Qualitäts-Kompass 2016 AHG Klinik Münchwies Zentrum für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Suchtmedizin

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1 Die ist eine 1977 eröffnete Rehabilitationsfachklinik, die über zwei Hauptabteilungen, die Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen und die Abteilung für psychische und psychosomatische Erkrankungen verfügt. Zusätzlich wurde der Klinik 2015 durch den federführenden Beleger eine neue Teilgebietsbezeichnung im Bereich Psychosomatik, die Abteilung für die medizinische Rehabilitation bei Verhaltensstörungen durch intensiven Gebrauch von Computer und Internet sowie Pathologischem Glücksspiel zugewiesen. In der 244 Betten umfassenden Klinik werden Patienten* behandelt mit: - Alkohol- bzw. Medikamentenabhängigkeit - affektiven Störungen (z.b. Depressionen) - somatoformen Störungen und chronischen Schmerzzuständen - schädlichem Gebrauch von Alkohol bzw. suchtpotenten Medikamenten - Persönlichkeitsstörungen - Anorexia bzw. Bulimia nervosa und anderen Essstörungen - Adipositas (per magna) - posttraumatischen Belastungsstörungen - Angststörungen (z.b. Agoraphobien bzw. Panikattacken) - dissoziativen Störungen (Konversionsstörungen) - pathologischem Glücksspielen - pathologischem PC-/Internet-Gebrauch - Problemen am Arbeitsplatz / durch Arbeitslosigkeit - Beziehungsstörungen, insbesondere im Bereich der Partnerschaft Mitarbeiter in der AHG Klinik (Vollzeitkräfte) 5,1 11,4 16,2 12 Ärzte 45,3 Therapeuten Pflegepersonal Med.-technisches Personal Weiteres Personal Federführender Kostenträger ist die Deutsche Rentenversicherung. Die hat einen Versorgungsvertrag nach 111 SGB V und erfüllt zudem die Voraussetzungen der Beihilfeverordnung. Die wird von allen Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung belegt. Außerdem erfolgt Kostenerstattung durch die private Krankenversicherung sowie die öffentlichen Kostenträger. * zur besseren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet. Turmstraße 50-58, Neunkirchen - Saar fon: fax: u. 420 IK: Träger bis Juli AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft Benrather Schlossallee Düsseldorf Träger ab Juli MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG Bismarckstraße Berlin Seite 1 von 8

2 Neuerungen und Projekte 2016 Im Juli 2016 wechselte die Trägerschaft der von der Allgemeinen Hospitalgesellschaft AHG AG mit Sitz in Düsseldorf zur Unternehmensgruppe MEDIAN B.V. & Co. KG. mit Sitz in Berlin. Im November 2016 fand ein Rechtsformwechsel von AG zu GmbH statt. Kooperationsvereinbarung mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Weiterführung des Projektes Trauma Netzwerk Saarland mit dem Ziel der Verbesserung der psychologischen Betreuung von Gewaltopfern. Damit öffnet die einen zweiten Standort im Saarland für eine Traumaambulanz neben der bereits bestehenden Traumaambulanz der AHG Klinik Berus. Beratungen/Betreuung von Gewaltopfern wurden in 2016 durchgeführt. Seit Herbst 2016 Teilnahme am Projekt "TelNa"-Implementation eines telefonischen Nachsorgeangebotes für Rehabilitanden nach stationärer Alkoholentwöhnung der DRV Bund/Charité. Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte bei bevorstehender Software-Migration. Turmstraße 50-58, Neunkirchen - Saar fon: fax: u. 420 IK: Kooperationspartner DEGEMED, Berlin Mitgliedschaft Fachverband Sucht, Bonn (FVS) Zertifizierungen Zusatzzertifizierungen RAL Gütezeichen Kompetenz richtig essen IHK / HWK Gütesiegel Seite 2 von 8

3 Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen (stationär und ganztägig ambulant) Anzahl der Patienten in der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen der Entlassene Patienten 2016: 730 Erstdiagnosen Komorbidität Alkoholabhängigkeit (F102) Andere stoffgebundene Abhängigkeit (F112-F192) Pathologisches Glücksspielen (F630) Durchschnittliche Anzahl aller - Entlassungsdiagnosen pro Patient: 6,3 - Psychiatrischen Diagnosen pro Patient (F-Diag): 3,4 - Somatischen Diagnosen pro Patient: 2,9 Andere Erstdiagnosen Quelle: Entlassungsstatistik 2016 der Durchschnittliche Therapiedauer in Stunden pro Woche und Patient G Psychotherapie E Ergo-, Arbeitstherapie u.a. L Rekreationstherapie A Sport-, Bewegungstherapie C Information, Motivation, Schulung F Klinische -, Neuropsychologie H Rehapflege D Klinische Sozialarbeit B Physiotherapie K Physikalische Therapie 0,2 0,3 0,2 0,3 0,5 1,1 2,4 3,4 4,5 7, Quelle: Auswertung der KTL 2016 der AHG Klinik Rückmeldung 2015** aus dem Programm zur Reha-Qualitätssicherung der DRV zur therapeutischen Versorgung (KTL) für die im Jahr 2014 durchgeführten therapeutischen Leistungen: 99,2 von 12,5 Punkte über Vergleichsgruppe 100 QP* Abhängigkeitserkrankungen ** letzte Rückmeldung Behandlungsdauer und Entlassungsart Behandlungsdauer in Tagen Entlassungsform Alle Entlassungen 81,9 Regulär 62,3% Planmäßige Entlassungen* 86,9 Planmäßig* 90,4% % 20% 40% 60% 80% 100% *planmäßige Entlassungen umfassen die Entlassungsformen: regulär, vorzeitig auf ärztliche Veranlassung vorzeitig mit ärztlichem Einverständnis, Wechsel zu ambulanter, ganztägig ambulanter, stationärer Reha Quelle: Entlassungsstatistik 2016 der Seite 3 von 8

