Soziale Netzwerke Basisschutz leicht gemacht. Tipps zur sicheren Nutzung von Facebook, Xing & Co

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1 Soziale Netzwerke Basisschutz leicht gemacht Tipps zur sicheren Nutzung von Facebook, Xing & Co

2 Sichere Nutzung sozialer Netzwerke Über soziale Netzwerke können Sie mit Freunden und Bekannten Kontakt aufnehmen, kommunizieren, Ihre Fotos veröffentlichen, sich präsentieren und vieles mehr. Dabei sollten Sie die Gefahren dieser Netzwerke nicht unterschätzen. Wir haben für Sie 10 wichtige und leicht umsetzbare Sicherheitstipps für das soziale Leben im Internet zusammengestellt. Weitere Hinweise und Hilfestellungen bieten wir auf unserer Bürger-Webseite: www

3 1 Lesen Sie die Datenschutzbestimmungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Hinter sozialen Netzwerken stehen gewinnorientierte Unternehmen, welche sich zumeist durch Werbung finanzieren. Die AGB geben Aufschluss darüber, wie der Anbieter mit Ihren persönlichen Daten umgeht und ob diese an die Werbewirtschaft weitergegeben werden. Machen Sie sich mit den AGB und den Bestimmungen zum Datenschutz gründlich vertraut und zwar bevor Sie ein Profil anlegen.

4 2 Verwenden Sie unterschiedliche -Adressen und sichere Passwörter Nutzen Sie nach Möglichkeit verschiedene -Adressen für verschiedene soziale Netzwerke. So können Sie es zumindest erschweren, dass die Informationen, die Sie auf verschiedenen Seiten über sich preisgeben, zu einem umfassenden Profil über Sie zusammengestellt werden. Verwenden Sie zudem unterschiedliche, möglichst sichere Passwörter für unterschiedliche Dienste wie Facebook oder Twitter. Das Passwort sollte mindestens zwölf Zeichen lang sein, nicht im Wörterbuch vorkommen und aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern bestehen. Wechseln Sie es regelmäßig. Unter keinen Umständen sollten Sie Ihr Passwort an Dritte weitergeben.

5 3 Schützen Sie Ihre Privatsphäre Jedes soziale Netzwerk bietet zahlreiche Einstellungen zum Schutz Ihrer Privatsphäre. Nutzen Sie diese vor allem dann, wenn Sie nicht möchten, dass jeder Ihr Profil sehen kann. Sie können hier auch einstellen, dass Suchmaschinen Ihr Profil ignorieren. Machen Sie sich mit den Einstellungen vertraut und nutzen Sie den gewünschten Schutzgrad.

6 4 Geben Sie nicht zu viel von sich preis Bestimmte Informationen gehören einfach nicht ins Netz. Dazu gehören Ihre Adresse, -Adresse, Telefonnummer, Passwörter und ähnliches. Prüfen Sie darüber hinaus kritisch, welche persönlichen Informationen Sie ins Netz stellen wollen. Veröffentlichen Sie nur Angaben und Fotos von sich, die Sie auch auf Handzettel gedruckt an Unbekannte verteilen würden. Besonders gilt dies für vertrauliche Informationen über Ihren Arbeitgeber und Ihre Arbeit. Informationen über Tätigkeiten und Personen am Arbeitsplatz haben in sozialen Netzwerken nichts verloren.

7 5 Informieren Sie sich über Ihre Rechte Einige soziale Netzwerke räumen sich an jeder Ihrer Veröffentlichungen Nutzungsrechte ein. Dadurch übertragen Sie zum Beispiel die Nutzungsrechte an Ihren Fotos an den Betreiber des sozialen Netzwerkes. Außerdem ist es üblich, dass gewährte Nutzungsrechte auch dann bestehen bleiben, wenn Sie das Netzwerk verlassen und Ihr Profil löschen. Überlegen Sie vor Veröffentlichung, ob Sie die Rechte an Ihren Bildern und Texten teilen möchten. Achten Sie auch darauf, dass Sie nur Inhalte veröffentlichen, über deren Rechte Sie verfügen.

8 6 Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen Nehmen Sie grundsätzlich nur Personen in Ihre Freundesliste auf, die Sie aus der realen Welt kennen. Unbekannte könnten böswillige Absichten haben. Wenn Sie zweifelhafte Anfragen von Bekannten erhalten, erkundigen Sie sich außerhalb sozialer Netzwerke nach der Vertrauenswürdigkeit dieser Nachricht. Identitätsdiebstahl gehört zu den Risiken des digitalen Zeitalters. Fremde Personen können mithilfe gehackter oder gefälschter Accounts eine fremde Identität übernehmen und diese möglicherweise für Straftaten missbrauchen.

9 7 Melden Sie Cyberstalker Melden Sie Personen, die Sie dauerhaft belästigen, dem Betreiber des sozialen Netzwerkes. Die Betreiber können der Sache nachgehen und unseriöse Profile löschen. Scheuen Sie sich im Falle der Belästigung nicht, die Polizei zu informieren und Anzeige zu erstatten. Führen Sie ab und zu eine Online- Suche nach Ihrem Namen oder den Namen Ihrer Familienmitglieder durch, um zu erfahren, was online über Sie und Ihre Kinder geschrieben steht.

