Problemgeschichte und Theorie-Entwicklung der psychotherapeutischen Schulen I (Methodenübergreifende Einführung)

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Problemgeschichte und Theorie-Entwicklung der psychotherapeutischen Schulen I (Methodenübergreifende Einführung)"

Transkript

1 Problemgeschichte und Theorie-Entwicklung der psychotherapeutischen Schulen I (Methodenübergreifende Einführung) ZfPFI Zeitschrift für freie psychoanalytische Forschung und Individualpsychologie Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 1

2 "Ich glaube mich an keine strenge Regel und Voreingenommenheit gebunden, vielmehr huldige ich dem Grundsatz: alles kann auch ganz anders sein" (Alfred Adler,1933) Individualpsychologie Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 2

3 Der Mensch Alfred Adler Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 3

4 Biographie: 1870 Am 7. Februar 1870 in Wien als zweiter Sohn von sieben Kindern eines jüdischen Getreidehändlers aus dem Burgenland geboren. Später konvertiert Adler zum Protestantismus. Die Familie lebte in der Wiener Vorstadt, im 15. Bezirk. Adler war ein kränkelndes Kind, litt an Rachitis und Stimmritzkrämpfen, konnte erst mit vier Jahren laufen. Mit fünf Jahren hatte er eine Lungenentzündung, die ihn fast sein Leben kostete. Der Tod des jüngeren Bruders und seine eigene schwache Gesundheit ließen ihn als Kind zur Entscheidung kommen, Arzt zu werden, wie er selbst in seinen Kindheitserinnerungen beschreibt, um die Furcht vor dem Tod zu überwinden. Alfred Adler mit fünfzehn Jahren Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 4

5 1888 Matura, Immatrikulation an der Wiener Universität, Studium der Medizin 1895 Promotion zum Dr. med. Ausbildung zum Augenarzt, später zum Internisten und Neurologen 1897 Heirat mit Raissa Timofejevna Epstein, die politisch feministisch sehr aktiv war. vier Kinder: Valentine, Alexandra, Nelly, Kurt (Alexandra und Kurt arbeiten später als Psychiater und Psychotherapeuten in New York) 1898: Gesundheitsbuch für das Schneidergewerbe Geburt von Valentine 1899: Eröffnung einer allgemeinmedizinischen Arztpraxis in Wien. Adler lernt Freud kennen. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 5

6 Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 6

7 1907 Studie über die Minderwertigkeit von Organen Alfred Adler wird damit zu einem Pionier der Psychosomatik. Der Begriff Organminderwertigkeit wird Ausgangspunkt eines medizinischen und tiefenpsychologischen Ansatzes zum Verständnis über die Selbstregulationsmöglichkeiten des Körpers und der Psyche Obmann (Präsident) der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Herausgeber zusammen mit Wilhelm Stekel des Zentralblatts für Psychoanalyse 1911 Adler hält zwei Vorträge in der Psychoanalytischen Vereinigung, die die Freudsche Sexualtheorie der Neurose in Frage stellen: Zur Kritik der Freudschen Sexualtheorie des Seelenlebens Adler wird daraufhin zum Austritt gedrängt und gründet die Gesellschaft für freie Psychoanalyse, die schon bald in Gesellschaft für Individualpsychologie umbenannt wird. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 7

8 1914 Gründung der Zeitschrift für Individualpsychologie zusammen mit Carl Furtmüller 1922 Erster Internationaler Kongress der Individualpsychologen in München Das erste Heft Internationale Zeitschrift für Individualpsychologie erscheint Aus Anlass seines 60. Geburtstags wird er zum (Ehren-) Bürger Wiens ernannt. 5. Internationaler Kongress für Individualpsychologie in Berlin mit über 2000 Teilnehmern. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 8

9 individualpsychologische Vereinigungen in 16 Ländern. Formale Übersiedlung nach New York. Tätigkeit als Psychotherapeut und Vortragsredner. Lehrstuhl für Klinische Psychologie am Long Island Medical College Gründung des International Journal of Individual Psychology (amerikanische Ausgabe) Übersiedlung von Raissa und den Kindern Adlers nach New York Adler stirbt am 28. Mai in Aberdeen, Schottland, während einer Vortragsreise an einem Herzinfarkt Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich wird der Verein am von Amtes wegen aufgelöst Der Verein für Individualpsychologie wird in Wien wiedererrichtet. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 9

10 Die Individualpsychologie Alfred Adlers - ein Kurzüberblick Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 10

11 Der Name "Individualpsychologie" meint die unteilbare Einheit von Körper, Seele und Geist des Individuums in ihrer Einzigartigkeit.. Das Menschenbild der Individualpsychologie Individualpsychologie Körper Geist Seele Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 11

12 Das Menschenbild der Individualpsychologie Der Kerngedanke von Adlers Persönlichkeitstheorie ist das Konzept eines "einheitlichen, zielgerichteten, schöpferischen Individuums, das in gesundem Zustand in einer positiven, konstruktiven, ethischen Beziehung zu seinen Mitmenschen steht" (Ansbacher & Ansbacher, 1982). Die Individualpsychologie geht nicht von einzelnen Elementen aus, sondern vom Menschen als einem organischen Ganzen. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 12

13 Die drei Lebensaufgaben Liebe und Partnerschaft Leistung und Beruf Gemeinschaft Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 13

14 Das Menschenbild der Individualpsychologie Wie Freud unterscheidet Adler zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten. Das Unbewusste führt kein dem Bewusstsein entgegengesetztes Eigenleben. Die verschiedenen psychischen Funktionen wie Denken, Fühlen, Handeln, Wahrnehmen, Lernen stehen alle im Dienst einer einheitlich ausgerichteten Motivation. Finalität Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 14

15 Finalität: Wozu? Alles Seelenleben ist zielgerichtet. Der Mensch ist weder durch seine Erbanlagen noch durch frühkindliche Umwelteinflüsse vollständig kausal determiniert. Die eigentliche Ordnung ist das ziel- und zweckgerichtete Handeln, das sich nur einer teleologischen Betrachtungsweise erschließt. Dieser teleologische Ansatz unterscheidet die Individualpsychologie von allen anderen psychologischen Theorien. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 15

16 Finalität Bereits 1912 wies Adler darauf hin, dass das Individuum aus dem Gefühl der Minderwertigkeit, der Unterlegenheit heraus, das durch die Kleinheit und Schwäche eines Kindes gegenüber dem Erwachsenen entsteht, meist unbewusst, aber sicher unverstanden, ein Persönlichkeitsideal, eine "Fiktion persönlicher Überlegenheit" schafft (Ansbacher & Ansbacher, 1982, S.105). Nie wirkt das gleiche Erlebnis auf zwei Menschen gleich. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 16

17 Finalität Jeder Mensch strebt danach, das Gefühl der Minderwertigkeit zu überwinden, um Sicherheit und Macht zu erreichen. Die Persönlichkeit des Menschen, sein Handeln und Fühlen, kann daher teleologisch erklärt werden. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 17

18 Frühes Konzept der Individualpsychologie Die Organminderwertigkeit Eine Krankheit betrifft immer das anfällige (= schwache) Orgen, das auf krankmachende Einflüsse aus der Umwelt reagiert ( locus minoris resistentiae ) Psychosomatik Später auch von Psychoanalyse formuliert: Franz Alexander (1950), Stavros Mentzos (2010): erhöhte Verletzbarkeit eines Organs bewirkt psychosomatische Reaktion auf emotionalen Stress. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 18

