Pendlermobilität in Bayern

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1 Pendlermobilität in Bayern (Neue) Arbeitswelten im Ländlichen Raum Expertenworkshop der Hanns-Seidel-Stiftung München 15. Mai 2014 Lutz Eigenhüller Regionales Forschungsnetz IAB Bayern

2 Pendelmobilität Entwicklung und Strukturen Die Pendelmobilität ist über Jahre hinweg gestiegen. Im Jahr 2013 lag der Mobilitätsgrad* in Bayern bei 64,5% (1999: 59,1%). Gestiegen ist auch der Anteil derjenigen mit längeren Arbeitswegen (mehr als 25 km) (Böttcher 2013). In der jüngeren Vergangenheit stagniert der allgemeine Aufwärtstrend. Die Gründe für den Anstieg der Pendelmobilität sind vielfältig (Arbeitsmarkt, Suburbanisierung, Zunahme Motorisierung, Verbesserung Verkehrsinfrastruktur). Die Pendelmobilität variiert bei einigen individuellen und sozialstrukturellen Merkmalen deutlich. Insbesondere Vollzeitbeschäftigte und Hochschulabsolventen pendeln häufiger als Teilzeitbeschäftigte bzw. Personen, die keinen Hochschulabschluss haben. *Mobilitätsgrad: Anteil der Beschäftigten in Bayern, die ihren Arbeitsplatz nicht in ihrer Wohnortgemeinde haben. Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen. Titel der Folie 2

3 Typisierung der Landkreise und der kreisfreien Städte Bayerns nach den Siedlungsstrukturellen Kreistypen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung Aschaffenburg Rhön-Grabfeld Bad Kissingen Haßberge Main-Spessart Schweinfurt Coburg Kronach Hof Lichtenfels Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Bamberg Tirschenreuth Siedlungsstruktureller Kreistyp 2011 Kreisfreie Großstädte (8) Städtische Kreise (20) Miltenberg Bayreuth Kitzingen Forchheim Neustadt a.d.waldnaab Würzburg Erlangen-Höchstadt Weiden i.d.opf., Stadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Amberg-Sulzbach Nürnberger Land Amberg, Stadt Fürth Nürnberg, Stadt Schwabach, Stadt Schwandorf Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen (36) Dünn besiedelte ländliche Kreise (32) Cham Ansbach Roth Neumarkt i.d.opf. Weißenburg-Gunzenhausen Eichstätt Donau-Ries Ingolstadt Regensburg Kelheim Regen Straubing-Bogen Straubing Deggendorf Freyung-Grafenau Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Pfaffenhofen a.d.ilm Dingolfing-Landau Passau Günzburg Augsburg Neu-Ulm Aichach-Friedberg Dachau Fürstenfeldbruck Landshut Freising Rottal-Inn Erding Mühldorf a.inn Altötting Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Lindau (Bodensee) Oberallgäu Weilheim-Schongau Miesbach Bad Tölz-Wolfratshausen Garmisch-Partenkirchen Berchtesgadener Land Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (2011); eigene Darstellung. 3

4 Einpendlerquoten der kreisfreien Städte und der Landkreise Bayerns im Jahr 2013 Aschaffenburg Miltenberg Main-Spessart Bad Kissingen Würzburg Rhön-Grabfeld Schweinfurt Kitzingen Haßberge Ansbach Donau-Ries Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Pfaffenhofen a.d.ilm Günzburg Augsburg Neu-Ulm Coburg Lichtenfels Bamberg Forchheim Erlangen-Höchstadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Nürnberger Land Nürnberg, Stadt Fürth Schwabach, Stadt Roth Weißenburg-Gunzenhausen Kronach Aichach-Friedberg Fürstenfeldbruck Hof Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Bayreuth Neumarkt i.d.opf. Eichstätt Ingolstadt Dachau Neustadt a.d.waldnaab Amberg-Sulzbach Amberg, Stadt Freising Tirschenreuth Weiden i.d.opf., Stadt Kelheim Schwandorf Regensburg Erding Landshut Cham Straubing-Bogen Straubing Dingolfing-Landau Regen Deggendorf Rottal-Inn Mühldorf a.inn Altötting Passau Freyung-Grafenau Min.: Garmisch-Partenkirchen 15% Max.: Lkr München 77% Einpendlerquote (%) von 15,0 bis unter 25,2 (15) von 25,2 bis unter 33,4 (23) von 33,4 bis unter 49,7 (28) von 49,7 bis unter 57,9 (7) von 57,9 bis unter 77,5 (23) Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Weilheim-Schongau Miesbach Bad Tölz-Wolfratshausen Berchtesgadener Land Lindau (Bodensee) Oberallgäu Garmisch-Partenkirchen Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen und eigene Darstellung. Einpendlerquote: Anteil der Zahl der Einpendler in eine Region an der Zahl der Beschäftigten mit Arbeitsort in dieser Region. 4

