SACHGEBIET EDV-SERVICE

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1 SACHGEBIET EDV-SERVICE Geschäftsbericht I

2 Inhaltsverzeichnis Statistische Zahlen...2 Green-IT...3 Storage-Systeme...4 Archivierung und DMS...5 Landkreisgemeinden...6 Landkreisschulen...7 IT-Sicherheit...7 Userhelpdesk...7 Projekte Ausblick I

3 STATISTISCHE ZAHLEN Der EDV-Service des Landkreises betreut derzeit folgende. Benutzer: ca. 500 Mitarbeiter des Landkreises Traunstein und einige Tochter-Gesellschaften wie z. B. Chiemgau Tourismusverband e. V., Wirtschaftsförderungs GmbH, Landschaftspflegeverband e. V., kaufm. und landwirtschaftl. Berufschule Standorte: Ludwig-Thoma-Str. 2-3 (Gebäude A und B) Oswaldstr. 1 (Betreuungsstelle) zukünftig Oswaldstr. 3 (Sozialhilfe) Bachmayerstr. 13 (Gesundheitsamt) Gabelsberger Str. 8 (KFZ und Führerschein) Prandtnerstr. 3 (kaufm. Berufsschule) Schnepfenluckstraße 12 (landwirtsch. Berufsschule) Hartmann 10, Nussdorf (Kreisbauhof) Kantstr. 8, Traunreut (Mehrgenerationenhaus) Wasserburger Str. 46 (Medienzentrum Traunstein) Hardware: 15 Server 6 Storage-Systeme ca. 550 PC s ca. 70 Notebooks 12 ThinClients ca. 300 Drucker ca. 35 MDA s ca. 130 Mobiltelefone Software: Betriebssysteme wie Windows Server 2003 und 2008 auf den Servern, Windows XP Professional auf den Clients und VMware ESX 3.5 zur Virtualisierung. Als Standardsoftware nutzen wir MS-Office 2003, Exchange 2007, Adobe Acrobat etc. Zur Datensicherung wird Symantec Backup Exec 12.5 und Vizincore vranger verwendet. Als Fachverfahren seien hier nur ein paar wenige aufgeführt: - Von der AKDB benutzen wir OK.FIS für das Finanzwesen, OK.Vorfahrt für das Kfz- Zulassungswesen und OK.EFA für das Führerscheinwesen. - Die Fa. Prosoz Herten ist der Softwarelieferant von openprosoz für unser Sozialamt und recos 14 plus für unser Jugendamt. - In der Betreuungsstelle setzen wir die Software TauOffice der Fa. rocom ein. - Im Baurecht wird das Programm von OTS verwendet. - Im Wasserrecht wird KomVor eingesetzt. - In der Ausländerbehörde die Software Stranger der Fa. Beister. - Im Gesundheitsamt kommt das Fachverfahren Octoware von Easysoft zum Einsatz. Eine vollständige Auflistung sämtlicher im Einsatz befindlichen Produkte ist in unserer Helpdesk- und Assetmanagementsoftware HelpLine hinterlegt. Es handelt sich hierbei um ca. 100 Softwareprodukte. 2I

4 GREEN-IT Dieses Schlagwort trifft man heute überall in der Branche an. Wir setzen stromsparende Techniken bereits seit mehr als zwei Jahren durch Servervirtualisierung ein. Mittels VMware haben wir bisher 38 Server virtualisiert, sodass wir einen Virtualisierungsgrad von ca. 90% erreicht haben. In unseren zwei redundanten Rechenzentren sind jeweils drei ESX-Server im sog. HA-Modus in Betrieb. Das heißt, dass bei einem Ausfall eines Servers oder eines ganzen Serverraumes die Arbeit von den anderen drei ESX-Servern im zweiten Serverraum automatisch übernommen wird. Die Desktopvirtualisierung mit VMware View (vormals VDI) haben wir bei uns bereits implementiert, sodass zukünftig PC s mit stromsparenden Thin Clients ersetzt werden können. Mit Thin-Client- Technologie kann lt. der letzten Studie des Fraunhofer Instituts über 50 % CO² Ausstoß vermieden werden. Hier ist unser Ziel, in den nächsten drei Jahren 75 % unserer Arbeitsplätze mit ThinClients auszustatten. 3I