19 Organminderwertigkeit Organdialekt = Ausdrucksmöglichkeit eines innerpsychischen Konfliktes, der nicht in Worte gefasst werden kann. Streben nach Überlegenheit in entmutigter Form Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 19

20 Minderwertigkeitsgefühl Das Kind kommt als unterlegenes, abhängiges Wesen auf die Welt. Sich klein, schwach und abhängig zu fühlen ist das ursprüngliche, normale Gefühl des Kindes. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 20

21 Minderwertigkeitsgefühl Grundsituation jedes Menschen. Es entsteht aus dem Erleben des kleinen Kindes, im Vergleich zu seiner Umgebung, der Erwachsenenwelt, hilflos, schwach und abhängig zu sein. Bestimmte Erfahrungen in der frühen Kindheit können dieses Gefühl, das zu negativer Selbstbewertung führt, zu einem Minderwertigkeitskomplex verstärken, der dann die Basis zu neurotischen Entwicklungen legt. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 21

22 Minderwertigkeitsgefühl objektive Minderwertigkeit = ein Mensch ist durch geschädigte Organe behindert ( Organminderwertigkeit ), oder die Tatsache, dass der Säugling in seinen Möglichkeiten dem weiterentwickelten Kind oder dem Erwachsenen unterlegen ist. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 22

23 Minderwertigkeitsgefühl Minderwertigkeitsgefühl = das subjektive Erleben dieses objektiv gegebenen Sachverhalts. Der Grad seiner Ausprägung ist nicht nur von der objektiven Minderwertigkeit abhängig, sondern insbesondere von der Art und Weise, wie ein Mensch als Kleinkind von seinen Bezugspersonen akzeptiert und ermutigt wurde und wie er von seinen Mitmenschen angenommen wird. Das Minderwertigkeitsgefühl darf also, obwohl bei jedem Menschen vorhanden, nicht als eine fixe Größe betrachtet werden. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 23

24 Minderwertigkeitsgefühl Minderwertigkeitskomplex = ein Individuum stellt seine Minderwertigkeit zur Schau, spielt sie aus, um damit Anerkennung, Überlegenheit, Geltung und/oder Macht zu erlangen. (z.b. jemand fordert durch besondere Empfindlichkeit dauernd besondere Rücksichtnahme und Zuwendung ein; übt durch Angstzustände über seine Mitmenschen Macht aus, usw). Der Minderwertigkeitskomplex ist der Ausdruck der Entmutigung und macht deutlich, dass ein Mensch an einer Neurose leidet. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 24

25 Minderwertigkeitsgefühl Andererseits bezeichnet Adler das Minderwertigkeitsgefühl auch als Motor der Entwicklung ( Überwindungsstreben ). Vom Minus ins Plus Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 25

26 Kompensation Die Kompensation ist die gesunde Reaktion des unneurotischen Menschen, der annehmen kann, dass er nicht perfekt ist. Er strebt danach, seine Minderwertigkeit auszugleichen, zu kompensieren. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 26

27 Neurotische Sicherungstendenz (Selbstwertschutz) Vermeidung Situation, in der sich der Mensch bewähren sollte, wird vermieden Überkompensation Aus dem Mangel einen Vorzug machen wollen; in einem anderen Bereich überdurchschnittlich sein Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 27

28 Gemeinschaftsgefühl Der Mensch ist ein Wesen, das in der Gemeinschaft lebt. Jeder Mensch sucht seinen wertgeschätzten Platz innerhalb der Gemeinschaft seiner Mitmenschen. Jeder Mensch will von der Gemeinschaft profitieren und will, dass die Gemeinschaft von ihm profitiert. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 28

29 Gemeinschaftsgefühl Ist ein Potential, das jeder Mensch ins Leben mitbringt. Es hängt von den Erfahrungen, die er macht, ab, ob sich daraus Gemeinschaftsgefühl oder Machtstreben entwickelt. Die Fähigkeit zu mitmenschlichen Beziehungen wird durch Erfahrungen in der Interaktion der frühen Kindheit gebahnt, der Grad an Gemeinschaftsgefühl ist das Kriterium für psychische Gesundheit. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 29

30 Gemeinschaftsgefühl Durch das Gemeinschaftsgefühl wird das Streben nach Macht zum Streben nach Vollkommenheit modifiziert, zur "sozial nützlichen Seite" gelenkt, während der Mangel an Gemeinschaftsgefühl zu persönlichem Machtstreben und einer Ausrichtung nach der "sozial unnützlichen Seite" des Lebens führt. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 30

31 Tendenziöse Apperzeption = Das Wahrzunehmende wird mit Hilfe der eigenen Denk- und Fühlstrukturen erfasst und in diese Strukturen eingebaut. Verantwortlich für das, was wir wahrnehmen, sind nicht nur die von außen kommenden Sinnesreize, sondern ebenso unsere individuellen Voraussetzungen: Weltanschauung, Interessen, bereits gemachte Erfahrungen, Wissen, Denkstil, Art und Weise des Fühlens und Denkens, Stimmungen, Bedürfnisse. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 31

32 Tendenziöse Apperzeption Wechselbeziehung zwischen der Wahrnehmung und dem Lebensstil: frühe Erlebnisse (Wahrnehmungen) bestimmen die Ausbildung des Lebensstils, der Lebensstil gestaltet die Wahrnehmung. Wahrnehmung ist nicht die Abbildung von Tatsachen, sondern das subjektive Bild dieser Tatsachen. Nicht das Ereignis ist bestimmend, sondern die Bedeutung, die dem Ereignis gegeben wird. Lebensstil Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 32

33 Lebensstil Jeder trägt eine 'Meinung' von sich und den Aufgaben des Lebens in sich, eine Lebenslinie und ein Bewegungsgesetz, das ihn festhält, ohne dass er es versteht, ohne dass er sich darüber Rechenschaft gibt. (Adler, 1933a) Jeder Mensch versucht, die im Kleinkindalter erlebte Minderwertigkeit durch ein Streben nach Vollkommenheit auszugleichen (zu kompensieren). So legt er sich in seiner Kindheit aufgrund seiner Erfahrungen eine Leitlinie zurechtgelegt, wie er dieses Ziel erreichen kann: Der Lebensstil als weithin unbewusstes (unverstandenes) Programm umfasst sowohl das Selbstkonzept (die Meinung von sich selbst), die Ziele des Individuums (die Vorstellungen darüber, was es meint, erreichen zu sollen), die Meinung von der Welt und formt die Verhaltensstrategien, die es für geeignet hält, um von seinem subjektiven Ausgangspunkt zum Zielpunkt zu gelangen. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 33

34 Lebensstil Der Mensch kann nicht die Ereignisse ändern, aber die Bedeutung, die er den Ereignissen gibt. Bedeutung und Antwort auf Ereignisse wird durch den Lebensstil bestimmt. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 34

35 Lebensstil Der Lebensstil ist bereits bis zum Alter von vier bis fünf Jahren geprägt, mit den durch ihn ausgeprägten Verhaltensmustern liegt der individuelle Charakter im wesentlichen fest. Deutlich wird er, wenn der Mensch einer neuen oder schwierigen Lebenssituation ausgesetzt wird). Er lässt sich höchstens durch pädagogische oder psychotherapeutische Korrekturen verändern. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 35

