Fachplan Küstenschutz Amrum

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1 Fachplan Küstenschutz Amrum Grundlagen Morphologie Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis...1 Abbildungsverzeichnis...2 Tabellenverzeichnis...2 Küstenentwicklung seit Großräumige Entwicklungen...4 Beschreibung der morphologischen Strukturen...5 Kniepsand...6 Sandentnahmen Theeknobs...7 Fahrwasser Wittdün Mehr zum Fahrwasser Wittdün Wasserstände am Pegel Wittdün Strömung Seegang Morphologische Untersuchungsgrundlagen Datengrundlage Auswerteverfahren Morphologische Entwicklungen Tiefenveränderungen im Priel Profilveränderungen im Bereich der Prielmündung Profilveränderungen am Fähranleger (Profil 3) Profilveränderungen zwischen Fähranleger und Hafen (Profil 4) Tidebecken der Norderaue Zusammenfassung Profilvergleiche Westküste Amrum Ostküste Amrum Überwachungsprofile Künftige morphologische Entwicklung Sedimentologie Geländehöhen der Insel Amrum Kartierung von Sturmflutschäden an den Küsten der Insel Amrum Strandzustand nach der Sturmflut vom 11. Januar 2015 (Tief "Felix") Hydrologische Daten Schadenkarte LKN.SH Stand Seite 1 von 24

2 Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Flächenänderungen LKN.SH ( )...3 Abb. 2: Abbruchkanten und Wasserlinien LKN.SH ( )...4 Abb. 3: Amrum im Jahr 1799 MÜLLER (1937)...6 Abb. 4: Amrum und der Kniepsand um Abb. 5: Flächenänderungen Theeknobs oberhalb NHN-3 m LKN.SH ( )...7 Abb. 6: Flächenänderungen Theeknobssand oberhalb NHN-3 m LKN.SH ( )...8 Abb. 7: Sandentnahmen Theeknobs / Vortrapptief LKN.SH ( )...8 Abb. 8: Fotodokumentation Amrum-Odde LKN.SH ( )...8 Abb. 9: Profildefinitionen Fahrwasser Amrum LKN.SH ( ) Abb. 10: Profilvergleiche Westküste Amrum ( /03) LKN.SH ( ) Abb. 11: Profilvergleiche Amrum-Odde ( ) LKN.SH ( ) Abb. 12: Profilvergleiche Überwachungsprofile LKN.SH ( ) Abb. 13: Ganglinien der Profilvergleiche der Überwachungsprofile LKN.SH ( ) Abb. 14: Auszug aus der Bodenkarte LANU Abb. 15: Legende Bodenkarte LANU Abb. 16: Geländehöhen auf der Insel Amrum LKN.SH ( ) Abb. 17: Geländehöhen auf der Insel Amrum (5m-Isolinien) LKN.SH ( ) Abb. 18: Sturmfluthöhen seit 1900 am Pegel List (Betrieb: WSA Tönning) LKN.SH ( ) Abb. 19: Anzahl der höchsten Sturmflutwasserstände seit 1900 am Pegel List (Betrieb: WSA Tönning) LKN.SH ( ) Abb. 20: Anzahl der Überschreitungen von Wasserständen (kumulativ) seit 1900 am Pegel List (Betrieb: WSA Tönning) LKN.SH ( ) Abb. 21: Strand- und Dünenschäden am LKN.SH ( ) Abb. 22: Randdüne vor Ban Hörn an der Amrum-Odde am LKN.SH, Kundy ( , Nr. 48) Abb. 23: Randdünenabbruch Amrum-Odde am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 19) Abb. 24: Randdünenabbruch Amrum-Odde am LKN.SH, Kundy ( , Nr. 3) Abb. 25: Kliffabbruch Amrum-Steenodde am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 32) Abb. 26: Kliffabbruch Steenodde am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 33) Abb. 27: Primärdünen auf dem Kniepsand vor Köhns Übergang in Wittdün am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 42) Tabellenverzeichnis Tab. 1: Pegel Wittdün: Unterschreitungen Tideniedrigwasser (PN+300 cm) Tab. 2: Fahrwasser Amrum: modellierte Strömungsmessdaten Tab. 3: Übersicht der Profilmesszeitpunkte Westküste Amrum Tab. 4: Messdaten Überwachungsprofile Tab. 5: Wasserstanddaten vom (Morgenhochwasser) Tab. 6: Winddaten Tab. 7: Seegangsdaten vom Tab. 8: Schäden LKN.SH Stand Seite 2 von 24

3 Genaue Kenntnisse der Geländeveränderungen erlauben eine Beurteilung der abgelaufenen Prozesse. Als erste verlässliche topografische Aufnahme kann die "preußische Landesaufnahme" aus dem Jahre 1878 gelten. Gemeinsam mit den Luftbildern, die für Amrum erstmalig im Jahr 1937 aufgenommen wurden, können die grundsätzlichen morphologischen Veränderungen der vergangenen 130 Jahre aufgezeigt werden. Die ersten terrestrischen Profilaufnahmen für die Westküste liegen aus dem Jahre 1948 vor. An der Ostküste wurde erstmalig 1998 eine entsprechende terrestrische Vermessung durchgeführt. Die Entwicklung des Küstenvorfeldes ist aus den Seekarten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) abzuleiten. In Einzelfällen können zusätzlich gewonnene Peildaten die Veränderungen dokumentieren. Küstenentwicklung seit 1799 Zur Beschreibung der Veränderungen von Vorstrand, Strand und Dünen können unterschiedliche Daten verwendet werden. Die ältesten Daten mit denen quantitative Aussagen möglich sind, beruhen auf den Vermessungen zur Landaufteilung, die im Jahre 1799 vorgenommen wurden und der preußischen Landesaufnahme aus dem Jahre Darin sind topografische Angaben enthalten, die eine Rekonstruktion der Lage der Randdüne und einer Wasserlinie erlauben. Anhand von Luftbildern lassen sich vergleichbare Größen bestimmen. Zur Verfügung stehen die Luftbildaufnahmen aus den Jahren 1937 (teilweise), 1958 und Die ermittelte Lageveränderung der Abbruchkanten und der Wasserlinien im Vergleich der Aufnahmen von 1878 zu 2005 veranschaulicht das wesentliche morphologische Verhalten in diesem Zeitraum. Erosion am seeseitigen Strandhang des Kniepsandes in den Abschnitten 14 (Kniepsand (Nord), 15 (Kniepsand (Mitte) und 16 (Kniepsand (Süd). Der maximale Rückgang beträgt auf Höhe von KM 24 rd. 1 Kilometer (8 Meter / Jahr). Vollständige Versandung und Auffüllung des ehemaligen Kniephafens zwischen KM 16 und KM 22 in den Abschnitten 14 (Kniepsand (Nord) und 15 (Kniepsand (Mitte). Auffüllung des Vorstrandes und Strandes südlich von Wittdün zwischen KM 25 und KM 27 in den Abschnitten 17 (Wittdün (Wriakhörn) und 18 (Wittdün (Süd/Ost). Der maximale Wert tritt zwischen KM 25 und KM 26 mit rund 1,8 Kilometer (14 Meter / Jahr) auf. Erhebliche Dünenverluste an der Amrum-Odde mit Ausnahme der Nordostspitze. Bei KM 14 ist der größte Rückgang mit rund 340 Metern (2,70 Meter / Jahr) aufgetreten. Nordostverlängerung der Amrum-Odde zwischen KM 12 und KM 13. Sie findet sowohl im Strandbereich als auch im Dünenbereich statt. Aufbau von Vordünen zwischen KM 19 und KM 24. Strandrückgang an der Ostspitze Wittdüns. Folgende Merkmale sind in den einzelnen Bereichen bzw. Abschnitten besonders hervorzuheben: Abb. 1: Flächenänderungen LKN.SH ( ) LKN.SH Stand Seite 3 von 24

