Worum geht es in der Buchhaltung? 5

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2 2 Inhalt Worum geht es in der Buchhaltung? 5 Auf Erfolgskonten buchen 11 Die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren 12 Wie Sie Umsatzerlöse buchen 14 Bestandsveränderungen buchen 27 Zuschreibungen buchen (Abschlussbuchungen) 31 Aufwendungen richtig kontieren 38 Personalaufwand richtig kontieren 50 Wie Sie Abschreibungen verbuchen 53 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 64 Erträge der Positionen 9 bis 11 buchen 78 Abschreibungen und Aufwendungen der Positionen 12 und Außerordentlich: die Positionen 15 bis Sonstige Steuern 85 Kalkulatorische Abgrenzungen 85

3 3 Buchungen auf Bestandskonten 89 AKTIVA 92 A. Anlagevermögen 95 B. Umlaufvermögen 102 C. Rechnungsabgrenzungsposten 110 PASSIVA 111 A. Eigenkapital 111 B. Rückstellungen 113 C. Verbindlichkeiten 116 D. Rechnungsabgrenzungsposten 122 Eröffnungsbilanz und Jahresverkehrszahlen 122 Stichwortverzeichnis 124

4 Vorwort 11 Auf Erfolgskonten buchen Auf den Erfolgskonten werden die Aufwendungen und Erträge im Lauf eines Geschäftsjahres gebucht. In diesem Kapitel erfahren Sie aus welchen Positionen die Gewinn- und Verlustrechnung besteht (S. 12) wie Sie Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen buchen (S. 14 und S. 27) wie Sie Aufwendungen und Personalaufwand richtig kontieren (S. 38/50) wie Sie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen (S. 64) welche Konten bei den GuV-Positionen 9-13 relevant sind (S. 78)

5 12 Auf Erfolgskonten buchen Die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren Nach 275 HGB müssen Kapitalgesellschaften ihre Gewinnund Verlustrechnung (GuV) in Staffelform aufstellen. Kleine und mittlere GmbHs dürfen die Positionen 1 bis 5 zu einem Posten Rohergebnis zusammenfassen. Zwei Verfahren für die Gewinn- und Verlustrechnung sind zulässig, das Umsatzkosten- und das Gesamtkostenverfahren, wobei wir letzteres gewählt haben, da es in Deutschland überwiegend eingesetzt wird. Als Einzelunternehmer können Sie sich ebenso wie Personengesellschaften freiwillig an der im HGB vorgegebenen Gliederung orientieren. Die einzelnen Positionen 1 Umsatzerlöse 2 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3 andere aktivierte Eigenleistungen 4 sonstige betriebliche Erträge 5 Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6 Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersversorgung

6 Die GuV nach dem Gesamtkostenverfahren 13 7 Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 8 sonstige betriebliche Aufwendungen 9 Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 10 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unternehmen 11 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbundenen Unternehmen 12 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 13 Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verbundene Unternehmen 14 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 15 außerordentliche Erträge 16 außerordentliche Aufwendungen 17 außerordentliches Ergebnis 18 Steuern vom Einkommen und Ertrag 19 sonstige Steuern 20 Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

7 14 Auf Erfolgskonten buchen Wie Sie Umsatzerlöse buchen Welche Umsätze sind umsatzsteuerpflichtig? Die Umsatzsteuer wird in Deutschland als Mehrwertsteuer erhoben. Dies bedeutet für das einzelne Unternehmen eine Besteuerung seiner erzielten Mehrwerte zwischen Einkauf und Verkauf, den bezogenen und erbrachten Leistungen. Zwar schuldet der Unternehmer dem Finanzamt jeweils die volle Umsatzsteuer auf seine Lieferungen und Leistungen; von dieser Schuld kann er aber die seinerseits an andere Unternehmer gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen. Wenn Sie Erlöse buchen, müssen Sie wissen: Welche Umsätze sind steuerpflichtig? Welcher Steuersatz gilt? Zu den steuerpflichtigen Umsätzen es sei denn, sie sind ausdrücklich befreit gehören sämtliche Lieferungen und Leistungen eines Unternehmers im Inland im Rahmen seines Unternehmens. Steuerpflichtig sind außerdem in der Regel der Eigenverbrauch (unentgeltliche Wertabgaben) oder Entnahmen von Gegenständen und Leistungen aus dem Unternehmen, auch wenn sie in der Regel unentgeltlich erfolgen. Die Umsatzsteuer wird hier nach dem Einstandspreis bzw. den Selbstkosten errechnet. In der Regel steuerpflichtig sind z. B. folgende Umsätze: Der Computerhändler liefert eine EDV-Anlage. Der Schreiner rechnet einen Innenausbau ab.

