Altes Handy spenden Recycling schont die Umwelt, rettet Mensch und Tier! Unsere alten Handys stecken voller Leben.

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1 Unsere alten Handys stecken voller Leben Altes Handy spenden Recycling schont die Umwelt, rettet Mensch und Tier! oekostrom Unabhängig von Öl und Atom

2 Handyrecycling- Kampagne Inhaltsverzeichnis 1 Hintergrund/Problemaufriss 2 Was können wir tun? Alte Handys sammeln! (Ihr altes Handy steckt voller Leben) 2.1 Wie funktioniert die Sammlung? 3 Wiederverwendung und Verwertung ist ein Lösungsansatz 3.1 Wie funktioniert die Verwertung? 4 Warum ist das ein Jane Goodall-Projekt? 4.1 Die Abholzung der Regenwälder nimmt den Schimpansen den Lebensraum 4.2 Der illegale Handel mit Bushmeat 4.3 Keine Chance für aussterbende Tiere 4.4 Schimpansen reagieren empfindlich auf Störungen 4.5 Jane Goodall Institute und das Tacare Programm ( Take Care Pass auf! ) 5 Endverbraucher: Was ist Tantal/Coltan? 5.1 Die besonderen Eigenschaften von Coltan/Tantal 5.2 Wo wird Coltan abgebaut? 5.3 Das immense Rohstofflager in Schubläden Produktionsmengen von Handys (weltweit) Die Situation in Österreich 6 Probleme, die mit dem Coltanabbau verbunden sind 6.1 Was hat Coltan mit den kriegerischen Unruhen im Kongo zu tun? 6.2 Coltan und ein Rattenschwanz an Problemen Plünderung durch Soldaten und ihre Hintermänner Kinder werden zu Soldaten gemacht Die fatalen Folgen des Abbaus für Tier und Umwelt Ressourcengewinnung Kinderarbeit Sklaventum Umsiedlung von Dörfern Umweltschäden Gesundheitsrisiken 7 Anatomie eines Handys 8 Wie sieht es mit der Verwertung aus? 8.1 Ablauf der Althandyverwertung 8.2 In Europa recyceln nur drei Firmen Handys sachgerecht und effizient 9 Lösungsmöglichkeiten 10 Quellen und Links/Literaturverzeichnis 10.1 Links zu Lösungsansätzen 10.2 Links zu Recycling/Ressourcenschonung 10.3 Links zu Hintergrundberichten Soziales/Umwelt 10.4 Links zu Filmen/Videos 10.5 Links zu statistischen Daten 10.6 Links zu Bild- und Videomaterial 10.7 Schriften Jane Goodall

3 1 Hintergrund/Problemaufriss Mobiltelefone enthalten das Metall Tantal, welches vorrangig aus dem seltenen und wertvollen Roherz Coltan gewonnen wird. Dieses Metall wird in der Produktion von Mobiltelefonen, Spielkonsolen und Laptops verwendet. 80% der Weltreserven von Coltan befinden sich im Kongo. 1 Zudem enthalten Handys ca. 60 verschiedene Wertstoffe (u. a. Tantal, Kobalt, Kupfer, Zink, Gold) Instabile Staaten wie Kongo und Ruanda (die ihre Rohstoffe radikal ausbeuten) nutzen die große Nachfrage nach Coltan, um damit ihre Bürgerkriege zu finanzieren. Der Abbau erfolgt ohne Rücksicht auf gesundheitliche und soziale Folgen (Kinderarbeit, Sklavenarbeit, Unterdrückung und Terror gegenüber der Bevölkerung, Krankheiten). Der Abbau erfolgt ohne Rücksicht auf ökologische Folgen (Zerstörung des Regenwaldes, Bedrohung der Wildtiere, Bedrohung der eigenen Umwelt durch unsachgemäße Entsorgung; die Vegetation ist großflächig betroffen). Der Lebensraum unserer nächsten Verwandten Schimpansen und Gorillas wird bedrohlich eingeengt. Der Bau von Straßen unterstützt den illegalen Handel mit Bushmeat. 2 Was können wir tun? alte Handys sammeln! (Ihr altes Handy steckt voller Leben) So profitiert die Umwelt mehrfach: 1. Handys werden erneut verwendet bzw. Wertstoffe zurückgewonnen. 2. Schadstoffe werden fachgerecht entsorgt. 3. Mobile-Collect spendet 1,50 Euro für jedes über diese Aktion zurückgegebene Althandy an das Jane Goodall Institut-Austria und deren Schimpansenwaisen-Projekt im Kongo. 2.1 Wie funktioniert die Sammlung? a) Sammelboxen Anruf bei JGI-A (Tel. 0676/ ) oder an bzw. Mobile-Collect (Tel. 01/ bzw. 0699/ bzw. an genügt und Ihnen wird eine Sammelbox (29x39x31 cm) KOSTENLOS zugestellt. Die Boxen werden von Mobile-Collect auch wieder KOSTENFREI abgeholt. Für jedes abgegebene oder eingeworfene Handy (zum Beispiel im Zoo Salzburg) bekommt das Jane Goodall Institut-Austria 1,50 Euro. Sie helfen damit dem Tchimpounga-Projekt und leisten somit auch einen Beitrag zur Rettung der Schimpansen. Du hast deine Zukunft in deinen Händen. Engagiere dich für deine und eine bessere Zukunft! Leiste deinen Beitrag dazu! Gehe achtsam mit den Ressourcen um und lerne, dass der Artenschutz eine Überlebensstrategie ist! b) Kostenlose Postsendung, wenn keine Sammelbox in Ihrer Nähe verfügbar ist Alte Handys suchen (in Schubladen, Schreibtisch, Abstellraum, Dachboden ) und diese mit oder ohne Akku in ein normales Kuvert geben und zukleben. Kuvert mit Vermerk Postgebühr zahlt der Empfänger am nächsten Postamt abgeben. Adresse: Mobile-Collect, Postfach 3310, 1170 Wien, Kennwort: Jane Goodall. Auch hier kommen dem Jane Goodall Institut-Austria 1,50 Euro zugute. 1 Bericht: Herkunftsnachweis von Columbit-Tantalit-Erzen mit speziellem Augenmerk auf Rohstoffe aus der DR Kongo, Commission by Austromicrosystems, Leoben, Juni 2010, Seite 2. Da viel Coltan illegal abgebaut wird, sind hier Zahlen nur schwer abschätzbar und daher gibt es eine große Schwankungsbreite der Schätzungen.

