computern z Schnelle Netze (23): Die Trends im Süden z Smartphone & Apps: Einsatz im Handwerk z Business Intelligence: 4 Megatrends

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1 März Jahrgang CV Computern-Verlags GmbH Postfach München B ISSN i m H fachmagazin für das bauhaupt- und baunebengewerbe handwerke.de sonim Xp334o pna by presentec: Outdoor-Handy für Alleinarbeiter mit gps und totmannschaltung handwerke.de z Altersvorsorge: Was sich 2012 ändert z Kreditvergabe: Auswirkungen von Basel III internet z Schnelle Netze (23): Die Trends im Süden z Smartphone & Apps: Einsatz im Handwerk special z Business Intelligence: 4 Megatrends techniken & handwerk z Nutzfahrzeuge: Fahrzeugeinrichtungen z Vorschau: Light & Building 2012 software z Neuigkeiten für Büro & Co. e i n s t e i g e r - t i p s Bauthermografie

2 D er IBM-Mitarbeiter Hans Peter Luhn kreierte bereits 1958 den Begriff Business Intelligence als die Fähigkeit, die Wechselbeziehungen vorhandener Fakten so zu verstehen, daß daraus Handlungen zum Erreichen eines gesetzten Zieles abgeleitet werden können Heute hat es sich bewährt, Business Intelligence (BI) in enger Anlehnung an Howard Dresner, Gartner Group, treffend als Prozeß der Transformation von Daten in Information und von Information in Wissen zu bezeichnen. Allerdings ist dieser Transformationsprozeß nur dann erfolgreich, wenn er strikt darauf abzielt, die Entscheidungsprozesse im Unternehmen optimal zu unterstützen. In den 1990er Jahren schufen Bill Inmon und Ralph Kimball mit dem Data Warehouse als konsistente Datenbasis im Unternehmen einen bis heute praktizierten Lösungsansatz zur Anwendung von Business Intelligence. BI gehört heute nicht nur in großen, sondern auch in mittelständischen Unternehmen ganz selbstverständlich zum Business-Alltag. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den erreichten Entwicklungsstand kritisch zu überprüfen und sich abzeichnende Entwicklungstrends verantwortungsbewußt zu verfolgen. Status quo der deutschen BI- Situation bis zum Jahre 2010 Einen hervorragenden Überblick über die in Deutschland erreichte Quantität und Qualität der BI-Anwendung gewährt die von BARC (Business Application Research Center Würzburg) im Juli 2011 publizierte Studie Data Warehousing 2011 Status quo, Herausforderungen und Nutzen, die via zum kostenfreien Download bereitsteht. Die Ergebnisse der Studie, in die 12 Branchen einbezogen wurden, basieren auf einer Anfang 2011 durchgeführten Befragung von 206 Fachbereichs- und IT-Entscheidungsträgern in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Mehr als 60% der Befragten vertreten kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 5000 Mitarbeitern. Als wichtigste Resultate der Befragung können herausgestellt werden: Das Data Warehouse (DWH) ist für 86% der Befragten das dominierende System für die BI-bezogene Datenspeicherung. Das Datenvolumen erreicht bei 9% der Unternehmen mehr als 50 Terabyte (TB); übereinstimmend beurteilt wird die bereits beobachtete und vor allem zu erwartende Zunahme der im DWH zu speichernden Vier Megatrends für Business Intelligence Impulse für die CeBIT 2012 durch MicroStrategy s Frankfurter Symposium Prof. Dr. Klaus Kruczynski, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig Daten. 