5 Auspendlerquoten der kreisfreien Städte und der Landkreise Bayerns im Jahr 2013 Aschaffenburg Miltenberg Main-Spessart Bad Kissingen Würzburg Rhön-Grabfeld Schweinfurt Kitzingen Haßberge Ansbach Donau-Ries Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Pfaffenhofen a.d.ilm Günzburg Augsburg Neu-Ulm Coburg Lichtenfels Bamberg Forchheim Erlangen-Höchstadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Nürnberger Land Amberg, Stadt Fürth Nürnberg, Stadt Schwabach, Stadt Roth Weißenburg-Gunzenhausen Kronach Aichach-Friedberg Fürstenfeldbruck Hof Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Bayreuth Neumarkt i.d.opf. Eichstätt Ingolstadt Dachau Neustadt a.d.waldnaab Amberg-Sulzbach Freising Tirschenreuth Weiden i.d.opf., Stadt Kelheim Schwandorf Regensburg Erding Landshut Cham Straubing-Bogen Straubing Dingolfing-Landau Regen Deggendorf Rottal-Inn Mühldorf a.inn Altötting Passau Freyung-Grafenau Min.: Berchtesgadener Land 17,9% Max.: Lkr Fürth 75,8% Auspendlerquote (%) von 17,8 bis unter 30,9 (16) von 30,9 bis unter 37,9 (18) von 37,9 bis unter 51,8 (32) von 51,8 bis unter 58,7 (9) von 58,7 bis unter 75,9 (21) Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Lindau (Bodensee) Oberallgäu Weilheim-Schongau Miesbach Bad Tölz-Wolfratshausen Garmisch-Partenkirchen Berchtesgadener Land Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen und eigene Darstellung. Auspendlerquote: Anteil der Zahl der Auspendler aus einer Region an der Zahl der Beschäftigten mit Wohnort in dieser Region. 5

6 Pendelintensitäten der kreisfreien Städte und der Landkreise Bayerns im Jahr 2013 Aschaffenburg Miltenberg Rhön-Grabfeld Coburg Kronach Bad Kissingen Lichtenfels Hof Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Haßberge Main-Spessart Schweinfurt Bamberg Tirschenreuth Bayreuth Kitzingen Forchheim Neustadt a.d.waldnaab Würzburg Erlangen-Höchstadt Weiden i.d.opf., Stadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Amberg-Sulzbach Nürnberger Land Amberg, Stadt Fürth Nürnberg, Stadt Schwandorf Schwabach, Stadt Cham Ansbach Roth Neumarkt i.d.opf. Regensburg Weißenburg-Gunzenhausen Regen Straubing-Bogen Eichstätt Straubing Kelheim Freyung-Grafenau Donau-Ries Deggendorf Ingolstadt Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Dingolfing-Landau Pfaffenhofen a.d.ilm Passau Min.: Berchtesgadener Land 0,18 Max.: Lkr München 0,72 Pendelintensität von 0,18 bis unter 0,34 (23) von 0,34 bis unter 0,39 (17) von 0,39 bis unter 0,51 (14) von 0,51 bis unter 0,57 (22) von 0,57 bis unter 0,72 (20) Günzburg Augsburg Neu-Ulm Aichach-Friedberg Dachau Fürstenfeldbruck Landshut Freising Rottal-Inn Erding Mühldorf a.inn Altötting Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Lindau (Bodensee) Oberallgäu Weilheim-Schongau Miesbach Bad Tölz-Wolfratshausen Garmisch-Partenkirchen Berchtesgadener Land Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen und eigene Darstellung. Pendelintensität: Quotient aus der Summe der Zahl der Einpendler und Auspendler einer Region und der Summe der Zahl der Beschäftigten mit Arbeitsort oder Wohnort in dieser Region. 6