4 c) Firmen sammeln Auch hier werden Sammelsysteme zur Verfügung gestellt. Aufgrund der zu erwartenden höheren Qualität und größeren Menge von Althandys kann für das Projekt des Jane Goodall Institut-Austria eine bessere Summe erzielt werden. d) Schulsammlungen Die Sammlung erfolgt ebenso über die Sammelboxen. Als besonderen Anreiz wird es für Schulklassen einen Sammelwettbewerb mit tollen Preisen geben. 3 Wiederverwendung und Verwertung ist ein Lösungsansatz 3.1 Wie funktioniert die Verwertung? Altgeräte werden wiederverwendet, repariert oder recycelt. Ungefähr im Zweijahresrhythmus gibt es durch den technologischen Fortschritt eine neue Gerätegeneration. Wer sein Handy einfach in der Schublade zu Hause ablegt, entzieht dem Rohstoffkreislauf wichtige Ressourcen. Laut Analyse des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (ITZ) zählt beispielsweise das Halbleiter-Metall Gallium zu den gefragten Hightech-Rohstoffen. Daher ist das Handysammelprojekt des Jane Goodall Institut-Austria Ihr altes Handy steckt voller Leben eine sinnvolle Maßnahme, um künftigen Engpässen entgegenzuwirken. Oberste Priorität in der europäischen Abfallwirtschaft Erlöse aus der Handysammlung, die dem Kongo zugute kommen Nachhaltigkeit und sparsamer Umgang mit Ressourcen, moderne Elektronik (Zukunftstechnologien) kann über 60 Elemente enthalten und hat signifikanten Nachfrageeinfluss 2 Umweltsicht im eigenen Land Geopolitische Lage und soziale Situation in Ostafrika Zerstörung des Regenwalds in Ostafrika mit globalen Folgen Einengung des Lebensraums von bedrohten Arten insbesondere von Schimpansen und Gorillas Begrenztes Vorkommen von Rohstoffen (Endlichkeit der Dinge), stoffliche Grenzen des Wachstums (Erdöl, Braun-Steinkohle, Erze ) Unersetzbarkeit von Tantal in der Elektronik Der Nachweis für die Herkunft des Coltans beziehungsweise deren umweltverträgliche Coltan-Förderung ist sehr schwierig zu führen Ökologische Folgen (CO 2 -Ausstoß, Schwermetallbelastung, Vegetationsschäden) Rohstoffknappheit als Konfliktrisiko im Kongo Sämtliche Handys werden nach der Anlieferung registriert und nach Hersteller und Modell sortiert. Darauf befindliche Daten werden gelöscht und das Gerät auf seine Funktionstüchtigkeit getestet (Power-Up-Test). In einem weiteren Arbeitsschritt wird der defekte Akku (gefährlicher Abfall) vom Handy getrennt und fachgerecht durch einen Abfallbehandler entsorgt. Funktionstüchtige Handys werden für den Verkauf und Versand zwischengelagert. Defekte Geräte werden gegebenenfalls repariert bzw. in die einzelnen Bauteile zerlegt. Die so gewonnenen Materialien dienen einerseits als Ersatzteile bzw. werden einer stofflichen Verwertung zugeführt. Mobile-Collect ist ausschließlich für das Sammeln der Handys verantwortlich. Die Wiederaufbereitung (Refurbishing) bzw. die Reparatur der Mobiltelefone wird durch externe Firmen ausschließlich im EU-Wirtschaftsraum durchgeführt. Die funktionsfähigen Handys werden weitergeleitet. Auch hier erfolgt eine regelmäßige Qualitätskontrolle direkt bei den Abnehmern. Die restlichen Handys werden bei der Fa. Umicore in Antwerpen recycelt. 2 Hagelüken, Christian: Mobile Phones, 2008, Seite 23

5 4 Warum ist das ein Jane Goodall Projekt? 4.3 Keine Chance für aussterbende Tiere Im Kongo lebt die größte Schimanpansenpopulation. Die Zahl der Schimpansen in Uganda und anderen afrikanischen Staaten ist nach Angaben der Affenforscherin Jane Goodall in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. Als sie ihre Forschungen über Schimpansen im Jahr 1960 im tansanischen Urwaldgebiet Gombe begann, lebten mindestens 1,5 Millionen der Menschenaffen in Uganda, Kongo, Kongo-Brazzaville und 18 anderen Staaten, so Goodall. Inzwischen werde die Zahl der Schimpansen auf nur noch etwa geschätzt. Das JGI betreibt in Tchimpounga die größte Auffangstation für Schimpansenwaisen. Der Artenschutz ist nur durch uns und mit uns Menschen realisierbar. Die Basis für die Arbeit des JGI stellt die Förderung des respektvollen, nachhaltigen Umgangs mit Menschen, Tieren und Natur dar. Symbol für nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen 4.1 Die Abholzung der Regenwälder nimmt den Schimpansen den Lebensraum Über Menschen schürfen in den 35 Minen, die innerhalb des Naturparks liegen. Die MinenarbeiterInnen brauchen Nahrung und Trinkwasser. Viele Familien bestreiten ihren Lebensunterhalt mit der Jagd und dem Verkauf von Wildtieren. Für sie sind Menschenaffen Proviant oder lukrative Trophäen. Um die 50 Euro verdienen Sie mit einem Schimpansen. Daneben gibt es die wirtschaftlichen Interessen der Betreiber der Minen sowie der anderen Industriezweige, die alle gutes Geld mit dem Lebensraum von Menschenaffen machen. 4.4 Schimpansen reagieren empfindlich auf Störungen Besonders Schimpansen reagieren auf Störungen sehr empfindlich. Dringt eine Gruppe ins Territorium einer anderen ein, kann es sogar dazu kommen, dass sie einander umbringen, berichtet Dr. Jane Goodall ( The Chimpanzees of Gombe: Patterns of Behaviour, 1986 und In the Shadow of Man, 1988) über das Territorialverhalten von Schimpansen. Breite Schneisen führen in die hintersten Winkel des Regenwaldes. So werden die letzten Rückzugsgebiete der Tiere zugänglich. Auf den neuen Straßen bringen LKWs neben den Baumstämmen auch die getöteten Tiere der Wilderer in die Städte. Die Jagd auf Menschenaffen bringt den Händlern auf den Märkten guten Gewinn. 4.2 Der illegale Handel mit Bushmeat Früher wurden Wildtiere für den Eigenbedarf gejagt, heute jagt man mit Drahtschlingen, Netzen und Gewehren. Die Wilderei ist heute ein lukratives Geschäft, denn in den Städten ist Bushmeat von Menschenaffen sehr begehrt und erzielt hohe Preise. 4.5 Jane Goodall Institute und das Tacare Programm Im Kinofilm Die Lebensreise der Jane Goodall berichtet Goodall: 1960 konnte man in Gombe am gesamten Ufer entlangfahren und sah überall Wälder von Burundi südwärts, den ganzen See entlang, auf den Gipfeln, östlich des Sees und überall Wälder, Lebensräume für Schimpansen. Dazwischen nur ein paar kleine Dörfer. Doch erst Anfang der 90er Jahre sah man die ersten kahlen Hügel, weil es mehr Menschen gab, als das Land es vertragen konnte. Man sah, wie verheerend es ist, steile Hänge zu bewirtschaften. Dies wiederum führte aufgrund von Holzkohleverbrennung und Rodungen für die Landwirtschaft zur Entwaldung der Gebiete. Bedenkliche Bodenerosion und der Verlust der Bodenfruchtbarkeit aufgrund intensiver Landwirtschaft folgten. Ich begriff, dass, um Schimpansen

