Welche (Wert-)Stoffe stecken in einem Handy?

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1 Handys gehören zurück Lernmodul 1 Blickpunkt Physik / Chemie Welche (Wert-)Stoffe stecken in einem Handy? Arbeitsauftrag 1 Schuljahr 5 9 Du lernst die Vielfalt der Inhaltsstoffe eines Handys kennen. Ziel Material 1 altes Handy Werkzeug (Schraubenzieher, Zangen etc.) Zettel für Beschriftung Arbeitsblatt 1 PC mit Internet Durchführung Demontiert zu zweit sorgfältig ein Handy. Legt die Bestandteile übersichtlich vor euch hin und beschriftet mit Zetteln folgende Bestandteile: Display, Leiterplatte, Akku, Gehäuse. Zeigt das beschriftete Handy eurer Lehrperson. Bearbeitet mit Hilfe des Internets die Aufträge auf dem Arbeitsblatt. Vergleicht das Arbeitsblatt mit der Lösung. Information Handys enthalten folgende Bestandteile: 56 % Kunststoffe (Gehäuse, Tastaturmatte, Leiterplatte) 25 % Metalle (Leiterbahnen, elektronische Bestandteile, mechanische Komponenten) 16 % Glas und Keramik (Display, Keramikteile) 3 % Sonstige (Flüssigkristalle, Flammenhemmer) Diese Bestandteile wiederum sind aus über 50 Stoffen aufgebaut. Die Gewinnung einiger dieser Stoffe ist mit sehr hohem Energieaufwand verbunden (z.b. Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin usw.). Manche dieser Stoffe werden auf der Erde langsam knapp (z.b. Indium, Gallium). SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 1

2 Handys gehören zurück Lernmodul 1 Blickpunkt Physik / Chemie Bestandteile eines Handys Arbeitsblatt 1 Auftrag 1 In einem Handy sind über 50 Stoffe enthalten. Geht im Internet auf folgende Homepage: und klickt dort «Periodensystem» an. Druckt nun 1 Periodensystem im Querformat aus. Hier seht ihr die stoffliche Zusammensetzung eines exemplarischen Handys: 56 % Kunststoffe (vor allem aus C und H) 8 % Kupfer (Cu) 9 % Aluminium (Al) 8 % Eisen (Fe) 5 % Siliciumdioxid (SiO2) 4 % Silicium (Si) Rest: Nickel (Ni), Zinn (Sn), Chrom (Cr), Blei (Pb), Neodym (Nd), Zink (Zn), Silber (Ag), Palladium (Pd), Gold (Au), Antimon (Sb), Titan (Ti), Bismut (Bi), Cobalt (Co), Beryllium (Be) und weitere Kreist nun auf dem Periodensystem alle fett markierten Stoffe ein. Auftrag 2 Handys enthalten auch Gold (Au), ein sehr bekannter und wertvoller Stoff. Kobalt (Co) hingegen ist eher un bekannt, wird auf der Erde aber langsam knapp. Informiere dich auf der oben erwähnten Homepage über diese beiden Stoffe genauer. Dazu kannst du direkt auf Gold (Au) oder Kobalt (Co) klicken. Fülle die unten stehende Tabelle aus. Gold (Au) Kobalt (Co) Schmelzpunkt C C Siedepunkt C C Eigenschaften Vorkommen Aus 1 kg Gold lässt sich ein km langer Draht ziehen. Die grössten Goldvorkommen befinden sich in. Kobalt ist und als Stahl. Lagerstätten für Kobalterze befinden sich in,,,, Geschichtliches Verwendung Gold kennt man seit dem Jahrtausend vor Christus. In der Elektronik wird Gold für verwendet. und. Die Ägypter brauchten Kobalt zum von Gläsern. In Verbindung mit Eisen, Aluminium und Nickel eignet sich Kobalt zur Herstellung von. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 2

