Ratgeber Zwangsstörungen. Hans Reinecker. Informationen für Betroffene und Angehörige. 2., aktualisierte Auflage

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1 Hans Reinecker Ratgeber Zwangsstörungen Informationen für Betroffene und Angehörige 2., aktualisierte Auflage

2 Dermatillomanie (zwanghaftes Hautzupfen), sowie eine Restgruppe Nicht näher bezeichnete Zwangsstörung. Persönlichkeitsstörungen: Aus dem Spektrum der angeführten Erkrankungen bedürfen die Persönlichkeitsstörungen einer besonderen Erwähnung: Die Diagnostik ebenso wie die Behandlung dieser Problematik erlebt in der Psychotherapie in neuerer Zeit (d. h. seit ca. 30 Jahren) große Aufmerksamkeit. Die Zwanghafte Persönlichkeitsstörung macht nur einen Teil des ebenfalls breiten Spektrums aller Persönlichkeitsstörungen aus und ist durch die im Kasten aufgelisteten Merkmale gekennzeichnet. Merkmale einer Zwanghaften Persönlichkeitsstörung: Beschäftigung mit Details, Regeln und Ordnung. Perfektionismus in der Erfüllung von Aufgaben. Arbeit und Fleiß stehen im Vordergrund zu Lasten von z. B. Freizeit und sozialen Beziehungen. Besondere Gewissenhaftigkeit, geringe Flexibilität. Sammeln z. T. unwichtiger und wertloser Gegenstände. Kaum Delegation von Aufgaben oder Kooperation in Arbeitsteilung. Besondere Vorsicht, z. B. beim Geldausgeben, geringe Großzügigkeit. Das entscheidende Merkmal zur Unterscheidung von Zwangsstörungen und Zwanghafter Persönlichkeitsstörung besteht darin, dass sich Patienten mit einer Zwangsstörung von ihrer Störung distanzieren und dass sie darunter leiden; Personen, die eine Zwanghafte Persönlichkeit aufweisen (es ist hier z. T. gar nicht gerechtfertigt, von einer Störung zu sprechen), betrachten die Verhaltensmuster als zu sich selbst gehörig, quasi als Teil ihrer Persönlichkeit. Wegen des zumeist gar nicht vorhandenen Leidensdrucks kommen diese Personen in der Regel nicht mit dem Wunsch nach Änderung zum Psychotherapeuten. 1.8 Die Wirkung auf andere Die Zwangsstörung ist dem Patienten selbst in so gut wie allen Fällen völlig rätselhaft und unverständlich. Ein Patient brachte die Situation mit folgendem Satz auf den Punkt: 18

3 Meine Zwangsstörung ist Wahnsinn bei normalem Verstand! Viele Zwangsstörungen (vor allem Kontrollzwänge) beginnen gewissermaßen schleichend, sie werden von den Angehörigen kaum als störend oder andersartig bemerkt. Ähnliches gilt für Waschzwänge, etwa wenn Personen erst 10, dann 12, dann 15, dann 20, Minuten benötigen, bis sie das Bad verlassen. Vieles wird von Familien oder Ihnen als Angehörigen zunächst toleriert und z. T. unabsichtlich unterstützt, z. B. wenn die Eltern Kontrollen übernehmen. Dazu kommt, dass die Problematik von der betroffenen Person selbst zu Beginn verheimlicht und verharmlost wird. Irgendwann kommt der Punkt, an dem den Angehörigen, der Familie, Freunden, Berufskollegen etc. das Ausmaß der Problematik klar wird. Dass Personen der Umgebung hier anfangs völlig unwissend und verständnislos reagieren liegt auf der Hand zu absurd, außergewöhnlich und fremd erscheint die Problematik. Als Eltern suchen Sie nach einer Erklärung, Sie geben sich selbst die Schuld, Sie suchen Fehler in der Erziehung oder in familären Faktoren. Beispiel: Zu Beginn der Therapie eines 30-jährigen Patienten mit vielen unterschiedlichen Wasch- und Kontrollzwängen baten die Eltern um ein Gespräch mit dem Therapeuten. Das Verhalten ihres Sohnes im Badezimmer (2 bis 3 Stunden, mit merkwürdigen Geräuschen), seine Kontrollrituale beim Essen, sein aggressives Verhalten beim Unterbrechen der Rituale durch die Eltern war für sie völlig unerklärlich und machte sie entsprechend hilf- und ratlos. Sie baten den Therapeuten, ihnen doch zu erklären, ob das Verhalten ihres Sohnes bloß eine Macke (z. B. eine Bosheit) darstelle, ob es sich um eine Krankheit (des Gehirns) handle oder ob sie sich selbst versündigt hätten und dafür nun Buße tun müssten. Es erscheint mir eine selbstverständliche Aufgabe und Pflicht von Fachleuten, Hilfestellung im Sinne einer Aufklärung zu leisten. Als Angehörige kann man Ihnen nur raten, sich an kompetente Personen zu wenden. Das Wissen um die Problematik stellt für viele Angehörige eine erste Form einer berechtigten Entlastung und eines ersten Verständnisses dar. Hilfe bieten vielfach auch Selbsthilfegruppen (vgl. Seite 46), auch telefonische Kontakte 19

