Ergebnisse der Studie Bundestagswahlkampf 2.0

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1 Altruja GmbH I Landsberger Str. 183 I München I I Tel.: +49 (0) Ergebnisse der Studie Bundestagswahlkampf 2.0 Bildquelle:

2 Studie Bundestagswahlkampf 2.0 Im Folgenden stellen wir Ihnen die Resultate der Studie Bundestagswahlkampf 2.0 vor. Die Umfrage wurde in Kooperation der Altruja GmbH mit Peter Unger vom Studiengang Medien und Kommunikation an der Universität Passau im Rahmen seiner Bachelorarbeit vom bis zum durchgeführt. An dieser Stelle wollen wir uns bei den 327 Politikern, die bei der Studie mitgemacht haben, recht herzlich bedanken! Seite 2

3 Gliederung: Studie Bundestagswahlkampf Das Wichtigste auf einen Blick 2. Teilnehmer im Überblick 3. Wichtigste Finanzierungsquellen 4. Online-Fundraising-Nutzung 5. Erfolgreichste Kommunikationskanäle 6. Ausblick 7. Empfehlungen Bildquelle: Seite 3

4 1. Das Wichtigste auf einen Blick Fast ¾ der 327 Studienteilnehmer (71%) sind Mandatsträger im Bundes-, Land- oder Kreistag. Von den Befragten sind 56% zwischen 35 und 54 Jahre alt. Das Parteienspektrum ist in der Studie repräsentiert. Die Studienteilnehmer nannten Mitgliedsbeiträge zu 91%, Privatspenden zu 76% und öffentliche Mittel zu 40% als einer ihrer wichtigsten 3 Finanzierungsquellen für ihre Partei heute. Obwohl Online-Fundraising heute nur von 2% der Teilnehmer als einer der 3 wichtigsten Finanzierungsquellen bewertet wird, soll sich diese Prozentzahl bereits im nächsten Wahlkampf versechsfachen (12%). 31% der Befragten haben bis 2017 vor, im Online-Fundraising aktiv zu werden. 10% wollen dieses Vorhaben bereits zur Bundestagswahl 2013 umsetzen. Seite 4

5 1. Das Wichtigste auf einen Blick Als größte Herausforderungen nannten die Online-Fundraising-Nutzer inhaltliche Einschränkungen (beispielsweise Risiko juristischer Probleme, Datenschutz, Internetrecht)(55%), mangelndes Personal (48%), mangelnde Zeit (39%), sowie mangelnde Expertise (32%). Online-Kommunikationskanäle werden von den Politikern unterschiedlich genutzt. Wenn es um die allgemeine Kommunikation geht, sind die s (98%) und die Webseite (96%) für eine Partei entscheidend. Ist das Ziel die Ansprache potentieller Spender, spielen Online-Kommunikationskanäle eine eher untergeordnete Rolle. So werden beispielsweise Soziale Netzwerke (23%), Twitter (nur 10%), Blogs (nur 7%) und YouTube (nur 5%) verwendet. Seite 5

6 2. Teilnehmer - Position Was ist Ihre Position in der Partei? Knapp ¾ der 327 Teilnehmer (71%) sind Mandatsträger im Bundes-, Land- oder Kreistag. Mitarbeiter/in Geschäftsstelle 10% Sonstiges 8% Kreis- Orts- Bezirks- Vorsitzende 11% Mandatsträger 71% Seite 6

7 2. Teilnehmer - Partei In welcher Partei sind Sie Mitglied/für welche Partei arbeiten Sie? 54% der Teilnehmer sind Mitglieder von bzw. arbeiten für CDU/CSU und SPD. Die Linke 11% Sonstiges 3% CDU/CSU 28% Die im Bundestag repräsentierten Parteien sind in der Umfrage vertreten. FDP 11% Bündnis 90/Die Grünen 21% SPD 26% Seite 7

8 2. Teilnehmer - Altersgruppe Zu welcher Altersgruppe gehören Sie? Die Altersgruppe, die am stärksten vertreten ist, ist die der 35-bis 54-jährigen (56%) % keine Angaben 1% % % Seite 8

