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1 Ein erfolgreiches Business fängt schon beim Einsteigen an. Auf dem ipad in der FORUM MAGAZIN APP Jetzt downloaden! Postvertriebsstück Entgelt bezahlt Erscheinungsweise monatlich ISSN Jahrgang Das Brandenburger Wirtschaftsmagazin Organ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus Business Paket Navigationsfunktion RNS 315 Park Assist Parklenkassistent inklusive ParkPilot Geschwindigkeitsreg Mobiltelefonvorber Premium Auf dem ipad in der FORUM MAGAZIN APP Jetzt downloaden! elanlage eitung Ihr täglicher Antrieb sind maßgeschneiderte Lösungen, die Sie Ihren Kunden garantieren. Und genau das bieten wir Ihnen auch mit Professional Class. Profitieren Sie von der attraktiven, modellabhängigen Prämie und kommen Sie in den Genuss zahlreicher Vorteile beim GeschäftsfahrzeugLeasing. Das Plus zu Ihrem Leasingvertrag sind folgende komfortable Mobilitätsmodule: Wartung & Verschleiß-Aktion 1 HaftpflichtSchutz 1 KaskoSchutz 1 ReifenClever-Paket 1 Europa Tank & Service Karte Bonus 1 Tiguan Sport & Style BMT 1.4 TSI 90 kw (122 PS), 6-Gang Kraftstoffverbrauch, l/100 km: innerorts 8,3/außerorts 5,5/kombiniert 6,5/CO 2 -Emissionen, g/km: kombiniert 152. GeschäftsfahrzeugLeasingrate monatlich 249,00 Sonderzahlung: Läuft länger als jede Party. Das Brandenburger Wirtschaftsmagazin Organ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus ern Mindestlohn zwischen Wunsch und Wirklichkeit Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, Stuttgart Partner vor Ort: AHC - Autohaus Cottbus GmbH Autorisierter Mercedes-Benz Verkauf und Service Cottbus Paul-Greifzu-Straße 1 Tel.: Fax: Finsterwalde Guben Herzberg Lübben Spremberg Class. Professional für Selbständige. Volkswagen Mindestlohn zwischen Wunsch und Wirklichkeit Autohaus Babelsberg GmbH & Co. KG Fritz-Zubeil-Straße (neben Hellweg Baumarkt), Potsdam, Tel / umsbonus sich Ein Angebot für gewerbliche Einzelabnehmer, Details bei allen teilnehmenden Mercedes-Benz Partnern. 2 Postvertriebsstück Entgelt bezahlt Erscheinungsweise monatlich ISSN Jahrgang km Wartung & Verschleiß-Aktion, KaskoSchutz, Haftpf lichtschutz (nur in Verbindung mit KaskoSchutz, Leistungen gem. Bedingungen der Allianz Versicherungs-AG, Königinstraße 28, München), ReifenClever-Paket (verfügbar für ausgewählte Modelle), Europa Tank & Service Karte Bonus jeweils nur in Verbindung mit GeschäftsfahrzeugLeasing der Volkswagen Leasing GmbH, Gif hornwer Str. 57, Braunschweig. Einzelheiten zur jeweils erforderlichen Legitimation erfahren Sie bei Ihrem teilnehmenden Volkswagen Partner. 2 Ein An- ugust bis zu Jetzt bis 31. A Sprinter Jubilä 36 Monate 1 reicht. Abbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. Alle feiern Einer fährt: Der Sprinter. Seit 20 Jahren Innovationsführer. Mit wegweisenden Innovationen wie dem serienmäßigen Seitenwind-Assistenten, ADAPTIVE ESP und dem Totwinkel-Assistenten setzt der Mercedes-Benz Sprinter seit 20 Jahren weltweit Meilensteine. Doch wie sein Name schon sagt: Der Sprinter wurde nicht gebaut, um stillzustehen. Auch in Zukunft wird er seiner Zeit vorausfahren. Erleben Sie auch das attraktive Sondermodell Edition Sprinter auf und bei Ihrer Autohaus Cottbus (AHC) GmbH. 0 Laufzeit: Lauf leistung pro Jahr: gebot der Volkswagen Leasing GmbH, Gif horner Str. 57, Braunschweig für gewerbliche Einzelabnehmer mit Ausnahme von Sonder- kunden für ausgewählte Modelle. Bonität vorausgesetzt. Alle Werte zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Angebot nur solange der Vorrat

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3 EDITORIAL Ohne Kohle keine Konjunktur Mit ihrem Klimapapier operiert die Bundesregierung am offenen Herzen der Lausitzer und Brandenburger Wirtschaft. Dr. Wolfgang Krüger Die wirtschaftliche Lage ist in Südbrandenburg so gut wie seit langem nicht mehr. Das bekräftigen auch die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage (Vgl. S. 13). Doch im Gegensatz zur ausgezeichneten Lage wirken die Erwartungen recht gedämpft. Auffällig ist, dass besonders Unternehmen im Raum Spree-Neiße, Cottbus und Oberspreewald-Lausitz mit zunehmender Skepsis in die Zukunft blicken. Darin spiegelt sich nicht zuletzt die Debatte um die Zukunft der Braunkohle wider, die in diesen Regionen eine ganz zentrale Rolle spielt. Exemplarisch zeigt sich das beim Landkreis Spree-Neiße, der am stärksten von der Braunkohlenwirtschaft abhängig ist. Hier rechnen 30 Prozent der befragten Unternehmen künftig mit schlechteren Geschäften. Wenn man weiß, dass in Südbrandenburg rund 40 Prozent der Wertschöpfung im produzierenden Bereich von den Branchen Bergbau und Energie abhängen, wundert es nicht, dass die Unternehmen angesicht der unberechenbaren deutschen Energiepolitik stark verunsichert sind. Mit ihrem Klimapapier operiert die Bundesregierung am offenen Herzen der Lausitzer und Brandenburger Wirtschaft. Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, das zeigt die gute Geschäftslage, aber auch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Politik sollte sich jedoch dessen bewusst sein, dass die gute wirtschaftliche Situation kein Selbstläufer ist. Sie muss das ist einer der Rückschlüsse unserer Umfrage zwingend für Verlässlichkeit sorgen. Der Strukturwandel in der Lausitz braucht Vertrauen und einen langen Atem. Daher heißt es noch auf lange Zeit: Ohne die Kohle keine Konjunktur. Dr. Wolfgang Krüger Hauptgeschäftsführer IHK Cottbus Anzeige FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

4 INHALT 14 BREITBAND FOKUS REGION FORUM EXKLUSIV LAND BRANDENBURG 6 Dreifaches Jubiläum bei BASF 9 Qualitätstag Berlin-Brandenburg 12 Delegation reiste nach Breslau 13 IHK-Konjunkturumfrage 14 Start Breitbandausbau 15 IHK-Jahresbericht 2014 online 16 Lokale Produktbörse in Cottbus 20 Ausländische Fachkräfte 22 Familienfreundlichkeit 24 Veranstaltungen der IHK Cottbus 26 Fit mit Biz 27 Kunst & Kultur: Spielpläne 30 Auto & Mobilität 32 Finanzen im Mittelstand 35 Factoring & Leasing TITELTHEMA 40 Fünf Monate Mindestlohn ein Gesetz zwischen Wunsch und Wirklichkeit 48 Zukunftspreis: Endspurt gestartet 50 Intensiv-Networking AUS BERLIN UND BRÜSSEL 52 Digitaler Binnenmarkt: Für die Wettbewerbsfähigkeit von größter Bedeutung 55 Grenz-Oder schiffbarer machen 4 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