8 Wie Sie Umsatzerlöse buchen 15 Ein Firmenwagen im Wert von wird kostenlos an den Junior des Chefs abgetreten. Ihr Kunde leistet die geforderte Anzahlung noch bevor Sie die komplette Gegenleistung erbracht haben. Erlöse zu 19 % Umsatzsteuer Der reguläre Mehrwertsteuersatz beträgt mittlerweile 19 %. Das bedeutet für Sie, auf die Nettoerlöse 19 % USt aufzuschlagen oder aus den Bruttoverkäufen 15,97 % herauszurechnen (genauer: Der Bruttobetrag durch 1,19 geteilt ergibt den Nettobetrag). Als Unterschiedsbetrag zwischen Brutto und Netto ergibt sich die MwSt: 100,00 netto + 19 % MwSt (19,00 ) = 119,00 brutto 100,00 brutto = 84,03 netto + 19 % MwSt (15,97 ) Für die Verbuchung der Mehrwertsteuer sind in vielen Buchhaltungsprogrammen Automatikfunktionen vorgesehen, mit denen Erlös- und Aufwandskonten belegt sind oder die im einzelnen Buchungsfall aktiviert werden. Wird der Bruttobetrag eingebucht (inkl. MwSt), so schlüsselt das System den Betrag in Nettowert und MwSt auf und stellt diese auf die richtigen Konten ein. Dieses Automatikkonto ist in den DATEV Kontenrahmen für allgemeine Erlöse 19 % USt vorgesehen: BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR) Erlöse 19 % USt

9 124 Stichwortverzeichnis Abschreibungen 33, 53, 59, 62, 80 Aktiva 92 Anlagevermögen 95 Aufwendungen 38, 48, 64, 77, 80, 83 Außerordentliche Erträge 83 Ausstehende Einlagen 92 Gewinn 10 Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) 12 Handelsspanne 42 Herstellungskosten 27 HGB-Schema 78 Bankspesen 76 Bauleistungen 21 Bestandskonten 6, 8 Bestandsveränderungen 27 f., 48 Bewirtung 70 f. Bezogene Leistungen 49 Bilanz 7, 90 Boni 26, 46 DATEV-System 9 Dienstleistungen 28 Eigenkapital 111 Entnahme 19 f., 29 Erfolgskonten 6, 8 f. Erlösschmälerung 25 f. Eröffnungsbilanzbuchungen 122 EU-Geschäfte 43 Fahrzeugkosten 67 Finanzanlagen 101 Forderungen 34, 77, 104 Garantieleistungen 73 Gehälter 50 Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) 60 Gesamtkostenverfahren 12 Geschäftsvorfall 6 f. Geschenke 69 Immaterielle Sachanlagegüter 54 Innergemeinschaftliche Lieferung 22 Innergemeinschaftlicher Erwerb 45 Instandhaltung 67 Jahresergebnis 10 Jahresverkehrszahlen 123 Kalkulatorische Kosten 85 ff. Kaufleasing 60 Kursdifferenzen 76 Löhne 50 Materielle Sachanlagen 56 Mehrwertsteuersatz 15 Mietleasing 64 Nachlässe 46 Niederstwertprinzip 31 Passiva 111 Personalaufwand 50 Preisnachlass 25 f. Provisionserlöse 19 Rabatte 46

10 Stichwortverzeichnis 125 Rechnungsabgrenzungsposten 110, 122 Rechtsberatung 75 Reisekosten 72 Reparaturen 67 Rücklagen 34 Rückstellungen 34, 113 Sachanlagen 97 Sachbezüge 35 Saldo 8, 10 Skonti 46 Sonstige Steuern 85 Sonstige Vermögensgegenstände 104 Sozialversicherung 52 Spenden 65 Steuerberatungskosten 75 Steuererstattungen 36 Steuerpflichtige Lieferungen 24 Steuersatz 14 Steuerschuldnerschaft 49 Umlaufvermögen 62, 102 Umsätze 14, 17 f., 21 Umsatzsteuer 14 ff. Verbindlichkeiten 116 Vermögensgegenstände 76, 95 Versicherungen 66 Vorsteuer 14, 38 f., 47 Wareneinsatz 40 f. Werbekosten 68 Wertabgabe, unentgeltliche 19 Wertberichtigte Forderungen 32

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