Der Datenklau geht um...

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1 Der Datenklau geht um... Darf man überhaupt noch ins Internet?

2 Datensammler sind überall Fast alles, was wir tun, wird irgendwo erfasst - (Thilo Weichert, Leiter Landeszentrum für Datenschutz SH) Was wird gesammelt? Autounfälle Internet-Bestellungen Einkäufe im Supermarkt Leasing-Abschlüsse Kredite Handy-Verträge Umzüge...

3 Wer sind die größten Sammler? Schufa Informationen zu 64 Mio Menschen in Deutschland (Girokonten, Kreditkarten, Handy-, Telefon-, Leasing-, Kreditverträge, Privatinsolvenzen) Creditreform 60 Mio Informationen zu 22 Mio Bundesbürgern (Kredite, Schuldnerlisten, Mahn- und Inkasso- Verfahren) Infoscore (Bertelsmann) 40 Mio Negativmerkmale zu 7,7 Mio Menschen (Inkasso-Abwicklungen u. a. der Bahn)

4 Wozu die Sammlung? Bewertung von Menschen Lieferung nur nach Vorkasse? Kreditwürdig?

5 Adresshändler Wie viele Daten können die denn schon haben? Global Group 65 Mio Personen mit mehr als 200 Merkmalen Bertelsmann AZ Direct 70 Mio Personen, 37 Mio Haushalte, 20 Mio Gebäude Schober Informations Group 50 Mio Privatadressen mit 10 Mrd Zusatzinformationen

6 Was wissen die denn? Konsumverhalten Erotik Rätsel Per-Post-Käufer Mode für große Größen Kaufabsichten Urlaubspläne

7 Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs Nach Einschätzung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig- Holstein sind die Adressen der gesamten bundesdeutschen Bevölkerung für Marketingzwecke im Umlauf.

8 Was tun? Den heimischen PC schützen. Gründliche Aufklärung von Kindern und Jugendlichen. Den Computer nicht verbieten, sondern gezielt einsetzen.

9 Schutz des Computers Die gute Nachricht: Der Computer lässt sich mit vertretbarem Aufwand relativ gut schützen um so das Risiko eines erfolgreichen Angriffs zu verringern!

10 Schutzmaßnahmen Neu schützt... Software-Hersteller bieten immer wieder Updates und Patches für ihre Programme an. Diese sollten nach der Veröffentlichung schnellstmöglich installiert werden. Virenschutz ist besonders wichtig geworden, deshalb sollte ein Programm verwendet werden, das regelmäßig aktualisiert werden kann (am besten täglich!). Eine Firewall hält Eindringlinge vom eigenen PC fern.

11 Woher kommen Viren? Von allen Geräten, die an den Computer angeschlossen werden können Mobiltelefon PDA Organizer MP3-Player USB-Sticks

12 Woher kommen Viren? Aus s Verdächtige s niemals öffnen! Nicht mal probehalber! Nicht weiterleiten! Einfach löschen! Aus Anwendungsprogrammen Office-Systeme bieten die Möglichkeit der Makro- Programmierung -> Makroviren können eingeschleust werden. Aus dem Internet Aktive Inhalte auf Internet-Seiten können teilweise auf den heimischen PC zugreifen (ActiveX). Diese Inhalte kann man im Browser deaktivieren.

13 Woher kommen Viren? Aus Downloads Speichern Sie Dateien aus dem Internet auf der Festplatte und scannen Sie sie nach Viren. Nicht direkt ausführen! Aus Dialogboxen Wenn sich merkwürdige Fenster im Browser öffnen, einfach schließen und zwar mit dem kleinen x oben rechts auf keinen Button klicken!

14 Proaktives Verhalten Ihre -Adresse gehört zu den persönlichen Daten! Sie sollte also nur den Menschen zur Verfügung stehen, von denen Sie auch Mails empfangen wollen!

