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1 update Das Magazin für Datenaustausch im Gesundheitswesen AUSGABE 1 / 2006 Sept. '06 Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH hintergrund ITSG-Trust Center: Die Schlüssel-Manufaktur aktuell 10 Jahre ITSG: Erfolgreich mit Standards und Normen praxis GKV-Zertifikat: Weil Qualität Methode hat... innovation sv.net: Ohne Papier geht s auch Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH

2 willkommen 2 Liebe Leserinnen, liebe Leser, aktuell heute halten Sie die erste Ausgabe unseres neuen Kundenmagazins in den Händen. Mit ITSG: UPDATE wollen wir Sie in Zukunft regelmäßig über Neuerungen rund um den Datenaustausch im Gesundheitswesen auf dem Laufenden halten. Ich lade Sie ein zu einem Streifzug durch unser Unternehmen und freue mich schon heute auf Ihre Meinung! Für die ITSG ist das Jahr 2006 ein Jahr der Superlative: In fast allen Bereichen vom Trust Center über Harald Flex ITSG Geschäftsführer die Hotline bis hin zu den Lizenzvergaben für unsere Software-Lösungen dakota und sv.net verzeichnen wir enorme Steigerungsraten. Der Grund für dieses Wachstum liegt auf der Hand: Seit 1. Januar 2006 müssen Arbeitgeber Beitragsnachweise und Meldungen zur Sozialversicherung elektronisch und verschlüsselt an die Krankenkassen übermitteln. Die Neuerungen haben viel Bewegung erzeugt. Allein schon deshalb zieht sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die Beiträge dieser Ausgabe. Eine wesentliche Säule des elektronischen Meldeverfahrens ist die Verschlüsselung der Daten. Deshalb platzte zur Jahreswende der Posteingang in unserem Trust Center aus allen Nähten (Seite 6). Auch die ITSG-Hotline spürte diese Umstellung sehr deutlich. Mehr dazu erfahren Sie auf Seite 7. Weil die Anforderungen an Entgeltabrechnungsprogramme regelmäßig zunehmen, wurde das Verfahren der Systemuntersuchung (GKV-Zertifikat) verbessert. So gibt es seit Jahresanfang neben dem Basis-Modul auch verschiedene Zusatzmodule. Auf den Seiten 8 und 9 lesen Sie, was es damit auf sich hat und warum Softwarehäuser und Arbeitgeber davon profitieren. Bleibt mir noch, Ihnen eine angenehme Lektüre zu wünschen. Viel Spaß beim Blättern und alles Gute für Sie! Herzlichst, Ihr 10 Jahre ITSG: Erfolgreich mit Standards und Normen 3 Elektronischer Datenaustausch mit Arbeitgebern: Erfolgreiche Umstellung 3 GKV-InfoShop: Stelldichein der Softwarebranche 4 Neue Krankenversichertennummer: Erfolgreicher Einstieg 4 Nachgefragt: Wiltrud Schmitzer, P & I 4 hintergrund Weniger ist mehr: Melden via Internet 5 Nachgefragt: Heinrich Günther (VDAK) 5 ITSG-Trust Center: Die Schlüssel-Manufaktur 6 Druck auf der Leitung: Hochbetrieb im ITSG-Call-Center 7 praxis Nachgefragt: Hans-Jürgen Hundhausen, HANSALOG 8 Weil Qualität Methode hat innovation Harald Flex ITSG Geschäftsführer sv.net: Ohne Papier geht s auch 10 dakota : Sicher von A nach B 11 Nachgefragt: Michael Baur, Lexware 11

