«e-services» Integration mit bestehenden Systemen. Juli 2013

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1 «e-services» Integration mit bestehenden Systemen Juli 2013

2 Inhalt 1 Zweck und Leserschaft Einleitung Anforderungsszenarien Frontend-bezogene Anforderungen Technische Anforderungen Integrationsarchitektur Installation / Benötigte Komponenten Vorteile einer «e-services» Integration Kontakt...5 2/5

3 1 Zweck und Leserschaft Das vorliegende Dokument richtet sich an Entscheider aus Business und IT in Banken, welche (i) das Kernbankensystem Avaloq einsetzen, (ii) im Zusammenhang mit diesem ein Online Banking System betreiben, und (iii) dieses erweitern möchten. Es gibt einen systematischen Überblick bezüglich der Integrationsmöglichkeiten von «e-services» mit anderen Online Banking Systemen. 2 Einleitung Die Standardsoftware «e-services» der Swisscom IT Services ist in der Community vor allem als Komplettlösung bekannt, welche mit ihrer umfassenden Palette von bankfachlichen Modulen eine Vielfalt von Anforderungen abdeckt vom klassischen E-Banking bis zu modernsten Multi-Channel Finanzportalen. Da «e-services» aufgrund seiner Architektur prinzipiell alle Daten und Funktionen des Avaloq Banking Systems unter Einhaltung des Avaloq Security Modells verwenden, und diese auch mit solchen aus Drittsystem integrieren kann, sind sehr mächtige und sehr spezialisierte «e-services» Anwendungen realisierbar, wie sie etwa im Bereich der externen Vermögensverwaltung und anderen Formen von Bankpartnerschaft bereits heute im Betrieb sind. Weniger bekannt sind die Einsatzszenarien die «e-services» denjenigen Banken bietet, die bereits ein bestehendes E-Banking System im Einsatz haben, und dieses um einzelne Funktionen von «e-services» erweitern möchten, während die bestehende E-Banking Plattform weiterhin unverändert eingesetzt wird. Die Architektur von «e-services» ermöglicht, dass eine solche Erweiterung vollständig transparent erfolgt. Das heisst: für den Benutzer ist nicht ersichtlich, mit welchem Back-End System er gerade kommuniziert, sondern er erfährt das ihm vertraute, dem Design Guide der Bank entsprechende und komfortable Online Banking mit erweitertem Funktionsumfang! Das vorliegende Dokument soll dem Bedürfnis der Community nach einer konzentrierten und übersichtlichen, Beschreibung dieser Integrationsmöglichkeiten entsprechen. 3 Anforderungsszenarien Typische Szenarien, die bei einer Bank eintreten können und hier betrachtet werden sollen bestehen darin, dass zum Beispiel aufgrund der Marktdynamik oder wegen strategischer Entscheide der Bank wichtige Anforderungen zutage treten, die das bestehende System nicht oder nicht in genügendem Mass abdeckt und gleichzeitig: (a) das bestehende System nicht weiter ausgebaut werden kann oder soll, und aber dennoch nicht kurzfristig abgelöst werden kann (b) der Hersteller des Systems die Zusatzfunktionalitäten nicht zeitgerecht oder nur mit hohem Aufwand liefern kann (c) die Zusatzfunktionalitäten ein zu hohes Risiko mit sich bringen (Performance, Datenkonsistenz, ) (d) die Zusatzfunktionalitäten durch ein neues System bereitgestellt werden sollen, dieses aber erst in einem Zeitraum zur Verfügung stehen wird, der nicht abgewartet werden kann. Inhaltlich können die Anforderungen dabei von ganz verschiedener Natur sein. Zunächst lässt sich zwischen den eher technischen, und solchen die das eigentliche Frontend also aus Benutzersicht betreffen, unterscheiden. 3/5

