Internationales Wirtschaftsrecht II

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1 Internationales Wirtschaftsrecht II Sommersemester 2014 Uni Tübingen Dr. Marc Jacob, LL.M. 4. Juni 2014

2 Heute Internationales Währungs- und Finanzrecht Globale Finanzregulierung? Resümee zum Wirtschaftsvölkerrecht Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 2

3 Hintergrund Finanztransaktionen: Zahlungsverkehr Kapitalverkehr Bedeutung Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 3

4 Währungssyteme Konvertibilität Wechselkurse Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 4

5 Geschichte (I) Metallismus Absicherung durch Goldstandard Weltwirtschaftskrise Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 5

6 Geschichte (II) Bretton Woods (1944): Ziele: Währungsstabilität ausgeglichenere Zahlungsbilanzen 2 internationale Organisationen: IWF Weltbank (IBRD) Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 6

7 Bretton-Woods-System feste Wechselkurse Leitwährung US-Dollar Dollarparität Anpassung im Notfall freie Währungskonvertibilität Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 7

8 Ende des Bretton-Woods-Systems Druck auf US-Dollar Änderungswellen Neuordnung der Wechselkursregelungen (1976) Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 8

9 Internationale Währungsfonds (I) Status Mitgliedschaft (Art. II): Staat Subskription Quoten (Art. III): Einzahlungspflicht Stimmgewichtung Kreditansprüche Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 9

10 Internationale Währungsfonds (II) Organstruktur Gouverneursrat Exekutivdirektorium geschäftsf. Direktorin Aufgaben (Art. I): Überwachung des Zahlungsverkehrs Beratung kurzfristige Kredite Informationsdienst Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 10

11 Internationale Währungsfonds (III) Verpflichtungen: stabile & geordnete Wechselkurse (Art. IV Absch. 1) Vermeidung bestimmter Manipulationen (Art. IV Absch. 1) Verbot von Zahlungsbeschränkungen für laufende Geschäfte (Art. VIII Absch. 2) Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 11

12 Internationale Währungsfonds (IV) Mittel: gezeichnete Anteile Darlehen Gebühren und Zinsen Investitionen Finanzierungsinstrumente: Bereitschaftskredite längerfristige Kredite Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 12

13 Internationale Währungsfonds (V) Evolution: einst Währungsinstitution mittlerweile Entwicklungshilfeorganisation Kritik zur Kreditvergabe: völkerrechtlich rechtspolitisch wirtschaftswissenschaftlich Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 13

14 Neue Finanzarchitektur IWF reagiert weitgehend ex post neue Akteure: G8 / G20 Finanzstabilitätsrat (FSB) sonst. informelle Kooperation Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 14

15 Weltbank (I) Bretton-Woods-Institution Weltbankgruppe: 1. Int. Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) 2. Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) 3. Internationale Finanz-Corporation (IFC) 4. Multilateral Investitionsgarantie-Agentur (MIGA) 5. Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 15

16 Weltbank (II) Status (Art. VII) Mitgliedschaft (Art. II) Organstruktur: Gouverneursrat Exekutivdirektorium Präsident Verhältnis zum IWF Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 16

17 Weltbank (III) Mittel: Anteile Darlehenseinnahmen Geldmärkte Aufgaben (Art. I, III): Projektfinanzierung Investitionsförderung Reformprogramme Beratung Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 17

18 Weltbank (IV) Finanzinstrumente (Art. III Absch. 4): Darlehen (loans) investitionsbezogen entwicklungsbezogen Bürgschaften (guarantees) Beihilfen (grants) Evolution: einst rein projektbezogene Finanzierung mittlerweile oft generelle Anpassungsprogramme Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 18

19 Weltbank (V) Inspection panel (seit 1993): Untersuchungsgremium 3 Mitglieder zweistufiges Verfahren Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 19

20 Globale Finanzregulierung? im Werden Grundzüge: materielles Gleichheitsgebot Regeln statt Gerichtsverfahren "weiche" Durchsetzung Netzwerke statt klass. Institutionen Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 20

21 Resümee zum Wirtschaftsvölkerrecht 1. breite Vielfalt neuer Akteure 2. informelle Prozesse 3. informeller Output Internationales Wirtschaftsrecht II - Sommersemester Universität Tübingen 21

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