36 Lebensstil Vier Grundmuster der Lebensstile: konstruktiv-aktiv ("Ich muss Erfolg haben"); konstruktiv-passiv ("Ich muss mich für andere aufopfern", "Ich muss charmant sein"); destruktiv-aktiv ("Ich muss opponieren", "Ich muss es den anderen heimzahlen"); destruktiv-passiv ("Ich muss meine Schwäche demonstrieren", "Ich muss faul sein"). Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 36

37 Persönlichkeitsentwicklung vollzieht sich somit im Zusammen- und Gegenspiel mit der sozialen Umwelt, wobei Adler das Kind stets als aktives, schöpferisches Wesen und nie als ausschließliches Produkt der Umwelt betrachtet. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 37

38 Individualpsychologische Psychotherapie Das menschliche Leiden ist Ausgangspunkt, um den Menschen in seiner Gesamtpersönlichkeit zu verstehen und ihm bisher unverstandene Zusammenhänge und subjektive Meinungen über sich und die Welt bewusst zu machen. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 38

39 Individualpsychologische Psychotherapie Ziel ist der Veränderungsprozess, die Arbeit an den persönlichen Zielen und an den unbewussten Einstellungen, nicht das Symptom. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 39

40 Individualpsychologische Psychotherapie Dies geschieht durch die schrittweise Hinführung zum besseren Verstehen seiner selbst in allen Lebensäußerungen, sei es in Beziehungen, Beruf oder Gemeinschaft, in einem partnerschaftlichen Gespräch. Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 40

41 Individualpsychologische Psychotherapie 1.Identifikation des Lebensstils (der Entmutigung ) Techniken: die frühesten Kindheitserinnerungen, Träume, Analyse von Übertragung und Gegenübertragung, Deutung, Interpretation, Spiegeln, im an die Bedürfnisse des Patienten angepassten Setting (sitzend liegend, Einzel Paar Familie Gruppe ) 2. Korrektur des Lebensstils ( Ermutigung ) 3. Wecken und Üben des Gemeinschaftsgefühls Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 41

42 Individualpsychologische Psychotherapie Dabei spielt der intersubjektive und relationale Aspekt eine zentrale Rolle: Beziehung zwischen Patient und Therapeut trägt den psychotherapeutischen Prozess Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 42

43 Individualpsychologische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 43

44 Lange Tradition der IP in der Kinder- und Jugendlichenpsychtherapie Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen war von Beginn an ein Anwendungsgebiet der Individualpsychologie, wenngleich in ihren Anfängen nicht explizit als solche ausgewiesen: Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 44

45 Lange Tradition der IP in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Erziehungsberatungsstellen im Anschluss an Adlers Kurs Über praktische Erziehungskunst und Menschenkunde", ( Volksheim" in Wien-Ottakring,1918/19): Beginn der ambulanten individualpsychologischen Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen in Wien Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 45

46 Lange Tradition der IP in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Die Seele des schwer erziehbaren Kindes = Schwerpunktsetzung der Individualpsychologie in der kinder- und jugendpsychotherapeutischen Arbeit (Adler 1930e) Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 46

47 Lange Tradition der IP in der Kinder- und Jugendlichenpsychtherapie Fortsetzung und Ausweitung: seit 1959 Wiener Institute für Erziehungshilfe, ( Child Guidance Kliniken ), individualpsychologisch geprägt durch ihren psychiatrischen Leiter, den Individualpsychologen Knut Baumgärtel, und die psychologische und psychotherapeutische Leiterin, die Individualpsychologin Marianne Stockert (Stockert 1974). Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 47

48 Univ. Doz. Dr. Brigitte Sindelar Ringvorlesung Individualpsychologie 48

Die Individualpsychologie. Alfred Adlers. Die Individualpsychologie Alfred Adlers - Einführung

Die Individualpsychologie. Alfred Adlers. Die Individualpsychologie Alfred Adlers - Einführung Die Individualpsychologie Alfred Adlers Zentrale Bedürfnisse des Menschen Antworten der Individualpsychologie Defizitbedürfnisse Wachstumsbedürfnisse Einführung in die Individualpsychologie (IP) Themen

Mehr

Bewusstsein nach Freud,Adler und Jung

Bewusstsein nach Freud,Adler und Jung Pädagogik Sandra Meyer Bewusstsein nach Freud,Adler und Jung Studienarbeit Bewusstsein nach Freud, Adler und Jung Hausaufgabe als Leistungsnachweis im Rahmen des Seminars Bewusstsein, Intelligenz, Kreativität

Mehr

Psychosomatik aktuell?

Psychosomatik aktuell? Psychosomatik aktuell? Georg Fraberger Klinischer & Gesundheitspsychologe Univ. Klinik f. Orthopädie Allgemeines Krankenhaus Wien Ebene 7D Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien Tel: 40400-4058 Mail: georg.fraberger@meduniwien.ac.at

Mehr

Fragebogen zur Einleitung oder Verlängerung einer ambulanten Psychotherapie

Fragebogen zur Einleitung oder Verlängerung einer ambulanten Psychotherapie Fragebogen zur Einleitung oder Verlängerung einer ambulanten Psychotherapie Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, dieser Fragebogen soll helfen, Ihre ambulante Psychotherapie einzuleiten bzw.

Mehr

Kontakt: 0160/

Kontakt: 0160/ 1) Zu meiner Person 2) Kampfkunst/ Budo 3) Budo-Pädagogik 4) Die 5 Säulen der Budo-Pädagogik 5) Der Unterschied von Kampfkunst und Kampfsport 6) Das Konzept 7) Der Hintergrund 8) Persönliche Zielsetzung

Mehr

Inhalt. Vorwort zur 7. Auflage 15. 1 Überblick über die Entstehung der Psychotherapie 19. Psychodynamische Psychotherapie. 2 Psychoanalyse 37

Inhalt. Vorwort zur 7. Auflage 15. 1 Überblick über die Entstehung der Psychotherapie 19. Psychodynamische Psychotherapie. 2 Psychoanalyse 37 http://www.beltz.de/de/nc/verlagsgruppe-beltz/gesamtprogramm.html?isbn=978-3-621-28097-6 Vorwort zur 7. Auflage 15 1 Überblick über die Entstehung der Psychotherapie 19 1.1 Der Mensch als soziales Wesen

Mehr

ich brauche Psychotherapie Eine Orientierungshilfe für Betroffene und deren Angehörige Ausschreibungstext

ich brauche Psychotherapie Eine Orientierungshilfe für Betroffene und deren Angehörige Ausschreibungstext Hilfe ich brauche Psychotherapie Eine Orientierungshilfe für Betroffene und deren Angehörige Ausschreibungstext Jeder von uns kann im Laufe des Lebens in eine Situation kommen, in der sie oder er wegen

Mehr

Psychotherapie der Depression

Psychotherapie der Depression Psychotherapie der Depression Dr. med. Benedikt Buse, Luzern Luzerner Bündnis gegen Depression, Vortrag 5.Mai 2009 Wertvolle Hypothesen zur Entstehung/Aufrechterhaltung der Depression (1) Wenige positive

Mehr

Was ist eigentlich Psychotherapie?

