Ministerialdirigent Andreas Minschke Abteilungsleiter Strategische Landesentwicklung, Kataster- und Vermessungswesen

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1 Nachgefragt: Die Demografie-Strategien der drei mitteldeutschen Länder v Demografischer Wandel im Freistaat Thüringen - Prognosen, Maßnahmen und Instrumente Ministerialdirigent Andreas Minschke Abteilungsleiter Strategische Landesentwicklung, Kataster- und Vermessungswesen Abschlussworkshop zum Projekt Innovationspartnerschaft: Städtenetzwerk Demografie der Mitteldeutschen Demografieinitiative 17. September 2015, Wasserschloss Klaffenbach

2 Demografischer Wandel Faktoren des demografischen Wandels veränderte Bevölkerungsanzahl Schrumpfung veränderte Bevölkerungsstruktur Alterung Zu- und Wegzüge Wanderung Internationalisierung + Individualisierung Nebeneinander von Wachstum, Stabilität und Schrumpfung auf engstem Raum

3 Bevölkerungsentwicklung:

4 1.000 Personen Natürliche und räumliche Bevölkerungsentwicklung Wanderungssaldo natürlicher Saldo Gesamtsaldo

5 Bevölkerungsprognose bis 2035 (1. rbv)

6 Entwicklung der Altersgruppe 65 Jahre und älter bis 2035 (1. rbv)

7 Entwicklung der Altersgruppe 20 bis unter 65 Jahre bis 2035 (1. rbv)

8 Entwicklung der Altersgruppe bis unter 20 Jahre bis 2035 (1. rbv)

9 Der demografische Wandel betrifft alle Bereiche der Daseinsvorsorge Ehrenamt Verwaltung Bauen und Wohnen Gesundheit und Soziales Verkehrs- Mobilität Bildung / Kinderbetreuung Versorgung Wirtschaft Kommunalwirtschaft Technische Infrastruktur

10 Thesen der Thüringer Demografiepolitik 1. Die Gestaltung des Demografischen Wandels ist eine ressortübergreifende Aufgabe mit Prozesscharakter. 2. Es gibt keine Patentrezepte! 3. Die Zukunft bringt einen Wettbewerb der Regionen. 4. Das Zentrale-Orte-System wird als Konzept der Sicherung der Daseinsvorsorge in allen Landesteilen gestärkt. 5. Neuorganisation der Versorgung mit Infrastruktureinrichtungen. 6. Flexible Förderpraxen. 7. Thüringen muss sich noch schneller und konsequenter als attraktives Zuwanderungsland aufstellen.

11 Koordination, Kooperation, Kommunikation Dialog mit dem Bund Demografiestrategie des Bundes Länderübergreifend Mitteldeutsche Demografieinitiative Ressortübergreifend Thüringer Demografiestrategie - IMAG Demografischer Wandel Mit der kommunalen Familie und relevanten Akteuren vor Ort Serviceagentur Demografischer Wandel Runde der kommunalen Demografiebeauftragten Demografiepolitik als gemeinsame Gestaltungsaufgabe

12 Serviceagentur Demografischer Wandel Qualifizierte Information und Sensibilisierung - Beratung auf Anfrage - Bereitstellung von Informationsangeboten - Vorträge vor Ort Schnittstelle Landespolitik zur lokalen Ebene Eigene Projekte

13 Demografische Themenjahre Ressortübergreifende Bearbeitung zentraler Themen des demografischen Wandels unter Federführung des Demografieministeriums. 2011: Entwicklungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft 2012: Die Zukunft der Kommunalwirtschaft 2013: Fachkräftesicherung - soziale Teilhabe - Bildungsgerechtigkeit 2014: Bauen für die Zukunft 2015/2016: Bürgerschaftliches Engagement im demografischen Wandel Begleitung durch mehrere, auch überregionale, Veranstaltungen sowie durch eine ausführliche Betrachtung im Rahmen einer Sonderveröffentlichung.

14 Thüringer Zukunftspreis Erstmals 2012 verliehen Auswahl der Preisträger durch eine hochrangige Jury Prämierung erfolgt im Rahmen der Thüringer Demografiekonferenzen Thüringer Zukunftspreis und Thüringer Zukunftspreis - Sonderpreis Jugend werden im jährlichen Wechsel ausgelobt und vergeben

15 Thüringer Demografieratgeber Gemeinsames Projekt der Serviceagentur Demografischer Wandel und der Regionalen Planungsstelle Nordthüringen Handlungsorientierte, nutzerfreundliche Ergänzung des Demografieberichts für die kommunale Ebene Spezifische Auswirkungen Handlungsoptionen Beispiele

16 IMAG Demografischer Wandel Beteiligung aller Ressorts und des Thüringer Landesamtes für Statistik Erarbeitung des Thüringer Demografieberichts Austausch zu demografierelevanten Politikstrategien und Maßnahmen der Ministerien

17 eine Zwischenbilanz I Thema ist sehr präsent, die Befassung erfolgt jedoch häufig noch sektoral isoliert und eher beiläufig. Akteure sind dankbar für qualifizierte Unterstützung. Es gibt eine Vielzahl parallel laufender Initiativen von verschiedensten Akteuren in Thüringen. Koordination und Kommunikation zwingend erforderlich. Langfristig vorausschauende Planung noch die Ausnahme. Koordination und Kommunikation zwingend erforderlich.

18 eine Zwischenbilanz II Die Auswirkungen des demografischen Wandels lassen sich nicht durch bloße Subventionspolitik gestalten. Klassische Wachstumsinstrumente helfen oft nicht weiter. Fokus auf umsetzungs- und tragfähige Strukturen. Diskussion kommunaler Standards wird erforderlich. Potenziale (inter-)kommunaler Kooperationen fördern. In einer chancenorientierte Kommunikation muss zwingend das Thema Zuwanderung einen neuen, stärkeren Stellenwert erhalten.

19 eine Zwischenbilanz III Koalitionsvertrag 2014 (Kapitel 3.4 Soziale Infrastruktur/Armutsbekämpfung). Die für Soziales sowie für Landesentwicklung und Infrastruktur zuständigen Ministerien werden im Kontext der Entwicklung und Debatte des kommunalen Leitbildes Zukunftsfähiges Thüringen Maßnahmen und Instrumente einer Verknüpfung von Sozialplanung und Raum- bzw. Landesentwicklung konzipieren. Sie sind mit den entsprechenden fachlichen Ressourcen auszustatten. Dazu ist die Zusammenarbeit der mit Sozialplanung befassten Institutionen auf Landes- und kommunaler Ebene mit denen der Landesplanung zu gewährleisten. So soll ein noch gezielterer Einsatz von Fördermitteln der EU, des Bundes sowie des Landes und eine bedarfsgerechte, nachhaltige Sicherung der sozialen Infrastruktur erreicht werden.

20 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 20

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