzeptanzspezialisten stand auf Abruf zur Verfügung, um etwaige aufkommende Probleme lösen zu können. Zwangsläufig traten einige Akzeptanzlücken auf, vor allem in Deutschland. Dies lag häufig daran, dass Einzelhändlern nicht bewusst war, dass sie bereits V PAY akzeptieren konnten. Mitunter lag es auch daran, dass die Terminals aufgerüstet werden mussten. Jeder Fall, der Visa Europe gemeldet wurde, wurde umgehend in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Acquirern und Händlern adressiert und gelöst. Galt es technische Anpassungen vorzunehmen, wurden diese schnellstmöglich umgesetzt. Darüber hinaus wurden die Händler über die Vorteile, die V PAY ihrem Unternehmen bieten kann, informiert und mit einem Sortiment an V PAY Akzeptanzaufklebern ausgestattet. Ausgabe 11: Frühjahr

7 V PAY Today V PAY Karten in Luxemburg Ausgabe 11: Frühjahr

8 Bulgarien Ein innovativer, sich schnell entwickelnder V PAY Markt Mit mittlerweile insgesamt sechs Banken, die V PAY ausgeben, und weiteren Kartenzusagen zählt Bulgarien zu den dynamischsten Märkten. Die heimischen Banken waren nicht nur wegweisend bei der Verwendung von reinen V PAY Karten, mit denen sich ein hohes Maß an Sicherheit verbindet, sondern haben auch eine Vorreiterrolle eingenommen bei der Ausgabe von V PAY Prepaid-Karten und V PAY Co-Branding-Karten. In den zurückliegenden Monaten haben alle Mitglieder von einer erfolgreichen Karteneinsatz-Promotion profitiert. Darüber hinaus hat eine weitere Bank ein V PAY Programm eingeführt. Societe Generale Expressbank betont Sicherheit Mit Kunden gehört die Société Générale Expressbank (SGEB) zu den zehn führenden Finanzinstituten Bulgariens. Sie präsentiert sich als stabile und zukunftsorientierte Bank, die sich auf Serviceleistungen für ihre Kunden konzentriert und diese bei der Umsetzung ihrer finanziellen Ziele unterstützt. Um ihren Kunden eine maximale Auswahl zu bieten, hat die Bank ihr bestehendes Angebot an Debitkarten nun um V PAY erweitert. Da als Zielgruppe vorsichtige und risikoscheue Kunden angesprochen werden sollen, wird die neue V PAY Karte als Premium-Karte positioniert, mit dem höchstmöglichen Maß an Sicherheit. Um diese Positionierung zu bekräftigen, profitieren Karteninhaber von einer kostenlosen Einkaufsversicherung. Dies bedeutet, dass für einen Zeitraum von 90 Tagen alle mit der Karte erworbenen Waren automatisch gegen Beschädigung, Verlust oder Diebstahl versichert sind. Mit den neuen SGEB Karten sind auch E-Commerce-Zahlungen möglich, aber nur, wenn die Transaktionen mit Hilfe des Sicherheitsverfahrens 3 Domain Secure authentifiziert werden, welches den höchsten Schutz gewährleistet. Unterstützt durch Poster in den Bankfilialen, Verbraucherbroschüren sowie zentralen Informationen auf der SGEB Website, wird die Karte allen neuen Kunden automatisch angeboten. Auch wer bereits im Besitz einer Debitkarte ist, wird zur Umstellung auf V PAY aufgerufen. Erfolgreiche V PAY Promotion Angesichts der vielen bereits in Bulgarien ausgegebenen V PAY Karten verlagert sich die Aufmerksamkeit nun auf die Aktivierung der Karten und den Karteneinsatz. Um seine Mitglieder dabei zu unterstützen, hat Visa Europe im Sommer 2011 ein dreimonatiges Promotion-Programm durchgeführt. Jeden Tag von Juli bis September gab es die Möglichkeit, einen Apple ipod zu gewinnen. Einmal pro Woche wurde außerdem ein Apple iphone ausgelost. Für eine Teilnahme an der Gewinnziehung mussten Karteninhaber lediglich ihre V PAY Karten einsetzen. Um Kartenemittenten dabei zu helfen, die V PAY Botschaft zu kommunizieren, hat Visa Europe eine Reihe von Vorlagen bereitgestellt, wie etwa Webbanner und Prospekte für Karteninhaber. Inzwischen haben viele der bulgarischen Einzelhändler ihre Geschäftsräume mit den V PAY POS- Materialien ausgestattet. Vergleicht man die V PAY Programme in Bulgarien mit dem bulgarischen Debitkartenmarkt als Ganzem, wird deutlich, dass die Promotion einen großen und nachhaltigen Einfluss auf die Zahlungsgewohnheiten der Karteninhaber gehabt hat. V PAY Transaktionen übertrafen den Gesamtmarkt um rund 12 Prozent. Egal ob für den täglichen Gebrauch oder für besondere Gelegenheiten bezahlen Sie mit Ausgabe 11: Frühjahr