Was ist eigentlich Psychotherapie? Was ist eigentlich Psychotherapie? Dr. med. Anke Valkyser Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Katholisches Krankenhaus Hagen gem. GmbH 1 Kommunikation Geschultes Personal und hilfebedürftige

Mehr

Alfred Adler (1870-1937)

Alfred Adler (1870-1937) Alfred Adler (1870-1937) Österreichischer Arzt, seit 1902 Kontakt zu Sigmund Freud, 1911 Austritt aus der psychoanalytischen Vereinigung und Bruch mit Freud, Gründung des Vereins für freie Psychoanalyse

Mehr

Depression, Burnout. und stationäre ärztliche Versorgung von Erkrankten. Burnout I Depression Volkskrankheit Nr. 1? 1. Oktober 2014, Braunschweig

Depression, Burnout. und stationäre ärztliche Versorgung von Erkrankten. Burnout I Depression Volkskrankheit Nr. 1? 1. Oktober 2014, Braunschweig Burnout I Depression Volkskrankheit Nr. 1? 1. Oktober 2014, Braunschweig Depression, Burnout und stationäre ärztliche Versorgung von Erkrankten Privatdozent Dr. med. Alexander Diehl M.A. Arzt für Psychiatrie

Mehr

Pflegeheim Am Nollen Gengenbach

Pflegeheim Am Nollen Gengenbach Pflegeheim Am Nollen Gengenbach Geplante Revision: 01.06.2018 beachten!!! Seite 1 von 7 Unsere Gedanken zur Pflege sind... Jeder Mensch ist einzigartig und individuell. In seiner Ganzheit strebt er nach

Mehr

1 Psychoanalytische Einzel- und Gruppenpsychotherapie: Das Modell der Übertragungsfokussierten Psychotherapie (TFP).. 3

1 Psychoanalytische Einzel- und Gruppenpsychotherapie: Das Modell der Übertragungsfokussierten Psychotherapie (TFP).. 3 Teil I Schwere Persönlichkeitsstörungen 1 Psychoanalytische Einzel- und Gruppenpsychotherapie: Das Modell der Übertragungsfokussierten Psychotherapie (TFP).. 3 TFP im einzeltherapeutischen Setting 4 TFP

Mehr

Transitiver, intransitiver und reflexiver Bildungsbegriff

Transitiver, intransitiver und reflexiver Bildungsbegriff Bildungsbegriff Transitiver, intransitiver und reflexiver Bildungsbegriff Werner Sesink Institut für Pädagogik. Technische Universität Darmstadt Pädagogisch gesehen geht es bei der Entwicklung eines Menschen

Mehr

Theorien der Persönlichkeit. Wintersemester 2008/2009 Gabriele Helga Franke

Theorien der Persönlichkeit. Wintersemester 2008/2009 Gabriele Helga Franke Theorien der Persönlichkeit Wintersemester 2008/2009 Gabriele Helga Franke 10. Theorien der Persönlichkeit GHF im WiSe 2008 / 2009 an der HS MD- SDL(FH) im Studiengang Rehabilitationspsychologie, B.Sc.,

Mehr

Sucht und Trauma. Die schwarzen Brüder

Sucht und Trauma. Die schwarzen Brüder Update Sucht interdisziplinär KSSG 3. Februar 2011 Sucht und Trauma. Die schwarzen Brüder Dr. med. Thomas Maier Chefarzt Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie St. Gallische Psychiatrische Dienste

Mehr

Unterscheidung zwischen sexuellen Aktivitäten und sexuellen Übergriffen im Vorschulalter

Unterscheidung zwischen sexuellen Aktivitäten und sexuellen Übergriffen im Vorschulalter Fachtagung Normal ist das nicht normal Sexualisierte Übergriffe unter Kindern Unterscheidung zwischen sexuellen Aktivitäten und sexuellen Übergriffen im Vorschulalter Elke Schmidt AMYNA Institut zur Prävention

Mehr

FOSUMOS Persönlichkeitsstörungen: Ein alternativer Blick. Felix Altorfer 1

FOSUMOS Persönlichkeitsstörungen: Ein alternativer Blick. Felix Altorfer 1 FOSUMOS 11.06.08 Persönlichkeitsstörungen: Ein alternativer Blick Felix Altorfer 1 Persönlichkeitsstörungen Synonyma/Historische Begriffe Psychopathische Persönlichkeit (Kraeppelin 1903, K. Schneider 1923)

Mehr

In der Vergangenheit gab es keine klaren Kriterien für die

In der Vergangenheit gab es keine klaren Kriterien für die Der Psychiater und Depressionsforscher Prof. Dr. Hubertus Himmerich erlebt das Leid, das die Krankheit Depression auslöst, tagtäglich als Oberarzt der Depressionsstation unserer Klinik, der Leipziger Universitätsklinik

Mehr

Die Klientenzentrierte Gesprächsführung

Die Klientenzentrierte Gesprächsführung Die Klientenzentrierte Nach Carl R. Roger Prof. Dr. Märle Poser 1 Zur Person Carl. R. Rogers 1902 geboren ; in einer sehr strengen protestantischen Familie aufgewachsen Studium der Agronomie und Theologie

Mehr

Pädagogisches Konzept. KiBiZ Tagesfamilien

Pädagogisches Konzept. KiBiZ Tagesfamilien Pädagogisches Konzept KiBiZ Tagesfamilien Erweiterte Familien mit individuellem Spielraum Die grosse Stärke der Tagesfamilienbetreuung liegt in der Individualität. KiBiZ Tagesfamilien bieten Spielraum

Mehr

Medizinische und Psychotherapeutische Hypnose und Hypnotherapie 14. Hypnotherapiekurs in Hamburg

Medizinische und Psychotherapeutische Hypnose und Hypnotherapie 14. Hypnotherapiekurs in Hamburg Lizenziert von der Dt. Gesellschaft für Autosystemhypnose, e.v. Anerkannt durch die Ärztekammer Hamburg als Veranstalter von Fortbildungsmaßnahmen Medizinische und Psychotherapeutische Hypnose und Hypnotherapie

Mehr

Berufsbegleitende Weiterbildung Individualpsychologischer Berater / Supervisor (m/w)

Berufsbegleitende Weiterbildung Individualpsychologischer Berater / Supervisor (m/w) aus dem VHS-Programm: Individualpsychologischer Berater / Supervisor (m/w) Start: 4. und 5. September 2015 Info-Abend: Donnerstag, 28. Mai 2015, 19.00 Uhr, VHS im Komed A-501031 1.Semester: Einführung,

Mehr

Psychotherapeutisches Fachspezifikum: Individualpsychologie und Selbstpsychologie

Psychotherapeutisches Fachspezifikum: Individualpsychologie und Selbstpsychologie Bildung & soziales gesundheit & naturwissenschaft Internationales & wirtschaft kommunikation & medien Recht Psychotherapeutisches Fachspezifikum: Individualpsychologie und Selbstpsychologie Master of Arts

Mehr

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie Geisteswissenschaft Adelheid Kühn / Ellen Bröker Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie Studienarbeit Psychologisches Institut der Universität

Mehr

Einführung in die Sedona Methode

Einführung in die Sedona Methode Einführung in die Sedona Methode Mit der Sedona Methode gelingt es, unangenehme und belastende Gefühle auf einfache und sanfte Weise loszulassen. Geschichte: Der Erfinder der Sedona Methode ist der amerikanische

Mehr

Grundbedingungen nach Jaspers (1965)

Grundbedingungen nach Jaspers (1965) Inhaltsübersicht -Allgemeine Überlegungen -Nomenklatur psychoreaktiver Störungen -Akute Belastungsreaktion -Posttraumatische Belastungsstörung -Anpassungsstörungen -Sonstige psychopathologische Syndrome

