Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick

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1 Ist die Krise wirklich vorbei? Bestandsaufnahme und Ausblick Gustav A. Horn Vortrag zur Tagung des Kocheler Kreises am

2 Gliederung Ein schaudernder Blick zurück Wie sieht es aus? Was wurde getan Fazit 2

3 Ein schaudernder Blick zurück Titel der IMK- Konjunkturprognosen: Dezember 2007: Der Abschwung kommt Die Weltwirtschaft steht ( ) vor einer schweren Bewährungsprobe Dezember 2008 : Am Rande des Abgrunds Die Konjunktur befindet sich weltweit im freien Fall Dezember 2009: Wirtschaftspolitik belebt Konjunktur Es bleibt trotz aller Mängel im Einzelnen das historische Verdienst der Wirtschaftspolitik, in dieser äußerst kritischen Situation anders als Ende der Zwanziger Jahre einen so expansiven Kurs eingeschlagen zu haben, dass der Absturz bereits Mitte dieses Jahres gestoppt wurde 3

4 Ein schaudernder Blick zurück: Die Ursachen der Krise Ungleichheit Ungleichgewichte im Außenhandel Unvernunft auf den Finanzmärkten 4

5 Zinsdifferenz am Interbankenmarkt Euribor (unbesichert) minus Eurepo (besichert) in Basispunkten 5

6 Gliederung Ein schaudernder Blick zurück Wie sieht es aus? Was wurde getan? Fazit 6

7 Frühindikatoren (1) 7 1 In konstanten Preisen konstanten Preisen, Industrie, kalender- und saisonbereinigt. 2 Kalender- und saisonbereinigt. Quellen: DESTATIS; Deutsche Bundesbank; ifo; Berechnungen des IMK.

8 Frühindikatoren (2) 8 1 In konstanten Preisen, Industrie, kalender- und saisonbereinigt. 2 Kalender- und saisonbereinigt. Quellen: DESTATIS; Deutsche Bundesbank; ifo; Berechnungen des IMK.

9 Finanzierungsbedingungen im Euroraum Aktienmarktindizes 1 Zinsen für Unternehmenskredite mit anfänglicher Zinsbindung bis 1 Jahr (Neugeschäft), über 1 Mio.EUR. 2 Bank Leading Survey der EZB; Anteil der Antworten in %. Negativer Saldo entspricht Lockerung der Bedingungen. 9 3 Spread zur deutschen Staatsanleihen, jeweils 10 Jahre Restlaufzeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; Reuters EcoWin; Berechnungen des IMK.

10 Finanzierungsbedingungen im Euroraum Zinsen für Unternehmenskredite 1 in % 1 Zinsen für Unternehmenskredite mit anfänglicher Zinsbindung bis 1 Jahr (Neugeschäft), über 1 Mio.EUR. 2 Bank Leading Survey der EZB; Anteil der Antworten in %. Negativer Saldo entspricht Lockerung der Bedingungen Spread zur deutschen Staatsanleihen, jeweils 10 Jahre Restlaufzeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; Reuters EcoWin; Berechnungen des IMK.

11 Finanzierungsbedingungen im Euroraum Buchkredite an Private Veränderungen gegenüber Vorjahr in % 1 Zinsen für Unternehmenskredite mit anfänglicher Zinsbindung bis 1 Jahr (Neugeschäft), über 1 Mio.EUR. 2 Bank Leading Survey der EZB; Anteil der Antworten in %. Negativer Saldo entspricht Lockerung der Bedingungen Spread zur deutschen Staatsanleihen, jeweils 10 Jahre Restlaufzeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; Reuters EcoWin; Berechnungen des IMK.

12 Finanzierungsbedingungen im Euroraum Kreditvergabestandards 2 für Unternehmen 1 Zinsen für Unternehmenskredite mit anfänglicher Zinsbindung bis 1 Jahr (Neugeschäft), über 1 Mio.EUR. 2 Bank Leading Survey der EZB; Anteil der Antworten in %. Negativer Saldo entspricht Lockerung der Bedingungen Spread zur deutschen Staatsanleihen, jeweils 10 Jahre Restlaufzeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; Reuters EcoWin; Berechnungen des IMK.

13 Finanzierungsbedingungen im Euroraum Spreads von Unternehmensanleihen 3 (Euroraum) in %-Punkten 1 Zinsen für Unternehmenskredite mit anfänglicher Zinsbindung bis 1 Jahr (Neugeschäft), über 1 Mio.EUR. 2 Bank Leading Survey der EZB; Anteil der Antworten in %. Negativer Saldo entspricht Lockerung der Bedingungen Spread zur deutschen Staatsanleihen, jeweils 10 Jahre Restlaufzeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; Reuters EcoWin; Berechnungen des IMK.

14 Weltwachstum BIP, preisbereinigt Veränderungen gegenüber Vorjahr in % 14 USA; Euroraum; China (rechte Skala); Welt Quelle: Reuters EcoWin: IMF WEO, ab 2009 Prognose des IMK.

15 Wirkung der Krise auf das Bruttoinlandsprodukt Saison- und kalenderbereinigte Verläufe Index, 1. Quartal 2008 = Ab 4. Quartal 2009 Prognose des IMK. Quelle: DESTATIS; Berechnungen des IMK.

