PRÄSENTATION DER BACHELORARBEIT IM RAHMEN DES STUDIENGANGS BACHELOR OF NURSING 2010/2012 FÖRDERUNG DER ARBEITSZUFRIEDENHEIT-MÖGLICHKEITEN

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1 PRÄSENTATION DER BACHELORARBEIT IM RAHMEN DES STUDIENGANGS BACHELOR OF NURSING 2010/2012 FÖRDERUNG DER ARBEITSZUFRIEDENHEIT-MÖGLICHKEITEN DES MITTLEREN MANAGEMENTS Anja Hayßen (Coordes) Meike Scholz (Thelen) Hanzehogeschool Groningen Hanse Institut Oldenburg

2 ANLASS DER UNTERSUCHUNG Qualität der Patientenversorgung ist gefährdet durch: Fachkräftemangel in der Pflege Abwanderung/Fluktuation der Pflegekräfte Bindung der vorhandenen Mitarbeiter stellt die Krankenhäuser vor eine große Herausforderung! Welche Rolle nimmt die Teamleitung im mittleren Management hierbei ein?

3 ABBILDUNG 1: MAGNET-KRANKENHAUS (Internes Dokument, SAVK, 2012)

4 LOFFING & LOFFING, 2010 (ZITAT): Zufriedene Mitarbeiter zufriedene Kunden zufriedenes Unternehmen

5 WEINERT, 2004 (ZITAT): Arbeitszufriedenheit äußert sich durch: Positive Gefühle und Einstellungen eines Beschäftigten gegenüber seiner Arbeit

6 ZIELSETZUNG Mitarbeiterbindung durch Förderung der Arbeitszufriedenheit Förderung der Arbeitszufriedenheit durch die Teamleitung im mittleren Management Identifikation effektiver Instrumente/Interventionen

7 Wie kann eine Teamleitung im mittleren Management die Arbeitszufriedenheit ihrer Mitarbeiter fördern? Welche praxisorientierten Instrumente oder Interventionen sind möglich? Welche Eigenschaften müssen Interventionen aufweisen, um wirkungsvoll zu sein?

8 Abbildung 2: Systematische Literaturrecherche 8 Studien Ein- und Ausschlusskriterien Übereinstimmende Beurteilung durch beide Prüfer Score-Methode (CEBM, 2009) Unabhängige kritische Würdigung durch 2 Prüfer 23 Studien

9 Vorstellung der 8 Studien Teil 1 Studie 1: Arbeitsbedingungen für die Pflege in Krankenhäusern als Herausforderung (Schmidt et al., 2008) Studie 2: Long-term effects of an intervention on psychosocial work factors among healthcare professionals in a hospital setting (Bourbonnais et al., 2011) Studie 3: Preventive staff-support interventions for health workers (van Wyk et al., 2010) Studie 4: Effects of occupational stress management intervention programs: a meta analysis (Richardson et al., 2008)

10 Vorstellung der 8 Studien Teil 2 Studie 5: Flexible working conditions and their effects on employee health and wellbeing (Joyce et al., 2010) Studie 6: Evaluating an innovative program to improve new nurse graduate socialisation into the acute healthcare setting (Newhouse et al., 2007) Studie 7: A paticipatory workplace intervention for employees with distress and lost time: a feasibility evaluation within a randomized controlled trial (van Ostroom et al., 2009) Studie 8: A facility specialist model of improving retention of nursing home staff: results of a randomized, controlled study (Pillemer et al., 2008)

11 ERGEBNISSE DER EINGESCHLOSSENEN STUDIEN TEIL 1 Wichtigster Einflussfaktor auf die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter ist die Führungsqualität der Teamleitung. Mitarbeiterführung im Sinne von Empowerment ist wirksam zur Stressvermeidung und fördert dadurch die Arbeitszufriedenheit. Führungskräfte spielen eine führende Rolle in der Entwicklung von Empowerment.

12 ERGEBNISSE DER EINGESCHLOSSENEN STUDIEN TEIL 2 Langfristig angelegte Programme zur Mitarbeiterbindung stärken das Zugehörigkeitsgefühl bei Berufsanfängern in der Pflege. Ein Return to work -Koordinator ist von entscheidender Bedeutung für die Wiedereingliederung von psychisch Erkrankten in den Arbeitsprozess. Langfristige Programme zur Verbesserung der MA- Bindung bewirken einen Rückgang der Fluktuation.

13 DISKUSSION 1 Für die Beantwortung der Untersuchungsfrage ergeben sich folgende Schwerpunkte: Ausbau der Führungsqualität Förderung der Mitarbeiter im Sinne von Empowerment Hohe Wirksamkeit von langfristigen Interventionen

14 DISKUSSION 2 Methodologische Einschränkungen der Untersuchung: 7 der 8 eingeschlossenen Studien sind nicht in Deutschland/Europa durchgeführt worden 3 Studien wurden nicht in Pflegeeinrichtungen, sondern in anderen Berufszweigen durchgeführt mögliche Einschränkung der Übertragbarkeit auf das Gesundheitssystem in Deutschland

15 Tabelle 1: Studienübersicht Teil 1 2 Psychosoziale Gesundheitsfaktoren 3 Präventive Management- Interventionen 4 Stress- management- Interventionen 1 Arbeitsbedingungen Querschnittsstudie 3b Nr. Inhaltlicher Fokus Studiendesign Evidenzgrad Signifikanz p<0,05 Kohortenstudie 2b p<0,05 Systematischer Review von RCT`s 1a 4 von 10 St.: p<0,05 Metaanalyse 1a p<0,05