3 aktuell 3 10 Jahre ITSG: Erfolgreich mit Standards und Normen Geburtstage sind immer ein Grund zum Feiern. Das gilt natürlich auch für Unternehmen, die auf zehn erfolgreiche und ereignisreiche Jahre zurückblicken. Als die Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH kurz ITSG 1996 von den Spitzenverbänden der Krankenkassen gegründet wurde, war die Zielsetzung klar: mehr Effizienz und Sicherheit im Datenaustausch zwischen Leistungserbringern und Arbeitgebern mit den Krankenkassen. Deshalb sollten geeignete Produkte und Dienstleistungen für die Beteiligten entwickelt und bereitgestellt werden. Heute gehört die ITSG mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den wichtigsten Ansprechpartnern in Sachen Standards und Normen. Mit den Software-Produkten dakota und sv.net rund um den Datenaustausch via Internet, einem leistungsfähigen Rechenzentrum und einem zukunftsfähigen Trust Center, das elektronische Schlüssel zur Sicherung von Datenlieferungen erzeugt sowie der Systemuntersuchung von Entgeltabrechnungsprogrammen (GKV-Zertifikat) leisten die Experten aus Rodgau einen wichtigen Beitrag zur Entbürokratisierung. Wir sind vor zehn Jahren mit dem Ziel gestartet, den Datenaustausch zwischen Arbeitgebern und Leistungserbringern auf der einen und den Krankenkassen auf der anderen Seite zu vereinfachen und zu be- schleunigen, sagt ITSG Geschäftsführer Harald Flex und ergänzt: Heute sind wir sicher, dass uns das gelungen ist." Belegt wird der gute Ruf der ITSG auch durch Projektaufträge, die seitens verschiedener Ministerien an das IT-Systemhaus herangetragen wurden. Unter anderem haben die Projekte JobCard und in jüngster Zeit die Vertrauensstelle Neue Krankenversichertennummer die Leistungsfähigkeit des Unternehmens erfolgreich unter Beweis gestellt. Das Jubiläum wird in einem geeigneten Rahmen entsprechend gewürdigt. Wir vereinfachen den Datenaustausch mit Krankenkassen Elektronischer Datenaustausch mit Arbeitgebern: Erfolgreiche Umstellung Aufgrund der gesetzlichen Neuregelung haben viele Arbeitgeber zum Jahreswechsel 2005/2006 ihre Geschäftsprozesse auf die Übermittlung von elektronischen Sozialversicherungsmeldungen und Beitragsnachweisen umgestellt. Die Krankenkassen haben bereits vor Jahren die Grundlagen zu einem möglichst störungsfreien Übergang geschaffen. Das Übermittlungsverfahren wurde asynchron ausgelegt. Deshalb müssen Sender und Empfänger während der Übermittlung nicht gleichzeitig mit dem Internet verbunden sein. Seit Sommer 2005 haben sich Arbeitgeber zum elektronischen Datenaustausch mit eigenen Entgeltabrechnungsprogrammen und Arbeitgeber zur Nutzung der Ausfüllhilfe sv.net angemeldet. Im Vorjahr haben die Annahmestellen der Krankenkassen noch mehr als Datenträger (Disketten, Magnetbänder, Magnetbandkassetten) erhalten. Im August 2006 wurden weniger als 200 Datenträger zugestellt. Der Anteil der Papiervordrucke für die Abgabe von Sozialversicherungsmeldungen und Beitragsnachweisen beträgt heute nur noch etwa drei Prozent. Darin enthalten sind bereits Ausnahmeregelungen für Randgruppen. Die Umstellung des Verfahrens erfolgte durchweg reibungslos. Das etablierte elektronische Verfahren hat sich als stabiler Träger für diesen großvolumigen Datenaustausch bewährt und bildet die Plattform für die Integration weiterer Meldearten.