4 Patientenzufriedenheit gem. interner Befragung 2016, Schulnotenskala (1 bis 6) Note Behandlungs- maßnahme gesamt 2,2 Rücklaufquote 79,6% gem. Befragung durch die DRV (Quelle Deutsche Rentenversicherung Rückmeldung adjustiert) Zufriedenheit gesamt 68 von 100 QP Beschwerdequote bei der DRV (Bezug: Beschwerden bei der DRV, bezogen auf alle Patienten des Entlassungsjahres 2016) 0% Weiterempfehlungsquote 79,0% Rücklaufquote 79,6% Subjektiver Behandlungserfolg 81 von 100 QP Ergebnisqualität Behandlungserfolg (Abstinenz und Abstinenz nach Rückfall) Leistungsfähigkeit 2016 bei Entlassung DGSS 1 76,3% Leistungsfähigkeit im letzten Beruf 1,2% DGSS 4 46,0% 0% 50% 100% ein Jahr nach Behandlungsende für den Entlassungsjahrgang 2014 (Katamnese 2015) 38,4% 60,4% unter 3 Std. 3 bis unter 6 Std. 6 Std. und mehr Die Berechnung der Erfolgs- und Abstinenzquoten orientiert sich an den Standards der DGSS (Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie). Nach Berechnungsform 1 (DGSS 1) werden alle erreichten Patienten, die planmäßig aus der stationären Behandlung entlassen wurden als Basis der Berechnung der Erfolgs- und Abstinenzquoten herangezogen. Bezugsbasis für die Berechnungsform 4 (DGSS 4) als konservative Schätzung des Behandlungserfolgs, die eine systematische Unterschätzung darstellt, sind alle entlassenen Patienten, wobei alle nicht erreichten Patienten hierbei als rückfällig gewertet werden. Leistungsfähigkeit allgemein 11,5% 2,3% 86,2% unter 3 Std. 3 bis unter 6 Std. 6 Std. und mehr Quelle: Entlassungsstatistik 2016 und Katamnese Entlassjahrgang 2014 der Seite 4 von 8

5 Weitere Ergebnisse des externen Qualitätssicherungsprogramms der Deutschen Rentenversicherung Peer Review: Mit dem Peer Review-Verfahren wird die Qualität des Reha-Prozesses erfasst. Dazu werden von erfahrenen Reha- Medizinern des jeweiligen Fachgebietes (Peers) zufällig ausgewählte anonymisierte ärztliche Entlassungsberichte sowie die Therapiepläne der Rehabilitanden begutachtet. 81 von 100 QP* 7 Punkte über Vergleichsgruppe Abhängigkeitserkrankungen Ergebnisse (Letzter Bericht 2011 der DRV, Bereich Reha-Qualitätssicherung). Aktuellere Ergebnisse liegen wegen Umstellung auf den neuen Entlassungsbericht 2015 bislang nicht vor. Reha-Therapiestandards: Die Rückmeldung zu den Reha-Therapiestandards gibt Auskunft darüber, inwieweit Rehabilitanden mit entsprechender Diagnose gemäß den in den Reha-Therapiestandards formulierten Qualitätsamforderungen der Deutschen Rentenversicherung behandelt werden. Reha-Therapiestandards: Erstdiagnose Alkoholabhängigkeit 96 von 100 QP* 7 Punkte über Vergleichsgruppe Abhängigkeitserkrankungen Ergebnisse (Bericht 2015 der DRV, Bereich Reha-Qualitätssicherung) Seite 5 von 8

