Ideen. für Ihr Geld. _Cortal ConSorS MaGazin 4 Dezember ,00 Für Cortal Consors Kunden kostenfrei. HEALTH CARE Gesundheit hat Konjunktur

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1 _Cortal ConSorS MaGazin 4 Dezember ,00 Für Cortal Consors Kunden kostenfrei HEALTH CARE Gesundheit hat Konjunktur BERATUNG Unabhängig und individuell NEU: KOCHS BÖRSENBLICK Mehr auf Seite 14 Ideen für Ihr Geld Anlagemöglichkeiten gibt es viele wir müssen sie nur nutzen, meint Dr. Andreas Beck, Vorstandssprecher des Instituts für Vermögensaufbau.

2 Beim Geldanlegen will ich smarte Lösungen. Genauso wie beim Geldabheben. So schlau kann Banking sein: Von Cortal Consors gibt es jetzt das Girokonto mit kostenloser Kontoführung. Damit können Sie nicht nur 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche Ihren täglichen Geldverkehr regeln. Sie können auch dank der Gratis-Visa-Card gebührenfrei an über einer Million Automaten weltweit Geld abheben. Genießen Sie die Freiheit, alle Ihre Geldgeschäfte mit Cortal Consors erledigen zu können. Mehr unter 50 Euro Startguthaben Bei Gehaltseingang bis Mehr unter Mein Geld. Meine Freiheit.

3 _EDITORIAL Kann mehr, bringt mehr Eigentlich ist es ein commodity, ein vollkommen standardisiertes Produkt, dessen wesentliche Merkmale identisch sind: das Girokonto, auf das Geld überwiesen und von dem es wieder abgebucht wird mehr nicht. Wirklich? Wer genau hinschaut, entdeckt sie, die kleinen, feinen Unterschiede, die Ihnen aber einen gewaltigen MEHRWERT bieten. Sie reisen viel? Dann sollten Sie rund um die Welt kostenlos an Bargeld kommen. Sie wollen per Karte zahlen? Besser man hat zwei davon. Und das ganze Konto mit allen Extras möglichst umsonst? In diesem Fall heißt die Devise: sofort wechseln! Denn das CORTAL CONSORS GIROKONTO kann mehr als viele andere, und es bringt Ihnen auch mehr. Im Jahr 2014 bis zu 25 Euro pro Quartal, da nahezu jeder Karteneinsatz vergütet wird. Kann mehr, bringt mehr dieses Motto steht gedanklich auch über unserer neuen Kolumne, die Wall-Street-Experte Markus Koch exklusiv für das Cortal Consors Magazin schreibt. In KOCHS BÖRSENBLICK wird er von nun an regelmäßig einordnen, was auf dem Parkett geschieht. Das Cortal Consors Girokonto und Kochs Börsenblick: nur zwei Beispiele dafür, wie wir unsere Produkte und Services ständig optimieren, um Ihnen immer eines zu bieten: Mehrwert. Herzlichst Ihr Kai Friedrich CEO Cortal Consors S.A. Zweigniederlassung Deutschland CORTAL CONSORS MAGAZIN

4 _INHALT 12 6 TOP THEMA CHANCEN 6 Keine Angst vor Aktien: Ihre Freiheit, auch antizyklisch zu investieren, sollten Anleger nutzen, meint Dr. Andreas Beck, Vorstandssprecher des Instituts für Vermögensaufbau. Im Interview ab Seite 6 erklärt er, wie sich Anlagefehler vermeiden lassen. Wie Sie Cortal Consors bei der Suche nach attraktiven Wertpapieren unterstützt, lesen Sie ab Seite Trends 12 Pharma und Medizintechnik: Die Gesundheitsbranche zählt zu den Hoffnungsträgern. 14 Kochs Börsenblick: Die neue Kolumne von Marktkenner Markus Koch. 16 Deutschland: Ein Überblick über den Einfluss der Politik auf Schlüsselbranchen. Was zählt, ist nur die Perspektive für die Zukunft. Dr. Andreas Beck, Vorstandssprecher des Instituts für Vermögensaufbau

5 Ein Ende der aggressiven Geldpolitik ist nicht in Sicht. Markus Koch, Börsenexperte GELD WISSEN MEINE BANK 18 Tipps 20 Das hat nicht jeder: Dank Mass Customization wird der Kunde mehr und mehr zum Kreativen. 22 Erben: Im Fall des Falles müssen Angehörige viele Details berücksichtigen: Worauf zu achten ist. 24 Zahlungsverkehr: Ab Februar 2014 wird von Kontonummer und Bankleitzahl auf IBAN und BIC umgestellt. Die wichtigsten Fragen und Antworten. 26 News 28 Auf dem Weg zur Vollbank: Cortal Consors baut die Palette der Produkte und Services aus. 30 Beratung bei Cortal Consors: Für jedes Anlegerprofil lässt sich der richtige Ansprechpartner finden Fragen an: Heike Schneider-Feth erläutert, wie die Qualitätsprüfung bei neuen Anwendungen abläuft. Im 100-Milliarden- Dollar-Club: Mehr auf Seite 11 Titelfoto: Jurga Graf; getty images/christian Friess 3 _EDITORIAL 11 _TECH TALK 19 _LESEZEICHEN 27 _TRADER S CORNER 33 _IMPRESSUM/DISCLAIMER 34 _BÖRSENWETTER Werbemitteilung: Bei den in dieser Publikation dargestellten Infor - mationen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreinge - nommenheit einer Finanzanalyse genügt und einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen nicht unterliegt. CORTAL CONSORS MAGAZIN

