Murr ist verliebt. Sie muss sich einfach nur erholen. Lassen wir sie schlafen, erklärte sie der äußerst besorgten Britta.

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1 Murr ist verliebt An einem Freitag im Herbst wurde ein nasses Fellbündel ins Tierheim gebracht. Es war eine Katze, die wohl von einem Auto angefahren worden war und bewusstlos im Straßengraben gelandet war. Die Tierärztin untersuchte sie und stellte erleichtert fest, dass nichts gebrochen war vermutlich hatte das Unfallopfer nur eine Gehirnerschütterung abbekommen. Sie muss sich einfach nur erholen. Lassen wir sie schlafen, erklärte sie der äußerst besorgten Britta. Diese hob die Katze vorsichtig hoch und trug sie in den Beobachtungsraum. Dort legte sie sie auf ein weiches Kissen, streichelte sie sanft und machte dann ihre übliche Besuchsrunde entlang der Käfige. In einem unbeobachteten Moment schlüpfte Murr in den Beobachtungsraum und inspizierte die neue Bewohnerin. Wer bist du denn?, fragte er und schlich vorsichtig näher, So eine ungepflegte Katze hab ich schon lange nicht mehr gesehen dein Fell ist ja ganz schmutzig! Vorsichtig leckte er ihren Rücken entlang und spuckte dann aus: Typisch Straßengraben dieses Dieselaroma ist eindeutig Nachdem er den Rücken der Bewusstlosen gesäubert hatte, leckte er vorsichtig ihren Kopf, ihre Ohren und ihre linke Vorderpfote. Unter der grauen Schmutzschicht kam weißes Fell zutage.

2 Schon besser!, schnurrte er zufrieden, rollte sich neben der fremden Katze zusammen und hielt ein kleines Nickerchen. Wwwo bin ich?, ertönte ein klägliches Maunzen. Murr war sofort hellwach und sprang auf. Er setzte sich vor die Katze und erklärte: Du bist im Tierheim. Wahrscheinlich hat dich ein Auto angefahren. Autsch! Ich habe solche Kopfschmerzen!, flüsterte die Katze. Dann bewegte sie vorsichtig ihre Pfoten und den Schwanz: Sonst scheint alles in Ordnung zu sein. Wackelig stand sie auf, machte einen Buckel und streckte sich dann ganz lang. Sie setzte sich und leckte ihre linke Vorderpfote. Die riecht aber komisch, meinte sie verwundert, nach fremder Katze Ähm, ich habe dich ein wenig gesäubert. du warst ziemlich schmutzig. Sie haben dich aus dem Straßengraben gezogen. Oh, das war aber nett von dir danke! Ich heiße übrigens Schneeflocke! Wie passend! Ich bin Murr. Der Kater beschnupperte ihre Schnauze und rieb seine Wange an ihrer. Schneeflocke machte einen freundlichen Fragezeichenschwanz und rieb ihren Körper an seinem. Ich muss nach Hause!, erklärte sie. Meine Familie macht sich sicher schon Sorgen um mich! Warte mal ab wenn sie dich vermissen, werden sie vielleicht hier anrufen!, beruhigte Murr sie. Er wollte nicht, dass diese hübsche Katzendame gleich wieder von der Bildfläche verschwand. Warum bist du hier?, fragte sie ihn. Ich war ein Streuner und wurde vor langer Zeit hierhergebracht. Mittlerweile gehöre ich zum Personal. Ach was, das glaub ich dir nicht!, erwiderte Schneeflocke und schüttelte den Kopf.