6 Abteilung für psychische und psychosomatische Erkrankungen (stationär und ganztägig ambulant) Anzahl der Patienten in der Abteilung für psychische und psychosomatische Erkrankungen der Entlassene Patienten 2016: 639 Erstdiagnosen F6 F3 F4 F5 Andere Erstdiagnosen F6 Persönlichkeits- und Verhatensstörungen davon: F630 Pathologisches Glücksspiel N=200 F688 Pathologischer PC-/Internetgebrauch N=68 F3 Affektive Störungen F4 Neurotische-. Belastungs- und somatoforme Störungen z.b. Angststörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen F5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen oder Faktoren (hier: Essstörungen) Komorbidität Durchschnittliche Anzahl aller - Entlassungsdiagnosen pro Patient: 5,6 - Psychiatrischer Diagnosen pro Patient (F-Diag): 3,0 - Somatischer Diagnosen pro Patient: 2,5 Quelle: Entlassungsstatistik der 2016 Durchschnittliche Therapiedauer in Stunden pro Woche und Patient G Psychotherapie L Rekreationstherapie A Sport-, Bewegungstherapie E Ergo-, Arbeitstherapie u.a. C Information, Motivation, Schulung F Klinische -, Neuropsychologie B Physiotherapie K Physikalische Therapie D Klinische Sozialarbeit H Rehapflege 0,3 0,2 0,3 0,2 0,5 1,1 3,2 2,9 3,9 7, Quelle: Auswertung der KTL 2016 der Rückmeldung 2015** aus dem Programm zur Reha-Qualitätssicherung der DRV zur therapeutischen Versorgung (KTL) für die im Jahr 2014 durchgeführten therapeutischen Leistungen: 3 Punkte über Vergleichsgruppe 92 von 100 QP* Psychosomatik ** letzte Rückmeldung Seite 6 von 8

7 Behandlungsdauer und Entlassungsart Behandlungsdauer in Tagen Entlassungsform Alle Entlassungen 48,3 Regulär 80,3% Planmäßige Entlassungen* 50,3 Planmäßig* 92,0% % 20% 40% 60% 80% 100% *planmäßige Entlassungen umfassen die Entlassungsformen: regulär, vorzeitig auf ärztliche Veranlassung vorzeitig mit ärztlichem Einverständnis, Wechsel zu ambulanter, ganztägig ambulanter, stationärer Reha Quelle: Entlassungsstatistik 2016 der Patientenzufriedenheit gem. Interner Befragung 2014, Schulnotenskala (1 bis 6) gem. Befragung durch die DRV (Quelle Deutsche Rentenversicherung Rückmeldung 2015, adjustiert, Vergleichsgruppe Psychosomatik) Beschwerdequote bei der DRV (Bezug: Beschwerden bei der DRV, bezogen auf alle Patienten des Entlassungsjahres 2016) Note Behandlungsmaßnahme gesamt 2,2 Rücklaufquote 86,4 % Zufriedenheit gesamt 76 von 100 QP 1,1 % Weiterempfehlungsquote 80,3% Rücklaufquote 85,8 % Subjektiver Behandlungserfolg 71 von 100 QP Ergebnisqualität Leistungsfähigkeit 2016 bei Entlassung Leistungsfähigkeit im letzten Beruf Leistungsfähigkeit allgemein 1,9% 3,1% 8,8% 34,7% 60,6% 85,8% unter 3 Std. 3 bis unter 6 Std. 6 Std. und mehr unter 3 Std. 3 bis unter 6 Std. 6 Std. und mehr Quelle: Entlassungsstatistik 2016 der Behandlungserfolg Systematische Auswertungen der Einjahres-Routine-Katamnese der Abteilung für psychische und psychosomatische Erkrankungen liegen bislang nicht vor. Seite 7 von 8

8 Weitere Ergebnisse des externen Qualitätssicherungsprogramms der Deutschen Rentenversicherung Peer Review: Mit dem Peer Review-Verfahren wird die Qualität des Reha-Prozesses erfasst. Dazu werden von erfahrenen Reha- Medizinern des jeweiligen Fachgebietes (Peers) zufällig ausgewählte anonymisierte ärztliche Entlassungsberichte sowie die Therapiepläne der Rehabilitanden begutachtet. 89 von 100 QP* 18 Punkte über Vergleichsgruppe Psychosomatik und damit beste Klinik in der Gesamtbeurteilung von 125 Kliniken Ergebnisse (Letzter Bericht 2011 der DRV, Bereich Reha-Qualitätssicherung). ). Aktuellere Ergebnisse liegen wegen Umstellung auf den neuen Entlassungsbericht 2015 bislang nicht vor. Reha-Therapiestandards: Die Rückmeldung zu den Reha-Therapiestandards gibt Auskunft darüber, inwieweit Rehabilitanden mit entsprechender Diagnose gemäß den in den Reha-Therapiestandards formulierten Qualitätsamforderungen der Deutschen Rentenversicherung behandelt werden. Reha-Therapiestandards: Erstdiagnose Depressive Störung 98 von 100 QP* 16 Punkte über Vergleichsgruppe Psychosomatik Ergebnisse (Bericht 2015 der DRV, Bereich Reha-Qualitätssicherung) Seite 8 von 8

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