5 INHALT Anzeige_58x260_Forum_06_2015:Layout PREIS 48 NEU: UNTERNEHMER SOFORTKREDIT EURO Unternehmersofortkredit MINDESTLOHN Ein erfolgreiches Business fängt schon beim Einsteigen an. RATGEBER FÜR DEN MITTELSTAND Auf dem ipad in der FORUM MAGAZIN APP Jetzt downloaden! Postvertriebsstück Entgelt bezahlt Erscheinungsweise monatlich ISSN Jahrgang Das Brandenburger Wirtschaftsmagazin Organ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus Business Paket ktion RNS 315 Navigationsfun ent Park Assist Parklenkassist inklusive ParkPilot Geschwindigk eitsregelanlag Mobiltelefonv Premium e orbereitung Lesen Sie dieses Magazin auch mobil! Ihr täglicher Antrieb sind maßgeschneiderte Lösungen, die Sie Ihren Kunden garantieren. Und genau das bieten wir Ihnen auch mit Professional Class. Profitieren Sie von der attraktiven, modellabhängigen Prämie und kommen Sie in den Genuss zahlreicher Vorteile beim GeschäftsfahrzeugLeasing. Das Plus zu Ihrem Leasingvertrag sind folgende komfortable Mobilitätsmodule: 56 Aktuelle Phänomene der Cybercrime Wartung & Verschleiß-Aktion 1 Haftpf lichtschutz 1 KaskoSchutz 1 ReifenClever-Paket 1 Europa Tank & Service Karte Bonus 1 Tiguan Sport & Style BMT 1.4 TSI 90 kw (122 PS), 6-Gang Mindestlohn zwischen Wunsch und Wirklichkeit Kraftstoffverbrauch, l/100 km: innerorts 8,3/außerorts 5,5/kombiniert 6,5/CO 2 -Emissionen, g/km: kombiniert 152. GeschäftsfahrzeugLeasingrate monatlich 249,00 Sonderzahlung: 0 Laufzeit: 36 Monate Lauf leistung pro Jahr: km 1 2 al Class. Profession für Selbständige. en Volkswag Wartung & Verschleiß-Aktion, KaskoSchutz, Haftpf lichtschutz (nur in Verbindung mit KaskoSchutz, Leistungen gem. Bedingungen der Allianz Versicherungs-AG, Königinstraße 28, München), ReifenClever-Paket (verfügbar für ausgewählte Modelle), Europa Tank & Service Karte Bonus jeweils nur in Verbindung mit GeschäftsfahrzeugLeasing der Volkswagen Leasing GmbH, Gif hornwer Str. 57, Braunschweig. Einzelheiten zur jeweils erforderlichen Legitimation erfahren Sie bei Ihrem teilnehmenden Volkswagen Partner. 2 Ein An- gebot der Volkswagen Leasing GmbH, Gif horner Str. 57, Braunschweig für gewerbliche Einzelabnehmer mit Ausnahme von Sonderkunden für ausgewählte Modelle. Bonität vorausgesetzt. A lle Werte zzgl. gesetzlicher Mehr wertsteuer. Angebot nur solange der Vorrat reicht. Abbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. 58 Fair Play Autohaus Babelsberg GmbH & Co. KG Fritz-Zubeil-Straße (neben Hellweg Baumarkt), Potsdam, Tel / bis Euro, stark vereinfachtes Verfahren, Unterstützung durch Betriebsberater der Kammern, Kreditentscheidung innerhalb von 5-10 Werktagen Auf dem ipad in der FORUM MAGAZIN APP. Jetzt downloaden! Bürgschaft Klassik Bürgschaft ohne Bank (BoB) bis 1,5 Mio. Euro gewerbliche Kredite aller Art bis Euro Antragstellung direkt bei Bürgschaftsbank, Bürgschaftsurkunde bleibt zwei Monate gültig. Handwerkersofortkredit bis Euro, stark vereinfachtes Verfahren, Unterstützung durch Betriebsberater der Kammern, Kreditentscheidung innerhalb von 5-10 Werktagen MAGAZIN 60 Wein-Bau mit Blickfang 63 Opel: Neue Diesel für Mokka und Insignia 64 Markt 65 Rätsel 66 Cartoon/Impressum Erscheinungstermin dieser Ausgabe: FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

6 FOKUS REGION Am traditionsreichen Chemiestandort Schwarzheide sind heute rund 2500 Menschen beschäftigt, davon über 1700 direkt bei der BASF Schwarzheide GmbH. FOTO: BASF 6 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

7 FOKUS REGION dreifaches Jubiläum bei BASF Schwarzheide GmbH Bei der BASF Schwarzheide hat man in diesen Wochen gleich mehrfach Grund zum Feiern. Im Jahr 2015 begeht die BASF Schwarzheide GmbH ihr 25-jähriges Firmenjubiläum sowie 80 Jahre Chemiestandort Schwarzheide. Auch die Muttergesellschaft BASF SE feiert 2015 ein rundes Jubiläum den 150. Jahrestag ihrer Gründung in Mannheim durch Friedrich Engelhorn. Mittlerweile ist die in Ludwigshafen ansässige BASF-Gruppe (Badische Anilin- & Sodafabrik) mit Mitarbeitern in rund 80 Ländern und einem Jahresumsatz von über 74 Milliarden Euro (2014) Weltmarktführer in der Chemiebranche. In Schwarzheide begann die BASF-Geschichte vor 25 Jahren, als unmittelbar nach der politischen Wende in der DDR der Ludwigshafener Chemieriese das dortige Synthesewerk von der Treuhandanstalt übernahm und unter dem Namen BASF Schwarzheide GmbH seiner Unternehmensgruppe eingliederte. Daraus wurde in den folgenden zweieinhalb Jahrzehnten eine ausgesprochene Erfolgs-Story. Denn inzwischen erzielt BASF Schwarzheide mit rund festen Mitarbeitern einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro und bildet einen industriellen Anker in der Lausitz, dessen wirtschaftliche Bedeutung weit über die Region hinausreicht. Um diese Position als leistungsstarker Standort der weltweit operierenden BASF-Gruppe zu erreichen, wurden seit 1990 in Schwarzheide mehr als 1, 6 Milliarden Euro investiert. Das mehrfache Firmenjubiläum wird in Schwarzheide mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen begangen. Den Anfang machte am 16. April 2015 ein Forschungskolloquium zum 150. Gründungstag der BASF Gruppe. Am 22. Mai folgte eine Festveranstaltung mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft, darunter Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Margret Sukale, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Präsidentin des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie, sowie Petra Reinbold-Knape, Bezirksleiterin Nordost der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die Neue Bühne Senftenberg zeigte im Rahmen der Feier eine Szenenfolge, in denen zentrale Ereignisse und Impressionen aus der Geschichte der BASF und des Standorts Schwarzheide dargestellt wurden. Den Festvortrag zum Thema Für eine nachhaltige Zukunft (For a sustainable future) hielt im Kulturhaus der BASF Schwarzheide Prof. Dr. Reinhard F. J. Hüttl, Vorstandssprecher des Helmholtz-Zentrums Potsdam und Vorsitzender des Strategiebeirats des Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam. Weitere Termine im Rahmen der Unternehmensjubiläen sind unter anderem die Eröffnung des erweiterten Standortmuseums im August und ein Tag der offenen Tür auf dem Werksgelände in Schwarzheide am 19. September Spezialisierung zahlt sich aus Im Jahr ihres 25-jährigen Bestehens präsentiert sich die BASF Schwarzeide GmbH als Teil der BASF-Gruppe in starker, sowohl für die Anteilseigner als auch für die Mitarbeiter sehr erfreulichen Verfassung. Auch die ganze Region profitiert in erheblichem Umfang von der wirtschaftlichen Leistungskraft des Unternehmens, seien es die zahlreichen Zulieferer und Dienstleister, denen die BASF Schwarzheide Aufträge verschafft, sei es im Rahmen der Vielzahl von sozialen, kulturellen und schulischen Initiativen des Unternehmens. Der Jahresumsatz der BASF Schwarzheide GmbH lag im Jahr 2014 erneut über einer Milliarde Euro. Die Zahl der festen Mitarbeiter stieg leicht auf nunmehr Hinzu kommt eine größere Zahl 1736 feste Mitarbeiter gibt es derzeit bei der BASF. FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