9 Schweiz Vorbereitungen auf V PAY Die Schweiz galt immer als einer der Zielmärkte für V PAY und das Land bewegt sich jetzt in ungeahnten Dimensionen auf V PAY zu. Sehr aufgeschlossene Konsumenten Umfassende Verbraucherstudien bestätigen, dass die Schweizer Bevölkerung dem V PAY Angebot sehr aufgeschlossen gegenübersteht. Unter anderem ist Sicherheit ein wichtiger Faktor für Karteninhaber, besonders bei Auslandsreisen. Auch die Beziehung zwischen V PAY und Visa wird sehr positiv bewertet. Und es ist definitiv Interesse und Neugier für kontaktlose Zahlungsarten vorhanden, eine ideale Voraussetzung für diechip-basierte Zahlungsarchitektur von V PAY. Eine voll entwickelte technische Infrastruktur Processing-Dienstleister in der Schweiz haben ihre Host-Systeme für V PAY aufgerüstet. So hat beispielsweise das führende Schweizer Acquiring-Unternehmen für Kartenemittenten, SIX Multipay, nun seine Systemaktualisierung abgeschlossen und verfügt über die volle Visa Europe Zertifizierung. Schnell wachsendes Akzeptanznetz Angesichts der gut vorankommenden Schweizer EMV- Migration sind bereits etwa 90 % der Händler technisch in der Lage, V PAY Karten zu akzeptieren, und das V PAY Akzeptanzlogo ist bei einer zunehmenden Zahl von Händlern zu sehen. Die größten Akzeptanzlücken des Landes waren bisher bei den Tankstellen zu finden. Da nun aber die großen inländischen und internationalen Ketten die Einführung von EMV abschließen, ist eine flächendeckende Akzeptanz in Sicht. Bereit für die Kartenausgabe Hinter den Kulissen finden zahlreiche Aktivitäten statt. Bisher hat Visa Europe verbindliche Kartenzusagen in einer Höhe erhalten, die einen erheblichen Anteil am Debitkartenmarkt ausmacht. Und wir sind sicher, dass sich noch mehr Emittenten für V PAY entscheiden werden angezogen von der hohen Sicherheit und den Kosteneinsparungen von V PAY. Mittlerweile hat Raiffeisen, die drittgrößte Bankengruppe der Schweiz und führende Privatkundenbank des Landes mit mehr als 3,5 Mio. Kunden, einen erfolgreichen technischen V PAY Probelauf durchgeführt. Niederlande Pinnen-Party Abschied nehmen von einer niederländischen Erfolgsgeschichte Im Laufe der letzten 20 Jahre hat sich ein neues Wort im niederländischen Sprachgebrauch etabliert: Die Zahlung mit einer Debitkarte wird mittlerweile als Pinnen bezeichnet. Der alltägliche Gebrauch dieses Wortes macht den großen Erfolg des niederländischen Debitkartensystems PIN deutlich. Um diesen Erfolg zu würdigen und den endgültigen Ausstieg aus dem PIN-System feierlich zu begehen (der durch die vollständige Umstellung der niederländischen Händler auf die Akzeptanz von V PAY besiegelt wurde), stieg vor Kurzem eine große Party in Amsterdam. Organisiert von Stichting Bevorderen Efficiënt Betalen SBEB (Vereinigung zur Förderung effizienter, elektronischer Zahlungen) fand am 11. Januar 2012 eine Pinnen-Party in der Heineken Music Hall statt. Fast Menschen waren eingeladen, vor allem aus den Bereichen Einzelhandel und Banken. Alle waren aufgefordert worden, sich blau anzuziehen die Farbe, mit der PIN und Pinnen stets assoziiert wurden. Mit dem Auslaufen der Marke PIN können niederländische Banken nun nach einer SEPA-konformen Alternative suchen, wie z. B. V PAY. Eine V PAY Delegation von Visa Europe nahm daher an der Pinnen-Party teil und bot als Preis für den Gast mit der bester Pinnen-Verkleidung eine VIP-Reise nach London. Ausgabe 11: Frühjahr