16 Erwerbstätige und geleistete Arbeitsstunden im Inland Saison- und kalenderbereinigte Verläufe 1 Index: 2004 = Erwerbstätigenzahl, Stunden. Jahresdurchschnitt (2004 = 100). Werte: Veränderungsraten gegenüber Vorjahr in % 1 Ab 4. Quartal 2009 Prognose des IMK. Quellen: DESTATIS; Berechnungen des IMK.

17 Erwerbstätige und Arbeitslose Saisonbereinigter Verlauf 1 in 1000 Personen Arbeitslose 17 Saisonbereinigter Verlauf in 1000 Personen (linke Skala) Veränderungen gegenüber dem Vorquartal in 1000 Personen (rechte Skala) Jahresdurchschnitt in 1000 Personen (linke Skala). Werte: Veränderungsraten gegenüber Vorjahr in %. 1 Ab 4. Quartal 2009 Prognose des IMK. Quellen: DESTATIS; Bundesagentur für Arbeit; Berechnungen des IMK.

18 Risikozenarien Bruttoinlandsprodukt (real, saisonbereinigt) In Mrd. Euro 18 Prognose IMK (für 2011 technische Modellsimulation negatives Risikoszenario positives Risikoszenario Quellen: DESTATIS; Bundesagentur für Arbeit; Berechnungen und Modellsimulationen des IMK.

19 Risikozenarien Bruttoinlandsprodukt (real, saisonbereinigt) Abweichungen in % gegenüber Basisszenario 19 Prognose IMK (für 2011 technische Modellsimulation negatives Risikoszenario positives Risikoszenario Quellen: DESTATIS; Bundesagentur für Arbeit; Berechnungen und Modellsimulationen des IMK.

20 Gliederung Ein schaudernder Blick zurück Wie sieht es aus? Was wurde getan? Fazit 20

21 Konjunkturprogramm % 21

22 Diskretionäre fiskalische Impulse bis 2010 in% des Bruttoinlandsproduktes 22 einnahmenseitig ausgabenseitig insgesamt 1 Durch finanzpolitische Maßnahmen und Änderungen im Haushaltsvollzug jeweils gegenüber dem Vorjahr. Ohne Privatisierungserlöse und makroökonomische Rückwirkungen. Positive (negative) Impulse bedeuten eine expansive (kontraktive) Fiskalpolitik. Quellen: diverse Gemeinschaftsdiagnosen 2001 bis 2009, DESTATIS; BMF; Tagespresse; Berechnungen und Prognosen des IMK.

23 Hauptrefinanzierungssatz, Durchschnittssatz bei längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (LTRO) und Dreimonats-Euribor Quellen: Europäische Zentralbank; Berechnungen des IMK. 23

24 Finanzierungsbedingungen im Euroraum Renditen von Staatsanleihen mit 10-jähriger Restlaufzeit in % 1 Zinsen für Unternehmenskredite mit anfänglicher Zinsbindung bis 1 Jahr (Neugeschäft), über 1 Mio.EUR. 2 Bank Leading Survey der EZB; Anteil der Antworten in %. Negativer Saldo entspricht Lockerung der Bedingungen Spread zur deutschen Staatsanleihen, jeweils 10 Jahre Restlaufzeit. Quellen: Deutsche Bundesbank; Europäische Zentralbank; Reuters EcoWin; Berechnungen des IMK.

25 Gliederung Ein schaudernder Blick zurück Wie sieht es aus? Was wurde getan? Fazit 25

26 Realwirtschaftliche Auswirkungen der Finanzkrise in ausgewählten Ländern 1. Quartal 2008 = 100 (a) Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt jeweils in nationaler Währung; 2 Harmonisiert für EU-Länder. Quellen: Reuters EcoWin: OECD; BIP-Daten: Natonale Statistikämter; Berechnungen des IMK.

27 Wachstum in ausgewählten Ländern Gesamtwirtschaft, 1. Quartal 2008 = 100 Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt jeweils in nationaler Währung. Quelle: Reuters EcoWin: Natonale Statistikämter; Berechnungen des IMK.

28 Realwirtschaftliche Auswirkungen der Finanzkrise in ausgewählten Ländern 1. Quartal 2008 = 100 (b) Exporte, preisbereinigt jeweils in nationaler Währung; 2 Harmonisiert für EU-Länder. Quellen: Reuters EcoWin: OECD; BIP-Daten: Natonale Statistikämter; Berechnungen des IMK.

29 Realwirtschaftliche Auswirkungen der Finanzkrise in ausgewählten Ländern 1. Quartal 2008 = 100 (c) privater Konsum, preisbereinigt jeweils in nationaler Währung; 2 Harmonisiert für EU-Länder. Quellen: Reuters EcoWin: OECD; BIP-Daten: Natonale Statistikämter; Berechnungen des IMK.

30 Realwirtschaftliche Auswirkungen der Finanzkrise in ausgewählten Ländern 1. Quartal 2008 = 100 (d) Arbeitslose jeweils in nationaler Währung; 2 Harmonisiert für EU-Länder. Quellen: Reuters EcoWin: OECD; BIP-Daten: Natonale Statistikämter; Berechnungen des IMK.

31 Fazit: Gefahren Überschätzung der Krise? Unterschätzung der Krise? Inflation? Überschuldung des Staates? 31

32 Wie sieht Welt nach der Krise aus? Reduzierung der Ungleichheit? Reduzierung der Ungleichgewichte im Außenhandel? Gebremste Finanzmärkte? Konsolidierung der öffentlichen Haushalte? 32

33 Ende 33

34 Der schnellste Weg zu Infos vom IMK oder folgen Sie uns auf Twitter: 34

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