7 Pendelverflechtungen der kreisfreien Städte und der Landkreise Bayerns im Jahr 2013 Stärke der Pendelverflechtung (Anzahl Personen) 300 bis unter bis unter bis unter mehr als Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen und eigene Darstellung. Pendlerverflechtungen mit Regionen außerhalb Bayerns sind nur für direkt an Bayern angrenzende kreisfreie Städte und Landkreise dargestellt. 7

8 Pendelindikatoren für Bayern nach Siedlungsstrukturellem Kreistyp im Jahr 2013 Siedlungsstrukturtyp der Kreise/Städte Pendlersaldo Pendlervolumen Einpendlerquote (%) Auspendlerquote (%) Intensität Pendelaufkommen Kreisfreie Großstädte ,1 31,0 0,43 Städtische Kreise ,7 56,3 0,54 Ländl. Kreise mit Verdichtungsansätzen ,0 47,5 0,46 Dünn besiedelte ländl. Kreise ,0 40,3 0,37 Alle ,0 44,2 0,45 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen. Siedlungsstrukturelle Kreistypen nach Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung(2011). Bei den Angaben zum Pendlersaldo etc. handelt es sich um den Durchschnittswert für die Landkreise und kreisfreien Städte des jeweiligen Siedlungsstrukturtyps. Für die Berechnungen wurden jeweils die Landkreise und kreisfreien Städte eines Typs zusammengefasst. 8

9 Fazit Bei einer insgesamt hohen Pendelmobilität unterscheiden sich Ausmaß und Intensität des Pendelns zwischen den Regionen deutlich. Starke Pendelverflechtungen und hohe Pendelintensitäten finden sich vor allem in den Ballungsräumen, und dort, wo in den ländlichen Regionen die Landkreise eine kreisfreie Stadt (Oberzentrum) umgeben. Insgesamt fallen Pendelverflechtungen und -intensität in den ländlichen Regionen schwächer aus, können aber auch dort noch einen beträchtlichen Umfang haben. Zu berücksichtigen sind bei der Einschätzung der Pendelverflechtungen auch der Zuschnitt und die Größe der Regionen. Schließlich: Pendelmobilität ist notwendig für den Ausgleich am Arbeitsmarkt und kann bspw. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben ermöglichen bzw. verbessern. (Pendel-)Mobilität sollte kein Selbstzweck im Sinne eines je mehr, desto besser sein. Titel der Folie 9

10 Pendlermobilität in Bayern (Neue) Arbeitswelten im Ländlichen Raum Expertenworkshop der Hanns-Seidel-Stiftung München 15. Mai 2014 Lutz Eigenhüller Regionales Forschungsnetz IAB Bayern

11 Backup 11

12 Pendelmobilität Entwicklung und Strukturen (2) Die Pendelmobilität variiert bei einigen individuellen und sozialstrukturellen Merkmalen deutlich. Besonders groß ist der Unterschied zwischen Vollzeitbeschäftigten und Teilzeitbeschäftigten sowie zwischen Personen mit Hochschulabschluss und denjenigen ohne Hochschulabschluss. Vollzeitbeschäftigte und Hochschulabsolventen pendeln deutlich häufiger. Auch beim Geschlecht und beim Alter gibt es Unterschiede. Männer pendeln häufiger als Frauen. Personen im Alter von 25 bis 49 Jahre pendeln häufiger als Personen in den anderen Altersgruppen. Titel der Folie 12

13 Entwicklung des Mobilitätsgrads in Bayern in den Jahren 1999 bis 2013 (in %) 59,1 60,0 60,5 60,8 61,4 62,0 62,6 63,3 63,5 63,9 64,0 64,2 64,4 64,5 64, Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen. Mobilitätsgrad: Anteil der Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz nicht in ihrer Wohnortgemeinde haben. 13