4 Von Westen her wird durch die Tideströmung bedingt Material gelöst und letztendlich aus der Region der Insel Amrum transportiert. Die östliche Wattfläche kann als höhenstabil bezeichnet werden, wobei sich die Entwässerungspriele vertiefen. Großflächige Sedimentationsbereiche sind hier aber nicht erkennbar. Großräumige Entwicklungen Die morphologischen Entwicklungen der Region um die Insel Amrum wurden anhand der zur Verfügung stehenden Vermessungsdaten des ALR Husum, des BSH Hamburg, des WSA Tönning, sowie der Kartendarstellung Müller-Fischer und des KFKI über einen Zeitraum von 1948 bis 2003 sowie Luftbildmaterial des ALR Husum von 1937 bis 2005 analysiert. Aus diesem zeitlich und räumlich heterogenen Datenmaterial lassen sich überwiegend nur grundsätzliche Beschreibungen der morphologischen Vorgänge ableiten. Qualitative Angaben können nur einen genäherten Trend wiedergeben oder sich auf kleinräumige Entwicklungen beziehen. Abb. 2: Abbruchkanten und Wasserlinien LKN.SH ( ) Entlang der Ostküste der Insel Amrum überwiegt ein geringer Abtrag an der Uferlinie. In den Bereichen, die durch Längs- und Querwerke geschützt werden, ist heute kein signifikanter Abbruch mehr vorhanden. Quantitative Angaben sind aufgrund der Ungenauigkeiten bei der Georeferenzierung (Einpassung der Luftbilder in ein Koordinatennetz) und der Erfassung der Erkennungsmuster für Abbruchkanten nur eingeschränkt möglich. Die Rückgangsrate beträgt weniger als 0,4 Meter pro Jahr. Die oben beschriebene Entwicklungstendenz wird bei Hinzunahme der Daten aus den dazwischen liegenden Zeiträumen und des davor liegenden Zeitpunktes (1799) bestätigt. Als Zusammenfassung der großräumigen morphologischen Entwicklung ist festzustellen, dass Amrum in einer erosiven Zone liegt. Von Westen her wird durch die Tideströmung bedingt Material gelöst und letztendlich aus der Region der Insel Amrum transportiert. Die östliche Wattfläche kann als höhenstabil bezeichnet werden, wobei sich die Entwässerungspriele vertiefen. Großflächige Sedimentationsbereiche sind hier aber nicht erkennbar. Der Bereich westlich von Amrum wird zum einen durch einen parallel zur Westküste Sylt südwärts verlaufenden Flutstrom und zum anderen durch einen zeitgleich ostwärts auf die Küste Amrums gerichteten Flutstrom geprägt. Das Vortrapptief mit seinen Nebenarmen und dazwischen gelagerten Sänden liegt im Zusammenflussbereich dieser unterschiedlichen Tideströme. Diese werden gemeinsam über das Vortrapptief nordostwärts in das Hörnumtief abgelenkt. Dagegen wird der über den Kniep einfließende ostwärts gerichtete Tidestrom an der Westküste Amrums entlang nach Süden in das Rütergat geführt. Dieses spiegelt sich in der morphologischen Entwicklung wider. Der südlich gerichtete Flutstrom entlang der Westküste Sylt führt zu Erosionen auf dem Theeknobs. Das Material wird zum überwiegenden Teil südostwärts in das Vortrapptief geschüttet und führt hier vorrangig zu einem Aufsteilen des Böschungsbereiches und nur zu einer geringen Verlagerung in Richtung der Nordküste Amrums. Ein weiterer Anteil des auf dem Theeknobs erodierten Materials wird südwärts in die Theeknobsrinne abgelagert. In dieser Region und weiter südwärts wirkt gleichzeitig der ostwärts gerichtete Tidestrom. Im Zusammenflussbereich dieser beiden Tideströme sind radiale, das heißt kreisbogenförmige morphologische Entwicklungen erkennbar. Die Nebenarme Theeknobsrinne, Holtknobsloch und Jungnamenloch verlagern sich radial um ihre Mündungstrichter auf das Vortrapptief zu, wobei gleichzeitig auf den Sänden LKN.SH Stand Seite 4 von 24

5 Theeknobs, Hörnumknobs und Holtknobs ein flächenhafter Abtrag von etwa 1 Meter in 50 Jahren, das entspricht ca. 2cm pro Jahr, erfolgt ist. Neben dieser radialen Verlagerung ist aufgrund des erodierenden Materials ein Trend zur Verfüllung der Nebenarme erkennbar. Eine besondere Entwicklung erfährt der Bereich des Jungnamensandes und des hier auf der Ostseite des Vortrapptiefs gelegenen namenlosen Sandes. Um diesen Bereich herum sind weitere radiale morphologische Effekte erkennbar. Die beiden Sände halten das Vortrapptief lagestabil. Auf den Sänden sind Erosionen erkennbar. Das im Bereich des Jungnamensandes westlich des Vortrapptief erodierte Material führt südlich zu einem Verfüllen des westwärts gerichteten Auslaufes dieses Priels. Das Vortrapptief zieht sich nordwärts zurück. Auf der Ostseite des Priels sind ebenfalls Erosionen erkennbar. Dieses Material wird nordwärts transportiert. Es lagert sich teilweise als Verlängerung des Kniepsands an dessen nördlichen Ende ab, überwiegend verbleibt dieses Material aber nicht im Untersuchungsgebiet um Amrum. Auch für den Bereich des Knieps sind Trends zur Erosion erkennbar. Dieses erodierte Material wird südwärts am Kniepsand entlang geführt und lagert sich als Nehrung, Kapitän genannt, an der Südküste von Amrum an. Das Landtief verlagert sich durch entsprechende Erosionen ostwärts. Es bildet sich als neuer Mündungstrichter des Rütergat aus. Für das Rütergat selbst lässt sich anhand der verfügbaren Daten ableiten, dass es relativ lagestabil ist, dass aber die nördliche Böschung vor der Südküste Amrums aufsteilt. Zudem hat sich in den vergangenen 50 Jahren die Sohle um etwa 4 Meter vertieft, dieses entspricht etwa 5-10cm pro Jahr. Des Weiteren wird durch das mitgeführte Material im Rütergat eine Barrenbildung vor dem Hafenpriel Wittdün ausgelöst. Die zwischen Amrum und Föhr gelegene Wattfläche ist relativ höhenstabil. Das Amrumtief mäandriert leicht in seinem Hauptprielverlauf. Dabei hat sich die Rinne in einer Größenordnung von etwa 100 Meter in rund 50 Jahren (ca. 2 Meter pro Jahr) westwärts in Richtung Amrum verlagert. Gleichzeitig vertieft sich die Sohle tendenziell um etwa 1-2 Metern. Westwärts in Richtung Amrum entwässern 3 Nebenpriele die umgebenen Wattflächen, dabei durchbricht die nördlichste Rinne seit etwa 60 bis 70 Jahren innerhalb der Wasserwechselzone die Wasserscheide zwischen Amrum und Föhr und stellt eine Verbindung um die Amrum Odde herum über das Mittelloch in das Vortrapptief her. Für diese Nebenarme des Amrumtiefs ist ein Trend zur Vertiefung von etwa 0,5 bis 1 Meter erkennbar. Ein weiterer Prielarm des Amrumtief erstreckt sich nordwärts und verläuft parallel zur Ostküste von Föhr. Dieser wird hier nicht weiter betrachtet. Der Hafenpriel Wittdün entwässert den südlichen Bereich der zwischen der Ostküste Amrum und des Amrumtiefs gelegenen Wattfläche. Auch für diesen Bereich lässt sich anhand der verfügbaren Daten nur ein Trend zur Vertiefung in einer Größenordnung von etwa 0,5 bis 1 Meter erkennen. Beschreibung der morphologischen Strukturen Für die Beschreibung der morphologischen Strukturen um Amrum wurde weitestgehend auf die in der Seekarte verwendete Bezeichnung der Priele, Sände und Wattfläche zurückgegriffen. Betrachtet man in der Seekarte den Bereich um Amrum mit Wassertiefen von bis zu 10 Meter unter Seekarten-Null, so umgibt die Insel von der Nordspitze (Amrum Odde) bis zur Südwestspitze (Kniepsand/Kapitän) ein etwa 10km breiter Unterwasserbereich. Nördlich von Amrum schiebt sich diese 10m-SKN-Linie bis auf etwa 2km vor die Westküste Sylt. Dieser Unterwasserbereich wird zentral geprägt durch das Vortrapptief mit seinen Nebenarmen und seinen dazwischen gelegenen Sänden (Knobs). Westlich des Vortrapptiefs sind dieses von Nord nach Süd der Theeknobs, die Theeknobsrinne, der Hörnumknobs, das Holtknobsloch, der Holtknobs, das Jungnamenloch und der Jungnamensand. Die Unterwasserbereiche und Watten östlich des Vortrapptiefs bis zum Kniepsand und der Amrum Odde besitzen laut Seekarte keine eigenen Bezeichnungen. Südlich des Vortapptiefs mit seinem nach Südwesten auslaufenden Arm erstreckt sich die als Kniep bezeichnete Fläche von der 10m-SKN-Linie bis zum Kniepsand an Amrums Westküste. Der Kniep wiederum wird im Süden eingeschlossen vom Landtief und dem sich anschließenden Rütergat. Das Rütergat verläuft von Südwesten nach Nordosten südlich Amrum in die Norderaue und begrenzt die an der Südküste vorhandene Nehrung, den so genannten Kapitän. Die Wattfläche zwischen Amrum und Föhr wird zentral geprägt durch das Amrumtief, das nach Süden in die Norderaue mündet. Unmittelbar an der Südostseite der Insel erstreckt sich der Hafenpriel Wittdün von der Norderaue küstenparallel nordwärts und begrenzt die östlich gelegenen Sände Hubsand und Mittellochsknob. Die Wattfläche an der Ostküste von Amrum bis zum LKN.SH Stand Seite 5 von 24