15 Proaktives Verhalten Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie mit der E- Mail-Adresse sorgfältig umgehen sollen. Gerade die Kinder werden oft durch Gewinnspiele oder angeblich kostenlose Angebote geködert, ihre - Adresse bei irgendwelchen dubiosen Anbietern zu hinterlegen. Verwenden Sie mehrere -Adressen. Eine für Gewinnspiele, Registrierungen, Newsletter,... Eine für wichtige Post Viele Anbieter von Waren und Dienstleistungen nehmen den Datenschutz nicht ernst!

16 Proaktives Verhalten Hinterlassen Sie im Internet (Foren, Gästebücher) niemals Ihre -Adresse in korrekter Schreibweise. Spionage-Roboter durchsuchen das Netz danach und senden die Adressen an SPAM-Versender. Ersetzen Sie -Zeichen durch -at- oder schreiben Sie irgendwo in die Adresse -keinspam-. Wer Ihnen wirklich eine Mail schreiben will, weiß dann schon, was zu tun ist.

17 Proaktives Verhalten Schreiben Sie Ihre -Adresse niemals auf eine Homepage! Von dort sind die Adressen genau so leicht zu sammeln Ersetzen Sie auch hier die eben erwähnten Zeichen, oder benutzen Sie statt des Textes eine Grafik mit Ihrer Adresse. Vorsicht: Die Spionage-Roboter finden die Adresse auch, wenn sie im HTML-Quelltext steht und gar nicht auf der Seite erscheint! Mail an mich.

18 Reaktion auf SPAM Lassen Sie Mails in reiner Textdarstellung oder ohne Grafiken anzeigen. Auch in Bildern können Viren versteckt sein! Jede Mail ist zunächst verdächtig! Jeder einzelne Bestandteil kann gefälscht sein! Löschen Sie Mails ungeöffnet, die Sie als SPAM erkennen! Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie beim Absender nach, ob er die Mail geschickt hat, besonders, wenn z.b. Uhrzeit oder Sprache ungewöhnlich für den Absender sind.

19 Reaktion auf SPAM Antworten Sie nie auf SPAM! Damit bestätigen Sie dem Versender, dass Ihre - Adresse existiert. Melden Sie sich nie von einem Newsletter ab, den Sie nicht bestellt haben! Auch damit versenden Sie nur eine Bestätigung.

20 Keine Unterstützung für Spammer Witzige Seiten bieten die Möglichkeit, einen Freund per Mail auf sie aufmerksam zu machen. Schon wieder Adressen gesammelt... Kopieren Sie lieber den Link und senden ihn per E- Mail an Ihre Freunde.

21 Hoaxes (Kettenbriefe) Auch wenn der Text noch so herzzerreißend ist echte Hilfsorganisationen suchen niemals über Kettenbriefe Unterstützung. Leiten Sie sie nicht weiter. Warnmeldungen, die per Kettenbrief bei Ihnen ankommen, können Sie ignorieren. Manchmal wird auf einen Virus hingewiesen und Sie werden aufgefordert, Dateien von Ihrem Computer zu löschen. Gehen Sie davon aus, dass der Computer danach nicht mehr funktioniert!

22 Sichere Transaktionen Besonders wichtig ist der Blick auf das Einkaufen und das Ersteigern von Waren im Internet. Erklären Sie Ihren Kindern die Probleme und vereinbaren Sie, dass Bestellungen nur in Ihrem Beisein durchgeführt werden dürfen! Der beste Schutz vor Online-Betrügern ist ein ausgeprägtes Misstrauen!

23 Sichere Transaktionen Halten Sie alle Informationen, die mit Ihren Transaktionen zu tun haben, geheim. Passwörter PIN TAN Kreditkarteninformationen Kundennummern Speichern Sie diese Daten niemals auf Ihrem PC ab! Besonders nicht dann, wenn Ihre Kinder unbeaufsichtigt Zugang zum PC haben.