4 aktuell 4 GKV-InfoShop: Stelldichein der Softwarebranche nachgefragt: Wiltrud Schmitzer, Qualitätssicherung bei P & I Vom 19. bis 21. September 2006 treffen sich die Ersteller von Entgeltabrechnungsprogrammen und Vertreter der Spitzenverbände der Krankenkassen sowie Vertreter der Bundesministerien zum GKV-InfoShop. Der Einladung der ITSG in das AOK-Bildungszentrum in Homberg/Ohm folgen jährlich rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zum Auftakt geht es in zwei Vorträgen um aktuelle Entwicklungen im Bereich Qualitätsmanagement und die gesetzlichen Neuerungen für Danach stehen drei parallele Foren auf dem Programm. Die Ergebnisse werden am nächsten Tag im Plenum präsentiert, bevor zum Abschluss noch allgemeine Fragen in der großen Runde geklärt werden. Überblick GKV-InfoShop 2006 Termin: Ort: AOK-Bildungszentrum (Homberg/Ohm) Teilnehmerzahl: ca. 120 pro Veranstaltungsblock Kosten: 220,- Euro Anmeldeschluss: 5. September 2006 Anmeldung: Parallele Foren liefern Expertenwissen für Softwarehäuser: Forum 1: Elektronischer Datenaustausch Forum 2: Umsetzung der Gesetzgebung Forum 3: Optimierte Fachverfahren Die P & I AG stellt ihren Kunden vier Produktlinien zur Verfügung: P&I LOGA ist die umfassende Personalmanagementsoftware mit integrierter Zeitwirtschaft. Die Human Capital Management-Software ist ein webbasiertes Mitarbeiterportal. P&I PLUS wird als Lösung im Bereich Personalmanagement vermarktet. Und mit P&I SMART erhalten kleine und mittlere Unternehmen eine Software für Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Reisekostenabrechnung. Welche Bedeutung hat der GKV-InfoShop für Ihr Unternehmen? Für unser Haus ist der GKV-InfoShop ein Pflichttermin, den wir sehr gerne wahrnehmen. Denn in den Vorträgen und Workshops geht es nicht nur um gesetzliche Änderungen, die in Zukunft anstehen, sondern auch um die fachliche Aufarbeitung bereits umgesetzter Neuerungen. Warum kommen Sie regelmäßig nach Homberg/Ohm? Der GKV-InfoShop bietet konzentriertes und kompak- tes Know-how in einem relativ kleinen Zeitfenster. Dabei werden neben Fragestellungen rund um die Sozialversicherung und das Meldewesen auch technische Themen bearbeitet. Und Neuigkeiten zum Pflichtenheft sowie den permanenten Testfällen stehen ebenfalls auf der Agenda. So bekommen wir in kurzer Zeit einen relativ guten Überblick. Neue Krankenversichertennummer: Erfolgreicher Einstieg In vier Schritten zur neuen Krankenversichertennummer Bestandsabgleich / Beantragung Rentenversicherungsnummer Beantragung der neuen KV-Nummer Erzeugung der neuen KV-Nummer Versand der neuen KV-Nummer Die Vergabe der neuen Krankenversichertennummer bildet die Grundlage für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Nach den Gemeinsamen Richtlinien zur Einführung einer neuen Krankenversichertennummer nach 290 Sozialgesetzbuch (SGB) V müssen Krankenkassen an ihre Versicherten eindeutige Versichertennummern vergeben, die auch bei einem Wechsel der Krankenkasse bestehen bleiben. In dem Projekt, das die ITSG seit 1. Juli 2005 im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen unter dem Titel Vertrauensstelle Krankenversichertennummer abwickelt, wurden bis dato rund 81 Mio. Vergabeanträge bearbeitet und etwa 69 Mio. Versichertennummern vergeben. Das Projekt steht unter Rechtsaufsicht des Ministeriums für Mehr als 80 Millionen Vergabeanträge bearbeitet Gesundheit und Soziale Sicherung. Die Infrastruktur und das Verfahren wurden nach den Vorgaben des IT-Grundschutzhandbuches des BSI entwickelt. https://kvnummer.gkvnet.de

