4 Bestandesrechnung. 4.1 Übersicht. 4.2 Definition der Konten

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1 4 Bestandesrechnung 4.1 Übersicht 4.2 Definition der Konten

2 HBGR 1 Kap Übersicht 1 Aktiven Finanzvermögen 10 Flüssige Mittel 100 Kassa 101 Postcheck 102 Banken 11 Guthaben 111 Kontokorrente 112 Steuerguthaben 114 Beiträge von Gemeinwesen 115 Debitoren 116 Festgelder 119 Mehrwertsteuer 12 Anlagen 120 Festverzinsliche Wertpapiere 121 Aktien und Anteilscheine 122 Darlehen 123 Liegenschaften 124 Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge 125 Vorräte 129 Übrige Anlagen 13 Transitorische Aktiven 130 Transitorische Aktiven Verwaltungsvermögen 14 Sachgüter 140 Grundstücke 141 Tiefbauten 143 Hochbauten 145 Waldungen, Alpen, Weiden 146 Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge 149 Übrige Sachgüter 15 Darlehen und Beteiligungen 151 Kanton, Bezirk, Kreis 152 Gemeinden und Zweckverbände 153 Eigene Anstalten und Einrichtungen 154 Gemischtwirtschaftliche Unternehmungen 155 Private Institutionen 156 Private Haushalte 16 Investitionsbeiträge 161 Kanton, Bezirk, Kreis 162 Gemeinden und Zweckverbände 163 Eigene Anstalten und Einrichtungen 164 Gemischtwirtschaftliche Unternehmungen 165 Private Institutionen 166 Private Haushalte 167 Ausland 169 Übrige Investitionsbeiträge 17 Übrige aktivierte Ausgaben 170 Materielle Enteignungen 171 Raumordnung 172 Grundbuch-, Parzellarvermessungen 179 Übrige aktivierte Ausgaben Spezialfinanzierungen 18 Vorschüsse für Spezialfinanzierungen 180 Wasserversorgung 181 Abwasserbeseitigung 182 Abfallbeseitigung 183 Stromversorgung 184 Kabelfernsehen 185 Sägerei Übrige Spezialfinanzierungen Bilanzfehlbetrag 19 Bilanzfehlbetrag 190 Bilanzfehlbetrag

3 Kap HBGR 2 Passiven Fremdkapital 20 Laufende Verpflichtungen 200 Kreditoren 201 Depotgelder 205 Durchlaufende Beträge 206 Kontokorrente 209 Mehrwertsteuer 21 Kurzfristige Schulden 210 Banken 211 Gemeinwesen 219 Übrige kurzfristige Schulden 22 Mittel- und langfristige Schulden 220 Hypotheken 221 Darlehen 223 Obligationenanleihen 225 Darlehen (zinslos) 229 Übrige mittel-, langfristige Schulden 23 Verpflichtungen für Sonderrechnungen 231 Personalversicherungskassen 233 Verwaltete Stiftungen Spezialfinanzierungen 28 Verpflichtungen für Spezialfinanzierungen 280 Wasserversorgung 281 Abwasserbeseitigung 282 Abfallbeseitigung 283 Stromversorgung 284 Kabelfernsehen 285 Sägerei Vorfinanzierungen 289 Übrige Spezialfinanzierungen Eigenkapital 29 Eigenkapital 290 Eigenkapital 24 Rückstellungen 240 Laufende Rechnung 241 Investitionsrechnung 25 Transitorische Passiven 250 Tranistorische Passiven