6 Amrumtief trägt in der Seekarte keine eigenständige Bezeichnung. Um die Nordspitze von Amrum erstreckt sich das so genannte Mittelloch als Prielsenke zwischen dem Amrumtief und dem Vortrapptief. Kniepsand Der Kniepsand ist eine sich ständig verändernde Landschaft, ein beliebter Badestrand, der einen natürlichen Küstenschutz bietet. Eine Seekarte des holländischen Seefahrers L.J. WAGHENAER von 1585 zeigt den Kniepsand als "Ameren bor" (Amrumer Barriere). Auf dieser Karte greift der Kniepsand quer zur Inselküste weit hinaus auf See. Die Insel wirft "einen sandigen Strich zwei Meilen weit hinaus", stand in dem kurzen Bericht über Amrum vom Reiseschriftsteller BRAUN-HOGENBERG. Der Kniepsand gehört nicht zur Insel Amrum, sondern ist eine Sandbank des Meeres. Das Material stammt nicht von den Abbrüchen der Sylter Küste, sondern wird vorwiegend von Westen und Südwesten herantransportiert. In den letzten Jahrhunderten hat der Kniepsand seine Gestalt oft verändert. Abb. 3: Amrum im Jahr 1799 MÜLLER (1937) Eine Karte von 1800 zeigt, dass die Sandbank nur im Südwesten, etwa zwischen Satteldüne und Wriakhörn, eine Verbindung mit Amrum hatte. Von dort aus ging ein Arm im weiten Bogen hinaus auf See. Spätere Karten lassen dann ein Heranrücken dieses Armes erkennen, bis er etwa einen Kilometer entfernt parallel zur Inselküste verläuft. Der Arm verlängerte sich nach Norden und um 1880 bildete er einen Haken nach Süden aus. Abb. 4: Amrum und der Kniepsand um 1870 Zwischen Kniepsandarm und Inselküste befand sich der "Kniephafen", dessen Öffnung von Norden her noch um 1900 bis in die Höhe der Halle von Nebel reichte. Die Versandung (von Süden) ging so rasch, dass in kurzer Zeit der Bootsschuppen der Rettungsstation zweimal nach vorne verlegt werden musste. Um 1900 wurde querab von Norddorf eine Brücke für den Schiffsverkehr mit Hörnum gebaut. Diese musste schon im Jahr 1909 einen Kilometer nach Norden verlegt werden; im Jahre LKN.SH Stand Seite 6 von 24

7 1937 noch einmal um 500 m. Bald wurde sie auch dort von der Versandung erreicht. Auch heute wandert die Kniepsandbank noch nordwärts (durchschnittlich 50 m im Jahr). Man muss heute noch mit einer weiteren Erhöhung der Sandfläche rechnen. Auf dem Kniepsand in Höhe des Quermarkenfeuers ist seit kurzer Zeit eine neue Entwicklung zu beobachten: Dort bildeten sich Dünenstreifen von teilweise 2 Metern Höhe. Während der Sommermonate bilden sich durch Sandflug und Pflanzenwuchs auch anderenorts kleine Dünen, die aber durch herbstliche Sturmfluten wieder eingeebnet werden. Der Bereich des Kniepsandes ab Höhe der Ortschaft Nebel nordwärts ist gekennzeichnet durch Erosionen im Unterwasserbereich sowie in der Wasserwechselzone. Dieses Material wird nordwärts transportiert und zum Teil an der Nordküste Amrums angelagert. Des Weiteren baut sich ein Dünengürtel im Überwasserbereich mit zunehmenden Höhen auf. Der Bereich des Kniepsandes ab Höhe Nebel südwärts ist gekennzeichnet durch Erosionen im Unterwasserbereich sowie in der Wasserwechselzone. Dieses Material wird südwärts transportiert und zum Teil an der Südküste Amrums angelagert. Des Weiteren baut sich ein Dünengürtel im Überwasserbereich mit zunehmenden Höhen auf. Sandentnahmen Theeknobs Abb. 5: Flächenänderungen Theeknobs oberhalb NHN-3 m LKN.SH ( ) In der Darstellung der zeitlichen Flächen- und Volumenänderung ist der Trend einer Volumen- und Flächenabnahme deutlich zu erkennen. Die Abnahmetendenz des Theeknobs ist überlagert von Sandmengen, die durch das Gebiet transportiert werden. Für die Sandaufspülungen im Bereich Hörnum auf der Nachbarinsel Sylt wurden in den Jahren 1983, 1986 und ,261 Mio. m 3 Sand am Osthang des Theeknobs entnommen. Die Vermessungen zeigen, dass eine Wiederauffüllung des Hanges innerhalb weniger Monate stattfindet. Dieser Prozess steht im Zusammenhang mit der Entwicklung des Theeknobs. Der Nordwesthang des Vortrapptiefes wird vom flächenhaften Abtrag des Theeknobs genährt. Eine direkte Auswirkung der Sandentnahmen auf die Nordküste Amrums kann nicht nachgewiesen werden. Für die Berechnung der Veränderungen des Theeknobs liegen für den Zeitraum 1949 bis 1997 Daten vor. Die Messwerte entstammen den Peilungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie. Obwohl die Verwendbarkeit der Daten für morphologische Betrachtungen eingeschränkt ist, lassen sich grundsätzliche Entwicklungen feststellen. Der Theeknobs wächst in seiner Länge nach Südwesten und nach Osten. Dabei verliert er jedoch an Höhe und Breite. Dadurch wird die wellendämpfende Wirkung für das Wattgebiet vor der Amrum-Odde und vor Utersum auf Föhr geringer. LKN.SH Stand Seite 7 von 24

8 Die Entwicklung der Amrum-Odde wird seit Jahrzehnten mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Bei Sturmfluten kam es wiederholt zu Dünendurchbrüchen an der Westseite und an der Wattseite. Die befürchtete Abtrennung der Amrum-Odde vom Rest der Insel ist bisher nicht erfolgt. Mit Hilfe umfangreicher biotechnischer Maßnahmen wurden die Dünenlücken wieder geschlossen und Vordünen aufgebaut. Die Namen der Dünentäler lauten von Norden nach Süden: Lungdeel (Langes Tal) Grat Bakerdeel (Großes Seeschwalbental) Sahara, Tal wurde erst in jüngerer Zeit befestigt Hüsdeel (Haustal, mit Vogelwärterhaus) Gäärsdeel (Grastal) Abb. 6: Flächenänderungen Theeknobssand oberhalb NHN-3 m LKN.SH ( ) Abb. 8: Fotodokumentation Amrum-Odde LKN.SH ( ) Abb. 7: Sandentnahmen Theeknobs / Vortrapptief LKN.SH ( ) Seit 2001 werden von unterschiedlichen Standorten aus Fotoaufnahmen von der Amrum-Odde gemacht, so dass die Veränderungen an den Vordünen und Randdünen dokumentiert werden. Die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Aufnahmen ist dadurch etwas eingeschränkt, indem zum Teil unterschiedliche Kameraeinstellungen (Hoch- und Querformat, ZOOM- Stufen usw.) verwendet worden sind. Außerdem konnte LKN.SH Stand Seite 8 von 24