8 FOKUS REGION Die BASF Schwarzheide GmbH versteht sich als Chemieunternehmen mit regionalen Wurzeln. Deshalb folgen wir mit unserer Festveranstaltung, auch dem Leitspruch, in der Region - mit der Region - für die Region, betonte Dr. Karl Heinz Tebel, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH. FOTO: BASF von Leasingkräften und Beschäftigten in Partnerunternehmen am Standort. Insgesamt 32 Dienstleistungsunternehmen und 12 Produktionsbetriebe haben sich inzwischen auf dem Werksgelände der BASF angesiedelt, so dass die Gesamtzahl der am Standort Beschäftigen bei rund liegt. Offenkundig hat sich die langfristige Strategie bewährt, die BASF Schwarzheide zu einem Spezialitätenstandort zu entwickeln, der sich auf die Herstellung maßgeschneiderter Produkte und funktionaler Materialien konzentriert. Schwerpunkte sind dabei Pflanzenschutzmittel, Polyurethan-Grundprodukte, z. B. für Autositze und Matratzen, Technische Kunststoffe für spezielle Anwendungen im Automobilbereich und im Maschinenbau, Schaumstoffe für den Einsatz in der Bau- und Automobilindustrie sowie Dispersionen für die Möbelindustrie oder zur Veredelung von Leder, Textilien und Papier. Dem weiteren Ausbau der Sparte Pflanzenschutz dient eine dritte Produktionslinie für den Wirkstoff F500, die 2014 fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde und zwar vorfristig und unter strikter Einhaltung des Kostenrahmens von 150 Millionen Euro, wie man in Schwarzheide mit Stolz betont. Insgesamt beliefen sich die Neuinvestitionen bei der BASF Schwarzheide im Jahr 2014 auf 29 Millionen Euro (ohne Erweiterung der F500 -Produktion). Für Instandhaltung und Modernsierung wurden im selben Zeitraum 65 Millionen Euro ausgegeben, drei Millionen mehr als im Jahr davor. Dabei konnten 2014 im Bereich Technik auf der Kostenseite insgesamt sogar Einsparungen von rund neun Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 94 Millionen Euro erzielt werden. Schatten über der Vergangenheit Gegründet wurde der Chemiestandort Schwarzheide im Jahr 1935, also vor genau 80 Jahren. Doch ist dies nur sehr eingeschränkt ein Grund zum Feiern. Es war die NS-Führung, die damals die Errichtung eines Hydrierwerkes der Braunkohle-Benzin-AG (BRABAG) zur Herstellung von Benzin und Diesel aus der regionalen Braunkohle verlangte. Auf diese Weise sollte Deutschland von Öl-Importen weitgehend unabhängig gemacht werden, insbesondere im Hinblick auf den von der NS-Führung geplanten Eroberungskrieg. Im Zweiten Weltkrieg wurde in Schwarzheide vor allem Flugbenzin produziert wurde das im Krieg zu zwei Drittel zerstörte Chemiewerk von der sowjetischen Besatzungsmacht als SAG (Sowjetische Aktiengesellschaft) in Besitz genommen. Seine Erzeugnisse gelangten als Reparationsleistungen überwiegend nach Polen und in die UdSSR. Anfang 1954 ging es in den Besitz der DDR über und produzierte als VEB Synthesewerk zunächst vor 8 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

9 FOKUS REGION allem Benzin und Dieselöl begann in Schwarzheide die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln, 1973 die von Polyurethan. Die Produktion von Benzin und Diesel wurde zwei Jahre zuvor eingestellt. Fachkräftesicherung So sehr man bei der BASF Schwarzheide bereit ist, sich auch den Schatten der Vergangenheit zu stellen, z.b. in Publikationen zur Geschichte des Standorts und im neuen Standortmuseum der unternehmerische Blick gilt naturgemäß vor allem dem laufenden Geschäft und den Herausforderungen der Zukunft. Zu denen gehört neben der Ausrichtung von Produkten und Absatzstrategien auf die zunehmend globalisierten Märkte insbesondere die Sicherung des dafür benötigten Fachkräftenachwuchses. Gerade auf diesem Gebiet unternimmt die BASF Schwarzheide verstärkte Aktivitäten. Zur Zeit absolvieren am Standort insgesamt 155 junge Frauen und Männer ihre Berufsausbildung. Die Ausbildungsquote liegt mit knapp 10 Prozent seit Jahren über dem Bedarf und auch deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Großen Wert legt die BASF Schwarzheide auf eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen der Region. Schließlich soll von dort ein Großteil des Fachkräftenachwuchses kommen. Eine spezielle MINT-Initiative, die Schüler für naturwissenschaftliche Fächer begeistern soll, wurde inzwischen auf fünf Gymnasien in der Region ausgeweitet. Den Schülerinnen und Schülern werden dabei neben spezifischen MINT-Kompetenzen auch Fremdsprachenkenntnisse sowie Praktika in kooperierenden Unternehmen angeboten. Zudem intensiviert BASF Schwarzheide die Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Region, wobei das entsprechende Netzwerk neben der BTU Cottbus-Senftenberg, der TU Berlin, der TU Dresden eine ganze Reihe weiterer Hochschulen und Fachhochschulen über Brandenburgs Grenzen hinaus umfasst. Nicht nur künftige hochqualifizierte Mitarbeiter sollen auf diese Weise gewonnen werden, auch neue Ideen für Verfahren und Produkte verspricht sich das Unternehmen von dieser Kooperation. Eine möglichst reibungslose Logistik ist für ein Unternehmen von der Größe der BASF Schwarzheide von essentieller Bedeutung. Rohstoffe müssen zuverlässig in großen Mengen herangeschafft, die Produkte pünktlich und kostengünstig an die Kunden in aller Welt geliefert werden. Kein Wunder also, dass sich die BASF Schwarzheide stets für eine bessere Anbindung an Straße und Schiene stark macht. So ist die nunmehr fest geplante Modernisierung und Erweiterung des Bahnhofs Ruhland wesentlich dem Drängen und den konstruktiven Vorschlägen des Unternehmens zu danken. Für die Region wiederum ergibt sich die Aussicht, dass durch gezielte Verbesserungen der Infrastruktur Schwarzheide sich zu einem Logistikknotenpunkt weiterentwickelt, wovon auch andere Unternehmen profitieren können. Schon jetzt hat sich die Logistik am Standort dadurch weiter verbessert, dass der Chemielogistiker Bertschi mit Investitionen von rund 12 Millionen Euro einen zusätzlichen Portalkran errichtet und die zugehörige Infrastruktur erweitert 155 Auszubildende lernen momentan bei der BASF Schwarzgheide. hat, wodurch sich die Kapazität des Kombiverkehrsterminals verdoppelte. Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Allerdings sieht sich die BASF Schwarzheide in jüngster Zeit bestimmten Rahmenbedingungen ausgesetzt, welche die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnten, nicht zuletzt im Vergleich zu anderen Standorten der BASF-Gruppe. Dazu gehören vor allem die steigenden Energiekosten infolge der Energiewende, die nach Aussage der Unternehmensleitung zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Mit Sorge registriert man in Schwarzheide auch, dass durch Angleichung der Tarifverträge in Ost und West und der damit verbundenen Erhöhung der Arbeitskosten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil des Standorts Schwarzheide schrittweise verlorengeht. Umso wichtiger ist es, die erreichte Marktposition der BASF Scharzheide GmbH insbesondere durch innovative Produktionsverfahren Stichwort Industrie und neuartige Produkte zu sichern. Mit nachhaltigem - Gewinn für die BASF Schwarzheide wie auch für die ganze Region. Thomas Flemming Auf dem ipad in der FORUM MAGAZIN APP. Jetzt downloaden! Ein Wahrzeichen des Standortes ist der historische Wasserturm von 1936 (rechts im Bild), der heute als Wasserspeicher dient. FOTO: BASF Logistische Anbindung verbessert FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