4 HBGR Kap Definition der Konten 1 Aktiven Finanzvermögen Alle Aktiven einer Gemeinde, über welche sie nach kaufmännischen Grundsätzen verfügen kann und die realisierbar sind. Aktiven sind realisierbar, wenn sie ohne Verletzung einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung verwertbar sind, d.h. wenn sie ohne Beeinträchtigung der öffentlichen Aufgabenerfüllung veräussert werden können. Darunter fallen somit alle Vermögensteile einer Gemeinde, die nicht für öffentliche Zwecke benötigt werden. 10 Flüssige Mittel Jederzeit zur Verfügung stehende Gelder, welche sofort als Zahlungsmittel eingesetzt werden können. 100 Kassa 101 Postcheck 102 Banken Bankkontokorrente. 11 Guthaben Forderungen, die ihrer Natur nach kurzfristig sind und deshalb entsprechend ihrer Fälligkeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden. 111 Kontokorrente Auf dem gegenseitigen Verrechnungsweg entstandene Guthaben gegenüber anderen öffentlichen Gemeinwesen einschliesslich eigenen Gemeindebetrieben oder Privaten (ohne Banken; z.b. Konto Steuerverwaltung). 112 Steuerguthaben und Gebühren Spätestens am Ende der Rechnungsperiode sind die noch nicht bezahlten geschuldeten Steuerguthaben und Gebühren zu aktivieren (Soll-Prinzip). 114 Beiträge von Gemeinwesen Aktivierungen noch nicht eingegangener, aber geschuldeter Beiträge von Bund, Kanton und anderen Gemeinwesen.

5 Kap HBGR 115 Debitoren Aktivierung der übrigen Forderungen, welche in den vorangegangenen Sammelkonten ( ) nicht erfasst werden können. 116 Festgelder Geldanlagen mit einer Laufzeit unter drei Jahren. 119 Mehrwertsteuer Vorsteuer der Laufenden Rechnung und der Investitionsrechnung. 12 Anlagen Anlagen des Finanzvermögens sind jene Anlagen eines Gemeinwesens, die veräussert werden können, ohne dadurch eine öffentliche Aufgabenerfüllung zu beeinträchtigen. 120 Festverzinsliche Wertpapiere Spar-, Anlage-, Depositenkonti und Obligationen mit einem in der Regel festen Zinsfuss. 121 Aktien und Anteilscheine Kapitalanlagen. 122 Darlehen Kapitalanlagen. 123 Liegenschaften Grundstücke und Gebäude, die als Kapitalanlage oder im Rahmen der Bodenpolitik des Gemeinwesens für einen allfälligen Wiederverkauf erworben werden. Des weiteren erfolgt in diesem Konto die Übernahme von nicht mehr für die öffentliche Aufgabenerfüllung benötigten Liegenschaften des Verwaltungsvermögens. 124 Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge Anlagegüter, die nicht der öffentlichen Verwaltungs- oder Betriebstätigkeit dienen. 125 Vorräte In diesem Sammelkonto werden sämtliche Vorräte aktiviert, zu deren Lagerhaltung ein Gemeinwesen nicht verpflichtet ist (Verkaufsholz, Treibstoffe, Baumaterial, Heizmaterial usw.). Die Gegenbuchungen erfolgen zu Lasten bzw. zu Gunsten der entsprechenden Aufwandkonten. 129 Übrige Anlagen Anlagen des Finanzvermögens, die in den Sammelkonten nicht verbucht werden können.

6 HBGR 5 Kap Transitorische Aktiven Kurzfristige Geldforderungen, die in ihrer Höhe und im laufenden Rechnungsjahr Ertrag geworden sind, aber erst im neuen Jahr vereinnahmt werden. Es kann sich auch um Ausgaben handeln, die im laufenden Jahr noch nicht Aufwand geworden sind. Die Verbuchung erfolgt als Rechnungsabgrenzung vor dem Rechnungsabschluss. Die Auflösung wird zu Beginn der neuen Rechnungsperiode vorgenommen. Verwaltungsvermögen Alle Aktiven, die der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Verwaltungsaufgaben dienen wie Tiefbauten, Strassenbauten, Kanalisation, Schulbauten, Altersheime, Alterssiedlungen und dergleichen, Investitionsbeiträge an andere Gemeinden und Zweckverbände usw. Im Verwaltungsvermögen werden alle Ausgaben aktiviert, die in der Investitionsrechnung im Laufe des Rechnungsjahres erfasst wurden und der Schaffung von dauernden Vermögenswerten für öffentliche Zwecke dienen. 14 Sachgüter Sachgüter, die für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben benötigt werden und deshalb nicht realisierbar sind. 140 Grundstücke Für das Gemeinwesen unentbehrliche und nicht überbaute Grundstücke, die einem öffentlichen Zweck dienen. 141 Tiefbauten Abwasserreinigungsanlagen, Deponien, Fussgängerbauwerke, Gewässerschutzanlagen, Lawinenverbauungen, Parkplätze, Strassenbauten, Wuhrbauten, Wasserwerkbauten usw. 143 Hochbauten Verwaltungsgebäude, Leichenhallen, Schulhäuser, Kindergärten, Turnhallen, Zivilschutzbauten, Alpgebäude usw. 145 Waldungen, Alpen, Weiden Waldbestände, Aufforstungen, Entwässerungsbauten, Waldverbauungen, Alpen und Weiden. 146 Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge Mobiliar, Geräte, Maschinen, Fahrzeuge, Apparate, EDV-Anlagen, Schuleinrichtungen usw. 149 Übrige Sachgüter Übrige für das Gemeinwesen unentbehrliche Sachgüter, die in den Konten nicht erfasst werden können.

