Evaluation des Erstellungsprozesses Integrationskonzept Zuhause im Kreis Soest

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1 Evaluation des Erstellungsprozesses Integrationskonzept Zuhause im Kreis Soest

2 Kurze Einführung Das Netzwerkkonzept Zuhause im Kreis Soest wurde in einem umfangreichen sechsmonatigen Prozess erstellt. Zu fünf Themenbereichen wurden insgesamt 19 Workshops in drei Kreiskommunen durchgeführt. An der Konzeptentwicklung haben sich 140 Personen beteiligt 1. Für das Kommunale Integrationszentrum Kreis Soest als federführende Instanz bei der Durchführung des Prozesses war es wichtig zu erfahren, wie alle Beteiligten die komplexe Zusammenarbeit erlebt haben und inwieweit sie mit den erzielten Ergebnissen zufrieden sind. Aus diesem Grund wurde nicht nur eine mündliche Rückmelderunde bei jedem letzten Termin der einzelnen Handlungsfelder durchgeführt, sondern auch eine schriftliche Umfrage. Ein zweiter Fragebogen wurde auf der ersten Integrationskonferenz Zuhause im Kreis Soest am verteilt, um die Veranstaltung als letzten Baustein im Erstellungsprozess und Startschuss der Umsetzung des Konzeptes zu evaluieren. Evaluation des Erstellungsprozesses Die erste Umfrage zum Erstellungsprozess wurde im Zeitraum von August bis Mitte September 2013 durchgeführt. Allen 140 am Erstellungsprozess Beteiligten wurde der Fragebogen per Post zugeschickt. Um die Anonymität der Rückmeldungen zu bewahren, wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern 2 zusammen mit dem Fragebogen ein frankierter Umschlag zugesendet. Von den 140 Beteiligten haben sich insgesamt 77 Personen 3 an der Befragung beteiligt. Das macht eine Rücklaufquote von 55%. Diese relativ hohe Zahl der Rückmeldungen liefert eine aussagekräftige Datenbasis, aufgrund derer sich ein gutes Bild der Bewertungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeichnen lässt. Insgesamt wird der Erstellungsprozess von dem größten Teil der Beteiligten positiv bewertet. Hinsichtlich der Zahl der Workshops bewerten 91% der Befragten den Prozess mit gut oder sehr gut. Den zeitlichen Rahmen der Workshops finden 90% gut bis sehr gut. Die Auswahl der Handlungsfelder bewerten sogar 97% mit gut und sehr gut (Abb. 1). Abb. 1: Auswahl der Handlungsfelder und Zeitlicher Rahmen N=77 Zahl der Workshops N=76 1 Der Erstellungsprozess ist detailliert unter Punkt 3 des Integrationskonzeptes beschrieben. 2 Mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden in diesem Bericht die an der Umfrage beteiligten Personen bezeichnet. 3 Unter jeder Abbildung in diesem Bericht ist mit N die Zahl der Rückmeldungen angegeben, da nicht alle Fragen immer beantwortet wurden. 2

3 Die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums wird sehr positiv bewertet. Über 97% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zufrieden bis sehr zufrieden mit der Moderation durch das Kommunale Integrationszentrum und über 95% mit der Vor- und Nachbereitung der einzelnen Termine (Abb. 2). Abb. 2: Moderation durch Sedat Cakir N=58 Moderation durch das Kommunale Integrationszentrum N=72 Vor- und Nachbereitung der einzelnen Termine N=73 Der Vernetzungscharakter des Erstellungsprozesses ist aus Sicht der Befragten ebenfalls gelungen. Mit der Gelegenheit zum konstruktiven Austausch sind 97,30% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden bis sehr zufrieden. In Bezug auf den Praxisnutzen gaben mehr als 80% der Befragten an, zufrieden bis sehr zufrieden zu sein und über 92% bewerten mit zufrieden bis sehr zufrieden die erzielten Ergebnisse (Abb. 3). Abb. 3: Gelegenheiten zum konstruktiven Austausch N=74 Praxisnutzen und erzielte Ergebnisse N=71 3

4 Für den gesamten Erstellungsprozess geben über 90% der Befragten an, dass ihre Erwartungen erfüllt oder voll erfüllt worden sind. Abb. 4: N=73 Als Letztes wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, ihre Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Kommentare zu äußern. Hier überwogen auch die positiven Kommentare und gleichzeitig wurden Bemerkungen gegeben, dass es noch viel zu tun gibt: Es bleibt viel zu tun! Zu unseren Sitzungen kamen unterschiedliche Auffassungen zu Tage, die zwar konstruktiv diskutiert wurden, aber viel Raum für Weiterarbeit für die Praxis zeigen!! Der Weg entsteht beim Gehen (asiatische Metapher). weiter so! Eine tolle Basis, auf die jetzt gebaut werden kann. Besonders die Vor- und Nachbereitung der Workshops war sehr gut und hat die guten Ergebnisse deutlich beeinflusst. Zukunftsorientierung erbracht und gute Zusammenarbeit mit der Kommune! und Migrantenorganisationen! 4