3 Britta kam ins Zimmer: Hallo Murr, kümmerst du dich um unseren Neuzugang? Sie kraulte den Kater hinter den Ohren. Und du bist auch schon aufgewacht das ist gut! Sie schnippte neben Schneeflockes linkem Ohr, dann neben dem rechten, worauf diese die Ohren spitzte und in die jeweilige Richtung drehte. Hören kannst du mich also. Dann fuhr Britta mit dem Zeigefinger vor Schneeflockes Augen hin und her, und sehen auch, gut, alles OK, wie mir scheint! Dann sehen wir doch mal, ob du Hunger hast! Sie verschwand kurz und tauchte mit einem gefüllten Futternapf wieder auf. Heißhungrig machte sich Schneeflocke darüber her. Dann hielt sie inne und fragte Murr: Darf ich dir etwas anbieten? Du hast dich so nett um mich gekümmert! Murr schnurrte zufrieden und schnappte sich ein paar Happen: Dankeschön. Das ist sehr freundlich von dir! Schneeflocke fraß die Schüssel leer. Dann fragte sie: Wo ist hier die Toilette? Dort drüben in der Ecke. Ich dreh mal eine Runde Diskret verließ er den Raum. Als er wieder zurückkam, hatte Schneeflocke sich zusammengeringelt und war eingeschlafen. Murr legte sich neben sie und glitt ebenfalls ins Land der Träume. Als er kurz aufwachte, hatte sich Schneeflocke an ihn gekuschelt. Er leckte zufrieden über ihr Fell und schlief wieder ein. Hier ist sie ja! Schneeflocke! Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht! Ein kleines Mädchen streichelte vorsichtig Schneeflockes Kopf. Murr war hellwach und sprang mit einem Satz auf: Deine Menschen sind da so bald schon! Er rieb seinen Kopf an ihrem: Ich hatte gehofft, dass wir noch ein wenig Zeit füreinander haben würden Das hatte ich auch gehofft!, schnurrte sie und strich an ihm entlang.

4 Du hast ja einen Verehrer!, sagte die Mutter des Mädchens lachend und wandte sich an Murr: Na, du Hübscher! Suchst du ein neues Zuhause? Er kam auf sie zu und schnupperte vorsichtig an ihrer Hand, um sich dann daran zu reiben. Warum nicht? Wir haben ja schon lange überlegt, eine zweite Katze zu nehmen, damit Schneeflocke jemanden zum Spielen hat! Soll ich mit euch mitkommen?, fragte er die weiße Katze schnurrend. Ich dachte, du gehörst zum Personal?, meinte sie augenzwinkernd. Naja, es wird Zeit, dass ich in Rente gehe, erwiderte er und stupste sie spielerisch mit der Pfote an. Wir würden gerne diesen Kater auch mitnehmen, erklärte die Frau Britta. Ist das möglich? Unseren Murr? Britta schaute bestürzt auf den roten Kater. Sie hatte ihn lieb gewonnen. Dann sah sie, wie die beiden Katzen glücklich umeinander strichen. Ach, was soll s das Wohl der Tiere geht vor! Nehmen Sie ihn mit er ist ein ganz besonderer Kater! Murr verabschiedete sich von allen Tieren und Menschen und ließ sich dann zu Schneeflocke in den Transportkäfig setzen. Mach s gut, mein Freund, rief Britta, als sie dem Auto nachwinkte, und wischte sich die Tränen aus den Augen. Nach einer kurzen Fahrt waren sie angekommen. Willkommen daheim! Murrs neue Besitzerin führte ihn durchs Haus und zeigte ihm anschließend den Garten: Hier habt ihr Platz zum Spielen aber die Straße ist tabu! Ja, das wissen wir!, schnurrten Murr und Schneeflocke artig. Komm, ich zeig die mein Lieblingsversteck!, maunzte Schneeflocke und flitzte davon. Danke! Murr rieb sich am Bein des Mädchens und folgte Schneeflocke in sein neues, rundum glückliches Katzenleben.

5 Dein Ausmalbild. Wenn du möchtest, kannst du das Bild anmalen oder mit deinen Ideen noch weiter ausschmücken. Die Figuren freuen sich über deine Beachtung und werden mit deinen Farben noch fröhlicher und lebendiger.

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