6 _TOP THEMA ANLAGEMIX Keine Angst vor Aktien Privatanleger sind privilegiert, meint Dr. Andreas Beck, Vorstandssprecher des Instituts für Vermögensaufbau. Aber: Ihre Freiheit, auch antizyklisch zu investieren, sollten sie nutzen. Herr Dr. Beck, die Sparquote liegt in Deutschland weit höher als in den USA, doch die durchschnittlich erzielte Rendite fällt niedriger aus. Sparen die Deutschen falsch? Wer die Deutschen danach fragt, was ihnen Geldanlage bedeutet, hört nicht maximale Rendite, sondern Verfügbarkeit und Sicherheit. Da scheint es gar nicht so unvernünftig zu sein, vor allem auf schwankungsarme Anlageformen wie Tagesgeld und Sparprodukte zu setzen. Die Frage ist aber, ob finanzielle Flexibilität gleich jetzt oder für die Zukunft erstrebt wird: Wenn ich zukunftsorientiert denke, muss ich anders anlegen. Nämlich wie? Mehrwert kommt immer aus der Privatwirtschaft. Daran können Anleger teilhaben, wenn sie über den Aktienmarkt Eigenkapital zur Verfügung stellen. Renditequelle sind letztlich immer private Unternehmen. Staatsanleihen leben vom Steuermonopol des Staates. Der Zins wird aus Erträgen bezahlt, die der Staat bei der Privatwirtschaft aus Steuern einzieht. Die Schwankungen des Aktienmarkts schrecken viele aber ab... Angst vor Aktien lohnt sich nicht. Geldanlage ist schwankungsreich und die Risiken sind gestiegen. Anleger sollten sich aber nicht von kurzfristigen Entwicklungen blenden lassen. Auf der Index-Ebene, also bezogen auf ganze Branchen oder Regionen, kann man bei fallenden Kursen auch einmal nachkaufen. Selbst wenn es Rückschläge gibt, wird der deutsche Aktienmarkt nicht zugrunde gehen. Und das gilt auch für die chinesische, die türkische oder die griechische Börse. Was gehört Ihrer Ansicht nach in ein Portfolio? Neben Aktien auch Anleihen und Immobilien: also Eigenkapital, Fremdkapital und Sachwerte. Das sind die tragenden Säulen. Finanzinnovationen zapfen keine anderen Fotos: Jurga Graf; getty images/christian Friess 6 CORTAL CONSORS MAGAZIN

7 Dr. Andreas Beck Der promovierte Mathematiker ist Gründer und Vorstandssprecher des Münchner Instituts für Vermögensaufbau. Zuvor war der 48-Jährige unter anderem bei der Münchner Rück für die Risikobewertung von institutionellen Portfolios zuständig und war Vorstand einer mittelständischen Unternehmensberatung. Renditequellen an, sondern verpacken sie nur neu. Anleihen und Immobilien stabilisieren das Depot. Rendite kommt dann vor allem von Aktieninvestments. Bei der Auswahl der Wertpapiere müssen Anleger allerdings sorgfältig überlegen, wie sie investiert sein wollen. Was zählt, sind tragfähige, qualitative Kriterien, also nicht die Performance der Vergangenheit. Was zählt, ist ausschließlich die Perspektive für die Zukunft: die Auswirkungen der demografischen Entwicklung zum Beispiel oder technologische Trends. Wer das erkennt, sieht auch Kursschwankungen mit anderen Augen. Sollten Anleger besser direkt in Aktien oder in Fonds anlegen? Direktinvestments machen mehr Spaß. Die Altersvorsorge würde ich aber über diese nicht sichern wollen. Fonds sind für die breite, langfristige Anlage besser geeignet, denn sie streuen das Risiko und die Chancen. Je breiter gestreut der Anleger aufgestellt ist, umso weniger intensiv muss er das Depot betreuen. Welche Fehler werden oft gemacht? Einer ist die Rückwärtsbezogenheit: Allzu oft setzen Anleger auf ein Pferd, weil es schon eine längere Zeit gut gelaufen ist. Außerdem überschätzen sich viele in ihrer Risiko-Tragfähigkeit und halten deshalb die eigene Strategie nicht konsequent durch. Dabei sind Privatanleger heute eigentlich in einer privilegierten Position. Sie haben dank des Internets und der Direktbanken Möglichkeiten, die früher institutionellen Investoren vorbehalten waren. Anders als diese sind Privatanleger aber freier bei der Wahl der Anlagen, denn für sie gibt es nicht die regulativen Beschränkungen, denen institutionelle Anleger vielfach unterworfen sind. Während Institutionelle zum Beispiel in bestimmten Situationen bei fallenden Kursen Aktien verkaufen müssen, sind Privatanleger frei, auch antizyklisch zu handeln. Diese Spielräume sollten sie nutzen. CORTAL CONSORS MAGAZIN

8 _TOP THEMA ANLAGEMIX Unser Service für Ihr Investment Selbstständig zu handeln heißt nicht, auf sich allein gestellt zu sein: Cortal Consors bietet bei der Suche nach attraktiven Investments jede Menge Hilfestellung. Tausende Wertpapiere buhlen um die Gunst der Anleger. Doch die Wahl muss keine Qual sein: Mit vielen Tools und Services unterstützt Sie Cortal Consors bei der Bestimmung geeigneter Investments ob online im Internet oder aber in einem ganz persönlichen Beratungsgespräch. darüber hinaus Nachhaltigkeitskriterien und Kosten. Auf viele Fonds gibt es bei Cortal Consors einen Discount auf den Ausgabeaufschlag. Natürlich lassen sich auch verschiedene Filterkriterien miteinander verbinden. Die Fondssuche findet sich online unter: > Suchen und vergleichen Von Aktien bis hin zu Zertifikaten: Die Website von Cortal Consors bietet zahlreiche Tools für die gezielte Suche egal nach welchem Wertpapier sie gerade fahnden. Zum Beispiel nach Fonds: Welcher ist erfolgreicher als vergleichbare derselben Anlagekategorie? Mit der Fondssuche auf der Website lässt sich auf diese Frage schnell eine Antwort finden. Zu den Vergleichskriterien, die Ihnen für die Filterung von Fonds zur Verfügung stehen, zählt unter anderem auch die Sharpe Ratio. Die Kennziffer spiegelt das Verhältnis von Ertrag und Kursschwankungen wider und vermittelt Ihnen so einen Eindruck vom Risikoprofil des Fonds. Die Sharpe Ratio ist umso höher, je höher die Rendite und je niedriger das Risiko ist. Zu den möglichen Suchfiltern gehören Breites Sparplan-Angebot Wer sich einem Investment lieber vorsichtig Schritt für Schritt nähern und nicht gleich alles auf einmal investieren will: Bei Cortal Consors steht Ihnen eine umfangreiche Palette an Sparplänen zur Verfügung sei es für aktiv gemanagte Fonds, ETFs oder Zertifikate. Sogar auf ausgewählte einzelne Aktien lässt sich ein Sparplan einrichten. Das gilt derzeit beispielsweise für die DAX30-Werte sowie für Aktien von elf global agierenden Unternehmen aus dem amerikanischen Börsenindex Nasdaq-100. Dazu zählen Technologieunternehmen wie Apple und Internethändler wie Amazon oder ebay. Weitere Informationen zum Sparplan- Angebot gibt es auf der Website von Cortal Consors unter: > BERATUNG BEI CORTAL CONSORS Bei der Auswahl von Investments unterstützen Sie unsere Experten gerne auch persönlich. Mehr dazu ab Seite 30. Foto: wdv/jan Lauer 8 CORTAL CONSORS MAGAZIN

