Überbetrieblicher Kurs 3 Herzlich Willkommen! zum Modul Soziales. Ziele. Weitere Themen zum LZ Auftrag des Lehrbetriebes

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1 Überbetrieblicher Kurs 3 Herzlich Willkommen! zum Modul Soziales Ziele Auftrag des Lehrbetriebes Ich zeige den Auftrag / die Aufgaben des Lehrbetriebes verständlich auf. Dabei berücksichtige ich die gesetzlichen Grundlagen und zeige Schnittstellen zu anderen Abteilungen oder Ämtern auf. Weitere Themen zum LZ Auftrag des Lehrbetriebes Zu diesem Leistungsziel besuchen Sie mehrere Module: Niederlassung/Bürgerrecht Soziales Planungs- und Baurecht Organisation/Betriebskunde ük3 ük3 ük5 ük5 1

2 Ziel Sozialwesen Bereich Soziales Um Menschen in (finanziellen) Notsituationen helfen zu können, hat die Schweiz ein soziales Netz aufgebaut. Soziale Sicherheit bedeutet die Sicherung eines angemessenen Existenzbedarfs insbesondere auch bei Krankheit, Unfall, Alter, Tod, Invalidität oder Arbeitslosigkeit. Überbetrieblicher Kurs 3 Soziale Sicherheit Soziale Sicherheit Was verstehen Sie unter dem Begriff Soziale Sicherheit? 2

3 Soziale Sicherheit Um Menschen in Notsituationen helfen zu können, hat die Schweiz ein soziales Netz aufgebaut Soziale Sicherheit bedeutet die Sicherung eines angemessenen Existenzbedarfs insbesondere auch bei Krankheit, Unfall, Alter, Tod, Invalidität oder Arbeitslosigkeit Soziale Sicherheit Idee, Zweck und Wirkung Gesetzliche Grundlagen (BV) 3-Säulen-Prinzip Versicherungssolidarität Geschichte Früher wurde die Sicherheit im wesentlichen von der Grossfamilie gewährt. Sie sorgte für die Kindererziehung und die Pflege der Alten, Hinterlassenen, Verunfallten und Kranken. Siehe Verwaltungslehrordner Seite 1 3

4 Ursachen von Bedürftigkeit Wirtschaftliche Ursachen Körperliche oder geistige Behinderung Fehlende Unterstützung Mangelnde soziale Unterstützung Altersbedingte Gebrechen Gesetzliche Grundlagen Art. 12 BV Recht auf Hilfe in Notlagen = Grundrecht «Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.» 3-Säulen-Prinzip Die erste Säule umfasst die Leistungen von AHV/IV und Ergänzungsleistungen Ziel: Existenzbedarf decken Sie erfasst alle in der Schweiz lebenden Einwohnerinnen und Einwohner Finanzierung durch die Beiträge der Erwerbstätigen, der Arbeitgeber und der öffentlichen Hand 4

5 3-Säulen-Prinzip Die zweite Säule betrifft die berufliche Vorsorge Ziel: Gewohnte Lebenshaltung in angemessenem Umfang aufrecht erhalten (zusammen mit erster Säule) Die Finanzierung erfolgt ausschliesslich über Beiträge von Erwerbstätigen und Arbeitgeber 3-Säulen-Prinzip Die dritte Säule wird durch die private Vorsorge gebildet und ist freiwillig. Ziel: Absicherung im Alter, da die Leistungen aus der 1. und 2. Säule die Lebenshaltung im gewohnten Umfang nicht mehr zu decken vermögen. 3-Säulen-Prinzip 5

6 Versicherungssolidarität Versicherte zahlen Beiträge und im Gegenzug haben sie das Recht auf Versicherungsleistungen, wenn die vorgegebenen Bedingungen eingehalten werden. Überbetrieblicher Kurs 3 Sozialversicherungen Fachgruppen Sozialversicherungen Gruppen: A: AHV, Alters- + Hinterlassenenversicherung B: IV, Invalidenversicherung C: ALV, Arbeitslosenversicherung D: KVG, Krankenversicherungsgesetz E: EO, Erwerbsersatzordnung Gruppen präsentieren ihre Lösungen im Plenum 6

7 Überbetrieblicher Kurs 3 Sozialhilfe Sozialhilfe Warum gibt es trotz Sozialversicherungen Sozialhilfebezüger? Anspruchsgruppen Ausgesteuerte Arbeitslose Alleinerziehende Kranke (z.b. Suchtkranke) Alte Junge Erwachsene ohne Berufsausbildung Working poor Randständige 7

8 Rechte Wer die Voraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf unentgeltliche Beratung und auf wirtschaftliche Hilfe Rechtsstaatliche Garantien sind einzuhalten, wozu willkürfreies und rechtsgleiches Handeln sowie ein faires Verfahren gehören Die Würde der unterstützten Personen wird gewahrt Es gelten strenge Datenschutzbestimmungen Pflichten Den unterstützten Personen wird eine Reihe von sozialhilferechtlichen Pflichten auferlegt Pflichtverletzungen können Sanktionen wie Leistungskürzungen bis hin zu Leistungseinstellungen nach sich ziehen Die wichtigsten Pflichten: Wahrheitsgetreue Auskunfts- und umgehende Meldepflicht über alle unterstützungsrelevanten Ereignisse Weisungen des Sozialdienstes müssen befolgt werden Mitwirkungspflicht Minderung der Unterstützungsbedürftigkeit Rückerstattungspflicht 8

9 Überbetrieblicher Kurs 3 Subsidiarität Subsidiarität Sozialhilfe überbrückt in Notlagen, bis ein Anspruch bei Sozialversicherungen geklärt ist und Geldleistungen ausgerichtet werden. Organisation Sozialbereich Der Sozialdienst dient als Erstanlaufstelle für Einwohner die persönliche und/oder finanzielle Hilfe benötigen. Die einzelnen Sozialdienste unterscheiden sich in der Organisation dadurch, dass einzelne Bereiche ausgelagert oder Dienste zusammengelegt worden sind. 9

10 Organisation Sozialbereich Besuchen Sie während ihrer Lehrzeit die Sozialabteilung? Wie ist die Sozialabteilung in ihrem Lernort organisiert? Bereiche? Intern oder Extern? Interne Schnittstellen Die Sozialabteilung arbeitet insbesondere mit der Finanzabteilung zusammen, da im Sozialbereich zahlreiche Finanztransaktionen stattfinden. Schnittstellen ergeben sich auch aufgrund der Aufgabenteilung zwischen politischer Sozialbehörde und Sozialamt. Externe Schnittstellen Die kommunalen Sozialämter sind Teil des Netzwerks mit zahlreichen Institutionen. Sozialversicherungsanstalt Kanton Zürich (SVA) Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) Heime Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) seit Familien- und Jugendberatungen (JFB) Krankenkassen Schulsozialarbeit und viele mehr 10

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