5 hintergrund 5 Weniger ist mehr: Melden via Internet Seit 1. Januar 2006 sind Arbeitgeber und deren Dienstleister verpflichtet, Beitragsnachweise und Meldungen zur Sozialversicherung elektronisch abzugeben. Der Gesetzgeber will dadurch die Bürokratie eindämmen und die Unternehmen entlasten. Den Krankenkassen kommt dabei eine Vorreiterrolle zu. Die Tatsache, dass in Deutschland (zu) viele Gesetze und Verordnungen existieren, ist unbestritten. Doch ebenso unbestritten ist das Bemühen von Politik, Verbänden und Wirtschaft, die Regelungswut einzudämmen. So hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2006 festgelegt, dass Arbeitgeber sowie deren Dienstleister zum Beispiel Steuerberater oder Rechenzentren Beitragsnachweise und Meldungen zur Sozialversicherung nur noch elektronisch abgeben dürfen. Allein im Jahr 2005 wurden von den bundesweit etwa 2,8 Millionen Arbeitgebern rund 120 Millionen Beitragsnachweise und 113 Millionen Sozialversicherungsmeldungen übermittelt viele davon auf dem Papierweg. Das nun vorgeschriebene elektronische Verfahren bietet eine ganze Reihe von Vorteilen für alle Beteiligten. Arbeitgeber melden direkt aus ihrem von der ITSG geprüften Entgeltabrechnungsprogramm heraus oder über eine so genannte Ausfüllhilfe an die Datenannahmestellen der Krankenkassen. Diese akzeptieren seit Januar nur noch Sendungen, die von einer systemgeprüften Anwendung mit GKV-Zertifikat erstellt wurden. Dabei werden die Daten auf dem Transportweg gesichert und verschlüsselt und so vor unberechtigtem Zugriff geschützt. Das ist besonders wichtig, da es sich um sensible personenbezogene Daten handelt. Diese können dann von den Krankenkassen geprüft und ohne Medienbruch weiter verarbeitet werden. Die Versicherten können darauf vertrauen, dass alle Informationen fehlerfrei und vollständig übermittelt wurden. Denn schließlich bilden sie die Basis für den späteren Rentenanspruch. In der Praxis hat sich das neue Verfahren bewährt. So ebbt auch die Zahl der Fragen zum Datenaustausch mit den Krankenkassen im ITSG- Call-Center langsam ab. Wir spüren deutlich, dass das elektronische Meldeverfahren in den Unternehmen etabliert ist, sagt Michael Ferreira von der ITSG-Hotline. Grundlagen für den Datenaustausch Gemeinsame Grundsätze für die Datenerfassung und Datenübermittlung (DEÜV) zur Sozialversicherung Krankenkassen-Kommunikations-System (KKS) Richtlinien für den Datenaustausch mit den gesetzlichen Krankenkassen Security-Schnittstelle für den Datenaustausch im Gesundheitswesen

6 hintergrund 6 ITSG-Trust Center: Die Schlüssel-Manufaktur Zum Jahreswechsel 2005/06 erlebte das Trust Center der ITSG einen nie da gewesenen Ansturm. Bis in den April hinein sorgten über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass rund Zertifikate für elektronische Schlüssel erstellt wurden. Wenn Abteilungsleiter Ulrich Keller an den bitterkalten Januar 2006 denkt, läuft ihm heute noch der Schweiß über die Stirn. Denn zu Beginn des Jahres musste das Team der ITSG mit dem langjährigen Kooperationspartner atos origin (vorm. CCI) wahre Großtaten vollbringen. In der stärksten Nachfrageperiode haben wir bis zu Anträge pro Tag bearbeitet, erinnert sich Keller. Die Ursache für den massenhaften Posteingang war ein neues Gesetz: Seit 1. Januar 2006 dürfen alle Arbeitgeber Beitragsnachweise und Sozialversicherungsmeldungen nur noch auf elektronischem Wege an die Krankenkassen übermitteln. Da es sich um personenbezogene Daten handelt, die einen besonderen Schutz erfordern, müssen diese Daten vor dem Transport verschlüsselt werden. Dazu ist ein elektronischer Schlüssel erforderlich, der zum Beispiel in ein vorhandenes Entgeltabrechnungsprogramm eingespielt wird. Wer einen Schlüssel benötigt, stellt einen schriftlichen Antrag und legitimiert sich dadurch beim ITSG-Trust Center. Viele Unternehmer haben den Herbst verstreichen lassen und sind erst zum Jahreswechsel aktiv geworden, liefert Ulrich Keller plausible Gründe für den Ansturm im Winter. Man habe sogar Frühbucher-Rabatte gewährt, um vor dem Stichtag möglichst viele Zertifikate erstellen zu können. So kosteten Zertifikate seit Juli vergangenen Jahres nur 45,- Euro statt der üblichen 60,- Euro. Doch das Gros der Arbeitgeber habe schlicht auf den Stichtag 1. Januar gewartet, so