Pflegeversicherung ungeliebtes Produkt oder Chance? Die Fragen Ihrer Kunden seien Sie vorbereitet!

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1 Pflegeversicherung ungeliebtes Produkt oder Chance? Die Fragen Ihrer Kunden seien Sie vorbereitet!

2 Der Jungbrunnen Lucas Cranach 1546

3 Der Jungbrunnen? Lebenserwartung um 1550: Jahren Rund die Hälfte aller Neugeborenen erreichte nicht das zeugungsfähige Alter Nach überstandenem Kindesalter gute Chance über 60 Jahre zu werden Frauen hatten im Schnitt 2-4 Kinder Schulze, Winfried: Deutsche Geschichte im 16. Jahrhundert

4 Lebenserwartung heute Neugeborene Mädchen = 82,4 Jahre Neugeborene Jungen = 77,2 Jahre heute 60-jährige Frauen werden im Schnitt 84,7 Jahre alt heute 60-jährige Männer werden im Schnitt 80,9 Jahre alt Geburtenrate 2012: rund 1,4 Kinder Statistisches Bundesamt

5 Altersstruktur Statistisches Bundesamt

6 Prognose Pflegebedürftige 4,0 Mio. 3,40 Mio. 2,90 Mio. 2,25 Mio. 2,40 Mio Statistisches Bundesamt

7 Pflegebedürftige Menschen in Deutschland ,5 Mio. Pflegebedürftige insgesamt zu Hause versorgt: 1,76 Mio. (70%) durch... in Heimen versorgt: (30%) ausschließlich Angehörige: 1,18 Mio. Pflegebedürftige Pflegedienste: Pflegebedürftige - nach Pflegestufen - - nach Pflegestufen - - nach Pflegestufen - 65% 56% 55% 28% 33% 33% 7% I II III 11% 12% I II III I II III Pflegestatistik 2011

8 Pflegebedürftige nach Altersgruppen Alter Pflegebedürftige unter über Pflegestatistik 2011

9 Pflege: Frauen in der Überzahl Kuhlmey Charite Berlin

10 Fachkräftemangel in der Pflege

11 Samstag, 22. Februar 2014 Mutter (103) pflegt Tochter (68) Theodora Neubert sagt, sie müsse weiterleben, um für ihr demenzkrankes Kind da zu sein

12 Pflege Heute

13 Pflege Heute Der Pflegebegriff Pflegebegriff seit 1995 Teilleistungsprinzip 3 Pflegestufen, Härtefallregelung, Demenzleistung Leistung für Körperpflege, Mobilität, Ernährung und hauswirtschaftliche Versorgung Stark an körperlichen Einschränkungen orientiert Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen bleiben (weitgehend) unberücksichtigt Verrichtungsbezogene Zeitvorgaben

14 Pflege Heute Reformen im Überblick 2001 Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz - Zusätzliche Betreuungsleistungen 2008 Pflegeversicherungs-Weiterentwicklungsgesetz - Erhöhung der Betreuungsleistungen auf 100/200 monatlich - Pflegestufe Pflege-Neuausrichtungsgesetz - weitere Leistungsverbesserungen ab Ankündigung eines neuen Leistungsbegriffs

15 Pflege Heute Leistungen Leistungen Stationäre Pflege Sachleistungen (Pflegedienst) Pflegegeld Pflegestufe EUR 120 EUR Pflegestufe I EUR 665 EUR 305 EUR Pflegestufe II EUR EUR 525 EUR Pflegestufe III EUR EUR 700 EUR Härtefall EUR EUR -

16 Pflege Heute Kosten bei ambulanter Pflege Durchschnittskosten (professionelle häusliche Pflege) 3.360,00 Eigenanteil bis zu monatlich 2.592, , Leistung Pflegepflichtversicherung 450 Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Durchschnittswerte

17 Pflege Heute Kosten bei stationärer Pflege Durchschnittskosten im Heim , ,00 Eigenanteil bis zu monatlich Leistung Pflegepflichtversicherung Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Durchschnittswerte

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23 Beispiel für die Zusammensetzung der Pflegekosten Leistungsbereich Pflege- und Betreuungskosten Unterkunft Verpflegung Investitionsentgelt Summe Kosten Euro 347 Euro 175 Euro 423 Euro Euro

24 Pflegekosten in Erfurt Senioren- und Pflegeheim HELIOS Residenz am Steigerwald Monatliche Eigenanteile PS I: 926 Euro PS II: Euro PS III: Euro 10 Jahre pflegebedürftig zu sein heißt, eigenes Vermögen (oder das der Verwandten) von Euro aufzubrauchen

