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1 D Video on Demand D.1 1 RTSP Real-Time Streaming Protocol (RTSP) IETF Standard definiert in RFC 2326 (1998) Zielsetzung Signalisierung und Kontrolle von multimedialen Datenströmen Aufbau, Abbruch von Sitzungen z.b. Audio, Video z.b. Life-Sendungen, On-Demand-Streaming, Videorekorderfunktion Unterstützung von Unicast und Multicast Unabhängigkeit vom Transport multimedialer Daten typisch: Nutzung von RTP D.2

2 1 RTSP (2) Aufbau textbasiert ähnlich wie HTTP oder SIP lesbares Protokoll leichtgewichtig basiert typischereise auf TCP/IP auch UDP/IP möglich Zugang Default Port 554 D RTSP-URI URI-Schema beginnt mit rtsp: Aufbau wie HTTP-URI Benutzername, Rechnername, Portnummer, Pfad auf Server z.b. Zweck eindeutige Identifikation Medienströmen auf einem Server z.b. VoD Angebot eines Films auf einem Server D.4

3 1.2 Protokollablauf Unterscheidung von Client und Server Client initiiert Sitzung z.b. Video-on-Demand Server wartet auf Clients-Anfragen Anfrage-Antwort-Schema ähnlich wie HTTP und SIP typisch: Client fragt bei Server an aber auch Server kann Anfrage an Client stellen D Einfacher Sitzungsverlauf Signalisierung eines VoD-Abrufs Client will Video ansehen Client Server SETUP rtsp:// OK PLAY rtsp:// OK RTP-Session TEARDOWN rtsp:// OK D.6

4 1.3 Einfacher Sitzungsverlauf (2) Kontaktadresse RTSP IP-Adresse und Portnummer über RTSP-URI bekannt SETUP-Anfrage Einrichten einer Client-Server-Sitzung erfordert Zustand in Client und Server Angabe von Transportinformationen Beispiel der Anfrage: SETUP rtsp://vs.informatik.uni-ulm.de/videos/matrix RTSP/1.0 CSeq: 302 Transport: RTP/AVP;unicast;client_port= D Einfacher Sitzungsverlauf (3) Beispiel der Antwort RTSP/ OK CSeq: 302 Date: 23 Jan :35:06 GMT Session: Transport: RTP/AVP;unicast; client_port= ;server_port= Antwortzeile Statuscodes wie bei HTTP oder SIP Kopfzeilen CSeq: eindeutige Zuordnung von Antwort an Anfrage zufälliger erster Wert, sonst inkrementiert Session: eindeutige Zuordnung zu einer Sitzung wird bei jeder Folgeanfrage zur Sitzung mitgesendet Transport: Beschreibung der Transportparameter hier: RTP mit AVP-Profil, Unicast-Modus, Ports für RTP und RTCP D.8

5 1.3 Einfacher Sitzungsverlauf (4) PLAY-Anfrage startet Senden des Datenstroms bzw. der Datenströme Beispiel Anfrage: PLAY rtsp://vs.informatik.uni-ulm.de/videos/matrix RTSP/1.0 CSeq: 303 Session: Range: npt=0- Header Range: Angabe der Ausspielzeitpunkte npt = Normal Play Time bezieht sich auf absolute Zeit z.b. im Video mögliche Formate (Beispiele): von Sekunde 150 bis Sekunde 180 im Video 1:23:10.1- ab Zeitpunkt 1h 23min 10,1s im Video D Einfacher Sitzungsverlauf (5) Header (fortges.) smpte = Timecode für Synchronisierung SMPTE = Society of Motion Picture and Television Engineers Adressierung von Frames und Subframes in einem Video mögliche Formate (Beispiele): 01:23:10: :23:10:59:24.1 eine Sekunde von 1h 23m 10s an (zwei Halbbilder/Subbframes pro Frame) Typen: smtpe (30 Frames/s), smtpe-25 (25 Frames/s), smpte-30-drop (29,97 Frames/s) clock = Absolute Zeitangabe ISO 8601 Zeitstempel Beispiel: T Z 08:09 Uhr und 30,25 s am UTC-Zeit (entspricht GMT) wird beispielsweise für Lifesendungen oder Aufnahmen benötigt D.10

6 1.3 Einfacher Sitzungsverlauf (6) Antwort auf PLAY RTSP/ OK CSeq: 303 Date: 23 Jan :35:06 GMT Range: npt=0- TEARDOWN-Transaktion Anfrage TEARDOWN rtsp://vs.informatik.uni-ulm.de/videos/matrix RTSP/1.0 CSeq: 304 Session: Antwort RTSP/ OK CSeq: 304 D Einfacher Sitzungsverlauf (7) Zustandsautomat INIT SETUP READY PLAY PLAYING TEARDOWN PAUSE TEARDOWN angenommene Zustände in einem RTSP-Server in Abhängigkeit der Anfragen D.12

7 1.4 Sitzungsbeschreibung Bisherige Annahme Parameter der Datenströme mehr oder weniger bekannt Transportparameter können bei SETUP konfiguriert werden Sitzungsbeschreibung Vorgabe von außen z.b. SDP-Datei zum Download Inspektion durch Client DESCRIBE Anfrage an Server Beispiel PLAY rtsp://vs.informatik.uni-ulm.de/videos/matrix RTSP/1.0 CSeq: 300 Accept: application/sdp D Sitzungsbeschreibung (2) Beispiel Antwort RTSP/ OK CSeq: 300 Date: 23 Jan :35:06 GMT Content-Type: application/sdp Content-Length: 286 v=0 o=vod IN IP s=matrix der Film c=in IP a=recvonly m=audio 4588 RTP/AVP 0 m=video 4590 RTP/AVP 31 D.14

8 1.5 Anfragen Zuordnung von Antwort zu Anfrage durch CSeq-Zeile Unterbrechung und Wiederaufnahme der TCP-Verbindung unschädlich auch UDP-Nachrichten möglich erfordert Datensicherung durch Wiederholung nach Timeout Durchmischung der Anfragen und Antworten erlaubt z.b. PLAY-Anfragen werden gestapelt und sukzessive abgearbeitet D Ausspieloptionen Weitere Kopfzeilen für PLAY-Anfragen Scale: Einstellung der Abspielgeschwindigkeit z.b. Scale: 2.0 Abspielen eines Videos in doppelter Geschwindigkeit z.b. Scale: 0.5 Abspielen in Zeitlupe (halbe Geschwindigkeit) z.b. Scale: -1 Rückwärts abspielen Speed: Einstellung der Datenmenge Änderungen von Scale führen nicht zur Veränderung der Datenmenge Speed beeinflusst Datenmenge z.b. Scale: 2.0 und Speed: 2.0doppelte Abspielgeschwindigkeit, aber auch doppelte Datenrate, d.h. keine Informationsverluste D.16

C.45 C.46 C.48. 3.7 Registrierung der Teilnehmer. 3.7 Registrierung der Teilnehmer (2) 3.7 Registrierung der Teilnehmer (3)

C.45 C.46 C.48. 3.7 Registrierung der Teilnehmer. 3.7 Registrierung der Teilnehmer (2) 3.7 Registrierung der Teilnehmer (3) 3.7 Registrierung der Teilnehmer 3.7 Registrierung der Teilnehmer (2) Registrarknoten z.b. von einer administrativen Domäne verwaltet initiale SIP REGISTER-Transaktion zum Registrar der Domäne alice@a.com

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