6 zu schützen, es die Einheimischen als Partner brauchte und all die Probleme der DorfbewohnerInnen mit Umweltfragen verbunden sind. Infolge dieser Erkenntnis gründete Dr. in Goodall 1994 eines der mittlerweile umfangreichsten Naturschutzprogramme in Afrika TACARE ( Take Care Pass auf! ). Ziel war es, das Leben der DorfbewohnerInnen in der Region zu verbessern und kleine, ökologisch nachhaltige Entwicklungsprojekte anzustoßen, in der Hoffnung, dass die Lokalbevölkerung zu einer Partnerin bei den Umweltschutzbemühungen werden würde. Das JGI-A unterstützt zudem das Jane Goodall Institut und das Schimpansen-Refugium in Tchimpounga/ Kongo. Das Tchimpounga-Schimpansen-Refugium liegt in der Nähe von Pointe Noire in der Republik Kongo. Neben der Station mit einer Größe von 0,3 km² besteht ein 73 km² großes Reservat, welches die Regierung für den Gebrauch durch das Jane Goodall Institut freigegeben hat. Das Reservat wird von Aufpassern patrouilliert, um die Schimpansen vor Wilderern zu schützen. Als Tchimpounga 1992 gegründet wurde, war das Jane Goodall Institut verantwortlich für 25 Schimpansenwaisen, welche unter furchtbaren Zuständen in Zoos gelebt haben. Heute leben rund 145 Waisen in Tchimpounga, dem größten Refugium für Schimpansen in Afrika. 5 Endverbraucher: Was ist Tantal/Coltan? Coltan (auch Koltan) ist ein Erz, dessen Hauptlagerstätte in Zentralafrika liegt und aus dem vorrangig das Metall Tantal (Ta) gewonnen wird. Der Name Coltan leitet sich von der Mineralgruppe Columbit-Tantalit ab. Tantal wird für die Herstellung von Kondensatoren (Tantalstaub und -folien), für Stahllegierungen (hochfeste und temperaturstabile sowie bioneutrale Tantallegierungen) und Schneidwerkzeuge (Tantal-Carbide) genutzt. In den USA werden ca. 60% des Tantalverbrauchs für die Herstellung von Kondensatoren verbraucht (USGS 2006), aber auch das TIC gibt die Herstellung von kondensatorgeeigneten Tantalstaub mit ca. 50% an (TIC o.j.). 15% werden als Folie verwendet inklusive Tantaldraht zur Herstellung von Kondensatoren. Jeweils ca. 10% werden in Form von Chemikalien (Fluorid, Oxid) und als Tantalcarbid, ca. 9% als Tantalbarren sowie ca. 8% für Diverses verwendet. 5.1 Die besonderen Eigenschaften von Coltan/Tantal? Tantal ist ein sehr guter Stromleiter sowie extrem hitzeund säurebeständig. Die chemischen Eigenschaften sind folgende: es ist hoch schmelzend (2.996 Grad Celsius), es ist hart aber dehn- und walzbar, es widersteht allen Säuren außer Flusssäure, es widersteht auch Alkalien, es ist korrosionsbeständig und es hat eine sehr gute elektrische und thermische Leitfähigkeit (...). Charakteristika von Tantalkondensatoren sind ihre geringe Größe, ihre Lebensdauer, ihr geringer Stromverbrauch und ihre Widerstandskraft gegen Temperaturschwankungen. Die Kondensatoren werden vor allem in Handys, Computern, Digitalkameras, Hörgeräten, Herzschrittmachern und der Autoelektronik (ABS, GPS, Zündsysteme) verwendet. Die zunehmende Miniaturisierung ist auch eine der stärksten Triebkräfte für den steigenden Tantalbedarf. Weiterhin wird Tantal als Metall oder in Legierungen, bei denen seine hohe Widerstandskraft gegen Temperaturen oder aggressive Medien sowie seine Bioneutralität notwendig ist. Diese Anwendungen sind chirurgische Instrumente, Spinndüsen, Heizschlangen für aggressive Medien, dem Spezialapparatebau in der Chemischen Industrie, für medizinische Implantate, für Spezialgläser mit hoher Brechwirkung (Kameralinsen mit Tantaloxid), für Röntgenfilme, zur Oberflächenbehandlung von Stählen mit besonderem Korrosionsschutz (Brücken, Wasserbehälter) sowie in der Hochvakuumtechnik. Tantal-Wolframstähle werden aufgrund ihrer Zähigkeit und Temperaturstabilität für Turbinen genutzt. 3 3 Umweltbundesamt 2007, Seite 21

7 Es gibt zurzeit keinen Ersatzstoff für Tantal, der den Anforderungen moderner Mobiltelefone gerecht wird, sagt Jim McCombie, Metallhändler von A&M Minerals and Metals in einem Interview mit Welt Online Die Reserven von Tantal, das für Handys so wichtig ist, reichen demnach noch ungefähr 25 Jahre, so die Experten in Welt Online. Dabei existiert Tantal mit geschätzten Tonnen in vielen Regionen der Welt. Der jährliche Verbrauch beträgt nur Tonnen. Aufgrund der Dumpingpreise der Rebellen haben sich die Preise für das Metall, das aus Coltan (Columbit-Tantaliterz) extrahiert wird, seit Dezember 2009 verdoppelt und insofern besteht ein rigoroses Interesse der Industrie nach neuem billigen blutfreien Tantal auf dem Markt soll eine Mine im ägyptischen Abu Dabbab öffnen. 5.2 Wo wird Coltan abgebaut? Gewonnen wird Tantal aus Erzen, in denen es oft gemeinsam mit Columbium (= Niobium) vorkommt. Dieses Erz wird vor allem im afrikanischen Raum abgekürzt Coltan ( Columbit-Tantalit ) genannt. Als Folge des rasanten Booms, den die Elektronikbranche Ende der 1990er Jahre verzeichnete, wurde Tantal zu einem knappen Rohstoff. Die Förderkapazitäten lagen im Jahr 2000 weltweit bei Tonnen, während die Nachfrage gleichzeitig auf Tonnen stieg. Dies führte zu stark steigenden Preisen. Nachbarstaaten beherrscht wurden. Nichtregierungsorganisationen und die Vereinten Nationen erhoben daher den Vorwurf, dass Rebellentruppen ihren Krieg zu einem Teil mit dem Verkauf von Coltan finanzierten. Der Rohstoff Coltan kam ins Gerede. 80% dieses in den USA als strategischer Rohstoff bezeichneten seltenen Roherzes soll im Kivu im Boden liegen. Aus Afrika (d.h. vor allem aus dem Kivu) stammen nach Angaben des Tantalum-Niobium International Study Center (Brüssel) bis zu 15% des weltweit gehandelten Tantals, unabhängige Angaben gehen sogar von 20 40% aus. Weitere wichtige Vorkommen befinden sich in Australien, Kanada und Brasilien. Im Jahr 2008 wurden weltweit Tonnen gefördert, der Hauptanteil kam aus Australien. In der DR Kongo waren es rund 500 Tonnen. Seit jedoch in Australien die größte Coltan-Mine (die Wodgina-Mine) im Jahr 2008 ihren Abbau eingestellt hat, weil man mit den Dumpingpreisen für Coltan aus Zentralafrika nicht mehr mithalten konnte, zählt nun der Kongo zum Coltan-Hauptlieferanten. Anfang 2009 stellten zwei weitere Minen in Kanada und Mozambik die Produktion ein. Im Jahr 2009 ist mit über 750 Tonnen Coltan aus dem Kongo zu rechnen. 4 Tantal hat im Vergleich mit anderen Metallen eine sehr niedrige Recyclingrate (30 Prozent). Welche Fördermengen des weltweit verarbeiteten Tantals aus den Abbaugebieten im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) stammen, ist unsicher. Schätzungen zufolge bewegten sie sich in einer Größenordnung zwischen 15 bis 40 Prozent. Dank dieses Anteils konnte ein weiterer Anstieg des Rohstoffpreises verhindert werden. Das Coltan stammte jedoch aus Gebieten, die nicht unter der Kontrolle der kongolesischen Regierung standen, sondern von diversen Rebellengruppen und Soldaten aus 5.3 Das immense Rohstofflager in Schubläden Produktionsmengen von Handys (weltweit) Die Nachfrage nach Elektronikprodukten ist enorm. So werden zum Beispiel jährlich weltweit zwischen 700 und 800 Millionen Mobiltelefone produziert. Dieser Boom hat den Preis für Coltan in die Höhe getrieben und damit die Ausbeutung verschärft. 4 Vgl.