98% der Befragten charakterisieren das DWH als wichtig bzw. kritisch für ihr Unternehmen. Vertrauen in Daten als Ausdruck für Datenqualität ist für 96% der Befragten das wichtigste Ziel für den DWH-Einsatz. Aber nur 51% der Befragten halten dieses Ziel für erreicht. In über 70% der Unternehmen sind weniger als 20% der Mitarbeiter DWH-Kunden. Bei der Frage, welche Bereiche den größten Nutzen aus dem DWH ziehen, ergibt sich folgende Reihenfolge: Controlling/ Finanzen (74%), Sales/ Vertrieb (63%), Management/ Unternehmensführung (32%). Die Befragungsergebnisse verweisen sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht eindeutig auf die noch ansteigende Bedeutung des Data Warehouse als Voraussetzung für Business Intelligence, aber ii m H ebenso auf den unzureichenden i m H n d w egrad r k der mit dem DWH erreichten Datenqualität, die nach der Binsenweisheit Garbage in Garbage out (Datenmüll als Input kann nur Datenmüll als Output hervorbringen) die Hauptbedingung für den BI-Erfolg darstellt. Eine aktuelle BARC-Studie vom November 2011, deren detaillierte Ergebnisse unter abgerufen werden können, gibt Auskunft über den prosperierenden BI-Softwaremarkt in Deutschland, der für 2011 ein Wachstum von 10 bis 15% verzeichnet. Damit wird erstmals ein Marktvolumen von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Die Top-5-BI- Anbieter des Jahres 2010 auf dem deutschen Software-Markt waren SAP, Oracle, IBM, SAS und Microsoft mit insgesamt 62,5% Marktanteil. Es ist interessant, welche Positionen diese BI-Lösungsanbieter in den relevanten internationalen Gartner- Quadranten für das Jahr 2011 einnehmen, der beispielsweise via tegy.de herun- tergeladen werden kann. Bild 1 zeigt die vorteilhafte Lokalisierung der fünf Anbieter im Leaders- Quadranten und bringt zusätzlich zum Ausdruck, daß MicroStrategy unbedingt berücksichtigt werden muß, wenn es um die Abwägung von Zukunftschancen für BI-Produkte geht, auch wenn der deutsche Marktanteil mit 2,8% im Jahre 2010 nur zur Platzziffer 8 führte. Das MicroStrategy Symposium in Frankfurt am 10. November 2011 bot dazu eine ausgezeichnete Möglichkeit. Impulse durch MicroStrategy s Symposium MicroStrategy s Symposium lockte ca. 400 Teilnehmer nach Frankfurt, die sich in den angebotenen Plenar- und Spezialvorträgen (je sechs Sessions in zwei Tracks) und an den Ausstellungsständen ein umfassendes Bild vom Ist-Stand und 11

3 i m H Vier Megatrends Impulse i m H für ndie d w e r k co mputern CeBIT 2012 von den zu erwartenden BI-Entwicklungen verschaffen konnten. Bild 2 zeigt die vier durch Gartner prognostizierten Megatrends, die die bevorstehende Wandlung der BI- Welt verursachen. Nichts wird bleiben, wie es war. BI-Nutzer müssen bereit sein, sich von Vertrautem zu verabschieden und neue Dimensionen der Informationstechnologie zu erschließen. Im Folgenden soll nicht auf die Inhalte der Vorträge des Symposiums im Einzelnen eingegangen werden. Vielmehr sollen die vier Megatrends im Fokus stehen, um einen ersten Eindruck vom Ausmaß der bereits begonnenen Verschiebungen, Verwerfungen und Erweiterungen der BI- Welt erhalten zu können. Big Data, Social Computing, Cloud Computing und Mobile Computing wirken nicht nur einzeln auf Business Intelligence ein, sondern sind untereinander vernetzt und bedingen sich gegenseitig. Die vier Megatrends sind von vier Super- Konzernen umkämpft, deren Unternehmenswerte hier in Milliarden US-$ in Klammern angegeben explodieren: Apple (360), Google (200), Facebook (100) und Amazon (90). Ihr spannender Verdrängungswettbewerb und ihr gewaltiges Business haben längst die Grenzen der IT aufgesprengt und beeinflussen nicht nur unser Konsumverhalten, sondern auch unsere kulturellen Traditionen und unser Denken. In diesem Zusammenhang wird Business Intelligence zum Machtfaktor im unternehmerischen und persönlichen Kontext. 