Agrar- und Ressourcenmanagement

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1 Universität für Bodenkultur Wien University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna Curriculum für das individuelle Bachelorstudium mit der Bezeichnung: Agrar- und Ressourcenmanagement Studiendekanat, Juni 2013 Seite 1

2 Inhaltsangabe: 1 Qualifikationsprofil Aufbau des Studiums Lehrveranstaltungen Freie Wahllehrveranstaltungen (max. 10 ECTS) Pflichtpraxis Bachelorarbeit Abschluss Akademischer Grad Prüfungsordnung...8 Studiendekanat, Juni 2013 Seite 2

3 1 Qualifikationsprofil Das individuelle Bachelorstudium Agrar- und Ressourcenmanagement ist ein Studium, das der wissenschaftlichen Berufsvorbildung und der Qualifizierung für berufliche Tätigkeiten dient ( 51 Abs. 2 Z 4 UG 2002 BGBl. I Nr. 81/2009). Das Qualifikationsprofil ist jener Teil des Curriculums, der beschreibt, welche wissenschaftlichen und beruflichen Qualifikationen die Studierenden durch die Absolvierung dieses Studiums erwerben ( 51 Abs. 2 Z 29 UG 2002 BGBl. I Nr. 81/2009). Es besteht aus zwei Teilen: erstens aus den erworbenen Kenntnissen, Fähigkeiten sowie persönlichen und fachlichen Kompetenzen und zweitens aus den Berufs- und Tätigkeitsfeldern: Das Bakkalaureats Studium Agrar- und Ressourcenmanagement vermittelt eine berufsqualifizierende Ausbildung mit breit gefächerten Kenntnissen und Fähigkeiten. Dadurch soll das vernetze und vielseitige Denken und Handeln der Studierenden gefördert werden. Das Studium soll den Studentinnen und Studenten eine Ausbildung in den Grundlagen von Landwirtschaft und Wirtschaft sowie umweltbewusstem Handeln und Nachhaltigkeit sowie Ressourcenmanagement vermitteln. Diese sind notwendig um die landwirtschaftlichen Produktionsketten und ihre ökonomischen Grundlagen zu verstehen und beruflich anwenden zu können. Ziel ist es eine möglichst interdisziplinäre Ausbildung auf universitärem Niveau zu vermitteln. Dadurch soll auch das kritische Hinterfragen nachhaltiger Vorgänge gefördert werden. Im Rahmen des Bakkalaureatsstudium eignet man sich in sechs Semestern ein fächerübergreifendes Wissen aus folgenden Bereichen an: Agrarwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Naturwissenschaften. Eine Praxis von mindestens 8 Wochen dient der Vertiefung der Kenntnis der Landwirtschaft und ihrer vor- und nachgelagerten Bereiche. Das vermittelte Wissen verbunden mit sozialer Kompetenz eröffnet Einsatzmöglichkeiten in diversen Berufsfeldern. Dazu gehören Beratung und Ausbildung, landwirtschaftliche Betriebe, öffentliche Behörden und Einrichtungen, Kontrollwesen, Agrarpolitik. 2 Aufbau des Bachelorstudiums 2a) Dauer, Umfang (ECTS-Punkte) und Gliederung des Studiums Das Studium umfasst einen Arbeitsaufwand im Ausmaß von 180 ECTS-Punkten. Das ent-spricht einer Studiendauer von sechs Semestern. Das Studium gliedert sich in: Lehrveranstaltungen: mindestens 165 ECTS-Punkte, davon entfallen auf Freie Wahllehrveranstaltungen: max. 10 ECTS-Punkte Fremdsprachige LVA: 10 ECTS-Punkte Bachelorarbeit: Pflichtpraxis: 12 ECTS-Punkte 3 ECTS (Ersatzleistung) 2b) 3-Säulenprinzip Das 3-Säulenprinzip ist das zentrale Identifikationsmerkmal sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudien an der Universität für Bodenkultur Wien. Im Bachelorstudium besteht die Summe der Inhalte der Pflicht- und Wahllehrveranstaltungen aus mindestens je 25% Technik, Ingenieurwissenschaften 25% Naturwissenschaften sowie 25% Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Ausgenommen vom 3-Säulenprinzip sind die Bachelorarbeit, die Pflichtpraxis sowie die freien Wahllehrveranstaltungen. Das Bachelorstudium (Agrar- und Ressourcenmanagement) besteht aus einem Studienabschnitt und umfasst einschließlich der Bachelorarbeit 180 ECTS-Anrechnungspunkte (Credits). Das spezifische Ausbildungsziel des Bachelorstudiums ist die Vermittlung jener Fähigkeiten und Kenntnisse, die zur unmittelbaren Ausübung eines einschlägigen Berufes befähigen. Das Studium basiert auf das 3-Säulen Prinzip und es werden deswegen Lehrveranstaltungen aus den Studiendekanat, Juni 2013 Seite 3