9 Know-how für die Auswahl Um die richtige Mischung von Wertpapieren für das eigene Depot zu finden, ist Know-how nötig. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Mit den Webinaren von Cortal Consors können Sie bequem dem Rat erfahrener Spezialisten folgen. Live im Internet übertragen, kommen die Informationen direkt zu Ihnen nach Hause. Die Bandbreite der Themen erstreckt sich von den Grundlagen des Wertpapierhandels über den Vermögensaufbau bis hin zu speziellen Techniken der Analyse von Wertpapieren. Der Weg zu den Webinaren ist einfach: Online im Training-Center sind alle Details beschrieben. Interessenten können sich dort dann gleich anmelden. Wenn genug freie Plätze zur Verfügung stehen, folgt innerhalb von fünf Bankarbeitstagen eine Bestätigung und am Vormittag des Veranstaltungstages eine Mail mit den Zugangsdaten. Mehr unter: > Mobile Apps Egal ob Sie ipad oder iphone, BlackBerry oder Android-Smartphones nutzen: Mit den mobilen Apps von Cortal Consors behalten Sie Kurse und Märkte immer im Blick. Mit den Apps für ipad, iphone und Android- Smartphones haben Sie auch schnellen Zugriff auf Nachrichten aus sozialen Netzwerken wie der Aktien-Community hopee und Twitter oder auf Videos und Podcasts. Ihre Watchlists, die Sie sich auf der Website angelegt haben, sind über eine Cloud ebenfalls mit diesen mobilen Apps nutzbar. Mehr zu allen Apps erfahren Sie online unter: > CORTAL CONSORS MAGAZIN

10 _CHANCEN Trends _NEBENWERTE AGI optimistisch für Smallcaps Für das höhere Risiko bei einem Investment in Nebenwerte wurden Anleger in den zurückliegenden Jahren im Durchschnitt auch mit einer besseren Performance belohnt. Das zumindest geht aus einer Studie von Allianz Global Investors (AGI) hervor, die im Oktober veröffentlicht wurde. Auch wenn die Wertentwicklung in der Vergangenheit keine Prognose erlaubt: Nach Ansicht der AGI-Experten dürften Smallcaps trotz der schon längeren Outperformance noch Luft nach oben haben. Impulse erwartet Stefan Scheurer, Senior Analyst Kapitalmarktanalyse bei AGI, unter anderem durch eine gestiegene Anzahl an Übernahmen. Außerdem werden Smallcaps seiner Ansicht nach von einer konjunkturellen Erholung wahrscheinlich stärker profitieren als Largecaps. Mehr unter: > Smallcaps empfehlen sich als Beimischung. Stefan Scheurer, Senior Analyst Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors _GLOBAL WEALTH REPORT Vermögenswerte erreichen ein neues Allzeithoch Trotz zahlreicher Krisen hat sich das Vermögen privater Haushalte seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Das geht aus dem Global Wealth Report 2013 der Credit Suisse hervor, der im Oktober veröffentlicht wurde. Bestimmt wurde der Trend besonders durch steigende Börsenkurse in den USA. Doch auch in Europa sind der Finanzkrise zum Trotz die Vermögen gestiegen. Impulse für die Zukunft erwarten die Experten vor allem aus Asien. > Weltweites Vermögen in Milliarden US-Dollar und Wachstum von 2012 bis 2013 in % Quelle: Credit Suisse Global Wealth Report 2013 Lateinamerika ,6% Nordamerika ,9% weltweit ,9% Europa ,7% China ,7% Indien ,4% KLEIN, ABER FEIN NEUES VOM MARKT Allianz Global Investors erweitert die Produktpalette um den Allianz Global Small Cap Equity Fund. Über den Fonds können Anleger am Wachstum von Unternehmen mit einer geringen Marktkapitalisierung teilhaben. Durch die breite Streuung in eine Vielzahl internationaler Titel reduziert sich das Risiko gegenüber einem Direktinvestment. Das Kapital wird in bis zu 190 Unternehmen angelegt. Der in US-Dollar notierende Fonds (WKN: A1W37V) ist auch in einer auf Euro lautenden Anteilsklasse zu haben (WKN: A1W37R), die Währungsrisiken abfedert.