5 STORAGE-SYSTEME Die geschäftsrelevanten Daten sind heutzutage nicht mehr auf den Serverfestplatten, sondern auf hochperformanten und hochverfügbaren Storage- Systemen abgelegt. In unseren zwei Rechenzentren ist für diesen Zweck folgende Hardware im Einsatz: 2 x IBM DS x FSC SX60 2 x NetApp FAS 250 Das SAN-System (Storage Area Network) von IBM ist mit extrem schnellen, aber auch sehr teuren Fibre Channel Festplatten ausgestattet. Die SX60 von Fujitsu Siemens verfügt über sehr große, preisgünstige Festplatten, die jedoch bei weitem nicht so schnelle Zugriffszeiten besitzt. Je nach Bedarf und Verfügbarkeitsanforderung werden die Daten auf eines der beiden Systeme gespeichert. Damit die Daten auch bei einem Totalausfall eines Rechenzentrums, etwa durch Feuer, Wasser, Vandalismus etc., noch zur Verfügung stehen, müssen die Storage-Systeme gespiegelt werden. Dies haben wir mit Hilfe der Software SANmelody von der Fa. Datacore realisiert. Hierbei werden die Festplattenbereiche den Servern virtuell präsentiert. Aus diesem Grund spricht man hier von Storagevirtualisierung. Diese Technik führte im Dezember 2007 und Januar 2008 leider zu einigen Systemausfällen. Der Grund hierfür wurde nach langem Suchen in einem Biosfirmwarestand der zwei FSC-Server gefunden, dessen Version nicht mit SANmelody kompatibel war. Kaum hatte man den Firmwarestand auf eine ältere Version gebracht, lief das ganze System stabil. Die zwei NetApp FAS 250 Storagesysteme werden für die digitale und revisionssichere Archivierung eingesetzt. Sämtliche Belege im Kfz-Zulassungsund Führerscheinwesen werden eingescannt, revisionssicher abgespeichert und den Bürgern wieder ausgehändigt. Somit entfällt in diesen Bereichen die Papierablage. Seit Anfang 2008 werden auch sämtliche Buchungsbelege der Kasse dementsprechend archiviert, sodass eine Platz sparende Archivierung möglich ist. 4I

6 ARCHIVIERUNG UND DMS DMS ist die Abkürzung für Dokumenten- Management-System und wird teilweise auch als ECM (Enterprise-Content-Management System) bezeichnet. Wie bereits im Abschnitt Storage-Systeme angesprochen, betreiben wir bereits in den Bereichen Verkehr und Kasse eine elektronische Archivierung im Rahmen der Software OS ECM von der Fa. Optimal Systems GmbH. Im Bereich der Bauverwaltung setzen wir das Produkt OTS-Bau ein, das sich in den letzten Jahren zu einem richtigen DMS-Verfahren entwickelt hat. Auf die im letzten Jahr eingeführte ebauakte greifen nicht nur unsere Mitarbeiter zu, sondern auch alle Landkreisgemeinden, die in diesem Workflow die Bauanträge erfassen und sich jederzeit über den Sachstand online informieren können. Die Einsichtnahme ist mit speziellen Rechten abgesichert. Zukünftig sollen auch die sog. Träger öffentlicher Belange, die Bauwerber und deren Architekten auf die elektronische Akte zugreifen können. Bisher werden die Daten noch in Papierform aufbewahrt. Es ist jedoch eine Schnittstelle in die revisionssichere Archivierung von Optimal System geplant, sodass auch hier die Papierakten bald der Vergangenheit angehören. Eine sachgebietsübergreifende DMS-Lösung für das Landratsamt ist ab 2010 anvisiert. Da die Ablage nach dem bayerischen Einheitsaktenplan (EAPL) erfolgen soll, ist in allen Sachgebieten bis dahin die Aktenablage entsprechend zu organisieren. 5I

