Überblick. Grundkurs C: Einführung in die Morphologie Komposition. Linguistische Analyse. Linguistische Analyse. (Linguistische) Theorie: -ung

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1 Grundkurs C: Einführung in die Morphologie Komposition Anke Lüdeling Wintersemester 2002/2003 Überblick einige Folien zum Sinn linguistischer Analyse e Aspekte Muster, Rekursivität Fugen/Stammformen semantische Aspekte Unterspezifiziertheit syntaktische Aspekte Rektionskomposita phonologische Aspekte Betonung drei- und mehrgliedriger Analyse von linguistischen Daten baut auf bestimmten Prinzipien & Annahmen auf hat bestimmte Methoden lässt bestimmte (Sorten von) Daten zu (wissenschaftssoziologisch: bestimmte communities, Moden, Finanzierungsrahmen,...) das gleiche Datum kann durchaus unterschiedlich erklärt werden, je nach Erkenntnisinteresse und theoretischem Rahmen Beispiel: komplexe Wörter des Deutschen auf -ung Erklärung, Verfeinerung, Zerstörung, Rötung,... : -ung deskriptiv-strukturelle Beschreibung: man könnte die strukturellen Bedingungen für -ung-derivate erklären, zum Beispiel für computerlinguistische Morphologieprogramme (-ung verbindet sich mit Verben, gerne Präfixverben...) (Linguistische) Theorie: -ung Daten: -ung-wörter aus Lexika und/oder Korpora Methoden: Analyse nach gegebene strukturellen Kriterien Annahmen: komplexe Wörter sind in kleinere Teile zerlegbar -ung ist ein identifizierbarer Bestandteil -ung-wörter werden nach Regeln gebildet, die sich u.a. auf Wortarten beziehen können Wörter/e Elemente können in Wortarten eingeteilt werden

2 empirisch-strukturelle Analyse von Nominalisierungsaffixen im Deutschen Daten: wie oben, zusätzlich strukturelle Analysen der einzelnen Affixe Annahmen: wie oben, zusätzliche Kriterien Methode: wie oben, zusätzlich Methoden zum Vergleich der Affixe empirisch-strukturelle Analyse von allen Affixen im Deutschen empirisch-strukturelle Analyse von allen Wortbildungsmöglichkeiten im Deutschen (Derivation, Komposition, Konversion, Kurzwortbildung...) Sprachvergleich... Reicht jetzt eine strukturelle Analyse noch aus? Muss man nicht etwas über das Verhältnis der Wortbildungsarten untereinander sagen? Beispiel: Komposition vs. Derivation Position 1: K & D sind völlig verschiedene Prozesse Position 2: K & D sind im Prinzip der gleiche Prozess Gebrauchsanalyse: Wann wird ein (neues) -ung-wort verwendet? Wann wird eine Nominalisierung verwendet und wann eher ein Verb? In welchen Textsorten? Von welchen SprecherInnen? In welcher Situation? Daten: möglichst vollständig annotierte Texte (dh möglichst viel Wissen über ProduzentInnen und Situation) semantische Analyse: Was bedeutet -ung? Was bedeuten andere Nominalisierungsaffixe? Wie kann man Bedeutung explizieren? Daten: linguistische Daten, durch Introspektion gewonnene Urteile Methode: Introspektion, Formalisierung in einem gegebenen Formalismus (zb formale Logik) Annahmen: Bedeutung ist formalisierbar (zb wahrheitsfunktional),... kognitive Analyse: was weiß ein Muttersprachler/eine Muttersprachlerin, wenn er/sie -ung-nominalisierungen bildet? Daten: Wortlisten, strukturelle Beschreibung, evtl. Frequenzdaten aus Korpora Methode: zusätzlich psycholinguistische Experimente, neurologische Experimente Annahmen über Speicherung & Zugriff auf Wörter/Wortteile im Gehirn