11 _TECH TALK Im 100-Milliarden- Dollar-Club Fotos: Stefan Krutsch Photographie; getty images/i. Demchenkov; wdv/b. Rüttger; Illustration: flysolo _INFRASTRUKTUR Experten erwarten starken Wachstumsschub aus Asien Ein rasantes Tempo beim weltweiten Warenaustausch mit Wachstumsraten von acht Prozent pro Jahr bis zum Jahr 2030: Das prognostizieren HSBC und das Forschungsinstitut Oxford Economics im HSBC Global Connections Report, der im Oktober veröffentlicht wurde. Insbesondere der Aufbau der Infrastruktur und Investitionen in diese dürften dem Welthandel Impulse geben, sind die Experten überzeugt. Bis zum Jahr 2020 wird sich das Volumen des Welthandels im Segment Infrastruktur den Prognosen zufolge verdoppeln. Davon könnten auch zahlreiche deutsche Unternehmen profitieren, denen die Experten eine besonders wichtige Rolle bei der Produktion von Gütern und Technologien rund um Infrastruktur bescheinigen. Immerhin machen Waren aus diesem Segment einen wesentlichen Anteil an den deutschen Exporten aus ob Kläranlagen für die Wasserversorgung, Signaltechnik für Zugstrecken oder Rolltreppen für Flughäfen. Ausführliche Informationen zu dem Report unter: > globalconnections.hsbc.com Der elitäre Kreis der Web-Firmen, die an der Börse mindestens 100 Milliarden Dollar wert sind, bekommt wohl bald Zuwachs. Alibaba heißt der Dr. Holger Schmidt, heißeste Anwärter auf den Club, dem Chefkorrespondent bisher nur Google, Amazon, Facebook und Tencent angehören. In Internet beim FOCUS Europa ist Alibaba weitgehend unbekannt, aber im Heimatland China dominiert der Koloss den Online-Handel. Anfang 2014 wird das Interesse an Alibaba sprunghaft steigen, wenn der Gang an die Börse ansteht. Eine Gefahr für Amazon und ebay ist Alibaba noch nicht. Denn der Internet-Markt in China tickt anders als in Amerika oder Europa. Die chinesischen Kopien von Google, Facebook oder Amazon dominieren zwar ihre Heimatmärkte, haben bei ihren Engagements im Ausland aber regelmäßig Lehrgeld gezahlt. Alibaba versucht es zwar weiter, wie der Einstieg beim Logistikanbieter Shoprunner zeigt. Schlaflose Nächte bekommen die Chefs von Amazon oder ebay trotzdem nicht. Am Aktienmarkt könnte Alibaba aber ein Renner werden. Das Unternehmen wächst so schnell wie Facebook, verdient aber doppelt so viel Geld. Nur Google arbeitet profitabler. Zudem treffen die guten Zahlen auf eine riesige Nachfrage nach Internet-Aktien. Die Gewinner in ihren Sparten, wie Amazon im Handel, Google in der Suche oder LinkedIn als Geschäftsnetzwerk, ziehen immer mehr Anleger an. Als Marktführer in China könnte Alibaba ähnlich hoch bewertet werden und damit Mitglied im Club der Web-Giganten. AUF SUBSTANZ SETZEN Einen neuen Aktienfonds bietet Morgan Stanley mit dem Global Quality Fund (WKN: A1W3PB). Der Fonds, der weltweit nach Anlagechancen sucht, setzt vor allem auf Aktien von Unternehmen, die Wettbewerbern gegenüber Qualitätsvorteile aufweisen. So achten die Portfoliostrategen bei der Auswahl beispielsweise auf eine herausragende Marktstellung und deren Nachhaltigkeit, einen hohen Substanzwert, einträgliche Margen sowie auf ein erfahrenes Management und natürlich auf eine attraktive Bewertung der Aktie. Fondswährung ist der US-Dollar. AUSSCHÜTTUNGEN IM FOKUS Die Fondsgesellschaft M&G bietet für eine breite Palette ihrer wichtigsten Fonds inzwischen nicht nur eine thesaurierende Variante an, in der Erträge automatisch wieder angelegt werden. Sondern auch ausschüttende Anteilsklassen, die Anlegern regelmäßige Erträge ermöglichen. Unter anderem gibt es diese für die Anleihenfonds M&G Optimal Income (WKN: A1WZWZ) und M&G Global Macro Bond (WKN: A1WZWU), den Multi-Asset-Fonds M&G Dynamic Allocation (WKN: A1WZWD) sowie den Aktienfonds M&G Global Dividend (WKN: A1WZWT). CORTAL CONSORS MAGAZIN

12 Gesundheit hat Konjunktur Der Gesundheitssektor ist eigentlich in allen wirtschaftlichen Zyklen gefragt. Auch wenn bei manchem Pharmawert auslaufende Patente drohen: Der demografische Wandel und der Aufstieg der Emerging Markets bieten der Branche langfristig lukrative Perspektiven. Rund 300 Milliarden Euro im Jahr: Das ist die stattliche Summe, die nach Daten des Statistischen Bundesamts in Deutschland für Gesundheitsleistungen ausgegeben wird ob für Arztbesuche, Operationen oder Pflege. Bis 2020 wird das Volumen voraussichtlich auf 450 Milliarden Euro wachsen, erwartet Carsten Riedel, Anlagestratege bei Cortal Consors. Das wirtschaftliche Potential der Gesundheitsbranche ist immens, denn nicht nur in Deutschland verbucht der Sektor steigende Umsätze. Der demografische Wandel in vielen Ländern der Welt ist ein Grund dafür, dass Gesundheit zu den Wachstumstreibern der globalen Konjunktur zählt. Ein weiterer ist der riesige Nachholbedarf in vielen Schwellenländern, zeigt Riedel auf. Lag der Anteil von Emerging Markets am weltweiten Pharmamarkt 2011 noch bei 20 Prozent, wird er einer Studie von Julius Bär zufolge bis 2016 auf 30 Prozent steigen. Von dem Wachstum profitieren zahlreiche Unternehmen des Sektors, beispielsweise Pharma-, Biotech- oder Medizintechnikunternehmen. Frei von Risiken ist die Gesundheitsbranche natürlich nicht. Viele Pharmakonzerne stehen vor großen Herausforderungen. Zwischen 2006 und 2016 verlieren über 200 Milliarden Dollar an Medikamentenumsätzen ihren Patentschutz. Dies entspricht etwa einem Viertel der Pharmaumsätze weltweit, erläutert Christian Lach, Portfoliomanager bei Adamant Biomedical Investments. Der Gesundheitssektor hat langfristig ein immens großes Potential. Carsten Riedel, Anlagestratege bei Cortal Consors Wenig Sorgen in dieser Hinsicht hat indes das Pharmaunternehmen Roche. Die Schweizer, die das erste Halbjahr 2013 mit einem Gewinnplus von 40 Prozent abschlossen, ernten derzeit die Früchte ihrer Fokussierung auf Onkologie. Die Forschungsabteilung läuft auf Hochtouren. Roche hat viele neue Wirkstoffe in der spätklinischen Entwicklung. Der Bedarf an Krebsmedikamenten ist nach wie vor hoch, meint Lach. Auch viele deutsche Unternehmen sind am Gesundheitsmarkt fest etabliert. Zum Beispiel die Fresenius-Familie, die mit Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) gleich zweimal im DAX vertreten ist. Die Wurzeln von Fresenius reichen mehr als 100 Jahre zurück. Inzwischen nimmt das Unternehmen in verschiedenen Bereichen wie der klinischen Ernährung oder Infusionstherapie eine führende Position ein, betreibt darüber hinaus private Kliniken. Dass sich dieser Mix auszahlt, zeigt ein Blick in die Bilanz: Trotz Rezession und Finanzkrise sind Umsatz und Ergebnis seit 2003 stets gestiegen. Fotos: Fresenius; Jurga Graf 12 CORTAL CONSORS MAGAZIN

