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1 Deutscher Bundestag Drucksache 17/ Wahlperiode Antrag der Abgeordneten Wolfgang Börnsen (Bönstrup), Monika Grütters, Dorothee Bär, Dr. Reinhard Brandl, Gitta Connemann, Michael Frieser, Reinhard Grindel, Michael Grosse-Brömer, Ansgar Heveling, Michael Kretschmer, Dr. Günter Krings, Rüdiger Kruse, Maria Michalk, Stefan Müller (Erlangen), Beatrix Philipp, Christoph Poland, Johannes Selle, Erika Steinbach, Thomas Strobl (Heilbronn), Marco Wanderwitz, Dagmar G. Wöhrl, Volker Kauder, Gerda Hasselfeldt und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Reiner Deutschmann, Burkhardt Müller-Sönksen, Sebastian Blumenthal, Patrick Kurth (Kyffhäuser), Dr. Claudia Winterstein, Helga Daub, Lars Lindemann, Jimmy Schulz, Rainer Brüderle und der Fraktion der FDP Deutsche Sprache fördern und sichern Der Bundestag wolle beschließen: I. Der Deutsche Bundestag stellt fest: SprachensindMittelkulturellerSelbstvergewisserung,auchübernationale Grenzenhinweg.JedeSpracheistTrägerineineskulturellenGedächtnissesund einerbesonderenausdrucksfähigkeit.esistdiekulturellebedeutungunserer Sprache,diesiesowertvollundschützenswertmacht.Darüberhinauskönnen EinflüsseausanderenSpracheneineSpracheinihrerEntwicklungundLebendigkeit bereichern. DiedeutscheSpracheistlautAbschlussberichtderEnquete-Kommission KulturinDeutschland (Bundestagsdrucksache16/7000,S.408) dasprägendeelementderdeutschenidentität undkultur.ihrevielfaltundschönheit zeigtsichnichtzuletztindengroßenundtraditionsreichenwerkenderdeutschsprachigenliteratur.spracheistnichtnurmittelzurverständigung,sieist wahrekunst.deutschlandistnichtohnegrunddas LandderDichterund Denker.SeitdemMittelalterschonistdiedeutscheSpracheeinederbedeutendeneuropäischenLiteratursprachen.VonderErfindungdesBuchdrucksüber LuthersBibelübersetzungausdemLateinischeninsMeißnerKanzleideutsch bisindiedeutscheklassikistdeutschüberjahrhunderteinzentraleuropaeine derbedeutendstensprachenderphilosophieundliteratur.deutschistmitetwa WörterndesallgemeinenSprachgebrauchseinebesonderswortreiche Sprache. DieGemeinsamkeitderSpracheistaucheineGrundlageunseresNationalstaats.SieträgtzurinnerenEinheitundzumZusammenhaltbei.Diedeutsche SpracheisteinzentralesBinde-undIntegrationsmittelunsererGesellschaft;sie istvoraussetzungfürdasfunktionierenunsererdemokratieundgrundelement unsererkulturellenidentität.siezupflegenundzuerhalten,istdeshalbeine Verpflichtung.DarüberhinausistSprachenotwendig,umdiedemokratische Willensbildungzuorganisierenundzuartikulieren.OhnedieMöglichkeit,sich

2 Drucksache 17/ Deutscher Bundestag 17. Wahlperiode ineinergemeinsamensprachezuverständigen,könnengrundrechte,vorallem dasrechtderfreienmeinungsäußerungundderinformationsfreiheit,nicht wahrgenommenwerden.spracheistabernichtnurdasfundamentderindividuellenfreiheiteinesjedenmenschen.diebeherrschungeinerspracheist auchdievoraussetzungdafür,angesellschaftlichen,politischenundkulturellen Entwicklungen teilhaben und auf sie einwirken zu können. DieZahldernochgesprochenenSprachengehtweltweitkontinuierlichzurück. ZurzeitwerdenaufderWeltca.6700Sprachengesprochen.LautderGesellschaftfürbedrohteSprachene.V.inKölnsowiedenErwartungender UNESCOwerdenEndedesJahrhundertsnurnochhalbsovieleSprachennachweisbarseinwiederzeit.DasMandarinistlängstvorEnglischdiezahlenmäßig führendesprache,vorspanischundfranzösischhatsichhindiplatziert.nur Arabisch,RussischundPortugiesischwerdendarüberhinaushäufigeraufder ganzenweltgesprochenalsdeutsch.deutschistgeradenochunterdenzehn