3 Handys gehören zurück Lernmodul 1 Blickpunkt Physik / Chemie Bestandteile eines Handys Arbeitsblatt 1, Lösung Auftrag 1 Auftrag 2 Gold (Au) Kobalt (Co) Schmelzpunkt 1064 C 1495 C Siedepunkt 2856 C 2927 C Eigenschaften Vorkommen Geschichtliches Verwendung Aus 1 kg Gold lässt sich ein 3 km langer Draht ziehen. Die grössten Goldvorkommen befinden sich in Südafrika. Gold kennt man seit dem 7. Jahrtausend vor Christus. In der Elektronik wird Gold für Schaltkontakte verwendet. Kobalt ist härter und fester als Stahl. Lagerstätten für Kobalterze befinden sich in: Kongo, USA, Kuba, Neukaledonien und Australien. Die Ägypter brauchten Kobalt zum Färben von Gläsern. In Verbindung mit Eisen, Aluminium und Nickel eignet sich Kobalt zur Herstellung von Dauermagneten. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 3

4 Handys gehören zurück Lernmodul 1 Blickpunkt Physik / Chemie Bestandteile eines Handys Arbeitsauftrag 1, Lösung für die Lehrperson Display Leiterplatte Gehäuse Gehäuse Akku SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 4

5 Handys gehören zurück Lernmodul 1 Blickpunkt Physik / Chemie Welche (Wert-)Stoffe stecken in einem Handy? Arbeitsauftrag 1, Informationen für die Lehrkraft Vorbereitungen Schüler und Schülerinnen bringen von zu Hause alte Handys (darauf hinweisen, dass diese am Schluss korrekt entsorgt werden) und feines Werkzeug (Schraubenzieher, Zange etc.) mit. Die Demontage ist nicht ganz einfach. Material bereitstellen (siehe Arbeitsauftrag 1), evtl. Fotoapparat für die zerlegten Handys. Evtl. Periodensystem schon ausdrucken und kopieren. Hintergrundinformationen Die Demontage ist ungefährlich, solange keine Einzelteile zerstört werden oder Feuer im Spiel ist. Auf der Internetseite findet man eine Fülle von Informationen zu den Elementen des Periodensystems. Zu jedem einzelnen Element finden sich diverse physikalische und chemische Eigen schaften sowie Informationen zur Geschichte, zum Vorkommen und zur Verwendung. Nach der Zerlegung sollen die Lernenden die Handys wenn möglich gleich selber richtig entsorgen. Sie lernen so in ihrer Umgebung Entsorgungsstellen kennen. Informationen dazu finden sich in Arbeitsauftrag 14. Variationen und weitere Unterrichtsideen Unter > Archiv kann aus der Sendung vom der Ausschnitt «Was steckt darin? das Handy» angesehen werden. Darin wird erläutert, dass Handys immer mehr können und damit technisch immer raffinierter werden. Das ist nur möglich dank neuer Materialien. Dazu gehören Metalle, die in kleinsten Mengen verwendet werden, die so genannten «Gewürzmetalle». Es sind sehr seltene Metalle, die zum Teil schon heute knapp und damit teuer sind. Um diese wertvollen Ressourcen nachhaltig zu nutzen, ist das Recycling der Handys wichtig. Mit Hilfe der Internetseite können die diversen Bestandteile (Elemente) eines Handys noch genauer unter die Lupe genommen werden. Zu den fett markierten Stoffen können in Gruppen oder einzeln Informationsplakate oder Kurzvorträge gemacht werden. Vielleicht finden sich einige der Elemente in der Chemiesammlung und können zur Veranschaulichung gezeigt werden. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 5

6 Handys gehören zurück Lernmodul 2 Handyproduktion Die Reise des Handys um die Welt Arbeitsauftrag 2 Schuljahr 7 9 Du erkennst, dass die Produktion eines Handys sehr aufwändig ist. Ziel Material Arbeitsblatt 2a Arbeitsblatt 2b Atlas Durchführung Schaut euch auf dem Arbeitsblatt 2a die Weltkarte mit Legende genau an und besprecht, was darauf abgebildet ist. Füllt den Lückentext mit Hilfe des Atlas aus. Vergleicht das Arbeitsblatt 2a mit der Lösung. Versucht, die Arbeitsschritte zur Herstellung eines Handys (Arbeitsblatt 2b) in die richtige Reihenfolge zu bringen. Zeigt die Reihenfolge der Arbeitsschritte der Lehrperson. Besprecht anschliessend die Diskussionspunkte unten auf diesem Arbeitsblatt. Information Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Handys beträgt bei uns etwa 18 Monate. Für die Entwicklung und Herstellung braucht es etwa 1 2 bis 1 Jahr. Der Weg hin zu einem funktionsfähigen Handy ist lang und mit einem grossen Energieaufwand (Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport) verbunden. Nach der Gewinnung der Rohstoffe müssen diese verarbeitet werden. In verschiedenen Ländern werden Einzelteile hergestellt und /oder montiert. Das Handy legt lange Transportwege zurück, bis es bei uns im Laden verkauft werden kann. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 6