1. Megatrend 1: Big Data Das Problem der Beherrschung großer Datenmengen und die Einsicht, daß das nur unzureichend gelingt, sind nicht neu. Seit 1975 finden regelmäßig VLDB-Konferenzen statt, die sich den sehr großen (very large) Datenbanken widmen. Als Konsequenz der kontinuierlichen Meßwerterfassung durch Sensoren im Internet of Things, der explodierende Datengenerierung in sozialen Netzwerken und der App-Überflutung in Smartphones wird das Auftreten großer Datenmengen zur Mas- senerscheinung. Dieses Phänomen, das zweifellos eine digitale Revolution bewirkt, wird als Big Data bezeichnet. Nach Gartner werden unter Big Data Informationen von extremer Größe, Verschiedenartigkeit und Komplexität verstanden, die zudem mit hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten sind. Folglich umfaßt Big Data sowohl strukturierte als auch Eigenschaft Volume Velocity Variety Value unstrukturierte Informationen wie s, Bild-, Video- und Audiodateien oder Social-Media-Inhalte. Unstrukturierte Informationen, die nahezu 80 % der Gesamtinformationen bilden, wurden bislang eher stiefmütterlich behandelt und erlangen erst in der Ära von Big Data die Bedeutung, die ihrem Stellenwert entspricht. Führt man alle Daten zusam- men, die im laufenden Jahr 2012 gespeichert werden, ist deren Volumen größer als das der Datenmenge der gesamten Menschheitsgeschichte. Die weltweite Datenproduktion erhöht sich auf über ein Zettabyte (1 Zettabyte = Byte). Eine umfassende Lösung des erkannten Problems ist noch nicht in Sicht. Sie wird zusätzlich dadurch erschwert, daß der exponentiell wachsenden Datenflut eine durchschnittliche jährliche Erhöhung der IT-Budgets in Höhe von nur 2% gegenübersteht. Da nicht absehbar ist, daß der Öffnungswinkel dieser Schere sich verkleinern wird, ist es von eminenter Wichtigkeit, die genannten vier Megatrends frühzeitig zu erkennen und auf diese offensiv zu reagieren. Oracle charakterisiert Big Data, wie in Bild 3 und in der Tabelle dargestellt, durch ein V 4 -Modell mit vier Schlüsseleigenschaften. Big Data ist der Auslöser für einen Paradigmenwechsel der existierenden Data-Warehouse-Technologie. Bedingt durch die exponentiell steigenden Datenmengen muß es zukünftig gelingen, die Verarbeitungsperformance signifikant zu erhöhen, auch nichtstrukturierte Daten entsprechend dem heutigen Standard für die Analyse strukturierter Daten auszuwerten. Erklärung/ Bedeutung Big Data erfordert ein effizientes Skalieren riesiger Datenmengen. Oracle gibt das folgende Beispiel an: Ein Düsentriebwerk generiert 10 TB Daten in 30 Minuten. Mit mehr als Flügen pro Tag entstehen Petabyte-Datensilos, die von der existierenden Data-Warehouse-Technologie nicht mehr beherrscht werden können. Big Data erfordert trotz der massiven Datenströme, wie sie beim kontinuierlichen Messen in technischen Systemen oder in sozialen Netzwerken entstehen, analytische Auswertungen mit Echtzeittendenz. Big Data erfordert die Beherrschung einer Vielzahl von Datenquellen, Speichertechnologien, Datentypen und -schemata auch bei sich ändernden Prozeßbedingungen. Big Data erfordert im Interesse von Kosteneffizienz die Differenzierung von einzuleitenden Analysemaßnahmen nach deren ökonomischem Wert. Die SAP leistet mit ihren neuen HANA- Datenbanken (High-Performance Analytic Appliance), für deren Entwicklung vor allem das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut verantwortlich zeichnet, einen entscheidenden Beitrag zur Performanceverbesserung für Big Data. HANA kombiniert die In-Memory-Technologie, bei der die zu verarbeitende Datenbank direkt in den Arbeitsspeicher geladen wird, mit dem spaltenorientierten Datenbankdesign, das als eine Variante der aussichtsreichen NoSQL-Datenbanken angesehen werden kann. Microsoft tritt mit der Apollo Engine in den In-Memory-Markt ein; Oracle stellt die TimesTen In-Memory Database bereit. Um nichtstrukturierte Daten in eine auswertbare Form zu bringen, empfiehlt sich immer mehr die