5 Evaluation der ersten Integrationskonferenz Zuhause im Kreis Soest am An der ersten Integrationskonferenz Zuhause im Kreis Soest haben schätzungsweise mehr als 200 Personen aus ganz NRW teilgenommen. Die Konferenz war ganztätig. Vormittags wurde das Integrationskonzept vorgestellt. Anschließend fanden am Nachmittag sechs Fachforen 4 zu unterschiedlichen, relevanten Integrationsthemen statt. Für die Foren wurden Bundes- und Landesexperten gewonnen. Mit der Befragung wurden beide Teile der Konferenz evaluiert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz erhielten bei der Anmeldung am Tag der Veranstaltung den Fragebogen mit einer Begrüßungsmappe. An der Umfrage haben sich insgesamt 93 Personen beteiligt. Das macht eine Rücklaufquote von 46,5% 5. Diese relativ hohe Zahl der Rückmeldungen liefert wie bei der Befragung zum Erstellungsprozess aussagekräftige Ergebnisse, aufgrund derer sich hier ebenfalls ein gutes Bild der Bewertungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeichnen lässt. Insgesamt wurde die erste Integrationskonferenz, genau wie der gesamte Erstellungsprozess, positiv bewertet. Hinsichtlich der Gelegenheit zum informellen Austausch beurteilten 90,32% der Befragten die Veranstaltung als gut bis sehr gut. Obwohl die Teilnahme an der Konferenz einen ganzen Tag in Anspruch genommen hat, bewerten 77,78% den zeitlichen Rahmen mit gut und sehr gut. Die Auswahl der Forenthemen finden 97,83% der Personen, die an der Befragung teilgenommen haben, gut oder sehr gut. Die Vorstellung des Integrationskonzeptes finden 96,74% Befragten ebenfalls gut bis sehr gut (Abb. 5). Abb. 5: Gelegenheit zum informellen Austausch N=93 Zeitlicher Rahmen der Konferenz N=90 Auswahl der Forenthemen und Vorstellung des Integrationskonzeptes N=92 4 Die Fachforen waren zu den folgenden Themen: Projekt Rucksack KiTa Programm zur sprachlichen Bildung und Elternbildung in Kindertageseinrichtungen, Projekt Rucksack Grundschule Programm zur Sprach- und Elternbildung in Grundschulen, Erlass zur Verwendung von Integrationsstellen in den Schulen, Schulische Integration von Seiteneinsteigern, Förderung von Migrantenorganisationen, Übergang Schule Beruf bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. 5 Für diesen Bericht wird angenommen, dass 200 Personen an der Konferenz teilgenommen haben, da die genaue Zahl nicht bekannt ist. 5

6 Auch die einzelnen Foren werden positiv bewertet 6. Beispielweise geben 93,33% der Befragten an, zufrieden bis sehr zufrieden mit der Auswahl der Referenten zu sein (Abb. 6). Abb. 6: N=93 Mit der inhaltlichen Qualität des Vortrages sind 84,09% zufrieden bis sehr zufrieden (Abb. 7). Abb. 7: N=88 6 Wie die Bewertung der unterschiedlichen Foren ausgefallen ist, ist den Abbildungen 6 bis 9 zu entnehmen. An dieser Stelle wird nur auf die gesamten Ergebnisse eingegangen. 6

7 Den Praxisnutzen bewerten über 62% mit zufrieden bis sehr zufrieden (Abb. 8). Abb. 8: N=86 Mit der Ausgewogenheit zwischen Vortrag und Diskussion sind 74,42% zufrieden bis sehr zufrieden. Abb. 9: N=86 7