7 Handys gehören zurück Lernmodul 2 Handyproduktion Produktions- und Transportwege eines Handys (Beispiel) Arbeitsblatt 2a Auf obiger Abbildung sind nur die Wege einiger weniger Bestandteile dargestellt. Ein Handy enthält aber über 50 solcher Stoffe. Kupfer (Cu) wird z.b. in unter grossem Energieaufwand abgebaut. Gold (Au) kommt aus und Silber (Ag) aus. Diese Rohstoffe werden in die oder nach transportiert. Dort werden so genannte Halbfabrikate, d.h. Einzelteile, maschinell und von Menschenhand hergestellt. Diese Halbfabrikate müssen anschliessend wieder transportiert werden und zwar nach. Dort werden die Mobiltelefone zusammengesetzt und verpackt. Anschliessend macht das Handy eine Reise nach zu einem der grossen Handyproduzenten. Von dort aus gelangt es schliesslich zu uns in die Schweiz und wir können es bei einem der Mobilfunkanbieter kaufen. Die Kupferteile in einem Handy in der Schweiz haben bis dann etwa km zurückgelegt. Zum Vergleich: Die Distanz von Rorschach am Bodensee nach Lausanne am Genfersee beträgt etwa Der Erd umfang beträgt ca km. Tansportwege sind immer mit einem Energieaufwand verbunden. km. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 7

8 Handys gehören zurück Lernmodul 2 Handyproduktion Produktions- und Transportwege eines Handys Arbeitsblatt 2a, Lösung Kupfer (Cu) wird z.b. in Chile unter grossem Energieaufwand abgebaut. Gold (Au) kommt aus Südafrika und Silber (Ag) aus Russland. Diese Rohstoffe werden in die Türkei oder nach China transportiert. Dort werden so genannte Halbfabrikate, d.h. Einzelteile, maschinell und von Menschenhand hergestellt. Diese Halbfabrikate müssen anschliessend wieder transportiert werden und zwar nach Malaysia. Dort werden die Mobiltelefone zusammengesetzt und verpackt. Anschliessend macht das Handy eine Reise nach Finnland zu einem der grossen Handyproduzenten. Von dort aus gelangt es schliesslich zu uns in die Schweiz und wir können es bei einem der Mobilfunkanbieter kaufen. Die Kupferteile in einem Handy in der Schweiz haben bis dann etwa km zurückgelegt. Zum Vergleich: Die Distanz von Rorschach am Bodensee nach Lausanne am Genfersee beträgt etwa 240 km. Der Erdumfang beträgt ca km. Tansportwege sind immer mit einem Energieaufwand verbunden. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 8

9 Handys gehören zurück Lernmodul 2 Handyproduktion Arbeitsschritte bei der Handyproduktion Arbeitsblatt 2b In der folgenden Tabelle sind die Produktionsschritte für ein Handy durcheinander geraten. Setze in die erste Spalte eine Ziffer von 1 7, so dass die Reihenfolge stimmt. Reihenfolge Arbeitsschritt Die Mobilfunkanbieter (Swisscom, Orange, Sunrise usw.) bieten Handys zum Verkauf an. Das Handy wird durchschnittlich nach 18 Monaten entsorgt. Die Handyproduzenten (Motorola, Nokia, Sony Ericsson, Samsung usw.) bauen die Einzelteile zu einem Handy zusammen. Verschiedene Rohstoffe werden abgebaut (z.b. Kupfer). Herr und Frau Schweizer kaufen sich ein Handy. Herr und Frau Schweizer nutzen das Handy. In Zulieferfirmen produzieren Angestellte und Maschinen die Einzelteile. Diskussionspunkte: Welche Arten von Arbeiten sind bei den verschiedenen Stationen zu verrichten? Wie sehen die verschiedenen Arbeitsplätze möglicherweise aus? Welche Arbeitsbedingungen herrschen dort wohl jeweils? Mit welchen Verkehrsmitteln könnten die Rohstoffe, Einzelteile oder die ganzen Handys transportiert werden? Wie beurteilst du die Umweltbelastung durch die verschiedenen Transportarten/Arbeiten? SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 9