13 _CHANCEN HEALTH CARE hat Deutschland auch hier einen Spezialisten zu bieten. Die Software der Koblenzer kommt bei allen ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten rund um Praxen, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen zum Einsatz. Durch eine enge Vernetzung soll die medizinische Versorgung verbessert werden. Dabei sollen die Kosten sinken. Nahezu ebenso erfolgreich präsentiert sich die Tochter FMC. Ein Zeichen des Erfolgs ist, dass der weltweit führende Dialysespezialist seine Dividende seit Unternehmensgründung 1996 insgesamt 16 Mal in Folge erhöht hat. Allerdings: Kürzungen im US-Gesundheitssystem machen FMC durchaus zu schaffen. Das zeigt, dass ein Investment im Gesundheitssektor auch Risiken birgt, meint Riedel. Wie in der Pharmaindustrie sind auch im Segment der Medizintechnik Innovationen der Schlüssel zum Erfolg. Dabei ist Made in Germany weltweit gefragt: Das belegen erfolgreiche Anbieter wie Drägerwerk, Eckert & Ziegler oder Carl Made in Germany: Fertigung von Infusionslösungen beim Traditionskonzern Fresenius. Zeiss Meditech. Rund zwei Drittel der Umsätze erzielen deutsche Medizintechniker nach Angaben des Fachverbands Spectaris inzwischen im Ausland. Und Espicom Business Intelligence rechnet bis 2017 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des globalen Markts für Medizintechnik von 7,1 Prozent. Klein, aber aussichtsreich ist auch der Zukunftsmarkt rund um elektronische, mobile Gesundheitsservices. Durch diese wird der Gesundheitsmarkt flexibler, schneller, leichter zugänglich und preiswerter, unterstreicht Michael Burkhart von der Unternehmensberatung PwC. Mit der CompuGroup Medical An der Börse kommt das Thema Gesundheit gut an. Die Gesundheitsbranche gilt als konjunkturresistent, stellt Anlagestratege Riedel fest. Und sie entwickelt sich an der Börse schon seit Jahren in der Regel besser als der Gesamtmarkt. Um das Risiko zu streuen, können Anleger auf spezialisierte Fonds zurückgreifen. Dabei gibt es auch innovative Ansätze wie beispielsweise den RobecoSAM Sustainable Healthy Living. Der geht das Thema Gesundheit von einer ganz anderen Warte aus an: Dieser Fonds konzentriert sich nämlich auf Unternehmen aus Segmenten wie Ernährung, Körperpflege und sportliche Aktivität also auf ein möglichst gesundes Leben. Disclaimer: Dieser Artikel dient lediglich Ihrer Information und der Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung. Die Informationen stellen keine konkrete Anlageempfehlung dar. Wenn Sie weitere Informationen zu Finanz pro dukten wünschen, setzen Sie sich mit einem Bera ter von Cortal Consors in Verbindung. Fonds zum Thema Gesundheit einige Beispiele Fondsname WKN Anlageschwerpunkt Cortal Consors Discount* Cortal Consors Preis** Fidelity Funds Global Health Care Gesundheitswesen 50% 2,63% Pictet Biotech Biotechnologie 50% 2,50% RobecoSAM Sustainable Healthy Living A0M2X7 Gesundes Leben 75% 1,25% * bezogen auf die Ausgabegebühr ** reguläre Ausgabegebühr abzüglich Cortal Consors Discount Quelle: Cortal Consors; Stand: Wichtiger Hinweis: Cortal Consors erhält bei Fonds eine Bestandspflegeprovision. Deren Höhe können Sie auf > in der Rubrik Über uns und dort unter Das Unternehmen, Unterpunkt MiFID, im Dokument Unsere Provisionen bei Fonds einsehen. CORTAL CONSORS MAGAZIN

14 _CHANCEN KOCHS BÖRSENBLICK Große Aufgaben für die Fed Foto: Dirk Eusterbrock; Illustration: getty images Ben Bernanke vollbrachte das, was der funktionsgestörte Kongress nicht schaffte. Der NotenbankChef erkannte, dass es nur einen Weg gab, die Wirtschaft vor dem Abgrund zu retten: 2008 versprach er, alles zu tun, um die Märkte zu stabilisieren. Die quantitative Lockerung wendete den Super-GAU ab und mit den Anleihekäufen wurde das größte Förderpaket aller Zeiten geschaffen. Nun nähert sich die Amtszeit von Helikopter-Ben dem Ende. Es wird Bilanz gezogen. Unter ihm wandelte sich die Notenbank zum größten Hedgefonds aller Zeiten, meint Warren Buffett. Das Finanzministerium erhielt 2012 eine Gewinnausschüttung von 88,4 Milliarden US-Dollar: Zinseinnahmen, generiert aus den gehaltenen Staatsanleihen. Ein gutes Geschäft, wurde das Geld für die Käufe aus dem Nichts geschaffen. Tendenz steigend, denn ein Ende der aggressiven Geldpolitik ist auch unter Janet Yellen nicht in Sicht. Bis die Wirtschaft an Fahrt gewinnt, wird die erste Frau am Ruder der Notenbank stimulieren müssen. Durchaus denkbar, dass das Ziel für die Arbeitslosigkeit von 6,5 Prozent auf 5,5 Prozent gesenkt wird, einhergehend mit einer Anhebung der Inflationsziele. Das wäre ein klares Signal für Wirtschaft und Finanzmärkte. Einfacher kann Börse kaum sein. Ein Garant für Kursgewinne. Der Aktienmarkt steigt Börsenexperte Markus Koch analysiert seit vielen Jahren das Geschehen an der Wall Street. im Gleichschritt mit der Bilanz der Notenbank. Die Korrelation ist hoch und die Gefahr einer irrationalen Überhitzung steigt. Anleger ignorieren schlechte Nachrichten und fokussieren sich auf die weltweite Liquidität. Der Dow Jones reflektiert nicht die Wirtschaft, sondern sich selbst. Die Warnzeichen nehmen zu. Gemessen an der Stimmung amerikanischer Börsenbriefe, gibt es nur wenige Bären. Börsengänge legen wiederum am Tag der Erstnotierung durchschnittlich 42 Prozent zu. Wo soll das Geld sonst hin, wenn nicht in Aktien, lautet das Motto. Die Notenbank hat blasenartige Märkte geschaffen, mahnt der CEO von BlackRock. Gibt es eine grenzenlose Rallye bis zum Frühling, ist dies zwar kein Grund zu verkaufen, aber mit der wachsenden Spanne zwischen der Bewertung des Aktienmarktes und der Ertragslage der Unternehmen wächst die Gefahr eines größeren Einbruchs. Yellen steht bei ihrer ersten Tagung im März vor einer schwierigen Entscheidung. Mehren sich die Zeichen einer Spekulationsblase, muss die Geldpolitik gedrosselt werden. Dies kann aber nur geschehen, wenn es der Wirtschaft besser geht. Teil eins der Bernanke-Rechnung ging auf: Aktien und Immobilien wie auch die Vermögen wurden durch die Geldpolitik angefacht. Da 80 Prozent aller Aktien aber bei 10 Prozent der Amerikaner liegen, hat das Vertrauen und die Konsumlaune des Volkes genauso wenig profitiert wie die Wirtschaft. Laut Goldman Sachs wird das BIP im vierten Quartal magere 1,5 Prozent wachsen. Kurzum: Die Notenbank versucht, durch die Geldpolitik ökonomische Prozesse der Volkswirtschaft zentral und planmäßig zu steuern. Es ist fraglich, ob diese bastardisierte Form der zentralen Planwirtschaft funktioniert. Bernanke geht jedenfalls zum richtigen Zeitpunkt. Er hat ein Monster geboren, das Yellen beerdigen darf. Hinweis: Die vertretenen Standpunkte spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung von Cortal Consors und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Bitte beachten Sie auch unseren Disclaimer auf Seite 33.