4 3.1 Frontend-bezogene Anforderungen In diese Kategorie fallen alle (bank-)fachlichen Funktionalitäten, die dem Endbenutzer über das Menü des Online Bankings zugänglich sind. Im hier betrachteten Kontext von besonderem Interesse sind dabei solche Anforderungen, die über das klassische Online Banking hinausgehen, wie zum Beispiel Geldmarkt und Treuhandanlagen, FX Trading oder Corporate Actions. Eine weitere Gruppe von Anforderungen betrifft das Mobile Banking: Während es sehr kompliziert und aufwendig sein kann, ein bestehendes Online Banking um den Mobile Channel zu erweitern, ist jedes «e-services» Modul by-design mobile-fähig. Dadurch ist lässt sich ein bestehendes Online Banking in einfachster Weise auf mobile Endgeräte ausdehnen unabhängig davon, ob die Browser-Variante des entsprechenden Geschäftsfalls durch «e-services» oder ein anderes Online Banking erbracht wird. 3.2 Technische Anforderungen Hierunter fallen alle Anforderungen zur Integration von Drittsystemen (z.b. via Web Services), aber auch alle diejenigen Anforderungen, die nicht 1:1 mit einem Use Case im Browser oder auf dem Mobile korrespondieren. Typische Beispiele sind etwa Newsfeed Integration, Notifications/Alerts mit Event- Triggern und Schwellwerten, Realtime Datenfeeds, System Monitoring, MIS Reports, etc. Auch in diesem Fall ermöglicht die Architektur von «e-services» durch den selektiven Einsatz einzelner Module die nahtlose Erweiterung eines bestehenden Online Banking Systems zur Lösung der bestehenden Anforderungen. 4 Integrationsarchitektur Die Integrationsarchitektur von «e-services» basiert auf den folgenden Elementen: Single-Sign-On / Reverse Proxy Der Einsatz eines Reverse Proxies mit Single-Sign-On Support ermöglicht die für den Endbenutzer unsichtbare Umleitung bestimmter Serviceaufrufe auf «e-services». Unsichtbar ist diese Umleitung dadurch, dass die SSL Session des Benutzers auf dem Proxy terminiert wird (nur diese Strecke ist für das System des Benutzers sichtbar), und eine zweite Session zwischen Proxy und Backend Systemen aufgebaut wird. Der Reverse Proxy befindet sich in einer DMZ zwischen externer und interner Firewall, wodurch höchste Sicherheit gewährleistet ist. Die beschriebene Infrastruktur stellt den de facto Standard der Web-Security dar, und ist daher in den meisten Fällen bereits vorhanden. Wo dies nicht der Fall ist, bietet Swisscom IT Services entsprechende Lösungen schlüsselfertig an. Online- oder Offline-Backend Je nach Architekturvorgaben der Bank kommt die Datenbankschicht von «e-services» als Online- oder Offline Variante zum Einsatz. Vorteile der Online Variante sind u.a. der geringe Footprint und der weniger komplexe Betrieb, während die Offline-Variante eine völlige Entkoppelung und damit maximale Unabhängigkeit vom Kernsystem ermöglicht. 4/5

5 4.1 Installation / Benötigte Komponenten Für die Installation der benötigten «e-services» Komponenten bestehen folgende infrastrukturelle Voraussetzungen: Web Komponenten (.war file): J2EE Web-Server wie Tomcat, Websphere, etc. App Server Komponenten (.ear file): J2EE App-Server wie JBoss, Websphere, etc. DB Layer (div. Avaloq File Typen): Bestehendes Avaloq System. Für die Offline Variante: 1 bis n weitere Avaloq Instanzen (je nach System Layout). Falls es sich bei dem bestehenden Online Banking System um eine J2EE Anwendung handelt, sind alle diese Voraussetzungen bereits erfüllt. 5 Vorteile einer «e-services» Integration Neuanforderungen an bestehende E-Banking Systeme durch die beschriebene Integration mit «e-services» zu lösen hat eine Reihe von Vorteilen: Time-to-market: Die Anforderungen der Bank werden rasch umgesetzt, die Funktionalität kann den Bankkunden in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass technische oder funktionale Kompromisse eingegangen, oder Feature-Releases anderer Hersteller abgewartet werden müssen. Nachhaltigkeit: In «e-services» hat die gesamte bankfachliche Logik einschliesslich der bankspezifischen Parameterierung die Form von Avaloq Sourcen. Eine Wiederverwendung für den Fall einer späteren Reintegration in das bestehende System, oder eine Migration in ein neues ist dadurch in optimaler Weise gegeben und vorbereitet. Standard-Architektur: Die aus dem beschriebenen Vorgehen resultierende Gesamtarchitektur entspricht modernsten Portalarchitektur-Standards. Für Avaloq-Banken, die bereits über eine Internet Security- Infrastruktur verfügen und mit dieser J2EE-Anwendungen betreiben, kommen keinerlei neue Technologien zum Einsatz. 6 Kontakt Hans Neber Head Online and Mobile Banking Telefon /5

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