Keller. Zu Jahresbeginn wurden daher in der Zertifizierungsstelle in Meppen 40 zusätzliche Sachbearbeiter eingestellt, um die eingehenden Anträge zeitnah bearbeiten zu können. Durch die neue Online- Auftragsverfolgung waren die Antragsteller jederzeit über den aktuellen Bearbeitungsstatus informiert. Und auch die Hotline bekam Zuwachs: 35 externe Kolleginnen und Kollegen klärten Fragen und halfen bei technischen Problemen, erinnert sich Matthias Mönter, zuständiger Projektleiter atos origin. Nur in der über Jahre gut eingespielten Zusammenarbeit zwischen ITSG und der Registrierungsstelle gelang es, die Flut von Anträgen im annehmbaren Zeitrahmen abzuarbeiten. Inzwischen hat die Zahl der Anfragen wieder ein normales Maß erreicht: Derzeit bearbeiten wir etwa 800 Anträge pro Woche, erzählt der Experte für digitale Schlüssel. Dadurch habe sich auch die Bearbeitungszeit wieder deutlich reduziert. In der Regel werden Zertifikate innerhalb von drei bis fünf Werktagen ausgestellt. In Spitzenzeiten mussten sich die Antragsteller bis zu 15 Tagen gedulden. Seit dem Start des Sicherheitsverfahrens im Jahr 1997 stieg die Zahl der Teilnehmer auf über Allein im letzten Halbjahr wurden fast Zertifikate erstellt. Personenbezogene Daten müssen geschützt werden Sicherheit Arbeitgeber und Leistungserbringer Trust Center Gesicherte Übermittlung durch Kryptierung Geld sparen durch die elektronische Datenübermittlung Am Beispiel eines typischen mittelständischen Unternehmens 40 Mitarbeiter sind bei 15 Krankenkassen versichert Früher: Monatliche Übermittlung der Beitragsnachweise mittels Formularausdruck: 15 x 0,55 Portokosten = 8,25 Verzeichnisdienst nicht berücksichtigt sind erhöhter Personalaufwand, Druck- & Papierkosten Heute: Monatliche Übermittlung der Beitragsnachweise mittels anteilige Zertifikatsgebühr 1,45 (Zertifikat für 36 Monate kostet 52,20 ) nicht berücksichtigt sind Internet-Anschlusskosten Krankenkassen

7 hintergrund 7 Druck auf der Leitung: Hochbetrieb im ITSG-Call-Center Wer die Rufnummer 0180 / wählt, hört eine freundliche Frauenstimme: Herzlich willkommen bei der ITSG-Hotline... Allein im Januar 2006 haben Anrufer diesen Satz gehört. Im Februar griffen immerhin noch Wissbegierige zum Hörer, um ihre Fragen zum elektronischen Datenaustausch mit den Krankenkassen loszuwerden. Die Gründe für die Anfragen waren eine ganze Reihe von Neuerungen, die zur Jahreswende in Kraft traten. Zum einen dürfen Arbeitgeber ihre Daten zur Sozialversicherung seit dem 1. Januar 2006 nur noch elektronisch an die Krankenkassen übermitteln. Die notwendige Verschlüsselung führte zu einem massiven Anstieg der erstellten Zertifikate im ITSG-Trust Center (siehe auch Beitrag auf Seite 6), der dem Hotline-Team Hochbetrieb verschaffte. Gleichzeitig wurde ein neuer kryptografischer Standard (PKCS#7) eingeführt. Und schließlich sorgten die neue Version von dakota 3.0 sowie ein Update von sv.net/classic auf die Version 6.0 für Klärungsbedarf auf Anwenderseite. Bis zu zufriedene Anrufer pro Tag Um dem zu erwartenden Ansturm gewachsen zu sein, wurde eigens eine moderne Telefonanlage mit 30 Leitungen in Betrieb genommen. Zusätzliche Anfragespitzen wurden dabei über das externe Call-Center der Firma exciting in Langen abgefangen. An diesen professionellen Partner wurde der First-Level-Support ausgelagert, also die rasche Klärung allgemeiner Fragen, für die keine tiefgehenden programmtechnischen Kenntnisse erforderlich sind. In den Spitzenzeiten nahmen 30 Telefonagenten die Fragen der Anwender auf. Ein fünfköpfiges Team kümmerte sich in den Räumen der ITSG um den Second-Level-Support. Der unmittelbare Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Fachabteilungen macht seither die Wege kurz und liefert schnelle Antworten. Doch bei allen Veränderungen bleibt eines gewiss: Auch in Zukunft hören Anrufer eine freundliche Frauenstimme sagen: Herzlich willkommen bei der ITSG-Hotline...