3 : Zusammenfassung es gibt keine (wenig) a priori richtigen Analysen eine Analyse ist in einem gegebenen theoretischen Rahmen richtig oder falsch je nach Erkenntnisinteresse/theoretischem Rahmen werden unterschiedliche Aspekte eines Datums betrachtet linguistische Theorien befinden sich ständig in der Entwicklung Kompositionsmuster Determinativkomposita Rektionskomposita Possessivkomposita? (bahuvrihi) Kopulativkomposita (dvandva) Kopf in der Morphologie (Begriff stammt aus der Syntax, auch Phrasen haben einen Kopf) derjenige Teil in einem komplexen Wort, der die grammatischen Eigenschaften des gesamten Wortes bestimmt Rotwein ist N, masc wie Wein, Wein ist der Kopf weinrot ist Adj wie rot, rot ist der Kopf im Deutschen fast immer das am weitesten rechts stehende Element Kopf-rechts-Prinzip, Righthand Head Rule (bei Derivation müssen wir den Kopfbegriff nochmal anschauen) endozentrisch (mit Kopf) vs. exozentrisch (ohne Kopf) Determinativkomposita semantische Definition: der Nichtkopf bestimmt den Kopf näher Rotwein ist eine besondere Sorte Wein phonologisch: (für zweigliedrige ) der Nichtkopf ist betont ROTwein, HAUStür, WEINrot Welche Muster gibt es? Welche Muster sind rekursiv? (zur Erinnerung: Rekursivität das Ergebnis der Anwendung der Formel kann wieder als Eingabe für die Formel dienen PP P NP auf der Strasse NP (DET) N PP der Mann auf der Strasse für den Mann auf der Strasse die Rente für den Mann auf der Strasse... Nominalkomposita N NN Haustür, Wäschekorb, Rentenbeitrag rekursiv (Kopf und Nichtkopf) ((Rentenbeitrags)zahler), ((Kanzleramts)minister) (Landes(kriminalamt)) N 1 AN 2 Rotwein, Schwarzbrot, Grünkohl nicht rekursiv N 1 VN 2 Leselampe, Wohnzimmer, Abschirmdienst nicht rekursiv

4 Fugen vs. Stammformen (wieder ein Beispiel dafür, dass man ein Phänomen unterschiedlich analysieren kann ) Elemente, die zwischen den freien Morphemen in stehen, gibt es in vielem Sprachen. Oft sind sie rein phonologisch bedingt (zb Vermeidung eines Hiatus), manchmal sind sie Überbleibsel aus Kasusmakierungen oder anderen Affixen. Fugen im Deutschen -e, -es, -en, -er, -ens, -n, -s -o, -al Fugenelemente verbinden sich mit dem Nichtkopf. Gründe: die möglichen Formen stehen in engem Zusammenhang mit der Flexion des Erstglieds in Koordinationsellipsen bleibt das Fugenelement am Erstglied Versicherungs- und Bankenvertreter erste strukturelle Analyse: alle Fugenelemente außer -s und -n sind silbisch, und zwar mit Schwa als Silbenvokal, -n verbindet sich nur mit Schwa, -s verbindet sich mit allen Endlauten außer anderen s- Lauten gefugte Formen lassen sich einteilen in paradigmische Formen (Formen, die mit einer Flexionsform des Nomens übereinstimmen) und nichtparadigmische Formen; alle Elemente außer s bilden produktiv nur paradigmische Formen (veraltet: Schwanenhals, Schmerzensgeld etc.), -s bildet mit bestimmten Feminina nichtparadigmische Formen (Versicherungsvertreter, Scheidungsgrund,..) paradigmische Formen sind parallel zum Genitiv Singular oder zum Plural (Kasus nicht erkennbar) Funktion von Fugen: Verhinderung des Aufeinanderfolgens zweier betonter Silben Rindfleisch vs. Rinderhackfleisch e Gliederung: -s steht häufig nach komplexen Erstgliedern Werkzeug vs. Handwerkszeug diese Gründe können die Verteilung der Fugen nicht erklären Semantik: es ist nicht durchgehend oder vorhersagbar möglich, paradigmische Formen auf die Semantik der gleichaussehenden Flexionsform zurückzuführen Katzenfutter, Hundefutter, Hühnerfutter, Fischfutter, Vogelfutter,... Katzenpfote, Katzenbesitzerin,... Hühnerei, Hühnerbrust, Hühnerfleisch,... Chipfabrik vs. Chipsfabrik

5 paradigmische und nichtparadigmische Feminina auf s haben oft eine Genitivlesart Versicherungsvertreter Vertreter der Versicherung aber nicht immer: Lieblingsgetränk Getränk des Lieblings (Beispiel von Fuhrhop 1998) Analysemöglichkeiten: (a) Fugen werden in der Komposition durch einen en/ phonologischen Prozess eingefügt (b) Nomina haben Kompositionsstammformen, die dann nur konkateniert werden hund KS hunde Hundefutter, Hundehütte kind KS kinder Kinderwagen, Kinderarbeit KS kindes Kindesentführung, Kindesbeine KS kinds Kindskopf, Kindstod, KS kind Kindfrau, Kindbett Argumente für Kompositionsstammformen die Formen sind nicht vorhersagbar (müssen gelernt werden) es gibt auch Tilgungen Sprachunterricht die gewählte Analyse muss in den theoretischen Rahmen passen

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