Mehr

Die Furcht des Reha-Teams vor dem Kadi eine Einführung in das Thema

Die Furcht des Reha-Teams vor dem Kadi eine Einführung in das Thema Die Furcht des Reha-Teams vor dem Kadi eine Einführung in das Thema Dr. med. Anne Rose FÄ für Innere Medizin, FÄ für Psychotherapeutische Medizin Ärztliche Referentin im Bereich Sozialmedizin Workshop

Mehr

Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie

Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Niemand ist der gleiche wie vorher, der sich auf den Weg gemacht hat. Du bist nichts anderes als der Weg und Du kannst nur von dem leben, was Du verwandelt

Mehr

Neurodermitis und Schuppenflechte natürlich behandeln

Neurodermitis und Schuppenflechte natürlich behandeln DR. MED. HEIKE BUESS-KOVÁCS Neurodermitis und Schuppenflechte natürlich behandeln Die Therapie natürlich unterstützen Den Juckreiz wirksam behandeln Warum Ernährungsumstellung so wichtig ist 18 Die Haut

Mehr

Vom frustrierten Dompteur zum kreativen Jongleur

Vom frustrierten Dompteur zum kreativen Jongleur Schulsituation Vom frustrierten Dompteur zum kreativen Jongleur Logotherapie nach V. E. im pädagogischen Handlungsfeld BundeslehrerInnentag 2010 Linz, am 3. März 2010 Mag. Alexandra Gur (Kontakt: www.franklzentrum.org

Mehr

HAMBURGER SuSi-FRAGEBOGEN

HAMBURGER SuSi-FRAGEBOGEN Individuelle Zuordnung eines subjektiven Sinns bei Psychosen HAMBURGER SuSi-FRAGEBOGEN Prof. Dr. Thomas Bock, Dipl.-Psych. Uwe Bening, Tanno Brysinski, Armin Lenz, Prof. Dr. med. Dieter Naber Geschlecht

Mehr

Behinderung = Defekt? Die Chancen und Grenzen einer medizinischen Sichtweise auf Behinderung

Behinderung = Defekt? Die Chancen und Grenzen einer medizinischen Sichtweise auf Behinderung Behinderung = Defekt? Die Chancen und Grenzen einer medizinischen Sichtweise auf Behinderung Dr. Franziska Felder, Universität Zürich und Paulus Akademie Zürich Aktualität der Frage Verschiedene Aussagen

Mehr

Das Baby verstehen. das Handbuch zum Elternkurs für Hebammen. von Angelika Gregor und Manfred Cierpka

Das Baby verstehen. das Handbuch zum Elternkurs für Hebammen. von Angelika Gregor und Manfred Cierpka Das Baby verstehen das Handbuch zum Elternkurs für Hebammen von Angelika Gregor und Manfred Cierpka Inhaltsverzeichnis Die Idee Universitäts- und Landesbibiiothek J Darmstadt /. Wie sich Babys entwickeln

Mehr

Vortrag allgemeine Psychosomatik

Vortrag allgemeine Psychosomatik Vortrag allgemeine Psychosomatik AEMI 06.06.2010 Claudia Klaus FÄ für Innere Medizin + FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Gliederung: 1. Historie/Definition Psychosomatik 2. Psychosomatik

Mehr

Sigmund Freud Privat Universität Wien

Sigmund Freud Privat Universität Wien Sigmund Freud Privat Universität Wien Universitätslehrgang Akademischer Experte/ Akademische Expertin für Coaching und Psychoedukation bei Kindern, Jugendlichen und Eltern Konzept des Universitätslehrgangs

Mehr

Teil 1 Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre

Teil 1 Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre Teil 1 Entwicklungspsychologie, allgemeine Neurosenlehre 1 Die vier Psychologien der Psychoanalyse.................... 3 Triebpsychologie/Libidotheorie (nach Freud)................. 4 Strukturmodell (

Mehr

Dr. Mstyslaw Suchowerskyi

Dr. Mstyslaw Suchowerskyi Dr. Mstyslaw Suchowerskyi Schmerzmediziner 92 Diese Mental-Suggestiv-Programme sollten so schnell wie möglich für jeden zugänglich sein! Wir leben in einer Zeit, in der Stress und Hektik die Hauptfaktoren

Mehr

Philosophie und Pädagogik der Partizipation

Philosophie und Pädagogik der Partizipation Philosophie und Pädagogik der Partizipation Das Streben nach Selbstverwirklichung als Grundlage allen menschlichen Handelns 20. September 2008 Referat: Philosophie und Pädagogik der Partizipation 1 Das

Mehr

Offener Unterricht Das Kind soll als Subjekt erkannt und respektiert werden.

Offener Unterricht Das Kind soll als Subjekt erkannt und respektiert werden. Offener Unterricht ist ein Dachbegriff für unterschiedliche Formen von Unterricht, der sowohl ältere als auch neu-reformpädagogische Konzepte aufnimmt. Die Eigenverantwortlichkeit und Mitwirkung der Schüler

Mehr

2.2.1 Werteorientierung und Religiosität

2.2.1 Werteorientierung und Religiosität 2.2.1 Werteorientierung und Religiosität Religion im Alltag des Kindergartens Unser Verständnis von Religion Wenn wir von Religion im Alltag des Kindergartens sprechen, ist zunächst unser Verständnis von

Mehr

Solutions for Business. Menschwerdung. Warum hat das bei mir so gut geklappt und warum nicht bei anderen?

Solutions for Business. Menschwerdung. Warum hat das bei mir so gut geklappt und warum nicht bei anderen? Menschwerdung Warum hat das bei mir so gut geklappt und warum nicht bei anderen? 1 Am Anfang waren wir alle einmal gleich, naja abgesehen von finanziellen Grundlagen des Elternhauses.. 2 Am Anfang waren

Mehr

Pädagogisches Rollenspiel

Pädagogisches Rollenspiel Pädagogisches Rollenspiel Modell einer realen (Problem-)Situation Fachtagung Schulsozialarbeit in Niedersachsen 10 vom 11. 13. November 2009 in Bergkirchen Birgit Kleinschmidt Email: kleinschmidt-b@t-online.de

Mehr

Hilfe für psychisch kranke Beschäftigte

Hilfe für psychisch kranke Beschäftigte Trost gibt der Himmel, von dem Menschen erwartet man Beistand. Ludwig Börne Werner W. Wilk Diplom-Psychologe Psychologischer Psychotherapeut Hilfe für psychisch kranke Beschäftigte Potsdam 11. November

Mehr

Bindung. Definition nach John Bowlby:

Bindung. Definition nach John Bowlby: Bindung und Bildung Bindung Definition nach John Bowlby: Beziehung ist der übergeordnete Begriff Bindung ist Teil von Beziehung Mutter und Säugling sind Teilnehmer/innen in einem sich wechselseitig bedingenden

Mehr

Die irrtümlichen Ziele des Kindes Ermutigung

Die irrtümlichen Ziele des Kindes Ermutigung Praktische Psychologie und Seelsorge Die irrtümlichen Ziele des Kindes Ermutigung 1 Die 5 Liebessprachen Die 5 Liebessprachen nach Gary Chapman. 1.1 Kinder 1. Ich streichle dich Zärtlichkeit /Körperkontakt

Mehr

Wir über uns. Informationen zur Station 0.2// Mutter-Kind-Behandlung // Kompetent für Menschen.