8 praxis 8 Weil Qualität Methode hat Mit der Reform der Systemuntersuchung reagiert die ITSG auf die gestiegenen Anforderungen an Entgeltabrechnungsprogramme. Von den Neuerungen profitieren neben den Softwarehäusern auch die Arbeitgeber. Seit 1999 führt die Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH (ITSG) im Auftrag aller Spitzenverbände der Krankenkassen die Systemuntersuchung von Entgeltabrechnungsprogrammen durch. Die Novelle des Arbeitgeberverfahrens zum 1. Januar 2006 Anwendungsbezogene Systemuntersuchung von Entgeltabrechnungsprogrammen seither dürfen Sozialversicherungsmeldungen sowie Beitragsnachweise von den Arbeitgebern oder deren Dienstleistern nur noch elektronisch an die Krankenkassen übermittelt werden füllte auch die Schreibtische der ITSG-Berater mit neuen Anträgen von Softwarehäusern. Derzeit durchlaufen über 200 Anbieter von Ent- geltabrechnungsprogram- men mit annähernd doppelt so vielen Anwendungen den Prüfungsprozess, der mit der Vergabe des GKV-Zertifikats abgeschlossen wird. Seit dem 4. Quartal 2005 verzeichnen wir eine deutliche Steigerung gegenüber früheren Perioden, erklärt Udo Banger, Leiter der ITSG-Abteilung Qualitätssicherung.

9 praxis 9 Seit Januar können neben den vorgegebenen Basisleistungen, die ein Lohnprogramm erbringen muss, auch zusätzliche Leistungen eingebunden werden. Sie sind als so genannte Zusatzmodule (zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle oder Altersteilzeit) klar definiert. Der Software-Ersteller hat so die Möglichkeit, sein Programm individuell um die Leistungen zu erweitern, die er für seine Kunden benötigt. Der Prüfungsumfang der Systemuntersuchung ist auf den modularen Aufbau des Entgeltabrechnungsprogramms abgestimmt. Über 30 Prüflinge befinden sich derzeit in der ersten Phase der Systemuntersuchung. Diese beginnt für den Software-Ersteller mit einem formellen Antrag, den er über die Internet-Seite der gesetzlichen Krankenversicherung (www.gkv-ag.de) stellen kann. In einem Erstgespräch zwischen der ITSG und dem Software-Ersteller werden der geplante modulare Aufbau und der aktuelle Entwicklungsstand des Programms besprochen. Auf dieser Basis werden dann die weiteren Schritte bis zur Systemprüfung festgelegt. Begleitend dazu werden dem Software-Ersteller individuelle Beratungen und die Teilnahme an fachbezogenen Workshops angeboten. Pluspunkt Qualitätssicherung Unser zehnköpfiges Beraterteam ist deutschlandweit tätig. Für die Dauer der gesamten Systemuntersuchung werden die Softwarehäuser von einem festen Ansprechpartner aus unserem Hause begleitet, erklärt Udo Banger, Leiter der Abteilung Qualitätssicherung bei der ITSG, und ergänzt: So stellen wir sicher, dass eine kontrollierte Umsetzung aller gesetzlichen Vorgaben stattfindet und alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Systemprüfung gegeben sind. Bei erfolgreicher Prüfung erhält das Programm das GKV-Zertifikat (Entgeltabrechnungs-Software geprüft). Die Datenannahmestellen der Krankenkassen verarbeiten nur Daten, die mit einer geprüften Ent- geltabrechnungs-software erzeugt und elektronisch versandt werden. Produziert eine Anwendung bei der Erstellung oder verschlüsselten Übertragung von meldepflichtigen Daten Fehler, laufen diese in Form von Fehlermeldungen in die zentrale Qualitätsmanagement-Datenbank der ITSG. Über ein automatisiertes Verfahren werden die betreffenden Software- Ersteller informiert und können so sofort reagieren. Das Thema Qualitätssicherung nimmt bei uns einen sehr hohen Stellenwert ein Anhand eines umfangreichen Pflichtenheftes und Abrechnungen zu ausgewählten Testfällen wird festgestellt, ob die gesetzlichen Vorgaben richtig umgesetzt sind. Außerdem findet mindestens einmal im Jahr eine Qualitätskontrolle des Gesamtprogramms durch die ITSG statt. Als informatives Highlight kann der jährlich stattfindende GKV-InfoShop bezeichnet werden. Hier