10 Handys gehören zurück Lernmodul 2 Handyproduktion Arbeitsschritte bei der Handyproduktion Arbeitsblatt 2b, Lösung Reihenfolge Arbeitsschritt Die Mobilfunkanbieter (Swisscom, Orange, Sunrise usw.) bieten Handys zum Verkauf an. Das Handy wird durchschnittlich nach 18 Monaten entsorgt. Die Handyproduzenten (Motorola, Nokia, Sony Ericsson, Samsung usw.) bauen die Einzelteile zu einem Handy zusammen. Verschiedene Rohstoffe werden abgebaut (z.b. Kupfer). Herr und Frau Schweizer kaufen sich ein Handy. Herr und Frau Schweizer nutzen das Handy. In Zulieferfirmen produzieren Angestellte und Maschinen die Einzelteile. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 10

11 Handys gehören zurück Lernmodul 2 Handyproduktion Die Reise des Handys um die Welt Arbeitsauftrag 2, Informationen für die Lehrkraft Vorbereitungen Material bereitstellen (siehe Arbeitsauftrag 2) Hintergrundinformationen Im Kommentar für die Lehrkraft finden sich unter «Rohstoffgewinnung / Produktion» weitere Informationen. Variationen und weitere Unterrichtsideen In Anlehnung an Arbeitsauftrag 1 können Gruppen von Schülern auf die Herkunftsländer der verschiedenen erwähnten Inhaltsstoffe recherchieren. Anschliessend kann auf einer auf A3 vergrösserten Weltkarte jede Gruppe ihren Rohstoff mit einem Fähnchen (aus Zahnstochern) markieren. Mit den Kilometerzahlen können verschiedene weitere Vergleiche angestellt werden. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 11

12 Handys gehören zurück Lernmodul 3 Graue Energie Wie viel Energie steckt in meinem Handy? Arbeitsauftrag 3 Schuljahr 4 9 Du kannst erklären, was man unter grauer Energie versteht. Ziel Du kennst mindesten 8 Tipps, um im Alltag Energie zu sparen. Material Arbeitsblatt 3 Zeichnungspapier A4 Farbstifte Durchführung Lies die unten stehenden Informationen auf merksam durch. Schreibe auf dem Arbeitsblatt 3 auf, wo bei einem Handy graue Energie versteckt ist. Löse die Berechnungsaufgaben. Vergleiche dein Blatt mit der Lösung. Unterteile das A4-Zeichnungsblatt in 3 Spalten und 4 Zeilen. Schreibe in jedes Feld einen der vorgegebenen Energiespartipps und zusätzlichen einen eigenen Energiespartipp. Male mit Farbstiften ein Erinnerungsbild zu den Energiespartipps. Hänge dein Bild zu Hause gut sichtbar z.b. am Kühlschrank auf. Information Wir alle brauchen Energie im Alltag. Wir arbeiten mit dem Computer, fahren Zug, schalten das Licht an oder brauchen das Telefon. Dieser Energieverbrauch ist offensichtlich. Doch wir verbrauchen auch Energie, wenn wir es uns gar nicht bewusst sind zum Beispiel jedesmal, wenn wir etwas kaufen. Schliesslich musste auch der neue Pullover, das Mittagssandwich oder der MP3-Player produziert und in den Laden gebracht werden. Energie wird dabei z.b. für den Antrieb von Maschinen, das Beheizen von Schmelzöfen oder für Transporte verwendet. Weil dieser Energieverbrauch nicht offensichtlich ist, wird er als «grau» bezeichnet. In einem Durchschnittshaushalt werden zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Form von grauer Energie konsumiert, die restliche Energie wird während der Nutzung des Gerätes verbraucht. Je länger wir ein Produkt nutzen, desto besser ist die graue Energie genutzt. Zum Beispiel könnte man ein Handy gut 7 Jahre in Betrieb haben, bei uns liegt der Durchschnitt aber bei 18 Monaten. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 12