15 Die perfekte Balance für Ihr Vermögen. Kapital Plus WKN Multi-Asset-Fonds investieren breitgestreut in verschiedenen Anlage klassen. So können Renditechancen verschiedener Anlageklassen optimal genutzt und die Risiken abgemildert werden. Dieses Konzept setzt der Kapital Plus 1 bereits seit mehr als 19 Jahren sehr erfolgreich um. Dabei justieren unsere erfah renen Experten den Fonds regel mäßig auf eine Mischung aus 70 % europäischen Anleihen guter Bonität und 30 % europäischen Wachstums-Aktien. Die vielen Auszeichnungen und die lang fristig überlegenen Ergebnisse dieses defensiv aus - gerichteten Fonds beweisen, dass sich eine ausgewogene Mischung und aktive Auswahl qualitativ hochwertiger Anleihen und Aktien lohnen. allianzgi.de/kapitalplus 2 1 1,15 %. TER (Total Expense Ratio): Gesamtkosten (ohne Transaktionskosten), die dem Fondsvermögen im letzten Geschäftsjahr belastet wurden. Stand August Lipper Fund Awards: Platz 1 Mixed Asset EUR Conservative Europe über 3 Jahre, Finanzen uro Fund Award: Platz 1 Mischfonds überwiegend Renten über 10 Jahre, Morningstar Rating TM, Ein Ranking, Rating oder eine Auszeichnung ist kein Indikator für die künftige Entwicklung und unterliegt Verände rungen im Laufe der Zeit. Investieren birgt Risiken. Der Wert einer Anlage und die Erträge daraus können sowohl sinken als auch ansteigen und Investoren erhalten den investierten Betrag möglicherweise nicht in voller Höhe zurück. Kapital Plus ist ein nach deutschem Recht gegrün detes offenes Investmentvermögen. Der Wert von Anteilen von auf die Basiswährung lautenden Anteilklassen des Teilfonds kann einer erheblich erhöhten Volatilität unterliegen. Diese kann sich von der Volatilität anderer Anteilklassen unterscheiden. Investmentfonds sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur in bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Verkaufsprospekte, Gründungsunterlagen, aktuelle Halbjahres- und Jahresberichte und wesentliche Anlegerinformationen in Deutsch erhalten Sie kostenlos beim Herausgeber elektronisch unter der u. a. Adresse. Bitte l esen Sie diese alleinverbindlichen Unterlagen sorgfältig vor einer Anlageentscheidung. Tagesaktuelle Fondspreise finden Sie unter Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung; herausgegeben von Allianz Global Investors Europe GmbH, einer Kapitalverwaltungsgesellschaft mbh, gegründet in Deutschland, mit ein getragenem Sitz in Bockenheimer Landstraße 42 44, Frankfurt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 9340, zugelassen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (www.bafin.de). Verstehen. Handeln.

16 _CHANCEN DEUTSCHLAND Der Blick nach Berlin Auch wenn manche Sektoren der Wirtschaft von künftigen politischen Weichenstellungen abhängig sind: Experten zeigen sich für viele Schlüsselbranchen optimistisch. Versorger 16 CORTAL CONSORS MAGAZIN Die Branche kann sich dem Einfluss der Politik kaum ent - ziehen. Die teils heftig kritisierte Energiewende dürfte aber nach Ansicht von Robert Halver, Leiter der Kapitalmarkt - analyse bei der Baader Bank, zügig umgesetzt werden was für Planungssicherheit sorgt. Sein Appell: Die Versorger sind nationale Güter, denen man nicht das Wasser abgraben darf. An der Börse sind viele Versorger gemessen an ihrem Substanzwert vergleichs weise günstig bewertet und schütten überdurchschnittlich hohe Dividenden aus. Das Tal der Tränen ist wohl durchschritten, meint Halver. Telekommunikation Der Telekomsektor ist weiter ein staatlich regulierter Bereich, stellt Christian Peters fest, Anlagestratege bei Cortal Consors. Aktuell stehen aber kaum Weichenstellungen an. Dafür ist das Konsolidierungs-Karussell in der Telekom- Branche wieder durchgestartet, beobachtet Daniel Bernecker, Geschäftsführer des gleichnamigen Börsenbrief-Verlags. Als positiv erachtet er, dass dadurch die ständigen Preiskämpfe auslaufen könnten. Das spricht perspektivisch für realistischere Gewinnspannen, gegebenenfalls gewürzt mit dem Eintritt in neue strategische Felder. Illustration: Thomas Kuhlenbeck