9 3. Finanzierungsquellen - aktuell Welche der folgenden Finanzierungsquellen sind für die Finanzierung Ihrer Parteiarbeit für Sie aktuell von größter Bedeutung? (Kreuzen Sie bis zu drei Antworten an) Der Mitgliedsbeitrag (91%) ist bei weitem die bedeutendste Finanzierungsquelle der Parteien heutzutage. Mitgliedsbeiträge Privatspenden Öffentliche Mittel 40% 76% 91% Auch die Privatspenden (76%) nehmen bereits eine wichtige Position ein. Unternehmensspenden Mandatsträgerbeiträge 7% 29% Post-Mailings 5% Sonstiges 3% Online-Fundraising 2% Straßen-/Telefon-/SMS-Spenden 1% Seite 9

10 3. Finanzierungsquellen - Zusammenfassung Mitgliedsbeiträge und Privatspenden werden weiterhin als wichtig eingestuft, obwohl die Mitgliedsbeiträge im nächsten Wahlkampf um 15% zurückgehen sollen. Mitgliedsbeiträge Privatspenden Öffentliche Mittel Unternehmensspenden 40% 32% 29% 38% 91% 76% 76% 77% Das stärkste Wachstum soll es im Bereich Online- Fundraising geben. Es soll sich versechsfachen. Die Relevanz von Post-Mailings, von Straßen- /Telefon-/SMS-Spenden, sowie von Unternehmensspenden wird steigen. Alleine die Unternehmensspenden sollen 9% steigen. Mandatsträgerbeiträge Post-Mailings Sonstiges Online-Fundraising Straßen-/Telefon-/SMS-Spenden 7% 4% 5% 10% 3% 3% 2% 12% 1% 5% Aktuell Bundestagswahlkampf 2013 Seite 10

11 4. Online-Fundraising-Nutzung - Begriff Konnten Sie den Begriff Online-Fundraising bereits im Vorfeld dieser Studie einordnen? Fast ¾ der Teilnehmer (73%) konnten den Begriff Online-Fundraising im Vorfeld dieser Studie einordnen. Weniger als ¼ der Teilnehmer (16%) konnten den Begriff nicht einordnen. Nein 16% Teilweise 11% Ja 73% Seite 11

12 4. Online-Fundraising-Nutzung - Aktivität Betreiben Sie bereits aktiv Online-Fundraising? 90% aller Befragten betreiben noch kein Online- Fundraising. Ja 10% Nein 90% Seite 12

13 4. Online-Fundraising-Nutzung - Zahlen Seit welchem Jahr sind Sie bereits im Online-Fundraising aktiv? Online-Fundraising für Politiker hat hauptsächlich ab dem Jahre 2008 begonnen. seit/vor % seit % Seit 2008 steigt die Zahl der Online-Fundraising- Nutzer kontinuierlich; ein Indiz für das große Wachstumspotential der Branche. seit % seit % seit % Seite 13

14 4. Online-Fundraising-Nutzung - Mittel Mit welchen Mitteln generieren Sie Spenden im Internet? (Mehrfachnennung ist möglich) Die Angabe der Bankverbindung auf der Webseite (68%) ist das meistgenutzte Mittel, um online Spenden zu generieren. Bankverbindung auf der Webseite Interaktive Tools (Anlassspenden) 42% 68% Spendenformular mit Lastschriftverfahren 42% Auch interaktive Online-Spenden-Tools sind bedeutend. PayPal 26% Überweisungsträger zum Download 19% Nur 16% bieten Kreditkarte als Spendenmöglichkeit an. Spendenformular mit Kreditkarte 16% Sonstiges 7% Seite 14

15 5. Kommunikationskanäle - Ziel: Allgemeine Kommunikation Welche der Kanäle nutzen Sie exklusiv für die allgemeine Kommunikation für Ihre Arbeit bereits? Wie bewerten Sie deren Erfolg auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 die beste Bewertung darstellt. (Falls Sie den Kanal nicht nutzen, geben Sie bitte Keine Nutzung an). Zur allgemeinen Kommunikation sind Online- Kommunikationskanäle, wie s (98%) und Webseite (96%), ausschlaggebende Vorreiter. Webseite 98% 96% 2% 4% Auch die sozialen Netzwerke (80%), Newsletter (72%) und Post Mailings (62%) werden häufig genutzt. Soziale Netzwerke Newsletter Post-Mailings 62% 80% 72% 38% 20% 28% YouTube 38% 62% Twitter 39% 61% Blogs 27% Nutzung 73% Nicht-Nutzung Seite 15

