Insights. April 2015

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1 Insights April 2015

2 Agenda INSIGHTS APRIL Wird die Fernsehnutzung im AGF-Panel noch repräsentativ abgebildet? - Mobiler Nachrichten-Traffic App oder Mobile Website? - Online-Handel kühlt sich in einigen Bereichen ab - Fernsehen wird zügig smarter 2

3 Wird die Fernsehnutzung im AGF-Panel noch repräsentativ abgebildet? (I) Ergebnisse des Externen Coincidental Checks 2014 Die Qualität des AGF-Fernsehpanels steht immer wieder in der Kritik. Fragestellungen, die laut werden lauten beispielsweise: Ist das Panel noch repräsentativ und bildet es die Fernsehnutzung richtig ab? Die AGF führt aufgrund dieser kritischen Fragestellungen regelmäßig Untersuchungen zur Gültigkeit der verwendeten Messmethoden durch. Der sogenannte Externe Coincidental Check* überprüft die Repräsentativität der Fernsehnutzung im AGF-Panel. Die telefonisch befragten Personen müssen dabei Auskunft geben zu ihrer Fernsehnutzung an Fernsehgeräten im Haushalt unmittelbar vor dem Anruf. Außerdem müssen die Befragten auch Auskunft geben zur Fernsehnutzung aller weiterer im Haushalt befindlicher Personen inkl. Gäste. Abgefragt werden u.a. Fernsehnutzung, Fernsehsendernutzung, zeitversetzte Fernsehnutzung, Fernsehgeräteausstattung, Demografie. Die so ermittelten Werte werden mit Messdaten der AGF abgeglichen. Aufgrund der unterschiedlichen Methoden (Ad-hoc-Stichprobe mit verbalen Angaben vs. Panelstichprobe mit elektronischer Messung) ist eine 100% Übereinstimmung nicht zu erwarten. Allerdings sollten sich die Vergleichswerte auf ähnlichem Niveau befinden und Relationen und Verläufe parallel abbilden. Quelle: Media Perspektiven 12/2014; S. 591 ff; *TNS Infratest / telefonische Befragung / Personen ab 14 Jahren 3

4 Wird die Fernsehnutzung im AGF-Panel noch repräsentativ abgebildet? (II) Ergebnisse des Externen Coincidental Checks 2014 Seit 2002 findet der ECC alle vier Jahre statt. Im Zeitverlauf bilden beide Methoden die Fernsehnutzung und - entwicklung konsistent ab. Beide Methoden weisen den Höchstwert für die Fernsehnutzung im Jahr 2000 aus und den Tiefpunkt im Jahr 2014 mit einem Zwischenhoch im Jahr Auch bei Trennung in Real-Time- und zeitversetzte Nutzung kommen beide Methoden zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Quelle: Media Perspektiven 12/2014; S. 591 ff; 4

5 Wird die Fernsehnutzung im AGF-Panel noch repräsentativ abgebildet? (III) Ergebnisse des Externen Coincidental Checks 2014 Hohe Übereinstimmungen finden sich auch im Wochenverlauf. Der Freitag ist bei beiden Methoden der Tag mit der geringsten Fernsehnutzung. Im Zeitverlauf zeigt sich ein paralleler Anstieg der Fernsehnutzung über den Vorabend. An fünf der sechs Erhebungszeitpunkte ist die Übereinstimmung der Methoden nahezu perfekt. Auffällig ist aber die kurzzeitige Diskrepanz um Uhr ( ARD- Tagesschau -Effekt Automatismus/soziale Erwartung) Quelle: Media Perspektiven 12/2014; S. 591 ff; *TNS Infratest / telefonische Befragung / Personen ab 14 Jahren 5

6 Wird die Fernsehnutzung im AGF-Panel noch repräsentativ abgebildet? (IV) Ergebnisse des Externen Coincidental Checks 2014 Das Nutzungsgefälle zwischen Frauen und Männern tritt beim ECC und dem AGF-Panel gleichermaßen zutage. Im Alter zeigen sich aber Diskrepanzen, die deutlich und systematisch erscheinen. Während bei den Altersgruppen ab 30 J. die Übereinstimmung nahezu perfekt ist, weichen die Werte bei jüngeren Altersgruppen deutlich ab. In den jungen ZG, vor allem bei den Kindern, bildet das AGF-System die Fernsehnutzung damit augenscheinlich nicht vollständig ab. Mit diesem Sachverhalt beschäftigt sich die AGF bereits seit einiger Zeit unter dem Titel Reichweitenverluste in jüngeren Zielgruppen. Die AGF prüft zurzeit, welcher Anteil dieser Rückgänge auf tatsächlich verändertes Nutzungsverhalten rückführbar ist, und welcher Anteil methodenbedingt ist. So versucht man zum Beispiel, das Anmeldeverhalten bei jungen Zielgruppen durch verschiedene Maßnahmen zu verbessern. Quelle: Media Perspektiven 12/2014; S. 591 ff; *TNS Infratest / telefonische Befragung / Personen ab 14 Jahren 6

