Anbindung von WAGO- Controllern an beliebige Datenbanksysteme mit dem inray OPC Router Anwendungshinweis

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1 Anbindung von WAGO- Controllern an beliebige Datenbanksysteme mit dem inray OPC Router, Deutsch Version 1.0.0

2 2 Allgemeines Copyright 2008 by WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG Alle Rechte vorbehalten. WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG Hansastraße 27 D Minden Tel.: +49 (0) 571/ Fax: +49 (0) 571/ Web: Technischer Support Tel.: +49 (0) 571/ Fax: +49 (0) 571/ Es wurden alle erdenklichen Maßnahmen getroffen, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der vorliegenden Dokumentation zu gewährleisten. Da sich Fehler, trotz aller Sorgfalt, nie vollständig vermeiden lassen, sind wir für Hinweise und Anregungen jederzeit dankbar. Wir weisen darauf hin, dass die im Dokument verwendeten Soft- und Hardwarebezeichnungen und Markennamen der jeweiligen Firmen im Allgemeinen einem Warenzeichenschutz, Markenschutz oder patentrechtlichem Schutz unterliegen.

3 Inhalt 3 INHALTSVERZEICHNIS 1 Wichtige Erläuterungen Rechtliche Grundlagen Urheberschutz Personalqualifikation Bestimmungsgemäßer Gebrauch Gültigkeitsbereich Symbole Beschreibung Systemvoraussetzungen Datenquellen und -ziele bekannt geben OPC-Server anbinden Datenbank anbinden Datentransfers konfigurieren Datenquelle einstellen Datenziel einstellen Daten verbinden Trigger einstellen Den Router in Betrieb nehmen Zusammenfassung und weitere Merkmale...16

4 4 Wichtige Erläuterungen 1 Wichtige Erläuterungen Um dem Anwender eine schnelle Installation und Inbetriebnahme der beschriebenen Geräte zu gewährleisten, ist es notwendig, die nachfolgenden Hinweise und Erläuterungen sorgfältig zu lesen und zu beachten. 1.1 Rechtliche Grundlagen Urheberschutz Dieses Dokument, einschließlich aller darin befindlichen Abbildungen, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Weiterverwendung dieses Dokumentes, die von den urheberrechtlichen Bestimmungen abweicht, ist nicht gestattet. Die Reproduktion, Übersetzung in andere Sprachen, sowie die elektronische und fototechnische Archivierung und Veränderung bedarf der schriftlichen Genehmigung der WAGO Kontakttechnik GmbH, Minden. Zuwiderhandlungen ziehen einen Schadenersatzanspruch nach sich. Die WAGO Kontakttechnik GmbH behält sich Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, vor. Alle Rechte für den Fall der Patenterteilung oder des Gebrauchmusterschutzes sind der WAGO Kontakttechnik GmbH vorbehalten. Fremdprodukte werden stets ohne Vermerk auf Patentrechte genannt. Die Existenz solcher Rechte ist daher nicht auszuschließen Personalqualifikation Der in diesem Dokument beschriebene Produktgebrauch richtet sich ausschließlich an Fachkräfte mit einer Ausbildung in der SPS-Programmierung, Elektrofachkräfte oder von Elektrofachkräften unterwiesene Personen, die außerdem mit den geltenden Normen vertraut sind. Für Fehlhandlungen und Schäden, die an WAGO-Produkten und Fremdprodukten durch Missachtung der Informationen dieses Dokumentes entstehen, übernimmt die WAGO Kontakttechnik GmbH keine Haftung Bestimmungsgemäßer Gebrauch Die Komponenten werden ab Werk für den jeweiligen Anwendungsfall mit einer festen Hard- und Softwarekonfiguration ausgeliefert. Änderungen sind nur im Rahmen der in dem Dokument aufgezeigten Möglichkeiten zulässig. Alle anderen Veränderungen an der Hard- oder Software, sowie der nicht bestimmungsgemäße Gebrauch der Komponenten, bewirken den Haftungsausschluss der WAGO Kontakttechnik GmbH. Wünsche an eine abgewandelte bzw. neue Hard- oder Softwarekonfiguration richten Sie bitte an WAGO Kontakttechnik GmbH.

5 Wichtige Erläuterungen Gültigkeitsbereich Dieser basiert auf die genannte Hard- und Software der jeweiligen Hersteller sowie auf die zugehörige Dokumentation. Daher gilt dieser nur für die beschriebene Installation. Neue Hard- und Softwareversionen erfordern eventuell eine geänderte Handhabung. Beachten Sie die ausführliche Beschreibung in den jeweiligen Handbüchern. 1.3 Symbole Gefahr Informationen unbedingt beachten, um Personen vor Schaden zu bewahren. Achtung Informationen unbedingt beachten, um am Gerät Schäden zu verhindern. Beachten Randbedingungen, die für einen fehlerfreien Betrieb unbedingt zu beachten sind. ESD (Electrostatic Discharge) Warnung vor Gefährdung der Komponenten durch elektrostatische Entladung. Vorsichtsmaßnahme bei Handhabung elektrostatisch entladungsgefährdeter Bauelemente beachten. Hinweis Routinen oder Ratschläge für den effizienten Geräteeinsatz und die Softwareoptimierung. Weitere Informationen Verweise auf zusätzliche Literatur, Handbücher, Datenblätter und INTERNET Seiten.