14 Pendlersaldo der kreisfreien Städte und der Landkreise Bayerns im Jahr 2013 Aschaffenburg Miltenberg Rhön-Grabfeld Coburg Kronach Bad Kissingen Hof Lichtenfels Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Haßberge Main-Spessart Schweinfurt Bamberg Tirschenreuth Bayreuth Kitzingen Forchheim Neustadt a.d.waldnaab Würzburg Erlangen-Höchstadt Weiden i.d.opf., Stadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Amberg-Sulzbach Nürnberger Land Amberg, Stadt Fürth Nürnberg, Stadt Schwabach, Stadt Schwandorf Cham Ansbach Roth Neumarkt i.d.opf. Regensburg Weißenburg-Gunzenhausen Regen Straubing-Bogen Eichstätt Straubing Kelheim Freyung-Grafenau Donau-Ries Deggendorf Ingolstadt Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Dingolfing-Landau Pfaffenhofen a.d.ilm Passau Min.: Fürstenfeldbruck Max.: Stadt München Pendlersaldo von bis unter (22) von bis unter (28) von bis unter (22) von bis unter (10) von bis unter (14) Günzburg Augsburg Neu-Ulm Aichach-Friedberg Dachau Fürstenfeldbruck Freising Landshut Rottal-Inn Erding Mühldorf a.inn Altötting Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Weilheim-Schongau Miesbach Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Bad Tölz-Wolfratshausen Lindau (Bodensee) Oberallgäu Garmisch-Partenkirchen Berchtesgadener Land Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen und eigene Darstellung. Pendlersaldo: Differenz der Zahl der Einpendler und Auspendler einer Region. 14

15 Binnenpendlerquoten der kreisfreien Städte und der Landkreise Bayerns im Jahr 2013 Aschaffenburg Miltenberg Main-Spessart Bad Kissingen Würzburg Rhön-Grabfeld Schweinfurt Kitzingen Haßberge Ansbach Erlangen-Höchstadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Nürnberger Land Nürnberg, Stadt Fürth Weißenburg-Gunzenhausen Donau-Ries Coburg Lichtenfels Bamberg Forchheim Schwabach, Stadt Roth Kronach Hof Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Bayreuth Neumarkt i.d.opf. Eichstätt Ingolstadt Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Pfaffenhofen a.d.ilm Neustadt a.d.waldnaab Amberg-Sulzbach Amberg, Stadt Tirschenreuth Weiden i.d.opf., Stadt Kelheim Schwandorf Regensburg Cham Straubing-Bogen Straubing Dingolfing-Landau Regen Deggendorf Passau Freyung-Grafenau Min.: Lkr Fürth 24,2% Max.: Berchtesgadener Land 82,1% Binnenpendlerquote (%) von 24,2 bis unter 41,3 (21) von 41,3 bis unter 48,0 (9) von 48,0 bis unter 62,0 (31) von 62,0 bis unter 69,0 (19) von 69,0 bis unter 82,1 (16) Günzburg Augsburg Neu-Ulm Aichach-Friedberg Dachau Fürstenfeldbruck Landshut Freising Rottal-Inn Erding Mühldorf a.inn Altötting Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Lindau (Bodensee) Oberallgäu Weilheim-Schongau Miesbach Bad Tölz-Wolfratshausen Garmisch-Partenkirchen Berchtesgadener Land Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen und eigene Darstellung. Binnenpendlerquote: Anteil der Beschäftigten mit Wohn- und Arbeitsort in einer Region an allen Beschäftigten mit Wohnort in dieser Region. 15

16 Pendelindikatoren für Bayern nach Siedlungsstrukturellem Kreistyp im Jahr 2003 Siedlungsstruktur der Kreise/Städte Pendlersaldo Pendlervolumen Einpendlerquote (%) Auspendlerquote (%) Intensität Pendelaufkommen Kreisfreie Großstädte ,5 27,0 0,42 Städtische Kreise ,7 54,3 0,51 Ländl. Kreise mit Verdichtungsansätzen ,4 44,6 0,41 Dünn besiedelte ländl. Kreise ,9 36,9 0,33 Alle ,1 41,2 0,42 Quelle: Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen. Siedlungsstrukturelle Kreistypen nach Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung (2011). Bei den Angaben zum Pendlersaldo etc. handelt es sich um den Durchschnittswert für die Landkreise und kreisfreien Städte des jeweiligen Siedlungsstrukturtyps (bzw. für alle). Für die Berechnungen wurden jeweils die Landkreise und kreisfreien Städte eines Typs (bzw. alle) zusammengefasst. 16