7 Kap HBGR 15 Darlehen und Beteiligungen Diese Kontengruppe umfasst jene Darlehen und Beteiligungen, die mit der öffentlichen Aufgabenerfüllung im Zusammenhang stehen und deswegen nicht realisiert werden können. Im Gegensatz zu den Darlehen bewirken die Beteiligungen ein Mitentscheidungsrecht in den leitenden Organen. 151 Kanton, Bezirk, Kreis Darlehen und Beteiligungen an Kanton, Bezirk und Kreis. 152 Gemeinden und Zweckverbände Darlehen und Beteiligungen an Gemeinden und von ihnen gemeinsam finanzierten Institutionen. 153 Eigene Anstalten und Einrichtungen Darlehen und Beteiligungen an Betrieben ohne eigene Rechtspersönlichkeit mit Rechnungsführung sowie Unternehmungen und Institutionen mit eigener Rechtspersönlichkeit, die vollumfänglich im Eigentum des jeweiligen Gemeinwesens sind. 154 Gemischtwirtschaftliche Unternehmungen Darlehen und Beteiligungen an Unternehmungen, an denen öffentliche Gemeinwesen die Mehrheitsbeteiligung am Kapital und/oder an den leitenden Organen haben. 155 Private Institutionen Darlehen und Beteiligungen an Unternehmungen und Organisationen, an deren Kapital und/oder Organen ausschliesslich oder vorwiegend Private beteiligt sind. 156 Private Haushalte Darlehen an natürliche Personen im Inland, die keine oder keine unmittelbaren Produktionsleistungen erbringen. 16 Investitionsbeiträge Aktivierte Investitionsbeiträge (aktivierte Beiträge à fonds perdu). Es handelt sich dabei um Beiträge an Investitionen von Dritten, die das Gemeinwesen durch seine Hilfe fördert. 161 Kanton, Bezirk, Kreis Beiträge an Kanton, Bezirk und Kreis 162 Gemeinden und Zweckverbände Beiträge an Investitionen anderer Gemeinden und Zweckverbände. 163 Eigene Anstalten und Einrichtungen Beiträge an eigene Anstalten und Einrichtungen mit Sonderrechnungen. 164 Gemischtwirtschaftliche Unternehmungen Beiträge an Unternehmungen mit öffentlicher Mehrheitsbeteiligung am Kapital oder an den leitenden Organen.

8 HBGR 7 Kap Private Institutionen Beiträge an Institutionen mit ausschliesslicher oder mehrheitlicher Beteiligung von Privaten am Kapital oder an den leitenden Organen. 166 Private Haushalte Beiträge an Investitionen natürlicher Personen. 167 Ausland Beiträge an Personen oder Organisationen im Ausland. 169 Übrige Investitionsbeiträge 17 Übrige aktivierte Ausgaben Übrige aktivierte Ausgaben, die für öffentliche Zwecke bestimmt sind. 170 Materielle Enteignungen Aktivierte Entschädigungen für Nutzungseinschränkungen im öffentlichen Interesse. 171 Raumordnung Orts-, Regionalplanungen, usw. 172 Grundbuch- und Parzellarvermessungen 179 Übrige aktivierte Ausgaben Alle übrigen Ausgaben mit Investitionscharakter, die in den vorgenannten Konten nicht aktiviert werden können.