16 5. Kommunikationskanäle - Ziel: Spendengewinnung Welche der Kanäle nutzen Sie exklusiv zur Ansprache von potentiellen Spendern? Wie bewerten Sie deren Erfolg auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 die beste Bewertung darstellt. (Falls Sie den Kanal nicht nutzen, geben Sie bitte Keine Nutzung an). Zur Ansprache von potentiellen Spendern spielen Online-Kommunikationskanäle, wie s (60%), und Post-Mailings (51%) eine entscheidende Rolle. Post-Mailings 51% 60% 49% 40% Twitter(10%), Blogs (7%) und YouTube (5%) werden fast gar nicht genutzt. Webseite Newsletter 36% 45% 64% 55% Soziale Netzwerke 23% 77% Twitter 10% 90% Blogs 7% 93% YouTube 5% 95% Nutzung Nicht-Nutzung Seite 16

17 6. Ausblick Wann planen Sie im Online-Fundraising aktiv zu werden? 31% der Befragten haben vor, bis 2017 im Online- Fundraising aktiv zu werden. Bis zur Bundestagswahl % Bis zur Bundestagswahl % 10% wollen dieses Vorhaben bereits zur Bundestagswahl 2013 umsetzen. Bis zur nächsten Landtagswahl/ Kommunalwahl 17% Zur Zeit nicht geplant 69% Seite 17

18 6. Ausblick: Hindernisse einer Online-Fundraising-Nutzung Welche Gründe hindern Sie daran, Online-Fundraising zu nutzen? (Mehrfachnennung ist möglich) Inhaltliche Einschränkungen (beispielsweise Risiko juristischer Probleme, Datenschutz, Internetrecht)(40%) und mangelnde Zeit (40%) sind die Hauptgründe eines Verzichts auf das Online-Fundraising. Inhaltliche Einschränkungen Mangelnde Zeit Mangelnde Expertise Mangelndes Personal 40% 40% 37% 37% Mangelnde Expertise (37%) und mangelndes Personal (37%) folgen gleich darauf. Zielgruppe nicht internetaffin Mangelndes Budget 19% 18% Sonstiges 14% keine Notwendigkeit, kein Bedarf 10% Seite 18

19 7. Empfehlungen 1. Gewinnen Sie jüngere Wähler, aber auch ältere Wähler, dort wo sie sich immer mehr aufhalten, nämlich im Internet. 2. Entwickeln Sie konkrete Online-Fundraising-Ziele, sowie davon abgeleitete Strategien und einen Maßnahmenplan. 3. Mehrere Online-Spendenmöglichkeiten anbieten, inklusive Kreditkartenoptionen. Siehe auch 4. Politik (be)greifbar machen. Online-Fundraising mit konkreten und polarisierenden Themen verknüpfen. 5. Die Nutzung von mehreren Social-Media Kanälen (Facebook, Twitter, etc.) parallel in den Wahlkampf einbinden und mit ihrer Webseite verknüpfen. Seite 19

20 7. Empfehlungen 6. Präsentieren Sie sich persönlich. Also nicht nur nüchterne Fakten, sondern beispielsweise Bilder des Kandidaten auf Facebook-Profil einfügen, Standpunkte (zum Bsp. Like-Button ) präsentieren, usw. 7. Aktualität und Schnelligkeit sind entscheidende Faktoren. Die Frequenz der Einträge in Social Media hochhalten. 8. Ein monatlicher Newsletter ist ein unverzichtbares Werkzeug in der politischen Online-Kommunikation. 9. Optimieren Sie die Keywords auf Ihren Landing Pages, um über Suchmaschineoptimierung neue Wähler zu gewinnen. 10. Berücksichtigen Sie die Datenschutzrichtlinien und verschlüsseln Sie Datenübertragungen. Seite 20

21 Kontaktdaten Altruja entwickelt Online-Spenden-Tools, sodass Sie über ihre Webseite Spenden generieren können. Nutzen auch Sie für Ihre Parteifinanzierung politisches Fundraising von Altruja. Altruja GmbH Landsberger Str München Deutschland Telefon: +49 (0) Fax: +49 (0) Seite 21

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