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1 BestMasters

2 Mit BestMasters zeichnet Springer die besten, anwendungsorientierten Masterarbeiten aus, die im Jahr 2013 an renommierten Wirtschaftslehrstühlen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz entstanden sind. Die mit Bestnote ausgezeichneten und durch Gutachter zur Veröffentlichung empfohlenen Arbeiten weisen i.d.r. einen deutlichen Anwendungsbezug auf und behandeln aktuelle Themen aus unterschiedlichen Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaften. Die Reihe wendet sich an Praktiker und Wissenschaftler gleichermaßen und soll insbesondere auch Nachwuchs-Wissenschaftlern Orientierung geben.

3 Evelin Stebner Gewinnrealisierung im deutschen Schiffbau Herausforderungen der Langfristfertigung in der internationalen Bilanzierung Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. rer. pol. habil. Bernd Zirkler

4 Evelin Stebner Westsächsische Hochschule Zwickau Deutschland ISBN DOI / ISBN (ebook) Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. Springer Gabler Springer Fachmedien Wiesbaden 2014 Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlags. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier Springer Gabler ist eine Marke von Springer DE. Springer DE ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media.

5 Geleitwort Noch vor nicht einmal hundert Jahren pflegten Schiffbauer wie Seeleute zu sagen, daß Schiffe wie schöne Frauen seien: hübsch anzusehen, ein wenig launisch, Takellage und Farbe verschlingen eine Unmenge Geld; und dennoch, wer sich einmal mit ihnen einläßt, kann nicht mehr von ihnen lassen. VSM (Hrsg.): Leidenschaft Schiffbau, 2002 Mit diesen Worten ließe sich die Faszination der Autorin für Schiffe erklären. Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat sich Frau Evelin Stebner, M.A. jedoch nicht nur der Begeisterung für den Schiffbau gewidmet, sondern auch die besonderen Aspekte des Schiffbaus aus der Perspektive der Rechnungslegung herausgearbeitet. Grundlage dafür bildete die seit 2007/08 vorherrschende deutsche Werftenkrise im Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Rückgang in der Anzahl fertiggestellter Schiffe von 70 % zeigt sehr deutlich auf, dass das einstige Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst vor einer Phase des Umbruchs und somit auch vor wesentlichen Herausforderungen steht. Eine dieser wesentlichen Herausforderungen liegt in der bilanziellen Darstellung der langfristigen Fertigung von Schiffen. Mit der verstärkten Orientierung zur Rechnungslegung nach internationalen Standards haben sich umfassende Möglichkeiten für deutsche Unternehmen ergeben. Neben dem Vergleich der Grundlagen sowohl des deutschen Handelsrechts als auch der Internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS ging Frau Stebner in ihrer Arbeit explizit auf den Ansatz und die Bewertung langfristiger Fertigungsaufträge anhand zweier Beispielunternehmen ein. Kritisch hinterfragend untersuchte sie dabei, inwiefern sich die Auswahl der Bilanzierungsmethode, auch unabhängig des Rechnungslegungssystems, auf die Solidität der Beispielunternehmen auswirkte. Stets geleitet von ihrer Ausgangsthese erarbeitete Frau Stebner auf Basis der Jahresabschlüsse eine klare Analyse der wirtschaftlichen Situation beider Unternehmen. Mit einer Auswertung ihrer Untersuchungsergebnisse und einem Ausblick auf aktuelle Entwicklungstendenzen in der internationalen Rechnungslegung zeigt Frau Stebner die Vielschichtigkeit der vorliegenden Arbeit abschließend auf.

6 VI Geleitwort Die Lektüre stellt sich somit sowohl als ausgezeichneter Überblick über die Langfristfertigung als auch als Analyse der herausfordernden Situation im deutschen Schiffbau dar. Prof. Dr. rer. pol. habil. Bernd Zirkler Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen/Controlling Westsächsische Hochschule Zwickau, Deutschland

7 Meinen Eltern.

8 Inhaltsverzeichnis Geleitwort... V Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XI Abbildungsverzeichnis... XV Tabellenverzeichnis... XVII 1. Bedeutung der Langfristfertigung und Einordnung in den wirtschaftlichen Kontext Theoretische Grundlagen der Arbeit Unternehmenskrisen und die mögliche Folge der Insolvenz Kontext der internationalen Bilanzierung Deutsches HGB vs. IFRS Besonderheiten des IAS 11 im Vergleich zum HGB Untersuchung der möglichen Auswirkungen der Gewinnermittlungs methode auf die Gesundheit deutscher Schiffbauer Auswahl der Beispielunternehmen und Aufbau der Untersuchung Vorstellung der Beispielunternehmen im Rahmen der Analyse P+S Werften Nordic Yards Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beispielunternehmen Ausblick auf den neuen IFRS-Standard "Revenue from Contracts with Customers" Endbetrachtungen... 67

9 X Inhaltsverzeichnis Anhang Anhang 1: Anhang 2: Anhang 3: Fertiggestellte Schiffe im Weltschiffbau nach Ländern von 2007 bis Ausfuhr des deutschen Außenhandels von Januar bis Juli 2012nach Verkehrszweigen Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland von 1950 bis Anhang 4: Standorte der P+S Werften und Nordic Yards in Deutschland Anhang 5: Auszüge aus den Jahresabschlüssen der P+S Werften Anhang 6: Auszüge aus den Konzernabschlüssen der Nordic Yards Anhang 7: Ausgewählte Kennzahlen Anhang 8: Fehleranalyse bezogen auf GJ 2009 der P+S Werften Literaturverzeichnis