17 Immobilien Den politischen Einfluss auf die Immobilienbranche schätzt Börsenexperte Halver derzeit als gering ein. Die von manchen Branchenvertretern befürchtete Einführung einer Mietpreisobergrenze erwartet er nur in abgeschwächter Form. Schließlich weichen die Preise von Region zu Region stark voneinander ab. Welcher Investor ist dann noch bereit, in fremdgenutztes Betongold zu investieren", fragt sich der Marktkenner. Positiv für die Branche seien darüber hinaus auch die niedrigen Zinsen, die nach seiner Ansicht noch eine Weile auf tiefem Niveau verharren dürften. Maschinenbau Der Maschinenbau schaut nach Einschätzung von Anlagestratege Peters seltener nach Berlin: Dem Maschinenbau geht es vor allem darum, politisch ein vernünftiges Verhältnis zum Rest der Weltgemeinschaft zu bewahren und damit Exportchancen zu sichern. Natürlich werden Maschinenbauer wie jede Branche beim Thema Steuern hellhörig: Das gilt in diesem Sektor besonders deshalb, weil viele Unternehmen aus dem Mittelstand kommen und Erbschafts-, Vermögenssowie Einkommensteuer sie erheblich belasten können. Nach Einschätzung der Deutschen Bank vom Oktober 2013 überwindet der Sektor 2014 die Wachstumsdelle. Banken und Versicherungen Die Finanztransaktionssteuer soll zwar eingeführt werden. Allerdings nur auf europäischer Ebene, unterstreicht Marktexperte Halver. Das eröffnet Spielraum, sie auf kleiner Flamme zu halten, da diese Steuer von einigen EU-Ländern abgelehnt wird und als rechtlich schwierig umzusetzen gilt. Die Lage bei Banken und Versicherungen werde sich entspannen, ist Halver optimistisch. Er nennt dafür einen weiteren positiven Faktor: Weil die Regierung in Berlin die Rettung der Eurozone konsequent vorantreibe, seien keine größeren Abschreibungen auf südeuropäische Anleihen zu erwarten. Automobilindustrie Auch die Automobilindustrie, ein weiterer Kernsektor der deutschen Wirtschaft, ist wegen des hohen Exportanteils nicht so stark von Berlin abhängig. Gleichwohl wird die Branche natürlich von Steuer-Entscheidungen oder der Förderung alternativer Antriebsformen beeinflusst, betont Anlageexperte Peters. Die Deutsche Bank erwartet für 2014 ein kräftiges Wachstum im deutschen Automobilbau. Die westeuropäische Nachfrage dürfte einer Analyse aus dem Oktober zufolge erstmals seit 2009 wieder steigen. So erwarten die Experten der Deutschen Bank ein Plus von sechs Prozent bei der realen inländischen Autoproduktion. Unter dem Strich ist die Automobilbranche weiterhin interessant für Anleger, meint auch Börsenkenner Bernecker. CORTAL CONSORS MAGAZIN

18 _geld Tipps _tankstellen Preisvergleich für Sprit Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe hat im September ihren Betrieb aufgenommen. Seitdem informiert sie Verbraucher über die aktuellen Kraftstoffpreise in Deutschland. Unternehmen, die öffentliche Tankstellen betreiben oder die Preise für Sprit bestimmen, sind verpflichtet, Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E5, Super E10 und Diesel in Echtzeit an die Transparenzstelle zu melden. Diese gibt die Preisdaten dann an verschiedene Verbraucher-Informationsdienste weiter. Autofahrer sollen so über Internet, Smartphone oder auf ihren Navigationsgeräten die aktuellen Kraftstoffpreise und die günstigste Tankstelle in der Umgebung suchen können. Eine Liste der zugelassenen Informationsdienste findet sich unter: > Tankstellensuchdienste > > > > > > Neue Punkteregeln (Auswahl) Verstöße bisher ab 1. Mai 2014 Einfahrt in die Umweltzone ohne Plakette 40, 1 Punkt 80, kein Punkt Handy am Steuer 40, 1 Punkt 70, 1 Punkt innerorts zu schnell km/h 80, 1 Punkt 80, 1 Punkt km/h 100, 3 Punkte 100, 1 Punkt km/h 160, 3 Punkte, 160, 2 Punkte, 1 Monat fahrverbot 1 Monat fahrverbot Beleidigung im 1 Monatsgehalt, 1 Monatsgehalt, Straßenverkehr 5 Punkte keine Punkte Quelle: AdAc _verkehrssünderkartei Vor der Punktereform das verkehrszentralregister (vzr) beim Kraftfahrt-bundesamt in flensburg, die so genannte verkehrssünderkartei, gibt es schon seit zum 1. Mai 2014 wird das System mit inkrafttreten des fünften gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes grundlegend reformiert. Aus dem vzr wird dann das fahreignungsregister (faer). durch die neuregelung soll das Punktesystem einfacher und transparenter werden. die bewertung je verstoß mit 1 bis 7 Punkten wird aufgegeben und durch eine einstufung mit 1 bis 3 Punkten ersetzt. ebenfalls neu gefasst wurden die regeln zur verjährung der Punkte. eine Übersicht zu den Änderungen gibt es auf der Website des bundesverkehrsministeriums unter: > unverbindliche Abflugzeiten RECHT & STEUERN eine urlauberin hatte eine Pauschalreise gebucht, ärgerte sich dann über die Änderung der Abflugzeit durch das reisebüro. Sie wurde jedoch auf die reisebedingungen hingewiesen, nach denen die endgültige festlegung der Abflugzeiten dem reiseveranstalter obliege. das Oberlandesgericht celle schob dieser Klausel einen riegel vor, wie auch der formulierung informationen über flugzeiten durch reisebüros sind unverbindlich. Wenn die Werbung mit Abflugterminen einfluss auf die entscheidung der urlauber nähme, seien diese gegenstand des vertrages (Az. 121 u 82/12).