4 naturwissenschaftlichen, technisch-ingenieur wissenschaftlichen und dem Wirtschaft- sozial- und rechtswissenschaftlichen Bereichen angeboten. Ergänzt werden diese Fächer außerdem durch wirtschaftliche, rechtliche und kommunikationstechnische Bereiche wie Z.B. Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen des Marketings, Rhetorik und Präsentationstechnik. Zusätzlich beinhaltet es noch fremdsprachige Lehrveranstaltungen, da heutzutage das Beherrschen einer zusätzlichen Fremdsprache, wie zum Beispiel Englisch, schon eine Grundvoraussetzung im Berufsalltag ist. Das Studium wird mit der erfolgreichen Absolvierung aller Lehrveranstaltungsprüfungen und der Bachelorarbeit abgeschlossen. 3 Lehrveranstaltungen für das Individuelle Bachelorstudium (Agrar- und Ressourcenmanagement) LVA Nr. LVA Titel LVA Typ ECTS-Punkte Anteil/Säule (in %) WiSoRe NaWi Techn./Ing. Studien (Kennzahl), in denen diese LVA eine Stellung hat Wirtschaft- Sozial- und Rechtswissenschaftliche Fächer 54 ECTS Allgemeine Betriebswirtsch 2, , 225, aftslehre VU Ressourcenmärk te VO 2 1, Grundlagen Marketing VO 2 1, , Rhetorik und Präsentationste chniken (AW) SE 2 1, , 255, Ökonomie VO 6 3, , Ökonomie - Übung UE 2 1, Landwirtschaftli che Betriebswirtsch aftslehre VO 4,5 2, Regionalplanun g (AW) VO 3 1, Umweltrecht VO 2 1, Umweltpolitik VO 2 1, , 231 Einführung in die Politik natürlicher Ressourcen VO 2 1, Grundlagen des Rechts VO 4,5 2, , 298, , 255, Umweltethik VO 3 1, Allgemeine Raumplanung und , 219, Raumordnung VO 2 1,1 231 Studiendekanat, Juni 2013 Seite 4

5 Statistik (UBRM) VU 4 2, Introduction to urbanism (in Eng.) VO 2 1, Wissenschaftlic hes Arbeiten und Wissenschaftsth eorien VS 2 1, , Allgemeine und Agrarsoziologie VS 3 1, betrieblichen Umweltökonom ie VO 2 1, Naturwissenschaftliche Fächer 44 ECTS Agrarökologie VO 3 1, Agrarökologie Übungen UX 1 0, Geologie (AW) VO 1,5 0, , 298 Bodenkunde (AW) VO 4,5 2, , Bodenkunde und Geologie EX 1 0, Pflanzliche Produktion I EX 0,5 0, Organic Farming in tropical and subtropical regions (in Eng) VO 3 1, Ökologische Landwirtschaft- Seminar SE 3 1, Futtermittelkun de VO 3 1, Landwirtschaft VO 3 1, Pflanzenbau VO 3 1, Pflanzenbau Übungen UX 2 1, Pflanzenernähru ng VO 1,5 0, , Pflanzenschutz- Übungen US 3 1, Tierernährung VO 3 1, Tierhaltung VO 3 1, Botanik (UBRM) VO 2 1, Ökologische Landwirtschaft VO 3 1, Technisch- Ingenieurwissenschaftliche Fächer: 57 ECTS Natur- und VO 2 1, Studiendekanat, Juni 2013 Seite 5

6 Landschaftsschu tz- Grundlagen und Instrumente Mikrobiologie (AW) VO 3 1, , Standortkunde I VO 3 1, Projektmanage ment (AW) VS 2 1, Hydrobiologie I VO 1 0, Hydrobiologie II VO 1 0, Plant Biotechnology (in engl.) VO 3 1, Energie- und Umwelttechnik VO 4 2, Verfahrenstechn ik Pflanzlicher Produktion VO 3 1, Optimierungsm odelle und natürliche Ressourcen VO 2 1, , Hydraulic Engineering and Water Management (in Eng) VO 2 1, Integrativer Naturschutz VO 2 1, Datenerhebung in der empirischen Wirtschaftsund Sozialforschung VU 4 2, Management genetischer Ressourcen VO 1 0, Einführung in das Umweltund Bioressourcenm anagement VO 2 1, Mathematik (AW) VU 4,5 2, , Organische Chemie und Biochemie (AW) VO 4,5 2, , Ökologie I: Ökologische Genetik, Verhaltens- und Populationsökol ogie VO 3 1, ,225 Studiendekanat, Juni 2013 Seite 6