8 Nach Einschätzung des deutschen Branchenverbandes BITKOM 5 wird in diesem Jahr die Zahl der Mobilfunkanschlüsse weltweit erstmals die Schwelle von fünf Milliarden überschreiten. In der EU wird die Zahl der Anschlüsse auf rund 650 Millionen steigen, so die Prognose. Besonders hoch ist das Wachstum jedoch in Asien und Südamerika. Von den HandynutzerInnen verwenden 800 Millionen den schnellen Mobilfunkstandard UMTS, das ist ein Plus von 37 Prozent soll es über eine Milliarde UMTS- Anschlüsse geben. Durch die rasanten technischen Neuentwicklungen am Handy- und Spielemarkt sind die Geräte relativ rasch veraltet. Der bisherige Schnitt bei den Marktanalysen von ca. 2 Jahren Handybesitz bevor gewechselt wird, bewegt sich sicher in Richtung jährlichen Austausch. Derzeit liegt der Schnitt laut Bitkom bei 2,5 Jahren. In anderen europäischen Staaten sieht es ähnlich aus. Entsprechend werden europaweit jährlich rund 100 Millionen Geräte entsorgt. Diese wiegen zusammen rund Tonnen und füllen 400 Lastwägen. 7 Viel stärker als in Europa und Nordamerika wird BITKOM zufolge die Mobilfunknutzung in Asien und Südamerika steigen: In China um fast 13 Prozent auf rund 844 Millionen in diesem und auf 930 Millionen im kommenden Jahr. In Indien steigt die Zahl der Anschlüsse in diesem Jahr um 30 Prozent auf 680 Millionen. In Brasilien gibt es zum Jahresende 193 Millionen Anschlüsse, das ist ein Zuwachs von elf Prozent. Technisch sehr fortschrittlich ist Japan: Dort verwenden heute bereits 96 Prozent aller MobilfunknutzerInnen UMTS. Für 2013 schätzt die GSM Association 6 (Industrievereinigung der Mobilfunkanbieter) die Zahl der MobilfunknutzerInnen auf rund 6 Milliarden. Internet und Handy haben Gesellschaft und Wirtschaft binnen zehn Jahren radikal verändert: Die Jahre 2000 bis 2009 werden als Digitale Dekade in die Geschichtsbücher eingehen, ist BITKOM- Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer überzeugt. Die Liste dieser Erfindungen ist lang und viele wirken bereits so vertraut, als gäbe es sie schon immer: die offene Enzyklopädie Wikipedia, Foto-Handys, HDTV, itunes und iphone, Internet-Telefonie oder Podcasts. Wer sein Dritt- oder Vierthandy einfach in der Schublade zuhause ablegt, entzieht dem Rohstoffkreislauf jedoch wertvolle Ressourcen (etwa das Halbleiter-Metall Gallium, das in Mikrochips verarbeitet ist). Es zählt laut Analyse des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) zu den gefragtesten Hightech-Rohstoffen Die Situation in Österreich Bei der Wiederverwertung von Tonnen Handys fallen laut Hochrechnungen aus den Sortieranlagen in etwa 350 kg Gold an (im Wert von 7 Millionen Euro!). Außerdem lassen sich 15 weitere Metalle herausfiltern, wie etwa Silber, Blei, Nickel, Zinn, Wismut, Antimon und Indium. 8 Die Zahl der Handys nimmt in Österreich pro Jahr um fast drei Millionen Stück zu. Demgegenüber werden aber nur geschätzte Altgeräte entsorgt bzw. bei Charity- Aktionen gespendet. 9 Eine nicht bezifferbare Anzahl wird über die Elektroaltgerätesammlung von Kommunen und Gewerbe gesammelt. Handys finden sich auch im Restmüll wieder. In Österreich haben in etwa 7 von 10 ÖsterreicherInnen nicht mehr verwendete Handys liegen, und gemäß Statistik hat jeder österreichische Haushalt 2,6 Handys Vgl. 7 Vgl. Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Friedel Hütz-Adams, Gisbert Hunold, SÜDWIND e.v. 8 Zahlen siehe vom Zahl Tageszeitung Kurier vom Vgl.

9 Aus 1 Tonne Althandys* können im Durchschnitt recycelt werden: 3500 g Silber (Ag) 350 g Gold (Au) 150 g Palladium (Pd) 4 g Platin (Pt) *nach Entnahme der Akkus Aus 1 Tonne Handy-Akkus lassen sich zusätzlich 140 kg Kobalt sowie Nickel und Kupfer zurückgewinnen. 6 Probleme, die mit dem Coltanabbau im Kongo verbunden sind 6.1 Was hat Coltan mit den kriegerischen Unruhen im Kongo zu tun? Instabile Staaten wie Kongo und Ruanda, die ihre Rohstoffe radikal ausbeuten, nutzen die große Nachfrage der Kommunikationselektronik nach Coltan, um damit ihre Bürgerkriege zu finanzieren. Im rohstoffreichen Osten des Kongo, wo neben Coltan auch Gold, Wolfram und Zinn abgebaut werden, kontrollieren bewaffnete Gruppen vielfach den lukrativen Bergbau. Monatlich sterben tausende Menschen. Politik und Wirtschaft kapitulieren vor dem Skandal. Afrika ist der große Leidtragende der elektronischen Mobilmachung, schrieb der Journalist Oliver Jungen in der FAZ. Kriegerische Unruhen In dem zentralafrikanischen Staat werde auch nach dem Friedensabkommen von 2008 weiter gekämpft und getötet, berichtete Anne Jung von der Kampagne Fatal Transactions. Coltan, aus dem Tantal gewonnen wird, sei eines der wichtigsten Exportgüter der Demokratischen Republik Kongo. Seit Ende der 1990er Jahre gab es immer wieder zum Teil heftige militärische Auseinandersetzungen um die ressourcenreichen Regionen. 11 Im Kongo-Krieg sind mehr als 5,4 Millionen Menschen in den letzten 10 Jahren getötet worden. Bewaffnete Gruppen im Ostkongo kontrollieren die Minen und Handelsrouten und lukrieren so jährlich 180 Millionen Dollar. Um zu verhindern, dass die terroristische Seite unterstützt wird, wurden zwei wesentliche Abkommen eingerichtet: der Congo Conflict Minerals Act und der Conflict Minerals Trade Act. Conflict-free cell phones und das Recyceln der vorhandenen Rohstoffe sind zwei praktikable Ansätze, um den Konflikt um die Rohstoffe und deren weitreichende Folgen für Mensch, Tier und Umwelt zu entschärfen. 12 Auf der Website des österreichischen Außenministeriums 13 wird Stand Ende August 2010 von Reisen in die Region Pool und in den östlichen Teil der Region Bouenza abgeraten und auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. In Brazzaville, vor allem in gewissen Stadtteilen im Norden wie Ouenze und Talanga, sowie in den Randbezirken von Pointe Noire, wird aufgrund der hohen Kriminalität empfohlen, nicht alleine auszugehen in der Umgebung der genannten Städte sind Rebellengruppen aktiv. Infrastruktur Das Straßenverkehrsnetz ist in schlechtem Zustand und auch im Eisenbahngüterverkehr ist es aufgrund des mangelhaften Zustandes der Gleise und Züge bereits zu mehreren Unfällen gekommen. In Bahnhöfen besteht die Gefahr von Übergriffen, vor allem auf Frauen, bei nächtlicher Ankunft der Züge. Größte Vorsicht ist auch beim innerkongolesischen Flugverkehr angebracht, da der technische Zustand der Flugzeuge nicht europäischem Standard entspricht und Flüge oft ausfallen oder zu unvorhergesehenen Zwischenlandungen 11 Vgl. 12 Vgl. 13