24 Sichere Transaktionen Benutzen Sie sichere Passwörter Aber nicht superkompliziert mit POST-IT-Zettel am Monitor Denken Sie ich einen Passwortsatz aus Benutzen Sie möglicherweise nur die Anfangsbuchstaben der Wörter im Satz Leiten Sie Ziffernfolgen her Geburtsdatum plus Postleitzahl Mischen Sie immer Buchstaben und Ziffern oder Sonderzeichen

25 Sichere Transaktionen Senden Sie niemals s mit vertraulichen Informationen! s werden meist unverschlüsselt übertragen Jeder kann den Inhalt lesen!

26 Sichere Transaktionen Mitarbeiter von Internet-Providern, Online-Shops, Auktionshäusern oder Banken dürfen Sie nicht nach Daten oder sogar Benutzerinformationen fragen weder per noch am Telefon! Geben Sie nie Auskunft und informieren Sie den Geschäftspartner umgehend.

27 Sichere Transaktionen Erscheint Ihnen eine bekannte Seite merkwürdig, kontaktieren Sie zuerst den Geschäftspartner, bevor Sie Transaktionen durchführen. Geben Sie die Web-Adresse Ihres Partners immer per Hand ein oder verwenden Sie einen Favoriten in Ihrem Browser Betrüger versuchen, Sie auf falsche Seiten zu locken, indem sie Ihnen so genannte Phishing- s senden

28 Sichere Transaktionen Wenn Sie eine Webseite verlassen, melden Sie sich ab und schließen Sie den Browser. Das beendet Ihre Sitzung und niemand kann damit weiterarbeiten Nutzen Sie keine öffentlichen Internet- Arbeitsplätze. Alle Tastatur-Eingaben könnten protokolliert werden Wenn Sie doch an solchen Rechnern arbeiten müssen, dann löschen Sie am Ende der Sitzung den Verlauf und den Cache des Browsers

29 Sichere Transaktionen Benutzen Sie wenn möglich Treuhand-Dienste bei Internet-Auktionen. PayPal Sollte die Ware einmal nicht ankommen, bekommen Sie Ihr Geld zurück

30 Die Technik Benutzen Sie Spionage-Abwehr-Programme. SpyBot Prüfen Sie, ob die Internet-Seite ein vorangestelltes https hat. Das bedeutet, dass die Übertragung verschlüsselt wird Bei verschlüsselten Seiten ist meist ein Zertifikat nötig, das die Echtheit der Seite bestätigt.

31 Online-Müll entsorgen Online-Schmutzfinken bedienen sich häufig der unterschiedlichsten Tricks, um Kinder auf ihre Seiten zu locken. Landen Sie versehentlich auf so einer Seite, schließen sie sofort den Browser. Betätigen Sie keine Buttons oder Dialoge, sondern klicken sie das kleine x oben rechts!

32 Begleitung der Kinder im Internet Verbieten Sie das Internet nicht das bringt nichts. Stellen Sie eine Liste mit Internet-Seiten zusammen, die für Ihre Kinder geeignet sind. Erklären Sie Ihren Kindern, dass Namen und Personen im Internet nicht echt sein müssen. Persönliche Treffen mit Internet-Bekanntschaften sind eine ernste Gefahr. Pädophile suchen (und finden) im Internet Opfer!

33 Begleitung der Kinder im Internet Möchten Sie nicht, dass Ihre Kinder unbeaufsichtigt surfen, dann speichern Sie die Verbindungsdaten nicht, sondern geben sie immer von Hand ein. Seien Sie in Rufweite, falls Ihre Hilfe benötigt wird. Zeigen Sie Ihren Kindern, wie man eine Verbindung unterbricht und für den Notfall wie man den Computer ausschaltet.

34 Weitere Informationen Sie finden weitere Informationen auf der Schulhomepage (http://www.gymnasium-shs.de)

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