9 nicht immer der exakt gleiche Standpunkt wieder aufgefunden werden. LKN.SH Stand Seite 9 von 24

10 Fahrwasser Wittdün Das Fahrwasser Amrum, auch Hafenpriel genannt, bildet die Zufahrt zum Fähranleger Wittdün und zum weiter westlich gelegenen Seezeichenhafen des WSA Tönning sowie zu der Anlegemole bei Steenodde. Über den Anleger in Wittdün an der Südostspitze der Insel wird sowohl der umfangreiche Fährverkehr mit Dagebüll über Wyk/Föhr als auch der weniger bedeutsame mit Schlüttsiel über die Halligen Hooge und Langeneß abgewickelt. Die Versorgung Amrums mit Massengut erfolgt über die Anlegemole Steenodde. Schließlich wird das Fahrwasser Amrum durch Sportboote genutzt, die Liegeplätze im Bereich des Seezeichenhafens und bei Steenodde haben. Der Mündungsbereich des Hafenpriels nordöstlich des Fähranlegers stellt einen Engpass dar, der sich aus der morphologischen Situation ergibt, die durch wechselnde Sedimenttransportvorgänge geprägt wird. 0ffensichtlich wird Sand von See aus Richtung Kniepsand (Nehrungshaken "Kapitän") eingetragen, der sich teilweise im Mündungsbereich ablagert. Andererseits wird der Prielverlauf indirekt durch die Art und Häufigkeit des Schiffsbetriebs beeinflusst, der Sedimenttransportvorgänge auslösen oder verstärken kann. Im engen, S-förmig gekrümmten Hauptfahrwasser haben die Fährschiffe der WDR häufiger Schwierigkeiten zu manövrieren. Insbesondere bei Niedrigwasser und bei starken Winden ist ein Kurshalten aufgrund der hohen Aufbauten der Fähren dort schwierig. Besonders bei starken nordwestlichen und nördlichen Winden und Ebbstrom, bzw. bei starken südöstlichen und südlichen Winden bei Flutstrom wird das Manövrieren bei Wasserständen unter Tidehalbwasser problematisch. Eine Schiffsbegegnung ist im engen Fahrwasser kaum möglich, und eine plötzlich erforderliche Verringerung der Fahrgeschwindigkeit kann leicht zur Abdriftung der Fähren bis zum Aufsetzen auf Grund führen. Nachdem sich etwa 1995 südlich des Hauptfahrwassers eine flache Nebenrinne gebildet hatte, wurde von der WDR der Antrag auf Kennzeichnung als Interessentenfahrwasser durch das WSA Tönning gestellt. Das dort breitere Fahrwasser ermöglicht zwar eine bessere Manövrierfähigkeit, kann jedoch nur etwa oberhalb Tidehalbwasser genutzt werden. Bei Niedrigwasser kann der Fähranleger weiterhin nur über das enge Hauptfahrwasser erreicht werden. Die hier als Hafenpriel bezeichnete Rinne dient zum einen der Entwässerung der umgebenen Wattflächen im südlichen Wattgebiet von Amrum, zum anderen aber der Schifffahrt als Zufahrt zum Hafen Wittdün. Sie verläuft ab Steenodde küstenparallel von Norden kommend nach Osten verschwenkend, um dann in einem nach Südosten gerichteten Mündungstrichter in die Norderaue zu münden. Während die Rinne im nach Norden gerichteten Bereich Erosionen von etwa 0,5 bis 1 Meter in 50 Jahren erfahren hat, scheint der ostwärts gerichtete Bereich zumindest in den letzten ca. 20 Jahren relativ stabil in seiner Sohlenhöhe zu sein. Dagegen findet etwa seit 20 Jahren im Mündungstrichter auf einer Breite von etwa 200 m westwärts der SKN-5 m-linie ein periodischer Sedimenteintrag aus dem Rütergat statt. Dieser führt zu einer stetigen Nordverlagerung der eigentlichen Zufahrtsrinne um etwa Meter pro Jahr. Nach etwa Jahren bildet sich im südlichen Mündungstrichter eine neue Rinne aus, während die vorhergehende zunehmend sedimentiert. Ursache dieser Entwicklung ist, dass sich das aus dem Rütergat mitgeführte Material von Westen her im Bereich des Käpitäns nach und nach ostwärts abgelagert hat. Dieser Prozess hat in den letzten Jahren die Region südöstlich Wittdüns und damit auch den Mündungstrichter des Hafenpriels erreicht. Mehr zum Fahrwasser Wittdün Wasserstände am Pegel Wittdün Im Winterhalbjahr ist die Anzahl der Unterschreitungen (PN+300 cm) in der Regel - mit Ausnahme des Abflussjahres 1999/2000 und höher als im Sommerhalbjahr. Der Maximalwert liegt im Winterhalbjahr 1996 bei 77 Unterschreitungstiden. Das Jahresmaximum liegt bei 86 Tiden ebenfalls Die Minimalwerte sind im Abflussjahr 2002 zu verzeichnen mit 8 Tiden im Winterhalbjahr und 17 Tiden für das ganze Jahr. LKN.SH Stand Seite 10 von 24

11 Tab. 1: Pegel Wittdün: Unterschreitungen Tideniedrigwasser (PN+300 cm) Zeitpunkt Unterschreitung Unterschreitung Winterhalbjahr Sommerhalbjahr Jahr Summe Mittel Strömung Für den Bereich des Fahrwassers Amrum liegen beim ALR Husum keine Strömungsmessdaten vor. Es sind jedoch Flächendaten aus dem hydrodynamischnumerischen Modell für das Nordfriesische Wattenmeer vorhanden. In dem HN-Modell wurde die Naturtide vom nachgerechnet, die etwa einer mittleren Tide entspricht. Tab. 2: Fahrwasser Amrum: modellierte Strömungsmessdaten Ort Flutstromgeschwindigkeit Ebbestromgeschwindigkeit V fmit V fmax V emit V emax m/s m/s m/s m/s Hafenpriel 0,2-0,3 0,5-0,6 0,3-0,5 0,6-0,8 Norderaue 0,8-1,0 1,2-1,3 0,6-0,8 1,0-1,2 Die Tidekennwerte geben Hinweise auf die Belastungsunterschiede im Strömungssystem und auf Transportkapazitäten für das Sediment. Durch die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Hafenpriel und Norderaue kommt es im Mündungsbereich des Priels zu starken Verwirbelungen und Querströmungen, die ständige morphologische Veränderungen bewirken. Die Ebbestromdominanz im Hafenpriel unterstützt die Barrenbildung in dessen Mündungsbereich. Dies wird auch durch die Darstellungen des Reststromes deutlich, die einen Reststromweg von 8 km pro Tide entsprechend ca. 0,2 m/s Reststromgeschwindigkeit in Richtung Ebbestromrichtung zeigen. Die Norderaue zeigt östlich von Wittdün im flacheren Nahbereich einen Reststromweg von 2-3 km pro Tide entsprechend etwa 0,06 m/s Reststromgeschwindigkeit in Richtung Flutstromrichtung. Auch diese Ergebnisse bestätigen die Beobachtungen eines von Süd nach Norden verlaufenden Sedimenttransportes, der zeitweise zu einer Nehrungshakenbildung in Richtung Hafenpriel führt. Seegang Im Seebereich um Wittdün liegen beim ALR Husum keine Seegangmessdaten vor. Aus Beobachtungen und aufgrund theoretischer Ansätze wird der aus westlichen Richtungen anlaufende Seegang im Bereich des Ebbdeltas der Norderaue mit den Mündungsarmen Landtief und Rütergat bereits erheblich gedämpft, so dass nur ein gewisser Anteil durch die Tiefs bis zur Südostspitze von Amrum durchläuft und dort teilweise durch Diffraktion in Richtung Nord bzw. Nordwest in das Amrumer Fahrwasser umgelenkt und erneut gedämpft wird. Neuerdings liegen Seegangmessdaten aus dem Strandungsgebiet der "PALLAS" vor. Dort hat die GKSS eine Seegangmessboje etwa 7 Seemeilen südwestlich von Wittdün ausgelegt, deren Daten online abgerufen werden können. Im ersten Halbjahr 1999 lag die signifikante Wellenhöhe H s dort meist zwischen 0,5 und 1,5 m. Die maximalen Werte für H s wurden am während der Sturmflut mit H s = 3,1 m gemessen. Der Seegang an der Mündung des Amrumer Fahrwassers in die Norderaue lässt sich mit Hilfe dieser Messwerte allerdings nur grob abschätzen. Die Größenordnung dürfte etwa bei der Hälfte der bei der "PALLAS" gemessenen Werte liegen. Morphologische Untersuchungsgrundlagen Datengrundlage Für die morphologischen Untersuchungen wurden von der Bundesanstalt für Wasserbau Peildaten des WSA Tönning bzw. direkt durch das WSA Tönning in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um hydrographische Aufnahmen von 1990 bis 2005, die das Fahrwasser vom Hafen Wittdün bzw. Fähranleger bis in die Einmündung in die Norderaue erfassen. Die Daten liegen als Punktdatei im Gauß-Krüger- Koordinatensystem vor, und die Tiefenangaben beziehen sich auf Seekartennull (SKN). Der Abstand der LKN.SH Stand Seite 11 von 24