10 in Angola zum Auftanken führen. In den Großstädten sollte aufgrund der starken Kriminalität nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente sollten photokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Grundsätzlich ist eine Sondergenehmigung für das Fotografieren erforderlich. Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung sollte jedenfalls unterlassen werden. Wegen der rasant steigenden AIDS-Rate wird vor ungeschützten sexuellen Kontakten dringend abgeraten. 6.2 Coltan und ein Rattenschwanz an Problemen Zahlen Daten Fakten Speziell die Berichte von Amnesty International geben einen guten und authentischen Einblick über die Verhältnisse in der Region (siehe Etwa 25 bewaffnete Gruppen (darunter ugandische, ruandische, burundische Rebellengruppen) sowie korrupte nationale Armee-Einheiten zwingen die Bevölkerung unter grauenhaften Bedingungen zum Abbau der Bodenschätze. Den Warlords kostet der Abbau so gut wie nichts. Das Coltan kann entlang der Flüsse und der neu gebauten Straßen mit einfachsten Mitteln abgebaut werden. Größere Investitionen für die Gewinnung sind nicht nötig. Die Bilder aus Coltangebieten erinnern an Filme über Goldschürfer im Wilden Westen der Vereinigten Staaten von Amerika vor hundert Jahren. Die Schürfer graben schlicht Löcher und waschen die Erde aus, um die Coltan-Klumpen zu finden. Zudem heben sie bei willkürlichen Straßenkontrollen von legalen Minen Steuern auf den Transport ein. Ihre Gewinne investieren sie in Waffen. Von 1998 bis 2008 sind 5,4 Millionen Menschen durch Gewalt oder Kriegsfolgen ums Leben gekommen. Es gibt im Kongo 4 Millionen Kriegswaisen. Menschenrechtsberichte von Amnesty International, Human Rights Watch und diversen UNO-Organisationen berichten, dass Dörfer niedergebrannt, die Menschen zu Tausenden verwundet, verstümmelt und ermordet werden. Mit systematischen Vergewaltigungen verbreiten die illegalen Armeen Schrecken und Terror ( Vergewaltigungshauptstadt der Welt ). Immer noch sterben nach Schätzungen des International Rescue Committee monatlich Menschen, die Hälfte davon Kleinstkinder. Hunderttausende wurden vertrieben. Die humanitäre Lage hat sich verschlechtert. Die seit 1999 im Kongo anwesende, mit zwanzigtausend Blauhelmen größte Friedensmission der Vereinten Nationen (Monuc) hat die Gewalt nur leicht eindämmen können. Die humanitäre Lage im Osten des Landes verschlechtert sich derzeit wieder, wie die Vereinten Nationen besorgt mitteilen. Die Säcke mit dem Coltan wurden in Kleinflugzeuge verladen, die auf provisorischen Pisten landen und von diesen starten können. Von dort ging es zu solchen Flughäfen meist in Nachbarstaaten, die für größere Flugzeuge ausgestattet waren, und von dort wiederum zu den Verarbeitern, die aus Coltan eben den Stoff fertigen können, der für die Produktion von Mobiltelefonen benötigt wird. Der hohe Preis des Coltans kombiniert mit der Bereitschaft der weltweiten Verarbeiter, angesichts einer knappen Versorgung auch einen Rohstoff aus dubiosen Quellen zu kaufen, heizten diese Entwicklung mit an und trugen zur Finanzierung und damit zur Verlängerung des Krieges bei Plünderung durch Soldaten und ihre Hintermänner Einige Rebellenorganisationen finanzierten einen erheblichen Teil ihrer Ausgaben für Waffen und Sold aus dem Verkauf von Coltan. Auch ihre Unterstützer aus den Nach- 14 Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Friedel Hütz-Adams, Gisbert Hunold, SÜDWIND e. V., Herausgeber: Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln, 2008

11 barstaaten beteiligten sich an diesem Geschäft. Allein im Jahr 2000 exportierte Ruanda nach Angaben von offizieller Seite Coltan im Wert von 64 Millionen US-Dollar, und im folgenden Jahr lagen die Erlöse bei 44 Millionen US-Dollar. 15 Wie wichtig die Einnahmen für die Armee waren, wird deutlich, wenn sie mit dem Verteidigungshaushalt verglichen werden. Dieser war nämlich im Landesbudget des Jahres 2000 mit lediglich 63 Millionen US-Dollar veranschlagt. Vermutlich übertrafen die Einnahmen aus der Plünderung die Ausgaben der Truppenstationierung in der Demokratischen Republik Kongo deutlich. In den ugandisch besetzten Gebieten sah die Situation ähnlich aus. Vermutlich wäre der Kongofeldzug aus dem offiziellen Verteidigungshaushalt laut Landesbudget im Jahr Millionen US-Dollar allein nicht zu finanzieren gewesen. Doch im Unterschied zu Ruanda profitierten staatliche Stellen nur in geringem Maße direkt: Die Gewinne verblieben zu einem erheblichen Teil in den Privatschatullen der kleinen einflussreichen Gruppe, die die Geschäfte kontrollierte. 16 die 1996 zum gegen Mobutus binnen kürzester Zeit zusammengewürfelt wurden, kämpften mindestens Kinder. Der Anteil der Kindersoldaten lag bei einigen der Milizen bei rund 50 Prozent. 17 Obwohl in einer Reihe von Dekreten der Regierung sowie in der Anfang 2003 vereinbarten Übergangsverfassung verboten wurde, Minderjährige im Kampf einzusetzen, warb selbst die offizielle Armee der Demokratischen Republik Kongo weiterhin Kinder an, während zeitgleich pressewirksam andere Kindersoldaten entwaffnet und nach Hause geschickt wurden. Schätzungen zufolge kämpften im Kongo mehrere zehntausend Kinder. Die Existenz dieser Kindersoldaten ist eine weitere Erschwernis auf dem Weg zum Frieden. Den Kindern und Jugendlichen sind ihre Verbrechen bewusst und sie wurden traumatisiert. Sie wissen auch, dass sie mit ihrer Vorgeschichte nicht ohne weiteres zu ihren Familien und in ihre Dörfer zurück können. Zudem haben sie nichts gelernt, was ihnen in Friedenszeiten von Nutzen sein könnte, ihr Broterwerb ist der Krieg und ihr sozialer Zusammenhalt die Truppe. 18 Report by Global Witness War_Militarisation_of_Mining_Eastern_Congo_ _.pdf Kinder werden zu Soldaten gemacht Nach Erkenntnissen, die bei den Vereinten Nationen vorliegen, wurden auf allen Seiten des Konfliktes auch von der kongolesischen Regierung Kindersoldaten eingesetzt. Bereits auf Seiten der Armee der AFDL (Allianz der demokratischen Kräfte für die Befreiung von Kongo-Zaire), Die fatalen Folgen des Abbaus für Tier und Umwelt Das afrikanische Kongobecken ist das grüne Herz Afrikas und das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Welt. Beim Abbau des Rohstoffs wird keine Rücksicht auf die ökologischen oder sozialen Folgen genommen. Im Falle von Afrika haben die hohen Gewinne und die mangelnde staatliche Kontrolle während des Bürgerkrieges in der Demokratischen Republik Kongo zu völlig planlosen Bergbauaktivitäten geführt. Zuvor völlig unberührte Landstriche und unerschlossene Urwälder, in denen Wildtiere Schutz finden, wurden unwiederbringlich zerstört. Obwohl es ein 15 UN 2001, Seite 8 und 40, Cuvelier/Raeymaekers 2002a, Seite 9 16 UN 2002, Seite 19, Raeymaekers 2002, Seite 10. Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Friedel Hütz-Adams, Gisbert Hunold, SÜDWIND e. V., Herausgeber: Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln, Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Friedel Hütz-Adams, Gisbert Hunold, SÜDWIND e. V., Herausgeber: Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln, Herausgeber: Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln, 2008