10 Abkürzungsverzeichnis ~... an Abs.... Absatz AK... Anschaffungskosten AP... Associated Press Art.... Artikel BGB... Bürgerliches Gesetzbuch BilMoG... Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilReG... Bilanzrechtsreformgesetz BilRiLiG... Bilanzrichtliniengesetz bspw.... beispielsweise BV... Bestandsveränderung BvS... Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben bzw.... beziehungsweise ca.... circa CC... Completed Contract-Methode dapd... Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH ddp... Deutscher Depeschendienst DEM... Deutsche Mark DIN... Deutsche Industrienorm DRS... Deutscher Rechnungslegungsstandard dt.... deutsch ED... Exposure Draft EGHGB... Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch

11 XII Abkürzungsverzeichnis EK... Eigenkapital EKR... Eigenkapitalrentabilität EStG... Einkommensteuergesetz f.... folgend FASB... Financial Accounting Standards Board FE... fertige Erzeugnisse FK... Fremdkapital gem.... gemäß GJ... Geschäftsjahr GKR... Gesamtkapitalrentabilität GoB... Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung HGB a.f.... Handelsgesetzbuch, alte Fassung HK... Herstellungskosten Hrsg.... Herausgeber HS... Halbsatz i.d.r.... in der Regel i.h.v.... in Höhe von i.l.... in Liquidation i.v.m.... in Verbindung mit IAS... International Accounting Standards IASB... International Accounting Standards Board IFRS... International Financial Reporting Standards InsO... Insolvenzordnung IT... Informationstechnik JA... Jahresabschluss

12 Abkürzungsverzeichnis XIII KapAEG... Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz KFR... Kapitalflussrechnung KonTraG... Kontroll- und Transparenzgesetz lt.... laut Mio.... Millionen MTW...Mathias-Thesen-Werft Nr.... Nummer o.ä.... oder ähnlich o.j.... ohne Jahr PKW... Personenkraftwagen PoC... Percentage of Completion-Methode RHB... Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe RoPax... Roll on/roll off passenger RoRo... Roll on/roll off Rz... Randzahl SMAD... Sowjetische Militäradministration in Deutschland SoPo... Sonderposten mit Rücklageanteil t... Tonne TransPuG... Transparenz- und Publizitätsgesetz u.a.... unter anderem u.u.... unter Umständen UdSSR... Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken UE... Umsatzerlöse UFE... Unfertige Erzeugnisse US-GAAP... United States Generally Accepted Accounting Principles

13 XIV Abkürzungsverzeichnis UV... Umlaufvermögen v.a.... vor allem VEB... Volkseigener Betrieb Vgl.... Vergleiche VSM... Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.v. z.b.... zum Beispiel ZPM... Zero Profit Margin-Methode

14 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Veränderungen der Anzahl fertiggestellter Schiffe von Abbildung 2: Systematisierung eines Krisenprozesses... 7 Abbildung 3: Vergleich von Code Law und Case Law Abbildung 4: Systematisierung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung Abbildung 5: Den IFRS zugrunde liegende Rechnungslegungsgrundsätze Abbildung 6: Bilanzieller Ausweis eines Fertigungsauftrags Abbildung 7: Prinzipielle Funktionsweise CC Abbildung 8: Konzernaufbau, Nordic Yards Abbildung 9: Veränderung Zuführung Abschreibungen der P+S Werften Abbildung 10: Ausweis der immateriellen Vermögensgegenstände der Nordic Yards Abbildung 11: Ausweis des Umlaufvermögens der Nordic Yards Abbildung 12: Ausweis der Gesamtleistung der P+S Werften Abbildung 13: Ausweis des Umlaufvermögens der P+S Werften Abbildung 14: Ausweis der erhaltenen Anzahlungen bei den P+S Werften Abbildung 15: Ausweis der erhaltenen Anzahlungen der Nordic Yards Abbildung 16: Ausweis der Verbindlichkeiten der Nordic Yards Abbildung 17: Kapitalflussrechnung der P+S Werften Abbildung 18: Kapitalflussrechnung der Nordic Yards Abbildung 19: Verschuldungsgrad der Beispielunternehmen Abbildung 20: Vergleich Ausweis der Verbindlichkeiten der P+S Werften Abbildung 21: Ausweis der Eigenkapitals der P+S Werften... 55

15 XVI Abbildungsverzeichnis Abbildung 22: Ausweis Verschmelzungsgewinn und außerordentliche Aufwendungen der P+S Werften Abbildung 23: Ausweis des Eigenkapitals der Nordic Yards Abbildung 24: Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität beider Unternehmen Abbildung 25: Ausweis des Sachanlagevermögens der Nordic Yards Abbildung 26: Abschreibungen auf das Anlagevermögen der Nordic Yards Abbildung 27: Ausweis des Sachanlagevermögens der P+S Werften Abbildung 28: Werftanlagen der ehemaligen Wadan Yards, Abbildung 29: Deckungsgrad B der P+S Werften und Nordic Yards Abbildung 30: Schritte zur Umsetzung des Grundmodells des neuen IFRS- Standards... 63

16 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Übersicht Insolvenzgründe Tabelle 2: Rechenbeispiel Festpreis- und Kostenzuschlagsvertrag nach IAS Tabelle 3: Ermittlung der Auftragskosten nach IAS ff Tabelle 4: Herstellungskosten nach 255 Abs. 2 HGB Tabelle 5: Voraussetzungen für die Anwendung der PoC nach IAS Tabelle 6: Begriffliche Unterscheidung Geschäfts-/Firmenwert und Konzession Tabelle 7: Ermittlung der Herstellungskosten nach HGB a.f., HGB und IFRS Tabelle 8: Übersicht der Veränderungen aufgrund der Umstellung auf PoC der P+S Werften Tabelle 9: Übersicht der Veränderungen aufgrund der Umstellung auf IFRS der Nordic Yards... 61