Hadoop-Technologie. Hadoop gehört wie Linux zur Open-Source- Familie; der bekannte Linux-Pinguin erhält Gesellschaft durch einen Elefanten, der die Überschrift zu diesem Beitrag einleitet. Hadoop basiert im Wesentlichen auf dem von Google erarbeiteten MapReduce- Algorithmus. Damit wird an die aus den 1980er Jahren bekannte Technologie des Massive Parallel Processing angeknüpft. Durch Hadoop wird es möglich, komplexe Verarbeitungsprozesse zur Transformation nichtstrukturierter Daten mit extrem großen Datenmengen in einem Computercluster auf Knotenrechner zu verteilen; Bild 4 vermittelt ein Prinzipschema. Hadoop-Implementierungen sind heute bereits durch solche Lösungspakete wie HP IDOL 10, IBM Netezza oder durch Oracle Big Data Appliance verfügbar. 12

4 2. Megatrend 2: Social Computing Unlock the Potential of Social Networks, also das Potential der sozialen Netzwerke ist zu erschließen so stimmte MicroStrategy die Teilnehmer des Symposiums bereits auf der Treppe zu den Vortragsräumen ein. Auf Grund der erreichten Mengenstruktur, die in den Bildern 5 und 6 widergespiegelt wird, ist Social Computing nicht mehr nur eine interessante technologische Spielwiese, sondern erweist sich als dominierender Technologie-Impuls und als kulturelles Phänomen Bild 5 beweist die Ausnahmestellung von Facebook innerhalb der sozialen Netzwerke, die zurzeit ca. 20% der Weltbevölkerung vereinnahmen. Im Vergleich zu Facebook mit 750 Millionen Nutzern hat die in Hamburg ansässige XING AG zwar nur bescheidene 11 Millionen Nutzer, profitiert aber von ihrer professionellen Ausrichtung. In der Länderstatistik ist China noch nicht enthalten, da im Reich der Mitte Facebook offiziell nicht erreichbar ist. In Deutschland sind 26,4% der Bevölkerung Mitglieder der Facebook- Community. 250 Millionen Menschen kommunizieren mit Facebook über ein mobiles Endgerät. Heute haben mehr Menschen Zugriff auf das Internet als auf fließendes Wasser. Ein durchschnittlicher Facebook-Nutzer wendet täglich 62 Minuten auf, um seine Verbindung zu durchschnittlich 130 anderen Facebook-Usern zu pflegen. 48% der Facebook-Nutzer in der Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren überprüfen ihre Facebook-Kommunikation, sobald sie aufwachen. Diese Aufzählung der beeindruckenden, teilweise alarmierenden Fakten ließe sich beliebig fortsetzen. Der Durchdringungsgrad für Social Computing ist längst nicht am Ende angelangt. Hier setzt die logisch konsequente Idee an, das Datenpotenzial sozialer Netzwerke für Business Intelligence zu nutzen, um daraus erhebliche Business-Chancen zu gewinnen. Aus Unternehmenssicht kommt es gewiß nicht nur darauf an, wie viele Freunde man in Facebook hat, sondern wozu man die Daten dieser Freunde nutzt. In diesem Sinne gab MicroStrategy im Juli 2011 die Einführung des Produkts Gateway for Facebook bekannt. Dieses Gateway überträgt Facebook-Daten in eine relationale Datenbank und macht sie dadurch mit konventionellen BI-Methoden wie OLAP (Online Analytical Processing) für CRM, Marketing, Vertrieb und mobile Anwendungen multidimensional auswertbar. Bild 7 gibt einen Überblick über die zukunftsweisende Lösung, die auch auf andere Anbieter des Social Computing ausgeweitet werden kann. Die Darstellung betont einerseits die Möglichkeit, Facebook-Daten durch Daten aus anderen Quellen anzureichern und andererseits den bidirektionalen Datenfluß, um bei Bedarf Unternehmensdaten in die Facebook-Struktur einfließen zu lassen. Der Gateway-Anwender wird von MicroStrategy zusätzlich dadurch unterstützt, daß die notwendigen komplexen IT-Prozesse cloudbasiert ablaufen; auf die MicroStrategy-Cloud wird im Folgenden eingegangen. MicroStrategy versichert, Facebook-Richtlinien