Wir über uns. Informationen zur Station 0.2// Mutter-Kind-Behandlung // Kompetent für Menschen. Wir über uns Informationen zur Station 0.2// Mutter-Kind-Behandlung // Kompetent für Menschen. 02 BEGRÜSSUNG Gesundheit ist das höchste Gut. Sie zu erhalten, haben wir uns zur Aufgabe gemacht. Wir heißen

Mehr

Seit meiner Approbation zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin verlagerte sich der Fokus auf die therapeutische Arbeit in der eigenen Praxis.

Seit meiner Approbation zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin verlagerte sich der Fokus auf die therapeutische Arbeit in der eigenen Praxis. Ich bin approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit dem Schwerpunkt der tiefenpsychologisch fundierten Therapie. In meiner Praxis therapiere ich Kinder und Jugendliche mit klinischen Symptomen

Mehr

IIIIIIIIIIIIIIIIII SILBERSCHNUR IIIIIIIIIIIIIIIIIII

IIIIIIIIIIIIIIIIII SILBERSCHNUR IIIIIIIIIIIIIIIIIII Kurt Tepperwein Schicksal & Bestimmung IIIIIIIIIIIIIIIIII SILBERSCHNUR IIIIIIIIIIIIIIIIIII 3 Inhaltsverzeichnis Einleitung 7 Was ist Karma? 9 Die fünf Geburten des Menschen 17 Die Gesetze des Karma 21

Mehr

Briefe an dich von Lady Master Guinevere. gechannelt von Celeste Stuart-Nirewicz. Einführung

Briefe an dich von Lady Master Guinevere. gechannelt von Celeste Stuart-Nirewicz. Einführung Briefe an dich von Lady Master Guinevere gechannelt von Celeste Stuart-Nirewicz Einführung Lady Master Guinevere dieser Name weckt Erinnerungen. Tief verborgen in den Herzen und doch allezeit gegenwärtig

Mehr

ZfPFI. Zeitschrift für freie psychoanalytische Forschung und Individualpsychologie. Rezension. Gabriela Pap

ZfPFI. Zeitschrift für freie psychoanalytische Forschung und Individualpsychologie. Rezension. Gabriela Pap Rezension Ada Fuest, Friedel John, Matthias Wenke (Hrsg.) (2014): Handbuch der individualpsychologischen Beratung in Theorie und Praxis. Zusammenhänge erschließen - Horizonte öffnen. Münster, New York:

Mehr

Veränderte Kindheit? Wie beeinflusst der aktuelle Lebensstil die psychische Gesundheit von Kindern?

Veränderte Kindheit? Wie beeinflusst der aktuelle Lebensstil die psychische Gesundheit von Kindern? Tag der Psychologie 2013 Lebensstilerkrankungen 1 Veränderte Kindheit? Wie beeinflusst der aktuelle Lebensstil die psychische Gesundheit von Kindern? 2 Überblick Lebensstilerkrankungen bei Kindern Psychische

Mehr

Was unser Baby sagen will

Was unser Baby sagen will Angelika Gregor Was unser Baby sagen will Mit einem Geleitwort von Manfred Cierpka Mit 48 Abbildungen Ernst Reinhardt Verlag München Basel Dr. phil. Dipl.-Psych. Angelika Gregor, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin,

Mehr

Forum Suchtmedizin Ostschweiz Regionalkonferenz Ost 14. August Sucht und Trauma. Dr. med. Thomas Maier

Forum Suchtmedizin Ostschweiz Regionalkonferenz Ost 14. August Sucht und Trauma. Dr. med. Thomas Maier Forum Suchtmedizin Ostschweiz Regionalkonferenz Ost 14. August 2014 Sucht und Trauma Dr. med. Thomas Maier Chefarzt Akutpsychiatrie, Sucht- und Psychotherapie St. Gallische Psychiatrische Dienste Sektor

Mehr

Spirituelle Evaluation im Patientengespräch anhand des Modells STIW

Spirituelle Evaluation im Patientengespräch anhand des Modells STIW Spirituelle Evaluation im Patientengespräch anhand des Modells STIW Definitionsversuch von Spiritualität Spiritualität ist die Erfahrung mit dem ewig Anderen. ( DDr. Monika Renz) Spiritualität ist die

Mehr

Peter L. Berger und Thomas Luckmann. - Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit -

Peter L. Berger und Thomas Luckmann. - Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit - Peter L. Berger und Thomas Luckmann - Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit - Peter L. Berger und Thomas Luckmann - zwei Wissenssoziologen Peter L. Berger - 1929 in Wien geboren - Emigration

Mehr

Versuch einer Annäherung an den Begriff der Monade und an die Beziehung zwischen Seele und Körper in der Monadologie von Leibniz

Versuch einer Annäherung an den Begriff der Monade und an die Beziehung zwischen Seele und Körper in der Monadologie von Leibniz Versuch einer Annäherung an den Begriff der Monade und an die Beziehung zwischen Seele und Körper in der Monadologie von Leibniz Der Lernende versucht im ersten Teil zu verstehen, wie Leibniz die Monade

Mehr

REFLemke

REFLemke Traumapädagogische Arbeit nach Frau Jirina Prekop Festhaltetherapie Impulse aus der Festhaltetherapie nach Prekop für die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen Pestalozzi: empfahl das Fest-in-den-Arm-Nehmen

Mehr

Einfach glücklich er s ein! 4 erstaunlich einfache Tipps, wie Sie glücklicher und zufriedener werden!

Einfach glücklich er s ein! 4 erstaunlich einfache Tipps, wie Sie glücklicher und zufriedener werden! Einfach glücklich er s ein! 4 erstaunlich einfache Tipps, wie Sie glücklicher und zufriedener werden! Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass

Mehr

BSFF bringt Ihr Leben ins Gleichgewicht

BSFF bringt Ihr Leben ins Gleichgewicht BSFF bringt Ihr Leben ins Gleichgewicht Wie Sie einfach die Kraft Ihres Unterbewusstseins aktivieren Persönliche Entwicklung Peter W. Klein Kleine Höhe 3 D-54531 Manderscheid 06572 933620 www.peter-klein.eu

Mehr

Ein Modell zur Gesundheits- und Krankheitsentwicklung Das Konzept der Salutogenese. Florian Schmidt, Marius Runkel, Alexander Hülsmann

Ein Modell zur Gesundheits- und Krankheitsentwicklung Das Konzept der Salutogenese. Florian Schmidt, Marius Runkel, Alexander Hülsmann Ein Modell zur Gesundheits- und Krankheitsentwicklung Das Konzept der Salutogenese Florian Schmidt, Marius Runkel, Alexander Hülsmann Inhaltsverzeichnis 1. Entstehungshintergrund 2. Konzept der Salutogenese

Mehr

Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers Erstellt durch: Dipl. Psychologe Ole Millhagen Praxis Millhagen www.praxis-millhagen.de

Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers Erstellt durch: Dipl. Psychologe Ole Millhagen Praxis Millhagen www.praxis-millhagen.de Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers Erstellt durch: Dipl. Psychologe Ole Millhagen Praxis Millhagen www.praxis-millhagen.de kontakt@praxis-millhagen.de 0176-63876524 Kurzbiografie & Wurzel der Therapie

Mehr

Geschlechtsspezifische Kommunikation

Geschlechtsspezifische Kommunikation Geschlechtsspezifische Kommunikation Mann-Frau Frau-Kommunikation als interkultureller Dialog Männliche Status- und weibliche Beziehungsbrille Warum Erwachsene nur große e Kinder sind Wer will schon einen