6 6 Beschreibung 2 Beschreibung Der OPC Router der inray Industriesoftware GmbH ist ein Windows-Dienst, der beliebige OPC-Server mit Datenbanken und auch SAP-Systemen verbindet und Daten zeit-, ereignis- oder skriptgesteuert in beide Richtungen transferiert. Die Konfiguration erfolgt über eine einfache grafische Oberfläche, Programmierung außerhalb der Quell- und Zielsysteme ist nicht nötig. Diese Beschreibung erläutert am Beispiel einer Verbindung WAGO mit einer Oracle-Datenbank die Funktionsweise und gibt einen Überblick über die weiteren Möglichkeiten. 2.1 Systemvoraussetzungen Voraussetzung für die Nutzung des Routerdienstes ist ein lauffähiger OPC-Server, der mit den WAGO-Controllern kommuniziert. OPC-Server, Router und Datenbanksystem müssen nicht auf demselben Rechner laufen. Für die Anbindung an SAP-Systeme (optionales Modul) ist das SAP-LogOn- Pad erfoderlich. Der Router muss als User, nicht aber als Dialog-User am SAP-System angemeldet werden. Voraussetzungen für den Rechner, auf dem der OPC Router läuft: 2 GHz 512 MB RAM Windows 2000, XP, 2003 Server Die Beschreibung geht im Folgenden von einem korrekt installierten und lizenzierten Router aus.

7 Beschreibung Datenquellen und -ziele bekannt geben Nach der Standardinstallation erscheint in der Tray-Leiste das Symbol des OPC Routers mit gestopptem Dienst (s. Abb.). Über das Kontextmenü (rechte Maustaste) öffnen Sie die grafische Konfigurationsoberfläche ( Configure OPCRouter ). Wählen Sie im Menü File den Eintrag New, um ein neues Projekt anzulegen. Speichern Sie dieses Projekt am besten gleich OPC-Server anbinden Wählen Sie aus dem Verzeichnisbaum der linken Fensterseite den Punkt Sources OPC und dann die Schaltfläche Add new.

8 8 Beschreibung Mit folgenden Einstellungen konfigurieren Sie die neue OPC-Quelle: Option Name Host Servername UpdateRate DeadBand Access Path Prefix Beschreibung Ein von Ihnen frei zu vergebener Name, unter dem die Quelle im Verzeichnisbaum auftaucht. Der Rechner, auf dem der OPC-Server installiert ist, in diesem Fall handelt es um denselben Rechner, auf dem der Router läuft ( Localhost ). Anderenfalls tragen Sie die IP-Adresse ein. Die zur Verfügung stehenden Server werden Ihnen vorgeschlagen. Wählen Sie den gewünschten aus. Angabe der Zeit in Millisekunden, mit der Wertänderungen aus dem OPC-Server schnellstens mitgeteilt werden. Wenn Sie 0 angeben, wird die kleinste mögliche Updaterate eingestellt. Gibt an, ab welcher Änderung eines analogen Wertes der Wert aktualisiert wird Der Zugriffspfad auf die Hardware. In diesem Fall der Name, unter dem der WAGO-Controller an den OPC-Server angebunden ist. Sie können allen Items, die über diesen Server angebunden werden, ein Prefix voranstellen, um beim Einsatz verschiedener Server den Überblick zu behalten Two Groups per Connection bleibt standardmäßig aktiviert. Nur bei einer Vielzahl von Verbindungen und entsprechender Meldung des Routers sollten Sie die Option deaktivieren. Bestätigen Sie mit OK. Damit ist der WAGO-Controller bereits mit dem Router verbunden und taucht in der Übersichtsliste im Hauptfenster auf:

9 Beschreibung Datenbank anbinden Wählen Sie im Verzeichnisbaum den Eintrag Sources Database und dann die Schaltfläche Add new : Im Fenster DB-Resource vergeben Sie einen beliebigen Namen für die Datenbank. Falls es sich um eine MySQL-Datenbank handelt, aktivieren Sie das Kästchen. Klicken Sie dann auf Connection und das Fenster Datenverknüpfungseigenschaften öffnet sich. Hier stellen Sie den gewünschten Provider-Typ ein, in diesem Fall den OLE DB für Oracle. Die Schaltfläche Weiter führt zur Registerkarte Verbindung, auf der je nach Provider weitere Optionen einzustellen sind. Detaillierte Infos zu jedem Provider liefert die Online-Hilfe.

