Menschen lernen besonders gut, wenn sie die Ergebnisse ihrer Handlungen erfahren.

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1 Warum Feedback? Vorteile: Menschen lernen besonders gut, wenn sie die Ergebnisse ihrer Handlungen erfahren. Die Folgen, Wirkungen und Konsequenzen ihres Verhaltens werden für die Beteiligten transparent. Feedback stützt und fördert positive Verhaltensweisen. Feedback korrigiert Verhaltensweisen, die dem Betreffenden und der Gruppe nicht weiterhelfen oder die der eigentlichen Intention nicht genügend angepasst oder konform sind. Erst nach Erhalt dieser Information sind sie in der Lage, darüber nachzudenken, wie sie ihr Verhalten verändern können, damit auch das von ihnen beabsichtigte Ergebnis eintritt. Wichtig! Nur der Betreffende entscheidet über Verhaltensänderungen, niemals der Feedback-Geber. Die positive Absicht der Person kann gewürdigt werden und die möglicherweise unbeabsichtigte Wirkung kann unabhängig davon analysiert werden, um Handlungsalternativen zu suchen, die die gewünschten Ergebnisse wahrscheinlich machen. Somit klärt Feedback Beziehungen zwischen Personen und hilft, den anderen besser zu verstehen. Wenn alle Gruppenmitglieder zunehmend bereit sind, sich gegenseitig solche Hilfen zu geben, so wachsen die Möglichkeiten des voneinander Lernens in erheblichem Maße. Nur auf diesem Wege ist es möglich, die Fremdwahrnehmung mit der Selbstwahrnehmung systematisch zu vergleichen

2 Definition Feedback gemeinsam erarbeiten Voraussetzung: ruhige Atmosphäre kein Handy, Telefon etc. ausreichend Zeit einplanen ausreichende Vorbereitung auf das Gespräch Ziel setzen (Was bezwecke ich mit dem Feedback?)

3 Goldene Feedback Regeln Ich-Perspektive Realistische Selbsteinschätzung fördern Das Feedback soll dem Gecoachten zu einer realistischen Selbsteinschätzung verhelfen. Missbrauchen Sie das Feedback nie, um sich als Besserwisser zu profilieren. Bereitschaft des Gecoachten beachten Überfordern Sie den Gecoachten nicht mit zuviel Feedback auf einmal. Beachten Sie, ob der Gecoachte Ihre Offenheit annehmen kann bzw. will. Nehmen Sie sich genügend Zeit für das Feedback. Angemessenheit des Feedbacks prüfen Nicht alles, was am Verhalten auffällig ist, muss für den Gecoachten auch wichtig sein. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche. Immer konkret bleiben Nur mit konkreten Aussagen bzgl. des eigenen Verhaltens kann der Gecoachte etwas anfangen. Sprechen Sie daher immer ganz bestimmte Verhaltensweisen an. Kritisieren Sie nicht die ganze Person in allen Situationen, sondern nur bestimmte Merkmale in bestimmten Situationen. Wenn möglich, regen Sie konkrete und realisierbare Änderungsvorschläge an. Nicht interpretieren, sondern beschreiben Beschreiben Sie das konkrete Verhalten ihres Gegenübers. Liefern Sie keine Interpretationen. Nicht: "Sie mögen den Mitarbeiter XY nicht!", sondern: "Sie haben die Zielsetzungsrunde mit Herrn XY dreimal verschoben, was ist los?" Auf den aktuellen Bezug achten Beziehen Sie sich mit dem Feedback auf möglichst aktuelle Situationen. Rechnen Sie nicht das Verhalten in der Vergangenheit auf. Positive und negative Aspekte hervorheben Feedback geben bedeutet nicht nur, Verhalten (konstruktiv) zu kritisieren, sondern auch die Dinge zurückzumelden, die positiv aufgefallen sind. Nicht schonungslos, sondern ehrlich und verbindlich bleiben Nicht nur was man sagt, sondern auch wie man es sagt ist beim Feedback entscheidend. Verwechseln Sie Schonungslosigkeit nicht mit Ehrlichkeit. Feedback ist sinnlos, wenn es der Gecoachte nicht annehmen kann. Missverständnissen vorbeugen Achten Sie auf die Reaktionen des Gecoachten. Fragen sie nach, wie das Feedback beim Empfänger angekommen ist, dies beugt Missverständnissen vor. Lassen Sie sich ggf. auch ein Feedback vom Gecoachten geben.

4 Wahrnehmung als Wahrnehmung, Gefühl als Gefühl und Vermutung als Vermutung äußern. BURGERMODELL Bositives Ferbesserungsvorschläge Bositives Regeln Feedback annehmen ausreden lassen nicht rechtfertigen oder verteidigen nachfragen, wenn man etwas nicht versteht dankbar sein für das Feedback Vergleich Selbstbild und Fremdbild Feedback ist ein Geschenk und Chance, selber entscheiden ob man es annimmt

5 Formulierungshilfen: Ich habe beobachtet Auf mich wirkte Ich empfand Beispiel: Auf mich wirkte es sehr unruhig, wie du herumgelaufen bist. Beispiel: Ich habe beobachtet, dass du deine Hände sehr häufig vor der Brust verschränkt hast Meiner Erfahrung nach Albert Einstein war der Meinung In der Zeitschrift nature wurde diskutiert Beispiel: Albert Einstein war ebenfalls der Meinung, dass Gott nicht würfele, nahm dies aber später wieder zurück. Beispiel: Meiner Erfahrung nach machen sich Sandalen beim Kundenbesuch nicht besonders gut Negativbeispiel: Ich fand das Ganze scheiße. Die Kritik sollte klar und detailliert formuliert sein. Das bedeutet, dass keine Pauschalbewertungen wie gut/schlecht verwendet werden können, sondern präzise Adjektive/Adverben, welche für den Adressat konstruktiv wirken. Beispiel: Auf mich wirkte die Präsentation unprofessionell. Die Kritik sollte nach Möglichkeit eine Begründung enthalten, damit der Adressat auch gleich weiß, womit man nach der Meinung des Kritisierenden Verbesserungen erreichen kann. Beispiel: Auf mich wirkte die Präsentation unprofessionell, weil die Powerpointfolien viele Spielereien enthielten. Nicht die Person ist das Objekt der Kritik, sie ist nur der Adressat. Das bedeutet dass nicht sie kritisiert wird, sondern ihr Werk oder was sie getan hat (=Objekt). Negativbeispiel: Du hast sehr unruhig auf mich gewirkt. Positivbeispiel: Dein Hin- und Hergehen wirkte sehr unruhig auf mich.

6 Verbesserungsvorschläge können arrogant wirken, wenn sie nicht richtig formuliert sind. Dabei geht es nicht um eine Relativierung, sondern wieder darum, dass ein Verbesserungsvorschlag subjektiv ist und nicht für alle gilt. Negativbeispiel: Du solltest die ganzen Spielereien aus der Präsentation entfernen. Positivbeispiel: Ohne die Spielereien in der Präsentation, würde sie profesioneller auf mich wirken. Emotionen haben bei Kritik oder Feedback nichts zu suchen. Klar geht es um die Wirkung, aber auch diese kann sachlich formuliert und geäußert werden. Man sollte auch immer daran denken, dass der Adressat auch nur eine Mensch ist.

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