10 FOKUS REGION Qualität wird zur Chefsache Made in Germany Qualität in der Hauptstadtregion war das Motto des diesjährigen Qualitätstages Berlin-Brandenburg am 20. Mai im Zentrum für Luft- und Raumfahrt Wildau, der federführend durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus organisiert wurde. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Krüger begrüßte die Teilnehmer und appellierte vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die Qualität stärker ins Augenmerk zu nehmen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dieser Tag biete vielfältige Möglichkeiten, mit Praktikern aus Wirtschaft und Wissenschaft ins Gespräch zu kommen. Bereits das Vorprogramm mit einer Besichtigung der Fraunhofer-Einrichtung für Polymermaterialien und Composite PYCO unter Leitung von Prof. Dr. Monika Bauer ermöglichte Einblicke in die produktionsnahe Forschung im Bereich der Leichtbau-Faserverbundwerkstoffe. Anzeige Dr. Manfred Wäsche, Dr. Wolfgang Krüger, Liang Yang (Zonssen GmbH), Henry Neumann (Zonssen GmbH) und Gerhard Ringmann bei der Auszeichnung (v.l.n.r.) FOTO: G. BORNSCHEIN Kai Laumann, Zimmermeister Für Macher gemacht: die Sofortfinanzierung für den Mittelstand. Für Macher gemacht: eine Sofortfinanzierung, mit der ich Ideen einfach in die Tat umsetzen kann. Wir finanzieren, was Sie unternehmen. Weil wir wissen, dass manche Entschei dun gen einfach und schnell gehen müssen, unterstützen wir Sie bei Investitionen ab bis Euro mit der passgenauen Sofortfinanzierung der VR Leasing Gruppe über VR LeasyOnline. Das Beste: Sie erhalten Ihr Angebot, die Finanzierungsentscheidung und sogar den Vertrag direkt vor Ort in nur einem einzigen Banktermin. Sie haben schon ein Objekt angebot Ihres Lieferanten? Setzen Sie sich gleich mit uns in Verbindung! Mit Sofortentscheidung jetzt in Ihrer Volksbank Raiffeisenbank! Empfohlen durch: Hier mehr erfahren: VRL_Macher-Anz_Spree-Neiße_185x128_05_15.indd :12 10 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

11 FOKUS REGION Diese werden insbesondere in der Luftfahrtindustrie und im Fahrzeugbau eingesetzt, auch in den aktuellen BMW-Elektromobilen. Im ersten Vortrag der von Dr. Manfred Wäsche (Stv. Hauptgeschäftsführer IHK Potsdam) moderierten Veranstaltung stellte Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Dahme-Spreewald mbh, den Wildauer Technologiepark vor. Die 60 angesiedelten Unternehmen mit ca. 500 Mitarbeitern finden hier ideale Bedingungen vor. Ein Erfolgsfaktor ist der Zugang zu Fachkräften dank der Nähe zur TH Wildau mit Studenten. Brandenburg und Berlin gemeinsam Anzeige Grüße des Brandenburgischen Wirtschaftsministers Albrecht Gerber überbrachte der Abteilungsleiter für Wirtschaftsförderung Gerhard Ringmann. Mit einem Rückblick auf die Entwicklung in Brandenburg machte er deutlich, dass der globale Wettbewerb nicht über die Kosten entschieden werde, sondern über den Standortvorteil Qualität als gelebte Praxis. Als existenziell und besser als ihr Ruf bezeichnete er die Zusammenarbeit mit Berlin. Die gemeinsame Innovationsstrategie beider Länder soll kluge und kreative Köpfe in der Region zusammenbringen. Gleichzeitig warb er für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg. Geehrt wurden die drei Preisträger der Qualitätsauszeichnung Berlin-Brandenburg 2015, die gleichermaßen durch ein systematisches Qualitätsmanagement und die Bewertung Gut geführtes Unternehmen mit Tendenz zur Exzellenz verbunden sind. Die Preisträger des Innovationspreises Ausgezeichnet wurde die Zonssen GmbH mit Sitz in Berlin und Shanghai. Sie zeichnet sich durch eine ehrliche, partnerschaftliche Verbindungskultur im internationalen Kontext aus. Ebenfalls eine Auszeichnung konnte die im Bereich Spezialdiagnostik tätige hospital Laborverbund Brandenburg-Berlin GmbH entgegen nehmen, besonders gelobt wurden die ständige Erreichbarkeit und der permanente Wissenstransfer. Dritter Prämierter ist das Forschungszentrum für Leichtbauwerkstoffe Panta Rhei, ein An-Institut der BTU Cottbus-Senftenberg. Mit seinen motivierten Mitarbeitern verfügt Panta Rhei über einen hohen Grad an Innovationskraft und Kompetenz. In enger Kooperation mit der BTU wird ein breites Leistungsspektrum in Werkstoff- und Oberflächentechnik, Fügetechnik, Materialforschung und Sensorik geboten. Qualität als strategische Aufgabe Als Keynote-Sprecher konnte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) Udo Hansen gewonnen werden. Er stellte im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland das Leitbild für Qualität vor, basierend auf einer Studie in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft. Qualität hat Geschwister bekommen, womit er Innovationskraft, Schnelligkeit, Kundenorientierung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz meinte. Es gehe nicht mehr um klassische Qualitätssicherungs-Arbeit, sondern ein strategisches Management auf Chef-Ebene, um unter dem Label Made in Germany weiter marktführend im Sinne exzellenter Qualität zu sein. G. Bornschein Ist es verrückt, auch in der Firma mit 600 PS heizen zu wollen? Volle Leistung, weniger Energiekosten jetzt mit einem enviam BHKW durchstarten. Weitere Informationen finden Sie unter enviam.de/bhkw

12 FOKUS REGION Besuch in Breslau Auf Initiative des Handelsausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und mit Unterstützung des Wirtschaftskooperationsbüros Euroregion Spree-Neiße-Bober (WIKOB), reiste eine 20-köpfige südbrandenburgische Delegation aus Händlern und kommunalen Vertretern im Mai nach Breslau. Der Handelsausschuss der IHK Cottbus mit Gästen auf einem der zentralen Marktplätze bei der Besichtigung der Breslauer Innenstadt FOTO: ARCHIV IHK Die Handelsdelegation informierte sich über die Situation des innerstädtischen Einzelhandels in Breslau, die Organisation des Stadtmarketings sowie über Initiativen zur Vernetzung von Stadt und Universität. Auch die Vorbereitungen von Stadt und Handel auf das Großereignis Breslau - Kulturhauptstadt Europas 2016 standen im Fokus. Wir blicken neugierig und auch etwas neidvoll nach Polen was den Umgang mit den Ladenöffnungszeiten angeht. Trotz einer stark christlich geprägten Gesellschaft gibt es kein Ladenöffnungsgesetz und somit auch keine Querelen um verkaufsoffene Sonntage, sagt Christine Rödiger, Vorsitzende des IHK-Handelsausschusses. Die polnischen Partner ihrerseits sind von der engen Zusammenarbeit zwischen Handel und Kommunen in vielen Brandenburger Städten beeindruckt, wie z. B. bei der Erarbeitung von Einzelhandels- und Zentrenkonzepten. Gemeinsames Stadtmarketing gibt es in Polen so nicht. Projekt ausgelaufen Da sich die Zusammenarbeit mit den polnischen Nachbarn in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt hat, stieß die Information, dass es seit April 2015 in Breslau/Wroclaw keinen Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für die Region Niederschlesien mehr gibt, auf großes Bedauern. Das vom Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz getragene Projekt des Partnerschaftsbeauftragten ist am 30. März 2015 ausgelaufen. Eine Wiedereröffnung ist offen. Der Partnerschaftsbeauftragte sollte bei der Vermittlung neuer Kontakte und bei der Koordination gemeinsamer Vorhaben unterstützen. Hingegen präsentiert das sächsische Verbindungsbüro in Breslau weiterhin aktiv den Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort Sachsen und unterstützt beim Aufbau von Unternehmenskooperationen zwischen Sachsen und Polen. Die Handelsdelegation traf in Breslau Vertreter der westlichen Wirtschaftskammer, des Deutschen Generalkonsulats und polnische Kooperationspartner aus dem Handelsbereich. Kilian/FORUM WIKOB WIKOB wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) Brandenburg gefördert. 12 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