7 Wird die Fernsehnutzung im AGF-Panel noch repräsentativ abgebildet? (V) Ergebnisse des Externen Coincidental Checks 2014 Zusammenfassend kann man festhalten, dass das AGF-Fernsehpanel die Fernsehnutzung in Deutschland nach wie vor repräsentativ abbildet. Die Abweichungen zwischen den AGF-Werten und den ECC-Werten sind angesichts der völlig unterschiedlichen Methoden außerordentlich gering. Die Abweichungen der Fernsehnutzung beim Ersten im Kontext der Tagesschau verdeutlichen noch einmal die Stärken der elektronischen Messung: sekundengenaue Erfassung und automatische Senderidentifikation und damit Vermeidung von Antworttendenzen und Gedächtniseffekten. Der ECC macht aber auch deutlich, dass die Fernsehnutzung in jungen Zielgruppen nicht vollständig abgebildet wird. Die AGF hat dieses Defizit bereits erkannt und arbeitet an Lösungen. Quelle: Media Perspektiven 12/2014; S. 591 ff; *TNS Infratest / telefonische Befragung / Personen ab 14 Jahren 7

8 Mobiler Nachrichten-Traffic App oder Mobile Website? 60 Prozent Websites, 40 Prozent Apps Die Deutschen informieren sich immer öfter via Smartphone über das Weltgeschehen. 38,6% des Gesamt-Traffics erzielte die Top 20 des IVW-News-Rankings im Februar bereits mobil ein Rekordwert und ein Plus von 7,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Wie entsteht dieser mobile Traffic? Über mobile Websites oder vielleicht doch auch über Apps die aktuell vielerorts bereits wieder abgeschrieben werden? Ergebnis für die TOP 20 der Online-Nachrichten- Plattformen: 60,4% der etwas mehr als 400 Mio. mobilen Visits erzielten die 20 Angebote mit ihren mobilen Websites. 39,6% entfallen demnach auf Apps. Der App-Anteil am News-Traffic ist weitgehend stabil, pendelte in den vergangenen 12 Monaten zwischen 38,2% und 43,0%. Eine Entwicklung zugunsten mobiler Websites ist nicht erkennbar. Quelle: 8

9 Online-Handel kühlt sich in einigen Bereichen ab Der Markt scheint zunehmend gesättigt Der Online-Handel in Deutschland hat sich trotz anhaltend guter Perspektiven laut einer Studie zuletzt in Teilbereichen etwas abgekühlt. Vor allem bei Schuhen und Bekleidung entschieden sich die Kunden nicht mehr ganz so häufig für das Shopping per Mausklick. Das geht aus einer Untersuchung der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) vor. Demnach sank der Anteil der Verbraucher, die Mode und Schuhe vorzugsweise im Netz bestellen, in einer Umfrage binnen Jahresfrist von 46 auf 39 Prozent. Einen schwächeren Rückgang auf höherem Niveau gab es bei den E-Commerce- Klassikern Bücher und Musik - hier nahm der entsprechende Anteil von 78 auf 74 Prozent der Befragten ab. Auch Elektronik-Artikel wurden relativ gesehen seltener online geordert. "Beim Verkauf von Büchern, Unterhaltungselektronik und Bekleidung lassen sich kaum noch neue Online-Shopper gewinnen. Für die Händler geht es darum, die bestehenden Online-Kunden zu binden und die Ausgaben pro Kunde online oder kanalübergreifend zu steigern. Quelle: 9

10 Fernsehen wird zügig smarter (I) Über 20 Millionen TV-Geräte in deutschen Haushalten sind bereits internetfähig. Über 20 Millionen TV-Geräte in deutschen Haushalten sind bereits internetfähig. Das bilanziert die Deutsche TV-Plattform auf Basis neuer Zahlen von GfK Retail & Technology Die Mehrzahl der Geräte sind demnach mit 16,2 Millionen smarte TV- Bildschirme. Hinzu kommen laut dem Verbund noch 4,1 Millionen Geräte wie Digitalreceiver, DVD- und Blu-Ray-Player, die "gewöhnliche" Fernseher über den HDMI- Anschluss zum Smart-TV machen. Egal wie: All diese Geräte verfügen über Web-Browser und App-Portale. Die überwiegende Mehrheit unterstütze auch den interaktiven Rundfunkstandard Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV), heißt es. Und: Hinzu kommen noch die "smarten" Receiver für IPTV und Pay-TV, die direkt von den Betreibern angeboten werden, und daher nicht von der GfK- Statistik erfasst sind. Die deutsche TV-Plattform schätzt das darüber weitere sechs Millionen Kunden in Deutschland Zugang zu individuellem Abruf-Fernsehen haben. Deutschland liegt mit 57 Prozent Smart-TV-Anteil deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 44 Prozent (Belgien, England, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien). Quelle: 10

11 Fernsehen wird zügig smarter (II) Quelle: 11

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