7 Ökologie II: Ökophysiologie und Ökologie der Lebensgemeinsc haften VO 3 1, Abfallwirtschaft und Abfallentsorgun g VO 2 1, , 231 Energie aus Rohstoffen der Land- und Forstwirtschaft VX 3 1, , 255 Abfall als Ressource VO 2 1, Freie Wahlfächer: 10 Praxisseminar 3 Bachelorarbeit 12 Summe Freie Wahlveranstaltungen Im Rahmen des Studiums können maximal 10-ECTS-Punkte in Form von freien Wahllehrveranstaltungen absolviert werden. Diese können aus dem gesamten Angebot an Lehrveranstaltungen aller anerkannten in- und ausländischen Universitäten gewählt werden. Die freien Wahllehrveranstaltungen dienen der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten sowohl aus dem eigenen Fach nahe stehenden Gebieten, als auch aus Bereichen von all-gemeinem Interesse. 5 Pflichtpraxis Im Rahmen des Bachelorstudiums ist eine Pflichtpraxis in einschlägigen Betrieben oder in außeruniversitären Forschungs-, Prüf- und Untersuchungsanstalten im Ausmaß von insge-samt acht Wochen nachweislich zu absolvieren. Die ordnungsgemäße Absolvierung der Praxis wird mit der Absolvierung des Praxisseminars bestätigt. 6 Bachelorarbeit Im Rahmen des Studiums ist eine eigenständige schriftliche Bachelorarbeit im Ausmaß von 12 ECTS- Punkten abzufassen. Ziel der Bachelorarbeit ist es, eine dem vorgesehenen Ar-beitsaufwand angemessene Aufgabenstellung zu bewerkstelligen bzw. ein definiertes wis-senschaftliches Problem zu bearbeiten. Die Durchführung der Bachelorarbeit erfolgt im Rahmen der Lehrveranstaltung Bachelorse-minar. Wird die Bachelorarbeit im Rahmen einer anderen LVA (z.b. Laborübung) absolviert, so dient die LVA Bachelorseminar nur als Verrechnungskonto. Die Bachelorarbeit kann aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil bestehen. Auf jeden Fall müssen die Ergebnisse der Bachelorarbeit in schriftlicher Form dargelegt werden. Der schriftliche Teil der Bachelorarbeit hat folgenden Aufbau: Titel Zusammenfassung (Abstract) Studiendekanat, Juni 2013 Seite 7

8 Fragestellung/Stand des Wissens Material und Methoden Ergebnisse Diskussion der Ergebnisse Literaturverzeichnis Anm. zu Aufbau der Bachelorarbeit: Spezifische Anpassungen sind möglich; diese sind vom Lehrveranstaltungsleiter bzw. von der Lehrveranstaltungsleiterin festzulegen: Die Beurteilung der Bachelorarbeit und der Titel der Arbeit sind gesondert im Bachelor-Zeugnis anzuführen. 7 Abschluss Das Studium gilt als abgeschlossen, wenn alle Lehrveranstaltungen positiv absolviert und die Bachelorarbeit positiv bewertet wurde. Die Bestätigung des Abschlusses erfolgt per Bescheid. 8 Akademischer Grad An Absolventen und Absolventinnen eines individuellen Bachelorstudiums wird der akademische Grad "Bachelor, abgekürzt BA" verliehen. Wird der akademische Titel geführt, so ist dieser dem Namen nachzustellen. 9 Prüfungsordnung (1)Das Studium ist abgeschlossen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: - Die positive Absolvierung der Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mind. 165 ECTS- Punkten ( 3 und 4). - Die positive Beurteilung der Bachelorarbeit. - Pflichtpraxis erfüllt und bestätigt (2) Die Beurteilung des Studienerfolges erfolgt in Form von Lehrveranstaltungsprüfungen. Die Lehrveranstaltungsprüfungen können schriftlich und/oder mündlich nach Festlegung durch den Leiter oder die Leiterin der Lehrveranstaltung unter Berücksichtigung des ECTS-Ausmaßes absolviert werden. (3) Der Leistungsnachweis erfolgt für jedes Fach durch den Leistungsnachweis der zum Fach gehörenden Lehrveranstaltungen. Die Gesamtbeurteilung für ein Fach ergibt sich aus dem nach ECTS-Punkten gewichteten Mittelwert der innerhalb des Faches absolvierten Lehrveranstaltungen. Ist der Mittelwert nach dem Dezimalkomma kleiner oder gleich 5, wird auf die bessere Note gerundet, sonst auf die schlechtere Note. (4) Die Prüfungsmethode hat sich am Typ der Lehrveranstaltung zu orientieren: Vorlesungen sind mit mündlichen und/oder schriftlichen Prüfungen abzuschließen, sofern diese nicht vorlesungsbegleitend beurteilt werden. Lehrveranstaltungen des Typs SE und PJ können mit selbstständig verfassten schriftlichen Seminararbeiten, deren Umfang vom Leiter oder der Leiterin der Lehrveranstaltung festzulegen ist, abgeschlossen werden. Bei allen anderen Lehrveranstaltungen wird die Prüfungsmethode vom Leiter oder der Leiterin der Lehrveranstaltung festgelegt. Studiendekanat, Juni 2013 Seite 8

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