für den Datenzugriff und Datenschutz strikt einzuhalten. Die Praxis wird zeigen, inwieweit bei der Gateway-Anwendung die Bestimmungen des Safe-Harbor- Abkommens zwischen der Europäischen Union und den USA eingehalten werden. An dieser Stelle sei daran erinnert, daß Verbraucherschutzministerin Aigner auf dem deutschen IT-Gipfel im Dezember 2011 in München ausdrücklich darauf hingewiesen hat, daß immer noch eklatante Verstöße zu beklagen sind. 3. Megatrend 3: Cloud Computing Die Geburtsstunde der Ära des Cloud Computing (CC) wird auf den August 2006 festgelegt, als die Testversion von Amazon s p i m H I nternet Elastic Compute icloud m H (EC2) n d w eanlief. r k In einer ersten Annäherung wird unter CC die Möglichkeit verstanden, daß Programme und Daten nicht mehr auf lokalen Rechnern installiert werden müssen, sondern aus einer Wolke von im Internet verteilten Servern dem Nutzer on Demand also bei Bedarf verfügbar gemacht werden. IT-Leistung soll wie erwünschter Regen aus einer Wolke fallen oder, anders ausgedrückt, wie Strom aus der Steckdose bezogen werden können, wenn Bedarf danach besteht. Nach Forrester erreichten die weltweiten Investitionen in das Cloud Computing im Jahre 2011 eine Größenordnung von 18,6 Milliarden US-$; innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre wird eine Jahresgröße von 117 Milliarden US-$ erwartet. Auch in Deutschland gewinnt CC rasant an Bedeutung. Laut einer Studie von Avanade nutzen bereits 75% der deutschen Unternehmen IT-Dienste aus der Wolke ; für Europa wird der CC-Anteil mit 68% angegeben. Vor allem fünf Nutzenelemente begründen den Erfolg des Cloud Computing: Kosteneinsparungen insbesondere durch das On-Demand-Modell, Skalierung der Rechenleistung in Echtzeit, automatisches Updating für den Cloud-Kunden, zeitund ortsunabhängige Verfügbarkeit, erhöhte Sicherheit, auch im Katastrophenfall. Die Entwickler von Business-Intelligence- Software haben längst die Vorteile von Cloud Computing für ihre BI-Kunden entdeckt. An dieser Stelle soll deshalb kurz auf die MicroStrategy Cloud eingegangen werden. Diese BI-Cloud brilliert durch ihre Best-of-Breed-Lösung, die im Eigenbetrieb bei einem Kunden im Normalfalle nicht bezahlbar wäre: ETL durch Informatica, ParAccel Datenbank, Data Warehouse von IBM Netezza, MicroStrategy s Intelligence Server für OLAP. MicroStrategy bietet unter Cloud Personal via einen kostenfreien Zugang zu seiner Cloud- Lösung an. Wie die folgenden Screenshots demonstrieren, genügt das Hochladen einer Excel-Datei, um sie dann mit BI-Tools auszuwerten und gewünschte Ergebnisse in Dashboards anzuzeigen. Bild 8 zeigt einen 13

5 i m H Vier Megatrends Impulse i m H für ndie d w e r k co mputern CeBIT 2012 Auszug der verwendeten Excel-Tabelle, die aus Microsoft s bekannter Nordwind- Demodatei stammt. Nach dem Hochladen und dem Bestimmen von Attributen und Metriken können sofort eindrucksvolle Dashboards generiert werden. Wird beispielsweise eine Heat Map ausgewählt und Deutschland herausgefiltert, ergibt sich, wie in Bild 9 gezeigt, ein intuitiver Ergebnisnachweis. Wenn dann Finnland als Filtermerkmal bestimmt wird, generiert das System eine Heat Map, die in Bild 10 als Ausschnitt dargestellt wird. Selbst die spielerische Auseinandersetzung mit MicroStrategy s Cloud Personal trägt dazu bei, Business Intelligence nutzerfreundlich zu erleben und Vorbehalte gegenüber einer Cloud- Lösung abzubauen. Megatrend 4. 