13 Handys gehören zurück Lernmodul 3 Graue Energie Wie viel Energie steckt in meinem Handy? Arbeitsblatt 3 Wo ist in meinem Handy graue Energie versteckt? Die Berechnung der grauen Energie ist sehr kompliziert. In einem Handy stecken 42 kwh graue Energie. Ein Vergleich: Um auf einem Fahrrad mit Generator 1 kwh zu erzeugen, musst du 36 Stunden strampeln. Wie lange müsstest du strampeln, um die Energie zu erzeugen, die es braucht, um ein Handy herzustellen? Berechnung: Hier einige weitere Beispiele von grauer Energie. Berechne, wie lange du dafür strampeln musst. Gegenstand graue Energie So lange müsste ich strampeln Desktop PC (ohne Bildschrim) 1328 kwh Fernseher 732 kwh Kühlgerät 905 kwh Handy 42 kwh Damit du die graue Energie mit dem Stromverbrauch bei der Nutzung der Geräte vergleichen kannst, folgt eine Auflistung des jährlichen Energieverbrauchs derselben Geräte: Gegenstand Desktop PC (ohne Bildschrim) Fernseher Kühlgerät graue Energie 204 kwh / Jahr 240 kwh / Jahr 905 kwh / Jahr Handy 21 kwh / Jahr Wie lange müsste ich ein Handy oder einen Desktop PC (ohne Bildschirm) nutzen, damit ich dieselbe Menge Energie verbraucht habe, wie für die Herstellung aufgewendet wurde? Hier noch ein paar allgemeine Energiespartipps: Geräte vom Netz trennen (Geräte bei Nichtgebrauch immer ganz ausschalten, z.b. mit einer Steckerleiste) Statt Bus oder Zug besser das Velo benutzen Nach Verlassen eines Raumes Licht ausschalten Glühbirnen durch Stromsparlampen ersetzen Duschen statt baden Geschirrspüler nur gut gefüllt laufen lassen Geräte der Energieeffizienzklasse A+ kaufen Kurz und gründlich lüften, anstatt Fenster lange kippen Wärmer anziehen, weniger heizen Wertstoffe wie Alu, PET, Glas, Papier usw. dem Recycling zuführen Kühlschrank und Tiefkühler nur kurz öffnen Eigener Tipp: SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 13

14 Handys gehören zurück Lernmodul 3 Graue Energie Wie viel Energie steckt in meinem Handy? Arbeitsblatt 3, Lösung Wo ist in meinem Handy graue Energie versteckt? Rohstoffabbau, z.b. Kupfer Transporte per Schiff, Bahn, Flugzeug oder Lastwagen Produktion durch Maschinen Infrastrukturen, z.b. Computer, Verkaufsläden Die Berechnung der grauen Energie ist sehr kompliziert. In einem Handy stecken 42 kwh graue Energie. Ein Vergleich: Um auf einem Fahrrad mit Generator 1 kwh zu erzeugen, musst du 36 Stunden strampeln. Wie lange müsstest du strampeln, um die Energie zu erzeugen, die es braucht, um ein Handy herzustellen? Berechnung: 42 x 36 Stunden = 1512 Stunden = 63 Tage Gegenstand graue Energie So lange müsste ich strampeln Desktop PC (ohne Bildschrim) 1328 kwh Stunden oder 5 Jahre 167 Tage Fernseher 732 kwh Stunden oder 3 Jahre 3 Tage Kühlgerät 905 kwh Stunden oder 3 Jahre 263 Tage Handy 42 kwh Stunden oder 63 Tage Damit du die graue Energie mit dem Stromverbrauch bei der Nutzung der Geräte vergleichen kannst, folgt eine Auflistung des jährlichen Energieverbrauchs derselben Geräte: Gegenstand Desktop PC (ohne Bildschrim) Fernseher Kühlgerät graue Energie 204 kwh / Jahr 240 kwh / Jahr 905 kwh / Jahr Handy 21 kwh / Jahr Wie lange müsste ich ein Handy oder einen Desktop PC (ohne Bildschirm) nutzen, damit ich dieselbe Menge Energie verbraucht habe, wie für die Herstellung aufgewendet wurde? Handy: 2 Jahre / Desktop PC: 6,5 Jahre SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 14