Mehr

Gesundes Führen - Führungskräfteentwicklung & Potentialnutzung

Gesundes Führen - Führungskräfteentwicklung & Potentialnutzung Gesundes Führen - Führungskräfteentwicklung & Potentialnutzung Beugen Sie vor, denn vorbeugen ist sinnvoller als heilen. Das Trainingskonzept vermittelt Lebens- und Leitlinien für ausgeglichene und gesunde

Mehr

INDIVIDUELLES BURNOUT- THERAPIEPROGRAMM

INDIVIDUELLES BURNOUT- THERAPIEPROGRAMM Gesundheitszentrum Bodensee INDIVIDUELLES BURNOUT- THERAPIEPROGRAMM erkennen, verstehen, verändern KONTAKTADRESSE Sokrates Gesundheitszentrum Bodensee Im Park 3 CH-8594 Güttingen Telefon: +41 (0)71 694

Mehr

Dr. med. Christa K. Baumann

Dr. med. Christa K. Baumann Onkologie- und Hämatologie-Team am Lindenhofspital, 3001 Bern christa.baumann@lindenhofgruppe.ch www.prolindo.ch Patientenkompetenz Geschichte 1960: der bevormundete Patient: Patriarchat des Arztes 1970:

Mehr

Schule und Bogensport. Potentiale des Bogenschießens

Schule und Bogensport. Potentiale des Bogenschießens Schule und Bogensport Potentiale des Bogenschießens POSITIVER EINFLUSS Schule und Bogensport Passt das eigentlich zusammen? Die klare Antwort darauf lautet: Ja, sehr gut sogar. Bogensport als Angebot der

Mehr

Psychosoziale Beratung und Psychotherapie im Alter

Psychosoziale Beratung und Psychotherapie im Alter Meinolf Peters Psychosoziale Beratung und Psychotherapie im Alter Mit einer Abbildung Vandenhoeck & Ruprecht Vorwort 9 Grundlagen - Anforderungen und Chancen 13 Altern zwischen Abschied und Neubeginn -

Mehr

Basisausbildung Chakren

Basisausbildung Chakren Basisausbildung Chakren Transformation und Bewusstsein Aktiviere die Zentren von Selbstbewusstsein, Lebenskraft und Spiritualität Basisausbildung Chakren Transformation alter Verhaltensmuster und Bewusstseinstraining,

Mehr

Diagnostik von Traumafolgestörungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Diagnostik von Traumafolgestörungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Diagnostik von Traumafolgestörungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Sabine Korda Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Mehr

Wie wichtig sind sichere Beziehungen? Über Kompetenz und Verletzlichkeit von Kleinkindern

Wie wichtig sind sichere Beziehungen? Über Kompetenz und Verletzlichkeit von Kleinkindern Wie wichtig sind sichere Beziehungen? Über Kompetenz und Verletzlichkeit von Kleinkindern 30. Oktober 2014 Prof. Dr. med. Alain Di Gallo Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik Die psychische

Mehr

SCHULERFOLG TROTZ KONZENTRATIONSSCHWÄCHE

SCHULERFOLG TROTZ KONZENTRATIONSSCHWÄCHE SCHULERFOLG TROTZ KONZENTRATIONSSCHWÄCHE Wirkungsvolle Unterstützung seitens der Eltern rund um die Schule Vortrag Kinder und Jugendnetz Eschlikon Dr. phil. Frank Ruthenbeck WEM GEHÖREN DIE KINDER? Uns?

Mehr

MPV. Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Münchner Psychoanalytischen Vereinigung

MPV. Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Münchner Psychoanalytischen Vereinigung MPV Münchner Psychoanalytische Vereinigung e.v. Münchner Institut der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) Zweig der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) Prinzenstraße 24 80639

Mehr

Ihr alle fühlt eine Sehnsucht in euch, fühlt, dass ihr auf der Suche seid: auf der Suche nach Vollkommenheit, nach der Liebe, nach Geborgenheit, nach

Ihr alle fühlt eine Sehnsucht in euch, fühlt, dass ihr auf der Suche seid: auf der Suche nach Vollkommenheit, nach der Liebe, nach Geborgenheit, nach weltliche Ebene, bedeutet, an die Materie des Seins gebunden zu sein. Es bedeutet, den Körper zu fühlen, den Geist zu erleben und die Seele zu sein. Es ist euer größtes Anliegen, euch vollständig zu fühlen,

Mehr

ist es dir schon einmal passiert, dass du zum Spielball deiner eigenen Gefühle geworden bist? Sicherlich, oder?

ist es dir schon einmal passiert, dass du zum Spielball deiner eigenen Gefühle geworden bist? Sicherlich, oder? Hallo liebe(r) Leser(in), ist es dir schon einmal passiert, dass du zum Spielball deiner eigenen Gefühle geworden bist? Sicherlich, oder? Oder hattest du vielleicht schon einmal ein Gefühl des Durcheinanders,

Mehr

Kränkung und Kranksein

Kränkung und Kranksein Kurt Singer Kränkung und Kranksein Psychosomatik als Weg zur Selbstwahrnehmung T) Piper München Zürich Inhalt Vorwort 13 EINFÜHRUNG IN PSYCHOSOMATISCHES DENKEN 1. Seelisch-leibliche Grunderfahrungen 17

Mehr

Funktionen des Erinnerns im erzählten Lebensrückblick älterer Menschen

Funktionen des Erinnerns im erzählten Lebensrückblick älterer Menschen Funktionen des Erinnerns im erzählten Lebensrückblick älterer Menschen lic. phil. Geneviève Grimm Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse der Universität Zürich 1 Erinnern ermöglicht uns

Mehr

Wie wir uns versöhnen können mit uns und Anderen. -Zum hilfreichen Umgang mit Schuld und Scham.-

Wie wir uns versöhnen können mit uns und Anderen. -Zum hilfreichen Umgang mit Schuld und Scham.- Wie wir uns versöhnen können mit uns und Anderen. -Zum hilfreichen Umgang mit Schuld und Scham.- Dieses Seminar war mein erstes, das ich beim Kreuzbund besucht habe. Unter dem Titel hatte ich schon meine

Mehr

Wege aus dem Burnout

Wege aus dem Burnout Wege aus dem Burnout Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek Universitätsklinik für Neurologie The Tree Gesundheitszentrum 1130 Wien Interdisziplinäres Gesundheitszentrum Wien 13 Prävention, Begleitung, Behandlung

Mehr

Allgemeine Symptome für Widerstand. aktiv Widerspruch Aufregung (Angriff) Gegenargumentation Unruhe. Sturer Formalismus Cliquenbildung

Allgemeine Symptome für Widerstand. aktiv Widerspruch Aufregung (Angriff) Gegenargumentation Unruhe. Sturer Formalismus Cliquenbildung Allgemeine Symptome für Widerstand verbal (Reden) non-verbal (Verhalten) aktiv Widerspruch Aufregung (Angriff) Gegenargumentation Unruhe Vorwürfe Streit Drohungen Intrigen Polemik Gerüchte Sturer Formalismus

Mehr

Arbeit - Burnout - Depression Was kann der Arbeitgeber tun?

Arbeit - Burnout - Depression Was kann der Arbeitgeber tun? Arbeit - Burnout - Depression Was kann der Arbeitgeber tun? Doris Straus Chefärztin Clinica Holistica Engiadina, Susch Aktionswoche gegen Depression 18. November 2009, Wolfsberg, Ermatingen Wie ansprechen?

