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1 »Leichte Sprache «Ein Überblick Florian Ritter 2016, Landesverband Baden-Württemberg der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e. V.

2 Leichte Sprache?

3 Was ist Leichte Sprache? Leichte Sprache ist eine spezielle Ausdrucksweise des Deutschen, welche vor allem auf Verständlichkeit abzielt. Leichte Sprache hilft vielen Menschen Texte besser zu verstehen, da die Texte nicht kompliziert geschrieben sind. Leichte Sprache arbeitet mit Bildern, sie begleiten den Text und sollen diesen besser verständlich machen. Texte in Leichter Sprache werden geprüft. Beispielsweise durch eine Prüfgruppe von Menschen mit geistiger Behinderung. Sie überprüfen, ob der Text für Sie verständlich ist und damit auch in Leichter Sprache geschrieben wurde.

4 Leichte Sprache Bildsprache und Wer ist die Zielgruppe? Orientierungssysteme Wer benötigt Leichte Sprache?

5 Leichte Sprache Bildsprache und Wer ist die Zielgruppe? Orientierungssysteme Leichte Sprache ist nicht nur für Menschen mit so genannter geistiger Behinderung notwendig, sondern z. B. auch für: Funktionale Analphabeten (ca. 7,5 Millionen Deutsche) Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist (z. B. Flüchtlinge) Menschen mit Hörbehinderung (ca gehörlose Deutsche) Menschen mit Lernbehinderung Demenziell erkrankte Menschen

6 Für uns im Fokus: Bildsprache und Leichte Sprache Orientierungssysteme

7 Die Regeln der Leichten Sprache

8 Gliederung 1. Wörter 2. Zahlen und Zeichen 3. Sätze 4. Texte 5. Gestaltung und Bilder 6. Prüfen 7. Sprechen

9 1. Wörter

10 1. Wörter Regel: Beispiel: Benutzen Sie Wörter, die etwas genau beschreiben. Gut: Bus und Bahn Schlecht: öffentliche Verkehrsmittel

11 1. Wörter Regel: Wenn Sie lange Wörter verwenden müssen, dann trennen Sie die Wörter. Mit dem Binde-Strich Oder dem Medio punkt

12 2. Zahlen und Zeichen

13 2. Zahlen und Zeichen Regel: Schreiben Sie die Zahlen als Ziffern. Beispiel: Gut: 3 Menschen. Schlecht: Drei Menschen.

14 2. Zahlen und Zeichen Regel: Beispiel: Schreiben Sie Telefon nummern mit Leer zeichen. Gut: Schlecht: 0711/

15 3. Sätze

16 3. Sätze Regel: Schreiben Sie kurze Sätze. Machen Sie in jedem Satz nur eine Aussage. Beispiel: Gut: Mein Name ist Florian Ritter. Ich bin 25 Jahre alt. Ich lebe in Stuttgart. Schlecht: Mein Name ist Florian Ritter, ich bin 25 Jahre alt und lebe in Stuttgart.

17 4. Texte

18 4. Texte Regel: Sprechen Sie die Leser und Leserinnen direkt an. Beispiel: Gut: Sie können morgen wählen. Schlecht: Morgen findet die Wahl statt.

19 4. Texte Regel: Texte in Leichter Sprache dürfen verändert werden. Der Inhalt und der Sinn müssen jedoch stimmen. Beispiel: Sie dürfen Dinge erklären. Sie dürfen Teile vom Text weglassen. Sie dürfen Beispiele schreiben.

20 5. Gestaltung und Bilder

21 5. Gestaltung und Bilder Regel: Benutzen Sie Bilder

22 5. Gestaltung und Bilder Benutzen Sie: Gezeichnete Bilder Fotos oder Piktogramme

23 Erkennen Sie die Piktogramme? Gesetz Aufzug

24 Was sagen Ihnen die Zeichnungen? Selbstbestimmung Angehörigenbeirat

25 Gesetz Familie

26 Für was stehen die Fotos? Tagung Arbeit

27 6. Prüfen

28 6. Prüfen Regel: Lassen Sie Texte immer prüfen. Zum Beispiel: Von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung.

29 6. Prüfen Regel: Mindestens zwei Menschen sollen die Texte prüfen. Lassen Sie auch die Bilder prüfen.

30 6. Prüfen Tipps: Nehmen Sie sich Zeit für eine Prüfung. Stellen Sie den Prüferinnen und Prüfern keine Ja- oder Nein-Fragen. Bezahlen Sie die Prüferinnen und Prüfer für ihre Leistung. Nennen Sie die Prüferinnen und Prüfer im Impressum.

31 7. Sprechen

32 4. Sprechen Regel: Sprechen Sie langsam. Machen Sie genügend Pausen. Sprechen Sie so, dass Sie alle hören können.

33 4. Sprechen Regel: Beschreiben Sie etwas mit Beispielen. Sprechen Sie die Zuhörer direkt an. Stellen Sie Fragen und lassen Sie genug Zeit, damit die Zuhörer antworten können.

34 7. Ende Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Illustrationen: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.v., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013 Europäisches Logo für einfaches Lesen: Inclusion Europe. Weitere Informationen unter Bilder: PWP

35 Fragen und Rückmeldung Woher kennen Sie Leichte Sprache? Wie finden Sie Leichte Sprache?

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