13 Korrekturabzug FOKUS REGION Konjunktur: Ausgezeichnete Lage mit verhaltener Aussicht Objekt: Rubrik: Höhe: 80,09 mm Breite: 53,98 mm Anzeige Farben: Erste Erscheinung: HALLEN IN STAHL Die wirtschaftliche Entwicklung in Südbrandenburg hat im Frühjahr 2015 wieder an Schwung gewonnen. Die Prognosen fallen jedoch etwas verhaltener aus, weil die Unzufriedenheit der Unternehmen mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wächst. Das ergibt sich aus der aktuellen Konjunkturumfrage Frühjahr 2015 der IHK Cottbus. Stabiler Konjunkturverlauf Die Geschäftslage der Unternehmen hat den besten Stand seit drei Jahren erreicht. 51 Prozent berichten von einem guten und 42 Prozent von einem befriedigenden Geschäftsverlauf. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen beträgt damit plus 44 Prozentpunkte. Hervorzuheben ist, dass in allen Wirtschaftsbereichen die Mehrheit der Unternehmen mit ihrer aktuellen Lage zufrieden ist. Bei den Geschäftserwartungen ist hingegen eine gewisse Verunsicherung zu spüren. 18 Prozent der Befragten gehen von besseren und weitere 62 Prozent von gleichbleibenden Geschäften aus. Das spricht für einen weiterhin stabilen Konjunkturverlauf. Immerhin 20 Prozent erwarten jedoch schlechtere Geschäfte. Die Investitionsabsichten unterstreichen, dass die gewerbliche Wirtschaft trotz der Risiken im laufenden Jahr mit einem Wachstum rechnet. 23 Prozent der Unternehmen planen, ihre Ausgaben zu erhöhen und 58 Prozent werden im gleichen Umfang investieren. Die Beschäftigung bleibt stabil. IHK-Konjunkturergebnisse nach Branchen Die aktuelle Lage wird von der Industrie von 88 Prozent der Betriebe mit gut und befriedigend bewertet. Allerdings hat sich die Wachstumsdynamik abgeschwächt. Vor allem die exportorientierten Unternehmen verzeichnen Einbußen aufgrund der internationalen Krisen. Ausgehend von einer weiterhin guten Binnenkonjunktur hoffen die Unternehmen dennoch, das Niveau zu halten. Das Baugewerbe ist in sehr guter Verfassung. 91 Prozent der Baubetriebe bewerten ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Vor allem im öffentlichen und gewerblichen Bau rechnen die Betriebe aber mit einem Auftragsrückgang. Beruhigend ist nach wie vor die sehr hohe Nachfrage im Wohnungsbau. Vor diesem Hintergrund erwartet die Mehrheit der Unternehmen einen guten bis gleichbleibenden Geschäftsverlauf. Für den Handel verliefen die vergangenen Monate erfolgreich. 92 Prozent der Unternehmen berichten von einer guten bzw. befriedigenden Geschäftslage. Bedingt durch das niedrige Zinsniveau bleibt die Kaufbereitschaft der Konsumenten hoch, wovon vor allem die Einzelhändler profitieren. Die Aussichten der Händler sind insgesamt zwar freundlich, aber mit einem spürbaren Wachstum wird nicht gerechnet. Die Dienstleister sind nach wie vor die wichtigste Stütze der regionalen Konjunktur. Stolze 96 Prozent gaben ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend an. Die Prognosen sind zwar deutlich verhaltener als die Lagebewertungen, das Wachstum in der Branche ist jedoch nicht gefährdet. Forum Den vollständigen Artikel Konjunkturauswertung finden Sie auf unserer Homepage unter Dok.-Nr Kundenspezifische Sonderlösungen und eigene Hallensysteme bundesweit INT-BAU GmbH Geiststraße 32 D Halle Tel. 0345/ bau.de Hallenbau - schlüsselfertig Gebäude aus Stahl und Glas Statik - Ausführungsplanungen Brandschutzplanungen Güstrow, T: / F: Ihre Werbung im online Portal der Wirtschaft in der Metropolregion Berlin-Brandenburg! Fordern Sie Ihr passendes Angebot an: Caridad Nyari, Tel.: D Berlin Kadettenweg 12 Telefon 030 / Fax 030 / T Partner für den schlüsselfertigen INDUSTRIE- und GEWERBEBAU T Hallenbau T Verwaltungsbau T Sonderbau Bauen ist unsere Leidenschaft. Schlüsselfertige Industrie- und Gewerbebauten STAHLBAU FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

14 FOKUS REGION Breitbandausbau in Südbrandenburg gestartet Bis Ende 2015 sollen auch im Süden Brandenburgs schnelle Internetanschlüsse von bis zu 50 Mbit/s verfügbar sein. Mit seinem 94 Millionen schweren Förderprogramm Brandenburg - Glasfaser 2020 will die Landesregierung die Mark fit für die digitale Zukunft machen. Doch nicht alle Landstriche profitieren vom ambitionierten Projekt. FOTO: DEUTSCHE TELEKOM AG Vor allem Unternehmen, die sehr hohe Datenmengen über das Netz austauschen, können ihre betrieblichen Abläufe nur eingeschränkt realisieren. Silke Schwabe Der Bedarf an hohen Bandbreiten nimmt ständig zu. In fast allen Unternehmen und Unternehmensbereichen sind immer mehr netzbasierte IT-Anwendungen notwendig. Über einen automatisierten Datenaustausch zwischen Produkten in der Fertigung, Maschinen, Automaten oder auch Fahrzeugen lassen sich Produktivität und Effektivität erhöhen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Händler können über das Internet ihren Absatzradius erweitern. Der steigende Einsatz von Bewegtbildern und Videos, 3D-Simulationen oder auch Cloud-Anwendungen verlangt leistungsfähige Hochgeschwindigkeitsnetze. Unzureichende Breitbandverfügbarkeit Während in gut versorgten Regionen über die großen digitalen Trends wie Big Data, Smart Factory oder digitale Netze philosophiert wird, ist es für viele Unternehmen in Südbrandenburg noch nicht einmal möglich, eine Mail mit hohem Datenvolumen abzusetzen. Die unzureichende Breitbandverfügbarkeit in vielen Regionen macht es den ansässigen Unternehmen schwer, an produktivitätssteigernden Trends und zukunftsfähigen Entwicklungen teilzuhaben. Sie sind gezwungen, Standorte in der Region in Frage zu stellen, wenn leistungsfähige Breitbandanbindungen fehlen. Vor allem Unternehmen, die sehr hohe Datenmengen über das Netz austauschen, wie z. B. Medienunternehmen, Ingenieurbüros, Online-Händler oder Werbetreibende können ihre betrieblichen Abläufe nur eingeschränkt realisieren, wenn Datenübertragungen über hohe Geschwindigkeiten nicht möglich sind. 14 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