12 staatliches Moratorium gegen die Abholzung gibt, vergibt die Regierung weitere Holzschlagkonzessionen. Die Holzkonzerne haben breite Schneisen in den Urwald geschlagen. Daher sind zahlreiche Tierarten vor der Ausrottung bedroht. monatlich bis zu 150 Überstunden leisten. Bei Fehlern werden die ArbeiterInnen mit Gehaltsabzügen oder Entlassungen bestraft. Die Arbeitsbedingungen in der Elektronikbranche in Ländern wie Indien, China und Mexiko sind oft arbeitsrechtlich bedenklich. 21 Die bekannteste unter ihnen ist der Gorilla, der in dieser Gegend sein letztes Rückzugsgebiet hat, aber auch Schimpansen. Nicht nur der Verlust ihres Lebensraumes bedeutet eine große Gefahr für diese Menschenaffen. Auch zur Fleischversorgung der ArbeiterInnen in den Minen werden Menschenaffen im großen Stil gewildert. Zudem forciert der Straßenausbau zu und in den Minen den illegalen Handel mit Bushmeat beträchtlich Ressourcengewinnung Kinderarbeit Experten schätzen, dass ca Kinder (!) im Kongo im Bergbau arbeiten. Manche von ihnen sind erst sieben Jahre alt. Sie müssen in den Kupfer- und Kobaltminen täglich nach Erzen graben ohne Schutzkleidung. In diesen Minenschächten riskieren sie ihr Leben. Zudem sind sie gefährlichen Chemikalien ausgesetzt Sklaventum Der Lohn der MinenarbeiterInnen reicht kaum, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Laut Berichten schuften sie zwischen zehn und zwölf Stunden am Tag in den Fabriken, an sechs bis sieben Tagen in der Woche für nur 35 Cent pro Stunde. Wer etwas Geld für seine Ausbildung zurücklegen oder seine Familie finanziell unterstützen will, muss Umsiedlung von Dörfern In manchen Regionen werden ganze Dörfer umgesiedelt, um Platz für den Bergbau zu schaffen Umweltschäden Gesundheitsrisiken Jedes Jahr entstehen weltweit bis zu 50 Millionen Tonnen Elektroschrott. 22 Dazu gehören neben Handys auch Computer, Radios, Drucker, Kühlschränke und Waschmaschinen. Nur ein Teil der elektronischen Geräte, die wir jedes Jahr wegwerfen, wird ordnungsgemäß entsorgt. Viele Millionen Tonnen gehen nach Afrika oder Asien. Obwohl Arbeiter und Arbeiterinnen dort beim Recycling von Elektroschrott hochgiftigen Substanzen ausgesetzt sind, tragen viele keine Schutzkleidung und erleiden deshalb ernsthafte Gesundheitsschäden. Das illegale Deponieren und Verbrennen von Elektroschrott schädigt nicht nur die Gesundheit, sondern vergeudet auch unsere Ressourcen. Viele dieser Stoffe sind nur schwer bzw. überhaupt nicht natürlich abbaubar und können sich im Körper anreichern. Durch eine unsachgemäße Entsorgung können sie über Boden, Grundwasser und Atmosphäre in die Umwelt gelangen und so zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt werden Vgl , Patrick Forestier, Kongos verfluchter Schatz 20 Vgl. 21 Vgl. 22 Vgl. 23

13 7 Anatomie eines Handys 8.1 Ablauf der Althandyverwertung Ein durchschnittliches Handy besteht aus einer Fülle verschiedener Materialien, siehe ch/fileadmin/dateien/bilder-editionen/2009/23_09/handy- Werkstoffe.pdf. Doch auch Zinn, Blei, Kobalt, Aluminium, Wolfram, Gold, Palladium, Mangan, Lithium-Verbindungen, Chromoxid, Flüssigkristalle, Beryllium, Phosphor und Molybdän sind mit dabei Wie sieht es mit der Verwertung aus? Eine Studie des Mobiltelefon-Herstellers Nokia (2008) zeigt: Nur drei Prozent der befragten MobilfunknutzerInnen haben schon einmal ein Handy zu Recyclingzwecken entsorgt. Drei Viertel der Befragten haben noch nie in Betracht gezogen, ein Handy zum Recycling abzugeben, und die Hälfte der Handy-UserInnen weiß gar nicht, dass das Recycling von Handys möglich ist. Für die Nokia-Studie wurden Menschen aus den Ländern Finnland, Deutschland, Italien, Russland, Schweden, Großbritannien, Vereinigte Arabische Emirate, USA, Nigeria, Indien, China, Indonesien und Brasilien interviewt. Weltweit gaben 74 Prozent der NutzerInnen an, dass sie nicht darüber nachdenken, ihre Mobiltelefone zu recyceln, obwohl mit 72 Prozent fast ebenso viele Menschen der Ansicht sind, dass Recycling zum Umweltschutz beiträgt. Rund 44 Prozent der Altgeräte bleiben übrigens der Umfrage zufolge ungenutzt zu Hause liegen. Da nur vier Prozent (!) der Althandys im Müll landen, dürften doch viele gebrauchte Geräte von Familienmitgliedern, Freunden oder Käufern weitergenutzt werden. 25 Handys die nicht weiterbenutzt werden können (oberste Priorität) werden einem hochwertigen Recycling zugeführt. Sie werden in wieder verwendbare Einzelteile zerlegt, so dass damit andere Althandys repariert werden können. Wenn das nicht möglich ist, werden die Einzelteile recycelt. Kunststoffteile (z.b. das Gehäuse) werden zunächst meist von Hand entfernt. Wie bei den meisten Elektrogeräten wird der Rest mechanisch zerkleinert (geschreddert), um danach die einzelnen Bestandteile besser auseinander sortieren zu können. Beim Handy muss jedoch vorher unbedingt die Leiterplatte entfernt werden, da sie wertvolle Edelmetalle auf sich trägt, die im Schredder sonst verloren gehen. Wenn die Leiterplatte heil in eine entsprechend ausgestattete Metallhütte (Schmelze) gelangt, können diese wertvollen Bestandteile abgetrennt und damit wieder für neue Geräte eingesetzt werden. Das Recycling schont also knappe und teure Edelmetall-Ressourcen und ermöglicht die schadlose Entsorgung gefährlicher Schwermetalle. Voraussetzung: Die getrennte Sammlung der Handys! Die Kunststoffbestandteile werden meistens verbrannt und die dabei entstehende Energie genutzt (thermische Verwertung). Eigentlich sind die Kunststoffe dafür zu schade. Da Handys aber verschiedene Formen haben und oft aus unterschiedlichen Kunststoffen bestehen, gelingt eine sortenreine Trennung der verschiedenen Kunststoffe derzeit meistens noch nicht. Bei Metallen funktioniert die Verwertung jedoch sehr gut Interview Dr. Perrine Chancerel, TU Berlin, August 2010 bzw. Artikel Müllmagazin 1/2009; Gold in der Tonne, Perrine Chancerel und Susanne Rotter, TU Berlin 25 Vgl Vgl. EPD Congress 2009, Closed loop WEE Recycling; E-Scrap Research; Perrine Chancerel, Christine Meskers, Christian Hagelüken und Susanne Rotter, 2008, TU Berlin). Umicore Precious Metals Refining, 2008, Hagelüken