9 Kap HBGR Spezialfinanzierungen 18 Vorschüsse für Spezialfinanzierungen Eine Spezialfinanzierung liegt vor, wenn aufgrund gesetzlicher oder rechtlich gleichwertiger Vorschriften bestimmte Erträge ganz oder teilweise für die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe eingesetzt werden. Der dabei entstehende Aufwand wird im Rahmen der funktionalen Gliederung durch eine mit dem Titel der Spezialfinanzierung bezeichnete Gruppe von Aufwandkonten erfasst. Sofern die zweckgebundenen Erträge nicht ausreichen, um in der betreffenden Rechnungsperiode den Aufwand der Spezialfinanzierung zu decken, muss der Aufwandüberschuss entweder einem aus früheren Ertragsüberschüssen dieser Spezialfinanzierung stammenden Verpflichtungskonto (Kontengruppe 28) belastet oder durch einen Vorschuss des Gemeinwesens abgedeckt werden (Kontengruppe 18). Je nach Kontostand am Anfang der Rechnungsperiode sind auch beide Vorgänge im gleichen Rechnungsjahr möglich (siehe auch die Kontengruppen 28, 38 und 48). 180 Wasserversorgung 181 Abwasserbeseitigung 182 Abfallbeseitigung 183 Stromversogung 184 Kabelfernsehen 185 Sägerei Übrige Spezialfinanzierungen Vorschüsse an übrige Spezialfinanzierungen. Bilanzfehlbetrag 19 Bilanzfehlbetrag Das Ergebnis der Laufenden Rechnung wird in die Bestandesrechnung übertragen. Wenn es sich um einen Aufwandüberschuss handelt, ist zunächst ein allfällig vorhandenes Eigenkapital zu verringern. Übersteigt der Aufwandüberschuss das am Anfang des Rechnungsjahres vorhandene Eigenkapital, ist die Differenz als Fehldeckung auszuweisen. Bestand jedoch bereits zu Beginn des Rechnungsjahres eine Fehldeckung, wird diese durch einen Aufwandüberschuss entsprechend vergrössert bzw. durch einen Ertragsüberschuss entsprechend verringert.

10 HBGR 9 Kap Passiven Fremdkapital Schulden der Gemeinde gegenüber Dritten. Sie werden innerhalb des Fremdkapitals gegliedert nach Art der Schuld und nach deren Frist zur Rückzahlung. 20 Laufende Verpflichtungen Alle Verpflichtungen, die kurzfristig fällig sind oder fällig werden können. Ferner Verbindlichkeiten, die aus Lieferungen oder Leistungen Dritter an das Gemeinwesen entstanden sind. 200 Kreditoren Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen. 201 Depotgelder Gelder, die in Verwahrung genommen und verwaltet werden, aber jederzeit zurückgefordert werden können. 205 Durchlaufende Beträge In der laufenden Rechnungsperiode belastete, aber noch nicht weitergegebene durchlaufende Beträge. 206 Kontokorrente Verpflichtungen aus Kontokorrenten jeglicher Art (ohne Banken). 209 Mehrwertsteuer Umsatzsteuer 21 Kurzfristige Schulden Kontokorrente bei Banken und kurzfristige Darlehen, die zur Überbrückung vorübergehender Liquiditätsengpässe benötigt werden. 210 Banken Kontokorrente und kurzfristige Darlehen gegenüber Banken. 211 Gemeinwesen Kurzfristige Darlehen gegenüber anderen Gemeinwesen. 219 Übrige kurzfristige Schulden Kurzfristige Darlehen, die in den Sammel-Konten nicht erfasst werden können.