größten, weit verbreiteten Sprachen dieser Welt. NurzwölfSprachenerreichenmehrals100MillionenErst-undZweitsprecher. Etwa125MillionenMenschenweltweitsprechendiedeutscheSpracheals Erst-oderZweitsprache.MiteinemAnteilvon18ProzentistDeutschdie meistgesprochenemutterspracheindereuropäischenunion.dassindrund 100MillionendeutscheMuttersprachler.AlsersteFremdsprachestehtDeutsch ineuropaseitdereu-osterweiterunghinterenglischanzweiterstellegleichaufmitfranzösisch.63millioneneuropäer,dassind14prozent,lernen DeutschimSchulunterricht.SomitbeherrschtEU-weitjederdritteEU-Bürger (32 Prozent) die deutsche Sprache. InsiebenLändernstelltDeutschdiealleinigeoderregionaleAmtssprachedar: indeutschland,österreich,schweiz,belgien,frankreich,luxemburg,italien undliechtenstein.weltweitlernenetwa14millionenmenschenderzeitunsere Sprache. DiedeutscheSprachgemeinschaftistwirtschaftlichdiedrittstärkstederWelt unddiewirtschaftlichstärksteineuropa.dennochhatdeutschimtäglichen BetriebderEUundihrerKommissionensowieimWirkenderEUnachaußen nichtdiegleichebedeutungwieenglischundfranzösisch.diedeutschespracheisteinevon23gleichberechtigtenamtssprachenundnebenenglischsowie FranzösischeinederdreiArbeitssprachenderEuropäischenUnion.Faktisch hatjedocheinereduzierungaufzweiarbeitssprachen nämlichenglischund Französisch stattgefunden.diefolgeist,dassvieleberatungs-undentscheidungsrelevanteeu-dokumenteentwedergarnichtodernurunvollständigin deutschersprachevorgelegtwerden.dadurchwirdunserespracheimeuropäischen Politikbetrieb zunehmend verdrängt. InderEUgibtesbei23offiziellenSpracheninderpraktischenArbeitdes Übersetzens506Sprachkombinationen,einenfestenStabvon2500DolmetschernundeineProduktionvonrund1,8MillionenSeitenimJahr.DassangesichtsdieserZahlenimmerwiederderRufnacheinemeingeschränkten Sprachregimelautwird,istnachvollziehbar.DieKostenderMehrsprachigkeit sindhoch,einverzichtdaraufodergarderverlustwärenallerdingsungleich größer.dieeuropäischeunionmussdiesemdruckverstärktdiemaximeder Mehrsprachigkeit entgegensetzen. MehrsprachigkeitisteingrundlegendesPolitikzielderEuropäischenUnion. AuchimLissabon-Vertragwurdeverankert,diekulturelleundsprachliche Vielfaltzuwahren.DasfolgtderEinsicht,dassauchundvorallemSprachedas kulturelle Erbe Europas tradiert. EsistvonbesondererBedeutung,Deutschauchalsinternationalgesprochene undgenutztesprachezufördern.diesgiltinbesonderemmaßefürdiewissenschaftssprachedeutsch,dennwenndieseweiteranbedeutungverliert,dann

3 Deutscher Bundestag 17. Wahlperiode 3 Drucksache 17/14114 geratenauchwichtigebeiträgedeutschsprachigerwissenschaftlerinnenund WissenschaftlerausdemBlick.Esistdeshalbfolgerichtig,dasssichdieAuswärtigeKultur-undBildungspolitiküberihreMittlerorganisationenverstärkt aufdievermittlungauchvonspracheundkulturimauslandkonzentriert. DenninvielenTeilenderWeltistzubeobachten,dassdasInteresseam Deutschlernenwiederzunimmt,besondersindenWachstumsregionenwie China,BrasilienundIndiensowieinSüd-undOsteuropa.AuchdieVerbreitungdeutscherLiteraturimAuslandisteinesderzentralenAufgabenfelderder kulturellen Programmarbeit des Auswärtigen Amts. DeutschlandsLiteraturlandschaftgehörtzudenvielfältigstenundlebendigsten derwelt.deutschlandverfügtübereineausdifferenzierteundbreitekulturlandschaft;inderföderalengliederungobliegendieverantwortung,abereben auchdiehoheitüberbildungundvorallemüberdiekulturdenbundesländern.rund50mio.eurowerdenjährlichvombundundvondenländernder Literatur-undLeseförderungzurVerfügunggestellt.HierhatsichindenvergangenenJahrzehnteneinlebendigeskulturellesLebenmiteinerjeweiligenregionalen