14 8.2 In Europa recyceln nur drei Firmen Handys sachgerecht und effizient Bislang recyceln nur drei Firmen (Umicore in Belgien, Aurubis ehemalige Norddeutsche Affinerie AG in Deutschland und Boliden AB in Schweden) in Europa Handys sachgerecht und effizient. 27 Bei Umicore in Antwerpen kommen riesige Mengen von Handys aus allen europäischen Ländern zusammen. Den nicht mehr funktionsfähigen Handys werden die Akkus und Leiterplatten entnommen. Während der Rest geschreddert wird, werden die Leiterplatten eingeschmolzen. In einem chemischen Verfahren (Betriebsgeheimnis) können die einzelnen Metalle dann aus der Schmelzmasse herausgelöst werden. So werden beispielsweise auch große Mengen Kupfer gewonnen. Aber vor allem geht es natürlich um Gold. 28 Am Ende des Recyclingprozesses fließt somit Gold im Wert von mehreren Millionen Euro direkt aus dem Ofen in eine mit Wasser gefüllte Wanne, um schließlich als Granulat in einer Kunststoffkiste zu landen. Die Sicherheitsbestimmungen in der Firma sind sehr streng, um die kostbaren Kügelchen zu schützen. Das Granulat wird an industrielle Abnehmer verkauft und landet unter anderem wieder in Handys. Außer den Edelmetallen werden bei Umicore noch bis zu zehn weitere Metalle zurückgewonnen, vor allem Kupfer aber auch Blei, Nickel, Wismut, Zinn, Antimon oder Indium ein komplexer, sehr effizienter Prozess. 29 Aus recycelten Kunststoffen aus Handys werden beispielsweise Wasserkessel, Parkbänke, Zahnfüllungen und Musikinstrumente hergestellt. Durch die höhere Metallkonzentration bei Handy & Co ist der Energieaufwand bei der Wiederverwertung der enthaltenen Metalle deutlich geringer. Der CO 2 -Rucksack der recycelten Materialien ist mindestens um den Faktor 5 niedriger als bei deren Primärerzeugung. Es bestehen noch erhebliche Schwachstellen im Kreislauf: die Sammelquoten sind sehr unbefriedigend, durch Exporte in Entwicklungs- und Schwellenländer geht Material verloren. 9 LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN UNTERNEHMEN Wieder- und Weiterverwendung von Handys um die Produktnutzungsdauer zu erhöhen Schaffung von Anreizsystemen für das Handysammeln Sachgerechtes und effizientes Handyrecycling in modernsten Anlagen, um Umweltschäden zu vermeiden und der Schonung der Ressourcenbasis für Metalle zu erreichen. Damit wird ein signifikanter Beitrag für den Klimaschutz erzielt. Transparenz für Rohstoffe aus dem Kongo (Beispiel USA: Die an den Börsen gehandelten Unternehmen müssen demnach in einem jährlichen Bericht auflisten, ob sie Bodenschätze aus dem afrikanischen Staat verwenden. Die Berichte müssen die Firmen auf ihrer Webseite veröffentlichen). Vor allem Chinesen kaufen Rohstoffe im Kongo bzw. werden Erze aus dem Kongo in Asien eingeschmolzen. Danach lässt sich das Ursprungsland kaum mehr ermitteln. In China zukaufende IT-Unternehmen sollten Transparenz bei Lieferanten fordern. Denn wer Coltan aus dem Kongo verarbeitet, finanziert einen grausamen Bürgerkrieg und macht sich mitschuldig an der Zerstörung des Regenwaldes, dem Lebensraum zahlreicher Tierarten. Jene Wälder stellen jedoch auch für alle Men- 27 WDR, Wertvolle Rohstoffe: was alles in Handys steckt, bzw. Gespräch JGI-A mit Dr. Bernd Kopacek, MSc, ISL Kopacek KG, Environemental Compliance and Technology Service, Wien, August Sendung WDR, Wertvolle Rohstoffe: was alles in Handys steckt, vom Beitrag des Recyclings zur Versorgungssicherheit bei Technologiemetallen; Dr. Christian Hagelüken; Umicore Precious Metals Refining, Hanau; Juni 2010, Paris

15 schen weltweit eine lebensnotwendige Ressource dar, die für immer vernichtet wird (siehe Klimaentwicklung, Gewinn von pflanzlichen Rohstoffen). Hardware-Hersteller müssten bei der Konzeption neuer Produkte mehr Verantwortung zeigen. Den langfristigen Folgen der für die Geräte notwendigen Rohstoffgewinnung müsse bereits bei der Produktentwicklung Rechnung getragen werden. Zukunftstechnologien müssen frühzeitig ein intelligentes Recyclingkonzept erarbeiten. POLITIK Wissenschaftler der Montanuniversität Leoben und der BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) in Deutschland haben einen forensischen Nachweis entwickelt, bei dem anhand gemessener chemischer und mineralogischer Parameter die Herkunftslagerstätten von gehandelten Tantalerzkonzentraten eindeutig lokalisiert und somit auch illegale Lieferungen aus möglichen Konfliktregionen identifiziert werden können. Kern des Vorhabens ist eine Vereinbarung zwischen Rohstoffproduzenten in Afrika und Verarbeitern in Europa, die sich als registrierte Unternehmen verpflichten sollen, unter Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards eine transparente, faire und nachhaltige Rohstoffwirtschaft zu betreiben. Vorbild für dieses Projekt sind bereits etablierte zertifizierte Handelsketten in der Forstwirtschaft ( Forest Stewardship ) oder im Lebensmittel-Bereich ( Fair Trade ). de/cln_144/nn_326194/de/themen/min rohstoffe/pro- jekte/rohstoff-forschung/lf Herkunftrsnachweis COL- TAN Newsletter html 10 Quellen & Links/Literaturverzeichnis 10.1 Links zu Lösungsansätzen Critical raw materials for the EU, European Commission Enterprise and Industry, docs/report-b_en.pdf Critical raw materials for the EU; Europea Commission Entreprise and Industry, , Annex V docs/annex-v-b_en.pdf Bericht Thema: Herkunftsnachweis von Columbit-Tantalit-Erzen mit speziellem Augenmerk auf Rohstoffe aus der Demokratischen Republik Kongo, Commission by Austriamicrosystems; Ersteller DI Helmut Paulitsch, DI Dr. mont. Stefan Konetschnik, Ao. Univ. Prof. DI Dr. mont. Helmut Antrekowitsch, Montanuni Leoben, Juni 2010, Seite 12. Seltene Metalle Maßnahmen und Konzepte zur Lösung des Problems konfliktverschärfender Rohstoffausbeutung am Beispiel Coltan; Siegfried Behrendt, Dr. Michael Scharp, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT Berlin/ ggmbh, Walter Kahlenborn, Moira Feil, Cornelia Dereje Adelphi Research ggmbh, Berlin/ Prof. Dr. Raimund Bleischwitz, Ruth Delzeit, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Im Auftrag des Umweltbundesamtes UMWELTBUNDESAMT; März KONSUMENT/INNEN Bewusster Umgang mit Handys (längere Nutzung vor einem Neukauf) Handys getrennt sammeln und nicht über den Restmüll entsorgen Elektroaltgeräte und Elektroschrott zur nächsten kommunalen Sammelstelle (Altstoffsammelzentrum) bringen Bewusster Einkauf (Möglichkeiten siehe oder den Marktcheck) Redaktion Entwicklungspolitik, Juli php?option=com_content&view=article&id=6334:usaverlangen-transparenz-fuer-rohstoffe-aus-dem-kongo& catid=93&itemid=163 Was kann der Konsument tun? Beispiel Marktcheck:

16 10.2 Links zu Recycling/Ressourcenschonung Dow Jones Trade News Emissions März 2009, Nr. 5, Hintergrund & Analyse; Urban Mining ist wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, Christian Hagelüken, Umicore Precious Metalls Refining, Hanau articles_by_umicore/electronic_scrap/show_urbanmining IstWichtigerBeitragZumKlimaschutz.pdf Materialeffizienz und Ressourcenschonung am Beispiel von strategischen Metallen Initiative für Nachhaltige Entwicklung e.v. 11. November 2008 Humboldt Universität Berlin Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Infopool/Praesentationen/Handke_ pdf +Deutschland+DUH+Greener+Solutions_f$C3$BCr+hp.pdf Recycling sichert Versorgung mit Technologiemetallen Dr. Christian Hagelüken, Umicore Precious Metals Refining Die meisten Handybesitzer entsorgen Geräte umweltgerecht Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.v. Umfrage: 4 Prozent der Handys landen im Hausmüll Beispiel: Die Nachhaltigkeitsarbeit der Mobilfunkindustrie substance-and-material-management Interview mit Christian Hagelüken: Ein Handy zu recyceln ist ebenso Hightech wie es herzustellen, März 2008, Faktor X, Achener Stiftung Kathy Beys interview.html Wie man Althandys zu Geld macht 0,1518,690548,00.html Deutsche Umwelthilfe: Handys zu wertvoll für den Müll Recycling_klein.pdf Poster presented at Grantees Meeting of Volkswagen Foundation within the Africa Initiative on Resources, their Dynamics, and Sustainability Capacity Development in Comparative and Integrated Approaches, Dar es Salaam, 5 8 January lager/dar_es_salaam2009.pdf Seltene Metalle für Handys werden knapp, Welt Online Seltene_Metalle_fuer_Handys_werden_knapp.html Final Draft, Support Mission, Identification of Opportunities for supporting Initiatives within the context of the illegal Exploitation of natural Ressources in the Eastern Part of DR Congo, Goma and Bukavu 2006, NEdworc Foundation Genf, 2006, Seite 16 Chancerel, Perrine; Rotter, Susanne Vera; Gold in der Tonne, Eine Stoffflussanalyse zeigt erhebliche Systemschwächen bezüglich der Verwertung von Gold an ausgedehnten Mobiltelefonen, TU Berlin, 22 Seiten, 2009

17 10.3 Links zu Hintergrundberichten Soziales/Umwelt Krieg im Kongo, Auf der dunklen Seite der digitalen Welt, Oliver Jungen, FAZ, FB916D7/Doc~E52081B8606DC4F619C9BC805BF41B0A1 ~ATpl~Ecommon~Scontent.html Schimpansen und Gorillas im Kreuzfeuer, Abenteuer Wissen, ZDF, inhalt/0/0,1872, ,00.html?dr=1 Why Mobile Phones are Threatening the Last African Gorillas and How Recycling Your Old Phone Helps Save a Species Monday, 11 May 2009, the Jane Goodall Institute page_html_standard.php?secid=116&riid=6 Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Mvemba Phezo Diolele Kongo (Demokratische Republik), Report Amnesty International kongo-demokratische-republik UN Mission in the Democratic Region of the Kongo Report by Global Witness War_Militarisation_of_Mining_Eastern_Congo_ _.pdf Humanitarian Action Report 2010, DR Congo, Unicef Der Rohstoff Coltan, Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun? Friedel Hütz-Adams, Gisbert Hunold, 2008 Müllwelten Fakten, Hintergründe, Beispiele Materialien für Schule und Unterricht Autoren: Friedel Hütz-Adams, Gisbert Hunold, SÜDWIND e.v. Enthalten Interview mit Arbeitsblatt 6: Schilderungen aus den Coltan-Gebieten, Viele werden ihre Träume nicht erfüllt sehen. Gespräch mit Christine Kizimana, Leiterin einer lokalen Nichtregierungsorganisation. Eine Mine neben der Schule ist ein Fluch. Ein Besuch bei der Luwowo-Mine und der Mishvu-Grundschule und ein Gespräch mit dem Schuldirektor. Zinn-Sklaven im Kongo, Bericht der New York Times africa/ congo/index.htm coltan.html Coltan Phenomenon, polinst_coltan.pdf Tantalum-Niobium International Study Center Wie viel Mensch steckt im Affen, Sendung vom Coltan mining facts, the Jane Goodall Institute page_html_standard.php?secid=119

18 10.4 Links zu Filmen/Videos Der grausame Kriegsalltag im Kongo Kongos verfluchter Schatz Das schmutzige Geschäft mit dem Coltan, , ZDF Frauen/Gewalt Democratic Republic of Congo: Interview with human rights defender Justine Masika Bihamba WDR, Die Welt retten in kleinen Schritten II, getwebtv.phtml?ref=70077 W wie wissen, Handyrecycling ?pageId=&moduleId=427262&categoryId =&goto=&show= Was beim Handyrecycling alles falsch läuft, ARD, ?documentId= Serie Das Ringen um die Rohstoffe, Das Beste aus der radiowelt EXTRA, ?documentId= Althandys sind Wertstoffquellen, SWR, ?documentId= Blutiges Coltan Herkunftsnachweis für Handy-Rohstoff aus Krisengebieten, von Michael Engel, Deutschlandfunk, dlf_ _1145_6dae6a3f.mp3 Wertvolle Rohstoffe, Was alles in Handys steckt, , Quarks und Co 2009/1124/001_klimarettung2.jsp Gnadenlos billig, Der Handyboom und seine Folgen, ein Film von Mirjam Leuze und Ralph Weihermann MakeITfair related Kongo: Kampf gegen den illegalen Coltanabbau, Global ARTE, X:enius, Mo , Uhr, Rohstoffpoker Wer sind die Gewinner und Verlierer? Blutmineralien aus dem Kongo, , Nahaufnahme Bayern ?documentId=

19 10.5 Links zu statistischen Daten 10.6 Links zu Bild- und Videomaterial Quelle: World CIA Factbook, Partner für Perspektiven weltweit Österreichisches Außenministerium zum Kongo reiseinformation/a-z-laender/kongo-demokratischerepublik-de.html Fotograf Karl Amann aus der Schweiz: Bilder zu Schimpansen, Bushmeat Agentur für Fotos und Reportagen, Laif, Mark Craemer, Krijnen Consulting Geneva (KCG), Schriften Jane Goodall Außenministerium Österreich informiert über den Kongo reiseinformation/a-z-laender/kongo-republik-de.html?dv_ staat=85&chash=bf1034e90d Auswärtiges Amt Deutschland zum Kongo Quelle: World CIA Factbook, 2008 Statistische Daten Kongo the_congo/ In the shadow of man. William Collins Sons & Co., London 1971, ISBN (Deutsche Übersetzung: Wilde Schimpansen) The Chimpanzees of Gombe. Patterns of Behaviour. Belknap Harvard University Press, Cambridge/Massachusetts 1986, ISBN Grund zur Hoffnung. Autobiografie. Riemann 1999, ISBN Jane s Journey Die Lebensreise der Jane Goodall: Das Buch zum Film von Lorenz Knauer, Gerda Melchior und Volker Schütz (Gebundene Ausgabe, 24. August 2010) Jane Goodall Mein Leben für Tiere und Natur: 50 Jahre in Gombe von Jane Goodall (Gebundene Ausgabe, 15. November 2010) Die JGI-A-Handysammelaktion wird unterstützt von Mobile-Collect, OEkostrom, Zoo Salzburg, Bürger- service der Stadt Wien, Natürlich Wien, Stadtschulrat Wien und Österreichisches Ökologie-Institut.

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