16 Tabelle 1: Studienübersicht Teil 2 5 Flexible Arbeitsbedingungen 6 Interventionen für Berufsanfänger in der Pflege Systematischer Review Signifikanz Quasiexperimentelle Studie 7 Return-to-work Nichtrandomisierte Interventionsstudie 8 Retention- Champion 3a 3b 3b Nr. Inhaltlicher Fokus Studiendesign Evidenzgrad p<0,05 p<0,05 p<0,05 RCT 1b p<0,05

17 FAZIT Führungsqualität ist ein entscheidendes Kriterium für die Generierung von Arbeitszufriedenheit. Empowerment ist als zentrale Führungsstrategie ein effektives Instrument für die Förderung der Mitarbeiter und die Mitarbeiterbindung. Die Teamleitung nimmt bei der Entwicklung von Empowerment eine Schlüsselposition ein. Interventionen/Programme zur Förderung der Arbeitszufriedenheit müssen langfristig angelegt werden, um wirkungsvoll zu sein.

18 EMPFEHLUNGEN Ausbau der Führungsqualität (zum Beispiel: transformationaler Führungsstil) Implementierung von Empowerment- Zirkeln/Empowerment-Teams Führungskräften Ressourcen einräumen, um Interventionen zur Mitarbeiterbindung durchzuführen (zum Beispiel Retention- Programme ) Gezielte Programme zur Förderung/Unterstützung von Risikogruppen

19 ABBILDUNG 3: MAGNET RECOGNITION PROGRAM (ANCC, 2012)

20 LITERATURVERZEICHNIS TEIL1 American nurses credentialing center (2012). Magnet Recognition Program Model. Aufgerufen unter Bipolar Selbsthilfe Netzwerk Bayern (2006). Empowerment-Zirkel am Arbeitsplatz. Aufgerufen unter Bourbonnais, R., Brisson,C.& Vezina,M. (2011). Long-term effects of an intervention on psychosocial work factors among healthcare professionals in a hospital setting. Occupational and environmental medicine, Vol.68, 7, Center for Evidence- based medicine (CEBM, 2009). Levels of Evidence. Aufgerufen unter Haberland, B, Simon, St. & Bausewein, C. (2010). Wie erstelle ich ein Studienprotokoll? Zeitschrift für Palliativmedizin. 11.Jahrgang, 3, S. 52f. Joyce, K., Pabayo, R., Critchley, J.A. & Bambra, C. (2010). Flexible working conditions and their effects on employee health and wellbeing. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 2. Art. No.: CD Aufgerufen unter 86bf-84a3-470c-a68aff3f47c895b8%40sessionmgr12/doi/ / CD pub2/pdf Kals, E. (2006). Arbeits-und Organisationspsychologie. Workbook. Weinheim, Basel: Beltz-Verlag, S.165. Lesch, H., Schäfer, H. & Schmidt, J. (2011). Arbeitszufriedenheit in Deutschland. Messkonzepte und empirische Befunde. Forschungsberichte aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Nr. 70. Köln: Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien AG) Loffing, D. & Loffing, C. (2010). Mitarbeiterbindung ist lernbar. Praxiswissen für Führungskräfte in Gesundheitsfachberufen. Berlin, Heidelberg. Springer-Verlag, S. 16. Newhouse, R.P., Hoffman, J.J., Suflita,J. & Hairston, D.P. (2007). Evaluating an innovative program to improve new nurse graduate socialization into the acute healthcare setting. Nursing administration quarterly, Vol. 31,1, 50-60

21 LITERATURVERZEICHNIS TEIL 2 Ostroom, S.H.v., van Mechelen, W., Terluin, B., de Vet, H.C. & Anema, J.R. (2009).A participatory workplace intervention for employees with distress and lost time: a feasibility evaluation within a randomized controlled trial. Journal of occupational rehabilitation, 19: Aufgerufen unter Pillemer, K., Meador,R., Henderson, C., Robison, J., Hegeman,C., Graham,G. & Schultz,L. (2008). A facility specialist model for improving retention of nursing home staff: results from a randomized, controlled study. The gerontologist, 2008, Vol. 48,Special Issue,1, Aufgerufen unter Richardson, K.M. & Rothstein, H.R. (2008).Effects of Occupational Stress Management Intervention Programs: A Meta-Analysis. Journal of Occupational Health Psychology, Vol.13, 1, Sambale, M. (2005).Empowerment statt Krankenversorgung. Stärkung der Prävention und des Case Management im Strukturwandel des Gesundheitswesens. Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbh & Co. KG, S Schmidt, S., Bartholomeyczik, S., Dieterle, W.E., Wittich, A., Donath, E. & Rieger, M.A. (2008). Arbeitsbedingungen für die Pflege in Krankenhäusern als Herausforderung. Eine Sekundäranalyse der Basiserhebung im Forschungsprojekt Arbeitsbedingungen im Krankenhaus. Pflege & Gesellschaft, 13.Jg., 2, Aufgerufen unter Van Wyk, B. E. & Pillay- van Wyk, V. (2010). Preventive staff- support interventions for health workers. The Cochrane library, Issue 3. Aufgerufen unter xy.hanze.nl/doi/ / cd pub2/pdf Weinert, A. (2004). Organisations-und Personalpsychologie. 5. vollständig überarbeitete Auflage. Weinheim, Basel: Beltz-Verlag, S

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