17 Auspendlerquoten für Bayern nach Siedlungsstrukturellem Kreistyp und soziostrukturellen Merkmalen Alle Regionen Kreisfreie Großstädte Städtische Kreise Ländl. Kreise mit Verdichtungsansätzen Dünn besiedelte ländliche Kreise Männer 47,9 35,7 59,1 50,9 44,0 Frauen 40,0 26,0 53,1 43,4 35,9 Vollzeit 46,5 33,1 58,7 49,9 42,7 Teilzeit 37,5 24,6 49,4 40,4 33,3 Ohne Berufsabschluss Anerkannter Berufsabschluss Akademischer Berufsabschluss 25,5 21,2 32,6 26,2 22,1 42,9 29,3 53,1 45,5 38,7 55,2 35,5 75,3 67,2 58,9 Auszubildende 39,4 24,4 49,2 42,4 36,5 Insgesamt 44,2 31,0 56,3 47,5 40,3 Quelle: Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen. Siedlungsstruktureller Kreistyp nach Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung(2011). Bei den Angaben zu den Auspendlerquoten handelt es sich um den Durchschnittswert für die Landkreise und kreisfreien Städte des jeweiligen Kreistyps. Für die Berechnungen wurden jeweils die Landkreise und kreisfreien Städte, die zu dem Typ gehören, zusammengefasst. 17

18 Ausgewählte Stadt-Land-Unterschiede Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur Qualifikation der Beschäftigten: deutlich höherer Anteil Beschäftigter mit Hochschulabschluss in der Stadt, deutlich höherer Anteil mit Berufsabschluss auf dem Land. Branchen und Berufe: Auf dem Land deutlich mehr Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe und in Fertigungs-/Produktionsberufen. In der Stadt deutlich mehr Beschäftigte in einigen Dienstleistungsbereichen und den entsprechenden Berufen. Im Gesundheits-und Sozialwesen gibt es kaum Unterschiede. Betriebsgrößenstruktur: In den Städten sind die Anteile der Beschäftigten in größeren Betrieben deutlich höher als auf dem Land. Dort spielen KMU eine größere Rolle. Arbeitslosigkeit: Tendenziell sind die Arbeitslosenquoten und insbesondere die Anteile der Arbeitslosen im SGB II in den ländlichen Regionen niedriger als in den Städten. Titel der Folie 18

19 Typisierung der Landkreise und der kreisfreien Städte Bayerns nach den Lagetypen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung Rhön-Grabfeld Coburg Kronach Bad Kissingen Hof Aschaffenburg Miltenberg Lichtenfels Kulmbach Wunsiedel i.fichtelgebirge Haßberge Main-Spessart Schweinfurt Bamberg Tirschenreuth Bayreuth Kitzingen Forchheim Neustadt a.d.waldnaab Würzburg Erlangen-Höchstadt Weiden i.d.opf., Stadt Erlangen, Stadt Neustadt a.d.aisch-bad Windsh. Amberg-Sulzbach Nürnberger Land Amberg, Stadt Fürth Nürnberg, Stadt Schwabach, Stadt Schwandorf Lagetyp sehr zentral (12) zentral (36) peripher (45) sehr peripher (3) Cham Ansbach Roth Neumarkt i.d.opf. Weißenburg-Gunzenhausen Eichstätt Donau-Ries Ingolstadt Regensburg Kelheim Regen Straubing-Bogen Straubing Deggendorf Freyung-Grafenau Dillingen a.d.donau Neuburg-Schrobenhausen Pfaffenhofen a.d.ilm Dingolfing-Landau Passau Günzburg Augsburg Neu-Ulm Aichach-Friedberg Dachau Fürstenfeldbruck Landshut Freising Rottal-Inn Erding Mühldorf a.inn Altötting Unterallgäu Memmingen, Stadt Kaufbeuren, Stadt Landsberg am Lech Starnberg München Ebersberg Rosenheim Traunstein Kempten (Allgäu), Stadt Ostallgäu Weilheim-Schongau Miesbach Bad Tölz-Wolfratshausen Berchtesgadener Land Lindau (Bodensee) Oberallgäu Garmisch-Partenkirchen Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (2010); eigene Darstellung. 19

Bayern ,

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