10 8 Klicken Sie nicht unüberlegt auf Links Online-Kriminelle nutzen soziale Netzwerke, um Internetnutzer auf bösartige Webseiten zu locken und dort Zugangsdaten zu erlangen oder den Rechner mit Schadsoftware zu infizieren. Ein weiteres Risko nennt sich Clickjacking. Dabei gaukelt eine manipulierte Schaltfläche eine harmlose Handlung vor, installiert aber im Hintergrund Schadsoftware oder schaltet von Ihnen unbemerkt die Kamera Ihres Gerätes ein.

11 9 Seien Sie vorsichtig bei der Installation von Add-Ons und Plug-Ins Viele soziale Netzwerke erlauben es, Anwendungen von Drittanbietern zu installieren. Damit können Sie ihr Profil um nützliche Funktionen erweitern und an Ihre Bedürfnisse anpassen. Doch auch Online-Kriminelle erstellen oder übernehmen derartige Anwendungen und nutzen sie, um Zugriff auf Ihr Profil zu erhalten. Prüfen Sie deshalb Anbieter und Quelle auf Vertrauenswürdigkeit.

12 10 Seien Sie bei mobiler Nutzung besonders vorsichtig Soziale Netzwerke können auch über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets genutzt werden. Dafür stellen die Betreiber oder Drittanbieter Apps zur Verfügung. Diese nutzen häufig sensible Daten, die Sie womöglich nicht preisgeben wollen. Dazu zählen das Adressbuch, Ihre Bilder und der Ort, an dem Sie sich befinden. Außerdem sind Sie anschließend stets automatisch in dem sozialen Netzwerk angemeldet. Bei Verlust Ihres Gerätes kann dies ausgenutzt werden, indem sich der Finder oder Dieb als Sie ausgibt. Daher sollten Sie keine Passwörter auf Ihren mobilen Geräten speichern und sich über die Webseite des sozialen Netzwerkes an- und abmelden.

13 SOZIALE NETZWERKE DIE BSI-CHECKLISTE Soziale Netzwerke Basisschutz leicht gemacht Machen Sie sich mit den AGB und den Bestimmungen zum Datenschutz gründlich vertraut und zwar bevor Sie ein Profil anlegen. Nutzen Sie nach Möglichkeit verschiedene -Adressen für verschiedene soziale Netzwerke. Verwenden Sie zudem unterschiedliche, möglichst sichere Passwörter. Schützen Sie Ihre Privatsphäre. Machen Sie sich mit den Sicherheitseinstellungen vertraut und nutzen Sie den gewünschten Schutzgrad. Geben Sie nicht zu viel von sich preis und veröffentlichen Sie nur Angaben und Fotos von sich, die Sie auch auf Handzettel gedruckt an Unbekannte verteilen würden.

14 SOZIALE NETZWERKE DIE BSI-CHECKLISTE Überlegen Sie vor Veröffentlichung, ob Sie die Rechte an Ihren Bildern und Texten teilen möchten. Achten Sie auch darauf, dass Sie nur Inhalte veröffentlichen, über deren Rechte Sie verfügen. Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen und nehmen Sie grundsätzlich nur Personen in Ihre Freundesliste auf, die Sie aus der realen Welt kennen. Melden Sie Cyberstalker dem Betreiber des sozialen Netzwerkes. Klicken Sie nicht unüberlegt auf Links in Ihrem sozialen Netzwerk, auch wenn diese von Freunden stammen. Seien Sie vorsichtig bei der Installation von Add-Ons und Plug-Ins. Seien Sie bei mobiler Nutzung besonders vorsichtig und speichern Sie keine Passwörter auf Ihren mobilen Geräten. Melden Sie sich lieber über die Webseite des sozialen Netzwerkes an- und ab.

15 SOZIALENETZWERKE FAZIT Fazit» Das Netz vergisst nichts: Informationen, die Sie über soziale Netzwerke verbreiten, bleiben für immer im Netz.» IT-Sicherheit ist Datensicherheit: Wichtiger Bestandteil des Datenschutzes ist, dass Sie Ihren Computer generell vor unerwünschten Angreifern absichern.» Schützen Sie Ihre Kinder: Sprechen Sie mit ihnen über die Aktivitäten, klären Sie sie über die Gefahren sozialer Netzwerke auf und informieren Sie sich über die sozialen Netzwerke, in denen Ihre Kinder Mitglieder sind. Weitere Informationen zu den Themen Soziale Netzwerke und Sicheres Surfen finden Sie unter www

16 Herausgeber SOZIALE NETZWERKE 10 TIPPS Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI Bezugsquelle Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI Godesberger Allee , Bonn Internet: Telefon +49 (0) Stand Februar 2015 Illustrationen Leo Leowald Artikelnummer BSI-IFB 15/252 Diese Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit des BSI. Sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt.

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