Makroökonomische Fragestellungen u. Grundbegriffe. wichtigste Variable in der Makroökonomie: Produktion (Output) u.

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1 Makroökonomische Fragestellungen u. Grundbegriffe wichtigste Variable in der Makroökonomie: Produktion (Output) u. dessen Wachstum Inflationsrate Arbeitslosenquote Euroraum Gründung der EU 1957 Einführung des Euro 1999 Erweiterung am

2 der Euro: kurzer Überblick: Entscheidung zur gemeinsamen Währung 1988 (Delorsreport) 3-stufiger Plan: 1. Abschaffung aller Kapitalverkehrskontrollen (1992) 2. Wahl von festen Paritäten (1994), Schaffung des EWI; Ratifizierung des Maastrichtvertrages (niedrige Inflation, Defizit < 3%, Schuldenqoute < 60%) 3. Einführung der gemeinsamen Währung (1999) bis Ende 2001 Euro nur Recheneinheit, ab auch als Banknoten u. Münzen Produktionswachstum sehr niedrig

3 hohe Arbeitslosenquote niedrige Inflationsrate 2 große Themen: Auswirkungen der Einführung des Euro: Vorteile: Währungsunsicherheit entfällt, Symbolwirkung keine nationale Geldpolitik, EZB setzt einheitlichen Zinssatz fest antizyklische Fiskalpolitik? Einchränkung durch Stabilitäts- und Wachstumspakt Arbeitslosigkeit:

4 Rigidität auf dem Arbeitsmarkt: hohe Arbeitslosenunterstützung, hohe Mindestlöhne, Arbeitnehmerschutz Anstieg der Lohnnebenkosten, zu starke Lohnsteigerung in den 70er Jahren Vereinigte Staaten: Produktionswachstum in den 90er Jahren positiv, 2001 Rezession, seit 2002 schwaches Wachstum in den 90er Abnahme der Arbeitslosenquote, seit 2000 Rückgang der Beschäftigung niedrige Inflation 2 große Themen:

5 hätte aktueller Abschwung durch andere Geldund Fiskalpolitik vermieden werden können: seit 2001 agressive Geldpoltik, Senkung des Zinssatzes bis auf 1% bis 2000 Budgetüberschuss, durch Stuersenkungen u. Ausgabensteigerungen heute hohes Defizit Reaktion d. Konsumenten hängt auch von Erwartungen ab, es dauert bis geld- und fiskalpolitische Maßnahmen greifen hat technologischer Fortschritt zu höherem Produktivitätswachstum geführt Japan: seit 1992 niedrige Wachstumsrate der Produktion

6 steigende Arbeitslosenquote fallende Inflation, mittlerweile Deflation 2 große Themen: Wie kam es zu dieser Entwicklung: Auslöser spekulative Blasen am Aktienmarkt Wie kann Japan aus der Krise finden: niedrige Zinsen: nahe bei 0%, weitere Zinssenkung nicht möglich Fiskalpolitik: Investition in Infrastruktur, enorme Budgetdefizite größter Schwachpunkt: Bankensystem, Sanierung schwierig, da es Bankrott vieler Banken zur Folge hätte

7 Grundbegriffe: Produktion u. Wirtschaftswachstum: das BIP(= Bruttoinlandsprodukt) 3 verschiedene Methoden zur Berechnung des BIP(= GDP): Entstehungsseite: die Werte aller Endprodukte u. Dienstleistungen einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum Verteilungsseite: alle in einem bestimmten Zeitraum erzielten Einkommen Verwendungsseite: Wert aller Ausgaben (=gesamtwirtschaftliche Nachfrage) nominales und reales BIP

8 nominales BIP: Summe aller verkauften Endprodukte zu Preisen der laufenden Periode reales BIP: Summe aller verkauften Endprodukte zu konstanten Preisen: nominale BIP bereinigt um den Preisanstieg durch Preisindex BIP real t = BIP nom t P basisjahr P t im folgenden werden wir uns auf das reale BIP Y t beziehen reale Wachstumsrate: Veränderung zum Vorjahr: g t = Y t Y t 1 Y,Y t 1 t =(1+g t ) Y t 1 Inflationsrate: Anstieg des Preisniveaus. π t =,Y t =(1+π t ) P t 1 P t P t 1 P t 1 2 unterschiedliche Maße: BIP-Deflator: Verhältnis von nominalem zu realem BIP, mißt den Durchschnittspreis aller

9 produzierten Endprodukte (Endgüter auch als Exporte und Investitionsgüter) Verbraucherpreisindex (VPI): orientiert sich an Konsumgütern (berücksichtigt Importe): repräsentat Warenkorb, der alle 5 Jahre aktualisiert wird Nachteile der Inflation: Verzerrung der Einkommensverteilung, Unsicherheit Arbeitslosenquote: Verhältnis von Arbeitslosen zur Erwerbspersonen Problem: wie erfasse ich Arbeitslose? unterschiedliche Methoden führen zu deutlichen Unterschieden bei der Arbeitslosenquote

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