Mehr

Einführung in die Psychosomatik: wer wie - wo - was? Erstellt von Dr. med. Alexander Calatzis 1

Einführung in die Psychosomatik: wer wie - wo - was? Erstellt von Dr. med. Alexander Calatzis 1 Einführung in die Psychosomatik: wer wie - wo - was? Erstellt von Dr. med. Alexander Calatzis 1 Wer bzw. Was wird behandelt? Körperliche Beschwerden/ Störungen + Psychische Belastungen/ Beschwerden Störungen

Mehr

7+1 Erkenntnisse 7+1. der modernen Gehirnforschung für das Bildungsmanagement. Idee. Kreativität. Lernen. Gehirn. Ausbildung.

7+1 Erkenntnisse 7+1. der modernen Gehirnforschung für das Bildungsmanagement. Idee. Kreativität. Lernen. Gehirn. Ausbildung. 7+1 Kreativität Gehirn Brainstorm Idee Visionen Leistungsoptimierung Ausbildung Geist Wissenschaft Denken Lernen 7+1 Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung für das Bildungsmanagement. tatort-gehirn.de

Mehr

Piagets Stufenmodell der Entwicklung

Piagets Stufenmodell der Entwicklung Piagets Stufenmodell der Entwicklung Schemata veränderbare, aus der Erfahrung gewonnene Denkstrukturen und Wissenseinheiten, die Erfahrungen integrieren und Handlungen ermöglichen Saugschema; Greifschema

Mehr

Wie wir die Erkenntnisse der Gehirnforschung für mehr Kreativität und innovative Ideen nutzen können.

Wie wir die Erkenntnisse der Gehirnforschung für mehr Kreativität und innovative Ideen nutzen können. Wie wir die Erkenntnisse der Gehirnforschung für mehr Kreativität und innovative Ideen nutzen können. Kreativität und innovative Ideen sind gefragter als je zuvor. Sie sind der Motor der Wirtschaft, Wissenschaft

Mehr

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen von Dr. Christine Amrhein und Fritz Propach In diesem Dossier behandeln wir u.a. folgende Themen: Was ist Psychotherapie? Was ist ein Psychotherapeut?

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Begriffsdefinitionen

Begriffsdefinitionen Begriffsdefinitionen Sozialisation: Unter Sozialisation versteht man die Entstehung und Bildung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezifischen materiellen, kulturellen und sozialen

Mehr

Informationsgewinnung und Kommunikation

Informationsgewinnung und Kommunikation Informationsgewinnung und Kommunikation Produktdesign 2.223 Fachtheorie Produktdesign WS 09/10 Potsdam, 6. und 7. November 2009 Markus Klein Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers Carl Rogers

Mehr

BURNOUT-PRÄVENTIONSWOCHE

BURNOUT-PRÄVENTIONSWOCHE Gesundheitszentrum Bodensee BURNOUT-PRÄVENTIONSWOCHE Zeit für Ihre Seele KONTAKTADRESSE Sokrates Gesundheitszentrum Bodensee Im Park 3 CH-8594 Güttingen Telefon: +41 (0)71 694 55 44 Fax: +41 (0)71 694

Mehr

FB Patient: Privat-berufliches Umfeld und Ressourcen (Stand 2/2011) Akutklinik Urbachtal GmbH, Patient Anreise

FB Patient: Privat-berufliches Umfeld und Ressourcen (Stand 2/2011) Akutklinik Urbachtal GmbH, Patient Anreise 1 Vorab-Fragebogen für das psychologische Aufnahmegespräch Nur für den Arzt/ Psychotherapeuten (Schweigepflicht!) (damit auch nichts wichtiges vergessen wird!) Wir möchten keine Zeit verlieren, wenn Sie

Mehr

Bedeutung psychischer Gesundheit im Arbeitsleben aus Sicht der Ersatzkassen

Bedeutung psychischer Gesundheit im Arbeitsleben aus Sicht der Ersatzkassen Seelisch fit im Job! Förderung psychischer Gesundheit im Arbeitsleben Bedeutung psychischer Gesundheit im Arbeitsleben aus Sicht der Ersatzkassen Kerstin Keding-Bärschneider vdek-landesvertretung Thüringen

Mehr

Weil es meiner Seele gut tut. Psychotherapie und Beratung für junge Menschen

Weil es meiner Seele gut tut. Psychotherapie und Beratung für junge Menschen Weil es meiner Seele gut tut Psychotherapie und Beratung für junge Menschen Programm jetzt: Begrüßung Katharina Hanzal, WUK faktor i Informationszentrum Weil es meiner Seele gut tut Präsentation der neuen

Mehr

Neuropsychologie Was ist das eigentlich?

Neuropsychologie Was ist das eigentlich? Neuropsychologie Was ist das eigentlich? Ein neuropsychologischer Ratgeber für Betroffene & Angehörige Ruhr-Universität Bochum Psychologische Fakultät Institut für Kognitive Neurowissenschaft Was ist Neuropsychologie?

Mehr

VERÄNDERUNG RISKANTEN GESUNDHEITSVERHALTENS

VERÄNDERUNG RISKANTEN GESUNDHEITSVERHALTENS VERÄNDERUNG RISKANTEN GESUNDHEITSVERHALTENS Eine Einführung in die motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing) Dipl.-Psych. A. Boese, Psychologische Psychotherapeutin Literatur: Miller, W.R.

Mehr

Liebe Eltern, Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind eine schöne Zeit in Ihrer Kita. Ihre Qualitätsinitiative Kieler Kitas

Liebe Eltern, Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind eine schöne Zeit in Ihrer Kita. Ihre Qualitätsinitiative Kieler Kitas Impressum Herausgeberin Landeshauptstadt Kiel Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen, Abt. Kindertageseinrichtungen Postfach 1152 24099 Kiel Telefon: 0431 901-1056 E-Mail: beate.goffin@kiel.de www.kiel.de

Mehr

Um glücklich zu sein, müssen mehrere Gehirnareale gleichzeitig simultan stimuliert werden...

Um glücklich zu sein, müssen mehrere Gehirnareale gleichzeitig simultan stimuliert werden... DEPRESSIONEN Um glücklich zu sein, müssen mehrere Gehirnareale gleichzeitig simultan stimuliert werden... BURN OUT Zuviel Stress schädigt. Die Folgen können fatal sein. Schätzen sie sich! Wir zeigen Ihnen

Mehr

Abbildungen Literatur Register

Abbildungen Literatur Register 5 Inhalt Einleitung... 7 1. Das Autismusspektrum... 9 2. Der Wandel des Autismus... 39 3. Die Autismusepidemie... 67 4. Autismus als neurologische Entwicklungsstörung... 87 5. Soziale Kommunikation: des

Mehr

Psychische Störungen Einführung. PD Dr. Peter Schönknecht Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Leipzig

Psychische Störungen Einführung. PD Dr. Peter Schönknecht Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Leipzig Psychische Störungen Einführung PD Dr. Peter Schönknecht Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinikum Leipzig Psychopathologische Symptome Psychopathologische Symptome

Mehr

Anna-Wolf-Institut. Sozial-Emotionale Intelligenz

Anna-Wolf-Institut. Sozial-Emotionale Intelligenz Sozial-Emotionale Intelligenz 2 Sozial-Emotionale Intelligenz Definition Sozial-Emotionale Intelligenz (SEI) meint sowohl die Kenntnis und das Verstehen fremder und eigener Emotionen als auch einen achtsamen

Mehr