bzw. landesspezifischen Ausprägung entwickelt. DieStrukturenderLiteraturförderung,derLiteraturvermittlungundderLeseförderungindeneinzelnenLändernergebeneinbuntesundlebendigesBild. LiteraturfördernkommunaleKulturverwaltungen,Stiftungen,literarischeGesellschaftenundvorallemdieKulturministeriendereinzelnenBundesländer. OhnedieseFörderunginderFlächewäreeinequalitativeVielfaltvonLiteratur so nicht möglich. DasbürgerschaftlicheEngagementreichtvondenAutorenvereinigungenüber literarischegesellschaftenbiszudenkirchlichenbüchereienundehrenamtlich geführtenstadtteilbibliotheken.dasspektrumderliterarischengesellschaften reichtvonderweltweitagierendengoethe-gesellschaftmitzahlreichenortsgruppenbiszugesellschaften,diesichderwerkeregionalbekannterautoren annehmen. AuchdieBibliothekensindzentralerBestandteilderKulturundBildungin Deutschland.Bund,LänderundvorallemdieKommunenunterhaltenmehrals 20000Bibliotheken.Bibliothekengehörenmitmehrals200MillionenBesuchernproJahrzudenamhäufigstengenutztenKultur-undBildungseinrichtungen in Deutschland. UnterstützendundberatendagierenderVerbanddeutscherSchriftsteller,die MitgliederderDeutschenLiteraturkonferenze.V.wiezumBeispieldieLiteraturrätederLänder,dieVerwertungsgesellschaftWORTundderBörsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. GemäßderAuswärtigenKultur-undBildungspolitikdarfderliterarischeAustauschnichtvonSprachgrenzenaufgehaltenwerdenundistkeineEinbahnstraße.NebendervorrangigenFörderungderÜbersetzungdeutscherLiteratur inanderesprachengibtesaucheinkleineresprogrammzurförderungder ÜbersetzungausgewählterBelletristikausAsien,Afrika,Lateinamerikains Deutsche,litprom GesellschaftzurFörderungderLiteraturausAfrika,Asien undlateinamerikae.v.dasübersetzungs-undliteraturnetzwerktraduki fördertliterarischenaustauschundübersetzungenzwischendensprachender südosteuropäischenländern.darüberhinausvergibtdasauswärtigeamtvier Übersetzerpreise, und zwar in London, Chicago, Italien, Türkei. DeutschlandgehörtzudenfünfgrößtenBuchnationenderWeltundstehtdaher internationalfüreineausgeprägtebuch-undlesekultur.abernichtnurfürdas kulturellebilddeutschlandsistdasbucheinwichtigesmedium,eskommtihm aucherheblichewirtschaftlichebedeutungzu.dergesamtumsatzdesbuchhandelsbetrug2011über9,6mrd.euro.diefrankfurterbuchmesseistdas weltweitgrößtetreffenderverlags-undmedienbranche.demdualencharak-

4 Drucksache 17/ Deutscher Bundestag 17. Wahlperiode terdesbuchesalskultur-undwirtschaftsgutentsprechendfördertdasauswärtigeamtgemeinschaftsständedeutscherverlagebeiknapp20auslandsbuchmessen.diezusammenarbeitmitderausstellungs-undmessegmbhdes BörsenvereinsdesDeutschenBuchhandelse.V.istseitvielenJahrenerfolgreich. II. Der Deutsche Bundestag begrüßt, dassderbeauftragtederbundesregierungfürkulturundmediensichdafür einsetzt,dasliterarischeerbezuerhaltenundzusichern.darumerhälter wichtige Literaturmuseen, Bibliotheken und Archive; dassdiedeutscheakademiefürspracheunddichtungindarmstadt,die mitdemgeorg-büchner-preiseinenderbedeutendstendeutschenliteraturpreisevergibt,miteinerdauerhaftenprojektförderunggemeinsammitden Ländern vom Bund bei ihrer Arbeit unterstützt wird; dassderbeauftragtederbundesregierungfürkulturundmediendiezeitgenössischeliteraturdurchförderfondsfürschriftstellerundübersetzersowie internationalepreisefördert.