15 Handys gehören zurück Lernmodul 3 Graue Energie Wie viel Energie steckt in meinem Handy? Arbeitsauftrag 3, Informationen für die Lehrkraft Vorbereitungen Material bereitstellen (siehe Arbeitsauftrag 3) Hintergrundinformationen In der Broschüre «Auf den Spuren der grauen Energie» (Pusch) finden sich weitere Informationen und Zahlenbeispiele. Variationen und weitere Unterrichtsideen Die Idee mit den Erinnerungsbildern kann auch losgelöst von der grauen Energie z.b. im Zeichnen aufgegriffen werden. Weitere Informationen und Links finden sich in Lernmodul 4. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 15

16 Handys gehören zurück Lernmodul 4 Ein Leben ohne Strom? Elektrische und elektronische Geräte in meinem Alltag Arbeitsauftrag 4 Schuljahr 4 9 Du machst dir den Stellenwert der Stromversorgung in unserem Alltagsleben bewusst und beurteilst, wo du noch Energie sparen könntest. Material Ziel Durchführung Arbeitsblatt 4 Bearbeite auf dem Arbeitsblatt 4 die Aufträge 1 und 2 alleine. Geht nun in einer Gruppe Auftrag 3 durch und besprecht eure Einschätzungen. Um Auftrag 3 zu kontrollieren, musst du die Liste als Hausaufgabe mit einer älteren Person besprechen. Sie weiss dir bestimmt viel darüber zu erzählen, was es in ihrer Jugend gab und was nicht. Für den Auftrag 4 lest ihr zuerst die Informationen auf diesem Blatt. Anschliessend wird der Auftrag alleine ausgeführt und in Gruppen besprochen. Bearbeite Auftrag 5 alleine und diskutiert anschliessend in der Gruppe. Information Unser moderner Lebensstil bringt oft hohe Stromkosten und einen grossen Energieverbrauch mit sich. Mit den folgenden Tipps lassen sich also Geld und Energie sparen: Geräte vom Netz trennen (Geräte bei Nichtgebrauch immer ganz ausschalten z.b. mit einer Steckerleiste) Sparsam mit warmem Wasser umgehen Stromsparlampen verwenden Licht ausschalten, wo es nicht gebraucht wird Geräte der Energieeffizienzklasse A + kaufen Kühlschrank und Tiefkühler nur kurz öffnen Nach Verlassen des Raumes Licht ausschalten Glühbirnen ersetzen durch Stromsparlampen Geschirrspüler nur gut gefüllt einschalten SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 16

17 Handys gehören zurück Lernmodul 4 Ein Leben ohne Strom? Elektrische und elektronische Geräte in meinem Alltag Arbeitsblatt 4 Auftrag 1 Schätze, wie viele elektrische und elektronische Geräte bei dir zu Hause vorkommen: Auftrag 2 Kreuze an, welche elektrischen und elektronischen Geräte bei dir zu Hause vorkommen und zähle sie: Wohnen Haushalt Badezimmer Aquarium Beleuchtung Bügeleisen Dörrmaschine DVD Player Eierkocher Fernseher Glacemaschine Joghurtmaschine Luftbefeuchter Mixer Playstation Racletteofen / Grill Radio mit CD Spieler Saftpresse Staubsauger Stereoanlage Tumbler Waschmaschine Wecker (Uhren) Backofen Dampfabzug Geschirrspüler Herd Kaffeemaschine Kühlschrank Rasenmäher Tiefkühler Toaster Büroelektronik Computer Drucker, Scanner Handy Kopierer Telefon Elektrische Zahnbürste Frisierstab Haartrockner Rasierapparat Hobby Autorennbahn Bohrmaschine Elektronische Instrumente Fitnessgeräte Lötkolben Modelleisenbahn MP3 Player Nähmaschine Sauna Stichsäge Auftrag 3 Markiere diejenigen Geräte mit einem grünen Punkt, welche es vor 50 Jahren noch nicht gegeben hat. Auftrag 4 Markiere diejenigen Geräte mit einem roten Punkt, bei denen ihr zu Hause noch Strom sparen könntet. Auftrag 5 Markiere diejenigen Geräte mit einem blauen Punkt, auf die du ohne Probleme eine Woche lang verzichten könntest. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 17