werden alle gesetzlichen Neuregelungen vorgestellt und auf Expertenebene diskutiert. In drei Foren werden zu aktuellen Themen zahlreiche Vorträge gehalten. Eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre lässt Raum für persönliche Gespräche zwischen Software-Entwicklern, den Systemberatern und den Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen. Das Thema Qualitätssicherung nimmt bei uns einen sehr hohen Stellenwert ein, sagt Udo Banger. Wenn Entgeltabrechnungsprogramme fehlerfrei und gesetzeskonform laufen, profitieren alle Verfahrensteilnehmer. Schließlich fließen die Daten in das Rentenkonto ein und bilden die Grundlage für die Berechnung der gesetzlichen Rente. Berechnungsfehler würden möglicherweise erst nach Jahren auffallen. Phase I: Systemprüfung Antrag stellen Systemberatung Systemprüfung Pilotprüfung Phase II: Qualitätskontrolle Abschluss GKV-Zertifikat Entgeltabrechnungs- bzw. Ausfüllhilfe-Software geprüft Kontrollen Seit 1999 führt die ITSG die Systemuntersuchung im Auftrag der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen durch. Das GKV-Zertifikat schafft dabei Sicherheit für Arbeitgeber, die systemgeprüfte Entgeltabrechnungsprogramme einsetzen. Die Softwarehäuser profitieren von den vielfältigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Permanente Testfälle Kriterienkatalog Ergebnisprüfung Qualitätskontrolle Qualitätssicherung Beratung

10 innovation 10 sv.net: Ohne Papier geht s auch kumuliert Quartal Quartal Quartal Quartal 2005 Papier war gestern. Das zumindest ist der Wunsch der Spitzenverbände der Krankenkassen, die vor fast 10 Jahren die ITSG damit beauftragt haben, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den sicheren Datenaustausch zwischen Arbeitgebern, Leistungserbringern und Krankenkassen nachweislich vereinfachen und beschleunigen. Durch die Verpflichtung der Arbeitgeber zur elektronischen Meldung an die Krankenkassen hat dieser Auftrag zur Jahreswende einen neuen Schub erhalten. Denn seit dem 1. Januar 2006 legt die ITSG nahezu in allen Bereichen kräftig zu. Ganz besonders erfreulich haben sich dabei die derzeit kostenfreien Lizenzvereinbarungen für die Anwendung sv.net entwickelt. sv.net ist eine praxisgerechte Anwendung, die gerne genutzt wird, weil sie einfach zu bedienen und sicher ist, sagt Mark Langguth, Produktverantwortlicher bei der ITSG. In der Internet-Version (sv.net/online) nutzen Arbeitgeber das Programm zur Erfassung und verschlüsselten Übermittlung der relevanten Informationen. Dafür wird lediglich ein Browser benötigt. In der PCbasierenden Version sv.net/classic werden die relevanten Daten einmalig manuell erfasst und gespeichert. Nach Eingabe der Personaldaten werden dann alle für die Meldungen zur Sozialversicherung (An- und Abmeldungen, Jahresmeldungen...) sowie für Beitragsnachweise relevanten Beschäftigungsinformationen von sv.net/classic verwaltet und verarbeitet. In beiden Fällen ist ein Internetanschluss obligatorisch. Für sv.net wird kein Zertifikat und keine digitale Signatur benötigt. Über Benutzer registriert Allein im ersten Quartal 2006 haben wir rund neue Benutzer gewinnen können ein neuer Rekord, sagt Mark Langguth. Im Vergleich zu 2006 hat sich auch die Zahl der Transaktionen deutlich erhöht. Wurden im gesamten Jahr 2005 noch ca. 3 Mio. Datentransfers verzeichnet, konnten bei den Clearingstellen der Krankenkassen allein im ersten Halbjahr des laufenden Jahres mehr als 9 Mio. Transaktionen registriert werden eine Verdreifachung! sv.net ist allerdings kein Ersatz für ein klassisches Entgeltabrechnungsprogramm, gibt Mark Langguth zu bedenken. Ein systemgeprüftes Programm mit integriertem Meldeteil bietet deutliche Vorteile für den Anwender. sv.net sollte nur für spezielle Meldungen oder von 1. Quartal Quartal 2006 Stand: 30. Juni 2006 Unternehmen mit sehr wenigen Arbeitnehmern genutzt werden, rät der ITSG- Experte.