15 FOKUS REGION Glasfaserkonzept 2020 Nun gibt es endlich Licht am Horizont. Nachdem zwar gut gemeinte, aber kleinteilige Förderungen in den vorangegangenen Jahren nicht zur gewünschten flächendeckenden digitalen Hochleistungsanbindung geführt haben, ist die Landesregierung im Jahr 2013 mit ihrem Glasfaserkonzept 2020 an den Start gegangen. Dabei wurde die Fläche Brandenburgs in fünf große Planungsregionen unterteilt: Prignitz-Oberhavel, Uckermark-Barnim, Oderland-Spree, Havelland-Fläming und Lausitz-Spreewald. Durch den Aufbau eines Glasfaser-Breitbandnetzes sollen nun auch die Regionen in Brandenburg versorgt werden, die für die ausbauenden Unternehmen bisher unwirtschaftlich gewesen sind. Hierfür stellt Brandenburg über den Einsatz von EU-Mitteln aus der alten Förderperiode insgesamt 94 Millionen Euro zur Verfügung. Nachdem mit dem Großprojekt zunächst im Norden Brandenburgs begonnen wurde, weil hier die Mittel eher zur Verfügung standen, ist nun endlich auch der Süden an der Reihe. Umfangreiches Projekt Für den Breitbandausbau in Lausitz-Spreewald startete Ende 2013 die europaweite Ausschreibung. Zur Planungsregion Lausitz- Spreewald gehören die Landkreise Dahme- Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Elbe-Elster und die kreisfreie Stadt Cottbus. Der Ausbau Südbrandenburgs stellt das umfangreichste und technisch herausforderndste Projekt dar. Deshalb wurde die Region nochmals in vier Lose unterteilt. Zwei Unternehmen hatten sich dem Teilnahmewettbewerb gestellt. Nachdem die Verhandlungen mit den Bietern abgeschlossen und die notwendigen Genehmigungen bei der Bundesnetzagentur eingeholt worden sind, konnten bis Mitte September 2014 die Zuwendungsverträge unterzeichnet werden. Den Zuschlag für den Ausbau hatte die Deutsche Telekom AG erhalten. Die Zeit drängt Nun muss der Ausbau zügig voran schreiten, denn viel Zeit für die Umsetzung hat die Telekom nicht. Da die eingesetzten Fördermittel noch aus der alten Förderperiode 2007 bis 2013 stammen, müssen diese bis zum bei der EU abgerechnet sein. Um das schnelle Internet in die Fläche tragen zu können, wird von den Hauptvermittlungsstellen der Deutschen Telekom AG Glasfaser an die aufzurüstenden Kabelverzweiger (KVZ) herangeführt. Im Rahmen des Ausbaus werden in Südbrandenburg insgesamt rund 500 Kabelverzweiger aufgerüstet, über 150 km Tiefbau realisiert und knapp km Glasfaser eingezogen. Eine der großen Herausforderungen besteht darin, die Vielzahl an Genehmigungen für die Tiefbauarbeiten fristgemäß einholen zu können. Auch konnten zwar durch den milden Winter bereits Tiefbauarbeiten realisiert werden, doch der notwendige Glasfaserkabeleinzug ist nicht bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius möglich. Mit Abschluss des Projektes im Süden Brandenburgs sollen nach Aussage der Landesregierung circa Teilnehmeranschlüsse mit dem High-Speed-Internet verbunden sein. Die Gesamtkosten für die Umsetzung im Süden liegen laut Landesregierung bei circa 38 Millionen Euro, davon zuwendungsfähig sind 32 Millionen Euro, die zu 75 Prozent (circa 24 Millionen Euro) vom Land gefördert werden. Die Differenz von rund 14 Millionen Euro trägt die Deutsche Telekom. Nicht alle können berücksichtigt werden Doch nicht alle Gebiete in Südbrandenburg werden vom Großprojekt profitieren können. Die Gründe liegen in den fördertechnischen Rahmenbedingungen. Durch den Einsatz von öffentlichen Mitteln dürfen Regionen, in denen bereits vor einigen Jahren Fördermittel für den Breitbandausbau verwendet worden sind, nicht im Projekt Glasfaser 2020 berücksichtigt werden. Zusätzlich können nur Kabelverzweiger ertüchtigt werden, die eine Bandbreite von weniger als 6 Mbit/s aufweisen. Ein weiterer Wehrmutstropfen: Die für den Süden Brandenburgs wichtige touristische Region Spreewald konnte ebenfalls im Förderverfahren keine Berücksichtigung finden. In dem zeitlich äußerst ambitionierten Projekt wäre eine Umsetzung des Glasfaserausbaus unter den geografischen Voraussetzungen und naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen bis Ende 2015 nicht realisierbar gewesen. Von der Landesregierung wurden im Entwurf des Haushaltsplans für 2015/2016 die notwendigen Mittel für den Ausbau der Region Spreewald eingestellt. Die IHK Cottbus und die betroffenen Landkreise dringen nun auf eine möglichst zeitnahe Ausschreibung für den Spreewald, sobald der Haushalt des Landes von Kabinett und Landtag genehmigt ist. Schwabe/FORUM Kontakt & Information: Silke Schwabe, IHK Cottbus, Geschäftsbereich Wirtschaft, Leiterin Fachbereich II International/Innovation, Goethestraße 1, Cottbus, Tel , Fax , Jahresbericht 2014 der IHK Cottbus jetzt online Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus bietet mit ihrem jetzt erstellten Jahresbericht 2014 in Form einer Leistungsbilanz einen kurzen, aber kompakten Überblick über die wichtigsten Aktivitäten der IHK Cottbus im vergangenen Jahr. Der Jahresbericht steht als Broschüre in Form einer pdf-datei ab sofort unter auf der Homepage der IHK Cottbus der Öffentlichkeit zur Verfügung. Im dem Jahresbericht werden konkrete Leistungen und Schwerpunkte der IHK-Arbeit im Jahr 2014 vorgestellt. Die Publikation versteht sich dabei nicht als umfassender Tätigkeitsbericht oder Chronik, sondern als intensiver Einblick in die Aktivitäten der IHK Cottbus für ihre Mitglieder und den Wirtschaftsstandort Südbrandenburg. Im Fokus der Kammerarbeit standen 2014 z. B. die Verkehrsanbindungen und die digitale Infrastruktur der Region. Weitere Schwerpunkte bildeten die Berufsausbildung, die Debatten um die Zukunft der Lausitzer Braunkohle sowie um die Konsequenzen des Mindestlohnes für Südbrandenburger Unternehmen. Konsequent fortgeführt wurde das Beratungs- und Serviceangebot der IHK vor Ort. IHK Cottbus Den vollständigen Jahresbericht finden Sie auf unserer Homepage unter Dok.-Nr Jubiläen 20 Die IHK Cottbus gratuliert im Juni folgenden Unternehmen zum 20. Firmenjubiläum: Horst Lehmann-Transporte und Baustoffhandel Beteiligungs GmbH, Groß Köris Sana-Herzzentrum Cottbus GmbH, Cottbus Infra Projekt Ingenieur GmbH, Cottbus PWSD-GmbH-Reinigungsservice, Cottbus C G V -Cottbuser Gastgewerbe - Verwaltungsgesellschaft mbh, Cottbus Consult TreuhandSteuerberatungsgesellschaft mbh, Cottbus Fahrschule Härtel GmbH, Cottbus Fleischrind Bronkow Landwirtschafts GmbH, Bronkow FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

16 FOKUS REGION Trend zu lokaler Produktion und gesunder Ernährung Am 5. Mai 2015 stellten 26 Lebensmittelproduzenten und Händler aus Südbrandenburg, dem Spreewald und der Lausitz ihre Erzeugnisse einem Fachpublikum aus Gastronomen, Hoteliers und Touristikern vor. Die regionale Produktbörse in Cottbus ist Teil einer brandenburgweiten Veranstaltungsreihe, bei der Fachbesuchern zuletzt in Nauen (21. April) und Bad Saarow (28. April) Produkte der regionalen Ernährungswirtschaft präsentiert wurden. Veranstalter sind die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes Brandenburg, pro agro Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e. V. sowie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg e. V. (DEHO- GA Brandenburg). Im Laufe der Jahre gewachsen Moderator Christian Matthée (r.) eröffnete die 10. Produktbörse in Cottbus. Erstmals wurden in diesem Jahr auch die Großhändler einbezogen. Deshalb ist für die Produktbörse bewusst der Großhandelsstandort der OHG SELGROS Cash & Carry GmbH & Co. für Gastronomen und Händler gewählt worden, um ein breites Publikum an Fachbesuchern zu erreichen. Ausbau von Kontakten Oliver Schneider, Marktleiter SELGROS in Cottbus, verfügt über einen Kundenstamm von ca. 500 Gastronomen und über 600 Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Zweck der jährlich stattfindenden Börse ist der Ausbau von Kontakten und Kooperationen zwischen den Produzenten regionaler Spezialitäten sowie den Händlern und Gastronomen der Region. Damit wird der Trend zu lokaler Produktion und gesunder Ernährung aufgegriffen. Händler und Gastronomen können mit heimischen Produkten Angebote von hoher Qualität bieten und Gästen ein besonderes Geschmackserlebnis verschaffen. Zugleich helfen sie Lieferanten, sich vor Ort neue Märkte zu erschließen. Die Produktbörse wurde gemeinsam eröffnet von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Krüger, Olaf Schöpe, Präsident DEHOGA Brandenburg e. V., Manfred Memmert, Vorsitzender pro agro e. V., sowie von Thomas Bergner, Fachbereichsleiter Umwelt und Natur Stadt Cottbus, und SELGROS-Marktleiter Oliver Schneider. Lokale Wertschöpfungsketten FOTO: TOBER Die inzwischen zehnte regionale IHK-Produktbörse hat erneut gezeigt, dass Gastronomen, Händler und Hoteliers gern auf regionale Produkte und Spezialitäten wie Fischerzeugnisse, Bio-Backwaren oder auch Spirituosen zurückgreifen. Damit eröffnet sich ein großes Potenzial für lokale Wertschöpfungsketten. Die Golßener Fleisch- und Wurstwaren GmbH nahm schon mehrere Male an den Produktbörsen teil. Sie grillten vor Ort verschiedene ihrer Spezialitäten. FOTO: TOBER Angefangen hat alles mit einer kleinen Runde im Jahr Unter dem Thema: Gesundheit, die man schmecken kann ein kulinarisches Schaufenster der Gesundheitsregion Spreewald/Lausitz fanden sich damals sechs Aussteller aus der Region im Hof der Industrie- und Handelskammer in Cottbus zusammen und bewarben ihre Produkte vor 35 Besuchern. Bis heute fand die Produktbörse, die damals noch Lokale Grüne Woche hieß, unter anderem in Calau, Spremberg und Drebkau statt. FORUM Kontakt & Information: IHK Cottbus, Claudia Brüschle, Goethestraße 1, Cottbus, Tel , Die BIO-Bäckerei Schmidt aus Cottbus war bereits auf der 1. Produktbörse vertreten. Sie präsentierte ihr erweitertes Backwarensortiment in Bio-Qualität. (u. a. antiallergen und glutenfrei) FOTO: TOBER 16 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

