ALLENSBACHER MARKT- UND WERBETRÄGERANALYSE (AWA) 2014 VERÖFFENTLICHT

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1 Allensbacher Kurzbericht 3. Juli 2014 ALLENSBACHER MARKT- UND WERBETRÄGERANALYSE (AWA) 2014 VERÖFFENTLICHT Aktuelle Ergebnisse zu gesellschaftlichen Trends, Mediennutzung und Konsumverhalten der Bevölkerung Seit 1959 ermittelt das INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH mit der jährlich erscheinenden Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) auf breiter statistischer Basis Einstellungen, Konsumgewohnheiten und Mediennutzung der Bevölkerung. Die Ergebnisse der, die am Mittwoch in München vorgestellt wurden, stützen sich auf über mündlich-persönliche Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 14 Jahre. Die AWA ist damit eine der größten repräsentativen Umfragen in Deutschland. In diesem Allensbacher Kurzbericht stellen wir die wichtigsten Ergebnisse zur Entwicklung der Mediennutzung, insbesondere zur Entwicklung der Reichweite von Printmedien wie Zeitschriften und Zeitungen vor. Weiterführende Informationen rund um die AWA 2014 mit vertiefenden Ergebnissen, Langzeittrends und Vortragsfolien, unter anderem zur Nutzung von Print-Medien, in unterschiedlichen Zielgruppen, zum Freizeit- und Informationsverhalten von beruflich und privat besonders mobilen Personen sowie zu den Auswirkungen der (mobilen) Internetnutzung auf das Kommunikations- und Informationsverhalten der Bevölkerung finden Sie unter Porträt des Instituts - Leistungsspektrum - Aktuelle Studien Belege erbeten an INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH, Allensbach am Bodensee

2 Lesermärkte mehrheitlich in guter Verfassung: Mehr als die Hälfte der AWA-Titel können zulegen oder sind stabil Die Mehrheit der in der AWA erfassten Printmedien kann im Vergleich zum Vorjahr ihre Reichweite steigern oder stabil halten. Von den 234 Einzeltiteln und Belegungseinheiten, die bei der diesjährigen Reichweitenbilanz der Zeitschriften berücksichtigt werden, legen 46 Titel zu, 89 Titel liegen auf Vorjahresniveau (Schaubild 1). Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass es keine einheitliche Entwicklung der Mediengattung Zeitschriften, kein Gattungsschicksal Zeitschriften gibt. Die Reichweitenentwicklung verläuft weiterhin heterogen, ist mehrheitlich durch Stabilität oder Zugewinne, nur bei wenigen Titeln durch größere Verluste gekennzeichnet. Mehr als die Hälfte der Zeitschriften kann im Vergleich zum Vorjahr zulegen oder ist stabil Schaubild 1 Von 234 Einzeltiteln und Belegungseinheiten 135 Titel können im Vergleich zum Vorjahr zulegen 46 Titel 99 Titel sind stabil, unverändert 89 Titel verzeichnen Reichweitenverluste 99 Titel Reichweite stabil oder gestiegen Reichweite gesunken Reichweitengewinne, -verluste: Reichweitenänderung von mindestens 0,1% Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalysen, - 2 -

3 Insgesamt verzeichnen die in der AWA erfassten 234 Zeitschriften und Wochenzeitungen einen moderaten Reichweitenrückgang von 2,4 Prozent, was mit dem Rückgang der IVW- Auflagen in Höhe von 2,6 Prozent im gleichen Zeitraum korrespondiert. Die Reichweitenverluste konzentrieren sich allerdings weiterhin auf wenige Titel und Segmente des vielfältigen Zeitschriftenmarktes. 59 Prozent des bilanzierten Reichweitenrückgangs entfällt auf die verlustreichsten 10 Titel. 26 Prozent der Verluste entfallen auf die verlustreichsten Titel 11 bis 20. Auch mit Blick auf die Entwicklung einzelner Segmente sieht das Bild ähnlich aus. Die Hälfte der Reichweitenverluste entfallen auf die Segmente der Programmzeitschriften sowie auf Zeitschriften aus den digitalen Bereichen Computer, Foto, Unterhaltungselektronik sowie Computerspiele (Schaubild 2). Die Reichweitenverluste konzentrieren sich weiterhin auf wenige Titel und Segmente Von den bilanzierten Verlusten entfallen auf die - Schaubild 2 übrigen 214 Titel 15 Top 10 Verlusttitel Die größten Reichweitenverluste verzeichnen die Segmente wöchentliche und 14-tägliche Programmzeitschriften 26 59% Zeitschriften in den Bereichen Computer, Foto, Unterhaltungselektronik sowie Computerspiele Top 11 bis 20 Verlusttitel Auf diese Segmente entfallen 50% der bilanzierten Verluste 234 Titel erzielen 2014 pro Ausgabe 336,9 Mio. Kontakte, 7,33 Mio. Kontakte weniger als im Vorjahr Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, AWA 2013 und - 3 -