8 Für die gesamte Konferenz geben 92% der Befragten an, dass ihre Erwartungen erfüllt bis voll erfüllt worden sind. Abb. 10: N=90 Auch bei dieser Befragung wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Letztes die Möglichkeit gegeben, ihre Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Kommentare zu äußern. Die positiven Kommentare überwogen. Es wurden gleichzeitig mehrfach Wünsche geäußert, dass bei zukünftigen Veranstaltungen mehr Zeit zum Austausch in den Fachforen eingeräumt wird: Sehr wenig Zeit in den Foren. Tolles Rahmenprogramm (Musik, Tanz, Essen). Mehr Zeit für die Parallelveranstaltungen. Mehr Zeit für Diskussionsrunden. soll mehr Zeit / länger dauern ca. 6 Stunde bis 2 Tage Mehr Zeit für Austausch hat gefehlt. Mehr Fallbeispiele (Praxis). Zeit war wenig. Mehr Zeit für Diskussion / Austausch (Ev. Ganztätig??!!) Mehr Zeit für die Diskussion im Forum. Man sollte die Möglichkeit geben, min. zwei Foren zu besuchen. Es sollten mehr Praxismodelle vorgestellt werden. Generell war die Konferenz gewinnbringend und hoffe auf weitere Konferenzen. Größere Schrift auf den Namenschilder. Sonst eine tolle Tagung, auch Gesang+Tanz+Essen Vielen Dank für die gute Arbeit! Ich freue mich auf weitere Zusammenarbeit! Sehr schöner, angemessener Rahmen. Sehr gute Organisation und Präsentation! Weiter so! Bitte weiter so!!! Es war die beste Veranstaltung seit langem. Vielen Vielen Dank. 8

9 Rückmeldebogen zum Erstellungsprozess des Integrationskonzeptes Zuhause im Kreis Soest November 2012 Mai 2013 Wie beurteilen Sie den Erstellungsprozess hinsichtlich: sehr gut gut weniger gut nicht gut Auswahl der Handlungsfelder Zeitlichem Rahmen der Workshops Zahl der Workshops Bitte geben Sie an, an welchem des folgenden Handlungsfeldes Sie im Rahmen des Erstellungsprozesses teilgenommen haben. Integration durch vorschulische und schulische Bildung Integration durch schulische Bildung, Ausbildung und Berufsorientierung Integration durch Qualifizierung und Beruf Migranten im Alter Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund Abstimmung zur zukünftigen Zusammenarbeit zum Thema Integration mit den einzelnen Kommunen Workshop zu Bedarfsermittlung mit den Migrantenorganisationen in Lippstadt Workshop zu Bedarfsermittlung mit den Migrantenorganisationen in Soest Abstimmung zur zukünftigen Zusammenarbeit zum Thema Integration innerhalb der Kreisverwaltung Lektorengruppe 9

10 Bitte geben Sie an, wie zufrieden Sie mit dem besuchten Workshop waren. sehr zufrieden zufrieden unzufrieden sehr unzufrieden Gelegenheit zum konstruktiven Austausch Ihren Praxisnutzen Moderation durch Sedat Cakir Moderation durch das Kommunale Integrationszentrum Vor- und Nachbereitung der einzelnen Termine Erzielte Ergebnisse Wie schätzen Sie den Erstellungsprozess insgesamt ein? voll erfüllt erfüllt eher nicht erfüllt gar nicht erfüllt Erfüllung Ihrer Erwartungen an den Erstellungsprozess Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Kommentare: Vielen Dank! 10

11 Rückmeldebogen zur ersten Integrationskonferenz Zuhause im Kreis Soest am 10. September 2013 Wie beurteilen Sie die Konferenz hinsichtlich: sehr gut gut weniger gut nicht gut Vorstellung des Integrationskonzeptes Auswahl der Forenthemen Zeitlichem Rahmen der Konferenz Gelegenheit zum informellen Austausch Moderation Bitte geben Sie an, welches Forum Sie im Rahmen der Konferenz besucht haben. Forum 1: Projekt Rucksack KiTa Forum 2: Projekt Rucksack Grundschule Forum 3: Erlass zur Verwendung von Integrationsstellen in den Schulen Forum 4: Schulische Integration von Seiteneinsteigern Forum 5: Förderung von Migrantenorganisationen Forum 6: Übergang Schule Beruf bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund Bitte geben Sie an, wie zufrieden Sie mit dem besuchten Forum waren. sehr zufrieden zufrieden weniger zufrieden unzufrieden Referentenauswahl Inhaltliche Qualität des Vortrages Praxisnutzen des Forums Ausgewogenheit Vortrag/Diskussion 11

12 Wie bewerten Sie die Veranstaltung insgesamt? voll erfüllt erfüllt eher nicht erfüllt gar nicht erfüllt Erfüllung Ihrer Erwartungen an die Konferenz Wünsche, Verbesserungsvorschläge und Kommentare: Vielen Dank! 12

13 Kommunales Integrationszentrum Hoher Weg Soest Telefon: Fax: KREIS SOEST

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