12 Peilfahrtprofile beträgt etwa 50 m, wobei die Profilrichtung jeweils in Nord-Süd-Richtung verläuft. Auswerteverfahren Die Darstellung und Auswertung der Vermessungsdaten erfolgten mit dem Programm "Surfer" der Firma Golden Software. Dabei werden die Punktdatensätze in ein rechtwinkliges Gitternetz überführt, ein digitales Geländemodell berechnet und anschließend Isolinien erzeugt. In charakteristischen Bereichen wurden Schnitte definiert und als Querprofile einzeln und im Vergleich dargestellt. Schließlich wurden Differenzenpläne erzeugt, in denen Ab- bzw. Auftrag abzulesen sind. Morphologische Entwicklungen Für den morphologischen Zustand 1990 ist von der Mündung in die Norderaue bis zum Fähranleger eine mittlere Tiefe im Sohlbereich von etwa SKN-2,5 bis SKN- 3 m festzustellen, wobei der Mündungs- und Mittelbereich nur SKN-2,5 m aufweisen. Zwischen Fähranleger und Hafen sind zunächst auch SKN-3 m vorhanden, etwa 300 m vor der Hafeneinfahrt wird SKN- 2,5 m jedoch unterschritten. Die Aufnahme von 1993 zeigt etwa gleiche Tiefenverhältnisse, jedoch ist der Priel besonders im Mündungsbereich schmaler geworden (an der engsten Stelle von ca. 50 auf 30 m bei SKN-2,0 m). Dabei erfolgte die Einengung von Süden her durch Sedimentumlagerung. Bis 1995 hat sich die Engpassstrecke von ca. 100 m auf 200 m verlängert bei einer Breite von 25 bis 30 m. In der Aufnahme von 1998 ist eine Verlagerung des Priels im Mündungsbereich um ca. 50 m nach Norden festzustellen, d. h. es erfolgte eine Gesamtverlagerung der Rinne, wobei die Rinnenbreite etwa gleich blieb. Die Prielverlagerung lässt sich auch in den Differenzenplänen gut erkennen. In den folgenden Abschnitten wird die morphologische Entwicklung anhand von Profilveränderungen im Einzelnen beschrieben. Abb. 9: Profildefinitionen Fahrwasser Amrum LKN.SH ( ) Anhand von 23 Profilen, die das Fahrwasser nahezu senkrecht im Abstand von 75 Metern schneiden, kann die morphologische Entwicklung des Fahrwassers zwischen 1990 und 2005 dargestellt werden. Folgende Messzeitpunkte liegen vor: , , , , , , , , , , , , , , , Der Südhang im Einmündungsbereich des Hafenpriels verlagert sich von Station bis Stat im Zeitraum von 1992 bis 2003 um 200 Meter nach Norden. Seit 2000/2002 bildet sich südlich davon eine neue Rinne, die sich wiederum nach Norden verlagert. Tiefenveränderungen im Priel Aufgrund der erzeugten Isolinienpläne können zunächst generelle Aussagen zu den Tiefenveränderungen im Priel gemacht werden. Dabei werden zunächst ausgewählte Vermessungszustände betrachtet (1990, 1993, 1995, 1998). Profilveränderungen im Bereich der Prielmündung Im Bereich der Prielmündung in die Norderaue wurden die Profile 1 und 2 als Schnittlinien definiert, wobei das Profil 1 den unmittelbaren Mündungsbereich mit der dort befindlichen Barre schneidet. Das Profil 2 liegt etwa 150 m weiter in Richtung Fähranleger. Zur Beurteilung der morphologischen Entwicklung wurden vor allem die größte Prieltiefe und die Prielbreite in der Tiefe SKN-2,0 m betrachtet. Letztere kann als Grenzmaß für die ungehinderte Schifffahrt gelten, wenn der Tiefgang der WDR-Schiffe mit rd. 1,95 m zugrunde gelegt wird. Im Profil 1 beträgt 1990 die maximale Tiefe etwa SKN-2,6 m und die Prielbreite bei SKN-2,0 m rd. 90 m ist eine Aufweitung des Profils etwa auf die doppelte Breite festzustellen. Die Aufnahme von 1992 zeigt dann eine starke Abnahme der Profilbreite auf ca. 80 m bei SKN-2,0m bei einer maximalen Tiefe von SKN- 2,6 m. Diese für die Schifffahrt negative Entwicklung setzt sich bis 1993 fort mit zwar etwa gleichbleibender maximaler Tiefe SKN-2,7 m, jedoch einer Prielbreite von nur noch 30 m ist etwa die ungünstigste Situation erreicht mit einer maximalen Tiefe von SKN - 2,5 m und einer Prielbreite von 25 m. Die weitere Entwicklung ist vor allem durch die Profilverlagerung nach Norden geprägt, wobei der Querschnitt etwa gleich bleibt. Ein relativ günstiger Zustand ist 1997 zu erkennen mit einer LKN.SH Stand Seite 12 von 24