4: Mobile Computing Der mittlerweile 70-jährige Weg vom ersten Elektronenrechner bis hin zu mobilen Computer-Applikationen ist durch fünf Computergenerationen gepflastert: Mainframe Computing Mini Computing Personal Computing Desktop Internet Computing Mobile Internet Computing. Die Internet-Nutzung auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets hat die Welt sowohl im privaten als auch im Business- Bereich entscheidend verändert. Die letzte Etappe des aufgezeichneten Weges ist vor allem durch zwei Namen geprägt: Steve Jobs, Apple und Andrew Rubin, Google. Apple hat aus dem Mobiltelefon mehr gemacht als eine Sucht. Es ist Lebenspartner, ständiger und geliebter Begleiter, Freund. Und Apple hat diese Entwicklung so gut wie im Alleingang geschafft. Natürlich ist der Erfolg mit einem Namen verbunden: Steve Jobs. Er wollte nie einfach nur technische Konsumprodukte schaffen, um eine bestehende Nachfrage zu befriedigen. Er wollte Lebenswelten verändern. Google hat zu einer Jagd auf die Smartphone- Herrschaft von Apple angesetzt, die nur atemlos zu nennen ist. Android wurde von Andrew Andy Rubin entwickelt, einem der legendärsten Tüftler des Silicon Valley. Sein System läuft auf über 300 Handy-Typen und Tablets im Gegensatz zu dem von Apple, das nur auf den hauseigenen Geräten funktioniert. [ Die fantastischen Vier in DER SPIEGEL 49/ 2011] Bild 11 ist Ausdruck des harten Kampfes zwischen Apple und Google. Während Apple ios im 3. Quartal 2011 einen Marktanteil von 15,0 % hatte, stieg Android auf 52,5 % auf. Im gleichen Zeitraum wurden erstmals mehr Smartphones & Tablets als PCs & Laptops verkauft. Erfolgreiche Geschäftstätigkeit bedingt fundierte kundenbezogene Entscheidungen, auch wenn sie immer kurzfristiger und zudem in einem globalen Umfeld gefällt werden müssen. Ohne den Einsatz von Business Intelligence kann dieser Herausforderung nicht mehr entsprochen werden. So liegt es nahe, dem erhöhten Mobilitätserfordernis des Business durch die Verbindung von BI mit mobiler Computertechnologie in effizienter Weise Rechnung zu tragen. Mobile Intelligence ist das Ergebnis der in jüngster Zeit geleisteten Synergieanstrengungen. Nach Gregory McGrath, Information Builders, führt Mobile Intelligence für die Nutzer zu folgenden Vorteilen: verbesserte Agilität, um Marktveränderungen und Kundeninteressen zu entsprechen, erhöhte Mitarbeiterproduktivität durch ungehinderten Zugriff auf relevante Daten, erweiterte Möglichkeiten für die interne und externe Zusammenarbeit von Unternehmen, steigende Kundenzufriedenheit. MicroStrategy ist der führende Lösungsanbieter für Mobile Intelligence. Über 150 Unternehmen haben bereits Apps gemeinsam mit dem größten unabhängigen börsennotierten BI-Anbieter entwickelt. Der Anwendungshorizont scheint unendlich groß zu sein. Nach Meinung von MicroStrategy wird alles, was jeder heute schreibt, trägt und berührt, durch Mobile Intelligence ersetzt werden. Dazu zählen: Bargeld, Kreditkarten, Security Karten, Zugangskarten, Schlüssel, Kamera, Album, Radio, Belege, Notizen, Tickets, Kundenkarten, Versicherungen, Landkarten, Adreßbücher, Tagebücher, Familienfotos es folgen weitere 16 Beispiele. Die Aufzählung möge überzogen sein, aber im Kern ist sie real. Was heute vor allem fehlt, sind weltweit akzeptierte Gesetze zur Einhaltung von Datensicherheit und -schutz. Business Intelligence im Zentrum der vier Megatrends Dank der vier Megatrends ist Business Intelligence auf einem ungebrochenen Vormarsch. Vor allem durch Cloud und Mobile Computing eröffnet BI auch für mittelständische Unternehmen, die in Deutschland einen erheblichen Nachholbedarf in Bezug auf den BI-Einsatz haben, neue Chancen, in dem sich verschärfenden globalen Wettbewerb zu bestehen. Die bevorstehende CeBIT wird Meinungskorrekturen und Wissenserweiterungen bewirken. Die Global Conferences und das BI Forum werfen schon heute ihre Schatten voraus. 14

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