18 Handys gehören zurück Lernmodul 4 Ein Leben ohne Strom? Elektrische und elektronische Geräte in meinem Alltag Arbeitsauftrag 4, Informationen für die Lehrkraft Vorbereitungen Für dieses Lernmodul braucht es sonst keine Vorbereitung. Wichtig ist lediglich eine gute Atmosphäre für eine konstruktive Diskussion in den Gruppen. Achten Sie darauf, dass vor den Diskussionen alle für sich alleine arbeiten und dass sich die Schüler und Schülerinnen nicht gegenseitig beeinflussen. Auftrag 3 soll anschliessend gemäss Arbeitsauftrag als Hausaufgabe mit einer älteren Person besprochen werden. Hier ist es sicher spannend, anschliessend in einer Plenumsdiskussion die Lernenden noch erzählen zu lassen. Hintergrundinformationen Für dieses Lernmodul kann man auf den Erkenntnissen von Lernmodul 3 aufbauen, dies ist aber nicht zwingend. Gute Hintergrundinformationen liefern folgende Links: Unter «Energiespartipps» viele konkrete Tipps Übersicht über die ökologisch besten Produkte Gute Übersicht zum Thema Energie Variationen und weitere Unterrichtsideen Sie können Ihre Schüler und Schülerinnen schrittweise durch das Arbeitsblatt führen und darauf verzichten, ihnen das Blatt mit dem Arbeitsauftrag abzugeben. Mit folgenden Internetlinks können sich die Lernenden nochmals interaktiv mit dem Thema «Energiesparen» auseinandersetzen. Die Lehrperson soll sich vorgängig mit den Links vertraut machen, um zu entscheiden, ob diese für die Stufe geeignet und ob Vorabklärungen nötig sind (z.b. bei footprint.ch muss man die Fläche seiner Wohnung kennen). Hier kann der persönliche ökologische Fussabdruck auf der Erde berechnet werden (Schuljahr 3 9). Eine interaktive Beratung für Strom im Haushalt (Schuljahr 7 9). Unter «Energiespiel» gestalten die Spieler ihre Lebenssituation (z.b. wie sie wohnen und heizen) und erhalten anschliessend eine Auswertung sowie Tipps für einen effizienteren Umgang mit Energie (Schuljahr 5 9). SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 18

19 Handys gehören zurück Lernmodul 5 Entwicklung der Kommunikation Kommunikationsmittel früher und heute Arbeitsauftrag 5 Schuljahr 4 9 Du bekommst einen Einblick in die Entwicklung der Kommunikationsmittel des Menschen. Ziel Material PC mit Internet Arbeitsblatt 5 Notizblatt für Fragen Zeitstrahl und kleine Bildchen der verschiedenen Kommunikationsmittel Durchführung Wähle im Internet folgende Seite: www2.mfk.ch:8080/elmodul4/ oder > lernen & lehren > Didaktische Materialien > Meilensteine der Kommunikationsmittel > Hier geht s zum Spiel. Du kannst nun ein interaktives Spiel machen, bei dem du die Kommunikationsmittel von früher und von heute kennen lernst. Nimm dir auch Zeit, die Bilder und Kurzfilme anzusehen, und informiere dich jeweils zuerst unter «Nächste Seite», bevor du «Nächste Frage» anklickst. Anschliessend bekommst du von der Lehrperson eines der Kommunikationsmittel zugeteilt. Diejenigen mit demselben Kommunikationsmittel bilden eine Gruppe. Mit Hilfe der Informationen im Spiel füllt ihr das Arbeitsblatt 5 aus. Auf dem Zeitstrahl bei der Lehrperson klebt ihr euer Kommunikationsmittel (kleines Bildchen) am richtigen Ort auf. Zu eurem Kommunikationsmittel formuliert ihr eine Frage unten auf dem Arbeitsblatt 5. Zusätzlich schreibt ihr euer Thema, die Frage mit Antwort und die Namen der Gruppenmitglieder auf ein Notizblatt. Dieses gebt ihr der Lehrperson ab. Auswertung Die Arbeitsblätter zu den Themen werden im Schulzimmer verteilt aufgehängt. Die Schüler und Schülerinnen gehen durch die Ausstellung und beantworten nach dem Durchlesen des Blattes jeweils die entsprechende Frage auf einem Notizblatt. Die Antworten werden im Klassenverband verglichen. Information Kommunikation zählt zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Wir wollen uns mitteilen, haben Fragen oder Anregungen. Wie wir miteinander kommunizieren, hat sich im Verlaufe der Menschheitsgeschichte immer wieder verändert. Besonders in den letzten 150 Jahren sind viele neue Möglichkeiten dazugekommen. Heute können sich viele Menschen ein Leben ohne Handy kaum mehr vorstellen. SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 19