11 Kap HBGR 22 Mittel- und langfristige Schulden Mittel- und langfristige Schulden zur Finanzierung der Bedürfnisse der Investitionsrechnung und des Finanzvermögens. 220 Hypotheken Grundpfandgesicherte Darlehen. 221 Darlehen Langfristige Darlehen ohne hypothekarische Deckung. 223 Obligationenanleihen Langfristige Schuldverpflichtungen in Form von Obligationenanleihen. 225 Darlehen (zinslos) IH-Kredite und LKG-Kredite. 229 Übrige mittel- und langfristige Schulden Mittel- und langfristige Schulden, die in den Sammelkonten und 225 nicht enthalten sind. 23 Verpflichtungen für Sonderrechnungen Verpflichtungen gegenüber eigenen Betrieben, Werken und Anstalten mit eigener Rechnungsführung, Versicherungs- und Sparkassen, vom Gemeinwesen verwaltete Stiftungen mit oder ohne Rechtspersönlichkeit, deren Zahlungsmittelverwaltung durch das Gemeinwesen erfolgt. 231 Personalversicherungskassen Schulden gegenüber den eigenen Personalversicherungskassen. 233 Verwaltete Stiftungen Schulden gegenüber verwalteten Stiftungen. 24 Rückstellungen Rückstellungen sind bereits feststehende, in ihrer Höhe aber noch nicht genau bekannte Verpflichtungen (bereits entstandene Schulden), deren Berücksichtigung zur Feststellung des Aufwands oder der Ausgaben am Ende einer Rechnungsperiode notwendig ist. Rückstellungen nach herkömmlicher Praxis werden im Rahmen des Neuen Rechnungsmodelles als Vorfinanzierung (288) definiert. 240 Laufende Rechnung Rückstellungen, die den entsprechenden Aufwand in der Laufenden Rechnung berücksichtigen. 241 Investitionsrechnung Rückstellungen, die die entsprechende Ausgabe in der Investitionsrechnung berücksichtigen.

12 HBGR 11 Kap Transitorische Passiven Kurzfristige Verpflichtungen, die in ihrer Höhe bekannt und im laufenden Rechnungsjahr Aufwand geworden sind, aber erst im neuen Jahr verausgabt werden. Es kann sich auch um Einnahmen handeln, die im laufenden Jahr noch nicht Ertrag geworden sind. Die Verbuchung erfolgt als Rechnungsabgrenzung vor dem Jahresabschluss. Die Auflösung wird zu Beginn der neuen Rechnungsperiode vorgenommen. Spezialfinanzierungen 28 Verpflichtungen für Spezialfinanzierungen Eine Spezialfinanzierung liegt vor, wenn aufgrund gesetzlicher oder rechtlich gleichwertiger Vorschriften bestimmte Erträge ganz oder teilweise für die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe eingesetzt werden. Der dabei entstehende Aufwand wird im Rahmen der funktionalen Gliederung durch eine mit dem Titel der Spezialfinanzierung bezeichnete Gruppe von Aufwandkonten erfasst. Sofern die zweckgebundenen Erträge den Aufwand der Spezialfinanzierung in der betreffenden Rechnungsperiode übersteigen, muss der Ertragsüberschuss entweder einem zu diesem Zweck eröffneten oder bestehenden Verpflichtungskonto (Kontengruppe 28) gutgeschrieben oder zur teilweisen oder gänzlichen Abtragung eines früheren Vorschusses des Gemeinwesens an die Spezialfinanzierung (Kontengruppe 18) verwendet werden. Je nach Kontostand am Anfang der Rechnungsperiode sind auch beide Vorgänge im gleichen Rechnungsjahr möglich (siehe auch die Kontengruppen 18, 38 und 48). 280 Wasserversorgung 281 Abwasserbeseitigung 282 Abfallbeseitung 283 Stromversorgung 284 Kabelfernsehen 285 Sägerei Vorfinanzierungen Zweckbindungen für künftige konkrete Investitionen. Die Vorfinanzierungen dienen zur Deckung der Abschreibung späterer Investitionen gemäss den umschriebenen Zwecken. 289 Übrige Spezialfinanzierungen Verpflichtungen für übrige Spezialfinanzierungen.

13 Kap HBGR Eigenkapital 29 Eigenkapital Das Ergebnis der Laufenden Rechnung wird in die Bestandesrechnung übertragen. Wenn es sich um einen Ertragsüberschuss handelt, ist zunächst eine allfällig vorhandene Fehldeckung (Konto 19) entsprechend zu verringern. Übersteigt der Ertragsüberschuss die am Anfang des Rechnungsjahres vorhandene Fehldeckung, ist die Differenz als Eigenkapital auszuweisen. Bestand jedoch bereits am Anfang des Rechnungsjahres ein Eigenkapital, wird dieses durch einen Ertragsüberschuss entsprechend vergrössert bzw. durch einen Aufwandüberschuss entsprechend verringert.

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