17 Anzeige Seit 100 Jahren wird der genossenschaftliche Gedanke in Spremberg gelebt Mit Gründung des Spar- und Darlehenskassenvereines in Slamen, einem heutigen Stadtteil von Spremberg, wurde 1915 der Ursprung der Volksbank Spree-Neiße eg mit Sitz am Spremberger Marktplatz gelegt. 18 Kleinbauern, Gutarbeiter und Häusler setzten sich zusammen, um in der wirtschaftlichen Not eine Lösung für die lebenswichtigen Probleme des ländlichen Lebens zu finden nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Die Beschaffung von Saatgut, Dünger und Futtermittel waren wie die Aufnahme von Krediten die wichtigsten Beweggründe. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gingen verschiedene Genossenschaften aus dem Leitgedanken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele hervor. Der Credit-Cassen-Verein in Forst zählt mit seiner Gründung im Jahr 1860 neben dem 1862 gegründeten Muskau er Vorschussverein zu den ältesten Vorgängerinstituten der Volksbank Spree-Neiße eg. Stark auch in bewegten Zeiten Der genossenschaftliche Gedanke bewährte sich während der großen Inflation und in Zeiten der Weltkriege. Nach dem Kriegsende nahm die Bank unter der Firmierung Raiffeisenbank Spremberg egmbh ihre Tätigkeit wieder auf. Doch bereits 5 Jahre später, in Zeiten des DDR-Regimes, kam es auf staatliche Weisung zur Trennung der bis dato gemeinsam betreuten Bereiche Handwerk und Gewerbe und Landwirtschaft. In Folge von Verfassungsänderungen in der damaligen DDR von 1969 bis 1974 durften Banken nur im Volkseigentum sein und für die Firmierung der genossenschaftlich organisierten Kreditinstitute blieb nur das Wort Kasse Genossenschaftskasse für Handwerk und Gewerbe Spremberg-Bad Muskau der DDR. Mehrere Regierungswechsel und Währungsreformen folgten. Durch zahlreiche sinnvolle und zukunftsweisende Verschmelzungen ist aus den vielen kleinen Genossenschaften das entstanden, was die Volksbank Spree-Neiße eg heute ist eine erfolgreiche, in der Region stark verwurzelte Genossenschaftsbank. FESTPROGRAMM 10:00 Uhr Begrüßung und Eröffnung mit der Jagdbläsergruppe Lausitzer Heide, Vorstellung der Attraktionen 10:15 Uhr Preisverleihung Jugend creativ die Sieger des Landes-Malwettbewerbs 10:30 Uhr Clown Retzi Mitmach-Show lustige Musik, Clownerie, Zauberei, Artistik und Bauchrednerpuppen 11:00 Uhr Die große kulinarische Grill-Show mit Showkoch und Grillmeister Jens Becher und wechselnden Themen bis 17:00 Uhr 12:00 Uhr Tanzclub Döbern buntgemischte Tanz-Show verschiedener Gruppen 13:00 Uhr Männergesangsverein 1845 Bad Muskau mit zünftigen Volks- und Heimatliedern 14:00 Uhr FlyingThunderFeet mitreißender Stepptanz in beeindruckenden Kostümen und mit toller Choreografie ca. 15:00 Uhr Einfahrt der Motorrad-Oldtimer Zwischenstopp der sehenswerten Rundfahrt 16:00 Uhr Motorrad-Show MCC Spremberg Geschicklichkeits-Parcour auf kleinstem Raum, mit dabei die Jüngsten des MCC 17:00 Uhr Juliet & the Janglers die Leipziger Rock n Country-Band live, LineDancer und Rock n Roll-Tänzer sind herzlich willkommen Eine Bank für die Region Getreu ihrem Leitsatz Unser Antrieb: Ihre Anliegen stellt die Volksbank Spree-Neiße eg sich auf ihre Mitglieder und Kunden ein. Individuelle Beratung und Betreuung jedes Einzelnen ist für sie eine Selbstverständlichkeit genauso wie das Leben des Solidaritätsgedankens und der Unterstützung der Region. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates ist eine wichtige Basis für grundlegende Entscheidungen im Unternehmen. Bestens ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie modernste Technik lassen die Volksbank Spree-Neiße eg in eine positive Zukunft blicken. Und dabei steht der Mensch im Mittelpunkt ihres Handelns. Seit 100 Jahren vor Ort Die Geschicke der Bank werden durch die Vorstände Frank Baer, Stephan Menzebach und Jürgen Stender seit vielen Jahren geleitet. Die Volksbank Spree-Neiße eg blickt auf ein spannendes Jahr 2015 denn sie feiert im Rahmen ihrer Generalversammlung ihr 100-jähriges Jubiläum und lädt alle am 27. Juni zum Großen Familientag der Volksbank Spree-Neiße eg auf dem Spremberger Festplatz mit kulinarischer Grillshow, Ausstellung von Oldtimern, vielseitigem Kinderprogramm u.v.m. ein. Die Volksbank Spree-Neiße eg ist Zukunft vor Ort. Alle Informationen zur Volksbank Spree-Neiße eg finden Sie unter