20 Handys gehören zurück Lernmodul 5 Entwicklung der Kommunikation Kommunikationsmittel früher und heute Arbeitsblatt 5 Unser Kommunikationsmittel: Namen der Gruppenmitglieder Folgende Sinne sind bei unserem Kommunikationsmittel beteiligt: Sehsinn Hörsinn Tastsinn Geruchssinn Geschmackssinn Unser Kommunikationsmittel gibt es seit: Folgende fünf Meilensteine gibt es in der Entwicklung dieses Kommunikationsmittels: So funktioniert unser Kommunikationsmittel in groben Zügen (evtl. mit Skizzen): Vorteile dieses Kommunikationsmittels: Nachteile dieses Kommunikationsmittels: Unsere Repetitionsfrage: SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 20

21 Handys gehören zurück Lernmodul 5 Entwicklung der Kommunikation Kommunikationsmittel früher und heute Arbeitsauftrag 5, Informationen für die Lehrkraft Vorbereitungen Material bereitstellen (siehe Arbeitsauftrag 5) Zeitstrahl ausdrucken (unter dem gleichen Link wie im Arbeitsauftrag 5) und die Bildchen der Kommunikationsmittel auf der rechten Seite des Zeitstrahls ausschneiden Gruppen bilden zu den 14 Themen (siehe nächstes Blatt) und ihnen das jeweilige Bildchen des Kommunikationsmittels abgeben Fragen und Antworten der Gruppen sammeln (für die Kontrolle im Klassenverband) Ausstellung bereitstellen Hintergrundinformationen Auf der Homepage des Museums für Kommunikation in Bern (www.mfk.ch) finden Sie viele spannende Informationen. Das interaktive Spiel in Arbeitsauftrag 5 ist motivierend aufgebaut und gibt einen gut illustrierten Überblick über die Geschichte der Kommunikationsmittel. Variationen und weitere Unterrichtsideen Der Auftrag kann ausgeweitet werden. Die Lernenden nehmen z.b. weitere Informationsquellen zur Hilfe und bereiten einen Vortrag vor. Dieser wir z.b. durch eine Powerpoint-Präsentation, Plakate oder praktisches Anschauungsmaterial aus der Physiksammlung unterstützt. Anschliessend an die Ausstellung können die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kommunikationsmittel diskutiert werden. Das Thema «Telekommunikation» kann mit einem Besuch in der Kindercity in Volketswil, dem Verkehrshaus in Luzern oder dem Museum für Kommunikation in Bern vertieft werden. Tickets unter Unter können auch folgende Zusatzmaterialien bezogen werden: Hinweis für die Unterstufe: «Hallo ich bins», das Telefon besser kennen lernen. Ein Arbeitsheft zum Telefon. Hinweis für die Mittelstufe: «Hörst du mich?», das Abenteuer der Telekommunikation. Eine Informationsbroschüre. Hinweis für die Oberstufe: «Kleine Geschichte der Kommunikation». Eine Informationsbroschüre. «Mobilkommunikation eine Erfolgsgeschichte». Eine Informationsbroschüre (als PDF-Datei verfügbar). SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 21

22 Handys gehören zurück Lernmodul 5 Entwicklung der Kommunikation Kommunikationsmittel früher und heute Arbeitsauftrag 5, Informationen für die Lehrkraft Übersicht über die Kommunikationsmittel und Kommunikationsarten in der Schweiz: Kommunikationsmittel: Fernschreiber / Telex Gruppenmitglieder: Telefon Chat Rauch- und Feuersignale Elektrischer Telegraf Balkentelegraf UMTS-Handy Weblog «Blog» als Begriff Natel A Telefax World Wide Web, WWW Radio SWICO Recycling, in Kooperation mit Praktischer Umweltschutz Schweiz Unterrichtsdossier Handy-Recycling, Lernmodule 22

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