4 Einige Segmente können im längerfristigen Vergleich ein stabiles Niveau halten, teilweise sogar große Erfolge verbuchen. So erreichen beispielsweise monatliche Frauenzeitschriften seit Jahren eine wachsende Zahl an Leserinnen. Die Cosmopolitan erreicht derzeit 1,59 Mio. Leserinnen im Monat, InStyle 1,4 Mio., Glamour 1,37 Mio. (Schaubild 3). Große Erfolge im Segment der monatlichen Frauenzeitschriften Schaubild 3 Cosmopolitan Vogue Elle Glamour InStyle Leser pro Ausgabe (Mio.) 1,23 0,85 0,78 0,63 0, ,34 1,08 0,98 0,85 0,72 1,61 1,62 1,20 1,05 0,96 0,93 1,60 1, Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalysen, AWA 2004 bis 1,65 1,69 1,74 1,76 1,48 1,44 1,46 1,38 1,32 1,34 1,36 1,36 1,39 1,27 1,37 1,34 1,34 1,15 1,12 1,17 1,27 1,29 1,11 1,01 1,03 1,07 1,02 0,98 1,03 1,10 1,04 1,07 1,59 1,40 1,37 1,33 1,05 Auch Wirtschaftsmedien können sich in einem schwierigen Umfeld behaupten. So erreicht Capital Leser pro Ausgabe, die Wirtschaftswoche und das Manager Magazin (Schaubild 4)

5 Schaubild 4 Erfolgreiche Wirtschaftsmedien Leser pro Ausgabe (Mio.) 0,99 0,89 0,90 0,89 Capital 0,73 0,72 0,72 0,71 0,75 0,75 0,80 0,81 WirtschaftsWoche 0,60 0,58 0,63 0,64 0,56 0,63 Manager Magazin Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalysen, zuletzt Gleiches gilt für die ZEIT, die Welt am Sonntag sowie die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung für das Segment der Wochen- und Sonntagszeitungen. Die ZEIT erreicht Woche für Woche über zwei Millionen Leser, die Sonntagszeitungen jeweils über eine Million (Schaubild 5)

6 Schaubild 5 Stabile Reichweiten der Wochen- und Sonntagszeitungen Leser pro Ausgabe (Mio.) 2,22 2,18 2,07 Die Zeit 2,07 2,12 2,05 2,03 2,01 2,05 1,21 1,17 1,28 1,25 1,27 1,27 Welt am Sonntag Gesamt 1,25 1,25 1,21 1,08 1,06 0,99 1,17 1,11 1,14 1,17 1,14 1,06 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutsche Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalysen, AWA 2006 bis - 6 -

7 Längere Texte werden lieber auf Papier als am Bildschirm gelesen Die Ergebnisse der AWA zeigen auch: In allen Altersgruppen gibt es nach wie vor eine ausgeprägte Präferenz für Print. Zwei Drittel der Bevölkerung lesen längere Texte lieber auf Papier, nur 6 Prozent lieber am Bildschirm. Auch unter den 14- bis 29-Jährigen lesen 39 Prozent lieber auf Papier, nur 13 Prozent bevorzugen elektronische Texte. 42 Prozent sind allerdings indifferent, in welcher Form sie längere Texte lieber lesen wollen (Schaubild 6). Bei längeren Texten ausgeprägte Präferenz für die Printversion Es lesen längere Texte Schaubild 6 lieber am Bildschirm am Bildschirm genauso gerne wie auf Papier Unentschieden % lieber auf Papier 14- bis 29- Jährige 30- bis 44- Jährige 45- bis 59- Jährige 60-Jährige und Ältere Besitzer Smartphone Besitzer Tablet-PC lieber auf Papier 39% beides gleich gern lieber am Bildschirm Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, - 7 -

8 Entsprechend spielt die digitale Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften in der Gesamtbevölkerung nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Derzeit lesen erst 6 Prozent der Bevölkerung zumindest gelegentlich Inhalte von Zeitungen und Zeitschriften über Apps. Die jüngeren Bevölkerungskreise zeigen sich allerdings aufgeschlossener als die mittleren und älteren Jahrgänge: Fast jeder zehnte 14- bis 29-Jährige liest zumindest gelegentlich digitale Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften ein Anstieg um rund 40 Prozent in den letzten zwei Jahren. Auch in den anderen Altersgruppen ist, wenn auch auf niedrigerem Ausgangsniveau, ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen (Schaubild 7). Elektronische Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften Es lesen zumindest gelegentlich Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften, die man über Apps auf ein Smartphone oder einen Tablet-PC heruntergeladen hat Schaubild ,6% ,0 7, ,9 6,5 5,2 5,5 3,5 2,7 1,5 0,8 0,6 14 bis 29 Jahre 30 bis 44 Jahre 45 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Basis: Bundesrepublik Deutschland, deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre Quelle: Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalysen, AWA 2012 bis - 8 -

9 Ausführliche Informationen und weitere Schaubilder zur Entwicklung der Mediennutzung finden Sie unter: TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) 2014 Anzahl der Befragten: Repräsentanz: Bundesrepublik Deutschland, deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre - 9 -

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