13 Profilbreite von knapp 50 m und maximaler Tiefe von SKN -2,9 m. Beim neuesten Zustand von 1999 ist die starke Aufhöhung der nördlich anschließenden Sandbank um rd. 0.5m in einem Jahr auffällig. Im Bereich des Profils 2 ist eine ähnliche Entwicklung (1990 bis 1999) des Priels festzustellen, wobei sich die maximale Prieltiefe von SKN-3,6 m auf SKN-2,3 m reduziert. Die Prielbreite verringert sich in der Tiefe SKN- 2,0 m von 100 m auf 60 m war allerdings eine Prielvergrößerung mit T max = SKN-3,2 m und B = 120 m festzustellen. Der Priel hat sich in seinem Mündungsbereich von 1990 bis 1999 um etwa 130 m nach Norden verlagert. Gleichzeitig hat sich ab etwa 1993 eine flache Nebenrinne südlich der Hauptrinne gebildet, deren maximale Tiefe bei SKN-1,5 bis SKN-1,8 m liegt. Da die Nebenrinne breiter ist als die Hauptrinne, wird sie trotz geringerer Tiefe häufig von der Schifffahrt genutzt, um besser manövrieren zu können. von SKN+0,6 bis SKN-0,5 m. Die nördlich liegende Nebenrinne hat eine maximale Tiefe von SKN- 2,7 bis SKN-3,2 m. Ein bestimmter Trend ist kaum zu erkennen, allerdings scheint die Nebenrinne etwas flacher zu werden. Die Hauptrinne ist im Bereich des Profils 4 recht stabil. Tidebecken der Norderaue Das Tidebecken der Norderaue wird im Norden durch die natürlichen Wattrücken zwischen Amrum - Föhr und Föhr - Festland begrenzt. Die südliche Begrenzung ergibt sich durch die Halligen Langeneß und Oland mit ihren Verbindungsdämmen zum Festland. Das morphologische Verhalten dieses Tidebeckens wurde von verschiedenen Autoren betrachtet, wobei es jedoch aufgrund der teilweise unsicheren Datenlage und unterschiedlicher Betrachtungszeiträume keine einheitliche Aussage gibt. Profilveränderungen am Fähranleger (Profil 3) Im Bereich des Fähranlegers wurde das Profil 3 als Schnittlinie in Süd-Nord-Richtung definiert und an das östliche Ende des Molenkopfes gelegt. Im Nahbereich des Fähranlegers (Abstand ca. 50 m) schwankt die maximale Tiefe von 1990 bis 1999 zwischen SKN-3,2 bis SKN-3,8 m. Nördlich davon liegt eine längs zum Stromstrich ausgerichtete Sandbank, deren maximale Höhenlage zwischen SKN - 0,6 bis 1,2 m schwankt. Eine Ausnahme bildet die Aufnahme von 1991, bei der die Sandbank nur eine maximale Höhe von etwa SKN-1,7 m erreicht. Noch weiter nördlich befindet sich eine zweite Rinne, deren maximale Tiefe von 1990 bis 1999 zwischen SKN-2,6 bis SKN-3,2 m schwankt. Ein Trend in Richtung Erosion oder Sedimentation ist danach nicht zu erkennen, so dass das Fahrwasser im Nahbereich des Fähranlegers als relativ stabil anzusehen ist. Profilveränderungen zwischen Fähranleger und Hafen (Profil 4) Etwa in der Mitte der Fahrwasserstrecke zwischen Fähranleger und Hafen wurde das Profil 4 als Schnittlinie in Süd-Nord-Richtung definiert, um die dortige morphologische Entwicklung besser beschreiben zu können. Der Priel ist gut ausgeprägt mit einer maximalen Tiefe von 1990 bis 1998 zwischen SKN-3,8 bis SKN-4,0 m. Die längs zum Stromstrich ausgebildete Sandbank nördlich der Hauptrinne hat eine maximale Höhenlage In einer älteren Untersuchung wird für den Untersuchungszeitraum angegeben, dass sich das Watt-Priel-System der Norderhever in einem Ungleichgewichtszustand mit einer starken Sedimentationstendenz befindet (PARTENSCKY, 1985). Neuere Untersuchungen ergeben für den Zeitraum nur geringfügige Veränderungen der morphologischen Parameter (WITEZ et al., 1998). Das Fassungsvolumen bei NHN und das Prielvolumen haben danach leicht zugenommen. Im Seegat der Norderaue östlich von Wittdün haben die mittleren Tiefen stark zugenommen. Da die Daten von 1943 bzw jedoch relativ unsicher bzw. aus mehreren Jahren zusammengesetzt sind, können die Ergebnisse nur qualitativ bewertet werden. Die morphologischen Auswertungen des ALR Husum zeigen jedoch stärkere Veränderungen in Teilabschnitten des Nordmanngrundes südlich Föhr und im mittleren Teil der Norderaue (ALR HUSUM, Fachplan Küstenschutz Föhr, 1998). Danach wird ein Substanzverlust vor allem unterhalb NHN-3 m festgestellt, indem sich die Norderaue verbreitert und vertieft. Andererseits zeigen die Messergebnisse des Überwachungsprofils der Norderaue östlich von Wittdün für den Zeitraum 1960 bis 1997 einen sehr stabilen Zustand des Seegats. Genauere Aussagen zu Entwicklungen und eventuellen Trends können erst nach Abschluss der Vermessungsauswertungen von 1997 (Aufnahme des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie) erfolgen, wobei dann ggf. auch Aussagen zur mittelfristigen Entwicklung des Amrum-Fahrwassers gemacht werden können. LKN.SH Stand Seite 13 von 24

14 Zusammenfassung Die Tiefenverhältnisse im Hafenpriel bleiben im Zeitraum 1990 bis 1999 etwa gleich und liegen zwischen Prielmündung und Fähranleger etwa zwischen SKN-2,0 bis SKN-3,0 m. Bei der neuesten Aufnahme vom Juli 1999 wird die Tiefe SKN-2,0 m im Mündungsbereich örtlich begrenzt unterschritten; ein Trend ist jedoch nicht erkennbar. Profilveränderungen im Bereich der Prielmündung: Die Prielbreite im Bereich der Prielmündung hat sich bei SKN-2,0 m von rd. 90 m auf rd. 30 m verringert, und der Priel hat sich um etwa 130 m nach Norden verlagert. Gleichzeitig hat sich südlich davon eine flache Nebenrinne gebildet, die oberhalb Tidehalbwasser von der Schifffahrt genutzt wird. Die maximale Prieltiefe beträgt im Nahbereich des Fähranlegers etwa SKN-3,5 m. Es treten nur relativ geringe Änderungen in der Tiefe und Prielbreite auf, so dass das Fahrwasser hier stabil zu sein scheint. zeitweise zu einer Nehrungshakenbildung in Richtung Hafenpriel führt. Entsprechend bildet sich ein Schütthang am Südufer des Hafenpriels, der dann eingeengt wird. Da für die Entwässerung des Watteinzugsgebietes ein bestimmter Fließquerschnitt erforderlich ist, erodiert dadurch der Hafenpriel an seinem Nordufer und verlagert sich entsprechend nach Norden. Zu beachten ist auch der Einfluss des Schiffsverkehrs auf die morphologische Entwicklung bzw. Stabilität des Fahrwassers. Sollte eine verstärkte Nutzung des Interessentenfahrwassers zu dessen Vertiefung führen, ist eine Verlagerung der Hauptströmung dorthin nicht auszuschließen. Die Folge wäre eine zunehmende Verengung des Hauptfahrwassers mit der Gefahr der völligen Versandung. Das jetzige Interessentenfahrwasser würde sich als Hauptfahrwasser ausbilden, wobei dann der Prozess der Versandung durch die Nehrungsbildung von Süden her erneut beginnen würde. Schließlich käme es nur zu einer Problemverlagerung, nicht zu einer Problemlösung. Die maximale Prieltiefe zwischen dem Fähranleger und Hafen schwankt zwischen SKN-3,8 und SKN-4,0 m. Es treten relativ geringe Änderungen in der Tiefe und Prielstruktur auf, so dass die Hauptrinne hier ebenfalls stabil zu sein scheint. Aufgrund der teilweise unsicheren Datenlage und unterschiedlicher Betrachtungszeiträume verschiedener Autoren ist eine einheitliche Aussage zur langfristigen morphologischen Entwicklung des Tidebeckens nicht möglich. Im Mittelbereich der Norderaue zwischen Föhr und Langeneß ist allerdings ein Substanzverlust durch Verbreiterung und Vertiefung des Wattstroms festzustellen. Das Seegat östlich vor Wittdün hat sich zwischen 1955 und 1974 offenbar vergrößert, genauere Vermessungen zeigen dort jedoch ab 1960 bis 1997 einen sehr stabilen Rinnenquerschnitt der Norderaue. Abschließend kann festgestellt werden, dass die nautischen Probleme im Fahrwasser Amrum durch die natürlichen hydrologischen und morphologischen Bedingungen grundsätzlich seit längerem bestehen und ein Trend einer Verschlechterung dieser Bedingungen nicht erkennbar ist. Die morphologischen Veränderungen im Mündungsbereich des Hafenpriels sind von den Tideund Seegangverhältnissen abhängig, die den Sedimenttransport steuern. Es handelt sich dabei in der Regel um alternierende Vorgänge, die schwer durch künstliche Eingriffe zu beherrschen sind. Die Vermessungsergebnisse und die Strömungsverhältnisse deuten darauf hin, dass ein Sedimenttransport von Süd nach Norden stattfindet, der LKN.SH Stand Seite 14 von 24