10 Das V PAY Alpine Rockfest Entscheidungen, Entscheidungen Weichenstellungen für die Zukunft des Zahlungsverkehrs In der Skisaison war V PAY Titelsponsor des V PAY Alpine Rockfests einem wahrhaftigen Spektakel, an dem zahlreiche Top-Skifahrer teilnahmen. Die Veranstaltung war umrahmt von einem großen Unterhaltungsprogramm für die Zuschauer und einem - die ganze Nacht andauernden - Rockkonzert samt Party. Der Event fand am 23. Dezember 2011 in dem Dörfchen Andalo im Trentino, Italien, statt. Das Rennen bestand aus einem packenden Riesenslalom mit abschließendem Sprung. Und da es nach dem K.o.-System ausgetragen wurde, mussten die besten Athleten bis zu vier Mal an einem Tag antreten, was sich bei den Zuschauern ebenso großer Beliebtheit erfreute wie bei den Skifahrern. Die Veranstaltung zog auch sehr viel internationales Publikum an und wurde in insgesamt Stunden Sendezeit übertragen wobei natürlich das an markanten Stellen platzierte V PAY Logo stets gut sichtbar war. Skifahren ist in allen V PAY Zielmärkten ein beliebtes Freizeitvergnügen und eignet sich daher ideal für die Marke V PAY. Es passt zudem gut zur Tradition und der Kompetenz von Visa Europe als Sportsponsor. Visa hat sich bereits bei verschiedenen globalen Veranstaltungen wie den Olympischen und Paralympischen Spielen und dem FIFA World Cup engagiert. V PAY ist ein europäisches Produkt, das auf die speziellen Bedürfnisse der europäischen Banken zugeschnitten ist. Entsprechend wird über V PAY in Europa, von Europa und zum Nutzen von Europa entschieden. Europäische und nationale Entscheidungsgremien kommen regelmäßig zusammen, um die Richtung für das europaweit am schnellsten wachsende Debitkartenprodukt vorzugeben. Darüber hinaus leistet eine Gruppe von V PAY Beratern Hilfestellung bei allen Problemen rund um Produktmanagement und Produktentwicklung. Angesichts der großen Dynamik an der Innovationsfront waren die Inhalte der Visa Future of Payments -Initiative bei den letzten V PAY Meetings ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Anlässlich einer Sitzung des V PAY Steering Committees, die vor einiger Zeit im September 2011 in Königstein im Taunus stattfand, haben die Produktexperten von Visa Europe die Entwicklungen der Zukunft vorgestellt. Schon bald soll es möglich sein, jederzeit sicher und bequem an jedem beliebigen Ort mit jedem beliebigen Gerät zu zahlen oder bezahlt zu werden. Eine der Kernkomponenten ist die schnell wachsende kontaktlose Infrastruktur, die kontaktlose Zahlungskarten sowie NFC fähige mobile Endgeräte unterstützt. Zu den weiteren Entwicklungen zählen Echtzeit-Benachrichtigungen ( Visa Alerts ) und Zahlungen zwischen Personen ( Visa Personal Payments ). Visa Europe entwickelt derzeit zudem eine digitale Geldbörse mit der Bezeichnung V.me by Visa, die im Laufe des Jahres 2012 eingeführt werden soll. Nachdem feststand, was diese Innovationen für V PAY bedeuten, hat das Steering Committee Verfahrensregeln für kontaktlose und mobile Transaktionen genehmigt. Nationale Governance-Gremien können natürlich nach eigenem Ermessen entscheiden, welche Innovationen innerhalb ihres jeweiligen Landes unterstützt werden sollen. Vertreter der V PAY Mitglieder Die nationalen V PAY Governance-Gremien vertreten - für ihren jeweiligen Markt - die Interessen der Emittenten und Acquirer, die in V PAY investiert haben oder sich für V PAY entschieden haben. Angesichts der V PAY Migration in Luxemburg ist ein weiteres Mitglied zum V PAY Steering Committee hinzugekommen: Herr Gilbert Ernst, Executive Vice President der Banque et Caisse d Epargne, des führenden Finanzinstituts des Landes, wird die Interessen der luxemburgischen V PAY Mitglieder vertreten. Ausgabe 11: Frühjahr

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