überdiekulturstiftungdesbundesundhierden DeutschenLiteraturfonds,werdenStipendienanAutorinnenundAutoren vergeben,aberauchinitiativenundmodellvorhabenimbereichderautorenförderungunterstützt.großeschriftstellerverbändewiedaspen-zentrum Deutschlande.V.oderderVerbandDeutscherSchriftstellererhaltenFördermittelfüreinzelneVorhaben.MitdemPEN-Projekt WritersinExile unterstütztderbundautorenausallerwelt,dieindeutschlandimpolitischenexil leben.derdeutscheübersetzerfondsvergibtmithilfedesbundesstipendienanübersetzerinnenundübersetzer.damitwerdenausländischewerke der Gegenwartsliteratur für die deutsche Leserschaft erschlossen; dassdie ArbeitsgemeinschaftliterarischerGesellschaftenundGedenkstättene.V. jährlichvombeauftragtenfürkulturundmedienfinanziellunterstütztwird.gemeinsammitdenländernwirdauchdiegesellschaftfür deutsche Sprache e. V. institutionell gefördert; dassderbeauftragtederbundesregierungfürkulturundmedienjährlich Projekte der Literaturpflege im gesamten Bundesgebiet fördert; dassdieförderungderdeutschenspracheeinezentraleaufgabederauswärtigenkultur-undbildungspolitikistunddassdasauswärtigeamtim RahmenderAuswärtigenKultur-undBildungspolitikgefördertenFörderprogrammenundEinzelmaßnahmenderverschiedenenMittlerorganisationenweltweitkoordiniert (z.b.sprachwerbekampagnen,u.a.ingroßbritannien,inpolen,intschechienundinfrankreichsowieinrusslandunddie Einführung von Deutsch an Schulen in Indien); dassdiemitteldesauswärtigenamtsu.a.insprachprogrammedesgoethe-instituts,indasauslandsschulnetzderzentralstellefürdasauslandsschulwesen,instipendienprogrammedesdeutschenakademischenaustauschdienstes,inlehreraus-undfortbildungsprogrammesowieschüleraustauschprojektedespädagogischenaustauschdienstes,inliteraturförderung,programmederdeutschenwelleundinmaßnahmenderstärkungvon Deutsch in den EU-Institutionen fließen; dassdieförderungvondeutscheinekernaufgabederauswärtigenkulturundbildungspolitikist.hiersetztdieanfang2010begonnenekampagne Deutsch SprachederIdeen an,mitderdasengagementderauswärtigen Kultur-undBildungspolitikimBereichderSprachförderunggebündeltund sichtbar gemacht wird; dassdasauswärtigeamtdieinitiative Schulen PartnerderZukunft ins Lebengerufenhat.SieistdiebishergrößteInvestitionimBereichdesAus-

5 Deutscher Bundestag 17. Wahlperiode 5 Drucksache 17/14114 landsschulwesensunddersprachförderung.mitdieserinitiativewurdeein weltweitesnetzwerkvonmittlerweileüber1500schulenaufgebaut,an denendeutschunterrichtetwird.damitträgtdieauswärtigekultur-und BildungspolitikzurQualifikationvonrund500000SchülerinnenundSchülern rund um den Globus bei, die wir für Deutschland gewinnen wollen. III.DerDeutscheBundestagfordertdieBundesregierungauf,imRahmender zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, 1.inAbstimmungmitdenLändernverbindlichebundesweitvergleichbare SprachstandtestsfüralleKinderimAltervonvierJahreneinzuführenund beibedarfverpflichtende gezieltesprachprogrammevorderschulesowiesolche,dieunterrichtsbegleitendwährendderschulzeitangebotenwerden,anzubieten.dieimherbst2012beschlossenegemeinsamebund-länder-initiativezurweiterentwicklungdersprachförderung,sprachdiagnostik undleseförderungbietethierfüreinengutenausgangspunkt.auchtheaterspielenundgemeinsamessingeninschulen,volkshochschulenoderauch derjugendarbeitförderndenspracherwerbundsolltendeshalbstärkerunterstütztwerden,wiebeispielsweisemitdemprogramm Kulturmacht stark,bündnissefürbildung desbundesministeriumsfürbildungundforschung seit April dieses Jahres geschieht; 2.InitiativenzurFörderungderdeutschenSprachevorallemimBereichder Integration von Migrantinnen und Migranten stärker zu fördern; 