15 Profilvergleiche Für die Westküste von Amrum liegen seit 1948 regelmäßige Profilmessungen vor. An der Wattseite von Amrum wurden erstmals im Jahre 1998 Profilmessungen durchgeführt. Mit Hilfe von Profilvergleichen zu anderen Querprofilmessungen ist eine Berechnung und Darstellung der morphologischen Prozesse möglich. Westküste Amrum Für morphologische Analysen stehen die folgenden Messdaten zur Verfügung. Tab. 3: Übersicht der Profilmesszeitpunkte Westküste Amrum Messzeit-punkt Gebiet Vermessungs-art Profilab-stand Westküste terrestrisch 200 m Wittdün (Kapitän) Lotung 100 m Westküste terrestrisch+lotung 100 m Amrum-Odde (2 Profile) terrestrisch 100 m Amrum-Odde und Wittdün (Kapitän) terrestrisch+lotung 50 m / 100 m Westküste terrestrisch+lotung 100 m / 50 m (Odde) Westküste terrestrisch unregelmäßig Westküste terrestrisch unregelmäßig Gesamt Amrum Laserscan 50 m Amrum-Odde Laserscan+Lotung 50 m / 100 m Teilbereich Amrum-Odde Laserscan 50 m Westküste Lotung BSH 50 m (10 m-gitter) Amrum-Odde Laserscan 50 m Für die Messzeitpunkte 1948 und 2000 bzw liefern die Profilvergleiche eine Darstellung der morphologischen Änderungen. Hierbei sind die Vertiefungen (Farbe: grün) bei der Wasserlinie und die Aufsandungen (Farbe: grün) auf dem Kniepsand die hervortretenden Merkmale. In der Gesamtbilanz überwiegt die Erosion. Seeseitig der Amrum-Odde treten die Erosionen im Vorstrand bereits in unmittelbarer Küstennähe auf. Es gibt keine Anzeichen, dass der Kniepsand sich weiter nach Nordosten ausdehnt. Der Sandflug sorgt hingegen für den Aufbau von Vordünen, so dass der Strand insgesamt steiler wird. LKN.SH Stand Seite 15 von 24

16 Ostküste Amrum Für die Ostküste der Insel Amrum liegen noch keine mittel- und langfristigen Profilmessungen vor. Erstmalig wurde der Küstenstreifen im Mai 1998 in einem Profilabstand von 200 Metern terrestrisch aufgemessen. Aus dem Jahre 2000 liegen die Laserscandaten für die gesamte Ostküste (Profilabstand: 50 m) vor. Im Januar 2007 wurde für die Amrum-Odde eine weitere Laserscanmessung durchgeführt. Der Zeitraum von zwei Jahren ist für weitergehende morphologische Analysen zu kurz. Für den kurzfristigen Zeitraum 2000 / 2007 zeigen die Profilvergleiche für die Amrum-Odde für den Strand- und Dünenbereich überwiegend Aufsandungen (Farbe: grün). Die Ausnahme bildet der Strand zwischen Banhörn (West) und dem Schwimmbad Norddorf, da der Strand erodiert (Farbe: rot). Abb. 11: Profilvergleiche Amrum-Odde ( ) LKN.SH ( ) Abb. 10: Profilvergleiche Westküste Amrum ( /03) LKN.SH ( ) LKN.SH Stand Seite 16 von 24

17 Überwachungsprofile Im Zeitraum 1960 bis 2005 wurden an vier Querschnitten (01+000, , und ) Profile hydrografisch vermessen; seit 1993 werden die Profile alle zwei Jahre erfasst. Die Umlagerungsmengen sind zwischen Japsand und Kniepsand (Stat ) am größten, wobei der Auftrag mit m 3 /m deutlich höher als der Abtrag mit m 3 /m ist. Im Gegensatz dazu überwiegen an den anderen Querschnitten die Erosionen. Der Verlauf der Profilentwicklung in den einzelnen Prielquerschnitten weist in den inneren Gebieten überwiegend Erosion auf. Die Schwankungen deuten auf Sandtransporte hin, die entlang der Tiderinnen verlaufen. Bezogen auf den mittleren Querschnitt liegen die mittleren Erosionsraten zwischen 0,017 m/jahr und 0,026 m/jahr. Im Querschnitt der Stat beträgt der mittlere Auftrag 0,021 m/jahr. Im Querschnitt zwischen Amrum-Odde und Hörnum-Odde (Stat ) ist die Erosion im gesamten Querschnitt das bestimmende Merkmal. Tab. 4: Messdaten Überwachungsprofile Statio n Gebiet mittlere Profilläng e 1. Messun g Trend Abb. 12: Profilvergleiche Überwachungsprofile LKN.SH ( ) Stat Amrum- Sylt 4,650 m m3/m/jah r Stat. Langeneß Nordmanns 2,860 m 1960 m3/m/jah 0 -grund r Stat Langeneß- Wittdün 5,460 m m3/m/jah r Stat Japsand- Kniepsand 6,385 m m3/m/jah r Abb. 13: Ganglinien der Profilvergleiche der Überwachungsprofile LKN.SH ( ) LKN.SH Stand Seite 17 von 24

18 Künftige morphologische Entwicklung Nördlich Amrums ist in den kommenden ca. 50 Jahren bei fortschreitender zunehmender Erosion in der Region des Theeknobs mit der Ausbildung eines dann westwärts gerichteten Ebbdeltas zu rechnen. Dabei ist ein Verlust der Hörnum Odde zu erwarten. Die Nordküste Amrums wird sich von einem derzeitigen von Südwest nach Nordost gerichteten Verlauf hin zu einem mehr West-Ost gerichteten Verlauf drehen mit einem Verlust der Amrum Odde. Die Westküste wird sich weiter ostwärts verlagern durch entsprechende Erosionen im Bereich des Kniepsandes. Mit der Verbindung des Landtiefs zum Rütergat entsteht auch hier ein westwärts gerichtetes Mündungsdelta, das dann als Hauptstromrichtung in die Süderaue südlich Langeness und nicht mehr die Norderaue nördlich Langeness gerichtet ist. Parallel hierzu wird sich der Kapitän bis zur Ostspitze Wittdüns auffüllen und hier auf die Norderaue treffen. Sollte diese sich aufgrund der nachlassenden Strömungsaktivitäten im Querschnitt verkleinern, wird sich der Hafenpriel südostwärts verlängern. Auf der Wattfläche östlich Amrums ist eine Südverlagerung der Wattwasserscheide zu erwarten. Der südliche Bereich wird durch das Amrumtief entwässert, der nördliche Bereich durch ein sich vertiefendes und nach Süden verlängerndes Mittelloch. LKN.SH Stand Seite 18 von 24

19 Sedimentologie Für den Bereich der Insel Amrum liegen wenige Informationen über die Sedimentverteilungen vor. Einige Angaben können der Bodenübersichtskarte (CC1518 Flensburg, Herausgegeben von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Geologischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland 1999) entnommen werden. Im Rahmen von Erkundungsbohrungen für eine mögliche Gewinnung von Spülsanden wurden im Jahre 1976 sechs Rammkernsondierbohrungen südlich der Insel Amrum vor Wittdün durchgeführt und vom Geologischem Landesamt (heute Landesamt für Natur und Umwelt) begutachtet wurden (Gutachten Nr. 76/ ). Diese Bohrungen wurden auf dem Watt zwischen der Südküste der Insel Amrum und der steil bis in Tiefen von etwa NHN-10 m abfallenden Norderaue bis auf eine Tiefe von rd. 20 m unter Gelände abgeteuft. Die Geländehöhen der Bohrpunkte schwanken zwischen NHN+1,4 m und NHN- 1,0 m (siehe Karte). Diese Bohrungen haben nacheiszeitliche und eiszeitliche Schichten erschlossen. Im gesamten Erbohrungsgebiet wurden spülfähige Sande in ausreichender Mächtigkeit (größer als 15 Meter) vorgefunden. Im westlichen Teil des Untersuchungsgebietes stehen gleichförmige Feinbis Mittelsande über schwach schluffigen Feinsanden im tieferen Untergrund an. Dieses Material wäre in einer Spülfläche besonders erosionsgefährdet. Im östlichen Bereich des Bohrungsgebietes kommen gröbere Beimengungen im nennenswerten Maße vor, so dass diesem Gebiet bei der Anlage einer Spülsandentnahme der Vorzug gegeben werden sollte. Abb. 14: Auszug aus der Bodenkarte LANU Abb. 15: Legende Bodenkarte LANU LKN.SH Stand Seite 19 von 24