4 oder Information im Internet (vgl. Anhang, Seite 62 f.) oder Literatur aus der Feder von Betroffenen können hier Unterstützung leisten. Nicht zuletzt wurde dieser Ratgeber mit dem Ziel verfasst, auch Angehörigen verständliche fachliche Information zu bieten. Zusammenfassung: Zwangsstörungen stellen eine ernst zu nehmende und beeinträchtigende Form einer psychischen Störung dar. Wir unterscheiden als wichtigste Formen die Waschzwänge, Kontrollzwänge und Zwangsgedanken. Betroffen davon sind rund 1 bis 2 % der Bevölkerung, Frauen und Männer in etwa gleich häufig. Die Störung beginnt sehr früh, mit durchschnittlich 22 Jahren, mit Wurzeln häufig schon in der Kindheit oder Pubertät. Die diagnostischen Merkmale sind heute sehr klar und im Prinzip sehr präzise beschrieben. Es gibt viele Überlappungen mit anderen psychischen Störungen, die Abgrenzung ist manchmal ausgesprochen schwierig. Die Zwangsstörung ist dem Patienten und den Angehörigen zunächst rätselhaft, das erfordert entsprechende Aufklärung! 20

5 2 Wie ist die Zwangsstörung entstanden? Die Frage nach dem WARUM steht für Sie als Betroffener ebenso wie für die Angehörigen im Zentrum des Interesses. Es entspricht einem wichtigen Grundbedürfnis des Menschen, die Ursachen eigenen Verhaltens zu kennen. 2.1 Was sind mögliche Ursachen der Zwangsstörung? Die Frage nach den Ursachen der Problematik ist zunächst völlig berechtigt. Auf der anderen Seite können wir natürlich nicht erwarten, für eine so vielfältige Störung eine einfache Ursache zu finden noch dazu ein und dieselbe Ursache für alle Patienten, für die wohl jeweils ganz spezielle Bedingungen gelten. Die Frage nach den Ursachen der Zwangsstörung kann man mit der Frage nach der Entstehung eines breiten Flusses vergleichen, etwa mit dem breiten Donau-Delta vor der Einmündung in das Schwarze Meer (vgl. Abbildung 4). Abbildung 4: Donau-Delta: Es erscheint müßig zu fragen, woraus sich das Donau- Delta zusammensetzt: Sind es die Flüsse an der Quelle, der Inn, die Theiß, 21

6 Ähnlich wie im obigen Beispiel lassen sich einzelne Ursachen der Zwangsstörung im Nachhinein kaum noch ausmachen. Und bei der Erforschung der Ursachen sind wir auf das NACHHER angewiesen, denn: Merke: Bei der Entstehung Psychischer Störungen gibt es keine Zuschauer! Was wir lediglich tun können, ist auf einzelne Faktoren zu verweisen, die bei der Entwicklung eine Rolle gespielt haben könnten. Welcher Faktor welches Gewicht hat und welche Kombination von Faktoren gerade im Einzelfall zu nennen ist, muss der entsprechenden Analyse im jeweiligen Fall vorbehalten bleiben. Folgende Faktoren können bei der Entstehung einer Zwangsstörung eine Rolle spielen: 1. Vererbung dient dann zur Erklärung, wenn wir eine Häufung einer psychischen Störung innerhalb einer Familie finden. Das trifft bei Zwangsstörungen durchaus zu, bei rund 30 % der Patienten finden sich bei Verwandten ersten Grades ebenfalls ähnliche neurotische Störungen (aber nicht unbedingt Zwänge, sondern Ängste, Depressionen usw.). Der Faktor Vererbung ist damit nicht außer Acht zu lassen, die fehlenden 70 % zeigen, dass daneben auch andere Punkte eine Rolle spielen müssen. 2. Der Gesichtspunkt der Kindheit wird vor allem von Vertretern der Tiefenpsychologie geltend gemacht: Demnach werden die wichtigsten Muster unserer Entwicklung in der Kindheit erworben und festgelegt. An diesem Prinzip ist durchaus einiges richtig, für die Zwangsstörungen zeigt sich allerdings, dass etwa Rituale bei so gut wie allen Kindern zu finden sind (z. B. nicht auf Fugen zu steigen oder bestimmte Einschlafrituale). Nur wenige Erwachsene aber entwickeln Zwänge. 3. Die Erziehung dient oft als sehr allgemeiner Hinweis auf eine Fehlentwicklung ( Was haben wir als Eltern falsch gemacht? ). Bei der Entstehung von Zwangsstörungen kann man kaum die Erziehung als allgemeinen Faktor geltend machen. Sicherlich gibt es innerhalb des Verlaufs der Erziehung Merkmale, die eine Entstehung von Zwängen eher begünstigen können. Dazu gehören Vorbildwirkungen der Eltern (Kinder übernehmen bestimmte Muster) ebenso wie ein Klima der speziellen Verunsicherung (z. B. durch einen alkoholkranken Vater). Man könnte in diesem 22

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