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19 FOKUS REGION Die vier M s und der Umgang mit sich selbst Astrid Arndt begleitet seit zehn Jahren als Coach und Personaltrainerin unterschiedlichste Menschen, junge wie erfahrene, vom Azubi bis zum Chef, im Einzeltraining und als Teammaßnahme. Ziele und Inhalte ihrer Tätigkeit sind beispielsweise, das Kommunikationsverhalten zu optimieren, Beratung zur Karriereentwicklung, EGO-Marketing, der konstruktive Umgang mit Konflikten, Rhetoriktraining wie Präsentationen. FORUM sprach mit Astrid Arndt über Ziel-Führungen, Lust an der Arbeit und Motivationen. FORUM: Welche Voraussetzung muss eine Personaltrainerin haben? ASTRID ARNDT: Ich denke, ganz einfach gesagt es sind die vier M s: MAN MUSS MENSCHEN MÖGEN! So vielfältig die Charaktere und Persönlichkeiten sind ich muss mich auf jeden Typ einstellen können. Natürlich sollte es auch menschlich passen, denn völlig verbiegen kann und will ich mich nicht. Im Übrigen möchte ich als Beraterin ehrlich und authentisch bleiben. Meine 49 Jahre war Astrid Arndt, als sie sich selbstständig machte über die Jahre gewonnene Menschenkenntnis kommt mir dabei zugute, da sieht man über Ecken und Kanten der Partner auch leichter hinweg, kann damit professionell umgehen. Insofern ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen, und gerade das macht diese Arbeit so reizvoll. Dieser Beruf bietet mir ein schnelles sowie direktes Feedback. Neben dem fachlichen Wissen sollte man breit aufgestellt sein. Es ist die Vielfältigkeit der Sachgebiete, wie Psychologie, Pädago- eine gute Beobachtungs- gik, Methodik, gabe und Analysefähigkeit. Und genau diese Vielfältigkeit fasziniert und motiviert mich gleichermaßen. FORUM: Mit 49 Jahren entschieden Sie sich für die Selbstständigkeit, wie fällt nun nach zehn Jahren Ihre Bilanz aus? ASTRID ARNDT: Ich würde es immer wieder so machen. Meine Arbeit macht mir nach wie vor viel Freude. Inzwischen kann ich auf einen relativ festen Kundenstamm bauen. Ein breit gefächertes Spektrum reicht vom Energiekonzern Vattenfall über deren Tochterunternehmen, die Brandenburgische Universität Cottbus-Senftenberg, das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus bis hin zu zahlreichen mittelständischen Unternehmen. Mein Terminplan ist gut gefüllt, weil sehr oft durch Empfehlungen bisheriger Vertragspartner eine Auftragsgestaltung gelingt. Ich arbeite auch eng mit den Kammern zusammen. Mit der IHK Cottbus gibt es mehrere erfolgreiche Projekte, eins davon ist das bewährte und zugleich bedeutende Konzept Erfolgreich starten in die Ausbildung. FORUM: Was hat sich bei Ihrer Arbeit verändert, wie hat die Arbeit Sie verändert? ASTRID ARNDT: Während ich anfangs viele kleine Aufträge in großen Klassen hatte, sind die Projekte jetzt anspruchsvoller geworden, die Gruppenstärke wähle ich absichtlich kleiner meine Arbeit ist zielorientierter. Die Vorbereitungen sind somit deutlich intensiver. Ganz bewusst gehe ich auf die Spezifik des Unternehmens und der Teilnehmer ein, erfrage deren Ziele, konzipiere danach das Konzept und die Inhalte des Trainings. Besonders wichtig ist mir die Nachbetreuung, um die Teilnehmer bei ihrem Veränderungsprozess zu begleiten. Vor allem als Trainerin habe ich meine Tätigkeit begonnen, heute verstehe ich mich als eine Prozessbegleiterin für Teams und werde stärker als Coach für Einzelpersonen zur Persönlichkeits- und beruflichen Karriereent- Auszubildende für Büromanagement beim Energie konzern Vattenfall erhalten hier von Astrid Arndt zusätzlichen Input zum praxisbezogenen Thema: Professionell und stilvoll im Sekretariat. FOTO: KOLLOSCHE 18 FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

20 FOKUS REGION Projekte Karrierecoaching - Mexikanische Studenten - Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg Mentoring für Frauen Gemeinsam Zukunft schaffen Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg Erfolgreich starten in die Ausbildung - Industrie- und Handelskammer Cottbus Coaching und Training für alleinerziehende Frauen aus Cottbus Frauenzentrum Cottbus e. V. Weiterbildungsprogramm, REKIS Cottbus - Räume für Frauen e. V. Lehrbeauftragte für Kommunikation an der University of Cooperative Education Leipzig, Immobilienwirtschaft, wicklung angefragt. Manchmal dauert dieser Prozess mehrere Jahre und das ist spannend. FORUM: Wo liegen in den kommenden Jahren Ihre beruflichen Ziele? ASTRID ARNDT: Ich gehe gern neue Wege, möchte mein gebündeltes Wissen auch in Zukunft weitergeben, zum Beispiel bei Vorträgen. Vor allem an Partner, die wirklich interessiert sind, in ihre berufliche Karriere zu investieren und ebenfalls die Bildung als höchstes Gut in der Persönlichkeitsentwicklung sehen. Wenn ich Enthusiasmus spüre, dann bin ich in meinem Element. Als Netzwerkerin suche ich immer den Kontakt zu aufgeschlossenen Menschen. Ich bin stets bestrebt, am Ball zu bleiben wie man so schön sagt. Die Cottbuserin Astrid Arndt gibt seit zehn Jahren ihr Expertenwissen als Personaltrainerin weiter und liebt diese abwechslungsreiche Tätigkeit. FOTO: KOLLOSCHE FORUM: Von der Hardware zur Software anfangs Programmiererin in einer typischen Männerdomäne und nun Coach für Menschen und ihren Entwicklungen wie kam es zu diesem Richtungswechsel? ASTRID ARNDT: Meine Eltern waren Landwirte. Ich lernte schnell selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Hatte gleichzeitig viel Freiraum, konnte mich frei entfalten und Neues ausprobieren. Dieser erste neue Weg begann im IT-Bereich ich wurde Programmiererin. In diesem Bereich muss man sehr strukturiert, logisch, exakt vorgehen. Diese Grundverhaltensmuster brauche ich auch heute. Sich als eine der wenigen Frauen unter Männern durchzusetzen, war damals ebenfalls eine gute Schule. Immer stärker lockte mich dann aber die Arbeit mit Menschen, noch mehr als die Technik. Die modernen Kommunikationsmittel faszinieren mich nach wie vor und ich möchte nicht darauf verzichten. Dabei sind auch ein gutes Zeit- und Selbstmanagement von größter Bedeutung. Die Analyse der unterschiedlichsten Persönlichkeiten und die Begleitung ihrer Entwicklungen sind spannender und reizvoller für mich geworden. Als Coach berate ich beispielsweise Führungspersönlichkeiten und die, die es werden wollen. Ich kann all mein Expertenwissen und meine Erfahrungen einbringen und bei Entscheidungsstrategien unterstützen das sind unter anderem Themen, die für mich an Bedeutung gewonnen haben. FORUM: In ihrem Signum schreiben Sie als Zusatz: Seien Sie gut zu sich! Warum ist Ihnen das so wichtig? ASTRID ARNDT: Meine Botschaft ist, dass ich viele gute Gründe sehe, zu sich selbst gut zu sein. Es gibt zahlreiche Bücher zum Thema Miteinander um z. B. Konflikte zu vermeiden oder im Team besser miteinander auszukommen. Doch genauso wichtig ist es, wie wir mit uns selbst umgehen. Wie wir uns motivieren, aber auch entmutigen, wie wir für uns sorgen - gut oder schlecht, welche Gedanken uns durch den Kopf gehen. Wer zu sich selbst gut ist, fördert sein Selbstbewusstsein, traut sich mehr zu, gewinnt Energie, lacht mehr und ist auch zu anderen Menschen freundlicher, dieser Mensch fühlt sich ganz automatisch besser. Deshalb meine Empfehlungen: Analysieren Sie sich, wie Sie mit sich selbst umgehen. Erlauben Sie sich Fehler diese sind nötig, um daraus zu lernen. Setzen Sie anderen Menschen auch Grenzen, wenn sie zu weit gehen. Und lassen Sie immer wieder ganz bewusst die Seele baumeln. Kollosche Vita Astrid Arndt seit 2005: Personalberaterin, Trainerin und Coach : Projektleiterin, Trainerin und Coach, Bildungsinstitut edfrau GmbH Cottbus : Ausbilderin /Aus- und Weiterbildung, Programmiererin, Datenverarbeitungszentrum Cottbus Zertifizierungen 2015: Erfolgreiche Rezertifizierung als Bildungsmanagerin, TÜV Rheinland geprüft 2013: Zertifizierung für das DISG Persönlichkeitsprofil GEDAM ManagementTools 2008: Zertifizierung als Bildungsmanagerin (TÜV Rheinland, PersCert) 2006: Zertifizierter NLP-Practitioner, NLP- Institut Berlin 2001: Fit for Office Trainer-Zertifizierung Ehrenamt: Vorstandsmitglied im Frauenzentrum Cottbus e. V., Gründungstifterin der Bürgerstiftung Cottbus u. Region, FORUM DAS BRANDENBURGER WIRTSCHAFTSMAGAZIN Nr

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