11 innovation 11 dakota : Sicher von A nach B Was wie ein mittelmäßig bekannter US-Bundesstaat klingt, ist in Wahrheit ein Programm aus dem Hause ITSG: dakota befördert Sozialversicherungsdaten vom Arbeitgeber zur Krankenkasse. Und damit unterwegs nichts schief geht, werden die Daten verschlüsselt und dadurch vor unberechtigtem Zugriff geschützt. Die Anwendung wird ausschließlich über Wiederverkäufer vermarktet. Gemeinsam mit mehr als 150 Softwarehäusern, die Entgeltabrechnungsprogramme verkaufen, wurde in diesem Jahr die er-Marke gesprengt. Wir sind stolz auf diese Entwicklung. Schließlich haben wir das Produkt auf Anregung und in Kooperation mit den Software-Erstellern erstellt und laufend verbessert", kommentiert ITSG-Produkt-Manager Andreas Baßermann den erfreulichen Trend. Der kommt nicht von ungefähr: Seit Januar dürfen Arbeitgeber sowie deren Dienstleister Sozialversicherungsdaten nur noch elektronisch an die Krankenkassen melden. Papierbelege gehören der Vergangenheit an. Wer dabei ein systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm in Verbindung mit dakota einsetzt, ist auf der sicheren Seite, erklärt Baßermann. Denn dakota bietet eine Reihe von Funktionen, die den Arbeitgeber nachweislich entlasten. So wird der gesamte Verarbeitungsprozess protokolliert und dokumentiert. Treten Rückfragen zu den Datenlieferungen auf, können diese schnell und verbindlich geklärt werden. Dabei kann die Anwendung sowohl eigenständig, als auch in Verbindung mit Programmen Dritter arbeiten. dakota übernimmt zum Beispiel Meldedaten aus einem Entgeltabrechnungsprogramm und steuert über die eigenen Funktionen den Datentransfer zur Krankenkasse. Der Vorteil: Der Anwender muss sich nicht an ein neues Produkt gewöhnen. Er bleibt in seiner Anwendung und nutzt lediglich die Funktionen von dakota. Mehr als Lizenzen in Umlauf Krankenkassen in der Vorreiterrolle Verschlüsselung schützt Daten vor unberechtigtem Zugriff

12 Impressum Herausgeber: ITSG Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH Daimlerstraße Rodgau Telefon / Telefax / V.i.S.d.P.: Harald Flex Geschäftsführer Konzept & Redaktion: Uwe Berndt, Mainblick Marketing Frankfurt am Main Konzept, Gestaltung, Bildredaktion & Lektorat: K2 Werbeagentur GmbH Frankfurt am Main Copyright: 2006 ITSG Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere das Recht auf Verbreitung, Nachdruck von Text und Bild, Übersetzung in Fremdsprachen sowie Vervielfältigung jeder Art durch Fotokopien, Mikrofilm, Funk- und Fernsehsendung für alle veröffentlichten Beiträge einschließlich aller Abbildungen. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. 2. Auflage

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