25 Wer soll das bezahlen? Pflegebedürftiger laufende Einnahmen, Vermögen Ehegatte laufende Einnahmen, Vermögen Kinder bei überschreiten gewisser Selbstbehalte Sozialamt am Ende bleibt oft nur der Gang zum Sozialamt

26 Elternunterhalt Ruhrnachrichten vom

27 Elternunterhalt

28 Fakten Unterhaltspflicht von Verwandten in gerader Linie nach 1601 BGB Prüfung der Elternunterhaltspflicht erfolgt durch Sozialamt Sozialamt prüft weitreichend Alle Einkommen und Vermögen sind darzulegen Betrachtung der letzten 10 Jahre

29 Beispiel

30 Pflege Morgen

31 Koalitionsvertrag CDU, CSU, SPD Beitragsatzerhöhung um 0,3 % zum , davon 0,2 % zur Finanzierung von vereinbarten kurzfristigen Leistungsverbesserungen (bessere Betreuung der Pflegebedürftigen, Dynamisierung von Leistungen) 0,1 % zum Aufbau eines Pflegevorsorgefonds, der künftige Beitragssteigerungen abmildern soll. Dieser Fonds wird von der Bundesbank verwaltet.

32 Koalitionsvertrag Pflegebedürftigkeit soll besser anerkannt werden, um die Situation der Pflegebedürftigen, von Angehörigen und Menschen, die in der Pflege arbeiten, zu verbessern. Stärkung der ambulanten Pflege: stationäre und ambulante Leistungen werden weiter aneinander angeglichen Einführung von Budgets u. a. zur Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege Weitere Anhebung des Beitragssatzes um 0,2 %-Punkte (auf 2,55 % bzw. 2,80 %) mit der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

33 Pflege Übermorgen

34 Expertenbeirat Auftrag: Vorschläge für einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erarbeiten Rahmenbedingungen: Beibehaltung Teilleistungsprinzip ambulant vor stationär keine Verschiebebahnhöfe Bestandsschutz

35 Empfehlung neuer Pflegebegriff 5 eigenständige Pflegegrade keine Härtefälle Neben Pflege und hauswirtschaftlicher Versorgung soll Betreuung Leistung der Pflegeversicherung werden Ausbau von Betreuungsleistungen Die Grundleistungsarten der Pflege bleiben erhalten - Pflegegeld - ambulante Sachleistung - stationäre Pflege Neues, modulares Begutachtungssystem mit Punkten (NBA)

36 Neues Begutachtungssystem Berücksichtigung aller wesentlichen Aspekte der Pflege Neuer Maßstab: Selbstständigkeit und nicht Zeitaufwand Begutachtung incl. Einbezug des Lebens- und Versorgungsalltags Verbesserung der Eingruppierung von Menschen mit eingeschränkter Alltagsfähigkeit

37 Praxistest Das neue Begutachtungsverfahren soll in zwei Modellprojekten auf die Alltagstauglichkeit und Wirkung getestet werden Zunächst Schulung der MDK-Gutachter Ab Sommer 2014 folgen dann rund Begutachtungen Die Ergebnisse der Begutachtungen sollen Anfang 2015 vorliegen Auf der Grundlage der Ergebnisse werden dann die Arbeiten zur Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs beginnen.

38 Grade der Pflegebedürftigkeit Grade der Pflegebedürftigkeit Pflegegrad 1 Gering Pflegebedürfig Pflegegrad 2 Erheblich Pflegebedürfig Pflegegrad 3 Schwer Pflegebedürfig Pflegegrad 4 Schwerst Pflegebedürfig Pflegegrad 5 schwerst Pflegebedürfig mit besonderen Anforderungen Punktezahl aus NBA Empfehlung Beirat 2013

39 Beeinträchtigungen Beeinträchtigungen Gewichtung 1. Mobilität Kogntive und kommunikative Fähigkeiten 3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen Selbstversorgung/Alltagsverrichtung Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte Außerhäusliche Aktivitäten - 8. Haushaltsführung - Empfehlung Beirat 2013

40 Fazit

41 Fazit I Der Demographische Wandel ist bereits da und nicht mehr umzukehren Alter und Pflege wird zukünftig das Alltagsbild mehr und mehr bestimmen

42 Fazit II Die Reform des Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist zu begrüßen Aber: Neuer Pflegebegriff wird weiterhin Teilleistung bleiben Private Vorsorge ist wichtig Warten nützt nichts PflegeBAHR kann von jedem genutzt werden Pflegezusatz ist ein Wachstumsmarkt

43 Fazit III

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