7 LANDKREISGEMEINDEN Von den insgesamt 35 Landkreisgemeinden und städten sind lediglich drei (Siegsdorf, Palling und Fridolfing) über unser Landkreisnetz an das Bayerische Behördennetz (BayBN) angeschlossen. Dem gegenüber sind in den Landkreisen Rosenheim und Berchtesgadener Land alle Gemeinden angeschlossen. In diesem Zusammenhang haben wir den Gemeinden wiederholt das Angebot unterbreitet, ohne Kostenerhebung die Anbindung an das Landkreisnetz und das BayBN zu realisieren. Daraufhin hat sich die Gemeinde Kirchanschöring für den Anschluss entschieden. Neben dem Zugang in das BayBN nutzt die Gemeinde nun auch unseren Exchangeserver als - und Groupwareserver. Die Gemeinde spart sich durch diesen Schritt einen Proxyserver, eine Firewall, ein Mailrelay, einen Spamfilter sowie einen Mail- bzw. Groupwareserver. Die Gemeinde Schleching hat im Februar 2009 ebenfalls Interesse bekundet. Mit der Stadt Trostberg haben wir ein Projekt gestartet, das es dieser nun ermöglicht, die Kfz- Abmeldungen direkt im OK.Vorfahrt einzugeben. Hierzu sind für sechs Mitarbeiter der Stadt Benutzerkonten in unserem Active Directory und im OK.Vorfahrt angelegt worden. Über eine VPN- Verbindung können diese von Trostberg aus auf einen virtuellen Client bei uns zugreifen. Die Berechtigungen sind so eingestellt, dass nur Kfz- Abmeldungen möglich sind. Die Städte Traunstein und Traunreut sind von uns beim RZ Süd als Teilnehmer zum Bayerischen Verwaltungs-PKI registriert worden. Somit können diese Städte, obwohl sie nicht im BayBN Mitglied sind, E- Mails mittels BayernPKI verschlüsseln und signieren. Diese Möglichkeit werden wir nach Wunsch auch allen anderen Gemeinden einrichten. 6I

8 LANDKREISSCHULEN Der Landkreis ist Sachaufwandsträger für 14 Schulen. Diese verfügen über insgesamt 45 Informatikräume mit ca Computern. Lediglich die Berufschulen II und III werden vom EDV-Team des Landratsamtes direkt betreut. Die anderen Schulen greifen auf externe IT-Dienstleister zu. Da es bisher noch keine Vorgabe seitens des Landratsamtes gab, welches pädagogische Netzwerkmanagementsystem eingesetzt werden soll, war jede Schule für sich auf der Suche. Da dies sehr kosten- und zeitintensiv für alle Beteiligten war, wurde im Jahr 2008 eine Projektgruppe gegründet, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen sollte. Mitglieder dieser Gruppe waren Herr Lothar Wagner als Geschäftsleiter, Herr Klaus Wolff für die Schulverwaltung, Herr Johann Sickinger für die Kämmerei und Herr Christian Ausfelder für die IT- Abteilung. Die Projektleitung übernahm Herr Ausfelder. Dieser Projektgruppe schlossen sich auch die Landkreise Rosenheim, Berchtesgadener Land und Mühldorf sowie die Stadt Rosenheim an, da in deren Trägerschaft ebenfalls der Vereinheitlichungsbedarf bestand. Nach vielen Softwarepräsentationen und Vor-Ort- Besichtigungen fiel Ende 2008 die Entscheidung für die pädagogische Netzwerklösung OSS Open School Server. Diese Lösung ist bereits in der Gewerblichen Berufschule Traunstein und im Annette- Kolb-Gymnasium installiert. Außerdem nutzt diese Lösung auch die Franz-von-Kohlbrenner- Hauptschule in Traunstein und die Grund- und Hauptschule in Teisendorf. In der Achental- Realschule Marquartstein wird dieses System im April 2009 installiert. Ziel ist es, bis 2012 alle Schulen mit diesem System auszustatten. Es ist auch geplant, ein IT-Konzept für die Schulen zu erstellen, damit eine einheitliche und wirtschaftliche Ausstattung erzielt werden kann. An diesem Konzept können sich anschließend alle Beteiligten (Schulleiter, Systembetreuer, externe Dienstleister, Schulverwaltung, EDV-Service) orientieren. IT-SICHERHEIT Das IT-Sicherheitskonzept wurde im Jahr 2008 um die Module Datensicherungskonzept und IT- Notfallhandbuch erweitert. Als nächster Schritt wird die Gründung eines IT- Sicherheitsteams anvisiert. Dieses Team soll über noch offene Fragen wie z. B. Sperrung von Hardwaredevices, Einführung von NAC etc. entscheiden. USERHELPDESK Seit Mitte 2007 wird im EDV-Service das Helpdesksystem HelpLine der Fa. PMCS eingesetzt. In dem ersten vollständigen Jahr 2008 wurden über Incidents (Informationsanfragen, Serviceanfragen und Störungsmeldungen) abgearbeitet. Über 40 % der Anfragen konnten beim ersten Kontakt bereits beantwortet werden. 7I