19 _LESEZEICHEN Phoenix aus der Asche? Wahre Größe zeigt sich nicht dann, wenn alles scheinbar von selbst gut läuft und Erfolg an Erfolg anknüpft. Stärke erweist sich, wenn es darum geht, Krisen zu überwinden. Das gilt auch für Volkswirtschaften, wie David Pilling in seinem neuen Buch beschreibt. Japan Eine Wirtschaftsmacht erfindet sich neu ist eine Hommage an eine Nation, die sich Schicksalsschlägen nicht geschlagen gibt. Fotos: getty images/ivan Bajic; wdv/j. Lauer; Illustration: flysolo _STEUERERKLÄRUNG 2014 Verrechenbarkeit von Altverlusten So mancher Anleger hat noch Verluste aus privaten Wertpapiergeschäften aus der Zeit vor Einführung der Abgeltungsteuer. Doch die sind bald nicht mehr steuerlich verrechenbar. Darauf weist der Bundesverband deutscher Banken hin. Solche Veräußerungsverluste können nur noch mit 2013 erzielten Wertpapierkursgewinnen verrechnet werden. Die Verrechnung dieser Altverluste erfolgt im Rahmen der Einkommensteuererklärung. Zu diesem Zweck muss der Anleger seinem Finanzamt eine Jahressteuerbescheinigung seiner Bank vorlegen, aus der die dem Steuerabzug unterworfenen Veräußerungsgewinne ersichtlich sind. Dies gilt letztmalig im Jahr 2014 für die Veranlagung des Jahres Danach ist eine Verrechnung von Altverlusten nach Angaben des Bankenverbands nur noch mit Gewinnen aus der Veräußerung anderer Wirtschaftsgüter möglich, etwa aus Devisen, Edelmetallen, Kunstgegenständen oder nicht selbst genutzten Immobilien wobei unter anderem die jeweiligen Spekulationsfristen zu beachten sind. > Der Asienkenner der Financial Times, der für die Finanzzeitung von 2001 bis 2008 in Japan arbeitete, hatte über manche Krise zu berichten kehrte er nach dem Erdbeben, dem Tsunami und dem Atom-Unglück in Fukushima für einige Monate zurück. Ironischerweise erinnerten sich viele Leute gerade zu dem Zeitpunkt, da Japan wirklich in der Krise steckte, wie wichtig dieses Land doch immer noch war, schreibt Pilling. Bei neuen Herausforderungen, das zeigte sich für den Autor immer wieder, geht Japan mutig seinen eigenen Weg. Japans Lösungen für den demografischen Wandel beispielsweise können dem Westen Vorbild sein, denkt Pilling. Doch das Land werde vielerorts unterschätzt. Japan ist die größte Gläubigernation und nicht etwa die größte Schuldnernation, wie es manchmal den Anschein haben mag, Japan Eine Wirtschaftsmacht erfindet stellt der Autor fest. In seinem Buch zeichnet Pilling ein differenziertes Bild, das den Lesern die Pilling, 408 Seiten, sich neu von David 24,90 Euro, ISBN: japanische Seele näherbringt VERKÄUFER HAFTET Ein Hacker verschaffte sich Zutritt zu einem fremden ebay- Konto, bestellte mit den gehackten Daten ein Notebook und holte dieses dreist persönlich beim Verkäufer ab. Die Identität des Abholers prüfte der Verkäufer nicht. Der Besitzer des gehackten Accounts ließ die über PayPal getätigte Überweisung wieder zurückbuchen. Zu Recht, wie das Landgericht Gießen urteilte. Der Verkäufer hat das Risiko zu tragen. Das kann er nicht auf den eigentlichen Account-Besitzer abwälzen, auch weil der nicht ständig sein ebay-konto prüfen muss (Az. 1 S 337/12). KILOMETERPAUSCHALE FÜR FREIFAHRTEN Haben Arbeitnehmer am Arbeitsort einen Zweithaushalt, dürfen sie für Heimfahrten Kilometerpauschalen abrechnen selbst wenn sie dafür kein Geld ausgeben. In einem vor dem Bundesfinanzhof (BFH) verhandelten Fall ging es um einen Bahnangestellten, der viel gratis und steuerfrei mit dem Zug heimfuhr. Das Finanzamt wollte nur die Fahrten mit dem Auto berücksichtigen. Das BFH erkannte alle Fahrten an, mit der Einschränkung, dass die Pauschalen um den Wert der Freifahrten und steuerfreien Vergütungen des Arbeitgebers zu kürzen sind (Az. VI R 29/12). CORTAL CONSORS MAGAZIN

20 _GELD MASS CUSTOMIZATION new Das hat nicht jeder In Zeiten der Massenproduktion steht der Wunsch nach Individualität ganz oben an. Ob bei Schuhen oder Schokolade: Dank Mass Customization wird der Kunde zum Kreativen. sung eines Massenprodukts an den Käuferwunsch. Große Sportartikelhersteller wie Nike und auch Adidas haben das Bedürfnis nach Individualität schon vor vielen Jahren erkannt. Mit miadidas und NIKEiD geben sie Kunden die Möglichkeit, zum Beispiel Schuhe individuell zu gestalten. Ob ein Shirt mit eigenem Konterfei von Spreadshirt oder ein Krimi von PersonalNOVEL, in dem die Ermordete den Namen der Schwiegermutter trägt: Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Das Internet erzieht junge User zur Individualität, erläutert Frank Piller, Professor für Technologie und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen und Experte für Mass Customization. Dazu gehört dann auch das Teilhaben an der Herstellung, das Experimentieren mit Zutaten und schließlich Kristina Merfels lebt vegan und legt großen Wert auf ihre gesunde Ernährung. Die Zutaten für ihr Müsli mischt sich die Pharmaberaterin aus Wuppertal selbst per Mausklick. Bei mymuesli sucht sie sich aus, was in ihre individuelle Frühstücksmischung hinein soll. Bircher deluxe als Grundmischung diesmal zusätzlich mit Amaranth und Bananen? Mir gefällt, dass ich selber je nach Lust und Laune kombinieren kann", sagt die 37-Jährige. Das ist lecker, die einzelnen Zutaten sind leicht und schnell zusammenzustellen und alles wird bequem nach Hause geliefert. mymuesli ist hierzulande einer der bekanntesten Vertreter eines Phänomens, das sich Mass Customization nennt. Der Begriff ist zusammengesetzt aus mass production und customization. Gemeint ist die individuelle Anpasdas Erlebnis, wenn das selbst erstellte Stück nach Hause geliefert wird. Weltweit gibt es rund Anbieter solcher individualisierter Massenprodukte und rund 500 von ihnen kommen aus dem deutschsprachigen Raum, stellt Piller fest. Das zeigt, wie wichtig das Thema Mass Customization auch hierzulande inzwischen geworden ist. Die meisten der personalisierten Massenprodukte kommen aus den Bereichen Mode, Geschenke oder Nahrungsmittel. Wie zum Beispiel chocri : Das Berliner Unternehmen produziert individuelle Pralinen und Schokoladen. Jede Tafel ist per Hand gegossen. Der Kunde kann aus über 80 Zutaten auswählen und hat theoretisch mehr als 27 Milliarden Möglichkeiten, seine chocri zusammenzustellen. Personalisieren lässt sich fast alles: die Form, die Zutaten, das Dekor und die Verpackung. Einen ab- 20 CORTAL CONSORS MAGAZIN

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