3.indereigenenKommunikationdieWortesorgfältigzuwägen,aufVerständlichkeitzuachtenundunnötigeAnglizismenzuvermeiden.Gesetzestexte, Verlautbarungen,eigeneWerbekampagnenderBundesregierung,VeröffentlichungenallerArtunddieweitergehendeKommunikationmitdenBürgerinnenundBürgernsollendeshalbinverständlicherdeutscherSpracheabgefasst sein; 4.dieForderungderEnquete-Kommission KulturinDeutschland zuunterstützen,dassbund,länderundkommunenalsanteilseigner,genehmigungsbehördeoderalsfiskus einedurchgängigeverwendungderdeutschenspracheetwainbeschilderungen,leitsystemen,beschriftungenin öffentlichengebäuden,bahnhöfenundflughäfen (Bundestagsdrucksache 16/7000, S. 410) gewährleisten sollen; 5.indeneinschlägigenGremiendaraufhinzuwirken,dassDeutschdieWissenschaftsspracheinDeutschlandbleibt,vorallemindengeisteswissenschaftlichen Fächern; 6.daraufhinzuwirken,dassdieeuropäischenInstitutionendieGleichberechtigungdesDeutschenalsArbeitsspracheakzeptierenundpraktizieren.Die gleichberechtigteverwendungderdeutschensprachealsarbeitsspracheder europäischeninstitutionenmussauchinderübersetzungspraxisundbeider BereitstellungvonÜbersetzungsdokumentenangewandtwerden.Beiallen Veröffentlichungen,Datenbankstandards,KonferenzenundAusschreibungen ist Deutsch den anderen dabei verwendeten Sprachen gleichzustellen; 7.daraufhinzuwirken,dassdeutscheBeamteinEU-Gremienmöglichstdiedeutsche Sprache nutzen, wenn eine Übersetzungsmöglichkeit angeboten wird; 8.dieinvielenLändernwachsendeBereitschaft,geradejungerMenschen, DeutschalsFremdsprachezulernen,weiterhinzuunterstützen.DenGoethe- Instituten kommt dabei eine besondere Rolle zu; 9.diedeutschenMittlerorganisatorendarinzustärken,Wissenschaftlerund StudierendeimAuslandbeimZugangzurdeutschenSpracheweiterhinzu unterstützen;

6 Drucksache 17/ Deutscher Bundestag 17. Wahlperiode 10.inUmsetzungderBestimmungenvon 17desAuslandsschulgesetzesgeeigneteMaßnahmenzutreffen,umdasDeutscheSprachdiplomderKultusministerkonferenzalsInstrumentzurschulischenFörderungderdeutschen Sprache im Ausland auf hohem Niveau zu unterstützen; 11.dieDeutschabteilungenanUniversitätenimAuslandunterstützendzubegleiten, um bestehende Einrichtungen vor der Schließung zu bewahren; 12.sprachpolitischmitanderendeutschsprachigenLändernbzw.Regionen stärkerzusammenzuarbeiten,diedasgleicheinteresseamerhaltundder Verbreitung der deutschen Sprache haben; 13.sichbeidenLänderndafüreinzusetzen,dassanHochschuleninderakademischenLehreeinausgewogenesVerhältniszwischendeutschsprachigen undfremdsprachigenstudienangebotenundveranstaltungengefunden wird; 14.sichbeidenLänderndafüreinzusetzen,diemultilingualeundmultikulturelleAusrichtungderAus-undFortbildungvonLehrkräftenanHochschulen und Universitäten zu steigern; 15.inRespektvorderAutonomiederWissenschaftdieAutoreninsprachbasiertenWissenschaftenzuermutigen,ihreTextezunächstinderMutterspracheDeutschzuverfassenundsodannggf.professionellinsEnglische übersetzen zu lassen; 16.dassdieParlamenteinDeutschlandmöglichsterstdannübereuropäische VorhabenimWegederMitberatungentscheiden,wennbeivertretbarem Aufwand eine amtliche Übersetzung in deutscher Sprache vorliegt; 17.dassdieBundesregierunginnerhalbderEU,insbesondereimdiplomatischenDienst,InitiativenfürdenangemessenenundversprochenenGebrauch der deutschen Sprache unternimmt. Berlin, den 25. Juni 2013 Volker Kauder, Gerda Hasselfeldt und Fraktion Rainer Brüderle und Fraktion

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8 Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83 91, Berlin, Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbh, Postfach , Köln, Telefon (02 21) , Fax (02 21) , ISSN

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