Auf dem Weg zu einem Jugendmedienschutz-Curriculum. Ingrid Bounin Leitung Medienpädagogische Projekte.

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1 Auf dem Weg zu einem Jugendmedienschutz-Curriculum Ingrid Bounin Leitung Medienpädagogische Projekte

2 Grundgedanke des präventiven Jugendmedienschutzes auf dass der Mensch ein kompetentes Wesen sei. (Baacke, Medienpädagogik, Tübingen 1997) Medienbildung

3 Elemente des Präventiven Jugendmedienschutzes Gewaltprävention (auch Pornografie, Rassismus etc.) Suchtprävention, Gesundheitliche Prävention Prävention vor sexuellem Missbrauch Verbraucheraufklärung/Verbraucherschutz Prävention vor Datenmissbrauch/Datenschutz Werteerziehung

4 Schüler/innen wünschen sich Orientierung Frage: Was wäre besser, wenn Medien eine größere Rolle in der Schule spielen würden? Viele würden viel mehr erfahren, wie sich das alles abspielt und vielleicht auch, wie Medien eigentlich funktionieren, wer sie herstellt oder welche Gefahren sie haben! (Umfrage bei über 6000 Schüler/innen auf SchülerVZ: Medien in der Schule, 2010)

5 Vorhaben bis Sommer 2011 Jugendmedienschutz-Curriculum für alle Schularten GS, HS, RS, Gym am Bildungsplan orientiert wo möglich in Fächern verortet für die wichtigsten Bereiche der Mediennutzung

6 Themenfelder eines Jugendmedienschutz-Curriculums Sicherer Umgang mit Computer und Internet: Passwörter, Nicknames, Antiviren-Software, Umgang mit , richtig Recherchieren, gute Seiten Inhalte: Pornografische Inhalte, z.b. sexuelle und/oder herabwürdigende Belästigung in Chats, Gewalt, Geschmacklosigkeiten, Rassismus Verletzung von Datenschutz und Persönlichkeitsrechten Werbung und Abzocke, beim Surfen, bei Online-Kauf und Online-Banking Unangenehme Kontakte in Chats, Communities etc., Mobbing Sucht, z.b. bei Spielen, Sexseiten, etc.

7 Schulcurriculum Medienprävention am Theodor-Heuss-Gymnasium Heilbronn Jürgen Heilig (Präventionslehrer)

8 Prävention Drogen und Sucht Medien Soziales Lernen

9 Regeln Wissen Verhaltensweisen - gesetzliche Regelungen - schulische Nutzungsordnung - Verhaltensregeln - Fakten - Technik - medienspezifisch - life skills

10 Schulcurriculum Medienprävention Klasse 5: Selbstdarstellung im Internet (LMZ) ITG (D) Thema Musik klauen (Die Prinzen), legale und illegale Downloads, Sicherungskopien u.ä. (Mu) Klasse 6: Chatten, Communities, Mobbing im Netz (LMZ) Klasse 7: kids online (Polizei HN) + Abendveranstaltung für Eltern Thema Berechnung von Handytarifen, Handy, Verschuldung (M) Klasse 8: Thema Handy, Verschuldung (Gk) Internetsucht (Bio) Klasse 10: Thema Menschenwürde, Internetpornographie (Gk)

11 Erklärung der Abkürzungen: Bio: Biologie D: Deutsch Gk: Gemeinschaftskunde ITG: Informationstechnische Grundbildung LMZ: Landesmedienzentrum Stuttgart M: Mathematik Mu: Musik

12 Aktivitäten mit außerschulischen Anbietern Klasse 5: Selbstdarstellung im Internet (LMZ) ITG (D) Thema Musik klauen (Die Prinzen), legale und illegale Downloads, Sicherungskopien u.ä. (Mu) Klasse 6: Chatten, Communities, Mobbing im Netz (LMZ) Klasse 7: kids online (Polizei HN) + Abendveranstaltung für Eltern Thema Berechnung von Handytarifen, Handy, Verschuldung (M) Klasse 8: Thema Handy, Verschuldung (Gk) Internetsucht (Bio) Klasse 10: Thema Menschenwürde, Internetpornographie (Gk)

13 Aktivitäten im Fachunterricht Klasse 5: Selbstdarstellung im Internet (LMZ) InformationsTechnische Grundbidlung (D) Thema Musik klauen (Die Prinzen), legale und illegale Downloads, Sicherungskopien u.ä. (Mu) Klasse 6: Chatten, Communities, Mobbing im Netz (LMZ) Klasse 7: kids online (Polizei HN) + Abendveranstaltung für Eltern Thema Berechnung von Handytarifen, Handy, Verschuldung (M) Klasse 8: Thema Handy, Verschuldung, soziale Faktoren (Gk) Internetsucht (Bio) Klasse 10: Thema Menschenwürde, Internetpornographie (Gk) Klasse 8-10: Laptopprojekt (verschiedene Fächer)

14 Anforderungen an das Curriculum bedarfsgerecht nachhaltig praktikabel ressourcengerecht

15 Lehrer/ -innen Beteiligte PIT Schüler/- innen Eltern Präventionscurriculum Schulleitung außerschulische Anbieter

16 Entstehung des Curricilums 1. Evaluationsphase: - Umfrage zum Konsumverhalten - informelle Bedarfsermittlung 2. Erprobungsphase: - Erproben von Veranstaltungen, Programmen, Material - informelle Evaluation 3. Integrationsphase: - Schulentwicklungsgruppe (organisatorische Rahmenbedingungen) - Fachschaften (Anbindung an Bildungsplan und Fachcurricula) 4. Implementierung: - Abstimmung in der GLK

17 Links: Weitere Informationen zur Prävention am THG: (unter Informationen/ Prävention) Artikel in analog & digital 32 (2011) zum Schulcurriculum Medienprävention am THG: (S. 4) Informationen und Materialien zum Jugendmedienschutz und zur Medienprävention auf mediaculture online, dem Portal zur Medienbildung des LMZ:

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