10 10 Beschreibung Im Falle des Oracle-Providers sind lediglich Servername der Datenbank, Benutzername und Kennwort zu vergeben. Mit der Schaltfläche Verbindung testen prüfen Sie Ihre Konfiguration. Bestätigen Sie die geöffneten Fenster jeweils mit OK. Die Datenbank wird jetzt in der Liste im Hauptfenster angezeigt:

11 Beschreibung Datentransfers konfigurieren Über den Eintrag Connections im Verzeichnisbaum (rechte Maustaste Add Connection ) oder die entsprechende Schaltfläche legen Sie eine neue Verbindung an. Vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen. Jetzt haben Sie im Hauptfenster die Möglichkeit, Datenquelle und -ziel sowie den Trigger für die Verbindung anzulegen.

12 12 Beschreibung Datenquelle einstellen Wählen Sie mit der entsprechenden Schaltfläche (Markierung) eine OPC- Datenquelle aus. Hinweis: Die anderen Schaltflächen dieser Gruppe ermöglichen Ihnen, eine Datenbank als Quelle einzustellen oder eine Variable oder Konstante dem Transfer hinzuzufügen. Nach Klick auf die Schaltfläche öffnet sich das Fenster Object Properties. Wählen Sie zunächst die OPC-Datasource und wechseln Sie dann zur Registerkarte Items, um die OPC-Items auszuwählen. Die Schaltfläche Item Browser öffnet den inray TagBrowser, der alle verfügbaren Datenpunkte in einer übersichtlichen Baumstruktur zur Verfügung stellt. Per Drag & Drop ziehen Sie die gewünschten OPC-Items in die gelbe Item-Liste. Bestätigen Sie mit OK.

13 Beschreibung Datenziel einstellen Wählen Sie mit der entsprechenden Schaltfläche (Markierung) als Datenziel eine Datenbank aus. (Mit den anderen Schaltflächen der Gruppe wählen Sie ein OPC-Datenziel um z. B. Daten an den WAGO-Controller zurückzugeben oder eine Variable aus.) Wählen Sie im Fenster Object Properties die Datenbank ( DB-Datasource ) und die Tabelle ( Table ) aus. Schieben Sie dann die Felder, die für Ihre Verbindung relevant sind, in die rechte Spalte Used Columns, und zwar per Doppelklick oder über die Schaltflächen. Bestätigen Sie mit OK.

14 14 Beschreibung Daten verbinden Trigger einstellen Verbinden Sie die OPC-Items mit den Datenfeldern der Tabelle einfach per Drag & Drop. Die Pfeile zeigen die Verbindungen an (s. Abbildung unten). Wählen Sie die Schaltfläche Trigger (Markierung), um die Bedingungen für den Datentransfer festzulegen. Wählen Sie zunächst zwischen den vorhandenen Trigger-Arten: Trigger Time Trigger Datachange Bit Trigger Script Trigger Measurement Beschreibung löst den Datentransfer zyklisch aus löst den Datentransfer aus, wenn sich der Wert des eingestellten Items ändert für ein Bit-Handshake-Verfahren mit der Steuerung für VB-Script-gesteuertes Auslösen durch komplexe Funktionen löst den Datentransfer bei Überschreitung einer Toleranzschwelle aus Nach Auswahl des Triggers öffnet sich das Fenster Trigger Properties. Wählen Sie Datenquelle und -Item und legen Sie die Optionen je nach Trigger-Art fest. Im oben dargestellten Beispiel findet der Datentransfer statt, wenn sich der Wert des Items Charge ändert.

15 Beschreibung Den Router in Betrieb nehmen Spätestens jetzt sollten Sie Ihr Projekt speichern. Mit der Schaltfläche Build übersetzen Sie Ihr Projekt für den Router Über den Eintrag Routerconfiguration Service starten Sie den Router- Dienst. Alternativ können Sie auch das Kontextmenü des Tray-Icons nutzen. Wenn der Router läuft, wechselt das Tray-Icon seine Farbe zu grün: Über den Status informiert außerdem das Status-Fenster, das Sie ebenfalls über das Kontextmenü des Tray-Icons erreichen ( Show Status ):

16 16 Beschreibung 2.5 Zusammenfassung und weitere Merkmale Sie können mit dem Router OPC-Server mit Datenbanken, OPC-Server mit OPC-Servern, Datenbanken mit Datenbanken und OPC-Server mit dem SAP- System (optionales Modul) verbinden. In der Anzahl der Verbindungen sind keine Grenzen gesetzt. Zusätzlich können Sie freie Variablen definieren, die Sie nach Belieben füllen oder auslesen. Festlegen von Konstanten ist ebenfalls möglich. Die Datentransfers lösen Sie auf jede denkbare Art aus: zeit- oder änderungsbasiert, skript- oder bit-gesteuert oder bei Überschreitung eines Schwellenwerts. Wenn Sie viele gleichartige Verbindungen anlegen möchten, können Sie sich Vorlagen erzeugen, um den Arbeitsaufwand gering zu halten. Und schließlich bietet der Router umfangreiche Logging-Funktionen zur Überwachung.

17 Beschreibung 17

18 WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG Postfach 2880 D Minden Hansastraße 27 D Minden Telefon: 05 71/ Telefax: 05 71/ Internet:

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