9 PROJEKTE 2008 Weitere Projekte aus 2008 sind nachfolgend aufgelistet: Erneuerung der USV-Anlagen Zulassungsstelle: Migration der veralteten Serverlandschaft in unser Rechenzentrum Datensicherung: Migration auf Symantec Backup Exec einschließlich Continous- Protection-Service zur Rücksicherung von Daten durch die Benutzer Erweiterung unserer VoiP-Telefonanlage in die Oswaldstr. 1 (Betreuungsstelle) Beschaffung und Installation einer neuen und redundanten Firewall Migration MS-Exchange 2003 auf MS- Exchange 2007 Migration der Domäne von Windows Server 2003 auf Windows Server 2008 Einführung TIZIAN Erweiterung Glasfaserverkabelung für redundante Rechenzentren Einführung -Verschlüsselung und Signierung mittels BayernPKI Einführung von Mobile-Active-Sync für unsere MDA s Erweiterung Betreuungsprogramm um Scanfunktion zur digitalen Aktenführung Migration Betreuungsprogramm von MS- Access auf SQL-Server ebauakte: Einführung und Schulung von OTS-Bau bei den Landkreisgemeinden Migration unserer Bauhofsoftware dinob von MS-Access auf SQL-Server Neues Corporate Design in MS-Office umsetzen Kommunalwahl im März und Landtagswahl im September Mehrgenerationenhaus Neuausrichtung des Druckermanagements (Pay per Page von Lexmark) Kfz-Zulassung: Elektronischer Versicherungswechsel KBA-Kopfstellenlösung Zulassungsstelle: Ablösung des alten Kassenautomaten mit dem Kassensystem bspayment 3000 der Fa. ght TK-Abrechnungssoftware Einführung der Netzwerk- und Serverüberwachungssoftware Whats Up Gold CTI-Integration in Helpline und Outlook OK.KOMM Schnittstelle BayBIS für OK.Vorfahrt, OK.EFA und OK.FIS 8I

10 AUSBLICK 2009 Nachfolgend soll nur beispielhaft auf die geplanten Projekte im kommenden Jahr eingegangen werden. Migration Softwareverteilung (bisher Live State Delivery der Fa. Symantec) Erneuerung von vier ESX-Servern Oswaldstraße 3 (Umzug der Sozialhilfeverwaltung in ein neues Gebäude) Zulassungsstelle: - Austausch aller Arbeitsplatzrechner - Neue Aufrufanlage inklusive Internetreservierung Beurkundungsprogramm für SG 3.23 Einführung eines Ratsinformationssystemes Relaunch Internetauftritt Erweiterung Storagesystem NetApp ereiseausweise für Ausländeramt Erhöhung der Bandbreite zum ByBN Einführung FMS (Facility Management Software) Oberstes Ziel des EDV-Service des Landratsamtes ist es, den Anwendern den größtmöglichen Service zu bieten! 9I

11 Landkreis Traunstein Ludwig-Thoma-Str Traunstein Telefon: 0861/ I

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