20 Geländehöhen der Insel Amrum Die folgenden Abbildungen zeigen das Geländeniveau der Insel. Die Daten aus denen das Geländemodell bzw. die daraus resultierenden Isolinien (Höhenlinien) entstanden sind, kommen aus der landesweiten Laserscanbefliegung aus dem Jahre Die höchsten Geländepunkte (weiße Bereich in der linken Abbildung) der Insel befinden sich in dem Dünengürtel im mittleren Bereich der Insel und weisen Höhen von über NHN+20,00 m bis hin zu knapp NHN+37,00 m auf. Die mittlere Geländehöhe der Insel beträgt bei der NHN+1 m-isolinie als Bezugshorizont rund NHN+6,70 m. Abb. 17: Geländehöhen auf der Insel Amrum (5m-Isolinien) LKN.SH ( ) Abb. 16: Geländehöhen auf der Insel Amrum LKN.SH ( ) LKN.SH Stand Seite 20 von 24

21 Kartierung von Sturmflutschäden an den Küsten der Insel Amrum Sturmfluten können an der Küste zu gravierenden Veränderungen führen. Nach signifikanten Sturmfluten wird daher der Strandzustand bewertet. Bei der Ermittlung der Schäden an den Dünen und Kliffs wird zwischen Schäden an den Vordünen und Randdünen unterschieden. Die Vordünen bestehen zum großen Teil aus den Sanddepots, die im Laufe der vergangenen Jahre und Jahrzehnte aufgespült worden sind. Durch den vom Wind herangetragenen Sand und die unterstützenden biotechnischen Küstenschutzmaßnahmen (Sandfangzäune, Halmpflanzungen) sind zum Teil Vordünen von größerem Ausmaß entstanden. Ein Verlust dieser Vordünen bedeutet keinen unmittelbaren Substanzverlust. Jedoch kann der Verlust an den Vordünen zu einer akuten Gefährdung der Dünen- und Kliffsubstanz führen. Strandzustand nach der Sturmflut vom 11. Januar 2015 (Tief "Felix") Hydrologische Daten Die hydrologischen Daten sind zurzeit vorläufig. Tab. 5: Wasserstanddaten vom (Morgenhochwasser) Pegel Hafen Hafen List- Hörnum- Wyk- Hafen Wittdün Eintrittszeit 04:40 Uhr 05:26 Uhr 04:51 Uhr 04:37 Uhr Höchster Wasserstand m NHN 3,07 m 3,37 m 3,72 m 3,56 m über m MThw *) Verweilzeiten [in Minuten] NHN+3,00 m bis NHN+3,07 m 2,19 m 453 Minuten 2,34 m 2,39 m 2,29 m *) Zeitraum zur Bestimmung des MThw: 2001/2010 Abb. 18: Sturmfluthöhen seit 1900 am Pegel List (Betrieb: WSA Tönning) LKN.SH ( ) Der bisher höchste Sturmflutwasserstand am Pegel List- Hafen seit 1900 trat am auf und lag um 98 cm höher (NHN+4,05 m). Die Sturmfluten am (NHN+3,94 m), (NHN+3,65 m) und (NHN+3,61 m) liefen ebenfalls höher auf. Das Wasser war am Pegel List-Hafen während der Sturmflut am ("Xaver") um 52 cm höher aufgelaufen. Bei den Verweildauern am Pegel List-Hafen liegt das Sturmflutereignis vom auf Rang 19 und bei der Höhe des eingetretenen Wasserstandes auf Rang 24 aller seit 1900 aufgetretenen Sturmfluten. Am Pegel Wittdün (Auswertungen liegen seit 1935 vor) lag der Rang bei 14. Am Pegel Wyk auf Föhr (Auswertungen liegen seit 1951 vor) lag der Rang bei 16. Am Pegel Hörnum-Hafen (Auswertungen liegen seit 1936 vor) lag der Rang bei 13. Es stellt damit ein Sturmflutereignis dar, das im Mittel der letzten 115 Jahre etwa alle 5 Jahre auftreten würde. Abb. 19: Anzahl der höchsten Sturmflutwasserstände seit 1900 am Pegel List (Betrieb: WSA Tönning) LKN.SH ( ) LKN.SH Stand Seite 21 von 24

22 Schadenkarte Tab. 8: Schäden Abb. 20: Anzahl der Überschreitungen von Wasserständen (kumulativ) seit 1900 am Pegel List (Betrieb: WSA Tönning) LKN.SH ( ) Tab. 6: Winddaten Windstärke Mess-Station Windrichtung [m/s] Hooge WNW 21,1 m/s Die maximale Windgeschwindigkeit an der Windmessstation Hooge lag bei 21,1 m/s (9 Bft), wobei der Wind am Vortag leicht von West auf Westnordwest drehte. Zur Zeit des Höchstwasserstandes hatte die Windgeschwindigkeit wieder abgenommen. Schadenstufe Länge Anteil [km] [%] Amrum-Odde (Gesamtstrecke) 5,5 km 100 % Keine erkennbaren Strandschäden 1,81 km 33 % Vordünenabbrüche, davon: 3,04 km 55 % - leichte 2,20 km 40 % - mittlere 0,84 km 15 % - schwere 0 km 0 % Randdünen-/Kliffabbrüche, davon: 0,65 km 12 % - leichte 0 km 0 % - mittlere 0,30 km 5 % - schwere 0,35 km 6 % Tab. 7: Seegangsdaten vom Mess-Station Westerland 13 m Seegangshöhe (hm0) [m] 5,6 m Die Wellenhöhe (h m0) vor Sylt betrug 5,6 m. Abb. 21: Strand- und Dünenschäden am LKN.SH ( ) LKN.SH Stand Seite 22 von 24

23 Insgesamt wurden auf rd. 0,65 km Länge Randdünenabbrüche sowie auf rd. 3,04 km Länge Vordünenabbrüche an der Amrum-Odde festgestellt. Südlich vom Schullandheim Ban Horn wurden die Randdünen abgetragen. Der Kniepsand hat sich zwischen und mit einer Geschwindigkeit von rd. 80 Meter / Jahr nach Norden ausgedehnt. Abb. 22: Randdüne vor Ban Hörn an der Amrum-Odde am LKN.SH, Kundy ( , Nr. 48) Die Sicherung der Randdüne vor dem Schullandheim Ban Horn hat sich bewährt, da dort keine Randdünenabbrüche aufgetreten sind. Abb. 25: Kliffabbruch Amrum-Steenodde am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 32) Am südöstlichen Teil des Steenodder Kliffs traten an mehreren Stellen leichte Kliffabbrüche auf, so dass der Wanderweg teilweise nicht passierbar ist. Abb. 23: Randdünenabbruch Amrum-Odde am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 19) Abb. 26: Kliffabbruch Steenodde am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 33) Die Kliffabbrüche werden jedoch auch durch abfließendes Niederschlagwasser verursacht, das Erosionsrinnen ausspült. Abb. 24: Randdünenabbruch Amrum-Odde am LKN.SH, Kundy ( , Nr. 3) LKN.SH Stand Seite 23 von 24

24 Abb. 27: Primärdünen auf dem Kniepsand vor Köhns Übergang in Wittdün am LKN.SH, Hinrichsen ( , Nr. 42) Im Bereich Köhns Übergang in Wittdün gab es leichte Vordünenverluste. Der Kniepsand streckt sich jedoch erkennbar weiter nach Osten vor. Auf dem Kniepsand bilden sich umfangreiche Primärdünen. LKN.SH Stand Seite 24 von 24

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